„Sturmflut – wat geiht mi dat an?“ Schleusensituation in Brunsbüttel

Nord-Ostsee-Kanal

Stein und Kollision legten Schleusen lahm

Von Frank Behling |
Ein technischer Defekt hat in der Nacht zum
Donnerstag den Schleusenbetrieb
in Brunsbüttel zum Erliegen
gebracht. In den Morgenstunden war die  einzige noch einsatzbereite große Schleusenkammer ausgefallen.
Ursache war eine Störung an einem Schleusentor, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel bestätigte.
Foto: Am Morgen sind dann Taucher in die Schleusenkammer gestiegen und fanden auf den Schienen des Schleusentores einen Stein.
Am Morgen sind dann Taucher in die Schleusenkammer gestiegenund fanden auf den Schienen des Schleusentores einen Stein.
© Behling (Archiv) Copyright KN danke Frank
Brunsbüttel. Zunächst hatte das Schleusenpersonal in der Nacht noch versucht, ein Hindernis unter Wasser durch das Spülen mittels Wasserdruck von dem Schleusentor zu entfernen.Das klappte aber nicht. Am Morgen sind dann Taucher in die Schleusenkammer gestiegen und fanden auf den Schienen des Schleusentores einen Stein. Dieser Stein führte aber sofort zu erheblichen  Behinderungen für die Schifffahrt. Es  gab über Stunden keine Möglichkeit für Schiffe mit einer Länge von über 125 Metern in Brunsbüttel ein- oder ausgeschleust zu werden. Die Folge sind erneut erhebliche Staus auf der Elbe und in Kiel. Derzeit betragen die Wartezeiten für Schiffe nach Mitteilung der Schiffsmaklereien Sartori & Berger und UCA in Brunsbüttel sechs und in Kiel-Holtenau acht Stunden. In Brunsbüttel gab es am Morgen zudem noch einen weiteren Zwischenfall. Der niederländische Frachter „Pitztal“ rammte kurz nach 8 Uhr beim Einlaufen in die kleine Südschleuse ein Schleusentor. Dabei wurden Schiff und Schleusentor leicht beschädigt, wie die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel bestätigt. Die „Pitztal“ durfte die Reise um 10 Uhr nach Kiel fortsetzen, wo Sachverständige am Abend den Schaden am Bug untersuchen sollen. Die Arbeiten an der seit August gesperrten großen Nordschleuse in Brunsbüttel sollten eigentlich bis zum Winter abgeschlossen werden. Doch diese Planungen scheiterten an den sinkenden Wassertemperaturen. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel mitteilte, werden sich die Arbeiten an der Nordschleuse in Brunsbüttel noch bis April hinziehen. Die Temperatur für Betonarbeiten ist im Wasser so weit gesunken, dass diese Arbeiten eingestellt werden mussten. Copyright KNC
http://www.harburg-aktuell.de/Kurzmeldungen/News/Hafen-HPA-bietet-weitere-Systeme-zur-Sturmflutwarnung-an.html
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Hafen: HPA bietet weitere Systeme zur Sturmflutwarnung an

Ab sofort bietet die HPA mit „FlutWarn Hafen“ einen Warn- und Informationsdienst an, mit dem Betroffene im Hafengebiet, einschließlich der HafenCity und der Speicherstadt, bei Sturmflutgefahr Informationen zur Gefahr und Verhaltensempfehlungen zusätzlich per SMS und E-Mail erhalten können. Die HPA bietet damit allen Personen, die sich im Hafengebiet aufhalten, neben den bekannten Warnkanälen einen zusätzlichen Service für Sturmflutwarnungen. „FlutWarn Hafen“ ist eine Ergänzung des Warn- und Informationssystems KATWARN, mit dem die Behörde für Inneres und Sport bei Unglücksfällen die betroffenen Bürger per SMS und E-Mail direkt informiert. Bürger, die sich bei KATWARN mit einer Postleitzahl angemeldet haben, erhalten bei Gefahrenlage am angegebenen Ort eine entsprechende Warnung. Den Flyer sowie Hinweise zur Anmeldung bei „FlutWarn Hafen“ finden interessierte Bürger und Institutionen unter: www.hamburg-port-authority.de/de/der-hafen-hamburg/hochwasser

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Böllerschüsse im Hafen (bei Sturmflut)

Böllerschüsse im Hafen zur Warnung für Hafenbewohner / Beschäftigte im Hafen. Dies gilt nur im Falle einer drohenden Sturmflut. Weitere Details dazu siehe unter "Sturmflut"  

Warnung durch die Polizei

Streifenwagen der Polizei sind ausgerüstet mit Lautsprecheranlagen Die Polizei Hamburg übernimmt die Warnung der Bevölkerung mit Durchsagen aus den Einsatzfahrzeugen heraus. Jedes Fahrzeug der Polizei ist mt einem solchen System ausgestattet. Es gibt aber spezielle Lautsprecherfahrzeuge. Hierbei handelt es sich um eine Erstwarnung. Weitere Warnungen der Bevölkerung in betroffenen Gebieten werden dann durch Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter durchgeführt. Siehe auch: "Katastrophenschutz - Wer macht Was?"  

Rundfunkmeldungen und Videotext

Rundfunkstudio Durchsagen im Rundfunk und Textmeldungen im Videotext. Die Nutzung des Rundfunks bietet die Möglichkeit, nicht nur Gefahren anzukündigen, sondern auch Verhaltensregeln an die Bevölkerung weiterzugeben. Für eine schnelle Übermittlung der Warnungen zu den Rundfunkmedien steht dem Bund und den Ländern das Satellitengestützte Warnsystem (SatWaS) zur Verfügung.

Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm

Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm Neben dem Rundfunk ist das Fernsehen die nächste Möglichkeit, die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Das laufende Fernsehprogramm wird mit Untertiteln versehen, die Angaben zu dem Ereignis, aber auch Verhaltensmaßnahmen für die Bevölkerung enthalten.

Lautsprecherwagen der Bezirksämter

Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter Lautsprecherfahrzeuge der Bezirksämter übernehmen die Warnung der Bevölkerung, nachdem die Erstwarnung von der Polizei durchgeführt wurde. Sie fahren die Straßen der betroffenen Gebiete ab und geben Meldungen durch. Die Bevölkerung wird auch auf angebrachte Verhaltensmaßnahmen hingeweisen. Siehe auch: "Katastrophenschutz - Wer macht Was?"  

Sirenenwarnung

Kopf einer Pneumatischen Sirene Der Stadt Hamburg steht für die Warnung der Bevölkerung zurzeit ein Sirenenwarnnetz mit ca. 140 Sirenen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich zum einen um ca. 70 „alte“ Motorsirenen und zum anderen um 70 neue, leistungsstärkere Hochleistungssirenen. Diese befinden sich überwiegend im Tidegebiet der Elbe, um die Bevölkerung in den Stadtteilen, die bei einer sehr schweren Sturmflut besonders gefährdet sind, umgehend warnen zu können. Eine Auslösung dieser Sirenen erfolgt jedoch erst ab einem prognostizierten Wasserstand von mehr als 7,30 m über Normalnull (ü. NN) am Pegel St. Pauli im Hamburger Hafen. Darüber hinaus wird Hamburg in den kommenden Jahren sein Sirenenwarnnetz dahingehend erweitern bzw. ausbauen, dass neben der Warnung der Bevölkerung im Tidegebiet der Elbe auch eine Warnung der Bevölkerung z.B. in Fußgängerzonen sowie in Einkaufs- und Ballungszentren, aber auch in unmittelbarer Umgebung von Gefahrstoffbetrieben und des Flughafens erfolgen soll / wird. Ende August / Anfang September  - also unmittelbar vor Beginn der Sturmflutsaison - wird der jährliche Sirenenprobebetrieb durchgeführt. Dieser Probebetrieb dient neben einer Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Sirenenanlagen auch dazu, der Bevölkerung das Sirenensignal - ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton - in Erinnerung zu rufen und auf den Beginn der Sturmflutperiode hinzuweisen. Gleichzeitig impliziert dieses Sirenensignal: „Rundfunkgeräte einschalten – auf Durchsagen achten“ Sirenenwarnton: 1 Minute auf- und abschwellender Heulton Beispiel für einen Sirenenwarnton (Wikipedia) Ansprechpartner in Sachen Sirenenwarnung sind: Behörde für Inneres und Sport Behördenübergreifende Koordination der Sirenenwarnung Herr Finger - Tel: 42839-2697 Bezirksamt Altona Schutz der Bevölkerung Frau Kranz - Tel: 42811-1772 Bezirksamt Harburg Schutz der Bevölkerung Herr Peltz - Tel: 42871-3645 Bezirksamt Hamburg-Mitte Schutz der Bevölkerung Herr Sokolowski - Tel: 42854-3416 Bezirksamt Bergedorf Schutz der Bevölkerung Herr Fröhling - Tel: 42891-2037 Behördenauskunft Vermittlung bei Nichterreichbarkeit eines der o.a. Ansprechpartner Tel: 42828-0
    Vorhersagen von Di, 05.02.2013 00 UTC        
  • ord-Ostsee-Kanal

    Stein und Kollision legten Schleusen lahm

    Von Frank Behling |
    Ein technischer Defekt hat in der Nacht zum Donnerstag den Schleusenbetrieb in Brunsbüttel zum Erliegen gebracht. In den Morgenstunden war die  einzige noch einsatzbereite große Schleusenkammer ausgefallen. Ursache war eine Störung an einem Schleusentor, wie ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel bestätigte.
    Foto: Am Morgen sind dann Taucher in die Schleusenkammer gestiegen und fanden auf den Schienen des Schleusentores einen Stein.
    Am Morgen sind dann Taucher in die Schleusenkammer gestiegen und fanden auf den Schienen des Schleusentores einen Stein.
    © Behling (Archiv)
    Brunsbüttel. Zunächst hatte das Schleusenpersonal in der Nacht noch versucht, ein Hindernis unter Wasser durch das Spülen mittels Wasserdruck von dem Schleusentor zu entfernen. Das klappte aber nicht. Am Morgen sind dann Taucher in die Schleusenkammer gestiegen und fanden auf den Schienen des Schleusentores einen Stein. Dieser Stein führte aber sofort zu erheblichen  Behinderungen für die Schifffahrt. Es  gab über Stunden keine Möglichkeit für Schiffe mit einer Länge von über 125 Metern in Brunsbüttel ein- oder ausgeschleust zu werden. Die Folge sind erneut erhebliche Staus auf der Elbe und in Kiel. Derzeit betragen die Wartezeiten für Schiffe nach Mitteilung der Schiffsmaklereien Sartori & Berger und UCA in Brunsbüttel sechs und in Kiel-Holtenau acht Stunden. In Brunsbüttel gab es am Morgen zudem noch einen weiteren Zwischenfall. Der niederländische Frachter „Pitztal“ rammte kurz nach 8 Uhr beim Einlaufen in die kleine Südschleuse ein Schleusentor. Dabei wurden Schiff und Schleusentor leicht beschädigt, wie die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel bestätigt. Die „Pitztal“ durfte die Reise um 10 Uhr nach Kiel fortsetzen, wo Sachverständige am Abend den Schaden am Bug untersuchen sollen. Die Arbeiten an der seit August gesperrten großen Nordschleuse in Brunsbüttel sollten eigentlich bis zum Winter abgeschlossen werden. Doch diese Planungen scheiterten an den sinkenden Wassertemperaturen. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel mitteilte, werden sich die Arbeiten an der Nordschleuse in Brunsbüttel noch bis April hinziehen. Die Temperatur für Betonarbeiten ist im Wasser so weit gesunken, dass diese Arbeiten eingestellt werden mussten.
  • Nord-Ostsee-KanalWie zu Kaisers Zeiten

  • http://www.fr-online.de/panorama/nord-ostsee-kanal-wie-zu-kaisers-zeiten,1472782,22800452.html
  • Bmrk.Btr. HP/blog:Tor 4 Teil des Deiches vor Brunsbüttel

  • Mein Artikel vom Januar 2013 , der auch an Herr Albig, Herrn Meyer , Herrn Habeck und an Herrn Breitner , Herrn Horch, Herrn Schulz,.
  • MdB  Hagedorn , Mdb Kahrs und Frau V. Wilms MdB's ging.
  • Reparatur Tor 1 und 4 Bestandteil des Deiches dringends erforderlich nach 107 Jahren. Meine Kollegen machen alles was mit den Mitteln des BMVBS irgendwie machbar ist und strengen sich da sehr an.

     

    Stürmische Nacht an der Westküste

    Schleswig-Holstein Magazin - 31.01.2013 19:30 Uhr -

    Starke Sturmböen haben für viele Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. An Westküste und Elbe überschritt der Höchstwasserstand das mittlere Tidehochwasser um zweieinhalb Meter.

    Sturmflut: Deiche nicht beschädigt

    Die Westküste und die Elbe erlebten die erste Sturmflut des Jahres. In Dagebüll, Husum, Schulau und Hamburg St. Pauli überschritt der Höchstwasserstand das mittlere Tidehochwasser um mehr als 2,5 Meter. Auch auf den Inseln und Halligen im nordfriesischen Wattenmeer sowie im Bereich Dithmarschen peitschten die Wellen hoch. Laut Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) wurden die Deiche dabei aber nicht beschädigt. Sehr windig war es auch an der Ostsee, die Fehmarnsundbrücke musste zeitweise für alle Fahrzeuge gesperrt werden. Mittlerweile ist sie nur noch für Autos mit hohen Aufbauten, leere Lkw und Pkw mit Anhängern gesperrt.

  • Nord-Ostsee-KanalWie zu Kaisers Zeiten

     Von 

  • http://www.fr-online.de/panorama/nord-ostsee-kanal-wie-zu-kaisers-zeiten,1472782,22800452.html
  • Bitte den Rest des Atikels in o.g. link lesen
  • Ein Tanker zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau. Die Abkürzung durch den Nord-Ostseekanal erspart den Schiffen den weiten Weg um Jütland.  Foto: dpa/Carsten Rehder

    Mehr als 100 Jahre haben die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal ihren Dienst getan. Jetzt müssen sie erneuert werden – bei laufendem Schiffsverkehr.

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    SchleuseBrunsbuettel SuedJuli 2012

    Copyright Willy Thiel

    BRUNSBÜTTEL –  Copyrighjt Arne Lükenhorst

    ArneLütkenhorstCesaria34

    Die „Vohburg“, ein 140 Meter langes Containerschiff mit der Fahne Antiguas am Heck, ist auf dem Weg ins dänische Aarhus. Die „Eit Palmina“ unter der gleichen Flagge, ebenfalls ein Containerriese und noch zwei Meter länger, wird in Kiel erwartet. Das gleiche Ziel hat die „Pegasus“, ein herrliches altes Segelschiff aus Holland. Die „Mozart“ wiederum, ein 94 Meter langer Tanker, muss nach Wismar. Es ist eine Menge los im Nord-Ostsee-Kanal an diesem sonnigen Frühlingsmorgen.

    vielverkehrkanal87

    Copyright Arne Lütkenhorst

    Bis zum Abend werden etwa hundert Schiffe den 98 Kilometer langen Wasserweg zwischen Brunsbüttel an der Elbmündung und Kiel-Holtenau in der einen oder der anderen Richtung passiert haben. Sechs, sieben Stunden dauert die Passage. Der Containerfrachter „Morsum“ lässt den Kanal gerade hinter sich, in Brunsbüttel verlässt er die große Schleuse in Richtung Nordsee, langsam schließt sich das mächtige Tor. „Hören Sie das Kreischen?“, fragt Thomas Fischer. „Spüren Sie das leichte Gerumpel?“

    Fischer, 46 Jahre alt, arbeitet beim Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel. Dort herrscht Schichtbetrieb rund um die Uhr, geschleust wird Tag und Nacht. „Wir machen Schifffahrt möglich“, wirbt die Bundesbehörde für sich. Damit das so bleiben kann, muss jedoch einiges passieren. Nicht mit dem Kanal selbst – der ist auch heute, fast 120 Jahre nach der Eröffnung, noch völlig in Ordnung. Auch die Schleusen in Kiel sind nicht das Problem, sie sind in den 1980ern überholt worden. Aber die Schleusen in Brunsbüttel! Vier Stück gibt es, zwei große, zwei kleine. Die kleinen funktionieren. Die großen jedoch, technischer Stand: 1914, sind ständig kaputt und eigentlich völlig marode.

    20 Meter hoch, 47 Meter lang, neun Meter breit: „Ein Hochhaus aus Stahl“, nennt Fischer das Schleusentor, das sich gerade hinter der „Morsum“ geschlossen hat. An Ketten wird das mit Ballasttanks ausgestattete Monstrum über einen am Kanalboden einbetonierten Schienenstrang auf Eisenrädern hin- und hergezogen. Der dazu nötige Gleichstrommotor, Erbauer: „Bergmann Elektricitätswerke in Berlin“, steht auf der Schleuseninsel in einer alten Holzbarracke. Es riecht nach heißem Schmierfett. Zahnräder, Ketten, Öleimerchen und dicke Stahlwellen erinnern an Dampfmaschinenzeiten. „Alles hier gehört eigentlich ins Deutsche Museum nach München“, lästert Fischer. „Die würden sich die Finger nach den alten Teilen lecken.“

    Geld für eine fünfte Kammer

    Jeder dritte Container, der im Hamburger Hafen abgeladen wird, reist auf kleineren Schiffen über Brunsbüttel und Kiel weiter nach Skandinavien, Polen, Russland, ins Baltikum. Der nicht ungefährliche Kanalbetrieb lässt sich von Nautikern nur noch am Computer steuern. Sollen große Schiffe einander passieren, muss eines von ihnen in einer der Parkbuchten warten. Dank GPS funktioniert das ziemlich reibungslos. Die Schleusentechnik allerdings arbeitet noch wie vor hundert Jahren. Oder eben nicht mehr. Dass alles überhaupt so lange gutgegangen ist, grenzt an ein Wunder. Brunsbüttel, das ist eine kuriose Mischung aus Hightech und einem Museumsbetrieb aus einer Zeit, in der Frauen in Deutschland noch kein Wahlrecht besaßen.

    1895 eingeweiht
    Der Nord-Ostsee-Kanal wurde zwischen 1887 und 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal errichtet und von 1907 sowie von 1965 an weiter ausgebaut. Er ist 98 Kilometer lang und zwischen 102 und 162 Meter breit. Die Brücken erlauben die Passage von Schiffen mit einer Höhe von bis zu 42 Metern über der Wasserlinie. Um 900 Kilometer verkürzt der im internationalen Seeverkehr „Kiel Canal“ genannte Schiffsweg die Reise zwischen Nord- und Ostsee. Mit 40 000 Passagen pro Jahr verzeichnet er mehr Schiffsverkehr als Suez- und Panamakanal zusammen. In Brunsbüttel an der Nordsee und in Kiel an der Ostsee müssen die Schiffe Schleusen passieren. Bei der bislang größten Panne klemmten Anfang März beide großen Schleusen in Brunsbüttel. Acht Tage lang konnte kein Schiff von über 125 Metern Länge den Kanal passieren.

    Mitte März brach für einige Tage alles zusammen, die großen Schleusen streikten. Die Reeder in Hamburg schlugen Alarm. Zeit ist Geld, und wenn der Kanal nicht passierbar ist, müssen ihre Schiffe im Norden um Jütland herum, das dauert fast einen ganzen Tag länger. Aus Berlin kam der Verkehrsminister Peter Ramsauer von der CSU, sah sich den Schlamassel an und verkündete, dass nun endlich etwas geschehen müsse. Als erstes werde man eine Eingreiftruppe von elf Spezialisten einrichten für den Fall, dass wieder etwas klemme. Der Kieler Ministerpräsident Torsten Albig von der SPD deklamierte: „Schaut deutschlandweit auf diese Wasserstraße, ihr lebt von diesem Kanal“, was wohl ein bisschen nach Westberlinblockade 1948 und Bürgermeister Ernst Reuters Appell: „Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt“ klingen sollte. Aber immerhin: Irgendwie hatte nun jeder begriffen, dass die Schleusen grundlegend repariert werden müssen.

    Geld immerhin ist fürs Erste da in Brunsbüttel. 375 Millionen Euro lässt der Bund springen. Damit soll bis 2020 oder 2021 eine fünfte Schleusenkammer gebaut werden für die großen Pötte. Ist sie fertig, können die beiden alten großen Schleusen gründlich und in Ruhe erneuert werden. Ob der Zeitplan eingehalten werden kann, und ob der veranschlagte Etat ausreicht, wird sich zeigen. Herr Fischer legt sich lieber nicht fest. So ein Großbau, „das ist ja kein Klacks“, sagt er.

    Die nächsten Jahre wird man sich irgendwie behelfen müssen. Wenn die Schleuse klemmt, erläutert er bei einem Rundgang über die Schleuseninsel im Kanal, dann müssen Taucher runter. Dann muss knietiefer Schlick weggepumpt werden. Die Taucher müssen mit den Fingern fühlen, was da unten los ist, jede von 800 dicken Schrauben an den Schienen auf dem Grund abtasten. „Da ist Sicht Null“, sagt Fischer. So etwas dauert immer eine Woche, mindestens.

    Fünf Meter Tidenhub

    Es geht auch immer häufiger etwas kaputt, weil die Schiffe heute stärkere Antriebe haben als zu Kaisers Zeiten, außerdem vorne und hinten kräftige Bug- und Heckstrahler. „Die blasen schrankgroße Betonbrocken oder alte Stahlstücke durchs Wasser wie nichts. Das landet dann gerne unter der Schleusenkammer, und alles hakt.“

    Ist etwas mit den Rollen unter der Schleusenkammer, dann werden Monteure in der Kammer auf den Boden hinuntergelassen. Weil die Kammer mit Druckluft aufgepumpt werden muss, damit kein Wasser eindringt, müssen die Monteure dazu wie Taucher durch eine Druckkammer. „Anders als Taucher dürfen das aber nur Leute bis zum 50. Lebensjahr machen“, sagt Fischer. „Wir finden gar nicht genügend junge Metallbauer, die so etwas machen wollen. Wir hatten schon welche, die kamen nach wenigen Minuten wieder hoch, weil sie Platzangst hatten.“ Wenn er wollte, er könnte sofort dreißig Leute nur für den laufenden Reparaturbetrieb einstellen: „Von denen würde nicht einer Däumchen drehen.“

    Und einfach ohne Schleuse – das ginge ja auch nicht. Der Tidenhub, also die Differenz zwischen dem Scheitelpunkt der Flut und dem tiefstem Wasserstand bei Ebbe, beträgt in Brunsbüttel etwa fünf Meter. Bei Nordseeflut würde eine mächtige Welle durch den Kanal in Richtung Ostsee rauschen. Und weil die alten Schleusen auch Teil des Deichsystems an der Nordsee sind, würde das tieferliegende schleswig-holsteinische Hinterland absaufen.

    Für den Neubau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel hat jetzt die europaweite Ausschreibung begonnen. Wer sich bewirbt, bekommt die nötigen Unterlagen. „Das ist ein 55 Kilo schwerer Stapel Papier, die Grafiken, Pläne und Bilder auf den CDs noch gar nicht mitgerechnet“, erzählt Thomas Fischer, während er mit großen Schritten die Schleuseninsel verlässt. „Nur damit man mal begreift, worum es hier eigentlich geht.“

  • Schleusensituation in Brunsbüttel - Änderung der geplanten Arbeiten Bis voraussichtlich Mitte nächster Woche steht neben beiden Kammern der Kleinen Schleuse die Nordkammer der Großen Schleusen für die Schifffahrt zur Verfügung. Die Südkammer der Großen Schleusen steht mit einer Nutzlänge von  2/3 zur Verfügung und kann während Zeiten ohne Tauchereinsatz (i.d.R. außerhalb der üblichen Arbeitszeiten) für Schiffe mit einer max. Länge von 205 m genutzt werden.Die vorherrschenden Tideverhältnisse und Wasserstands-prognosen haben dazugeführt, dass die geplanten Arbeiten in der Nordkammer der Großen Schleusen zurückgestellt werden. Einige der erforderlichen Arbeiten können bei bestimmten geringen Wasserständen ausgeführt werden, die in den nächsten Tagen aufgrund der Hochwassersituation in der Elbe lediglich ca. 1 Stunde / Tag gegeben sind, was zu einer deutlichen Verlängerung der Sperrzeiten in der Nordkammer führen würde.Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf das elbseitige Tor der Südkammer. Sofern ein defektes Bauteil erfolgreich ausgetauscht werden kann, werden die noch ausstehenden Arbeiten bis voraussichtlich Mitte nächster Woche andauern. Sobald die Arbeiten an dem elbseitigen Tor der Südkammer beendet sind, wird mit den Reparaturarbeiten am elbseitigen Tor der Nordkammer begonnen. Dann steht die Südkammer wieder mit der gesamten Kammerlänge zur Verfügung, während die Nordkammer dann nicht nutzbar ist. Beide Kammern der Kleinen Schleuse stehen  weiterhin durchgehend zur Verfügung.Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel

  Deutsche_Bucht (54.43N 5.70E) WT: 6 C
Tag Zeit Windrichtung in 10m Hoehe Windgeschw. 10m Boeen 10m Wellenhoehe Wetter
UTC Windrose Beaufort Beaufort m Textkuerzel
Mi 18 NW-N 7 8-9 4.5

Wellen schlagen über eine Mole. © NDR Fotograf: Paul-Friedrich Sager aus Rostock

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Bmrk.Btr. HP/blog:Tor 4 Teil des Deiches vor Brunsbüttel

Reparatur Tor 1 und 4 Bestandteil des Deiches dringends erforderlich nach 107 Jahren. Meine Kollegen machen alles was mit den Mitteln des BMVBS irgendwie machbar ist und strengen sich da sehr an.

 

Stürmische Nacht an der Westküste

Schleswig-Holstein Magazin - 31.01.2013 19:30 Uhr -

Starke Sturmböen haben für viele Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. An Westküste und Elbe überschritt der Höchstwasserstand das mittlere Tidehochwasser um zweieinhalb Meter.

Sturmflut: Deiche nicht beschädigt

Die Westküste und die Elbe erlebten die erste Sturmflut des Jahres. In Dagebüll, Husum, Schulau und Hamburg St. Pauli überschritt der Höchstwasserstand das mittlere Tidehochwasser um mehr als 2,5 Meter. Auch auf den Inseln und Halligen im nordfriesischen Wattenmeer sowie im Bereich Dithmarschen peitschten die Wellen hoch. Laut Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) wurden die Deiche dabei aber nicht beschädigt. Sehr windig war es auch an der Ostsee, die Fehmarnsundbrücke musste zeitweise für alle Fahrzeuge gesperrt werden. Mittlerweile ist sie nur noch für Autos mit hohen Aufbauten, leere Lkw und Pkw mit Anhängern gesperrt.

http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/sturm527.html

http://www.bsh.de/de/Meeresdaten/Vorhersagen/Sturmfluten/index.jsp

Sturmfluten an der deutschen Nordseeküste, in Emden, Bremen und Hamburg werden in drei Klassen eingeteilt:

Sturmflut 1,5 bis 2,5 m über MHW
schwere Sturmflut 2,5 bis 3,5 m über MHW
sehr schwere Sturmflut mehr als 3,5 m über MHW

Sturmfluten an der deutschen Ostseeküste werden in folgende Klassen eingeteilt:

Sturmflut 1,00-1,25 m über mittlerem Wasserstand
mittlere Sturmflut 1,25-1,50 m über mittlerem Wasserstand
schwere Sturmflut 1,50-2,00 m über mittlerem Wasserstand
sehr schwere Sturmflut mehr als 2,00 m über mittlerem Wasserstand

http://www.noz.de/deutschland-und-welt/vermischtes/69275361/sturmflut-und-orkanboeen-im-norden

  brunsbuettel456

 

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Schleuse Brunsbüttel Baustell245

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Weitere Atlantik-Tiefs erwartet

Sturmflut und Orkanböen im Norden

Hamburg. Sturmflut an der Nordseeküste und orkanartige Böen bis zur Ostsee: Ein Wintersturm fegt über Norddeutschland, entwurzelt Bäume und behindert Teile des Zug- und Fährverkehrs. Vom Atlantik ziehen neue Sturmtiefs in den Norden.

Die erste Sturmflut der Saison und kräftige Böen haben in Norddeutschland Schäden angerichtet und den Verkehr behindert. Insgesamt seien die Folgen am Donnerstag aber glimpflich gewesen, hieß es bei den Behörden. Die Deiche an der Westküste hielten Stand. Für die Ostsee hatte der Südweststurm auch ein Gutes: Das morsche Eis aus den Küstenregionen wurde auf die offene Ostsee hinausgetrieben, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt in Rostock mit. Nachdem sich die Lage im Lauf des Tages vorübergehend entspannte, rechneten die Meteorologen in der Nacht zum Freitag mit einem neuen Atlantik-Tief.

Meist umgeknickte Bäume - auf Gleisen, Straßen oder Häusern- hielten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr im Norden auf Trab. In Ganderkesee (Niedersachsen) stürzte ein Baum auf einem Parkplatz auf vier Autos. Verletzt wurde dabei niemand. Auf der Autobahn 20 nahe der Abfahrt Gützkow (Vorpommern-Greifswald) wurde eine 48-jährige Autofahrerin schwer verletzt, als sie mit ihrem Wagen einem im Sturm umgekippten Lastwagenanhänger nicht mehr ausweichen konnte.

Hochwasser überflutete Teile des Hamburger Fischmarkts. Geparkte Autos standen plötzlich im Wasser. Im Vorort Blankenese schien eine Uferstraße wie von Eisschollen gepflastert, das Hochwasser hatte sie an Land gedrückt. Unter Wasser stand am Morgen auch der Fähranleger in Dagebüll (Kreis Nordfriesland) an der Nordseeküste. „Land unter“ hieß es auf den Halligen Langeneß und Hooge, Fähren sollten erst im Laufe des Tages diese Halligen wieder anfahren.

Allein in Schleswig-Holstein gab es laut NDR 1 Welle Nord mehr als 100 Feuerwehr- und Polizeieinsätze. Insgesamt seien die Folgen aber glimpflich gewesen, hieß es bei den Behörden. Wegen des Sturms musste die Fehmarnsundbrücke zwischen dem schleswig-holsteinischen Festland und der Ostsee-Insel Fehmarn zeitweise für alle Fahrzeuge gesperrt werden. Auf der Ostsee-Insel Hiddensee wurden laut Wetterdienst Meteomedia Windgeschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometer gemessen.

„An Sturmböen bis zu Windstärke 10 werden wir uns in den nächsten Tagen gewöhnen müssen“, sagte der Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die Pegelstände an der Nordseeküste und Hamburg-St. Pauli überschritten das mittlere Tidehochwasser bis zu mehr als 2,5 Meter. „Es war die erste Sturmflut nach über einem Jahr“, sagte der Leiter des niedersächsichen Sturmflutwarndienstes,

 

http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article111916305/Ein-Mann-taucht-um-die-Welt.html
Vor zwei Jahren ging er das letzte Mal mit Taucherhelm ins Wasser - bei der Schleuse in Brunsbüttel.
 

Gesa Völkl45 Wollen auf die Gefahren der Sturmflut aufmerksam machen: Gesa Völkl und Peter Beismann. Foto: dao Copyright SHZ

Die roten Gebiete auf der Karte, die Dr. Johannes Oelerich (re.) Marnes Bürgermeister Hans-Joachim Möller zeigt, sind potenzielle Überflutungsgebiete, wenn die Deiche brechen.

Foto:  pöschus R.Pöschus Norddeutsche Rundschau

Sturmflut: Wanderausstellung will für Risiken und Schutzmaßnahmen sensibilisieren

Marne

„Sturmflut – wat geiht mi dat an?“ lautet der provokante Titel einer Wanderausstellung, die seit gestern bis Januar 2013 im Marner Rathaus zu sehen ist. Provokant ist die Überschrift, weil landesweit ein Viertel der Fläche sturmflutgefährdet ist. Doch viele der 350 000 Menschen in diesem Gebiet machen sich über Hochwasserschutz und die Risiken in den Niederungen gar keine Gedanken. Die letzte groß Flut nach 1962 liegt inzwischen 36 Jahre zurück. „Das ist mehr als eine Generation“, sagt Dr. Johannes Oelerich, Leiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz.

Wie sicher sich auch Dithmarscher Küstenbewohner hinter den Deichen fühlen, weiß Oelerich durchaus. Er hat, als die Ausstellung in Heide Station machte, erfahren, dass jedes zehnte Kind noch keinen Deich gesehen hat. Das öffne die Augen dafür, dass die Situation auch in Dithmarschen bewusster gemacht werden müsse.

Gleichwohl betont er: „Das Land hat einen hohen Standard für den Küstenschutz entwickelt.“ In Brunsbüttel nähert sich die Deichverstärkung der Vollendung, in Büsum wird daran gearbeitet. Kaiser-Wilhelm-Koog ist eine kommende Baustelle im Generalplan Küstenschutz. Allerdings sagt Oelerich auch: „Eine absolute Sicherheit gibt es nicht.“

Damit der Blanke Hans nicht über die Deiche kommt, werden landesweit pro Einwohner und Jahr 15 Euro investiert. Die Verstärkung der Deiche soll dem erwarteten Anstieg des Meeresspiegels bis Ende des Jahrhunderts um 20 bis 60 Zentimeter Rechnung tragen. Ziel für die nächsten Jahre sei es, den Schutz vor dem Hochwasser vor und hinter den Deichen unter einen Hut zu bekommen. Denn auch die Binnenentwässerung sei unerlässlich für die tiefen Landesteile.

Marnes Bürgermeister Hans-Joachim Möller fragte bei der Ausstellungseröffnung: „Wer fühlt sich eigentlich angesprochen, wenn wir über den Schutz vor Sturmfluten reden?“ Die Antwort legte er gleich nach: „Es geht uns alle an.“

Deshalb empfahl Johannes Oelerich, gerade auch in den Schulen für den Besuch der Ausstellung im Marner Rathauses zu werben. Damit schon Kinder ein Verständnis für den aufwendigen Schutz vor den Launen der Natur bekommen.

rp

R.Pöschus Norddeutsche Rundschau

 

Anm.Btr. HP Blog:Tor 4 wurde wieder eingefügt in Brunsbüttel siehe NOK 21.de Webcam UCA Brunsbüttel um die Schleusen gegen Sturmflut zu sichern, aber nur lose , bzw. festgezurrt, gute Idee, Sie arbeiten im Innentor Torhaus Oberwagen Schienen weiter.

Finde ich toll , jetzt ist Brunsbüttel Dithmarschen gegen Sturmflut Elbe geschützt .Finde ich sehr verantwortungsvoll von unserem Personal WSA Brunsbüttel und die Arbeit geht trotzdem flott weiter.

Von Frank Behling |
20.11.2012 07:28 Uhr
Die Situation am Nord-Ostsee-Kanal hat sich am Montag und in der Nacht zum Dienstag wieder zugespitzt. Aus Mangel an Schleusenkapazitäten liegen Schiffe zum Teil bis zu zehn Stunden im Kanal fest. siehe unten
Copyright thunfish1967 Wolfang Podding
Lage spitzt sich zu

Schiffsstau im Nord-Ostsee-Kanal

Von Frank Behling |
20.11.2012 07:28 Uhr
Die Situation am Nord-Ostsee-Kanal hat sich am Montag und in der Nacht zum Dienstag wieder zugespitzt. Aus Mangel an Schleusenkapazitäten liegen Schiffe zum Teil bis zu zehn Stunden im Kanal fest.
Foto: Für den dänischen Hochseeschlepper „Maersk Leader“ dauert die Kanalpassage von Schleuse zu Schleuse inzwischen bereits 20 Stunden.
Für den dänischen Hochseeschlepper „Maersk Leader“ dauert die Kanalpassage von Schleuse zu Schleuse inzwischen bereits 20 Stunden.
© Behling Copyright Frank Behling, der NOk21.de unterstützt , ich freue mich darüber.
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Anmerk.Btr. HP Blog, GsD funktioniert die Neue Nord trotz Holzkufen noch , wir wollen wirklich hoffen, dass Sie durchhält , bis die Neue Sued iBrB m Dezember 2012 wieder in renovierten Betrieb gehen kann , dann ist die Renovierung der Nordschleuse dran.
ag haushalt, vorbereitung bereinigungssitzung. in meinem etat, bau/verkehr fordern wir 300 mio für den nok und 240 mio schleuse/scharnebeck.· vor 42 Minuten via Twitter ·10:46
Neuester Stand Haushalt Verkehr  Bundestag von eben

Anm.Btr. HP Blog:Tor 4 wurde wieder eingefügt in Brunsbüttel siehe NOK 21.de Webcam UCA Brunsbüttel um die Schleusen gegen Sturmflut zu sichern, aber nur lose , bzw. festgezurrt, gute Idee, Sie arbeiten im Innentor Torhaus Oberwagen Schienen weiter.

Finde ich toll , jetzt ist Brunsbüttel Dithmarschen gegen Sturmflut Elbe geschützt .Finde ich sehr verantwortungsvoll von unserem Personal WSA Brunsbüttel und die Arbeit geht trotzdem flott weiter.

Es ist vollbracht :

Brunsbüttel: Notfallpläne für die Schleusen

Brunsbüttel http://zeitungen.boyens-medien.de/aktuelle-nachrichten/zeitung/artikel/brunsbuettel-notfallplaene-fuer-die-schleusen.html (mir) Unruhige Nächte erleben derzeit die Verantwortlichen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel. Wie ein Damoklesschwert schwebt ein möglicher Totalausfall über dem maroden Bauwerk aus der Kaiserzeit. Die große Südkammer ist bereits dicht - fällt jetzt auch noch die Nordschleuse aus, könnten große Schiffe den Kanal erst einmal nicht mehr passieren. Mindestens drei Tage würde es dauern, bis ein Reserve-Tor eingebaut ist. Sorgen bereitet auch die Große Südschleuse, die wegen Reparaturarbeiten brach liegt. Bereits vor Wochen wurde das elbseitige Tor ausgebaut, dieses Tor jedoch ist zur Sturmflutsicherung unerlässlich. Deshalb hat man beim WSA den Wetterbericht fest im Blick - um im Notfall auch hier ein Reserve-Tor zu montieren.

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/thema_nt/article110616758/Chronische-Geldnot-bei-Verkehrsinvestitionen.html

Chronische Geldnot bei Verkehrsinvestitionen

300 Millionen Euro für fünfte NOK-Schleuse

Verkehrsetat aufgestockt

Dienstag, 06. November 2012
An der Schleuse Brunsbüttel kommt es immer wieder zu Ausfällen.
Auf dem Gipfeltreffen der Koalitionsparteien am Sonntag wurde auch die Aufstockung des Verkehrsetats des Bundes um 750 Millionen Euro für zusätzliche Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur beschlossen. Die CSU konnte sich dabei mit ihrer Forderung nach mehr Geld für die Verkehrswege weitgehend durchsetzen - Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) werde weitere 750 Millionen Euro bekommen. Mindestens vier Milliarden Euro mehr würden laut Bundesverkehrsministerium jedes Jahr für den Verkehrsetat benötigt, darunter allein eine halbe Milliarde Euro für Wasserstraßen, davon sind 300 Millionen Euro für den Bau einer fünften Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) in Brunsbüttel bestimmt.

Berlin - Marode Brücken, Schlaglöcher, überlastete Gleise: Chronische Geldnot bremst seit Jahren den Erhalt und Ausbau der Verkehrswege in Deutschland. Viele Autobahnteilstücke, Ortsumgehungen und Schienentrassen sind vorerst nicht zu finanzieren.

Mindestens vier Milliarden Euro mehr würden laut Bundesverkehrsministerium jedes Jahr benötigt: 2,5 Milliarden Euro für die Straße, eine Milliarde Euro für die Schiene, eine halbe Milliarde Euro für Wasserstraßen.

Nun hat der Koalitionsausschuss am frühen Montagmorgen beschlossen, weitere 750 Millionen Euro für den Etat von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zur Verfügung zu stellen. Mit dem Geld sollen vorrangig Neubauprojekte finanziert werden.

Ramsauer hatte eine Extra-Milliarde für seinen Etat bereits im November 2011 in der Koalition herausgehandelt. Das Geld soll in diesem Jahr und gut zur Hälfte ab 2013 eingesetzt werden. Schwerpunkt sind die Fernstraßen mit 600 Millionen Euro. Davon sollen 400 Millionen Euro laufende Vorhaben verstärken und 13 Millionen Euro in Radwege an Bundesstraßen gehen. Insgesamt 100 Millionen Euro sollen für die Bahn, vor allem zur Modernisierung von Bahnhöfen verwendet werden. 300 Millionen Euro sind für den Bau einer fünften Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel bestimmt.

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http://www.frankenpost.de/ueberregional/thema/Chronische-Geldnot-bei-Verkehrsinvestitionen;art2778,2170658

Berlin Chronische Geldnot bei Verkehrsinvestitionen

Marode Brücken, Schlaglöcher, überlastete Gleise: Chronische Geldnot bremst seit Jahren den Erhalt und Ausbau der Verkehrswege in Deutschland. Viele Autobahnteilstücke, Ortsumgehungen und Schienentrassen sind vorerst nicht zu finanzieren.

dpa
Mindestens vier Milliarden Euro mehr würden laut Bundesverkehrsministerium jedes Jahr benötigt: 2,5 Milliarden Euro für die Straße, eine Milliarde Euro für die Schiene, eine halbe Milliarde Euro für Wasserstraßen.     Nun hat der Koalitionsausschuss am frühen Montagmorgen beschlossen, weitere 750 Millionen Euro für den Etat von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zur Verfügung zu stellen. Mit dem Geld sollen vorrangig Neubauprojekte finanziert werden. Ramsauer hatte eine Extra-Milliarde für seinen Etat bereits im November 2011 in der Koalition herausgehandelt. Das Geld soll in diesem Jahr und gut zur Hälfte ab 2013 eingesetzt werden. Schwerpunkt sind die Fernstraßen mit 600 Millionen Euro. Davon sollen 400 Millionen Euro laufende Vorhaben verstärken und 13 Millionen Euro in Radwege an Bundesstraßen gehen. Insgesamt 100 Millionen Euro sollen für die Bahn, vor allem zur Modernisierung von Bahnhöfen verwendet werden. 300 Millionen Euro sind für den Bau einer fünften Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel bestimmt. Die Verkehrsminister von Bund und Ländern haben Anfang Oktober verabredet, zusätzliche Einnahmemöglichkeiten zu prüfen, darunter trotz Widerständen das Instrument einer City-Maut. Ramsauer denkt weiterhin auch an eine Pkw-Mautvignette auf Autobahnen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dies aber regelmäßig ausgebremst.

Neue Chancen für den Kanalausbau

Von Frank Behling |
26.10.2012 07:39 Uhr
Schleswig-Holstein könnte vom vorübergehenden Baustopp der Elbvertiefung profitieren. Denn durch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgericht bleibt offen, ob die bereits bewilligten Haushaltsmittel wie geplant abgerufen werden können. Ein Umschichten der Mittel zum Nord-Ostsee-Kanal wird im Verkehrsministerium nicht ausgeschlossen.
Foto: Die Arbeiten für die Freigabe der ersten kleinen Schleusenkammer in Kiel-Holtenau nähern sich dem Ende.Frank Behling Copyright
Der Schwimmkran „Wal“ setzte am Donnerstag in Kiel ein saniertes Schleusentor in der kleinen Nordschleuse ein. Damit nähern sich die Arbeiten für die Freigabe der ersten kleinen Schleusenkammer in Kiel-Holtenau dem Ende.
© BehlingNorddeutsche Rundschau
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Kiel. In der Holtenauer Schleuse tut sich was. Die Arbeiten für die Freigabe der ersten kleinen Schleusenkammer nähern sich dem Ende. Der Hamburger Schwimmkran „Wal“ setzt derzeit die reparierten Schleusentore wieder ein. Bis zum 22. November soll die dritte der vier Holtenauer Schleusenkammern wieder einsatzbereit sein. Danach soll hier auch die vierte Kammer saniert werden. Für mehr reicht das Geld noch nicht. Das könnte sich ändern. Sollten Umweltverbände die Vertiefung der Elbe um mehr als ein Jahr stoppen, könnte der Nord-Ostsee-Kanal in der Prioritätenliste wieder nach oben rücken. „Es wäre möglich, die Haushaltsmittel dann umzuschichten. Das wird aber im Fall der Fahrrinnenanpassung der Elbe für 2013 noch nicht der Fall sein“, erklärte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. 2013 sind bislang 25 Millionen Euro für Bauvorbereitungen eingestellt. Dazu gehören Uferbefestigungen und Baufeldfreimachungen. „Die Arbeiten sind vom Baustopp nicht betroffen“, heißt es aus dem Ministerium. Für 2014 sieht es aber ganz anders aus. Dann sind fast 150 Millionen Euro für die Elbe eingeplant. Sollte es bis Ende nächsten Jahres von den Richtern des Bundesverwaltungsgerichts aus Leipzig kein grünes Licht geben, sind diese Haushaltsmittel so nicht einsetzbar. In dem Fall würde die Lage neu bewertet, signalisiert das Verkehrsministerium. „Dann wäre es nur logisch, wenn dieses Geld in den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals fließen würde“, sagt Kiels SPD-Bundestagsabgeordneter Hans-Peter Bartels. Wichtig wäre aus seiner Sicht, dass alle Projekte für den Kanal unter ein Dach kommen. „Dann ist es auch einfacher, die Mittel von einem zum anderen Projekt zu verschieben“, so Bartels. Er ist dabei auf einer Linie mit dem Kieler FDP-Bundestagsabgeordneten Sebastian Blumenthal. „Es darf nicht sein, dass diese Haushaltsmittel verfallen. Wir werden uns beim Ministerium dafür einsetzen, dass die Priorisierung überarbeitet wird“, erklärte Blumenthal. Das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des Kanals nähert sich derweil auch dem Ende. Das Baurecht könnte Anfang nächsten Jahres erteilt werden. Ein Baubeginn 2014 wäre möglich.
Bundeshaushalt 2013

Keine Mittel für den Nord-Ostsee-Kanal

Copyright Olaf Kunhke
Von Patrick Tiede |
25.10.2012 08:08 Uhr
Neue Diskussionen um die Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat im Haushaltsentwurf für 2013 keine Mittel für die Erweiterung der 15 Kilometer langen Oststrecke vor Kiel vorgesehen. Als Grund nannte ein Sprecher des Ministeriums, dass derzeit kein gültiger Planfeststellungsbeschluss vorliege.
Foto: Im Haushaltsentwurf des Bundes sind für 2013 keine Mittel für die Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals vorgesehen.
 Im Haushaltsentwurf des Bundes sind für 2013 keine Mittel für die Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals vorgesehen.
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Berlin/Kiel. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn kritisierte das Vorgehen scharf: „Vonseiten des Ministeriums wurde uns versichert, dass die Planungen nahezu abgeschlossen sind. Der Kanal ist nur zukunftsfähig, wenn seine Engstellen beseitigt werden. Dazu gehört zwingend die seit vielen Jahren vorbereitete Osterweiterung.“ Hagedorn macht eine Verlustrechnung auf: Ramsauer habe zwar insgesamt 300 Millionen Euro für den Neubau der fünften Schleusenkammer bei Brunsbüttel zugesagt, aufgrund des noch frühen Planungsstandes in den Etatentwurf 2013 aber zunächst nur zehn Millionen Euro eingespeist. Bei der Osterweiterung könne man dagegen „sofort loslegen, doch es geschieht nichts“. Hagedorn sieht einen Verlust im zweistelligen Millionenbereich für den Kanal: „Das Geld wäre jetzt da, doch es soll offensichtlich in andere Infrastrukturprojekte im Süden fließen.“ Diese würden dann in den Folgejahren aufgrund von Nachfolgefinanzierungen weitere Haushaltsmittel binden. Ganz so schwarz sieht Norbert Brackmann die Lage nicht. Der CDU-Haushälter warnt vor einer neuen Kanaldebatte: „Wir sollten die neue Schleusenkammer nicht gegen die Oststrecke ausspielen.“ Etwas überrascht sei auch er, dass noch kein Planfeststellungsbeschluss für die Osterweiterung vorliege. Offensichtlich habe es in letzter Zeit eine Vielzahl von Eingaben gegeben, die das Projekt bremsten. Aus dem Bundesverkehrsministerium ist zu hören, dass es bis zu einem Beschluss sogar noch zwei Jahre dauern könnte. Die SPD will nun im Haushaltsausschuss eine Aufstockung des Investitionsetats um 1,97 Milliarden Euro beantragen – ein Teil soll der Oststrecke zugutekommen. Brackmann äußert sich „gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Rentendiskussion und der nahenden Schuldenbremse im Bund für 2016“ skeptisch: „Die Mittel sind begrenzt. Dem haben wir Rechnung zu tragen.“ http://zeitungen.boyens-medien.de/tageszeitung/brunsbuetteler-zeitung/zeitung/artikel/nun-bleibt-nur-noch-hoffen-und-bangen.html

Nun bleibt nur noch Hoffen und Bangen

Große Südschleuse dicht: Fällt auch die Nordschleuse aus, ist der Nord-Ostsee-Kanal blockiert

Das elbseitige Tor der großen Südkammer wird derzeit mit Hochdruck repariert: Die schweren Toroberwagen fuhren viel zu holperig über die Schienen.  Fotos: Reh, WSADas elbseitige Tor der großen Südkammer wird derzeit mit Hochdruck repariert: Die schweren Toroberwagen fuhren viel zu holperig über die Schienen. Fotos: Reh, WSAMit diesem gewaltigen Sägeblatt, neben dem Jürgen Schneider hier steht, wird das Betonfundament am Südtor zersägt.Mit diesem gewaltigen Sägeblatt, neben dem Jürgen Schneider hier steht, wird das Betonfundament am Südtor zersägt.
Brunsbüttel - Dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) droht eine Komplett-Blockade: Gestern musste die große Südschleuse außer Betrieb genommen werden - voraussichtlich bis Ende des Jahres. Damit darf nun mit der Nordschleuse nichts mehr passieren. Sonst ist der Kanal für den Großteil des Schiffsverkehrs nicht mehr befahrbar. Grund für die dauerhafte Sperrung der Südschleuse: Die Holzkufen, auf denen das binnenseitige Tor seit gut einem Jahr provisorisch lief, sind extrem verschlissen. Sobald jetzt auch noch ein Defekt in der Nordkammer auftaucht, ist der NOK mindestens eine Woche lang für große Schiffe nicht mehr befahrbar. Ein Schreckensszenario für alle, die mit der Schifffahrt in irgendeiner Weise zu tun haben: Beide großen Schleusenkammern aus der Kaiserzeit sind dicht, die Containerriesen können den Nord-Ostsee-Kanal nicht passieren, die Häfen am Kanal sind nicht mehr erreichbar - das könnte jetzt jederzeit wahr werden. "Ruhig schlafen ist momentan nicht möglich", gibt Diplom-Ingenieur Jürgen Schneider unumwunden zu. Der Sachbereichsleiter 2 des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Brunsbüttel hatte bereits gestern Morgen die Hiobsbotschaft von den Tauchern vernommen: Der Notbetrieb des Tores 6 der Südkammer muss sofort eingestellt werden, um weitere Schäden am Unterbau, Schleusentor und Antrieb zu vermeiden. "Das kann man sich in etwa wie bei einem Radiergummi vorstellen", erklärt Schneider anschaulich, was die behelfsmäßige Konstruktion am Schleusentor 6 so anfällig macht: Die Holzkufen des schweren kanalseitigen Tores rutschen wegen fehlender Schienen über das Granit-Beton-Fundament - und nutzen sich dabei natürlich extrem ab, so wie ein Radierer. "Inzwischen ist das Holz an vielen Stellen fast vollständig aufgebraucht." Das Problem: Die Schienen für die Torunterwagen lassen sich nicht mehr auf dem maroden Beton befestigen, deshalb war man im vergangenen Jahr auf die Holzkufen-Konstruktion ausgewichen. Dass das keine Dauerlösung sein konnte, wusste man beim WSA natürlich. Die Sanierung der großen Südkammer für 2,9 Millionen Euro ist deshalb bereits in vollem Gange. "In etwa zwei Wochen hätten wir die Südkammer sowieso dicht gemacht, weil wir das Holzkufen-Tor und zeitgleich auch das elbseitige Tor reparieren müssen", so Schneider. Anstelle der Holzkufen sind neue Fundamentplatten geplant, auf denen bereits Schienen angebracht sind.  weiter siehe link oben boysen
Anmerk. Btr. HP: Neuester Stand : Alte Schleuse alles O.K. Neue Sued komplett ausser Betrieb, Mitteltor 2 Neue Sued zu, Tor 4 Neue Sued aussen  liegt in der neuen Suedkammer und wird genauso , wie Tor 6 Schienen raus neue Rollen rein bis ca. Januar 2012, Tor 6 Neue Sued innen liegt im Kanal zusammen mit Tor 2 Neue Nord kein Mitteltor mehr vorhanden. heute 24,10. 19:00 Uhr.
Alle beten , dass wir keine Sturmflut bekommen Amen
Anmerk. Btr. HP:
haushaltsausschuß, jetzt etat des bau/verkehrministerium mit ramsauer. spd fordert zusätzlich 1.mrd€ für erhalt bab, 300 mio für ausbau nok! heute von twitter Vielen Dank  Klasse von Johannes Kahrs MdB Hamburg zusammen mit Frau Hagedorn Mdb Haushaltsausschuss Bundestag heute 24.10.2012 19:00 Uhr
Johannes Kahrs MdB Hamburg kämpft in Berlin Haushaltsauschuss BT mit  meiner Unterstützung seit 2 Jahren für den Ausbau NOK
nach der koordinierungsgruppe bau/verkehr führung/gespräch einer gruppe soldaten des wachbattaillons, jetzt in der ag haushalt, nok. 22.10.2012 danke
 
gespräche wg zukunft eads, über weitere finanz. sanierung des nok,
MdB Johannes Kahrs HH Haushaltsausschuss BT SPD aus Berlin gestern abend per Twitter.
 

SPD: Ramsauer spart zu Lasten des Nord-Ostsee-Kanals

24. Oktober 2012 | 00:00 Uhr | Von bg
Kiel / Berlin. Die SPD hat die geänderten Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals kritisiert. Ramsauer will die Verbreiterung und Begradigung der 15 Kilometer langen Oststrecke zwischen Kiel und Königsförde aufschieben und dafür die Grundsanierung der baufälligen Holtenauer Schleusen vorziehen. Nach Berechnungen der ostholsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn würde dadurch in den nächsten beiden Jahren erst einmal eine zweistellige Millionensumme für den Kanalausbau verloren gehen. Grund für die drohende Einbuße ist der unterschiedliche Planungsstand bei den beiden Vorhaben: Während der 130 Millionen Euro teure Ausbau der Oststrecke kurz vor der Baureife steht, sind für die Instandsetzung der Kieler Schleusen zunächst längere Planungen und Vorbereitungen nötig. Dafür hat Ramsauer zwar zehn Millionen Euro in den Haushaltsentwurf für 2013 eingestellt - keinen Cent jedoch für die Erweiterung der Oststrecke, für die nächstes Jahr deutlich mehr Geld verbaut werden könnte. "Unterm Strich verliert der Nord-Ostsee-Kanal durch die Planänderung Geld", schimpft Haushaltspolitikerin Hagedorn. Sie hat nichts gegen die Sanierung der Kieler Schleusen. "Aber die Begradigung der Oststrecke ist genauso wichtig, und man könnte gleich loslegen." Daher werden die Sozialdemokraten morgen im Haushaltsausschuss beantragen, den Investitionsetat von Ramsauer um zwei Milliarden Euro auf zwölf Milliarden aufzustocken und einen Teil des Geldes für die Oststrecke zu sichern. Mit ihrer Kritik ist die SPD übrigens nicht allein: Auch der Steuerzahlerbund hatte kürzlich bemängelt, dass Ramsauer die Erweiterung der Oststrecke trotz weit fortgeschrittener Planung auf Eis legen will. In jedem Fall gesichert ist dagegen der Bau der fünften Kanalschleuse in Brunsbüttel. Anmerk. Btr. HP : Bei dem BMVBS Hern Dr. Ramsauer wird leider ausseracht gelassen, so gut ich den Ausbau Oststrecke Grossweiche und die dringend erforderliche Sanierung auch der Schleusen ( alle 4 - 2 kl.)) ( von denen eine seit 10 Jahren ausser Betrieb ist) und den 2 grossen Schleusen ) in Holtenau finde ich   neuester Stand, muss wirklich zugeben, das WSA Brunsbüttel mit Tag und Nachtarbeit erstaunliches leistet, Das ist Tor 2 neue Nordschleuse ist auch raus , liegt im Kanal.   Die verfügbaren Fachkräfte des WSA Brunsbüttel und Beschäftigte einer Fachfirma hatten am Freitag den Schaden begutachtet. Unter Hochdruck wurde übers Wochenende die Demontage des Torantriebs vorbereitet. Um den genauen Schaden zu identifizieren, wurden diverse Zahnräder, Gelenkstangen etc. ausgebaut und zerlegt. Am heutigen Montag nehmen Experten des WSA und der Fachfirma die eigentlichen Demontagearbeiten auf, "unter maximaler Ausnutzung der Arbeitszeiten" (Fischer). Da die Schadensstelle sehr schwer zugänglich ist, können nur wenige Personen gleichzeitig am Antrieb arbeiten. Größtes Problem bei der Instandsetzung: Die beschädigten Maschinenbauteile stammen aus der Bauzeit der Schleusen (1914) und sind Einzelanfertigungen. Einige Ersatzteile sind beim WSA Brunsbüttel vorhanden. Je nach konkretem Schadensbefund müssen Ersatzteile nachgefertigt werden. Torantrieb grosse Schleuse mit sorgfältiger tägliche Wartung Maschinisten ( 6) Die zum Erhalt der Betriebssicherheit geplanten Reparaturarbeiten an den Torschienen der Großen Südkammer, die für diese Woche geplant waren, werden verschoben, bis die Nordkammer wieder freigegeben ist
Bei Taucherarbeiten an den Schienen für Tor 6 wurde am Donnerstag extremer Materialverschleiß entdeckt. Seitdem ist die Südkammer gesperrt.
Foto: pöschus Norddeutsche Rundschau
Kanal verliert seine Verlässlichkeit
Kritiker werfen Bund vor, sich nicht genügend um die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt zu kümmern Brunsbüttel
Das gefährde den Wirtschaftsstandort Deutschland. Vor Ort drohe die Industrie – Total, Yara und Bayer etwa sind auf den Binnenhafen angewiesen – auf dem Trockenen zu sitzen.
Der Totalausfall der Großen Südschleuse bis Jahresende – für Michael Hartmann, Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK I, ist das ein Politikum auf höchster Ebene. Denn die maroden Großschleusen sorgen seit langem immer wieder für Komplikationen beim Schiffsverkehr. Vor allem, bis die aus der Kaiserzeit stammenden Bauwerke grundlegend saniert werden können, werden noch Jahre vergehen. B http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Landesregierung-klotzt-bei-Bundesverkehrswegeplan
„Kein Wunschkonzert“

Landesregierung klotzt bei Bundesverkehrswegeplan

Von Klaus Wallbaum |
18.12.2012 21:55 Uhr
Auf dem Wunschzettel, den Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Dienstag dem aus Berlin angereisten Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) überreichte, stehen 266 Projekte. Das sind die Anmeldungen der Landesregierung für den Bundesverkehrswegeplan - und zwar für den Zeitraum zwischen 2015 und 2030.
266 Projekte hat die Landesregierung Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer überreicht, darunter Großprojekte wie die Küstenautobahn A20 oder die Y-Trasse zwischen Bramen, Hamburg und Hannover.
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Hannover. Der überwiegende Teil, nämlich 241 Vorhaben, betrifft Umgehungsstraßen und neue Autobahnabschnitte. Ramsauer sagte gleich, dass es „unrealistische Wunschkonzerte nicht geben darf“, versprach aber eine „sehr sorgfältige Prüfung“. Ein Problem erwähnte er offen: „Der Verkehrsetat ist strukturell unterfinanziert.“ Doch die Landesregierung hält das nicht von einem klaren politischen Bekenntnis ab - ob Straßen, Schienen- oder Wasserwege, Niedersachsen fordert den forcierten Ausbau. Während rot-grün geführte Länder wie Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen mit ihren Neuanmeldungen zögern, klotzt die Regierung in Hannover. Mehrere Großprojekte sind es, die für McAllister und Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) Priorität haben: „Das Problem ist nicht neu“, bestätigt Hartmann. Die Lotsenbrüderschaft falle nicht aus allen Wolken, sei aber erheblich verstimmt. Denn NOK I verweise seit Jahren auf die Problematik, ohne dass etwas entscheidendes geschehe. Bestes Beispiel ist für ihn der vor einem Jahr erstrittene Bau der dritten großen Schleuse: „Wir hatten im April den ersten Spatenstich. Aber seitdem ist nichts passiert.“ Mit dem Ausfall der Südkammer verschärfe sich die Situation jetzt enorm. Hartmann: „Von der Reserve ist uns die Hälfte genommen worden.“ Da völlig offen ist, ob die Große Nordschleuse bis Jahresende ohne Ausfälle betrieben werden kann, spricht der Lotsenältermann von einem „Ritt auf der Rasierklinge“. Wenn jetzt die Nordkammer durch einen Schaden an den Toren ausfällt, geht für die großen Schiffe nichts mehr. Das gefährde den Wirtschaftsstandort Deutschland. Vor Ort drohe die Industrie – Total, Yara und Bayer etwa sind auf den Binnenhafen angewiesen – auf dem Trockenen zu sitzen. Dies, so Hartmann, sei „den Menschen in Schleswig-Holstein nicht mehr zu vermitteln“. Es sei lange genug geredet worden, nun müsse endlich gehandelt werden, fordert er und legt nach: „Wir zweifeln am wirklichen Willen, funktionierende Infrastruktur erhalten zu wollen.“ Ein Beispiel ist für ihn die Situation an der Südschleuse. Bereits im Februar musste ein im Notbetrieb auf Holzkufen rutschendes Tor ersetzt werden. Seitdem steht es in Sichtweite der Schleusen im Betriebshafen des Wasser- und Schifffahrtsamts. In dieser Zeit hätten neue Holzkufen angebracht werden können, um das jetzt nicht mehr funktionierende Tor 6 ersetzen zu können. Auch Jan Wrede, Koordinator im ChemCoastPark, vermisst zügiges Handeln. „Wir brauchen eine zeitnahe Lösung“, sagt er. Und weiter: „Der Kanal kann ja nicht zu sein, bis 2017 die neue Schleuse fertig ist.“ Die Industrie dürfe nicht von den Warenflüssen abgeschnitten werden. Davor warnt Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports, ebenfalls. Das Unternehmen ist Betreiber von Elbehafen, Ölhafen und Hafen Ostermoor sowie seit Februar auch des Rendsburger Kanalhafens. Schnabel verfolgt die Entwicklung mit Sorge. Natürlich, sagt er, könnten Schiffe beim Ausfall der Nordschleuse außen herum fahren, über Skagen. Aber: „Dieser Aufwand ist nicht gerechtfertigt.“ Der Hafenchef, gestern erst aus der Bundeshauptstadt zurückgekommen, hat den Eindruck, dass „die Dramatik, die sich hier abspielt, in Berlin nicht ausreichend bekannt“ ist. Schnabel: „Es macht immer wieder Sinn, darauf hinzuweisen, dass hier ein Notstand herrscht.“ Denn er möchte sich nicht ausmalen, was passiert, wenn die Große Nordschleuse ausfällt. Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion müsse schnellstmöglich Abhilfe schaffen, fordert Schnabel. „Was wir jetzt erleben, ist die Konsequenz daraus, dass man seit fünf Jahren nicht gehandelt hat.“ Schiffsladungen werden nach Terminplan transportiert. Unvorhergesehene Wartezeiten, etwa durch Staus vor den Schleusen, sind nicht einkalkuliert. Jann Petersen, Geschäftsführer des Schiffsmaklers UCA, unterstreicht dies: „Wir hatten schon die Situation, dass Schiffe warten mussten und dadurch ihren Liegeplatz in Hamburg verloren haben.“ Die Kosten dafür hätten dann die Reeder auffangen müssen. „Der Kanal hat bislang aber damit gepunktet, dass er verlässlich war.“ Die Feeder-Verkehre seien auf die Wasserstraße angewiesen: „Jeder dritte Container, der in Hamburg rein- oder rausgeht, hat einen Bezug zur Ostsee.“ Für Petersen sitzen die Schuldigen am baulichen Zustand der Schleusen in Berlin. „Die stellen nicht genügend Mittel zur Verfügung“, ärgert er sich. „Das kann sich ein Land, das so viel exportiert, nicht leisten.“
Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Maritimer Supergau, Der Kanal, Entwicklung Containerschifffahrt von 2006 - 2016, Privatisierung WSV, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne