Was muss am Nord-Ostsee-Kanal passieren? SH – Meyer hofft auf Rückenwind aus Berlin

Holtenauschleuse45

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Kiel

Wartungsarbeiten behindern Schiffsverkehr auf dem Kanal

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Kiel. Erneut kommt es zurzeit und in den nächsten zwei Wochen an der Kieler Förde zu Verzögerungen im Schiffsverkehr. Grund sind dieses Mal Inspektionsarbeiten, für die abwechselnd eine der zwei großen Schleusen des Kanals in Kiel-Holtenau gesperrt werden müssen. Mehrstündige Wartezeiten sind die Folge.

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Arne Lütkenhorst Holtanau Schleuse45
Wegen Inspektionsarbeiten müssen die zwei großen Schleusen des Kanals in Kiel-Holtenau abwechselnd gesperrt werden.
Eine Sprecherin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Kiel teilte mit, dass nach dem Schienenwechseln an der Schleuse nun planungsmäßig mehr als 1700 Schrauben nachgezogen werden müssten. Betroffen sind alle Schiffe, die länger als 125 Meter sind. Eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten oder gar die vollständige Sperrung der meistbefahrenen Wasserstraße der Welt sind in der jüngeren Vergangenheit keine Seltenheit. Probleme mit den Schleusenanlagen, die noch aus der Kaiserzeit stammen, aber auch die Auswirkungen von Arbeitskampfmaßnahmen gegen den Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes haben im vergangenen Jahr ein ums andere Mal zur Schließung des Kanals geführt. 18 Tage lang war er 2013 voll gesperrt, 31 000 Schiffe durchfuhren ihn insgesamt – knapp elf Prozent weniger als im Vorjahr. Das ist misslich – nicht nur wegen der entsprechenden Verluste aus den Durchfahrtsgebühren, die im vergangenen Jahr bei rund 24 Millionen Euro lagen. Kritiker der aus ihrer Sicht zu langsamen und inkonsequenten Sanierung des Kanals fürchten mittelfristige Auswirkungen auch auf den Hamburger Hafen. Großschiffe müssen ihre Container dort auf kleinere Feeder-Schiffe umladen, mit denen die Fracht dann via Nord-Ostsee-Kanal weiter in den Osten gelangt. Sie könnten, so die Befürchtung, angesichts der unsicheren Weiterfahrt von vornherein andere Routen planen: Umladen in Rotterdam, den Nord-Ostsee-Kanal rechts liegen lassen und die Feeder auf die Route um die dänische Halbinsel schicken. Der bei geschlossenem Kanal notwendige Umweg um Skagen bedeutet laut Jörg Heinrich, Dezernatsleiter Schifffahrt bei der Generaldirektion Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (Kiel), einen nicht einkalkulierten Zeitverlust von rund 24 Stunden. Der führe dazu, dass die Anschlüsse nicht erreicht würden. Dazu Heinrich: „Die Liegeplätze sind weg, die Weiterfahrt der Container per Zug oder Lastwagen muss neu organisiert werden.“ Bisher gibt es laut Heinrich bei den Großreedern jedoch keine Signale für ein generelles Umrouten der Frachter – jedenfalls nicht wegen der Wartezeiten oder Umwege im Zusammenhang mit dem Nord-Ostsee-Kanal. Eher sei da schon die Vertiefung der Elbe ein Thema: Wenn die ausbleibt, könnte es sein, dass die tendenziell immer tiefer gehenden Großfrachter irgendwann ihre Ladungskapazitäten unterschreiten müssten, um heil durch die Elbe zu kommen. Das, so sagt Heinrich, würde dann teuer.
NOK News: Temporäre Freigaben der Südkammer der Großen Schleuse in Kiel–Holtenau

Aufgrund des guten Bauablaufes, kann trotz eintägigem havariebedingtem Ausfall der Arbeiten, die Südkammer der Großen Schleuse am Wochenende mit Unterbrechungen in Betrieb genommen werden.

Somit stehen der Schifffahrt voraussichtlich von Freitag, 07.03. ca. 18:00 Uhr bis Sonnabend, 08.03. ca. 07:00 Uhr sowie ab Sonnabend, 08.03. ca. 18:00 Uhr bis Montag, 10.03. ca. 07:00 Uhr beide Kammern der Großen Schleuse sowie die Nordkammer der Kleinen Schleuse zur Verfügung. Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau
Wasser- und Schifffahrtsämter Brunsbüttel und Kiel Alte Zentrale 4 25541 BrunsbüttelSchleuseninsel 2 24159 Kiel-Holtenau www.wsa-brunsbuettel.wsv.de/ www.wsa-kiel.wsv.de/ 07.03.2014

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  http://www.wsa-kiel.wsv.de/Investitionsmassnahmen/index.html Copyright Dieter Kobrock filmweltdk.de https://www.facebook.com/dieter.kobrock?fref=ts Copyright NDR S Südschleuse in Holtenau ab heute geschlossen (für ca. 14 Tage)... (Quelle: WSA-Kiel)

Berlin/Kiel. Unter den sieben Anbietern gibt es in der Spitze sogar Kostensteigerungen im Bereich von 150 Millionen Euro. Bis zum 17. April soll im Bundesverkehrsministerium eine Entscheidung darüber fallen, welche Baufirma den Zuschlag erhält. Die Bauzeit für das Großprojekt könnte nach internen Schätzungen zehn Jahre betragen. Ob wie geplant 2014 mit dem Bau begonnen wird, ist angesichts der neuen Entwicklungen offen. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der sich morgen in Brunsbüttel persönlich einen Eindruck verschaffen will, wollte sich am Mittwoch „zu den Gerüchten nicht äußern“. Intern hat man aber offenbar mit Kostensteigerungen gerechnet. „Der Ausbau der fünften Schleusenkammer hat nach wie vor Priorität“, hieß es weiter aus dem Ministerium. Copyright Kieler Nachrichten Geschuldet ist die drastische Kostensteigerung vor allem einem erhöhten Logistikaufwand während der Bauphase. Hier sei zu niedrig kalkuliert worden, heißt es aus Berlin. Die Anbieter beklagen zudem, dass die Kosten für Material und Spezialmaschinen über einen Zeitraum von zehn Jahren kaum verlässlich zu berechnen seien – und verweisen dabei auch auf die stark steigenden Rohstoffpreise. Für die fünfte Schleusenkammer sollen 21000 Tonnen Spundwandstahl und 115000 Kubikmeter Stahlbeton verbaut werden. Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) forderte den Bund auf, „sauber zu planen und die neuen Zahlen klar zu kommunizieren“. Die Kostensteigerung sei bedauerlich, doch am Ende müsse der Bau der Schleusenkammer sichergestellt sein: „Der Bund ist jetzt in der Pflicht, das Geld zur Verfügung zu stellen.“ Meyer mahnte zudem zu „mehr Ehrlichkeit“ in der Planung: „Die Gesamtkosten für den NOK-Ausbau sind binnen eines Jahres von einer Milliarde Euro auf 1,5 Milliarden Euro gestiegen. Das kann man kaum noch einem Bürger erklären.“ Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt, warnte davor, den Bau der fünften Schleusenkammer in Frage zu stellen: „Sie ist für die Wettbewerbsfähigkeit des Kanals und damit auch der norddeutschen Wirtschaft unerlässlich.“ Noch im März wird das Bundesverkehrsministerium die Ergebnisse der Ausschreibung dem Haushaltsausschuss des Bundestages vorlegen. Dort regt sich bereits Kritik: „Dass die Stahlpreise steigen, ist ja nicht neu“, sagte der SPD-Obmann Johannes Kahrs ( Bmrk.Btr. HP blog ( Finanzpolitischer Sprecher HA BT SPD  Gegenpol Schäuble )). Er sei sehr gespannt, wie die Baufirmen eine derart hohe Kostensteigerung begründeten. Dass die Abgeordneten die Mehrausgaben am Ende durchwinken, gilt jedoch als sicher.

Es knackt in der Kieler Schleuse

http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Nord-Ostsee-Kanal-Totalausfall-der-Schleuse-Kiel-Holtenau-kurz-vor-Besuch-von-Uwe-Beckmeyer-und-Reinhard-Meyer
Von Frank Behling | Copyright KN danke
Der marode Zustand der Schleusen in Brunsbüttel ist bekannt. Doch auch in Kiel gibt es großen Kummer mit der Technik. Darüber haben sich am Dienstag Uwe Beckmeyer (SPD), der Maritime Koordinator der Bundesregierung, und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) vor Ort informiert.
Foto: Matthias Visser vom Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau zeigt Uwe Beckmeyer (links) die großen Schleusen in Kiel-Holtenau. Der aus Bremerhaven stammende Beckmeyer ist der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung.
Matthias Visser vom Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau zeigt Uwe Beckmeyer (links) die großen Schleusen in Kiel-Holtenau. Der aus Bremerhaven stammende Beckmeyer ist der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung.
© FB
Kiel. Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. In der Nacht auf Dienstag ging auf dem Kanal stundenlang nichts mehr. Schiffe dümpelten im Kanal und vor Holtenau. „Es gab ein knackendes Geräusch. Ursache war eine gebrochene Schweißnaht an der Wallschiene“, sagte Matthias Visser, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Kurz vor 20 Uhr ließ das Schleusentor sich nicht mehr öffnen, weil die als Führung gedachte Wallschiene sich verformt hatte. Als der Gast aus Berlin eintraf, zeigte Visser ihm die ausgefallene Schleuse von der Besucherplattform aus. „Die Botschaft ist in Berlin angekommen“, versicherte der Koordinator auf die Frage nach der Bedeutung des Kanals. Für die Finanzierung der Baumaßnahmen kann der Koordinator zwar keine Mittel bereitstellen, „wohl aber bei den verschiedenen Ministerien darum werben“, sagte Beckmeyer. An der Bedeutung des Kanals lässt der aus Bremerhaven stammenden Politiker keine Zweifel. „Diese Wasserstraße hat eine enorme Bedeutung für die gesamte Exportwirtschaft in Deutschland“, sagte der Koordinator. Zur Finanzierung sprach Beckmeyer sich für eine Ausweitung der Lkw-Maut auf die Bundesstraßen aus. „Wenn es dann zu einer intelligenten Verteilung der Mittel kommt, haben die Wasserstraßen auch etwas davon“, sagte er. Außer Geld müsse aber auch Personal her. „Wir brauchen hier Ingenieure, die die Umsetzung aller Bauvorhaben gewährleisten. So etwas wie im vergangenen Jahr darf sich nicht wiederholen, als Haushaltsmittel nicht abgerufen werden konnten, weil die Bauvorhaben nicht realisiert wurden“, mahnte der Politiker in Richtung Verkehrsminister. Dass es bei dem Besuch überhaupt Schiffe in der Schleuse gab, war dem Nachteinsatz mehrerer Mitarbeiter des Bauhofs der Schleuse zu verdanken. Nachdem eine erste Untersuchung eine gerissene Schweißnaht am Tor der großen Nordschleuse offenbart hatte, mussten Baustellen umgebaut werden. „Die Mitarbeiter haben in der Nacht ein Arbeitsschiff besetzt und innerhalb weniger Stunden die Südschleuse wieder einsatzbereit gemacht“, sagte Visser. Der Nord-Ostsee-Kanal wird auch in Zukunft im Fokus der Politik bleiben. Wie der Nautische Verein zu Kiel mitteilt, wurde Kiel als Austragungsort des Deutschen Seeschifffahrtstages ausgewählt. An der fünftägigen Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten nehmen rund 500 Fachleute aus der Schifffahrt teil. Der Nautische Verein zu Kiel will beim Seeschifffahrtstag die Bedeutung des Kanals und Kiels als maritimer Standort hervorheben. „Kiel ist da einzigartig“, sagt Jürgen Rohweder, Vorsitzender des Nautischen Vereins zu Kiel.
http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article125398700/Norden-Kompakt.html Copyright Welt

Wartezeiten im Nord-Ostsee-Kanal

Im Zuge von Inspektionsarbeiten kommt es an der Kieler Förde seit Montag für 20 Tage zu Verzögerungen im Schiffsverkehr. Abwechselnd soll jeweils für 10 Tage eine der zwei großen Schleusen des Nord-Ostsee Kanals in Kiel-Holtenau gesperrt werden. Es kann zu mehrstündigen Wartezeiten kommen. An der Schleuse müssen planungsmäßig über 1700 Schrauben nachgezogen werden. Betroffen sind alle Schiffe, die länger als 125 Meter sind.

 

Schleusensperrung: Wieder Stau vor dem Kanal?

Frachtschiffe fahren durch eine Schleuse bei Kiel-Holtenau © dpa/lno Fotograf: Carsten Rehder Detailansicht des Bildes Jeden Tag fahren Hunderte Frachtschiffe durch die Schleusen auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Vor der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal vor Kiel kann es in den kommenden Tagen erneut zu langen Wartezeiten kommen. Grund sind Arbeiten an einer der beiden großen Schleusenkammern. Sie ist seit heute für die Schifffahrt gesperrt. Grund sind voraussichtlich mehrere Tage andauernde Inspektionsarbeiten.Taucher sollen in den kommenden Tagen die Sohle der 310 Meter langen Sohle auf Schäden untersuchen. Bei Wassertemperaturen von nur fünf Grad Celsius nehmen die Experten auch insgesamt 880 Befestigungsschrauben der Torschienen ins Visier, auf denen die fast 1.400 Tonnen schweren Schleusentore hin- und hergefahren werden. Die 90 Meter langen Schienen waren erst im vergangenen Jahr auf beiden Seiten der Südkammer ausgetauscht worden.Reparaturen nach Havarie

Reparatur nach Havarie

Experten wollen die Sperrung aber auch für eine Reparatur des sogenannten Leitwerks nutzen. Mitte Februar hatte ein Containerschiff mehrere Dalben an diesen Rammschutz beschädigt. Mitte kommender Woche soll die zweite große Schleusenkammer dann wieder für den Verkehr freigegeben werden. Reparaturen, Havarien und Streiks hatten bereits 2013 zu einem Einbruch der Verkehrszahlen des Nord-Ostsee-Kanals geführt. Nach Angaben der Generaldirektion für Wasserstraßen und Schifffahrt in Kiel passierten im vergangenen Jahr rund 31.100 Schiffe den NOK. Dass waren gut zehn Prozent weniger als 2012. Eine Erklärung: An 18 Tagen gab es erhebliche Beeinträchtigungen und sogar Vollsperrungen im Kanal. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr knapp 95 Millionen Tonnen Ladung über den NOK transportiert, im Vorjahr waren es 104 Millionen Tonnen.

Kieler Schleuse: Abpumpen, reinigen und fluten

Bund bezahlt Schleuse Brunsbüttel Copyright KN Online

http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Wirtschaft/Interview-mit-Bundesverkehrsminister-Alexander-Dobrindt-CSU-vor-seinem-Besuch-am-Nord-Ostsee-Kanal-Bund-bezahlt-Schleuse-in-Brunsbuettel
Verkehrsminister kommtan den Nord-Ostsee-Kanal
Brunsbüttel/Berlin Copyright SHZ
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wird am kommenden Freitag den Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel besuchen. Damit nimmt er eine Einladung seines schleswig-holsteinischen Amtskollegen Reinhard Meyer (SPD) an. Meyer wolle Dobrindt bei der Gelegenheit dazu bewegen, die umstrittene Reform der Schifffahrtsverwaltung „zu reparieren“ und dafür zu sorgen, dass es neben der neuen Generaldirektion in Bonn auch weiterhin eine „küstennahe Direktion“ gibt, sagte ein Sprecher von Meyer. Zudem erwarte der Kieler Minister, dass Dobrindt bald einen Zeit- und Maßnahmenplan für Sanierung und Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals vorlegt. bg
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Nord-Ostsee-Kanal/Ministerium-Ausbau-des-Nord-Ostsee-Kanals-erst-in-zehn-Jahren-fertig
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Bundesverkehrsministerium

NOK: Ausbau erst in zehn Jahren fertig

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Im Berliner Koalitionsvertrag wird dem Nord-Ostssee-Kanal eine „zentrale Rolle“ bescheinigt. Doch der nötige Ausbau des Ostteils der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße lässt weiter auf sich warten. Das Bundesverkehrsministerium legt sich nicht fest.
Foto: Ein Frachtschiff fährt in Höhe von Levensau bei Kiel auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Im Berliner Koalitionsvertrag wird dem Nord-Ostssee-Kanal eine «zentrale Rolle» bescheinigt. Doch der nötige Ausbau des Ostteils der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße lässt weiter auf sich warten.
Ein Frachtschiff fährt in Höhe von Levensau bei Kiel auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Im Berliner Koalitionsvertrag wird dem Nord-Ostssee-Kanal eine «zentrale Rolle» bescheinigt. Doch der nötige Ausbau des Ostteils der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße lässt weiter auf sich warten.
© dpa
Berlin/Kiel. Der seit vielen Jahren verzögerte Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals wird sich noch lange hinziehen. Die 20 Kilometer lange Oststrecke könnte „im besten Fall“ in zehn Jahren fertig sein, teilte das Bundesverkehrsministerium in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. In diesem Jahr sei zunächst der Bau einer Lagerfläche für Baumaterialien am Flemhuder See vorgesehen. 2014 sei „nicht mit wesentlichen Ausgaben“ für den Ausbau zu rechnen, die Maßnahme sei im Haushalt nicht besonders veranschlagt. Für 2015 lasse sich noch nichts sagen. Nach früheren Planungen hätte 2014 der Ausbau beendet sein sollen. „Insbesondere für die größeren Schiffe stellt die 20 Kilometer lange, nicht ausgebaute Oststrecke des NOK einen Engpass dar“, betonte ein Ministeriumssprecher. Deshalb sei auch der Ausbau dieses Teilstücks „besonders sinnvoll“. Das Augenmerk der Bundesregierung sei darauf gerichtet, die Infrastruktur des Kanals langfristig zu sichern. Der Sprecher verwies auf den Koalitionsvertrag, der dem Kanal eine „zentrale Rolle“ beimesse. Im Falle des erwarteten Baurechts für Oststrecke — der Beschluss kann laut Sprecher frühestens im März bestandskräftig sein — soll der Bau der Zwischenlagerungsfläche für Materialien beginnen. Dann würde der Bauabschnitt im Bereich Königsförde/Groß-Nordsee etwa zehn Kilometer westlich von Kiel realisiert. Auf die Frage, ob weiterhin mit Gesamtkosten in Höhe von 250 bis 265 Millionen Euro gerechnet werde, antwortete der Sprecher: „Der Investitionsbedarf und der voraussichtliche Zeitbedarf werden derzeit geprüft.“ Die Gewerkschaft Verdi wies auf Personalprobleme hin: Es fehle an Planungs- und Bauleitpersonal in der Wasser- und Schifffahrtverwaltung (WSV). Der Ministeriumssprecher bemerkte dazu, die Personalausstattung in der WSV des Bundes sei durch jahrelange haushaltsrechtliche Sparauflagen „äußerst knapp bemessen“. Zudem hätten bei der Verteilung der Ressourcen Investitionen in den Bestand Vorrang vor Ausbauinvestitionen. Die personellen Ressourcen für den Ausbau der Ostrecke des Kanals „werden derzeit überprüft“. Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Während der größte Teil des rund 100 Kilometer langen Kanals längst ausgebaut wurde, ist der Ostabschnitt arg in die Jahre gekommen. Mit dem Ausbau sollen die Fahrspur und die Kurveninnenseiten erweitert werden, so dass größere und tiefer gehende Schiffe die Wasserstraße passieren können. Ein Dauerproblem sind die Schleusenanlagen, die zum Teil noch aus der Kaiserzeit stammen. Derzeit läuft das Vergabeverfahren für den Neubau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel. Die zum 15. Oktober 2013 eingegangenen Angebote würden noch geprüft, sagte der Ministeriumssprecher. Die Frist, bis zu der die Bieter an ihre Angebote gebunden seien, ende am 17. April. „Auch an der Schleusengruppe in Kiel-Holtenau ist mittelfristig eine größere Instandsetzung beziehungsweise Sanierung erforderlich.“ Hierzu erabeite die WSV des Bundes aktuell ein Instandsetzungskonzept.
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ArneLütkenhorstViel Betrieb NOK43

Schleswig-Holsteinische Häfen appellieren an Beckmeyer Copyright Arne Lütkenhorst

Die Häfen fordern den maritimen Koordinator der Bundesregierung auf, sich für eine bessere Berücksichtigung des Landes bei Infrastrukturmaßnahmen einzusetzen.
Uwe Beckmeyer
Uwe Beckmeyer muss sich den Fragen des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen stellen
Foto: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde
Kiel. Der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) hat sich mit einem Appell an den maritimen Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer, gewendet. Die Häfen fordern Beckmeyer auf, sich dafür einzusetzen, dass das nördlichste Bundesland angemessen bei der Umsetzung dringend benötigter Infrastrukturmaßnahmen berücksichtigt wird. Der Verband übersendete Beckmeyer einen Forderungskatalog, auf dem unter anderem die Weiterführung der A20 inklusive einer Elbquerung bei Glückstadt, die Fahrrinnenanpassung der Unterelbe, der unverzügliche Bau einer fünften Schleusenkammer für den Nord-Ostseekanal bei Brunsbüttel und die Verbesserung der Schienenanbindung einzelner Häfen stehen. Schleswig-Holstein sei mit 50 Millionen Tonnen Umschlagsvolumen und 15 Millionen bewegten Passagieren in 2013 der de nach Hamburg und den bremischen Häfen der drittwichtigste deutsche Hafenstandort, betont GvSH-Vorsitzender Frank Schnabel. „Es gilt umzudenken und sich dieser Rolle bewusst zu werden. Das hat bei uns in Schleswig-Holstein begonnen und muss im nächsten Schritt auch von der Bundespolitik getragen werden“, fordert Schnabel ein Ende der Bescheidenheit. (hel)
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Infrastruktur im Norden

Stillstand auf vielen Baustellen

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Elbvertiefung, Nord-Ostsee-Kanal, Autobahnausbau: Im Norden gibt es einige Baustellen im Bereich Verkehr und Infrastruktur, die nicht vorankommen. Mit möglicherweise verheerenden Folgen für die Wirtschaft, wie eine Befragung zeigt.
Auch das Verkehrsprojekt des Nord-Ostseekanals kommt kaum voran, wie zahlreiche Baustellen in der Infrastruktur des Nordens.
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Hamburg. Werden Verkehrsprojekte im Norden nicht zügig in Angriff genommen, dürfte die Hamburger Metropolregion an Wirtschaftskraft verlieren. Dieses Fazit zogen zwei Manager des Infrastrukturbereichs der HSH Nordbank, die Unternehmen des Verkehrssektors sowie Verbände zur Lage befragten. Die Teilnehmer drohten, Firmen würden abwandern und Arbeitsplätze verloren gehen, wenn eine zeitnahe Realisierung notwendiger Infrastrukturprojekte im Norden ausbliebe, berichtete HSH-Bereichsleiter Patrick Miljes am Donnerstag in Hamburg. Priorität haben der vorgestellten Marktexpertise zufolge die Elbvertiefung sowie die Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals (NOK). Auch der Aus- und Weiterbau der Autobahnen A7 und A20 sowie eine neue Köhlbrandbrücke in Hamburg stehen auf der Wunschliste. „Die Zeit drängt jetzt wirklich“, sagte Miljes. „Die Projekte können nicht auf die übernächste Legislaturperiode verschoben werden“, mahnte er die Politik. Einhellig sei die Meinung der Befragten, dass Planungsverfahren zu lange dauerten. Deshalb sollte Hamburg mit dem größten deutschen Hafen im Bund eine führende Rolle bei der Verkürzung solcher Verfahren einnehmen. Und wenn Fragen wie „Was ist für den Wettbewerb in Deutschland wichtig?“ zugunsten der Infrastruktur entschieden seien, könnten auch Finanzierungsmodelle mit einem „gesunden Mix aus privaten und öffentlichen Geldern“ entwickelt werden, zeigte sich der Manager zuversichtlich. Die HSH Nordbank ist an der Finanzierung von Infrastrukturprojekten in Europa beteiligt, insgesamt mit einem Volumen von zwei Milliarden Euro. So sei für Siemens in der britischen Metropole London eine neue Regionalbahn mitfinanziert worden, anderswo waren es Erdgas-Pipelines. In Belgien und den Niederlanden stünden Projekte zur Finanzierung von Deichen, Verwaltungen sowie Straßenbahnen an. „Wir sind europaweit tätig und können diese Erfahrung auch in Deutschland einbringen“, ergänzte HSH-Manager Marcus Kleiner
Donnerstag, 20. Februar 2014 01:30 Alter: 6 hrs

Hilfen für den Norden


Mit Blick auf die seit Jahren vernachlässigte Infrastruktur in Norddeutschland hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann (CDU), der maritimen Wirtschaft Hoffnung gemacht. "In dieser Legislaturperiode ist der Norden dran", sagte er jetzt beim Parlamentarischen Abend des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) in Berlin. Sperrungen wie bei der Rader Hochbrücke, der Rheinbrücke bei Leverkusen oder auch dem Nord-Ostsee-Kanal dürften nicht wieder vorkommen. pk Mehr: THB Täglicher Hafenbericht

92 Millionen Euro für Wasserstraßen nicht ausgegeben


Der Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen hat bestürzt darauf reagiert, dass 2013 rund 192 Millionen Euro nicht für Um-, Aus- und Neubauten an Bundeswasserstraßen ausgegeben wurden. "Nach den Unklarheiten der vergangenen Jahre, unter anderem durch die Diskussion um die WSV-Reform, ist das ein falsches Signal für die Nutzer des Systems Wasserstraße. Es vergrößert die Unsicherheit, bezogen auf ein leistungsfähiges System", sagte Boris Kluge, Geschäftsführer des Verbandes. Wichtige Wasserstraßen-Ausbauprojekte wie die Moselschleusen werden mangels finanzieller Mittel erst nach 2020 begonnen. FBi Mehr: THB Täglicher Hafenbericht
oststrecke341-300x200
http://www.hamburg.sat1regional.de/aktuell-hh/article/keine-fachleute-ausbau-des-nord-ostsee-kanals-wird-sich-offenbar-verzoegern-138678.html
gutes Video mit Mathias Stein und WiMi SH Meyer Copyright SAT1

Keine Fachleute: Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals wird sich offenbar verzögern

Thema am 18.02.2014
Der lang ersehnte Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals wird langsam zur Beamten-Posse: Jahrelang wurde der Ausbau der am meisten befahrenen Wasserstraße der Welt geplant - nun könnte es endlich losgehen, doch jetzt mangelt es ausnahmsweise nicht an Geld, sondern an Personal. Beim zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt fehlt es an Planern und Ingenieuren, die den 265 Millionen Euro teuren Ausbau der Oststrecke umsetzen können. Die Folge: In Sachen NOK wird sich alles wohl noch weiter verzögern.
Kanal-Ausbau in Gefahr: Planer fehlen Copyright SHZ
Dem Bund fehlt geeignetes Personal für die Verbreiterung der Oststrecke vor Kiel
Kiel/Berlin
Noch gut eine Woche – dann könnte der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals losgehen. Wenn bis Ende Februar niemand gegen die Pläne zur Verbreiterung und Begradigung der 20 Kilometer langen Oststrecke vor Kiel klagt, wäre das bundeseigene Wasser- und Schifffahrtsamt Holtenau frei, die Arbeiten im Detail zu planen, auszuschreiben und im ersten Abschnitt die Bagger rollen zu lassen. Aber nun droht ein neues Problem: Es fehlen Fachkräfte, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Oststrecke371 Zwar ist auch das Geld für den 70 Millionen Euro teuren ersten Bauabschnitt noch nicht im Bundesetat gesichert. Doch das hält Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für die kleinere Schwierigkeit. „Die Realisierung des ersten Bauabschnitts im Bereich Königsförde/Groß-Nordsee hängt vor allem davon ab, ob das zusätzlich erforderliche Planungs- und Bauleitungspersonal bereitgestellt werden kann“, lässt Dobrindt seinen Sprecher auf die Frage unserer Zeitung antworten, ob es nächstes Jahr finanziellen Spielraum für den insgesamt 265 Millionen Euro teuren Oststrecken-Ausbau gebe. Derzeit sei „die Personalausstattung in der Schifffahrtsverwaltung durch die jahrelangen haushaltsrechtlichen Einsparauflagen äußerst knapp bemessen“, räumt Dobrindts Sprecher ein. Für den Kanalausbau fehlen laut Gewerkschaft Verdi vor allem Bauingenieure und Landschaftsplaner. Während der Bund für die Sanierung der Brunsbütteler Schleusen ein elfköpfiges Spezialteam gebildet hat, gebe es in Holtenau bisher gerade mal eineinhalb Stellen für die Verbreiterung der Oststrecke – nötig seien zum Start mindestens fünf, später zwanzig. „Ohne ein vernünftiges Personalkonzept ist ein baldiger Baubeginn völlig unrealistisch“, sagt Verdi-Nord-Vertrauensleutesprecher Mathias Stein, der auch Personalratschef im Schifffahrtsamt Holtenau ist. Leicht wird es nicht, Fachleute nach Holtenau zu holen. Erstens würden in der Schifffahrtsverwaltung weiter Jobs abgebaut und kaum neue geschaffen, kritisiert Stein. Zweitens gilt laut Dobrindts Sprecher künftig die Devise: Erhalt vor Aus- und Neubau. Daher hätten bei der Zuteilung des Personals „prioritäre Ersatzinvestitionen ins Bestandsnetz Vorrang vor Ausbauinvestitionen“ wie am Kanal. Drittens müssen die Schifffahrtsämter mit ihren oft nur befristeten neuen Stellen mit anderen staatlichen Arbeitgebern konkurrieren, die ebenfalls Projektmanager suchen – etwa für den Stromnetzausbau oder die A-20-Fortführung. Wohin der Mangel an Planern führt, bekam in den letzten beiden Jahren schon Dobrindts Vorgänger und Parteifreund Peter Ramsauer zu spüren: Er konnte sein Wasserstraßenbudget mangels fertig geplanter Projekte zweimal nicht ausschöpfen. So gingen seinem Etat fast 150 Millionen Euro unwiderruflich verloren.
 
Am falschen Ende gespart
Personelle Engpässe in der Schifffahrtsverwaltung gefährden den Ausbau des Kanals
Henning Baethge
Die Panne blieb öffentlich lange unbemerkt, doch für die Verkehrspolitik des Bundes ist sie genauso blamabel wie die spektakulären Sperrungen des Nord-Ostsee-Kanals und der Rader Hochbrücke: In den letzten beiden Jahren konnte der jüngst aus dem Amt geschiedene Verkehrsminister Peter Ramsauer fast 350 Millionen Euro aus seinem Budget für den Bau von Wasserstraßen nicht ausschöpfen. Das Geld war da, aber es gab schlicht keine baureifen Projekte – in Schleswig-Holstein nicht und woanders auch nicht. Zwar konnte Ramsauer 200 Millionen Euro für andere Zwecke im Etat umschichten, doch fast 150 Millionen sind für Verkehrsinvestitionen unwiederbringlich verloren. Als würde nicht jeder Euro für die Infrastruktur dringend gebraucht, lässt der Bund so nicht nur seine Wasserstraßen verfallen, sondern auch das Geld für deren Ausbau. Grund für das Desaster ist die personelle Misswirtschaft in der Schifffahrtsverwaltung: Planlos wurden über alle Laufbahngruppen hinweg jahrelang Stellen gekürzt – ohne darauf zu achten, welche Experten künftig besonders gebraucht werden. So kommt es, dass die Ämter zwar noch immer Tausende Arbeiter für einfache Jobs beschäftigen, die Privatbetriebe billiger erledigen könnten – aber gleichzeitig an allen Ecken und Enden Bauingenieure und Landschaftsplaner fehlen, die Projekte startklar machen könnten. Nicht zuletzt der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals droht sich daher weiter zu verzögern. Dem CSU-Mann Ramsauer daran die Hauptschuld zu geben, wäre falsch. Schon seine zahlreichen SPD-Vorgänger haben die Kürzungen durchgesetzt und fortgeführt. Die schwarz-gelbe Koalition wollte sie dann allerdings noch verschärfen, getrieben von der FDP. Zwar sind Einsparungen bei der riesigen Schifffahrtsverwaltung mit ihren gut 12000 Beschäftigten nicht prinzipiell falsch – keine andere Behörde ist vom Bundesrechnungshof so oft wegen ineffizienter Abläufe kritisiert worden. Doch zeigt sich mehr und mehr, dass der Bund am falschen Ende gespart hat.
Zusammenhang : Ostseeverkehr - Hamburg läuft über den NOK http://www.nordic-market.de/news/13428/amber_coast_logistics_-_logistikexperten_diskutieren_ueber_verbesserte_transportverbindungen_in_der_ostseeregion.htm Copyright Nordic Market Hamburg: Nach zweieinhalb Jahren intensiver internationaler Zusammenarbeit zwischen 19 Projektpartnern findet am 27. Februar 2014 in Hamburgs UNILEVER-Haus die Abschlusskonferenz des EU-geförderten, internationalen Projekts „Amber Coast Logistics“ (ACL) statt. Mit dabei: Uwe Beckmeyer, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft. Bei der ganztägigen Veranstaltung werden die ACL-Partner sowie Logistikexperten aus verschiedenen Ländern ihre Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für den Ausbau des Transportsektors in Europas südöstlicher Ostseeregion präsentieren. Marina Rimpo, Projektleiterin bei Hafen Hamburg Marketing (HHM), dem ACL-Lead Partner und Gastgeber, ist erwartungsvoll: „Wir rechnen mit mehr als 100 Teilnehmern aus allen Ländern der Ostseeregion und freuen uns auf informative Vorträge sowie eine rege Diskussion unserer Ergebnisse.“ Zu Beginn der Konferenz wird Rimpo die zentralen Empfehlungen und Ergebnisse des ACL-Projekts offiziell an die Eröffnungsredner Beckmeyer und James Pond, Chefberater für den TEN-T-Korridor „North Sea-Baltic“ der Europäischen Kommission, sowie dem Hamburger Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Andreas Rieckhof übergeben. Auch Kurt Bodewig, Bundesverkehrsminister a.D. und Vorstandsvorsitzender des Baltic Sea Forums, zählt zu den namhaften Rednern. Die Abschlusskonferenz ist in drei sogenannte Sessions unterteilt. Die erste Session läutet Moderator Gunnar Platz, Geschäftsführer des Essener Beratungsunternehmens PLANCO Consulting GmbH, ein. Der Fokus liegt hier auf dem Status quo des Logistikmarkts im baltischen Raum. Bodewig präsentiert in diesem Teil der Konferenz Beispiele für die nachhaltige Verkehrsinfrastrukturfinanzierung in Deutschland. In der zweiten Session befassen sich die Redner mit neuen Konzepten, die den West-Ost-Transport zukünftig stärken sollen. Einer von vier Rednern in dieser Session ist Mindaugas Butnorius, Leiter der Abteilung Logistikprojekte beim litauischen Staatsunternehmen JSC Lithuanian Railways. Er wird auf die Bedeutung von Logistikzentren bei transnationalen Transporten eingehen. Am Nachmittag präsentieren Platz und HHM-Vorstand Axel Mattern die finalen Projektergebnisse sowie Handlungsempfehlungen für verbesserte Transportverbindungen in der südöstlichen Ostseeregion. „Während der jahrelangen, engen Kooperation über verschiedene Ländergrenzen hinweg hat sich eine außergewöhnlich gute Vertrauensbasis ergeben. Dabei herausgekommen sind Erkenntnisse zur Förderung multimodaler Gütertransportverbindungen und eine Reihe von Empfehlungen an Politik und Wirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung der Verkehrsströme in dieser Region“, fasst Rimpo die Projektarbeit zusammen. (Pressemeldung vom 12.02.2014)
Freitag, 31. Januar 2014 02:00 Alter: 8 hrs

Am Kanal werden die Schlepper knapp


Der Schlepper "Wulf 7" aus Cuxhaven geleitete den Bulker "Global Legacy" durch den NOK (Foto: Behling)danke  Copyright

Der Nord-Ostsee-Kanal kämpft durch den Ausfall der Schleusen in Brunsbüttel seit einem Jahr mit sinkenden Passagezahlen. Derzeit nähert sich die Marke der Zahl von 31.000 Schiffen pro Jahr, nachdem sie zeitweise auf über 36.000 gestiegen war. Eine Kategorie nimmt  jedoch zu: In der Verkehrsgruppe 6 gibt es aktuell so viele Passagen, dass die Schlepper knapp werden. fb Mehr: THB Täglicher Hafenbericht
Maßnahmenplan gefordert

Dem Kanal gehen die Schlepper aus

Von Frank Behling | Copyright KN danke
Die Lage ist vertrackt. Auf der einen Seite fahren immer weniger Schiffe durch den Kanal. Auf der anderen Seite werden die Schiffe, die durchfahren, immer größer. Die Folge: Am Kanal werden die Schlepper knapp.
Foto: Gerade die großen Schiffe nutzen gerne die Assistenz eines Schleppers, denn das erhöht die Sicherheit auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Der Massengutfrachter „Athena“ beispielsweise wurde vom Kieler Schlepper „Kitzeberg“ von Brunsbüttel nach Holtenau gebracht.
Gerade die großen Schiffe nutzen gerne die Assistenz eines Schleppers, denn das erhöht die Sicherheit auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Der Massengutfrachter „Athena“ beispielsweise wurde vom Kieler Schlepper „Kitzeberg“ von Brunsbüttel nach Holtenau gebracht.
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Ein wichtiges Thema ist gerade für Schleswig-Holstein die Verkehrsanbindung. Nun wusste der frühere Verkehrsminister Ramsauer gerade, wo der Nord-Ostsee-Kanal verläuft und wie wichtig er für den Norden ist, nun kommt ein neuer Bayer daher. Haben Sie Herrn Dobrindt schon vermitteln können, dass der Kanal, die Fehmarnbeltquerung und die Rader Hochbrücke überlebenswichtige Projekte und Sanierungsfälle sind? Ich bin optimistisch. Der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals ist durchfinanziert, die Schleusenfinanzierung ebenfalls. Bei der Rader Hochbrücke müssen wir sehen, wie es mit der Tragfähigkeit aussieht. Wenn sie begrenzt ist, muss man über ein Ersatzbauwerk reden. Dafür werden wir uns dann gemeinsam mit der Landesregierung in Berlin stark machen. Die wesentlichen Verkehrsprojekte, die in Schleswig-Holstein auf Eis liegen, scheitern bedauerlicherweise daran, dass wir kein Planungsrecht haben

Verkehrsprojekte in SH - Meyer hofft auf Rückenwind aus Berlin

< Mecklenburgs Häfen holen auf

Samstag, 18. Januar 2014 02:00 Alter: 20 hrs

Nationaler Aktionsplan nötig


Die weiterhin die Schifffahrt belastende Kapazitätslage am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) verlangt nach einer konzertierten Aktion. Die CDU-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft setzt sich daher dafür ein, dass sich der SPD-Senat gegenüber dem Bund für eine schnellstmögliche Beseitigung der Engpässe im NOK starkmacht. Dazu müsse der Senat "gemeinsam mit dem Bund, den norddeutschen Bundesländern und den wichtigsten Akteuren der maritimen Wirtschaft ein Maßnahmenpaket zum Erhalt und Ausbau des Kanals erarbeiten", forderte Olaf Ohlsen, Maritimer Koordinator der CDU-Bürgerschaftsfraktion, am Freitag. eha

Der Norden wartet auf Verkehrsminister Dobrindt

Druck auf Berlin: Ausbau von Verkehrswegen geht Politik und Wirtschaft zu langsam voran

DIE WELT Copyright Welt
http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article123683053/Der-Norden-wartet-auf-Verkehrsminister-Dobrindt.html http://www.02elf.net/rechtswesen/wsp-sh-schiffskollision-auf-der-elbe-vor-brunsbuettel-346058

WSP-SH: Schiffskollision auf der Elbe vor Brunsbüttel

Brunsbüttel – Weil der Anker offensichtlich nicht gehalten hat, ist ein Containerschiff in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages auf der Nordwest-Reede mit einem Öl- und Chemikalientanker kollidiert. Der unter der Flagge von Antigua & Barbuda fahrende Containerfrachter “WES JANINE”, Heimathafen St. John`s, Länge 151 Meter, befand sich auf der Reise von Bremerhaven nach St. Petersburg. Weil das Schiff verkehrsbedingt mehrere Stunden auf eine Schleusung in den Nord-Ostsee-Kanal warten musste, ging der Frachter gegen 02:00 Uhr vor Anker. Der Chemikalientanker “STENBERG”, Heimathafen Gibraltar, Länge 144 Meter war in Ballast und entgast auf der Reise von Amsterdam nach Danzig und hatte ebenfalls wegen der längeren Wartezeit auf der Nordwest-Reede westlich der “WES JANINE” geankert. Kurz nach 05:00 Uhr löste sich offenbar der Anker des Containerfrachters vom Grund und das Schiff vertrieb mit dem Ebbstrom in Richtung “STENBERG”. Dabei verfing sich das Heck der “WES JANINE” in der Ankerkette der “STENBERG”. In der Folge kollidierten die Schiffe. Auf der “WES JANINE” wurden dabei drei Container beschädigt. Da die Schiffe anders nicht zu trennen waren, ließ der Kapitän des Tankers die Ankerkette komplett auslaufen. Dadurch kam die “STENBERG” von der “WES JANINE” frei. Der Containerfrachter hatte sich mit Propeller und Ruder in der Ankerkette des Tankers verfangen und musste von zwei Schleppern auf Position gehalten werden. Durch Taucher wurde festgestellt, dass die Ankerkette der “STENBERG” mehrmals auf die Propellerwelle des Containerfrachters gewickelt war. Derzweit wird versucht, die Ankerkette mit Schweißgeräten von der Propellerwelle zu brennen. Das Schiff soll anschließend zur weiteren Untersuchung nach Cuxhaven geschleppt werden. Der Chemikalientanker konnte zwischenzeitlich die Reise nach Polen fortsetzen. Die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel hat die Unfallermittlungen aufgenommen. Unter anderem wird zu klären sein, warum die Positionsveränderung auf dem Containerfrachter nicht rechtzeitig bemerkt worden ist. Dieser Artikel erschien in der Zeitung DIE WELT. DIE WELTTesten Sie DIE WELT jetzt 14 Tage kostenfrei.

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Die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein dringen auf einen ersten Besuch des neuen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) im Norden. Angesichts drückender Verkehrsprobleme sei Dobrindt zu fragen, ob er ein Verkehrsminister für Bayern oder für ganz Deutschland sein wolle, sagte der schleswig-holsteinische Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Mittwoch in Hamburg. Die Infrastruktur stehe bei den Herausforderungen für den Norden ganz oben, vom Nord-Ostsee-Kanal bis zur Elbvertiefung und dem Ausbau der Autobahnen und Brücken.

Meyer nahm gemeinsam mit dem Hamburger Senator Frank Horch (parteilos) an der Auftaktveranstaltung der Unternehmensverbände Nord für das Jahr 2014 teil. Verbandspräsident Uli Wachholtz beurteilte dabei die wirtschaftlichen Perspektiven für den Norden skeptischer als die Politiker. "Die Vereinbarungen der großen Koalition wie der gesetzliche Mindestlohn und die Eingriffe in die Renten- und Pflegekassen passen nicht zu den zum Teil sehr zuversichtlichen Wachstumsprognosen der Institute", sagte Wachholtz. Zwar erwarte jedes dritte Unternehmen im ersten Quartal des laufenden Jahres steigende Umsätze, doch blieben die Investitionsplanungen angesichts der unklaren Rahmenbedingungen verhalten und die Erwartungen gedämpft.

Horch dagegen rechnet für Hamburg mit einem Wachstum von zwei Prozent und damit mehr als im Bundesdurchschnitt. "Die Hamburger Wirtschaft hat einen idealen Branchenmix und damit große Chancen", sagte er. Es zeichne sich ein prosperierender Weg ab.

Ähnlich unterschiedlich zwischen Wirtschaft und Politik fiel das Urteil über die Qualität der norddeutschen Zusammenarbeit aus. "Wir blicken auf zwei beinahe verlorene Jahre zurück", sagte Wachholtz. Meyer und Horch betonten dagegen ihre enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich gut entwickelt habe. Auch im laufenden Jahr würden Hamburg und Schleswig-Holstein weiter ihre Kräfte bündeln. "Wir treffen uns regelmäßig auf politischer und auf Arbeitsebene und stimmen uns im Interesse der Region ab", sagte Horch. Beispiele dafür seien gemeinsame Projekte bei der Entwicklung von Schwerpunkten (Clustern), das erste länderübergreifende Gewerbegebiet in naher Zukunft, das norddeutsche Luftfahrt-Konzept oder die Stärkung der Industrieregion an der Unterelbe.

Besondere Bedeutung habe der Norden für die Energiewende. "Ohne die Offshore-Energie wird die Energiewende in Deutschland nicht möglich sein", sagte Horch. Damit seien für den Norden besondere Chancen verbunden. Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) will bis Ostern die neuen Eckpunkte der Energiepolitik vorlegen.

Infrastruktur - SH und Hamburg warten auf den Verkehrsminister

vom

Nord-Ostsee-Kanal, Elbvertiefung und mehr: Der Ausbau von Straßen, Brücken, Schienen und Wasserwegen im Norden geht zu langsam voran. Darin sind sich Politik und Wirtschaft einig – Schleswig-Holstein und Hamburg wollen den Druck in Berlin verstärken.

Hamburg | Die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein dringen auf einen ersten Besuch des neuen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) im Norden. Angesichts drückender Verkehrsprobleme sei Dobrindt zu fragen, ob er ein Verkehrsminister für Bayern oder für ganz Deutschland sein wolle, sagte der schleswig-holsteinische Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Mittwoch in Hamburg. Die Infrastruktur stehe bei den Herausforderungen für den Norden ganz oben, vom Nord-Ostsee-Kanal bis zur Elbvertiefung und dem Ausbau der Autobahnen und Brücken. http://www.shz.de/schleswig-holstein/wirtschaft/sh-und-hamburg-warten-auf-den-verkehrsminister-id5373386.html Copyright Norddeutsche Rundschau
Meyer nahm gemeinsam mit dem Hamburger Senator Frank Horch (parteilos) an der Auftaktveranstaltung der Unternehmensverbände Nord für das Jahr 2014 teil. Verbandspräsident Uli Wachholtz beurteilte dabei die wirtschaftlichen Perspektiven für den Norden skeptischer als die Politiker. „Die Vereinbarungen der großen Koalition wie der gesetzliche Mindestlohn und die Eingriffe in die Renten- und Pflegekassen passen nicht zu den zum Teil sehr zuversichtlichen Wachstumsprognosen der Institute“, sagte Wachholtz. Zwar erwarte jedes dritte Unternehmen im ersten Quartal des laufenden Jahres steigende Umsätze, doch blieben die Investitionsplanungen angesichts der unklaren Rahmenbedingungen verhalten und die Erwartungen gedämpft. Horch dagegen rechnet für Hamburg mit einem Wachstum von zwei Prozent und damit mehr als im Bundesdurchschnitt. „Die Hamburger Wirtschaft hat einen idealen Branchenmix und damit große Chancen“, sagte er. Es zeichne sich ein prosperierender Weg ab. Ähnlich unterschiedlich zwischen Wirtschaft und Politik fiel das Urteil über die Qualität der norddeutschen Zusammenarbeit aus. „Wir blicken auf zwei beinahe verlorene Jahre zurück“, sagte Wachholtz. Meyer und Horch betonten dagegen ihre enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich gut entwickelt habe. Auch im laufenden Jahr würden Hamburg und Schleswig-Holstein weiter ihre Kräfte bündeln. „Wir treffen uns regelmäßig auf politischer und auf Arbeitsebene und stimmen uns im Interesse der Region ab“, sagte Horch. Beispiele dafür seien gemeinsame Projekte bei der Entwicklung von Schwerpunkten (Clustern), das erste länderübergreifende Gewerbegebiet in naher Zukunft, das norddeutsche Luftfahrt-Konzept oder die Stärkung der Industrieregion an der Unterelbe. Besondere Bedeutung habe der Norden für die Energiewende. „Ohne die Offshore-Energie wird die Energiewende in Deutschland nicht möglich sein“, sagte Horch. Damit seien für den Norden besondere Chancen verbunden. Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) will bis Ostern die neuen Eckpunkte der Energiepolitik vorlegen.

von dpa erstellt am 08.Jan.2014 | 14:44 Uhr

IE WELT-vor 19 Stunden
Nord-Ostsee-Kanal, Elbvertiefung, Fehmarnbelt-Tunnel – was seit Langem geplant ist, kommt zäh voran, weil Geld fehlt oder Gerichte ...
und zu schlechte Erfahrungen haben die Norddeutschen mit ost-, west- und süddeutschen Verkehrsministern gemacht, die zwei Jahrzehnte lang alle den Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt, sträflich vernachlässigt und zum Kollabieren gebracht haben. Insofern ist es verständlich, wenn Habeck und Meyer sicherheitshalber schon mal jetzt den Zeigefinger heben. Schließlich geht es um die beiden Berliner Ressorts, die aus schleswig-holsteinischer Sicht wohl die wichtigsten in den kommenden vier Jahren sein werden.Dass beide Kieler Minister sich dabei Kollegen vornehmen, mit denen ihre Partei entweder im Land oder im Bund zusammenarbeitet, verleiht der Kritik noch mehr Gewicht – gibt aber auch einen Vorgeschmack auf die Komplikationen, die auf die Kieler Küstenampel zukommen. Weil Rot und Grün in Schleswig-Holstein und anderen Ländern zusammen regieren, in Berlin aber halb Regierung und halb Opposition sind, werden die politischen Fronten viel unübersichtlicher verlaufen. Und es wird für Ministerpräsident Torsten Albig schwerer werden, stets eine gemeinsame Linie im Bundesrat zu finden.

von Henning Baethge

 
01. | U. KRUEGER | 27.12.2013 | 13:20 Uhr
wenig Hoffnung auf Vernunft
Letztendlich stellt sich wieder einmal die Frage, ob es ein schlüssiges Konzept für ein "Deutschlandmanagement" geben wird, welches nicht nur Worthülsen und Amtsbezeichnungen, die aus einem Mikey-Mouse-Heftchen zu stammen scheinen, beinhalten wird. (Energiewirtschaftssuperminister, Verkehrsdigitalinfrastrukturminister - da fehlt neben einem Energiewendemärchenonkelminister (oops - den haben wir ja schon) nur noch die Bezeichnung "Finanzfantastilliardenmegajongleur" und das Comic-Witzifigurenkabinett wäre komplett).
Magnussen lädt neuen Verkehrsminister ein
vom

Der Nord-Ostsee-Kanal steht ganz oben auf der Prioritätenliste: Schleswig-Holsteins Verkehrsminister hofft bei den anstehenden Verkehrsprojekten auf das Verständnis der neuen Bundesregierung.

Kiel | Die großen Verkehrsprojekte sind in Norddeutschland große Sorgenkinder. Ob Autobahnen oder Nord-Ostsee-Kanal – oft bremst eine fehlende Finanzierung Vorhaben aus, über deren Nutzen meist Einigkeit besteht.
Nun hoffen die Regierungen in Kiel und Hamburg auf mehr Rückenwind durch die neue Bundesregierung mit dem neuen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). „Wir werden so schnell wie möglich das Gespräch mit dem Bund suchen, um zu klären, welche Mittel wann zur Verfügung stehen“, sagte der Kieler Ressortchef Reinhard Meyer (SPD). „Und dann müssen wir Prioritäten setzen.“ Der Nord-Ostsee-Kanal ist Nummer 1 auf der Kieler Liste. Die maroden Schleusen sind mehr als 100 Jahre alt. Gehen sie kaputt, wie oft in jüngster Zeit, müssen die Schiffe teure Umwege machen. Alle Schleusen sollen bis 2028 erneuert werden. In Brunsbüttel wird eine neue gebaut. Um den Kanal für die riesigen Containerschiffe der neuen Generation fit zu machen, sollen die Fahrrinne vertieft und die Oststrecke begradigt werden. Geschätzte Gesamtkosten: 1,4 Milliarden Euro. Der Entwurf eines „Zeit- und Finanzierungsplans“ liegt seit Juni beim Bund. Dieser soll rasch verbindlich sagen, was bis 2025 umgesetzt wird. Meyer: „Das Schlimmste wäre, wenn wir bei einem weiteren Verfahren vor Gericht scheitern würden.“ Die Planung samt Elbquerung soll Ende 2014 fertig sein. „Die anschließende Finanzierung wird ein Lackmustest für den Bund“, so Meyer. Diese Verkehrsprojekte fordert die Wirtschaft in Schleswig-Holstein:  

Verkehrsprojekte: Hoffen auf Dobrindt

http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article123454092/So-werden-Projekte-im-Norden-ausgebremst.html

Copyright Arne Lütkenhorst   Holtenauschleuse45 Copyright Welt

Verkehrsprojekte: Hoffen auf Dobrindt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt © dpa Bildfunk Fotograf: Sven Hoppe Detailansicht des Bildes Wird demnächst einen Anruf aus Kiel bekommen: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. (Archivfoto) Die Sorgenkinder tragen die Namen Nord-Ostsee-Kanal, Fehmarnbelt-Tunnel oder A-20-Ausbau. Für zahlreiche große Verkehrsprojekte in Schleswig-Holstein mit internationaler Bedeutung fehlt die Finanzierung. Bei manchen schreiten die Gerichte ein. Was lange geplant ist, kommt nur zäh voran. Dabei besteht über den Nutzen der Vorhaben meist Einigkeit. Nun hofft die Landesregierung auf Rückenwind durch die neue Bundesregierung mit dem neuen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Kieler Ressortchef Reinhard Meyer (SPD) kündigte an: "Wir werden so schnell wie möglich das Gespräch mit dem Bund suchen, um zu klären, welche Mittel wann zur Verfügung stehen." Anschließend müssten Prioritäten gesetzt werden, so Meyer.Copyright NDR

So werden Projekte im Norden ausgebremst

Nord-Ostsee-Kanal, Elbvertiefung, Fehmarnbelt-Tunnel – was seit Langem geplant ist, kommt zäh voran, weil Geld fehlt oder Gerichte einschreiten. Gibt es mit der neuen Bundesregierung einen Schub? Von Wolfgang Schmidt

DIE WELT
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Die großen Verkehrsprojekte sind in Norddeutschland große Sorgenkinder. Ob Autobahnen, Schienenwege, Elbvertiefung oder Nord-Ostsee-Kanal – oft bremst eine fehlende Finanzierung Vorhaben aus, über deren Nutzen meist Einigkeit besteht. Nun hoffen die Regierungen in Kiel und Hamburg auf mehr Rückenwind durch die neue Bundesregierung mit dem neuen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). "Wir werden so schnell wie möglich das Gespräch mit dem Bund suchen, um zu klären, welche Mittel wann zur Verfügung stehen", sagte der Kieler Ressortchef Reinhard Meyer (SPD). "Und dann müssen wir Prioritäten setzen."

http://www.abendblatt.de/region/article123454248/Warum-Verkehrsprojekte-im-Norden-ausgebremst-werden.html

Copyright Hamburger Abendblatt

Nord-Ostsee-Kanal: Die Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel ist Nummer eins auf der Kieler Prioritätenliste. Die maroden Schleusen sind mehr als 100 Jahre alt. Gehen sie kaputt, müssen die Schiffe teure Umwege machen. Alle Schleusen sollen bis 2028 erneuert werden. In Brunsbüttel wird eine neue gebaut. Um den Kanal für die riesigen Containerschiffe der neuen Generation fit zu machen, sollen die Fahrrinne vertieft und die Oststrecke begradigt werden. Geschätzte Gesamtkosten: 1,4 Milliarden Euro. Der Entwurf eines "Zeit-, Maßnahmen- und Finanzierungsplans" liegt seit Juni beim Bund. Dieser soll rasch verbindlich sagen, was bis 2025 umgesetzt wird.

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Wirtschaft-im-Norden/Geldknappheit-und-Klagen-bremsen-grosse-Verkehrsprojekte-im-Norden

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Kiel/Hamburg

Geldknappheit und Klagen bremsen große Verkehrsprojekte im Norden

Die großen Verkehrsprojekte sind in Norddeutschland große Sorgenkinder. Ob Autobahnen, Schienenwege, Elbvertiefung oder Nord-Ostsee-Kanal - oft bremst eine fehlende Finanzierung Vorhaben aus, ...
Auch um die Elbvertiefung wird viel gestritten. hapagpier-nacht
  Kiel. Die großen Verkehrsprojekte sind in Norddeutschland große Sorgenkinder. Ob Autobahnen, Schienenwege, Elbvertiefung oder Nord-Ostsee-Kanal - oft bremst eine fehlende Finanzierung Vorhaben aus, über deren Nutzen meist Einigkeit besteht. Nun hoffen die Regierungen in Kiel und Hamburg auf mehr Rückenwind durch die neue Bundesregierung mit dem neuen Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Er werde so schnell wie möglich das Gespräch mit dem Bund suchen, um zu klären, welche Mittel wann zur Verfügung stehen, sagte der Kieler Ressortchef Reinhard Meyer (SPD) der Nachrichtenagentur dpa. Dann müssten Prioritäten gesetzt werden. Verkehrsprojekte im Norden http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/verkehrsprojekte107.html Copyright NDR  

Die millionenschweren Verkehrsprojekte

  • Nord-Ostsee-Kanal

    Eines der Hauptanliegen der Küstenkoalition. Gehen die maroden Schleusen - wie zuletzt oft passiert - kaputt, müssen die Schiffe teure Umwege machen. Deswegen sollen alle Schleusen bis 2028 erneuert werden. In Brunsbüttel wird eine neue gebaut. Um den Kanal für die riesigen Containerschiffe der neuen Generation fit zu machen, sollen die Fahrrinne vertieft und die Oststrecke begradigt werden. Geschätzte Gesamtkosten: 1,4 Milliarden Euro. Der Entwurf eines "Zeit-, Maßnahme- und Finanzierungsplans" liegt seit Juni beim Bund. Dieser soll rasch verbindlich sagen, was bis 2025 umgesetzt wird.
  • Das Bundesverwaltungsgericht kippte die weitere Planung bis zur A 7: Der Fledermausschutz wurde nicht genug beachtet. Zeitverlust: zwei Jahre oder mehr. Nun wird die Frage der richtigen Trassenführung im Raum Segeberg erneut geprüft. Ziel ist die Baureife bis 2017. Auch die Planung westlich der A 7 wird mit dem Gerichtsurteil abgeglichen, um weitere böse Überraschungen zu vermeiden. Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD): "Das Schlimmste wäre, wenn wir bei einem weiteren Verfahren vor Gericht scheitern würden."
  • Elbquerung

    Die A 20 soll ab etwa 2025 bei Glückstadt (Kreis Steinburg) die Elbe queren und in Niedersachsen an das Autobahnnetz angebunden werden. "Wir glauben an die A 20 in ihrer gesamten Wirkung", sagt Meyer. Wohl rund eine Milliarde Euro sind aufzubringen. Dass der Bund eine private Finanzierung über das Modell einer öffentlich-privaten Partnerschaft plant, überzeugt Meyer nicht. Der Minister sympathisiert nach dänischem Vorbild mit einer staatlichen Infrastrukturgesellschaft, die sich am Kapitalmarkt Geld beschafft und das Projekt plant.
  • Fehmarnbelt-Querung

    Ende 2021 oder Anfang 2022 soll ein 18 Kilometer langer Tunnel Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden. Weil Dänemark stärker daran interessiert ist, trägt es die Baukosten von 5,5 Milliarden Euro allein, Deutschland nur die für die Anbindung des Tunnels. Das sollte zunächst 800 Millionen Euro kosten, inzwischen wird eine Verdopplung befürchtet. Die Finanzierung ist ebenso offen wie die Schienentrasse nach Hamburg. Die Kieler Regierung will die Gleise möglichst fern der Badeorte an der Ostsee haben. Die Planung stockte - es gab 8.300 Einwendungen. Angemeldet und nicht bestätigt ist die Erneuerung der Fehmarnsund-Querung. Die alte Brücke hat zwei Spuren, der Belt-Tunnel bekommt je zwei für Autos und Bahn.
  • Autobahn 7

    Die A 7 soll zwischen dem Dreieck Bordesholm und Hamburg auf drei Spuren in jeder Richtung ausgebaut werden. Geplanter Baubeginn: Ende 2014. Ob das eingehalten wird, hängt vom zeitgerechten Abschluss des laufenden Bieterverfahrens ab. Geschätzte Kosten für Grunderwerb und Bau: 340 Millionen Euro. Dauer der Arbeiten: vier bis fünf Jahre. Dann wird es starke Belastungen geben. Um sie zu mindern, gibt es in der Baustelle breitere Fahrstreifen. Da ein Ausweichen über A 21 und A 1 schwierig werden kann, soll die Bahn einiges abfangen. Sie fährt zwischen Kiel und Hamburg ab 2015 halbstündlich statt stündlich und zwischen Hamburg und Flensburg nicht mehr alle zwei Stunden, sondern stündlich. Die AKN bekommt neue Züge mit mehr Sitzplätzen.
  • Autobahn 21

    Die Bundesstraße 404 wird zwischen Kiel und der A 1 bei Bargteheide (Kreis Stormarn) zur A 21 ausgebaut. Rund 18 Kilometer zwischen Kiel und Stolpe fehlen noch. Zwischen Stolpe und Nettelsee wird gebaut, der Abschnitt Nettelsee-Klein Barkau ist im Planfeststellungsverfahren. Bis wann die A 21 komplettiert wird, hängt davon ab, wann die Bundesmittel fließen. Diese Autobahn könnte ins Hintertreffen geraten, weil andere Projekte im Land höhere Priorität haben. Verkehrsminister Meyer wagt keine zeitliche Prognose.
  • Bundesstraße 5

    Die B 5 soll im Kreis Nordfriesland zwischen Tönning und Husum auf drei Spuren ausgebaut werden. Hier ist es ähnlich wie bei der A 21: Die Finanzierung steht noch nicht. "Die B 5 ist für die Westküste von elementarer Bedeutung, aber das Geld muss da sein", sagt Verkehrsminister Meyer. Gespräche mit dem Bund sollen Klarheit bringen. Für den Abschnitt Tönning-Husum läuft das Planfeststellungsverfahren. Die Planung für den Abschnitt Husum-Hattstedt-Bredstedt wurde beklagt, Ausgang offen.
  • S-Bahn 4

    Auf der Strecke Itzehoe/Wrist-Elmshorn-Hamburg-Ahrensburg-Bad Oldesloe sollen künftig sogenannte Zweistrom-S-Bahnen fahren. Für den ersten Bauabschnitt zwischen Hamburg-Hasselbrook und Bad Oldesloe sind 630 Millionen Euro veranschlagt. Die Arbeiten könnten 2018 starten und sechs Jahre dauern. Voraussetzung: Die S 4 müsste Bestandteil des neuen Bundesverkehrswegeplanes werden. "Ohne die Hilfe des Bundes könnten Hamburg und Schleswig-Holstein das nicht finanzieren", sagt Meyer. Allein die Planung kostet 32 Millionen Euro.
  • S-Bahn 21

    Die Planung für den Ausbau der AKN/S 21 zwischen Hamburg-Eidelstedt und Quickborn beziehungsweise Kaltenkirchen ist weiter als bei der S 4. Aber noch sind vier Varianten im Gespräch. Das Projekt könnte komplett in die Finanzierungsperiode bis 2019 fallen. Geht alles gut, würden 2020 die ersten Züge fahren. Geschätzte Kosten für die Erweiterung zur elektrifizierten neuen S 21: 60 bis 90 Millionen Euro für Investitionen und Planung.
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Meyer: "Lackmustest für den Bund"

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer während der Landtagssitzung im Plenarsaal © dpa - Bildfunk Fotograf: Axel Heimken Detailansicht des Bildes Eines der Hauptanliegen von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer ist die Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals. Ganz oben auf der Prioritätenliste dürfte die Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals stehen. Die Schleusen der wichtigen Wasserstraße zwischen Kiel und Brunsbüttel sind mehr als 100 Jahre alt. Was deren Ausfall bedeutet, haben Reeder, Kapitäne und Lotsen in jüngster Zeit viel zu oft zu spüren bekommen: kein Durchkommen. Ins Stocken geraten ist beispielsweise auch der Ausbau der A 20. Kurz vor Bad Segeberg wartet die Autobahn darauf, bis zur A 7 fortgeführt zu werden. Das Bundesverwaltungsgericht kippte die bisherigen Pläne, weil es den Fledermausschutz für nicht genug beachtet hält. Vertreter aus der Wirtschaft zeigten sich geschockt. Ein neues Modell samt Elbquerung soll Ende 2014 fertig sein. "Die anschließende Finanzierung wird ein Lackmustest für den Bund", glaubt Verkehrsminister Meyer.

http://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article123324170/Albig-setzt-auf-Windenergie-und-Netzausbau.html

Und auch für den Nord-Ostsee-Kanal sieht der Regierungschef Fortschritte. Mit der Erwähnung des Kanals im Koalitionsvertrag sei unstrittig, dass er als nationales Projekt anerkannt wird, sagte Albig. Dies habe er in die Verhandlungen so eingebracht und sei sofort einvernehmlich gewesen. Die Landesregierung werde umgehend von Verkehrsminister Dobrindt (CSU) fordern, endlich den notwendigen Masterplan zur Sanierung und zum Ausbau des Kanals in verlässlichen Schritten vorzulegen. Dies sei bei der Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel im April vom damaligen Minister Peter Ramsauer (CSU) und letztlich auch von Kanzlerin Merkel zugesagt worden.

http://www.verkehrsrundschau.de/schleusen-reparatur-am-nord-ostsee-kanal-verzoegert-sich-1315261.html

Copyright verkehrsrundschau

http://www.wsv.de/wsa-bb/nok/Schleusenverfuegbarkeit/index.html

Schleusen-Reparatur am Nord-Ostsee-Kanal verzögert sich

Erst im kommenden Frühjahr soll die große Nordschleuse wieder im vollen Umfang zur Verfügung stehen.
Die Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal wird repariert
Brunsbüttel. Die Reparaturarbeiten der Schleusenanlage in Brunsbüttel verzögern sich. Die große Nordschleuse wird erst im kommenden Frühjahr wieder funktionieren, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt in Kiel am Donnerstag mitteilte. Grund sind das Wetter sowie Verzögerungen im Bauablauf. Abhängig von den Wassertemperaturen können die letzten erforderlichen Betonarbeiten voraussichtlich erst im April 2014 durchgeführt werden. Bis dahin stehen der Schifffahrt nur die große Südschleuse sowie die beiden Kammern der kleinen Schleuse zur Verfügung. Sofern keine weiteren Probleme auftreten, können Schiffe damit aber den Kanal wie gewohnt passieren. (dpa)
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Koalitionsvertrag

Albig setzt auf Windenergie und Netzausbau

Der Kieler Regierungschef widerspricht der Auffassung, der Berliner Koalitionsvertrag bremse die Windenergie im Norden aus. Dazu setzt Albig auf Rückenwind für Krankenhäuser und den Nord-Ostsee-Kanal.

Bitte warten: Marode Schleusen behindern den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Albig sieht hier den größten Handlungsbedarf. Foto: dpa
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Merkel habe dem Kieler Regierungschef bekräftigt, dass die Netzausbauplanung im Norden auf jetzigem Stand weitergehe
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Kiel. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat Auffassungen widersprochen, wonach der Berliner Koalitionsvertrag den Ausbau der Windenergie ausbremst. "Das ist kein Vertrag gegen die Windenergie", sagte der SPD-Politiker.

Kanzlerin Angela Merkel habe bekräftigt, dass die Netzausbauplanung auf dem jetzigen Stand weitergehe. "Es wird keinen Stopp und keine Netzengpässe geben, sondern wir werden mit Kraft vorangehen", sagte Albig. Für Offshore-Anlagen bedeute der Koalitionsvertrag sogar einen Sprung nach vorne. "Viele Investitionen, die wegen des Zögerns der alten Bundesregierung auf Standby waren, können nun starten."

Auch für die Krankenhausfinanzierung erwartet Albig Rückenwind: Die Koalition in Berlin will die "Basisfallwerte", nach denen Kassen medizinische Leistungen bezahlen, zwischen den Ländern angleichen. Bisher gibt es im Norden für gleiche Leistungen teils deutlich weniger Geld als in anderen Ländern. Wäre 2013 hier ebenso viel gezahlt worden wie im Bundesdurchschnitt, hätte dies Mehreinnahmen von 33,5 Millionen Euro bedeutet. "Ich gehe davon aus, dass wir nach der angekündigten Reform zumindest annähernd gleich hohe Basisfallwerte für gleiche Sachverhalte haben werden", sagte Albig.

Und auch für den Nord-Ostsee-Kanal sieht der Regierungschef Fortschritte. Mit der Erwähnung des Kanals im Koalitionsvertrag sei unstrittig, dass er als nationales Projekt anerkannt wird, sagte Albig. Dies habe er in die Verhandlungen so eingebracht und sei sofort einvernehmlich gewesen. Die Landesregierung werde umgehend von Verkehrsminister Dobrindt (CSU) fordern, endlich den notwendigen Masterplan zur Sanierung und zum Ausbau des Kanals in verlässlichen Schritten vorzulegen. Dies sei bei der Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel im April vom damaligen Minister Peter Ramsauer (CSU) und letztlich auch von Kanzlerin Merkel zugesagt worden.

Über die Koalition von SPD, Grünen und SSW in Kiel sagte Albig: "Das Klima ist hervorragend." Dass es in Sachfragen auch Differenzen in der Regierung oder mit einer Koalitionsfraktion gibt, sei aus seiner Sicht völlig normal. "Unterwürfigkeit von der einen zur anderen Ebene würde man im Bundestag nie erleben", sagte Albig. "Keiner würde auf die Idee kommen, Frau Merkel oder Herrn Schäuble anzugreifen, wenn der Haushaltsausschuss eine andere Meinung hat als sie. Bei uns hat man manchmal den Eindruck, der Ministerpräsident müsste zurücktreten, wenn der Landtag am Etat 4,70 Euro ändert." Es müsse möglich sein, nach zwei Jahren auch einmal eine Position im eigenen Koalitionsvertrag zu hinterfragen. Am Ende sei aber immer verbindlich, was vereinbart wurde – bis etwas anderes vereinbart wird.

Kürzlich hatte es Unruhe gegeben, weil Innenminister Andreas Breitner (SPD) abweichend vom Kieler Koalitionsvertrag die Vorratsdatenspeicherung befürwortete. "Ich habe mir Minister ausgesucht, die einen eigenen Kopf haben", sagte Albig. "Sie sollen nicht meine Dienstanweisungen umsetzen, sondern aus ihrer Fachlichkeit heraus eine eigene Bildungs-, Innen-, Haushalts- oder Verkehrspolitik machen und dann Vorschläge für die Regierung formulieren." Wenn es dann um Entscheidungen gehe, führe der Ministerpräsident alles zusammen und kläre auch mit seiner Richtlinienkompetenz, ob die jeweilige Position kompatibel ist zum Koalitionsvertrag und zur weiteren Entwicklung.

"Ich müsste jemanden rauswerfen, der nicht selber denkt", sagte Albig. Er rief dazu auf, entspannter Meinungsunterschiede auszuhalten und zu diskutieren. Auch im Kabinett seien Vorratsdatenspeicherung und Bildungsthemen kontrovers erörtert worden. "Ich führe keinen Minister mit dem Gängelband durch die Manege

WSP-SH: Containerfrachter kollidiert mit Schleusentor

Containerfrachter kollidiert mit Schleusentor

Wikimedia, FAWB

Ein Steuer- bzw. Manövrierfehler war nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei die Ursache für die Kollision eines Containerfrachters mit dem Ebbtor 6.2 der Kleinen Schleuse Brunsbüttel. UCA live-webcam 4 Der unter niederländischer Flagge fahrende Containerfrachter “PITZTAL”, Heimathafen Delfzijl, Länge: 110 m, war am gestrigen Tag von Rotterdam kommend in die Kleine Südschleuse eingelaufen. Während des Einlaufmanövers stieß der Frachter mit dem Vorschiff gegen das Schleusentor. An der Schleuse entstand Sachschaden, das Tor blieb aber betriebsfähig. Am Containerfrachter wurde das Schanzkleid in einer Höhe von ca. 8 Metern über der Wasserlinie aufgerissen.   http://www.maritimheute.de/wsp-sh-containerfrachter-kollidiert-mit-schleusentor/ Copyright Maritim heute Das entstandene Loch hat eine Länge von ca. einem Meter. Nach telefonischer Rücksprache mit der Schiffssicherheitsabteilung der Berufsgenossenschaft Verkehr durfte das Schiff zunächst bis Kiel weiterfahren. Dort soll eine Besichtigung durch Sachverständige erfolgen, bevor das Containerschiff die Reise nach St. Petersburg fortsetzen darf. Die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel hat die Ermittlungen aufgenommen   Sperrung der Rader Hochbrücke Nachrichten
Magnussen lädt neuen Verkehrsminister ein
Brunsbüttel
Schleuse-Brunsbuettel-45
Gerade ein paar Tage im Amt, schon liegt dem neuen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Einladung nach Brunsbüttel auf dem Tisch. Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens-Christian Magnussen hat zum Amtsantritt des Unionskollegen gratuliert und damit die Chance genutzt, auf die Probleme in der Schleusenstadt aufmerksam zu machen. Die „elementare Bedeutung“ des Baus der fünften Schleusenkammer hat Magnussen in seinem Schreiben ebenso zur Sprache gebracht wie die Sanierung der alten Kammern sowie die Begradigung und den Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals. Aber auch den Weiterbau der A20 mit westlicher Elbquerung und die „Infrastrukturanbindung des größten zusammenhängenden Industriegebiets Schleswig-Holsteins über eine erweiterte B5 zwischen Itzehoe und Brunsbüttel“ erwähnte der Christdemokrat. Jens-Christian Magnussen schloss mit der Einladung nach Brunsbüttel, damit er Dobrindt einen umfassenden Überblick über die angesprochenen Themen geben könne.
sro
Kiel. Schleswig-Holstein wird nach Ansicht von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) in einigen wesentlichen Punkten vom Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD im Bund profitieren. „Aus Sicht des Landes ist das ein ganz ordentlicher Koalitionsvertrag“, sagte Albig am Mittwoch. „Gute Signale“ gebe es vor allem im Bereich der Infrastruktur, für die künftig fünf Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stehen. „Das ist ein richtiger erster Schritt.“ Albig gehörte selbst der SPD-Verhandlungsgruppe für die Verkehrspolitik an. „Die Rader Hochbrücke war in den Verhandlungen permanent gegenwärtig“, sagte er mit Blick auf die monatelange Sperrung der Hochbrücke an der Autobahn 7 über den Nord-Ostsee-Kanal für Lkw. Die Probleme mit dem Zustand der Infrastruktur seien als Volkswirtschaft „nicht mehr lange aushaltbar“.

Sanierungsstau in Milliardenhöhe Deutsche Bahn warnt vor maroden Brücken

Viele Eisenbahnbrücken sind vor Jahrzehnten gebaut worden, etwa die 100 Jahre alte eiserne Eisenbahn-Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal.

(Foto: dpa)

Unwetter und hohe Kosten schmälern die Gewinne der Deutschen Bahn. Doch Chef Rüdiger Grube steht vor einem noch größeren Problem: Wegen der veralteten Infrastruktur müssten vielleicht bald Brücken gesperrt werden, sagt er. Das hätte verheerende Auswirkungen auf den Zugverkehr.

Im deutschen Schienennetz sind wegen der veralteten Infrastruktur viele Brückensperrungen zu erwarten. "Ja, leider sind wir nicht mehr weit davon entfernt", sagte Bahnchef Rüdiger Grube der am Montag erscheinenden Wirtschaftswoche. "Im Schnitt hält eine Brücke hundert Jahre lang. Fast jede dritte der 25.000 Eisenbahnbrücken in Deutschland ist aber älter", sagte Grube. Bei 1400 Brücken bestehe dringender Sanierungsbedarf. Mit der derzeitigen Finanzausstattung sei aber nur die Sanierung von 125 Brücken pro Jahr möglich. "Das Geld reicht nicht. Und die Folgen einer Sperrung wären dramatisch", erklärte Grube. Die Bahn hat ihm zufolge das Szenario am Beispiel einer wichtigen Brücke im Frankfurter Hauptbahnhof berechnet und verheerende Folgen für den Bahnverkehr ermittelt. "Dadurch wäre das gesamte Netz in Deutschland betroffen, weil Züge aus Hamburg, Berlin und Dresden umgeleitet werden müssten. Wir würden auf einen Schlag pro Tag 33.000 Verspätungsminuten ansammeln. Das wären rund 130 Prozent mehr als an einem durchschnittlichen Tag." http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sanierungsstau-in-milliardenhoehe-bahnchef-warnt-vor-maroden-bruecken-1.1825774
Copyright Sueddeutsche Unwetter und hohe Kosten schmälern laut Grube derzeit die Gewinne der Deutschen Bahn. Der Konzern wird demnach sein zuletzt genanntes Gewinnziel von 2,6 Milliarden Euro deutlich verfehlen. "2012 hatten wir ein Spitzenjahr. Das werden wir 2013 nicht erreichen", sagte Grube. "Beim Umsatz liegen wir zwar auf Vorjahresniveau, aber im Ergebnis zeigen sich Spuren". Zum Jahresende erwarte der Konzern aber immer noch ein Ergebnis von mehr als zwei Milliarden Euro.Das Ergebnis werde besonders durch höhere Personal- und Energiekosten sowie eine schärfere Regulierung belastet. Zudem seien die Folgen der Unwetter dieses Jahres erheblich. Laut Grube lagen die witterungsbedingten Schäden in diesem Jahr ohne Hochwasser bei mehr als hundert Millionen Euro. Dies allein sei ein "trauriger Rekord". Auch das Elbehochwasser habe durch Infrastrukturschäden und Umsatzausfall einen dreistelligen Millionenbetrag gekostet."Gleichzeitig kostet uns die Energiewende bereits fast hundert Millionen Euro pro Jahr. Wenn jetzt noch für die Eisenbahn in Deutschland ein hoher dreistelliger Millionenbetrag dazukäme - was manche leider diskutieren -, würde sich das sofort in deutlich höheren Ticketpreisen niederschlagen", sagte der Bahnchef.
Es wird immer schlimmer
Fast jeden Tag werden größere Defizite in der Beschaffenheit des Straßennetzes bekannt
Jürgen Muhl Copyright Norddeutsche Rundschau SH Z danke
Ja, ist denn unser Schleswig-Holstein noch zu retten? Ein Flächenland, das auf einen funktionierenden Verkehr angewiesen ist. Ein Land, das von Touristen lebt, das Skandinavien mit dem übrigen Europa verbinden soll und händeringend um die Ansiedlung von Unternehmen kämpft. Ein Durchfahrtsland für alle Möglichkeiten des Vorankommens: Auto, Lkw, Bahn und Schiffe. Den Flugverkehr hat man bereits weitgehend aufgegeben. Ausgerechnet dieses Bundesland hat über Jahrzehnte seine Hausaufgaben nicht gemacht. Der Rader Hochbrücke sei Dank. Erst der marode Zustand der gerade einmal 40 Jahre alten Kanalquerung hat zu einer Bestandsaufnahme des Verkehrsnetzes und zu einem derart Besorgnis erregenden Ergebnis geführt, dass den Menschen im sonst so klaren Norden Angst und Bange werden muss. Jeden Tag gibt es neue Schreckensmeldungen. Von den 3600 Kilometer Landesstraßen müssten rund 3000 Kilometer erneuert werden. Weil das Geld fehlt oder anderweitig ausgegeben wird, ist die Schließung eines Großteils dieser Strecken mittelfristig nicht auszuschließen. Sollte es beim jetzigen Finanzierungsansatz bleiben, sind diese Straßen in zehn Jahren schrott. Durchfahrt verboten, heißt es dann. Schilder sollen schon in Auftrag gegeben worden sein. Da verstehen die Behörden ihr Geschäft. Im lauenburgischen Büchen ist eine Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal seit 23 Jahren nur halbseitig befahrbar. In dieser Zeit haben sich acht Landesregierungen mit vier Ministerpräsidenten in der Verkehrspolitik versucht. Und versagt. Welch ein Trauerspiel. Wie auch gegenwärtig: Die derzeitige Kieler Regierung favorisiert den Ausbau des Radwegenetzes. Schleswig-Holstein fährt hier voran, aber eben nur auf dem Fahrrad. Bei seiner Sommertour hätte sich Ministerpräsident Albig lieber ins Auto setzen sollen. Um zu sehen, in welch erbärmlichen Zustand sich sein „Lieblingsland“ befindet. Es passt beileibe nicht in die schöne Landschaft, dass die Gewerkschaft Verdi zudem den Kanal bestreikt und den Schiffsverkehr stoppt. Schleswig-Holstein ist dabei, sich aufzugeben.
Straßenschäden: Bald erste Sperrungen
Landesbehörde schlägt Alarm – zu wenig Geld für die Sanierung
Kiel
Der stillgelegte Nord-Ostsee-Kanal – ein Eldorado für Frösche, Biber und Angler. Und aus den Rissen im Asphalt wichtiger Straßen sprießen Bäume und Unkraut. Ein Horrorszenario für Schleswig-Holstein – das aber Realität werden könnte. Die Infrastruktur im Norden verfällt – und zwar nicht nur Schleusentore und Bundesbrücken. „Wird weiterhin so wenig Geld in die Straßensanierung gesteckt, sind in zehn Jahren alle Landesstraßen in einem desolaten Zustand“, lautet die Botschaft des Landesbetriebes Straßenbau. Die Behörde empfiehlt bereits, „eine Dringlichkeitsreihung aufzustellen“ und nur noch Straßen mit großem Verkehrsaufkommen zu erhalten.

http://unternehmen-heute.de/news.php?newsid=185940

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Steuern: Schleswig-Holstein will Einnahmen aus "Soli" sofort umverteilen

Kiel - Aus Kiel kommt ein neuer Vorschlag zur Umverteilung der Milliardeneinnahmen aus dem Solidaritätszuschlag. Der schleswig-holsteinische Minister für Verkehr und Wirtschaft, Reinhard Meyer (SPD), schlägt vor, rund vier Milliarden Euro jährlich aus dem Soli- Einnahmen schon jetzt in die westdeutsche Infrastruktur zu investieren. Ein solcher Weg hätte den Vorteil, dass wir angesichts der massiven Probleme, die wir nicht nur auf unseren Straßen, sondern zum Teil auch auf unseren Wasserwegen wie dem Nord-Ostsee-Kanal haben, relativ schnell anpacken und lindern könnten, sagte Meyer, der zurzeit auch Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz der Länder ist, dem Handelsblatt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) selbst hatte die Debatte angestoßen: Sie will den Soli nicht wie ursprünglich geplant im Jahr 2019 abschaffen, weil in ganz Deutschland dringend weitere Investitionen nötig seien. Der Soli ist ein Zuschlag von 5,5 Prozent auf die Einkommen-, Kapitalertrag- und Körperschaftsteuerschuld. Insgesamt nimmt der Bund damit derzeit rund 14 Milliarden Euro im Jahr ein. Auch SPD-Politiker Meyer ist für eine bundesweite Soli-Nachfolgelösung. Dass allerdings heute jährlich vier Milliarden Euro im allgemeinen Haushalt des Bundes versickern, statt dem Aufbau-Ost zugute zu kommen, ist den Menschen angesichts des Zustands unserer Infrastruktur nicht mehr vermittelbar, sagte der Sozialdemokrat. Dieser Artikel aus der Kategorie Politik wurde von Anja Kaltenborn am 28.07.2013, 18:17 Uhr mit den Stichwörtern Politik, Deutschland, Steuern, veröffentlicht.

A7, Rader Hochbrücke

Kanalbrücke gesperrt - Lkw fahren trotzdem

29. Juli 2013 | 11:45 Uhr | Von Mira Nagar

Viele Lkw-Fahrer aus dem Ausland könnten Probleme haben, die deutschen Schilder und Radiodurchsagen zu verstehen. Foto: Dreykluft

Viele Lkw-Fahrer aus dem Ausland könnten Probleme haben, die deutschen Schilder und Radiodurchsagen zu verstehen. Foto: Dreykluft  Copyright

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Schlechte Beschilderung oder Kalkulation? Die Sperrung der Rader Hochbrücke für Lkw ab 7,5 Tonnen wird von einigen Fahrern nicht beachtet. Die Polizei setzt jetzt auf Dauerkontrollen.
Rade/Kiel. Sperrung der Rader Hochbrücke - und die Lkw rollen trotzdem: Am Wochenende ist das Fahrverbot über die Kanalbrücke für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen häufig ignoriert worden. Dass dies mit Absicht geschieht, mag keiner offen zugeben. Doch fest steht: Für die Speditionen rechnet sich der lange Umweg über die vom Land empfohlenen Umleitungen kaum. Wer trotz Verbot über die Rader Hochbrücke fährt, zahlt - wenn er erwischt wird - 15 Euro Bußgeld. Hingegen kostet jede Stunde Umweg laut Speditionsexperten etwa 70 Euro.

Massiver Verschleiß

Rader Hochbrücke wird Staufalle

Von Bastian Modrow | Copyright Kieler Nachrichten  Frank Behling danke
Die Rader Hochbrücke ist wegen „massiver Verschleißerscheinungen“ ab sofort mindestens vier Monate lang für Lastwagen ab 7,5 Tonnen komplett gesperrt. Für Autos steht je Fahrtrichtung nur noch eine statt zwei Spuren zur Verfügung. „Wir hatten keine andere Alternative“, sagt Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele. Tourismusverband, ADAC und Speditionen sprechen von einer „Katastrophe“. Die Polizei rechnet mit Rekordstaus.
Foto: Die Rader Hochbrücke ist massiv beschädigt und ab sofort für Lkw gesperrt.
Die Rader Hochbrücke ist massiv beschädigt und ab sofort für Lkw gesperrt.
© Köster (Archivbild)
http://www.kn-online.de/Schleswig-Holstein/Aus-dem-Land/Rader-Hochbruecke-monatelang-fuer-Lkw-gesperrt
Kiel/Rendsburg. Bei Kontrollen der Brückenstatik sind überraschend die „teils massiven Schäden an den Pfeilerköpfen“ festgestellt worden. An mehreren Stellen ist der Beton aufgerieben, porös und bröckelig. „Der Prüfstatiker hat uns am späten Donnerstagabend über den Zustand der Hochbrücke in Kenntnis gesetzt“, sagt Harald Haase vom Verkehrsministerium in Kiel. Gestern Vormittag traten eiligst Experten von Land und Polizei zusammen. Ab Mittag rückten erste Absperr-Trupps der Straßenbauämter aus, um Verbotsschilder und Umleitungstafeln aufzustellen. Für schwere Lastwagen ist die Querung des Nord-Ostsee-Kanals ab sofort komplett gesperrt. Der übrige Verkehr wird einspurig über die Brücke geleitet. „Um die Sicherheit zu gewährleisten, sind wir leider zu diesem drastischen Schritt gezwungen“, so Staatssekretär Nägele. Das Land rechnet damit, dass die Bauarbeiten an der Hochbrücke mindestens vier Monate lang dauern werden. Wie genau die 14 Brückenpfeiler aber saniert werden sollen, ist noch völlig unklar. „Die technischen Fragen können nicht von jetzt auf gleich geklärt werden“, sagt Ministeriumssprecher Haase. Wer aus Richtung Norden kommt, sollte ab Flensburg über die B 200 nach Husum und weiter über die Bundesstraße 5 und die A 23 beziehungsweise B 430 nach Hamburg und Neumünster fahren. Aus Richtung Süden empfiehlt das Ministerium die Route über die A 21 in Richtung Kiel und die B 76 bis Eckernförde, um dort über die B 203 bis zur A7-Anschlussstelle Rendsburg zu gelangen. Alternativ können Lkw- und Autofahrer auch die A 7 bis zum Autobahndreieck Bordesholm und die A 215 nach Kiel nutzen. „Wir können nur appellieren, die Brücke weiträumig zu umfahren und nicht den Rendsburger Kanaltunnel zu wählen, der zurzeit ebenfalls saniert wird“, sagt Haase. ADAC und Tourismusverband bezeichneten die Teilsperrung als „Drama“ für das ganze Land. Thomas Rackow vom Speditionsverband sprach von einer „verkehrstechnischen Vollamputation“. Lothar Gahrmann vom Landespolizeiamt rechnet an diesem und dem kommenden Wochenende mit dem Schlimmsten. „Die Brücke wird zur riesigen Staufalle für den Reiseverkehr“, so der Behördensprecher. Gleiches gelte auch für die Ausweichstrecken. „Vor allem in und um Kiel und Neumünster droht es richtig eng zu werden“, so Gahrmann. Einen ersten Vorgemaschmack gab es gestern bereits: Am Nachmittag staute sich der Verkehr vor der Brücke auf mehr als 20 Kilometern Länge
Nadelöhr Rader Hochbrücke Nutzen Sie die teilgesperrte Rader Hochbrücke noch?
Ja, ich nehme das Staurisiko in Kauf. Nein, ich fahre lieber ein paar Kilometer mehr.Bitte tragen Sie den Sicherheitscode in das Feld ein. Captcha-Code
Jetzt setzt die Polizei auf Dauerkontrollen: Vor dem Rendsburger Kreuz in Richtung Norden und vor Owschlag in Richtung Süden sollen ab Montag Polizisten den Schwerlastverkehr von der A7 winken. Als Ausweichrouten sind dann der Kanaltunnel in Rendsburg und die Strecke über Kiel und Eckernförde möglich.

Personalproblem bei der Polizei

"Wir gehen nicht davon aus, dass es böser Wille ist, wenn die Lkw-Fahrer trotz der Verbotsschilder auf der A7 bleiben", sagt Lothar Gahrmann vom Landespolizeiamt in Kiel. Gerade ausländische Fahrer würden die Schilder, die an einigen Stellen nur in deutscher Sprache sind, und auch die Radiodurchsagen nicht verstehen. Auch würden einige Fahrer durch die Schilder eventuell überfordert. Personell gesehen stellt die Sperrung die Polizei vor ein schweres Personalproblem, wenn an zwei Stellen dauerhaft Polizisten präsent sein müssen. Pro Tag und Kontrollpunkt rechnet Gahrmann mit einem Einsatz von zehn Polizisten. Ein Bedarf, den die Polizei kaum gewährleisten kann. "Auch wir schwimmen nicht in Personal", sagt Gahrmann. "Ich weiß nicht, ob wir es schaffen, das über eine Zeitdauer von vier Monaten aufrecht zu erhalten."
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Verkehrsminister Reinhard Meyer

"Dramatische Situation" an Rader Hochbrücke

27. Juli 2013 | 15:05 Uhr | Von dpa

Wir werden alles tun, um die folgenreichen Auswirkungen der Sperrung für Lkw und der Einschränkungen für Pkw so gut wie möglich zu minimieren", kündigte Meyer an. Foto: Dewanger

Wir werden alles tun, um die folgenreichen Auswirkungen der Sperrung für Lkw und der Einschränkungen für Pkw so gut wie möglich zu minimieren", kündigte Meyer an. Foto: Dewanger

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Verkehrsminister Meyer hat sich am Samstag ein Bild von den Schäden an der Rader Hochbrücke gemacht. Auf der betroffenen Autobahn Hamburg-Flensburg staute sich der Verkehr unterdessen zeitweise auf 25 Kilometern.
Rendsburg. "Es ist deutlich geworden, dass wir in der Tat in einer dramatischen Situation sind", sagte Reinhard Meyer (SPD) nach der Besichtigung der Schäden in Rade bei Rendsburg. Es seien erhebliche Mängel im Beton entdeckt worden. Die Entscheidung zur Sperrung der wichtigsten Brücke Schleswig-Holsteins für Lastwagen sei nicht einfach gefallen, an erster Stelle stehe aber die Verkehrssicherheit. Auf der betroffenen Autobahn Hamburg-Flensburg staute sich der Verkehr unterdessen am Sonnabend in Richtung Norden zeitweise auf 25 Kilometern, in Richtung Süden auf 17 Kilometern.
Rader Hochbrücke: Verkehrschaos droht (2:05)
Er wolle kommende Woche auf das Bundesverkehrsministerium zugehen, um gemeinsam eine rasche Sanierung sicherzustellen, kündigte Meyer an. "Wir werden alles tun, um die folgenreichen Auswirkungen der Sperrung für Lkw und der Einschränkungen für Pkw so gut wie möglich zu minimieren", sagte Meyer. Die Brücke war am Freitag für Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt worden, nachdem am Donnerstag bei Sanierungsarbeiten Schäden an den Brückenpfeilern festgestellt worden waren. Außerdem steht pro Fahrtrichtung nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Das Ministerium rechnet damit, dass die Arbeiten vier Monate dauern.

Sperrung der Rader Hochbrücke

"Ganz Schleswig-Holstein hat jetzt ein Problem"

27. Juli 2013 | 09:08 Uhr | Von Frank Jung

Seit Freitag ist die Rader Hochbrücke nicht mehr für Lkw befahrbar. Nur Fahrzeuge, die leichter als 7,5 Tonnen sind, dürfen den Nord-Ostsee-Kanal im Zuge der A7 noch überqueren. Foto: Ruff

Seit Freitag ist die Rader Hochbrücke nicht mehr für Lkw befahrbar. Nur Fahrzeuge, die leichter als 7,5 Tonnen sind, dürfen den Nord-Ostsee-Kanal im Zuge der A7 noch überqueren. Foto: Ruff Copright

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Vier Monate lang bleibt die Rader Hochbrücke für Lkw ab 7,5 Tonnen gesperrt. Der Geschäftsführer des Unternehmensverbands Logistik Schleswig-Holstein fürchtet massive Folgen.
Neumünster. Thomas Rackow, Geschäftsführer des Unternehmensverbands Logistik Schleswig-Holstein in Neumünster, sieht durch die Vollsperrung der Rader Hochbrücke massive Folgen. Herr Rackow, haben Sie die Nachricht im ersten Moment glauben können? Ich habe zunächst an einen schlechten Scherz geglaubt. Ich bin fassungslos, es ist eine Katastrophe. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass so etwas von einem Tag auf den anderen verfügt wird. Die Spediteure müssen doch vorab ihre Kunden informieren können. Was sagen Sie zu der Kurzfristigkeit? Auch anderswo werden Brücken gesperrt, ich denke an die Rheinbrücke bei Leverkusen. Aber doch mit einer Ankündigung mehrere Wochen vorher. Wie viele Lkw sind von der Sperrung betroffen? Durch den Elbtunnel fahren täglich rund 17.000 Lkw. Man kann unterstellen, dass davon mindestens die Hälfte die Rader Hochbrücke quert. Es ist die Haupt-Achse zwischen Skandinavien und Europa. Welche wirtschaftlichen Einbußen befürchten Sie? Schätzungen dazu lassen sich so adhoc nur anreißen. Wir kalkulieren bei einer Stunde Umweg mit Zusatzkosten von rund 70 Euro, vor allem durch erhöhten Personal- und Sprit-Einsatz. Branchenweit geht das schnell in die Millionen. Hinzu kommen praktische Probleme. Wir sind durch Lenk- und Ruhezeiten in einem engen Korsett. Aufträge werden auch mal liegen bleiben. Aber: Nicht nur das Transportgewerbe hat ein großes Problem. Verzögerte Transporte bedeuten bei den oft just in time geplanten Abläufen Schwierigkeiten für viele Wirtschaftsbereiche. Es ist davon auszugehen, dass auch Produktionsabläufe in Unternehmen verändert werden müssen. Ganz Schleswig-Holstein hat jetzt ein Problem. Was fordern Sie akut vom Verkehrsministerium? Erstens, dass die Genehmigungen, die Schwerlasttransporte für die Hochbrücke erhalten haben, unbürokratisch auf Ausweichstrecken umgeschrieben werden. Davon ist insbesondere das Windkraft-Gewerbe betroffen. Zweitens, dass die Brücke ganz, ganz zügig saniert wird. Drittens, dass an einem Runden Tisch Verlader, Spediteure, Behörden und andere Betroffene wie der Tourismusverband überlegen, wie sich der Verkehr auf den Alternativrouten steuern lässt. Unsere Mitglieder übermitteln als Grundlage dafür ab sofort ans Ministerium ihre Vorschläge für ihre bevorzugten Umwege. Zu einer Steuerung gehört für mich auch, dass für die nächsten Monate die Sperrung einiger Strecken für den Schwerlastverkehr aufgehoben wird. Jeder im Land wird Opfer bringen müssen. Es wird zu erheblichen Belastungen auf nachgeordneten Straßen kommen. Welche Lehre sollte man aus diesem Vorfall ziehen? Es ist doch ein Witz der Geschichte: Erst legt sich Schleswig-Holstein massiv ins Zeug, damit trotz aller Schleusenprobleme doch noch der Nord-Ostsee-Kanal befahren werden kann - und jetzt kommen wir nicht mehr oben drüber. Ich appelliere mit diesem Beispiel vor Augen: Die Diskussion über die Verkehrsinfrastruktur braucht eine höhere Priorität, auch im Bundestagswahlkampf. Copyright Norddeutsche Rundschau

http://www.maritimedenmark.dk/?Id=16636

Unifeeder for sale at DKK 3 billion Copyright

Unifeeder for sale at DKK 3 billion
20-02-2013 16:00:00
The private equity fund Montagu Private Equity has set the Danish shipping company Unifeeder for sale at DKK 3 billion. Maersk Line is mentioned as a potential buyer for the feeder shipping company according to Børsen. "Unifeeder is put up for sale. The fund has had it for some years, it has gone well, and this is a reasonable and interesting company", a source told the newspaper. Unifeeder has not confirmed the newspaper's information, but confirms that it is working on a "strategic review" of the company, as a private equity fund in 2007 bought the company founders of between 2 to 3 billion. Maersk Line's feeder company Seago Line is mentioned as a possible buyer, but the timing is not optimal. "In better times it had seemed more obvious, but it is not exactly the right time for Maersk Line to make acquisitions at the moment. As long as the container market is under pressure, Maersk Line don’t have any great free cash flow they can use on acquisitions", Jesper Christensen, an analyst from Alm. Brand to Børsen. Unifeeder was founded by Peter Bohnsen and Tonny Dalhøj Paulsen in 1977. The company is headquartered in Aarhus. Source: Børsen

Nord-Ostsee-Kanal

"Beschämender Zustand"

Donnerstag, 21. Februar 2013

Schutztore23
Revisonstore f.d.Alte Schleuse Schleuse-Brunsbuettel-45
"Der Zustand des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) ist beschämend für den Wirtschaftsstandort Deutschland und schadet durch längere Liege- und Wartezeiten den Unternehmen", rügte am Mittwoch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Er bekräftigte die Forderung an den Bund nach einem milliardenschweren Sonderprogramm. Bis 2025 sollen jährlich 120 Millionen Euro investiert werden, um den Sanierungsstau aufzulösen. Für dieses Jahr plant der Bund nur die Hälfte. lno/FBi  

http://www.kiel-canal.de/webcam/webcam_choice.htm

UCA live-webcam 4

http://www.berliner-zeitung.de/newsticker/kieler-landtag-diskutiert-ueber-verkehrspolitik-und-baederregelung,10917074,21887680.html

Marode Verkehrswege bringen Landespolitik in Wallung

 Copyright Berliner -Zeitung Rest des Artikels bitte in o.g. link lesen
Meyer (SPD) beklagt Unterfinanzierung des Nordens.
Defekte Schleusen versperren Frachtern die Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal, Staus auf den Autobahnen kosten Zeit und ...
Kiel. Defekte Schleusen versperren Frachtern die Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal, Staus auf den Autobahnen kosten Zeit und Nerven, im Lauenburgischen darf eine marode Landesstraße nicht befahren werden: Der Zustand wichtiger Verkehrswege erbost Bürger, Wirtschaft und Politiker. In einer Regierungserklärung warf Verkehrsminister Reinhard Meyer dem Bund am Mittwoch im Landtag vor, die Infrastruktur im Norden gegenüber dem Süden zu vernachlässigen. «Viele Verkehrswege sind in einem schlechten Zustand, Maßnahmen zum Erhalt und zum Ausbau der bestehenden Verkehrsinfrastruktur blieben aus oder wurden aufgeschoben», beklagte Meyer (SPD). «Wir haben eine massive Unterfinanzierung des Sektors mit der Folge der Schwächung des Standortes Deutschland und insbesondere der Schwächung Schleswig-Holsteins.» Aufschlüsse über die Haltung des Bundes erhofft sich die Landespolitik von der Nationalen Maritimen Konferenz, zu der Anfang April Kanzlerin Angela Merkel in Kiel erwartet. Die Güterströme nähmen bis 2025 erheblich zu, führte Meyer aus. Der Knoten Hamburg werde immer mehr zum Nadelöhr. Die wichtigsten Verkehrsvorhaben im Norden sind der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) und der A20 sowie die geplante Fehmarnbelt-Querung. Bei allen Großprojekten sind wichtige Finanzierungsfragen offen. «Der Zustand des NOK ist beschämend für den Wirtschaftsstandort Deutschland und schadet durch längere Liege- und Wartezeiten den Unternehmen», rügte Meyer. Er bekräftigte die Forderung an den Bund nach einem milliardenschweren Sonderprogramm. Bis 2025 sollen jährlich 120 Millionen Euro investiert werden, um den Sanierungsstau aufzulösen. Für dieses Jahr plant der Bund nur die Hälfte. Läge der Kanal in Bayern, gäbe es die erforderlichen Sanierungsmittel längst, meinte der Grüne Andreas Tietze unter Hinweis auf die Herkunft von Bundesminister Peter Ramsauer (CSU).

Infrastruktur

Die wichtigsten Verkehrsprojekte im Norden

20. Februar 2013 | 13:00 Uhr | Von shz.de
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Bitte warten: Marode Schleusen behindern den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Albig sieht hier den größten Handlungsbedarf. Foto: dpa

Bitte warten: Marode Schleusen behindern den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Albig sieht hier den größten Handlungsbedarf. Foto: dpa

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Nord-Ostsee-Kanal, A20, Fehmarnbelt: Das sind die größten Verkehrsvorhaben im Norden. shz.de beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Bundesverkehrswegeplan und die Rolle Schleswig-Holsteins.
Was ist der Bundesverkehrswegeplan? Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) ist die Grundlage für alle Investitionen in Straße, Schiene und Wasser. Was dort nicht drin steht, hat keine Chance, jemals gebaut zu werden. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Finanzierungsplan und hat keinen Gesetzescharakter. Der aktuelle Plan stammt von 2003; aktuell laufen die Vorarbeiten für die Neuauflage, die bis 2030 vorausschauen soll. Fertig werden soll sie bis Ende 2015. Eine Maxime hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer dafür bereits formuliert: Erhalt vor Neubau. Wie kann Schleswig-Holstein sich einbringen? Bis Ende März müssen die Länder ihre Vorschläge für Schiene und Wasser einreichen, bis September für die Straße. Der Bund erwartet eine "saubere Vorsortierung" nach Machbarkeit und Dringlichkeit, diese Projekte bekommen dann das Etikett "vordringlicher Bedarf". Über den anschließenden Entwurf beraten wiederum die Länder und der Bund, ehe der Bundestag endgültig über die Planung entscheidet. Welche Prioritäten hat Schleswig-Holstein formuliert? Erst Nord-Ostsee-Kanal, dann die A20 und auf Platz drei die Fehmarnbelt-Querung. Diese Prioritäten hat Regierungschef Albig vor Kurzem gesetzt. oststrecke341-300x200   Auf der meistbefahrenen Wasserstraße der Welt gerät der Schiffsverkehr immer häufiger ins Stocken. Der Grund: marode Schleusen, die wegen Reparaturen außer Betrieb sind. Für die Modernisierung der 100 Jahre alten Anlagen verlangt die Landesregierung vom Bund ein milliardenschweres Sonderprogramm. Demnach sollen bis 2025 jährlich 120 Millionen Euro investiert werden, um den Sanierungsstau aufzulösen. Die Sanierungsmittel sollen außerdem genutzt werden, um in Brunsbüttel eine weitere Schleuse zu bauen, den Kanal zu vertiefen und die Kanalstrecke zwischen Kiel und Rendsburg zu begradigen. Das Vorhaben ist längst beschlossen, kommt aber wegen Finanzierungsproblemen nicht voran. SchleuseKiel45 Wie geht es weiter mit der A20? Vorangetrieben werden soll der Neubau der Küstenautobahn A20 von Weede (Kreis Segeberg) bis Niedersachsen inklusive einer festen Elbquerung bei Glücksstadt. Der Bund will den Tunnel unter der Elbe in öffentlich-privater Partnerschaft bauen. Dabei finanziert und betreibt ein Investor den Tunnel und kassiert im Gegenzug eine Maut von den Autofahrern. Der Kieler Verkehrsminister Reinhard Meyer hat allerdings noch Zweifel am Konzept. Und vor 2025 wird die Unterquerung in keinem Fall fertig.Beitragsbild Arne Lütkenhorst Oststrecke351 Was ist am Fehmarnbelt geplant? Eine feste Fehmarnbelt-Querung soll die Inseln Fehmarn (Deutschland) und Lolland (Dänemark) miteinander verbinden - in Form eines Tunnels, der als Gemeinschaftsprojekt mit Dänemark entstehen soll. Derzeit besteht dort eine Fährverbindung. Die neue Lösung soll dem erhöhten Verkehrsaufkommen in Richtung Skandinavien gerecht werden und Fahrzeiten verkürzen. Damit die mit dem geplanten Fehmarnbelt-Tunnel erwarteten stärkeren Verkehrsströme aufgefangen werden können, dringt Schleswig-Holstein auf einen Ersatz oder eine Ergänzung für die alte Brücke über den Sund zwischen Fehmarn und dem ostholsteinischen Festland. Woher soll das Geld für die Bauvorhaben kommen? Im Transitland Deutschland fehlt an diversen Ecken und Enden das Geld. Auf mindestens sieben Milliarden pro Jahr bezifferte eine Kommission der Länder-Verkehrsminister die Lücke bei Straßen, Schienen und Wasserstraßen von Bund, Ländern und Kommunen. Allein der Bund, der jährlich rund zehn Milliarden Euro in Verkehrswege investiert, bräuchte vier Milliarden mehr. Ramsauer will das Reizthema Pkw-Maut als neue Geldquelle im Auge behalten. Norddeutsche Rundschau
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Maritimer Supergau, Täglicher Hafenbericht Hamburg, Schifffahrt News, Der Kanal, Entwicklung Containerschifffahrt von 2006 - 2017, Bauwesen WSA Brunsbüttel, Privatisierung WSV, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne