1600 Megawatt neue Kapazität in Europa ans Netz gegangen

Donnerstag, 30. Januar 2014 02:00 Alter: 14 hrs

1600 Megawatt neue Kapazität in Europa ans Netz gegangen


In Deutschland kommt der Ausbau – wie hier mit dem Installationsschiff "Vidar" – derzeit nur schleppend voran (Foto: Scheer)

Die europäische Offshore-Windkraft-Branche wächst weiter. Während Großbritannien positiv herraussticht, setzt sich der Ausbau in Deutschland nur schleppend fort. 2013 gingen europaweit Offshore-Windräder mit einer Kapazität von insgesamt knapp 1600 Megawatt (MW) ans Netz, wie der Europäische Windenergie-Verband EWEA jetzt in Brüssel mitteilte. mm Mehr: THB Täglicher Hafenbericht

World’s Largest Offshore Wind Farm Photos from NASA

Twenty kilometers (12 miles) from England’s Kent and Essex coasts, the world’s largest offshore wind farm has started harvesting the breezes over the sea. Located in the Thames Estuary, where the River Thames meets the North Sea, the London Array has a maximum generating power of 630 megawatts (MW), enough to supply as many as 500,000 homes. The wind farm became fully operational on April 8, 2013. Twenty days later, the Operational Land Imager (OLI) on the Landsat 8 satellite captured this image of the area. The second image is a closeup of the area marked by the white box in the top image. White points in the second image are the wind turbines; a few boat wakes are also visible. The sea is discolored by light tan sediment—spring runoff washed out by the Thames. To date, the London Array includes 175 wind turbines aligned to the prevailing southwest wind and spread out across 100 square kilometers (40 square miles). Each turbine stands 650 to 1,200 meters apart (2,100 to 3,900 feet) and 147 meters (482 feet) tall. Each is connected by cables buried in the seafloor, and power is transmitted to two substations offshore and to an onshore station at Cleve Hill. thames_oli_2013118_wide With construction operations working out of Ramsgate, the Array is eventually supposed to grow to 245 square kilometers (95 square miles). The wind farm sits on two natural sandbanks, with water as deep as 25 meters (80 feet). The site was chosen because of its proximity to onshore electric power infrastructure and because it stays out of the main shipping lanes through the area. thames_oli_2013118 Promoters of the London Array project assert that it will reduce annual carbon dioxide emissions by 900,000 tons, equal to the emissions of 300,000 automobiles. Critics of the project and its second phase are concerned that the wind farm will decimate the population of red-throated divers and other bird species. Reference & Image Credits: nasa

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Offshore-Windpark-Marktführer Windreich hat Insolvenz angemeldet

[Bild: Offshore-Windpark-Marktführer Windreich hat Insolvenz angemeldet]

Das Unternehmen Windreich, Marktführer in Deutschland was Windparks auf hoher See angeht, hat Insolvenz eingereicht. Der Kredit in Höhe von 70 Millionen Euro bei der Schweizer Bank Sarasin ist aufgrund der Insolvenz ausfallgefährdet.

"Ich trage es mit Anstand, ich habe alles gegeben", so der Gründer von Windreich, Willi Balz, gegenüber dem Handelsblatt Online. Außerdem hat sich Balz mit sofortiger Wirkung aus der Geschäftsführung des Unternehmens zurückgezogen.

Der neue Geschäftsführer, der bisherige Berater des Unternehmens Werner Heer, hatte schon den Windradbauer Fuhrländer durch die Insolvenz geführt. Außerdem sei ein Wechsel im Management von Windreich eine Voraussetzung der Investoren gewesen, um die Gespräche fortzusetzen.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article119721596/Siemens-sucht-Standort-im-Hamburger-Hafen.html

Copyright Hamburger Abenblatt Bitte den Rest des Artikels in o.g. link lesen 05.09.13, 07:10

Energiewende

Siemens sucht Standort im Hamburger Hafen

Der Münchener Technologiekonzern will in Hamburg ein Kompetenzzentrum für Windenergie errichten. Die Hansestadt soll Schaufenster der Energienwende werden.

Foto: Siemens AG Copyright
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Ein Serviceschiff ist auf dem Weg zum Windpark Lillgrund. Dort stehen 48 Windkraftanlagen von Siemens.<br /><br /><br /><br /><br /><br /><br />
Ein Serviceschiff ist auf dem Weg zum Windpark Lillgrund. Dort stehen 48 Windkraftanlagen von Siemens.
 

Hamburg. Auch nach dem personellen Wechsel an der Unternehmensspitze hält der Siemens-Konzern an seinen Ausbauplänen für Hamburg fest. Das Unternehmen sucht im Hafen einen neuen Standort für ein Kompetenzzentrum Windkraft. Büros und industrieller Anteil von Forschung und Entwicklung sollen hier zusammengezogen werden.

"Wir wollen Hamburg weiterhin zum Schaufenster für die Energiewende machen", sagte der Siemens-Vorstandschef für die Region Nord, Michael Westhagemann, am Mittwoch am Rande einer Kundenveranstaltung. "Wir setzen dabei stark auf Innovation und sehen insbesondere in der Speichertechnologie eine Schlüsselkomponente für die Windenergie", fügte Westhagemann hinzu. Deshalb überlege das Unternehmen auch die Errichtung von Demonstrations-Windanlagen in der Stadt. Nicht bestätigen wollte Westhagemann Abendblatt-Informationen, nach denen Siemens auch den Aufbau einer Fertigungsanlage für Prototypen in der Hansestadt überlegt.

Klar ist aber, dass der Standort vor allem der stark wachsenden Belegschaft in der Windenergie-Sparte ein neues Zuhause bieten soll. Derzeit sind die Mitarbeiter auf verschiedene Bürogebäude in der Stadt verteilt, weil in der Zentrale am Berliner Tor kein Platz mehr ist. Siemens ist Weltmarktführer bei der auf See installierten Windenergie. Erst am Mittwoch wurden weitere 111 Anlagen des Unternehmens im größten dänischen Windpark in Betrieb genommen. Gesteuert wird das weltweite Geschäft nach der Verlagerung der Zentrale aus dem dänischen Brandes von Hamburg aus. Auch weitere Betriebsteile wechselten in die Hansestadt. Dazu gehört die Geschäftseinheit der Netzanbindung von Offshore-Windparks. Zuletzt wurde die Steuerung des Service-Geschäfts von Bremen an die Elbe verlagert. Insgesamt arbeiten in Hamburg 1800 Siemens-Mitarbeiter. Das sind 600 mehr als noch vor zwei Jahren. "Und wir werden weiter Mitarbeiter aufbauen", sagte Westhagemann, wollte aber bezüglich der Anzahl nicht konkreter werden.

Dabei war die Windenergie-Sparte zuletzt eigentlich ein Sorgenkind im Siemens-Portfolio. Insbesondere Probleme bei der Netzanbindung verhagelte den Münchnern das Ergebnis. So unterschätzte Siemens die technischen Notwendigkeiten und die komplizierte Genehmigung beim Bau von Umspannungsplattformen für Windparks. Die Folge waren Verzögerungen von einem Jahr und Verluste von rund 700 Millionen Euro, weil unter anderem hohe Vertragsstrafen gezahlt werden mussten. "Wir hatten anfangs die Herausforderungen unterschätzt. Inzwischen haben wir aber die technischen Probleme im Griff und es sind keine weiteren Verzögerungen hinzugekommen", stellte der Deutschland-Chef von Siemens, Rudolf Martin Siegers, dazu am Mittwoch fest.

"Wir wollen aus dem Jahrhundertprojekt Energiewende auch einen Erfolg für die Wettbewerbsstärke Norddeutschlands machen", sagte Siegers bei der Veranstaltung, zu der etwa 200 Kunden erwartet wurden. Nach Meinung von Siegers könnten allein in der deutschen Industrie bei der Umstellung auf nachhaltig effiziente Systeme schnell 30 Prozent an Energiekosten gespart werden. Siemens will das Geschäftsfeld noch stärker für sich erschließen und hat Kunden aber auch externe Experten zum so genannten "Zukunftsdialog" nach Hamburg eingeladen. Dabei soll über den Klimawandel über Fragen der Mobilität in den wachsenden Ballungsräumen sowie Medizin im demografischen Wandel und eine Neuaufstellung der Industrie diskutiert werden.

Als Neuerung stellten Siegers und Westhagemann einen Energieeinspar-Vertrag vor, der sich an große öffentliche Energieverbraucher wie Krankenhäuser richtet. Darin sichert Siemens zu, dass sich Investitionen in Energiesparmaßnahmen mit Siemens-Technologie innerhalb eines vorher festgelegten Zeitraums amortisieren. "Der Kunde trägt keinerlei wirtschaftliches und technisches Risiko", sagte Westhagemann. Das Klinikum Region Hannover sowie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg hätten auf diese Weise bereits – vertraglich garantiert – hohe zweistellige prozentuale Energie-Einsparungen erzielt.

Eine Umfrage bei Siemens-Kunden hat ergeben, dass die mittlerweile vor zwei Jahren eingeleitete Energiewende für 84 Prozent der Befragten auf keinem guten Weg sei. Siegers beklagte, dass es immer noch keine Projektleitung und keinen Masterplan für die Energiewende gebe. Stattdessen hätten sich durch die Förderung der Erneuerbaren Energien eher zufällig regional sehr unterschiedliche Strukturen herausgebildet. "Die Kunden wollen eine versorgungssichere, effiziente und bezahlbare Energie", stellte Siegers fest. Laut der Umfrage seien 90 Prozent der Kunden für zusätzliche Investitionen in den Netzausbau und die Entwicklung wirksamer Stromspeichertechnik. Und 80 Prozent hätten Interesse an Finanzierungsmodellen signalisiert, um Einsparmaßnahmen selbst vorzunehmen.

Offshore-Windenergie gemeinsam vorantreiben

Publication date: 16 Mai 2013

  • Studie warnt vor hohen jährlichen Leerkosten bei Anbindung von Offshore-Windenergie
  • Nur 2,9 GW Wind-Kapazität in der Nordsee sind finanziert, 2,3 GW werden gebaut, Netzanbindungskapazität liegt bereits bei 6,2 GW

Vor jährlichen Leerkosten von bis zu einer Milliarde Euro bei der Anbindung von Offshore-Windenergie in der Nordsee warnte jetzt eine Studie der Offshore Management Ressources. Die Studie hat im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers TenneT den Umsetzungsstatus von Offshore-Windparkprojekten in der deutschen Nordsee untersucht. Danach werden in den nächsten zehn Jahren bis 2023 lediglich zwischen 3.700 Megawatt (konservatives Szenario) und 5.900 Megawatt (optimistisches Szenario) Windkapazität in der Nordsee errichtet werden können. Gleichzeitig entstehen bereits heute Anbindungskapazitäten von 6.200 Megawatt für Offshore-Windenergie aus der Nordsee. Diese Kapazität könnte bereits für einen realistischen Ausbau der Windenergie ausreichen, so die Studie. Mit Blick auf diese Ergebnisse forderte heute Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung von TenneT: „Um die Ziele der Energiewende zu erreichen, brauchen wir ein Robustheitskriterium für die Ausbauziele der Offshore-Windenergie. Nur so kann ein realistischer und effizienter Ausbau der auf See erzeugten Windenergie gelingen.“ Und, so Hartman, weiter: „Schon jetzt wird deutlich, dass die Gefahr einer Lücke zwischen der Errichtung der Netzanbindungssysteme und dem Zubau an Offshore-Windkapazität besteht. Wir bauen bereits heute Anbindungskapazität praktisch auf Vorrat. Wir müssen dringend Wege finden, den Ausbau der Offshore-Windenergie gleichmäßig voranzutreiben, um zumindest die bereits entstehenden Anbindungskapazitäten effektiv zu nutzen. Daher möchten wir gemeinsam mit der Politik und der Windparkbranche Maßnahmen zu definieren, die eine optimale Nutzung der beauftragten Netzanbindungskapazität sicherstellen. Dies kann entscheidend zum Erhalt der Akzeptanz für die Offshore-Windenergie als einem wesentlichen Element der Energiewende beitragen.“ Bereits heute betreibt oder baut TenneT elf Netzanbindungssysteme in der Nordsee, mit denen 6.200 Megawatt Offshore-Windstrom an Land transportiert werden können. Zwei weitere Systeme mit insgesamt 1.800 Megawatt sind ausgeschrieben. Dies entspricht den Plänen der Bundesregierung und den Vorgaben des Offshore-Netzentwicklungsplans. Gleichzeitig ist laut der Studie mit 2.900 Megawatt nur ein Bruchteil der geplanten Windkapazität in der Nordsee verbindlich gesichert und finanziert. 2.300 Megawatt davon werden aktuell gebaut. Dagegen ist im Offshore Netzentwicklungsplan bis 2023 ein signifikanter Zubau von Netzanbindungskapazität auf insgesamt 12.800 Megawatt vorsehen. Siehe Grafik

http://www.computer-automation.de/feldebene/stromversorgungen/news/article/100847/0/Nordsee-Plattform_HelWin1_erfolgreich_installiert/

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Offshore-Netzanbindung

special Nordsee-Plattform 'HelWin1' erfolgreich installiert

Siemens, HelWin1, Panoramajpg
Drei Schlepper waren notwendig, um die 11.000 Tonnen schwere Konverterplattform 'HelWin1' vor die Küste Helgolands zu ziehen. Da der Stahlkoloss zu groß für den Nord-Ostsee-Kanal ist, wurde er um die Nordspitze Dänemarks herumgeschleppt.
Bis 2020 will die Bundesregierung die installierte Offshore-Leistung von heute 200 MW auf 10 GW maximieren. An dem Ausbau der Offshore-Netzanbindung in der Nordsee arbeitet etwa Siemens mit der 11.000 Tonnen schweren Konverterplattform 'HelWin1', die kürzlich nordwestlich der Insel Helgoland installiert worden ist.
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Die Offshore-Konverterstation 'Helwin1' wird die Windparks 'Nordsee Ost' und 'Meerwind' ans Festland anbinden. Sie wandelt den in den Windparks gewonnenen Strom mit einem Volumen von bis zu 576 MW Leistung in Gleichstrom um und leitet ihn über ein Seekabel an das 85 Kilometer entfernte deutsche Festland weiter. Ab dem kommenden Jahr kann der Netzbetreiber und Auftraggeber Tennet somit Windstrom zur Versorgung von über 500.000 Haushalten ans deutsche Festland bringen. Die ebenfalls von Siemens gelieferte Landstation liegt in Büttel nordwestlich von Hamburg. Dort wird die elektrische Energie zur Einspeisung ins Netz wieder in den erforderlichen Wechselstrom konvertiert.
'HelWin1' - Installation eines 11.000 Tonnen-Kolosses
camera Fotostrecke starten: Klicken Sie auf ein Bild (10 Bilder)
'HelWin1' ist voll automatisiert, alle Systeme werden sich ab kommendem Jahr von Land aus überwachen und steuern lassen. Kameras und Sensoren sollen ein vollständiges Bild über den jeweiligen Betriebszustand ermöglichen. Die Mannschaftsquartiere auf der Plattform können dann bei zukünftigen Wartungsarbeiten genutzt werden. Siemens wurde von Tennet für zunächst fünf Jahre mit der Wartung der Netzanbindung beauftragt. Mitte 2010 hatte Tennet das Konsortium aus Siemens und dem italienischen Kabelspezialisten Prysmian mit der Offshore-Netzanbindung 'HelWin1' beauftragt. Insgesamt realisiert das Konsortium vier Nordsee-Netzanbindungen für Tennet: 'HelWin1' und 'HelWin2' vor Helgoland sowie 'BorWin2' vor Borkum und 'SylWin1' vor Sylt.  

News

Positionspapier entwickelt

"Große Bedeutung für unsere Region"

Donnerstag, 29. August 2013Trotz der Probleme beim Ausbau der Offshore-Windindustrie setzen Wirtschaft und Kommunen in Nordwestdeutschland weiter auf die Branche. An der Unterweser fordert man mehr politisches Engagement. Im Rahmen der Unterweserkonferenz wurde ein Positionspapier entwickelt und an politische Vertreter geschickt, wie das Regionalforum gestern mitteilte. mm
„Cuxhavener Appell“ soll Offshore-Ausbau retten
Wirtschaftsminister Rösler weiht bislang größten deutschen See-Windpark vor Borkum ein
Cuxhaven/Emden
Es war ein Tag im Zeichen der Offshore-Branche: Die fünf norddeutschen Bundesländer fordern von der Bundesregierung schnelles Handeln zur Rettung von Investitionen und Arbeitsplätzen in der Offshore-Branche. Gemeinsam mit Unternehmen und der Gewerkschaft IG Metall unterschrieben sie gestern einen „Cuxhavener Appell“. Vor der Tür demonstrierten gleichzeitig lautstark Hunderte Beschäftigte der Branche für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Wenige Stunden später eröffnete Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vor Borkum den bislang größten deutschen See-Windpark Bard Offshore 1. Für den Offshore-Park wurden 80 Anlagen installiert, die Leistung von 400 Megawatt entspricht ungefähr dem Jahresstrombedarf von mehr als 400 000 Haushalten. Minister Rösler sagte, der Park sei der Beweis, dass die technologischen Herausforderungen der Offshore-Windindustrie zu meistern seien. Dies werde wirtschaftspolitische Effekte in der Region und für die gesamte deutsche Industrie nach sich ziehen. Entgegen mancher Befürchtungen bleibe die Offshore-Windenergie ein wesentlicher Punkt im energiepolitischen Konzept der Bundesregierung. Die Fertigstellung von Bard Offshore 1 war aber nur die eine gute Nachricht, die zweite kam von Helgoland. Dort stellte Siemens mit gut einem Jahr Verspätung die erste Station für die Anbindung des Nordseewindparks Helwin 1 fertig. Der Strom wird dort für den Transport an Land in Gleichstrom umgewandelt. In einer Station an der Küste wird er dann wieder in Wechselstrom zurückgewandelt, teilte das Unternehmen mit. Noch vor wenigen Tagen waren die Meldungen aus der Offshore-Branche weniger erfreulich. Da sorgte der Nordsee-Windpark „Riffgat“ für Schlagzeilen. Fertig gebaut liefert dieser – anders als Bard Offshore 1 – keinen Strom, da noch Leitungen fehlen. Im „Cuxhavener Appell“ der norddeutschen Länder wird unter anderem Sicherheit für die finanzielle Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz bis 2020 gefordert. Unterzeichnet wurde der Appell von den Wirtschafts- und Energieministern der fünf norddeutschen Bundesländer sowie von Bürgermeistern, Unternehmen und der IG Metall. „Offshore ist der Eckpfeiler der Energiewende“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) stellvertretend für seine Ressortkollegen aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen, die sich gestern nebenbei auch auch auf ein neues Luftverkehrskonzept einigten – ohne weitere Planung des Großflughafens Kaltenkirchen. Die Bundesregierung plant, dass bis zum Jahr 2020 Windmühlen mit zusammen 10 000 Megawatt Leistung im Meer stehen sollen. Die Industrie hat allerdings viele Projekte auf Eis gelegt, weil es Probleme mit den Netzanschlüssen gibt. Auch besteht Verunsicherung über die wirtschaftlichen Grundlagen der Investitionen. Die Offshore-Windenergie befinde sich am Scheideweg, heißt es im „Cuxhavener Appell“. Deutschland verfüge als einziges europäisches Land über die gesamte Wertschöpfungskette beim Bau von Windenergieanlagen im Meer. „Dieser industriepolitische Vorteil muss auch im Hinblick auf die Arbeitsplatzsicherung und Exportmöglichkeiten erhalten und ausgebaut werden.“ Der Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB, Ronny Meyer, sagte, mit rund 4500 Stunden voller Stromproduktion im Jahr seien Offshore-Windmühlen den Anlagen an Land überlegen, die im Durchschnitt auf 2000 Stunden kämen. Die Branche habe derzeit rund 18 000 Beschäftigte, bis zu 33 000 wären möglich.

Studie: Ausbau der Offshore-Windenergie ermöglicht erhebliche Kostensenkungspotenziale

Ausbau der Offshore-Windenergie ermöglicht erhebliche Kostensenkungspotenziale

Eine neue Studie der Prognos AG und der Fichtner Gruppe kommt zu dem Ergebnis, dass die Kosten für Strom aus Offshore-Windenergie unter der Voraussetzung eines konsequenten Ausbaus in den nächsten zehn Jahren um rund ein Drittel gesenkt werden können. Den hier ermittelten Kostensenkungspotenzialen liegt die Annahme zugrundet, dass wir bis zum Jahr 2023 einen stetigen Ausbau der Kapazität auf mindestens 9 Gigawatt verwirklichen. Nur so gewinnen wir Projekterfahrungen, können technische Innovationen vorantreiben und damit die Kosten deutlich senken“, sagte Jens Eckhoff, Präsident der Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Die Offshore-Windenergie hat ein erhebliches Kostensenkungspotenzial. Um dieses Potenzial heben zu können, braucht die Branche verlässliche Rahmenbedingungen zur Erreichung eines signifikanten Marktvolumens.“ Die Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE hatte die Studie gemeinsam mit Verbänden und Unternehmen aus der Offshore-Windindustrie beauftragt. Um Erfahrungen aus ersten Projekten zu nutzen, muss sich der Markt kontinuierlich weiterentwickeln Die Studie hat die mögliche Kostenentwicklung der Stromerzeugung aus Offshore-Windenergie bis zum Jahr 2023 analysiert. Dazu wurden drei typische deutsche Standorte für Offshore-Windparks anhand zweier Ausbauszenarien untersucht. Das erste Szenario setzt eine stabile Marktentwicklung voraus und beschreibt einen Ausbau mit mindestens 9 Gigawatt installierter Leistung in Deutschland bis 2023. In diesem Szenario sinken die Kosten bis zum Jahre 2023 im Mittel über alle Standorte hinweg um etwa 32 Prozent. Das zweite Szenario sieht bei einem optimalen Marktumfeld einen Ausbau von 14 Gigawatt bis 2023 vor. In diesem Fall können die Kosten um bis zu 39 Prozent sinken. „Zentraler Treiber der Kostensenkung ist die kontinuierliche technische Weiterentwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Insbesondere bei den Investitionskosten können Einsparungen erreicht werden. So nehmen die Kosten für Tragstrukturen und weitere Komponenten sowie für die Installation ab. Der Einsatz größerer Turbinen senkt die spezifischen Kosten, da die Energieerträge deutlich steigen“, sagte Frank Peter von Prognos, Mitverfasser der Studie. Die Studie zeigt zudem, dass durch wachsende Erfahrungen bei Planung, Bau und Betrieb der Anlagen eine Reduzierung der Risiken und damit auch der Finanzierungskosten möglich ist. Außerdem können Betrieb und Wartung der Offshore-Anlagen vor allem durch Verbesserungen in der Logistik günstiger werden, etwa durch den Einsatz leistungsfähigerer Schiffe und optimierter Infrastruktur. Die Untersuchung zeigt desweiteren, dass bei einem optimalen Marktumfeld auch eine erweiterte Serienfertigung und steigender Wettbewerb zur Kostensenkung beitragen. Eckhoff erklärte: „Wir haben in Deutschland eine Reihe von Projekten, die in den Startlöchern stehen. Ihnen fehlt derzeit die nötige Investitionssicherheit. Um die Erfahrungen aus den ersten deutschen Offshore-Windparks nutzen und die Weiterentwicklung der Industrie vorantreiben zu können, ist eine zeitnahe Umsetzung erforderlich. So kann Offshore-Strom einen wesentlichen Beitrag zur zukünftigen Energieversorgung leisten.“ Auftraggeber der Studie Die Studie wurde initiiert und beauftragt von der Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE, mit Unterstützung weiterer Organisationen wie dem Offshore Forum Windenergie (OFW), dem VDMA Fachverband Power Systems, der Windenergie-Agentur WAB e.V. sowie den Unternehmen AREVA Wind GmbH, BARD Engineering GmbH, DONG Energy Renewables Germany GmbH, EnBW Erneuerbare und Konventionelle Erzeugung AG, E.ON Climate & Renewables Central Europe GmbH, EWE Vertrieb GmbH, IBERDROLA Renovables Offshore Deutschland Zwei GmbH, RWE Innogy GmbH, SIEMENS AG Wind Power Power Division, SWM Stadtwerke München GmbH, Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG, Vattenfall Europe Windkraft GmbH, WindMW GmbH und wpd Offshore GmbH.Copyright  Maritim heute RWE Pressemeldung, August 28, 2013; Foto: RWE

Appell der Offshore-Windenergiebranche

Dirk Maus  / pixelio.de

Dirk Maus / pixelio.de

(PresseBox) (Cuxhaven, 26.08.2013) Offshore-Windenergie produziert bereits heute sauberen Strom rund um die Uhr und schafft Arbeitsplätze in ganz Deutschland. Damit dieser Erfolg der letzten Jahre nicht zunichte gemacht wird, hat heute ein breites politisches Bündnis den Cuxhavener Appell unterzeichnet. Die Forderung: Die neue Bundesregierung muss umgehend wieder Planungssicherheit für die junge Branche schaffen. “Deutschland hat die richtige Technologie, die Häfen, die Schiffe, die qualifizierten Mitarbeiterinnen, Investoren, die investieren wollen und wir haben bewiesen, dass Offshore-Wind in der Nordsee funktioniert. Das, was den Ausbau behindert, ist die fehlende politische Sicherheit seitens der Bundesregierung.”, so Ronny Meyer, Geschäftsführer der mitunterzeichnenden Windenergieagentur WAB. Die Unterzeichner des Cuxhavener Appells sind überzeugt, dass die Offshore-Windenergie in Zukunft einen essenziellen und zuverlässigen Beitrag zur Energieversorgung liefern kann. “Dies kann nur gelingen, wenn die Politik einen verlässlichen Rahmen und damit Planungssicherheit schafft. Dies ist eine dringende und zentrale Hausaufgabe der kommenden neuen Bundesregierung.”, so Ronny Meyer. Offshore-Windenergie-Anlagen in der Nord- und Ostsee haben besonders lange Projektvorlaufzeiten und hohe Investitionssummen, die bereitgestellt werden müssen. Durch die Verunsicherung der vergangenen Debatten zur Reform des Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) sind viele Investoren und Betreiber verunsichert. Ein politisch gesicherter Ausbau ermöglicht große Kostenersparnisse und eine Reduzierung der Strompreise, wie eine kürzlich veröffentliche Studie der Forschungsinstitute Prognos und Fichtner belegt. “Die Folge der fehlenden Planungssicherheit sind Arbeitsplatzabbau und die Gefährdung einer mittelständisch geprägten Branche, die in ganz Deutschland heute rund 18.000 Arbeitsplätze schafft.”, sagt Ronny Meyer. “Bei stabilen und verlässlichen Rahmenbedingungen könnten in den kommenden Jahren dagegen tausende weitere Arbeitsplätze entstehen”. Die Offshore-Windenergie-Branche hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die anspruchsvolle Technologie in der Nord- und Ostsee funktioniert – nicht zuletzt mit den Fertigstellungen der Windkraftparks Riffgat und BARD Offshore 1.
Sönke Möhl  Copyright Norddeutsche Rundschau

Fachgespräch zu Potenzialen des Standortes Wilhelmshaven

"Copyright visavis

http://www.visavis.de/2013/08/appell-der-offshore-windenergiebranche/

Bedingungen für Offshore ideal"

Mittwoch, 14. August 2013Bereits heute erfüllt der Hafen Wilhelmshaven für die Offshore-Windenergie die Funktionen eines In­stal­lations-, Produktions-, Reparatur- und Schutzhafens. "Spätestens nach der Bundestagswahl wird die dann amtierende Bundesregierung die Energiewende kraftvoll angehen müssen, um die angestrebte Offshore-Leistung von 10 000 Megawatt (MW) bis 2020 und 25 000 bis 30 000 MW bis 2030 zu erreichen. Diese Zielsetzung setzt einen stärkeren Offshore-Ausbau in den kommenden Jahren voraus und verlangt zusätzliche Hafenkapazitäten" – darin waren sich Hans-Werner Kammer (MdB, CDU), John H. Niemann und Heiner Holzhausen (beide von der Wilhelmshavener Hafenwirtschaft-Vereinigung e.V) in einem Fachgespräch zu dem Thema einig. DB Mehr: THB Täglicher Hafenbericht Copyright THB danke http://www.thb.info/news/single-view/id/bedingungen-fuer-offshore-ideal.html

http://worldmaritimenews.com/archives/90982/blue-water-loaded-last-wind-farm-component-from-port-of-esbjerg-denmark/

Blue Water Loaded Last Wind Farm Component from Port of Esbjerg (Denmark)

Posted on Aug 9th, 2013 with tags , , , , , , , . Copyright World Maritime news

Blue Water Loaded Last Wind Farm Component from Port of Esbjerg Blue Water loaded the last component from the Port of Esbjerg to the German wind farm Riffgat Offshore Wind Farm which is located in the North Sea. The turbines were installed by the experienced Norwegian company Fred. Olsen Windcarrier, who looks back on a positive project. “The cooperation with Blue Water has been excellent and we are very pleased with the quality and service we have been provided with,” says Petter Faye Søyland, Project Manager from Fred. Olsen Windcarrier. The fundamental values of Blue Water have been a source to the good cooperation. “We have a extensive experience within the offshore industry and a professional approach to create the best solutions in cooperation with our clients. But in general, we focus first and foremost on the needs of our clients,” says Klaus Odby Jensen, Agency Manager from Blue Water. “We have loaded ‘Bold Tern’ four times with a total of 30 turbines including nacelles, tower sections and rotor blades. In addition to the stevedore assignments, we have also handled crew changes, various purchases for the ship and ensured that spare parts have been delivered,” says Klaus Odby Jensen. The foundations for Riffgat were installed in 2012 and now the last turbine is in place. The annual output for the project is expected to supply around 120,000 households.

65 Anlagen am Netz

"Bard Offshore 1" fertig Copyright THB

Freitag, 02. August 2013

65 Windanlagen liefern bereits Strom für 300.000 Haushalte

Der erste deutsche kommerzielle Nordsee-Windpark "Bard Offshore 1" ist fertiggestellt. Wie die Firma Bard gestern mitteilte, wurde der Bau der 80. Anlage einen Monat früher als geplant beendet. Der Windpark speist bereits 75 Prozent der in Deutschland offshore produzierten Strommenge ins Netz ein, hieß es. Derzeit sind 65 der 80 Anlagen am Netz, die restlichen sollen bis September folgen. lni/FBI

http://www.maritimheute.de/windreich-durch-kluge-partnerwahl-von-den-siemens-qualitatsproblemen-verschont/

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Windreich durch kluge Partnerwahl von den Siemens-Qualitätsproblemen verschont

Windreich durch kluge Partnerwahl von den Siemens-Qualitätsproblemen verschont

In den letzten Tagen häufen sich die negativen Mitteilungen über Qualitätsprobleme bei verschiedenen ausländischen Windkraftanlagenherstellern. Diese resultieren hauptsächlich daraus, dass überwiegend große Energiekonzerne der Meinung sind, besonders billig bauen zu müssen und bei Offshore-Windkraftanlagen Onshore-Technologie anwenden. Den Themen Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, Arbeitssicherheit und Zugänglichkeit durch Helikopter wird viel zu wenig Bedeutung beigemessen. Diese Fehler hat die Windreich GmbH aufgrund Ihrer langjährlichen Projektentwicklungs- und Windkrafterfahrung stets konsequent vermieden. Als Zulieferer werden nur Hersteller mit höchster Qualität verwendet. So besteht zum Beispiel die in Bremerhaven gebaute AREVA-Anlage fast ausschließlich aus deutschen Komponenten von führenden Zulieferern wie Renk Augsburg, Liebherr, Schwäbische Hüttenwerke, Schäffler usw. Eine sorgfältige Qualitätssicherung und der weltweit einzigartige AREVA 10.000 PS Prüfstand bringen weitere Sicherheit. Insbesondere die Rotorblätter als leistungserzeugende und damit ertragsbestimmende Komponente bestechen aufgrund ihres hohen Kohlefaseranteils durch geringes Gewicht (16 Tonnen statt 24 Tonnen) und weiterhin durch eine sehr hohe Blattspitzengeschwindigkeit von 320 km/h anstatt der üblichen 240 km/h. Durch die Kohlefasern ist es möglich Flügelprofile dünner zu bauen, dies ermöglicht höhere Drehzahlen und nimmt Lasten aus dem ganzen System. Durch die konsequente Anwendung der bekannten Formel Leistung = Drehzahl x Drehmoment ist es also durch dieses Hightech-Blatt möglich, bei kleinerem Rotordurchmesser höhere Leistungen mit geringer Kräften und damit längerer Lebensdauer zu erreichen. Das geht mit Billigkomponenten definitiv nicht. Auch die AREVA-Rotorblätter werden ausgiebig im speziell hierfür errichteten Fraunhofer-Teststand, ebenfalls in Bremerhaven getestet. Sollten trotz aller klugen Entscheidungen und getroffenen Vorsichtsmaßnahmen Schäden eintreten, so sind diese für den Windparkbetreiber durch zehnjährige Garantien im dreistelligen Millionenbereich durch die AREVA Muttergesellschaft (zu 96 % im Besitz des französischen Staates) abgedeckt. Auch die technische Verfügbarkeit und das Erreichen der Leistungskennlinie sind im Rahmen dieser Verträge garantiert. Dies war einer der wesentlichen Gründe für das Erreichen der weltweit größten Projektfinanzierung von 1,047 Milliarden Euro. Es ist kein Zufall, dass gerade von Windreich entwickelte Projekte unter Verwendung von AREVA-Technologie und HOCHTIEF-Errichtungskompetenz diesen Projektfinanzierungweltrekord erreicht haben.

A) Erfolgreicher Schwerlastumschlag im Elbehafen

B )Prototyp seiner neuen Vier-Megawatt-Windenergieanlage installiert. C)KfW IPEX-Bank to Finance New Offshore Wind Farm Installation Ships       Copyright Maritim heute

Erfolgreicher Schwerlastumschlag im Elbehafen

Erneut wurden im Elbehafen Brunsbüttel zwei gigantische Transformatoren für die Offshore Energieversorgung umgeschlagen. Im Elbehafen wurden letzte Woche zwei jeweils 360 Tonnen schwere Transformatoren vom Binnenschiff auf Tieflader umgeschlagen. Jeweilige Ausmaße von ca. 13 m x 4 m x 4,5 m mussten sicher und störungsfrei bewegt werden, um letztlich im Umspannwerk in Büttel ihre eigentliche Aufgabe aufnehmen zu können. Die Trafos wurden bei der Siemens AG in Nürnberg gebaut und unter der Transport-Gesamtverantwortung der Firma ZÜST & BACHMEIER PROJECT GMBH vom Binnenschiff MS Amadeus auf dem Wasserweg zum Elbehafen gebracht. In Brunsbüttel angekommen, übernahm der Schwimmkran ENAK die Entladung direkt auf spezielle für den Schwertransport konzipierte 22-achsige Tieflader, die vorher im Elbehafen für den Transport endgefertigt wurden. In den zwei auf den Umschlag folgenden Nächten hatten die Transformatoren ihr Ziel in Büttel erreicht. Das Umspannwerk in Büttel ermöglicht unter anderem die Netzanbindung für den Offshore Windpark HelWin2 in der Nordsee vor Helgoland. Die von dort über eine 130 km lange Trasse eingespeiste Energie wird von den Transformatoren in Drehstrom umgewandelt und auf die für die Einspeisung in das deutsche Netz erforderlich Spannung hochgeregelt. „Mit diesem Umschlag wurden die Trafos Nummer 5 und 6 erfolgreich über den Elbehafen bewegt“, erläuterte Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports, und ergänzte: „Wir stellen uns immer wieder gerne diesen besonderen Herausforderungen und freuen uns vor allem, wenn unsere Kunden mit unserer Leistung zufrieden sind.

http://www.agitano.com/siemens-offshore-turbine/44734

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Siemens installiert Prototyp von Vier-Megawatt-Offshore-Turbine

Dez 19 2012 • Erneuerbare Energien • 68 Views • Keine Kommentare

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Generator- und Rotoroptimierung erhöht jährliche Energieproduktion bis zu 15 Prozent: Siemens Energy hat im dänischen Österild den ersten Prototyp seiner neuen Vier-Megawatt-Windenergieanlage installiert. Die neue Windturbine SWT-4.0 ist eine Weiterentwicklung der SWT-3.6, der weltweit am häufigsten installierten Offshore-Windenergieanlage. Der Prototyp wird zunächst mit dem 120-Meter-Standardrotor der SWT-3.6 erprobt, um im nächsten Schritt mit einem 130-Meter-Rotor sowie 63 Meter langen Rotorblättern ausgestattet und umfassend getestet zu werden. Die neue SWT-4.0-130 wird voraussichtlich ab Frühjahr 2013 am Markt erhältlich sein.

Siemens installiert Prototyp von Vier-Megawatt-Offshore-Turbine

Das Foto zeigt den ersten Prototyp der neuen Vier-Megawatt-Windenergieanlage von Siemens in Østerild, Dänemark. Die neue Windturbine SWT-4.0 ist eine Weiterentwicklung der SWT-3.6, der weltweit am häufigsten installierten Offshore-Windenergieanlage. Bild: Siemens-Pressebild

“Dank eines optimierten Generator- und Rotorkonzepts amortisiert sich die Vier-MW-Anlage für unsere Kunden noch schneller als die bewährte 3,6-MW-Windturbine. Wir erwarten, dass wir unsere führende Position auf den globalen Offshore-Windmärkten mit dem neuen Produkt weiter stärken werden”, sagte Henrik Stiesdal, Chief Technology Officer der Division Wind Power im Siemens-Sektor Energy. Die SWT-4.0-130 steigert die Leistung der Siemens-Turbine SWT-3.6, die als Offshore-Windturbine im Multimegawatt-Bereich auf dem Markt äußerst erfolgreich etabliert ist. Siemens hat bis heute fast 500 seiner 3,6-MW-Turbinen installiert und hat weitere 1200 im Auftragsbestand.

Schlüsseltechnologien der bewährten 3,6-MW-Anlage im Einsatz

Bei der neuen Siemens-Windturbine SWT-4.0-130 kommen sämtliche Schlüsseltechnologien der bewährten 3,6-MW-Anlage zum Einsatz. Maschinenhaus und Turm sind im Kern weiterentwickelte Varianten der 3,6-MW-Windturbine. Die Rotorblätter sind nach dem ebenfalls bewährten Siemens-Verfahren IntegralBlade in einem Guss und ohne Klebestellen gefertigt. Zu den neuen Technologien der SWT-4.0-130 gehört das Rotorblatt B63 mit einer Länge von 63 Metern. Aufgrund des aeroelastisch optimierten Blattprofils reduziert sich die auf die Rotorblätter einwirkende Last, wodurch die Windausbeute gesteigert wird. Die Serienproduktion der neuen Siemens-Windenergieanlage SWT-4.0-130 soll im Jahr 2015 aufgenommen werden.

Siemens erzielt 30 Milliarden Euro Umsatz mit Windenergieanlagen

Windenergieanlagen sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter eines breit gefächerten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2012 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von 27,5 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 26,9 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 2,2 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2012 knapp 86.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: http://www.siemens.com/energy

(Siemens energy)

 

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/wilstersche-zeitung/artikeldetails/artikel/kraftpakete-fuer-offshore-strom.html

WILSTERSCHE ZEITUNG

Kraftpakete für Offshore-Strom

19. Juli 2013 | 00:00 Uhr | Von Jochen Schwarck

Sie erläutern die Tennet-Projekte: Baustellenkoordinator Tød Steemers und Pressesprecherin Henrike Lau.

Sie erläutern die Tennet-Projekte: Baustellenkoordinator Tød Steemers und Pressesprecherin Henrike Lau.

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Umspannwerk Büttel mit zwei weiteren Transformatoren für die Umwandlung von auf See erzeugter Windenergie ausgebaut
Büttel. Jeweils mehr als eine Stunde haben die beiden nächtlichen Schwertransporte vom Elbehafen Brunsbüttel zum Umspannwerk des Stromnetzbetreibers Tennet in Büttel gedauert. Auf einem Tieflader, der von 22 Achsen mit jeweils acht Rädern getragen wird, wurden zwei jeweils 360 Tonnen schwere Transformatoren über die Hamburger Straße, den Holstendamm und die Schleswiger Straße zum Aufstellungsort im Bütteler Ortsteil Kuhlen bugsiert. Hier soll künftig der in vier Offshore-Windparks in der Nordsee gewonnene Strom mit einer Spannung von 380 Kilovolt (kV) in das öffentliche Stromnetz und die Stromautobahnen in den Süden Deutschlands geleitet werden. In Büttel entstehen vier Konverterhallen mit jeweils zwei davor gelagerten gigantischen Transformatoren. Sie werden vom Anlagenbauer Siemens geliefert und von Nürnberg auf dem Wasserweg bis zum Elbehafen transportiert und dort auf den Spezialtieflader gehoben. Mit den jetzt gelieferten Trafos sind sechs der insgesamt acht notwendigen Transformatoren vor Ort. Das Umspannwerk Büttel soll in absehbarer Zeit den Offshore-Strom aus den Windparks Helwin 1 und 2 sowie Sylwin 1 und 2 aufnehmen. Helwin steht für die Windparks bei Helgoland und Sylwin für zwei weitere Windparks vor Sylt. Jeder Offshore-Windpark wird ähnlich einer Bohrinsel mit einer Konverterplattform ausgebaut und in Büttel mit jeweils einer Onshorestation an das öffentliche Stromnetz angebunden. Der Wechselstrom wird auf See in Gleichstrom umgewandelt, für den weniger aufwändige und verlustärmere See- und Erdkabel verlegt werden. In Büttel wird der Gleichstrom wieder in großen Konverterhallen zu Wechselstrom konvertiert und in den jetzt angelieferten Trafos auf eine Spannung von 380 kV "aufgewertet". In absehbarer Zeit sollen die Onshore-Stationen in Büttel nach und nach in den Probebetrieb gehen. Für Helwin 1 schon im nächsten Monat, für Sylwin 1 vermutlich im Oktober/November und für Helwin 2 ein Jahr später. Das kündigte der holländische Tennet-Baustellenkoordinator und Teilprojektleiter Tød Steemers an. "Im Probebetrieb werden alle denkbaren Störfälle simuliert und durchgespielt", beschrieb Steemers die Notwendigkeit des Testbetriebs. Wie Tennet-Pressesprecherin Henrike Lau ergänzte, könnte schon Ende 2014 der erste Offshore-Strom über das Umspannwerk Büttel in das große nationale und internationale Stromnetz eingespeist werden. Von Büttel aus soll ein großer Teil des Stroms über eine Höchstspannungsleitung zum Schaltwerk Wilster in der Gemeinde Nortorf geleitet und dort in das öffentliche Netz eingebunden werden. Obwohl schon erste vorbereitende Arbeiten für den vierten Windpark Sylwin 2 durchgeführt werden, befindet sich dieser letzte Bauabschnitt immer noch im Planungsstadium. Mit dem Projekt Helwin 2 wird eine 690 Megawatt starke Netzanbindung für Windparks bei Helgoland realisiert. Er ist der dritte Anschluss in der östlichen Nordsee, in den zunächst auch der Offshore-Windpark Amrumbank angebunden werden soll. Die Trasse verläuft von der Konverterstation auf See 85 Kilometer weit bis zum Anlandepunkt in Büsum und von dort weitere 45 Kilometer weit quer durch Dithmarschen bis nach Büttel. Stromnetzbetreiber Tennet sieht in den zwei Anschlüssen in der deutschen Nordsee und in neun weiteren Anschlussprojekten wichtige Infrastrukturprojekte mit einer Übertragungskapazität von 6,2 Gigawatt Strom aus erneuerbarer Energie. "Damit trägt Tennet dazu bei, dass Offshore-Windenergie einen wichtigen Beitrag für die Energieversorgung der Zukunft leisten kann", unterstrich Henrike Lau.

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Weltgrößter Offshore-Windpark mit 175 Siemens-Windturbinen eingeweiht

Weltgrößter Offshore-Windpark mit 175 Siemens-Windturbinen eingeweiht

Der weltgrößte Offshore-Windpark London Array wird heute in Großbritannien offiziell eingeweiht. Siemens lieferte dafür alle 175 Windturbinen und die Netzanbindung. Eigner des Projektes sind Dong Energy, E.ON und Masdar. Gemeinsam mit Dong Energy wird Siemens zudem den Service für das Windkraftwerk übernehmen. Mit einer Gesamtleistung von 630 Megawatt kann der Windpark rund 500.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Jährlich werden durch den Windpark rund 900.000 Tonnen CO2 eingespart. Dies entspricht den Emissionen von 300.000 Pkw. “London Array ist der weltweit größte Offshore-Windpark und markiert einen Meilenstein in der Entwicklung der Windenergie auf dem Meer. Das Projekt unterstreicht die führende Position von Siemens in diesem attraktiven Wachstumsmarkt“, sagte Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, anlässlich der feierlichen Einweihungssveranstaltung in Margate, Großbritannien. Das Offshore-Windkraftwerk London Array liegt in der Themse-Mündung, rund 20 Kilometer von der Küste von Kent und Essex entfernt. Siemens lieferte und installierte 175 Windturbinen mit einem Rotordurchmesser von 120 Metern und einer Leistung von jeweils 3,6 Megawatt. Das Unternehmen war auch für die Anbindung des Windparks an das Stromnetz verantwortlich und errichtete dafür zwei Offshore-Umspannstationen in der Nordsee sowie ein Umspannwerk auf dem Festland. Der von den Windturbinen erzeugte Strom wird zunächst in einer der Umspannstationen auf See gebündelt und dann mit Hochspannungsseekabeln an die Küste transportiert. “Projekte dieser Größenordnung leisten einen wichtigen Beitrag zur weiteren Industrialisierung der Offshore-Windkraft“, sagte Peter Löscher. So konnte Siemens bei der Realisierung von London Array die Prozesse für Fertigung, Transport und Logistik sowie die Installation der Windturbinen auf See weiter standardisieren. Offshore-Windenergie spielt bereits heute eine wichtige Rolle in den Energiesystemen Nordeuropas. Großbritannien und Deutschland sind dabei die größten Märkte und haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Beide Länder planen einen schnellen und umfassenden Ausbau. In Deutschland wird die Energiewende nur mit einem weiteren Zubau an Offshore-Windkraftwerken gelingen. Die deutsche Regierung plant bis zum Jahr 2020 den Ausbau der installierten Offshore-Leistung auf 10 Gigawatt (GW). Großbritannien will im gleichen Zeitraum bis zu 18 GW auf See installieren. Damit könnte etwa ein Fünftel des britischen Strombedarfs gedeckt werden. Siemens ist führend im Markt für Offshore-Windkraftwerke, bei der Netzanbindung sowie beim Offshore-Windservice. Das Unternehmen hat weltweit bislang rund 1.100 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 3,4 GW auf See installiert, davon etwa zwei Drittel in Großbritannien. Derzeit hat Siemens Aufträge für Offshore-Projekte mit einer Leistung von rund 4,6 GW gebucht. Inklusive London Array hat das Unternehmen in Großbritannien zudem bereits fünf Netzanbindungen für Windparks auf See realisiert.  

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Posted on Jun 28th, 2013 with tags , , , , , , , , , .

KfW IPEX-Bank to Finance Wind Farm Installation Ships for Fred.Olsen

KfW IPEX-Bank has arranged the financing for two offshore wind farm installation ships for the Norwegian shipping company Fred. Olsen Windcarrier AG. The overall financing volume amounted to EUR 145 million. Of this amount, EUR 85 million was provided by KfW IPEX-Bank itself and EUR 60 million by its consortium partner Danish Ship Finance. On the occasion of the signing ceremony Christian K. Murach, member of the Management Board of KfW IPEX-Bank, emphasised the importance of the project by saying that “Owing to their role in expanding the use of renewable energies, the ships make a vital contribution to protecting the environment and the climate. Since our long-time esteemed business partners within the Fred. Olsen related companies also have ordered a substantial volume of German supply components, our financing also boosted German exports.” The two vessels were built at Lamprell Shipyard in Dubai. Key equipment components were also supplied from Germany, including the entire drive system from Voith Turbo, auxiliary diesel engines by MAN, generators and electronic control units by ABB and Siemens. The installation ships – Brave Tern and Bold Tern – are third-generation jack-up contruction vessels. With a crane capacity of 800 tonnes each and dynamic positioning systems, the ships are specifically adapted to the conditions of the North Sea. They meet the requirements for the installation of all currently standard and planned wind energy plants and foundations up to a depth of 45 metres. In providing this financing in the strategically important Norwegian market, KfW IPEX-Bank has strengthened its position as a leading financier of offshore wind farm installation and maintenance ships. The Oslo-based Fred. Olsen related companies look back on more than 160 years as shipowner of various types of vessels. In addition to the operation of four cruise ships, the group is also a highly experienced operator of drilling units in the oil and gas sector. Beyond that the group also operates onshore wind farms in the field of renewable energies. The establishment of Fred. Olsen Windcarrier made it possible to bundle experience gained in the given activities and to pursue a strategy as an integrated service provider for the offshore wind industry. The services range from construction, maintenance and service to the repair of offshore wind farms
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http://www.maritimheute.de/gicon-schwimmendes-offshore-fundament-als-chance-fur-offshorewindparks/  

http://www.maritimheute.de/bs-ohsas-18001-erfolgreich-bei-der-reederei-nsb-eingefuhrt/

BS OHSAS 18001 erfolgreich bei der REEDEREI NSB eingeführt

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BS OHSAS 18001 erfolgreich bei der REEDEREI NSB eingeführt

Die REEDEREI NSB hat für den Landbetrieb und auf ihren beiden Offshore Errichterschiffen FRIEDRICH ERNESTINE und VICTORIA MATHIAS das Arbeits-und Gesundheitsschutz-Managementsystem BS OHSAS (Occupational Health andSafety Series) 18001 eingeführt und sowohl den Landbetrieb als auch die beiden Errichterschiffe zertifizieren lassen. OHSAS 18001 ist eines der bedeutendsten, international anerkannten Arbeitsschutzmanagementsysteme (AMS), das Unternehmen bei der Gestaltung einer sicheren Arbeitsumgebung unterstützt- angefangen bei der Gefährdungsermittlung bis hin zur Notfallvorsorge. OHSAS 18001 wurde in die bereits bestehenden Systeme ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement) integriert. So wurde bei NSB ein wirksames Verfahren zur messbaren Minimierung von Risiken am Arbeitsplatz aufgesetzt.  

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Tennet: Kooperation für mehr Effizienz beim Offshore-Ausbau

Kooperation für mehr Effizienz beim Offshore-Ausbau

Offshore-Windparkbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber für die Nord- und Ostsee wollen gemeinsam den Weg für eine stetige Entwicklung der Offshore-Windenergie ebnen. Auf Initiative von TenneT haben die AG Betreiber, TenneT und 50Hertz hierzu jetzt eine enge Kooperation beschlossen, um den Ausbau der Offshore-Windenergie effizient zu verstetigen und die entstehenden Anbindungskapazitäten effektiv zu nutzen. “Die enge Zusammenarbeit mit den Windpark-Betreibern ist uns sehr wichtig. Nur gemeinsam können wir Wege finden, um den Ausbau der Offshore-Windenergie gleichmäßig voran zu bringen. Ich bin sicher, wir werden der Politik hierzu realistische Vorschläge aufzeigen können und damit dazu beitragen, dass die Offshore-Windenergie einen wichtigen Beitrag für die Energieversorgung der Zukunft leisten kann“, sagte Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung von TenneT. Und Jörg Buddenberg, Sprecher der AG Betreiber, ergänzte: “Der gemeinsame Schulterschluss ist für uns als Investoren in politischer, technischer und volkswirtschaftlicher Hinsicht von herausragender Bedeutung, um einen system- und damit kosteneffizienten Ausbau der Offshore-Windenergie und der Netzanschlüsse sicherzustellen.” “Eine Verstetigung der Entwicklung ist volkswirtschaftlich sinnvoll und bietet den Investoren auch die notwendige Planungssicherheit“, ergänzt Boris Schucht, CEO von 50Hertz. In drei Projektgruppen zu unterschiedlichen Schwerpunkten sollen in den nächsten Wochen entsprechende Maßnahmen identifiziert und Lösungsvorschläge entwickelt werden. Noch bis Herbst wollen die Kooperationspartner Vorschläge zur Verstetigung des Offshore-Ausbaus, zur effizienten Nutzung der bereits entstehenden Netzanbindungskapazität und zur Kostendegression bei Ausbau und Anbindung der Windenenergie auf See vorlegen. Die auf See erzeugte Windenergie ist ein wichtiger Baustein der Energiewende. Ca. 3 GW Offshore-Leistung sind momentan in Realisierung und werden bis Ende 2015 vollständig installiert sein. Bis 2023 sollen Offshore-Windenergieanlagen mit einer Kapazität von bis zu 14 Gigawatt entstehen und angeschlossen werden (Szenariorahmen Offshore-Netzentwicklungsplan).

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Fachseminar: Herausforderungen der Offshore-Windenergie

Herausforderungen der Offshore-Windenergie

In der deutschen Nordsee sind 25 Offshore-Windparks mit einer Gesamtzahl von mehr als 1350 Anlagen und einer Leistung von mehr als 5600 Megawatt (Quelle: BSH) genehmigt. Die Bemessung der Offshore-Windenergieanlage (OWEA) und ihrer Fundamentkonstruktion spielt eine entscheidende Rolle bei der Realisierung von Offshore-Windparks in Wassertiefen bis zu 45 Metern. Dies stellt die Ingenieure vor Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen des Designs und der Installation von Tragstrukturen. Das zweitägige Fachseminar „Offshore-Windenergie – Design und Installation von Tragstrukturen in der Nordsee” am 10. und 11. September 2013 in Bremerhaven behandelt sowohl Grundlagen als auch Spezialwissen zu diesem Themenkomplex. Eine Exkursion zu der Fertigungsstätte der WeserWind GmbH in Bremerhaven rundet das Fachseminar ab. stehen die Themenbereiche Grout-Verbindungstechnik, die Bemessung von Gründungsstrukturen, das Tragverhalten der Gründung, neue Fundamenttypen (XXLMonopiles) sowie die Modellierung der Tragstrukturen von Offshore- Windenergieanlagen (OWEA). Dabei werden sowohl die aktuelle Situation als auch die weitere Branchenentwicklung berücksichtigt und von Prof. Dr.-Ing. Schaumann in der Expertenrunde mit den Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmern diskutiert. Die für die Fertigung und Installation von OWEA erforderlichen Lösungen und Konzepte stellen die Referenten der Offshore- Windindustrie am zweiten Seminartag anhand von zwei, sich derzeit im Bau befindlichen Offshore-Windparks, vor. Im Rahmen des Seminars findet eine Exkursion zur WeserWind GmbH statt, die den TeilnehmernInnen einen Einblick in die Fertigung bietet. Das Seminar „Offshore-Windenergie – Design und Installation von Tragstrukturen in der Nordsee“ wendet sich an Hersteller, Projektierer, Entscheider und Windparkbetreiber sowie an Prüfer, Genehmigungsstellen und Ingenieure aus unterschiedlichsten Fachbereichen der Windenergiebranche. Die ForWind-Academy und das Haus der Technik e.V. setzen mit diesem Fachseminar ihre erfolgreiche Kooperation for

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EnBW startet strategische Neuausrichtung

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EnBW startet strategische Neuausrichtung

“Energiewende. Sicher. Machen.” lautet das Leitmotiv für die strategische Neuausrichtung der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, mit der das Unternehmen auf die gravierenden Veränderungen im energiewirtschaftlichen Umfeld reagiert und sich langfristige Wachstumsoptionen eröffnen will.Die EnBW-Strategie 2020 ist ein klares Bekenntnis ohne “wenn und aber” zur Energiewende. Wir wollen eine aktive und beispielgebende Rolle bei der Gestaltung der Energiewelt von morgen spielen und uns dabei auf attraktive Wachstumsfelder konzentrieren. Dazu werden wir in den kommenden Jahren Milliardensummen in Umbau und Modernisierung unserer Erzeugung und Infrastruktur investieren und unser gesamtes Portfolio umbauen. Mit neuen Geschäftsmodellen, umfassenden Dienstleistungsangeboten und Beteiligungsmöglichkeiten wollen wir der jederzeit bevorzugte Partner unserer Kunden werden, für Haushalte wie für Industrie und Kommunen. Dafür werden wir auch unsere Strukturen radikal vereinfachen. Wir haben also ein klares Bild davon, wohin wir wollen und wie wir es erreichen. Und wir beginnen mit den dafür notwendigen Veränderungen hier und jetzt. Die Mitarbeiter der EnBW werden ihre Erfahrungen und Kompetenzen in den Dienst der Energiewende und unserer Kunden stellen“, so der EnBW Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Mastiaux. Deutliche Veränderungen des energiewirtschaftlichen Umfelds erfordern strategische Weiterentwicklung Ausgangspunkt und zwingende Notwendigkeit für eine strategische Neuausrichtung ist der rapide strukturelle Umbruch in der Energiewirtschaft. Dieser führt zu drastisch sinkenden Erträgen vor allem im konventionellen Kraftwerksgeschäft als bisher tragende Säule der traditionellen Energieversorger. Dem stehen allerdings vielversprechende Wachstumsmöglichkeiten gegenüber - vor allem bei den erneuerbaren Energien im dezentralen Erzeugungsgeschäft, im Bereich Netzinfrastruktur sowie in innovativen Produkten für den Kunden. Frank Mastiaux: “Weiter machen wie bisher ist keine Option, eine strategische Neuausrichtung ist ein Muss, aber auch eine große Chance. Wir müssen unsere Aktivitäten und Investitionen dahin lenken, wo die Nachfrage unserer Kunden ist und wo künftig zufriedenstellende Erträge verlässlich generiert werden können. Dann werden wir im Interesse unserer Mitarbeiter und Anteilseigner einen nachhaltig positiven Wertbeitrag erzielen.” Klare Prioritäten- signifikanter Portfolioumbau – stabileres Geschäftsrisikoprofil Die EnBW wird den Ausbau der erneuerbaren Energien und der erforderlichen Netzinfrastruktur konsequent vorantreiben, und damit dem Wunsch ihrer Kunden und der Gesellschaft nach einer CO2-freien und damit nachhaltigen Energieversorgung entsprechen. Über einen längeren Zeitraum des Übergangs wird aber auch der konventionelle Kraftwerkspark zur Aufrechterhaltung der sicheren Stromversorgung eine wichtige Rolle spielen. In der EnBW-Strategie 2020 rückt der Kunde in den Mittelpunkt: Konsequentes Innovations- Management, schnellere Produktentwicklungszyklen und faire Partnerschaftsmodelle werden zu Kernelementen. Insbesondere die Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Kommunen und Stadtwerken möchte die EnBW deutlich verstärken. Dadurch will sich die EnBW vom traditionellen Bild des Energieversorgers absetzen und klar im Wettbewerb differenzieren. Statt schwerfälliger hierarchiebetonter Strukturen setzt die EnBW auf eine agile Organisation, die im Dienstleistungsgeschäft schnell auf Kundenwünsche reagieren kann. Umbau des Portfolios: Milliarden-Investitionen in Erneuerbare Energien und Stromnetze unterstützt durch konsequentes Desinvestitionsprogramm In den kommenden Jahren will die EnBW insgesamt über 7 Milliarden Euro speziell in die Neuausrichtung ihrer Aktivitäten investieren. Der Schwerpunkt wird dabei auf Wind- und Wasserkraftaktivitäten im industriellen Maßstab und den gezielten Ausbau der Netze sowohl im Transport- als auch im Verteilnetzbereich bis hin zu sogenannten Smart Grids liegen. Bis zum Jahr 2020 will die EnBW zusätzlich zu den bisherigen Investitionsvorhaben rund 3,5 Milliarden Euro – und damit rund 50 Prozent dieser Investitionen – allein in den Ausbau der Windkraft und weitere rund 3 Milliarden Euro in das Netzgeschäft investieren. Aus dem Kernmarkt Baden- Württemberg heraus stehen Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Türkei im Mittelpunkt der Aktivitäten. Bis 2020 will die EnBW so beispielsweise ihre Kapazitäten aus Onshore-Windparks von derzeit rund 200 Megawatt installierter Leistung auf rund 1750 Megawatt deutlich erhöhen. Eine weitere Wachstumsoption wird die Offshore-Windkraft sein. Frank Mastiaux: “Wir haben das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 signifikant von heute 12 Prozent auf fast 40 Prozent mehr als zu verdreifachen und wir werden gleichzeitig durch unsere erheblichen Investitionen in den Netzausbau einen materiellen Beitrag zur erforderlichen Infrastruktur des Energiesystems leisten. Erhebliche Umsatzsteigerungen mit innovativen Produkten werden zu einem weiteren wichtigen Standbein des Unternehmens. Bei einem Ergebnisziel von 2,6 Milliarden Euro in 2020 wollen wir insgesamt 40 Prozent hiervon aus neuen Investitionsschwerpunkten generieren“. Um den hierfür erforderlichen finanziellen Spielraum zu erhalten, hat die EnBW ihr Desinvestitionsprogramm auf rund 2,7 Milliarden Euro deutlich erweitert. EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer: “Im Ergebnis wird dieser Portfolioumbau Basis für nachhaltiges Wachstum sein und gleichzeitig den Gesamtanteil des stabilen regulierten Geschäfts von derzeit rund 40 Prozent auf über 50 Prozent im Jahr 2020 erhöhen. Das Geschäftsrisikoprofil der EnBW wird dadurch wesentlich robuster. “Nahe am Kunden” und “Maschinenraum der Energiewende”.Schlüssel zum Erfolg bei der Umsetzung der neuen Strategie ist nicht nur das “Was”, sondern vor allem das “Wie”. Um einerseits auf die Herausforderungen der Energiewende im Sinne einer sicheren und klimafreundlichen Energieerzeugung und -versorgung und andererseits vor Ort auf die Bedürfnisse unserer Kunden, also der privaten Haushalte, der Industrie und Kommunen, optimal eingehen zu können, werden wir zwei unterschiedliche aber miteinander verbundene operative Modelle im Unternehmen etablieren. Diese arbeiten auf Basis von Systemkompetenz und Marktorientierung Hand in Hand, ” so Frank Mastiaux. Es sind zwei “Herzschläge”, die künftig den Takt bei der EnBW angeben: “Nahe am Kunden” und “Maschinenraum der Energiewende”. Beide Ausrichtungen stehen gleichwertig als Säulen in der EnBW nebeneinander. “Der Name “Maschinenraum der Energiewende” ist Programm – wir wollen den Umbau beispielgebend mitgestalten und wir wollen gleichzeitig unsere Kompetenzen hinter die sichere Versorgung stellen, die während der Veränderung in der Energielandschaft gewährleistet bleiben muss“, so Frank Mastiaux. EINE EnBW: Neuausrichtung der Organisation nach effizienten Maßstäben und modernen Führungsmodellen vor der Umsetzung Der EnBW Strategie 2020 folgt nun die entsprechende Struktur. Getragen werden müssen beide “Herzschläge” durch eine Organisation, die Leistungsorientierung, schnelle Entscheidungswege und bestmögliche Effizienz zur Maxime hat. Vor der Umsetzung steht daher ein neues Strukturkonzept und Führungsmodell für EINE EnBW. Im Fokus steht insbesondere eine deutlich Reduktion der Konzernkomplexität durch Zusammenlegung von Gesellschaften und im Rahmen des Führungsmodells das Ziel, Prozesse und Verantwortlichkeiten klarer zu machen und dadurch die Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter zu stärken. Die Grundsätze der Neustrukturierung hatte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 6. Juni 2013 bereits beschlossen. Derzeit wird zwischen Unternehmensleitung und den Arbeitnehmervertretern die Detailausgestaltung vor allem mitbestimmungsrelevanter Aspekte verhandelt, damit der Aufsichtsrat hierüber in Monatsfrist entscheiden kann. “Ich bin überzeugt, dass wir im Geiste der traditionell guten Sozialpartnerschaft auch hier zu einem konstruktiven und guten Ergebnis kommen werden“, so Mastiaux.

http://www.maritimheute.de/offshore-windpark-kaikas-genehmigt/

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A)Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat heute den Offshore-Windpark „Kaikas“ in der Nordsee genehmigt.

Windpark-Riffgatt45

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B )TenneT hat die Arbeiten an der Höchstspannungs-Freileitung von Büttel zum Umspannwerk in Wilster und am Umspannwerk Büttel erfolgreich abgeschlossen.

  Auf einer Fläche von rund 65 km2 sollen 83 Windenergieanlagen errichtet werden, die in einer Wassertiefe zwischen 39 und 41 Meter stehen. Der neue Windpark entsteht nordwestlich der bereits genehmigten Windparkvorhaben „Albatros“ (Genehmigung 2011), „Global Tech I“ (Genehmigung 2006) und „EnBW Hohe See“ (Genehmigung 2006). Der heute genehmigte Windpark „Kaikas“ entsteht in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nordsee im zentralen Bereich der Deutschen Bucht, rund 120 km nördlich der Insel Borkum und 115 km von der Insel Helgoland entfernt. Nach der Genehmigung ist der späteste Baubeginn für den 31. Dezember 2019 festgelegt.. Seit 2001 hat das BSH nunmehr insgesamt 30 Offshore-Windparks in der deutschen AWZ der Nord- und Ostsee mit insgesamt 2.164 Windenergieanlagen genehmigt. Weitere 98 Windparkvorhaben mit insgesamt 7.371 „Windmühlen“ sind beim BSH beantragt und befinden sich derzeit im Genehmigungsverfahren. Ein Projekt – alpha ventus – ist fertig und im Probebetrieb, weitere sechs Windparkvorhaben und vier Konverterplattformen bzw. Kabelanbindungen sind derzeit im Bau. 62 Anlagen speisen Strom ein.

Offshore-Anbindung

Studie warnt vor Überkapazitäten

Freitag, 17. Mai 2013Eine Studie warnt wegen Verzögerungen beim Bau von Offshore-Windparks vor Überkapazitäten bei der Netzanbindung. Nach der vom Netzbetreiber TenneT in Auftrag gegebenen Analyse werden in der Nordsee bis 2023 Windparks mit einer Leistung von 3700 bis 5900 Megawatt errichtet. Zurzeit würden aber Anbindungen entstehen, die 6200 Megawatt Offshore-Strom an Land befördern könnten, teilte das Unternehmen mit. sm/lni

B.) http://www.pressebox.de/inaktiv/ewe-aktiengesellschaft/Offshore-Windpark-Riffgat-erhaelt-sein-Herzstueck/boxid/574578

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Offshore-Windpark "Riffgat" erhält sein Herzstück

Umspannwerk auf See errichtet / 2.035 Tonnen am Haken

(PresseBox) (Oldenburg, ) Der von EWE derzeit errichtete Offshore-Windpark "Riffgat" hat sein Herzstück bekommen: An diesem Wochenende haben Spezialisten das 2.035 Tonnen schwere Umspannwerk vor der Küste Borkums errichtet und in Betrieb genommen. Die in den Niederlanden gefertigte Stahlkonstruktion war dazu zunächst auf einem Ponton in den Containerhafen Rotterdam geschleppt und dort auf das Schwerlastkranschiff "Oleg Strashnov" verladen worden. Nach Ankunft im Riffgat-Baufeld nahm der Kran des Spezialschiffes die Plattform an den Haken und setzte sie punktgenau auf der Jacket-Unterkonstruktion ab. Diese war bereits im vergangenen Herbst in der Nordsee verankert worden. "Mit der Installation und Inbetriebnahme des Umspannwerks auf See sind wir unserem Ziel, Riffgat im Sommer fertig errichtet zu haben, einen großen Schritt näher gekommen", freute sich Gesamtprojektleiter Wilfried Hube, "nun können wir alles für die Ankunft der ersten Windkraftanlagen im April vorbereiten."

INNOVATIONSPREIS IT 2013

Strom wird von 33 auf 155 Kilovolt hochgespannt

Das 38 Meter lange, 34 Meter breite und 16,5 Meter hohe Umspannwerk umfasst neben dem Hauptdeck mit der Umspanntechnik u.a. auch ein Kabeldeck sowie ein Oberdeck mit aufgesetzter Helikopter-Landefläche. Die Unterseite der Plattform liegt 19,5 Meter über der Wasseroberfläche, auf dem Helikopterdeck befindet man sich in 36 Metern Höhe "Die 30 Windkraftanlagen des Parks werden später Ihre Leistung von insgesamt 108 Megawatt Richtung Umspannwerk leiten. Dieses hat dann die Funktion, die mit einer Spannung von 33 Kilovolt ankommende Leistung auf 155 Kilovolt Hochspannung zu transformieren, um eine verlustarme Übertragung dieser Leistung über ca. 70 Kilometer Exportkabel in das Übertragungsnetz an Land einzuspeisen", erläuterte Andree Reiners, Teilprojektleiter für das Umspannwerk. Exportkabel bereits im Dezember auf See befestigt Anschließend wird der Strom durch das rund 80 Kilometer lange Exportkabel bis ins Umspannwerk Emden/Borssum geleitet und gelangt von dort aus ins deutsche Stromnetz. Das Kabel hat bei einem Gewicht von 85 Kilogramm pro Meter eine Dicke von rund 28 Zentimetern und wird derzeit vom für die Nordsee-Windparks verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber TenneT verlegt. Das seeseitige Ende des Kabels ist im Zuge dieser Arbeiten bereits Anfang Dezember 2012 auf der Unterkonstruktion des Umspannwerks abgelegt und befestigt worden. Zeitgleich zur Ankunft des Umspannwerks sind auch die Kabellegearbeiten innerhalb des Parks, also zwischen den Fundamenten der Windkraftanlagen und dem Umspannwerk, abgeschlossen worden. Klimafreundliche Energie für 120.000 Haushalte

TenneT: Anschluss Büttel ist ein Lückenschluss für Energiewende

Netzbetreiber baut in Büttel riesige Konverterhallen und Umspann-Schaltwerke/Anschluss im Herbst 2013 Anschluss Büttel ist ein Lückenschluss für Energiewende TenneT hat die Arbeiten an der Höchstspannungs-Freileitung von Büttel zum Umspannwerk in Wilster und am Umspannwerk Büttel erfolgreich abgeschlossen. Den Startschuss für die Inbetriebnahme des neuen Leitungsabschnittes und des neuen Umspannwerks gab heute Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende des Landes Schleswig-Holstein. Der neue Anschluss wird den in Offshore-Windparks in der Nordsee vor Schleswig-Holstein erzeugten Strom in das Netz der überregionalen „Stromautobahnen“ einspeisen und zu den Verbrauchern bringen. Er stellt damit einen Lückenschluss für die Energiewende dar. „Es geht voran mit dem Netzausbau. Er ist Voraussetzung für die Energiewende. Nur wenn er gelingt, können wir vor allem aus Wind gewonnenen Strom bis in den Süden Deutschlands transportieren und damit wesentlich zur Versorgungssicherheit beitragen“, sagte Minister Habeck in Büttel. „Damit es schnell geht, müssen wir Bürger, Verbände und Netzbetreiber zusammenbringen und versuchen, widerstreitende Interessen in Einklang zu bringen. Die Fertigstellung des Anschlusses Büttel zeigt, dass es voran geht. Weiter so! Glückwunsch TenneT! Wir sind auf einem guten Weg!“ Allein elf Gigawatt Offshore-Windkraft sollen nach den Plänen der Bundesregierung bis 2022 in der Nordsee erzeugt werden. Für 5,5 Gigawatt, also die Hälfte der geplanten Leistung, hat TenneT bereits Netzanbindungen in Auftrag gegeben und hierfür Investitionen in Höhe von fast sechs Milliarden Euro ausgelöst. Damit ist TenneT größter Investor in die Energiewende und liefert durch die Einspeisung von auf See erzeugter Windenergie in das Stromnetz auf dem Festland und den Ausbau der Netze an Land einen wesentlichen Beitrag für die Energiewende in Deutschland. Der in der östlichen Nordsee produzierte Windstrom wird als Drehstrom auf eine Konverterplattform auf See geleitet, dort in Gleichstrom umgewandelt und anschließend per Seekabel bis zur Konverterstation in Büttel transportiert. Hier wird der Strom wieder in Drehstrom umgewandelt und kann dann über das neu errichtete Umspannwerk und den neuen Freileitungsabschnitt ins Höchstspannungsnetz eingespeist werden. Der neue Abschnitt der Höchstspannungs-Freileitung führt von der Schaltanlage in Büttel bis zur bereits bestehenden Leitung Brunsbüttel – Wilster und wurde innerhalb von vier Monaten erbaut. Er hat 11 Masten und ist drei Kilometer lang. Der Anschluss hat eine Übertragungskapazität von 3.000 Megawatt. Für die Gründung, also das Fundament der Masten, das 25 Meter tief in den Boden reicht, wurden etwa 3.700 Meter Stahlrohr, 130 Tonnen Bewehrungsstahl und 1.000 m³ Beton verbaut. Für die Masten waren ca. 1.360 Tonnen Stahl, 91.000 Schrauben, 30 Tonnen Farbe notwendig und es wurden 120 km Leiterseil aufgelegt. Im Herbst wird TenneT zu einem Tag der offenen Tür für Anwohner und interessierte Bürger einladen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.
Im deutschen Offshore-Windgeschäft sind Erfolgsnachrichten die Ausnahme. Entsprechend schwer haben sie es, sich Gehör zu verschaffen. So hat man mit eher müdem Lächeln die kürzlich verkündete, 15 Prozent über dem Prognosewert liegende Stromausbeute (2011) des Forschungswindparks „alpha ventus“ zur Kenntnis genommen. Denn wer an dieses rund 45 Kilometer nördlich von Borkum im hier 30 Meter tiefen Wasser stehende Testfeld denkt, der erinnert sich vor allem an Pannen. Ganze drei Jahre später als ursprünglich geplant hat hier im Herbst 2009 das letzte der zwölf Windräder mit der Stromproduktion begonnen. Man hatte schlicht die Schwierigkeiten und die Komplexität des Projekts unterschätzt. Fast schon naiv hatte man anfangs versucht, die tonnenschweren, für die Standsicherheit der Windräder zuständigen stählernen Dreibeine auf einem kleinen Ponton stehend zum Einsatzort zu schleppen. Während der sich ewig lange hinziehenden Bauphase musste jede Menge Lehrgeld bezahlt werden, wie man auch beim ersten kommerziellen Windpark in der deutschen Nordsee nicht von Erfolgen spricht, sondern sich vielmehr seit Monaten die Hiobsbotschaften mehren. Mittlerweile droht dem Investor, dem Bremer Unternehmen Bard, gar die Zerschlagung, nachdem man im vergangenen Jahr händeringend nach einem Investor gesucht hatte. Vergeblich, wie sich herausgestellt hat.

Weit hinter dem Zeitplan

Vor allem technische Schwierigkeiten haben hier die Baukosten auf heute geschätzte knapp drei Milliarden Euro steigen lassen, über eine Milliarde Euro mehr als projektiert. Zudem liegt man weit hinter dem Zeitplan zurück. Schon im vergangenen Jahr hätte der Windpark Bard Offshore 1, der in der ersten Ausbaustufe mit 80 Windrädern bestückt werden soll, in Betrieb gehen sollen. Heute drehen sich zwar die ersten rund 20 der fünf Megawatt (MW) starken Anlagen, doch die vollständige Inbetriebnahme des 90 Kilometer vor der Küste liegenden Parks ist erst für Ende 2013 oder Anfang 2014 vorgesehen.
Siemens kappt Gewinnprognose © dpaOffshore-HGÜ-Plattform
Damit kommen die hochgesteckten Ziele der Bundesregierung, mit Offshore-Windanlagen recht bald schon einen nennenswerten Anteil der deutschen Stromerzeugung abdecken zu können, dramatisch ins Rutschen. So hat das die Branchenentwicklung akribisch abbildende Bremer Marktforschungsunternehmen Wind-Research vor wenigen Tagen gemeldet, dass man das Ziel, im Jahr 2020 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 10.000 MW (das sind rund 3000 Windräder) in Nord- und Ostsee am Netz zu haben, „mit Sicherheit verfehlen“ werde. Schuld daran seien vor allem die Verzögerungen beim Bau der für den Abtransport des Windstroms in Richtung Küste zuständigen Netzanbindungen. An 35 000 MW Offshore-Windleistung bis zum Jahr 2030, wie es der Plan der Politik vorsieht, wagt schon länger niemand mehr zu denken. Schwierigkeiten bereitet jedoch nicht allein die Technik. Auch die Finanzierung des mehrere Milliarden Euro schweren Großprojekts Offshore bereitet Probleme. Und das, obwohl den Investoren mehr als 20 Jahre eine recht üppige Vergütung (bis zu 19 Cent für die Kilowattstunde) für den erzeugten Windstrom garantiert wird und die für den Bau der Leitungen zuständigen Netzbetreiber (in der Nordsee ist das Tennet) mit kostenbezogenen Netzentgelten rechnen können.

Unerfreuliche Gemengelage

Doch das alles reicht nicht, denn bei unsicheren Planungsdaten und dem Risiko, dass ein aus der Spur geratenes Schiff einen gesamten Windpark eventuell für Monate vom Netz nimmt, lassen sich nur schwer Finanzierungen konstruieren und Versicherer finden. Diese unerfreuliche Gemengelage versucht man gerade zu entspannen: So will man eine gemeinsam vom Netzbetreiber, den Windparkprojektierern, den „Strippenziehern“ und den Genehmigungsbehörden erarbeitete (verbindliche) Generalplanung hinbekommen, die Grundlage für alle Haftungsfragen sein soll. Kommt es trotzdem zu Verzögerungen oder versagt die Technik, fließt Geld. So bekommt der Windradbetreiber, so sieht es das vorliegende Konzept des Bundwirtschafts- und des Bundesumweltministeriums vor, ab dem elften Stillstandstag 90 Prozent der gesetzlich festgeschriebenen Einspeisegebühr - die von der Solidargemeinschaft der Stromkunden klaglos (bisher) bezahlt wird. Das kann sich ändern. Dagegen wird mit großer Sicherheit die Vorgabe der zuständigen Genehmigungsbehörde Bestand haben, die Offshore-Windräder mit ihren Nabenhöhen von bis zu 140 Metern so weit vor der Küste ins Wasser zu stellen, dass sie die am Ufer spazierenden Urlauber nicht zu Gesicht bekommen. Entfernungen von über 100 Kilometer und Wassertiefen bis zu 40 Meter sind technisch in den Griff zu bekommen, was freilich keine triviale Aufgabe ist. Das gilt auch für das Anlanden des weit vor der Küste erzeugten Windstroms, was, durchaus nachvollziehbar, nicht mit den für den elektrischen Anschluss von Kohle- oder Gaskraftwerken üblichen (Höchstspannungs-) Freileitungen möglich ist. Offshore-Windräder müssen mit in den Meeresboden eingegrabenen Seekabeln an ein nah an der Küste gelegenes Umspannwerk angeschlossen werden. Das ist zwar aufwendiger als das Anschließen gleich starker städtischer Blockheizkraftwerke, die etwa in der gleichen Liga spielen, aber immer dann noch eine vergleichsweise leichte Übung, wenn der Windpark nicht allzu weit draußen liegt. Das gilt etwa für das Testfeld Alpha Ventus und den lediglich 15 Kilometer vom Land entfernt installierten Ostsee-Windpark Baltic 1, wo sich seit dem Frühjahr 2010 21 Räder mit einer Leistung von jeweils 2,3 MW drehen.

Keineswegs neue Technik

In beiden Fällen konnten die Parks mit klassischen Drehstromverbindungen mit den lokalen Stromnetzen verbunden werden. Denn bei eher kurzen Distanzen bereitet der Kondensatoreffekt noch keine Probleme, der bei eng zusammenliegenden Phasen eines Wechselstromkabels zwangsläufig auftritt und umso größer ausfällt, je länger das Kabel, die Spannung und die Frequenz der Spannung sind. Nachteilig bei dieser Technik sind zudem induktive Verluste. Sie entstehen, da nach jedem Phasendurchgang des Wechselstroms sich ein Magnetfeld um den Leiter herum aufbaut, das beim nächsten Phasendurchgang wieder zusammenbricht und dabei eine Spannung induziert, die genau der Spannung entgegengerichtet ist, die übertragen werden soll.
Windpark BARD Offshore 1 © dpaOffshore-Windgeschäft: Erfolgsnachrichten sind die Ausnahme
Für weit draußen liegende Windparks taugt diese Technik nicht. Deren Strom muss als hochgespannter Gleichstrom an Land geschafft werden, was den Vorteil bietet, dass dabei kapazitive und induktive Widerstände nicht existieren, denn nur beim ersten Stromdurchfluss bauen sich hier ein elektrisches und ein magnetisches Feld auf. Damit gibt es beim Gleichstrom, theoretisch zumindest, auch keine Spannungsobergrenze für dessen Transport, was den Vorzug bietet, dass sich die Verluste einer Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) in engen Grenzen halten. Diese Technik ist keineswegs neu. Bereits 1954 hat Asea in Schweden eine erste HGÜ-Leitung gebaut. Mittlerweile gibt es weltweit 150. Die leistungsstärkste mit einer Kapazität von 6400 MW findet sich momentan im Südwesten Chinas, wo man mit dieser Technik den Strom des Wasserkraftwerks Xiangjiaba über 2071 Kilometer nach Schanghai transportiert. Fast alle diese Anlagen arbeiten mit der klassischen, mit Thyristoren arbeitenden Umrichtertechnik, die für den Abtransport des 100 Kilometer vor der Küste geernteten Windstroms nicht taugt, „springen“ die Thyristoren doch nur an, wenn ihnen ausreichend viel Blindleistung zur Verfügung steht. Und genau das können die Windräder nicht garantieren, fällt deren Leistung während einer Flaute doch auf null zurück.

„Unerwartete Zusatzkosten“

Als mit Borwin1 im Jahr 2007 die erste HGÜ-Steckdose (mit einer Kapazität von 400 MW) in Auftrag gegeben wurde, hatte nur der Konzern ABB eine passende Lösung parat und bekam den Zuschlag. Dessen „HGÜ-Light“-Technik nutzt anstelle von Thyristoren moderne Leistungstransistoren (Insulated Gate Bipolar Transistors), die aus dem Stand heraus hochgefahren werden können. Damit ist die Stromverbindung „schwarzstartfähig“, wie Techniker sagen. Und im Vergleich mit den Thyrostoren bietet die neue Technik den Vorteil, deutlich weniger Platz zu benötigen. Entsprechend kompakter fallen die Umrichterstationen aus - ein relativer Begriff. Denn mit einer Grundfläche von 50 auf 35 Meter und einer Höhe von 25 Meter erreichte auch der erste Offshore-Schaltkasten schon stattliche Ausmaße. Damit ihm auch Großwellen nichts anhaben können, hat man ihn auf ein 20 Meter aus dem Wasser ragendes Fachwerkgerüst (Jacket) gestellt. Siemens bietet mit „HGÜ Plus“ mittlerweile auch eine offshoretaugliche Anschlusstechnik an. Vier der bisher von Tennet bestellten sieben Nordsee-Steckdosen kommen von dem Münchner Technologiekonzern und haben dessen Bilanz gewaltig durcheinandergewirbelt. Der Grund sind „unerwartete Zusatzkosten“ und erhebliche Verzögerungen im Projektablauf. So kann die Plattform Helwin 1, die den Windpark Nordsee Ost an das Netz auf dem Festland anschließen soll, nicht wie geplant in diesem Jahr in Betrieb gehen. Und wie Tennet vor wenigen Tagen gemeldet hat, wird sich auch die Fertigstellung der Plattform Borwin 2 verzögern. Man rechnet nun damit, dass erst im Jahr 2014 diese beiden „Schaltkästen“ Windstrom werden gleichrichten können. Unterschätzt hat man bisher die Schwierigkeiten bei der Montage der HGÜ-Steckdosen. Um auch bei schlechterem Wetter und höheren Wellen arbeiten zu können, wird ABB seine dritte Anlage (Dolwin 2) nicht vom Kran auf ein zuvor am Meeresboden abgestelltes Jacket setzen. Vielmehr projektiert man gerade eine schwimmfähige Plattform, die an den Aufstellort geschleppt und hier abgesenkt werden kann. Das ist eine Technik, die im Offshore-Öl- und Gasgeschäft längst erprobt ist. Mit ihr kann man ein deutlich größeres „Wetterfenster“ für die Montage nutzen und ist nicht länger auf windarme Sommertage angewiesen. Quelle: F.A.Z.
Büttel wird Strom-Drehscheibe
Netzbetreiber Tennet legt in der Wilstermarschgemeinde Grundstein für Konverterstation/Vor Sylt produzierte Windenergie wird umgewandelt
Büttel
Grundsteinlegung für die Konverterstation: Daniel Schlüter, Jörgen Krömeke, Klaus-Peter Haass und Adrian Slupina,
Foto: sh:z
Für den Windstrom aus der Nordsee wird Büttel eine wichtige Anlaufstation. Dort will das niederländische Unternehmen Tennet eine so genannte Konverterstation bauen – der rund 70 Kilometer westlich von Sylt produzierte Windstrom wird in Drehstrom umgewandelt. Nach den vorbereiteten Arbeiten erfolgte jetzt die Grundsteinlegung für das eigentliche Bauvorhaben. Vier Paten griffen für das Bauwerk zur Maurerkelle: Tennet-Gesamtprojektleiter Daniel Schlüter, Jörgen Krömeke (Projektleiter Siemens AG) und Klaus-Peter Haass (Prysmian) für das Auftragnehmer-Konsortium sowie Adrian Slupina, Projektleiter für die Konverterstation an Land bei Tennet. Sie klopften noch einmal auf den Grundstein, bevor dieser mit einer Hülse mit der aktuellen Tageszeitung, einer Projektbeschreibung, Bauzeichnungen sowie einigen aktuellen Euro-Münzen vermauert wurde. Die Landstation ist ein wesentliches Element für die Netzanbindung der Offshore-Windparks DanTysk und Butendiek. Mit dem Projekt „SylWin1“ wird eine Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) von 864 Megawatt von den Windparks auf See bis zum Höchstspannungsnetz in Büttel realisiert. Der westlich von Sylt als Drehstrom produzierte Windstrom wird auf eine Konverterplattform der Tennet geleitet, dort in Gleichstrom umgewandelt und insgesamt 205 Kilometer bis zur Konverterstation Büttel transportiert. Mit dieser Anschlusslänge ist die Anbindung zurzeit die längste, die von Tennet realisiert wird. In Büttel wird der Strom wieder in Drehstrom umgewandelt und kann dann ins Höchstspannungsnetz eingespeist werden. Die baulichen Arbeiten in Büttel umfassen mehrere Bauabschnitte. Dabei werden ein Konvertergebäude von mehr als 3600 Quadratmetern sowie eine Schaltanlage errichtet. Anschließend erfolgt die Installation der elektrischen Komponenten. Die Fertigstellung der gesamten Netzanbindung ist für Frühjahr 2014 geplant. Konverterstationen nehmen als Knotenpunkte eine wichtige Funktion im Stromnetz ein. In Büttel beispielsweise können langfristig mit drei dieser Anlagen über 2100 Megawatt Windstrom aus den Offshore-Windparks in der Nordsee von Gleich- in Drehstrom transformiert und nach Süden weiterverteilt werden. Bereits jetzt hat Tennet insgesamt zehn Offshore-Netzanbindungsprojekte beauftragt und für diese seit 2010 insgesamt Investitionen von rund 5,5 Milliarden Euro ausgelöst.
sh:z Norddeutsche Rundschau
Chancen für die Zukunft: Verschiffung von Rotorblättern für einen Offshore-Windpark im Elbehafen Brunsbüttel.
Foto: Ruff
Hafenausbau für 33 Millionen Euro
Brunsbüttel als Standort für die Versorgung der Offshore-Windparks etablieren / Planer versprechen Anwohnern geringe Beeinträchtigungen
Brunsbüttel

Fraunhofer-Gesellschaft: Erneuerbare Energien optimal vermarkten

Erneuerbare Energien optimal vermarkten Übertragungsnetzbetreiber müssen die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien für den nächsten Tag exakt abschätzen, um diesen bestmöglich an der Strombörse EPEX zu vermarkten. Das stark fluktuierende Angebot an Sonnen- und Windenergie erschwert dabei diese Prognosen. Fraunhofer- Forscher haben daher zusammen mit der TenneT TSO GmbH eine leistungsfähige Software entwickelt, die viele Voraussagen miteinander kombiniert und daraus eine einzigartig zuverlässige macht. Strom ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Ein Knopfdruck genügt, und das Licht und der Fernseher gehen an. Tatsächlich aber steckt hinter der sicheren Stromversorgung ein enormer Aufwand. Spezialisten müssen exakt berechnen, wann wie viel Strom benötigt wird, denn der Bedarf schwankt. Am Wochenende zum Beispiel, wenn Büros und Geschäfte geschlossen sind, wird weniger Energie benötigt als an einem Montag. Und an grauen Regentagen knipst man in den Häusern abends früher das Licht an als an Sonnentagen. Vor allem die Übertragungsnetzbetreiber müssen rechtzeitig wissen, wann Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, denn sie müssen ihn quer durch Deutschland transportieren und zum Teil selbst vermarkten. Sonnen- und Windstrom schwanken stark Die Übertragungsnetzbetreiber sind deshalb bestrebt, die Einspeisung aus erneuerbaren Energien für den kommenden Tag möglichst exakt vorauszuplanen. Eine Herausforderung ist dabei die wachsende Menge an Sonnen- und Windstrom, denn die unterliegt starken natürlichen Schwankungen. So kann die eingespeiste Menge an Windenergie etwa beim deutschen Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO innerhalb weniger Tage zwischen wenigen 100 MW und circa 9000 MW schwanken. Bei Photovoltaik geschieht dieser Leistungshub innerhalb von wenigen Stunden, was einem Leistungsunterschied zwischen einer kleinen Gasturbine und neun konventionellen Großkraftwerken entspricht. Seit geraumer Zeit gibt es Dienste, die das Wetter und die daraus resultierende Produktion von grünem Strom vorausberechnen. Um eine möglichst gute Vorhersage zu erreichen, setzt man Prognosen mehrerer Anbieter ein. Diese werden für den jeweils nächsten Tag (Day-ahead) zu einer optimierten »Meta-Prognose« zusammengefasst. Hinzu kommen Vorhersagen für andere regenerative Energien wie Biomasse, Wasserkraft, Geothermie und Deponiegas. Alles zusammen ergibt die gesamte prognostizierte Menge an grünem Strom. Da man diese rechtzeitig einschätzen kann, lässt sich der Öko-Strom vorab an der Strombörse EPEX vermarkten. Dass sich die Prognose und damit der Verkauf an der EPEX noch optimieren lassen, zeigt das Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik AST in Ilmenau mit seiner neuen Energiemanagementlösung EMS-EDM PROPHET®. Diese erstellt aus einer Vielzahl an Einzelprognosen eine optimierte Gesamtprognose. Der gesamte Rechenprozess besteht aus rund 15 000 Einzelschritten – eine große Herausforderung, die einen hohen Automatisierungsgrad der Software erfordert.
Millionenbeträge werden in den Ausbau des Elbehafens sowie in den Bau eines neuen „Mehrzweckhafens“ zwischen Elbehafen und Kernkraftwerk Brunsbüttel investiert. Die Projekte wurden am Donnerstagabend auf einer Sitzung des Ortsbeirates für die Südseite vorgestellt. egeb-Sprecher Volker Ziedorn (Foto) bezifferte allein die Kosten für den Bau der neuen „Multi-Purpose-Pier“, wie der Mehrzweckhafen offiziell bezeichnet wird, mit 33 Millionen Euro. Im Elbehafen werden zurzeit – so berichtete der Geschäftsführer der zur Schramm-Group gehörenden Brunsbüttel Ports GmbH, Frank Schnabel – fünf Millionen Euro in das neue Verwaltungsgebäude und 15 Millionen Euro in die Erneuerung der Spundwand sowie in eine neue Beton-Pierplatte mit Kaigleis investiert.
Mit der Multi-Purpose-Pier, die über 200 Meter Liegeplatzlänge für Schiffe bis zu elf Meter Tiefgang verfügen soll, will sich Brunsbüttel als wichtiger Standort für die Versorgung der Nordsee-Windparks etablieren. Ziedorn sieht Chancen für den Mehrzweckhafen vor allem in der Produktion, Lagerung und Montage der Fundamente und Türme für Offshore-Windparks. Von diesen sollen in der deutschen Nordsee 82 entstehen. Nach Angaben Ziedorns sind vier in Betrieb und 24 weitere genehmigt. Für 54 Windparks laufen die Verfahren. In der Nordsee sollen rund 10 000 Windkraftanlagen entstehen. Für die Multi-Purpose-Pier hat das Land Fördermittel von 25 Millionen Euro zugesagt, die restlichen acht Millionen muss die egeb tragen. Allein 26 Millionen Euro werden, so Ziedorn, in den Hafenbau fließen, die restlichen Mittel in die Infrastruktur und Grunderwerb. Wer als Hafenbetreiber die neue Pier übernehmen wird, sei noch offen. Bei einem Interessen-Bekundungsverfahren habe es mehrere Rückmeldungen gegeben, dabei auch von „durchaus bekannten Unternehmen“. Frank Schnabel machte keinen Hehl daraus, dass sich die Brunsbüttel Ports GmbH gute Chancen ausrechne. Wie Volker Ziedorn sagte, soll Mitte des Jahres mit den Detailplanungen für die neuen Pieranlagen und das angrenzende Hafengelände begonnen werden. Die Wohnbebauung der Südseite, so beruhigte er die Bürger, sei so weit entfernt, dass keine Beeinträchtigungen zu befürchten seien. Im Übrigen, sicherte Beiratsvorsitzender Wilhelm Malerius als Mitglied der Ratsversammlung zu, werde es ein Planfeststellungsverfahren geben. Die Südseiten-Bewohner würden auf jeden Fall frühzeitig informiert. Kurzzeitige Lärmbelästigungen schloss dagegen Elbehafen-Geschäftsführer Frank Schnabel beim Setzen einer neuen Spundwand vor der über 40 Jahre alten jetzigen Spundwand des Elbehafens nicht aus. Diese ist nötig, weil die Standsicherheit der alten nicht mehr gewährleistet ist. Mit dem Bau soll im Mai/Juni begonnen werden. Dabei müssten bis August/September 77 Schrägpfähle mit einer Länge von je 60 Metern zur Stabilisierung eingerüttelt werden. „Auf den letzten vier Metern wird wohl gerammt werden müssen“, kündigte Baufachmann Diethard Kleist an. Es müsse auch an Wochenenden mit Bauarbeiten gerechnet werden. Nach Einbringen des Füllbodens zwischen alter und neuer Wand sollen bis Jahresende die Betonarbeiten abgeschlossen werden. Im nächsten Jahr folgen die Erneuerung der Pierdecke mit dem Einbau des Kaigleises. „Bis Oktober 2013 soll alles fertig sein“, so Schnabel. „Wir wollen Lärm vermeiden und regelmäßig informieren“, versprach er den Bürgern. Diethard Kleist sicherte offene Baustellentage für die Anwohner zu. „Die werden wir auch nutzen“, betonten die Nachbarn. Verkehrsbelastungen, ergänzte Schnabel, würden weitgehend vermieden. Baumaterial werde auf dem Wasserweg angelandet. Gut im Zeitplan liegt der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes am Elbehafen, in das im Februar 2013 neben der Brunsbüttel Ports GmbH auch die egeb und die Firma Sartori & Berger als Miteigentümer einziehen werden. Der auf 89 Pfählen gegründete dreigeschossige Bau solle ein Schmuckstück aus Dithmarscher Klinker werden, versicherte Schnabel. Im Erdgeschoss solle ein Veranstaltungsraum für rund 100 Besucher vorgehalten werden, der auch zur Kommunikation in der Region beitragen solle. Nach Fertigstellung des Neubaus sollen das Altgebäude abgerissen und die frei werdenden Flächen als Lagergelände für Container und Stückgut oder als Bunker für Flüssigerdgas zur Versorgung der Schiffe genutzt werden. Jochen Schwarck Norddeutsche Rundschau
    TenneT-Sprecher Alexander Greß vor der ersten von insgesamt vier Konverterhallen, in denen der Gleich- in Drehstrom umgewandelt werden soll. Foto: Schwarck (3)

 

Große Schaltfelder sind in Büttel im Bau. Hier soll der von den Offshore-Windparks ankommende Gleichstrom auf 380 kV starken Drehstrom hochgepusht werden.

Zwei gigantische Transformatoren werden für jeden Windpark in Büttel für den Offshore-Strom aufgerüstet.   Drehscheibe des Offshore-Windstroms Netzbetreiber baut in Büttel riesige Konverterhallen und Umspann-Schaltwerke/Anschluss im Herbst 2013 Büttel D Alexander Greß vom Kommunikationsstab der Firma TenneT geht davon aus, dass der Anschluss des ersten Offshore-Windparks an die Schaltzentrale in Büttel schon im Herbst 2013 möglich sein wird. Auf der Baustelle neben der B 5 wird schon jetzt mit Hochdruck gearbeitet. „Im Sommer werden mehr als 100 Beschäftigte auf dieser Baustelle tätig sein“, kündigte Alexander Greß an. Der Bau des Windparks nördlich von Helgoland hat bereits begonnen. Greß rechnet damit, dass im Sommer auch mit dem Bau eines Windparks vor der Küste Sylts begonnen werden kann. Jeder einzelne Windpark macht in Büttel den Bau von jeweils einer 4000 Quadratmeter großen und 16 Meter hohen Konverterhalle sowie die Installation großer Schaltflächen unter freiem Himmel notwendig. Für jede Konverterhalle müssen zwei starke Transformatoren mit gigantischen Ausmaßen positioniert werden. Siemens hat die ersten zwei Trafos mit einem Transportgewicht von jeweils 358 Tonnen auf dem Wasserweg von Nürnberg bis zum Elbehafen Brunsbüttel herangebracht. Von dort wurden die Schwergewichte auf Tiefladern zur Baustelle gebracht. Dort werden sie bis zu einem Gesamtgewicht von jeweils 456 Tonnen technisch aufgerüstet, um dann auf vorbereiteten Gleisabschnitten hydraulisch an ihre voraus berechneten Positionen geschoben zu werden. TenneT hat in Büttel für die vier Windpark-Einspeisungen eine Gesamtfläche von gut fünf Hektar aufgeschüttet. Für jeden Windpark werden für Umspannwerk und Konverter knapp 1,5 Hektar benötigt. „Für den ersten Windpark haben wir rund 1000 Betonpfähle bis zu 25 Meter tief in den Baugrund gerammt, die die schweren Lasten tragen müssen“, erläuterte Alexander Greß. Imposant ist die noch leere Konverterhalle, in der künftig der ankommende Gleichstrom in Dreh- beziehungsweise Wechselstrom umgewandelt werden soll. Im Umspannwerk wird der Strom auf 380 kV gesteigert, um dann in die Stromautobahn eingebunden zu werden. Greß verglich die Stromnetze mit dem deutschen Straßennetz: für 380 und 220 kV auf den Stromautobahnen sei TenneT zuständig, Eon Netz arbeite für die 110-kV-Leitungen auf den Bundesstraßen, darunter die Schleswig-Holstein-Netz AG auf Landes- sowie kommunale Versorgungsunternehmen auf Gemeindestraßen. „Wir sind dafür zuständig, dass Strom in großen Mengen transportiert werden kann“, unterstrich Greß. Der Bütteler Strom gehe auf zwei Trassen über Hamburg sowie über Dollern bei Stade in Richtung Süddeutschland bis hin nach Bayern. Die Offshore-Anschlussleitungen, die bei Büsum unter den Landesschutzdeich hindurch gebohrt wurden, sind bereits bis Eddelak verlegt. „In den nächsten Wochen folgt die letzte Etappe bis Büttel“, versprach Alexander Greß. Um den Nord-Ostsee-Kanal zu kreuzen, wurden auch hier Bohrungen erforderlich, um Leerrohre zu verlegen, in die später die Kabel eingezogen werden sollen. Pro Offshore-Windpark müssen zwei See- und Erdkabelstrecken mit je zehn Zentimeter starken Kabeln verlegt werden. Die vier Nordsee-Windparks vor Schleswig-Holstein werden über eine gemeinsame Trasse bis Büsum und dann weiter bis Büttel an das Stromnetz angeschlossen. TenneT-Sprecher Alexander Greß: „Wir erzeugen keine Energie, wir transportieren sie nur!“   Jochen Schwarck Norddeutsche Rundschau
Windanlagenbetreiber Karsten Hinrichsen.
Foto: nr
 
Windrad gestoppt – weil es zu viel Strom gibt
Brokdorf
Das ist kein Aprilscherz: Obwohl nach der Brokdorf-Abschaltung in der Region kein einziges Atomkraftwerk mehr am Netz ist, gibt es zu viel Strom. Überrascht registrierte gestern Mittag Karsten Hinrichsen, Brokdorf-Atomkraftgegner und Betreiber einer kleinen Windkraftanlage in KKW-Sichtweite, dass sein Windrad per Fernsteuerung aus dem Netz genommen wurde. „Auf meinen Display steht Fernstop. Das ist immer dann, wenn zu viel Strom in die Netze eingespeist wird.“ Hinrichsen geht davon aus, dass vor allem in Dithmarschen gestern ein so kräftiger Wind wehte, dass das Umspannwerk Ostermoor überfordert war. Dabei würde seine 150 KW-Anlage gerade ausreichen, um 150 Staubsauger laufen zu lassen. Die Masse an Strom würde ohnehin schon vom Verbraucher an der Wegstrecke zum Umspannwerk genutzt. Für den Brokdorfer ist der Stopp der Anlage auch deshalb unverständlich, weil mit einfachen technischen Mitteln eine differenzierte Einspeisung möglich wäre.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

2 Gedanken zu “1600 Megawatt neue Kapazität in Europa ans Netz gegangen

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