Schienenstrecke zwischen Hamburg, Bremen und Hannover – der sogenannten Y-Trasse – vorerst nicht weiter verfolgt

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Seehafenpolitik: Niedersächsische Seehäfen erwarten zügigen Infrastrukturausbau

Niedersächsische Seehäfen erwarten zügigen Infrastrukturausbau

Die niedersächsische Seehafenwirtschaft fordert eine konsequente Umsetzung der Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD, wonach ein Schwerpunkt beim Ausbau der Verkehrsanbindungen der deutschen Seehäfen gesetzt werden soll. Hintergrund ist die aktuelle Seeverkehrsprognose des Bundesverkehrsministeriums. Danach soll der Güterumschlag in den deutschen Seehäfen bis zum Jahr 2030 um 74 Prozent von auf 468 Millionen Tonnen steigen. Damit verbunden ist eine entsprechende Zunahme der Güterverkehrsleistung im Seehafenhinterland. „Neben Hamburg und Bremen ist insbesondere das Küsten- und Transitland Niedersachsen auf eine leistungsfähige, trimodale Verkehrsinfrastruktur angewiesen“, sagte Dr. Andreas Schmidt, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen, anlässlich eines Parlamentarischen Abends zur Seehafenpolitik der neuen Bundesregierung in Berlin (18. Februar). In diesem Zusammenhang würdigte er die klare Positionierung des niedersächsischen Wirtschaftsministers Olaf Lies, der die Verkehrsanbindung der Seehäfen ganz oben auf seine Agenda gesetzt habe.Um einen schnellen Zu- und Abfluss der Güter an der Küste zu gewährleisten, muss die Umsetzung der in der ‚Ahrensburger Liste‘ genannten vorrangigen Verkehrsinfrastrukturprojekte vorangetrieben werden“, so Schmidt. Dazu gehörten insbesondere der Neubau der Küstenautobahn A20 mit fester Elbquerung, Ausbau und Elektrifizierung der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven, die Realisierung der Y-Trasse oder einer vergleichbar leistungsfähigen Strecke für den Schienengüterverkehr, die Fahrrinnenanpassung an Unter- und Außenweser und die Außenemsvertiefung. Entsprechend der Ankündigung der großen Koalition, der Seehafenhinterlandanbindung eine besondere Bedeutung beizumessen, müssten diese Projekte im kommenden Bundesverkehrswegeplan als „Vordringlicher Bedarf Plus“ aufgenommen werden, mahnte Schmidt. Neben den Projekten der „Ahrensburger-Liste“ seien unbedingt auch die Instandsetzung und der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals als seewärtige Zufahrt zu berücksichtigen. Als einen ersten wichtigen Schritt bezeichnete Schmidt die Ankündigung der Bundesregierung, zusätzlichen Finanzierungsmittel von jährlich rund 1,25 Milliarden Euro für dringend notwendige Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur einzustellen. „In Anbetracht des milliardenschweren Sanierungs- und Investitionsstaus der vergangenen Jahre über alle Verkehrsträger hinweg ist dies jedoch vollkommen unzureichend“, fügte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen hinzu. Eine bedarfsgerechte Entwicklung der Seehafenanbindungen sei nur durch einen deutlich höheren Verkehrsetat und durch längere Finanzierungslinien darstellbar. Ausdrücklich befürworte die Arbeitsgemeinschaft daher die überjährige Mittelbereitstellung. Mit Blick auf die Anbindung der niedersächsischen Seehäfen über die Binnenwasserstraßenbegrüßt die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen den Plan der neuen Bundesregierung, künftig bei ihrer Wasserstraßenkategorisierung neben der Tonnage auch weitere wirtschaftliche Kriterien zu berücksichtigen. „Durch seine weitmaschige Netzstruktur bietet das nordwestdeutsche Kanalnetz mit seiner Anbindung an die Seehäfen eine ausbaufähige Transportalternative zu den heute bereits teilweise überlasteten Verkehrsträgern Straße und Schiene“, unterstrich Schmidt. Nach seiner Überzeugung dürfen Wachstumspotenzialevon Hafenstandorten nicht dadurch gefährdet werden, dass nur die beförderte Gütermenge betrachtet wird. Pressemeldung,Februar 16 2014; Foto: i stock    

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< Prävention in Dschibuti
Samstag, 15. Februar 2014 02:00 Alter: 1 day

Bahn plant fünf Varianten zur Y-Trasse


"Es war höchste Zeit, dass die Anbindung der deutschen Seehäfen wieder auf die Tagesordnung der Verkehrspolitik kommt", sagte Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) nach der Vorstellung von Details zu Alternativen zur geplanten Y-Bahntrasse durch die Deutsche Bahn (DB) (THB 14. Februar 2014). Insgesamt gehe es um fünf Alternativ- und eine Ergänzungsvariante, sagte der Norddeutschland-Chef der DB, Ulrich Bischoping, am Freitag in Hannover. Bei den alternativen Streckenverläufen sei es hauptsächlich darum gegangen, mehr Kapazitäten zu schaffen. pk Mehr: THB Täglicher Hafenbericht
  YTrasse wird verzögert
Dienstag, 04. Februar 2014 00:30 Alter: 17 hrs

Lies drängt auf schnelle Entscheidung


Nach langer Diskussion über die Y-Trasse drängt Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) auf eine schnelle Entscheidung. Die Güter sollen zügig auf die Schiene kommen. Priorität habe ein Ausbau der Amerikalinie durch die Lüneburger Heide. pk Mehr: THB Täglicher Hafenbericht Die Nachricht, dass die Vorplanungen zur Schienenstrecke zwischen Hamburg, Bremen und Hannover – der sogenannten Y-Trasse – vorerst nicht weiter verfolgt werden, hat in der Hamburger Hafenwirtschaft zu Irritationen geführt. Im Hamburger Hafen werden mehr als 30 Prozent der Güter umweltverträglich auf der Schiene transportiert. Allein im letzten Jahr wurden auf den Gleisen der Hafenbahn mehr als 41 Millionen Tonnen befördert, davon 2 Millionen Standardcontainer (TEU). Täglich verlassen mehr als 200 Züge den Hafen, mittelfristig wird eine Verdopplung der Zugzahlen erwartet. Damit ist Hamburg der führende Eisenbahnhafen in Europa. Damit dies so bleibt, muss die Schieneninfrastruktur in Hamburg und im Hinterland der deutschen Seehäfen weiter ausgebaut werden. Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg e.V.: „Eine Stärkung des Modal Split zugunsten der Schiene erfordert – auch unter ökologischen Gesichtspunkten – eine leistungsfähige Infrastruktur. Mit Blick auf die dynamische Entwicklung des Schienengüterverkehrs in den letzten Jahren wird nur ein Ausbau der bereits bestehenden Schienenstrecken nicht ausreichen, um die zu erwartenden Gütermengen der deutschen Seehäfen aufzunehmen. Der Planungsstopp für die Y-Trasse ist das falsche Signal für den Logistikstandort Deutschland.“
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne