44 Tipps für einen schönen Tag in Rendsburg 100 Jahre Schwebefähre: Bald Welterbe?

Schwebefähre Ein Jahrhundert Zuverlässigkeit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung Copyright Norddeutsche Rundschau

Im Dezember 1913 nahm die Schwebefähre den Betrieb auf. Der Fahrplan ist seitdem unverändert geblieben. Bis heute wurden 600 000 Kilometer zurückgelegt.

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Der Schwebefähre merkt man ihr stolzes Alter von 100 Jahren nicht an. Problemlos überquert der Fahrgast mit ihr in 95 Sekunden den Nord-Ostsee-Kanal. Im Dezember 1913 wurde die Fähre in Betrieb genommen. Seitdem transportiert sie zuverlässig Menschen, Tiere und Fahrzeuge – und das nach demselben Fahrplan wie vor 100 Jahren.

„Die Fähre zu bauen, war eine Wiedergutmachung an die Gemeinde Osterrönfeld, weil diese durch den Brückenbau ihren Bahnhof verlor“, erklärt Brückenkontrolleur Friedhelm Heuck. Viele der über 1000 Arbeiter der Carlshütte auf der Nordseite des Kanals kamen aus Schülldorf und Osterrönfeld von der Südseite. Deswegen musste eine Kanalquerung her. Außerdem war für die Milchversorgung ein kurzer Weg vom Land in die Stadt notwendig. Die erste Fähre war wesentlich kleiner als die heutige. Vier Pferdefuhrwerke hatten Platz. An den Seiten gab es einen 50 Zentimeter breiten Gang für die Kutscher.

Um 1913 herum war die Zeit der Stahlbauwerke. Der Flussstahl machte es möglich, stabiler und größer zu bauen. Schwebefähren waren damals keine Seltenheit. „In Kiel gab es eine, die die Werft mit der anderen Fördeseite verband.“ Die Bevölkerung nahm ihre neue Kanalquerung sofort gut an. „Die Schwebefähre war von Anfang an ein Publikumsmagnet und wurde gut frequentiert.“

Dem 53-Jährigen merkt man beim Erzählen die Begeisterung für Brücke und Fähre an. Seit 1987 begleitet er ihre Geschichte. Damals fuhr Heuck selbst zwei Jahre lang die Fähre. Mit an Bord war ein Decksmann, der die Autos einwies und die Schranken bediente. Ein weiterer Mann arbeitete unter der Brücke beim Förderwagen, an dem die Fähre an zwölf Seilen hängt. Zu seinen Aufgaben gehörten das Auswechseln von Teilen und das Ölen der Antriebsmotoren. „Bei Sturm war es aufregend. Es war eine Herausforderung, sanft anzulegen. Durch den Wind hatte sie ordentlich Schwung.“

Die alten Gleichstrom-Maschinen, den Decksmann und den Betreuer des Förderwagens gibt es heute nicht mehr. 1998 erfolgte ein großer Umbau. Ein neues Steuerungssystem und 400-Volt-Wechselstrommotoren für den Antrieb und die Stromversorgung wurden eingebaut. Die Handkurbeln der Schranken tauschte man gegen eine Bedienung per Knopfdruck. Seitdem bedient ein Fährmaschinist Steuer, Schranken und Ampelanlage von seinem Pult aus.

Damals wie heute transportiert die Fähre pro Überfahrt vier Fahrzeuge. Höchstens 100 Fußgänger finden außerdem Platz. Täglich nutzen 340 Fahrzeuge und 1700 Menschen die Fähre, um von Osterrönfeld nach Rendsburg zu gelangen. Im Jahr legt die „alte Dame“, wie sie liebevoll genannt wird, 6 000 Kilometer zurück. Das ist die Strecke zwischen Aarhus und Palermo und zurück. Somit kommt die Fähre auf stolze 600 000 Kilometer in 100 Jahren – oder 15 Umrundungen der Erde.

Weltweit gibt es nur noch acht Schwebefähren, zwei davon in Deutschland. „Es ist schon etwas Besonderes, dass ich mich um Hochbrücke und Fähre kümmern kann. Sie sind schließlich einmalig“, sagt Heuck. Seit 1988 stehen die beiden Bauwerke sowie die zwei Wartehäuschen unter Denkmalschutz.

„Ernsthafte Schwierigkeiten beim Fährbetrieb hat es nie gegeben“, sagt Heuck. Gegen Eisgang und Hochwasser ist sie gewappnet. Bei Sturm entscheidet der Fährmaschinist über eine Einstellung des Betriebs. Die „alte Dame“ arbeitet zuverlässig. Die besten Voraussetzungen also, um die nächsten 100 Jahre achtmal in der Stunde Jung und Alt sicher über den Kanal zu bringen.

 

Karte

von mri
erstellt am 09.Dez.2013 | 06:00 Uhr

100 Jahre Schwebefähre: Bald Welterbe?

Sie ist das besondere Anhängsel von Rendsburgs “eiserner Lady”: die Schwebefähre an der Eisenbahnhochbrücke zwischen Rendsburg und Osterrönfeld. Sie bringt Radfahrer, Fußgänger und Autos in rund 90 Sekunden über den Nord-Ostsee-Kanal – und das heute auf den Tag genau seit 100 Jahren. Am 2. Dezember 1913 nahm die Fähre ihren Betrieb auf, die wie die 42 Meter hohe und 2.486 Meter lange Hochbrücke unter Denkmalschutz steht.

http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/schwebefaehre165.html

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Meist 17 Stunden pro Tag im Einsatz

Vom frühen Morgen bis in die Nacht fährt die Schwebefähre jede Stunde vier Mal hin und her – von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends (im Winter nur bis 22 Uhr). Dann kreuzt sie alle siebeneinhalb Minuten den Kanal. Die Fähre ist zwei Monate jünger als die Hochbrücke selbst. Zwar wurde die Fähre schon beim Bau mitgeplant, doch sie war etwas später fertig.

Schwebefähre schwebt nicht

Genau genommen schwebt die Fähre gar nicht: Zwölf Seile verbinden die Fähre mit einem beweglichen Stahlkonstrukt am Mittelteil der Hochbrücke, dem Fahrwagen. Der rollt, von einem Elektromotor angetrieben, hin und her, wenn die Fähre von einer Kanalseite zur anderen fahren soll. Die Gondel hängt dann etwa drei Meter über dem Wasser.

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44 Tipps für einen schönen Tag
in Rendsburg
Luxusliner hautnah und ein Spaziergang entlang der Königstafel

Die Region liegt mitten im Land und wird vom Nord-Ostsee-Kanal in Nord und Süd geteilt: Der Kanal, die Eider und zahlreiche idyllische Seen machen das Gebiet in und um Rendsburg zu einem beliebten Urlaubsziel. So paradox es klingen mag – hier ist der Besucher den riesigen Schiffen aus aller Welt näher als an den meisten Küstenorten. Schließlich ist der Kanal die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt – und im Sommer ziehen die Ozeanriesen vorbei, die einen Hauch von großer, weiter Welt verbreiten. Bei Radtouren oder Spaziergängen am Kanal sind sie ständige Begleiter und zum Greifen nah.

Aber es lohnen sich auch Ausflüge ins Umland und die beiden Zentren der Rendsburger Innenstadt. Neben der mehr als 800 Jahre alten Altstadt empfiehlt sich ein Besuch im Stadtteil Neuwerk. Rund um den Paradeplatz sind die Straßen sternförmig angeordnet – und nach der Sitzordnung an der Tafel des dänischen Monarchen benannt: Im Zentrum der König, daneben Königin, Prinzen, Prinzessin, Grafen– und die Elefantenstraße nach den Träger des Elefantenordens. Rendsburg und Umgebung sind mehr als eine Reise wert.

 

 

1. 2013 wird die Stahlkonstruktion 100 Jahre alt: Die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke, von den Einheimischen liebevoll „Eiserne Lady“ genannt, ist das Wahrzeichen der Region. Außerdem ist sie Ziel des Kanal-Cups, zu dem sich in jedem Jahr die besten Ruderachter der Welt treffen. Wer mit dem Zug von Hamburg nach Flensburg fährt, überquert auf ihr den Nord-Ostsee-Kanal.

2. Ein Spaziergang an der Untereider ist nicht nur erholsam für Körper und Geist, sondern auch lehrreich: Zehn Tafeln vermitteln Wissen über die natürlichen Besonderheiten dieses Naherholungsgebiets.

Die Eider, der längste Fluss des Landes, ist in den 1970er Jahren durch eine Straßenkreuzung unterbrochen und in Ober- und Untereider geteilt worden. Dennoch bietet sich das idyllische Ufer der Untereider für einen ausgedehnten Spaziergang an.

 

4. Viele Touristen glauben beim ersten Mal an eine Erscheinung: Sie fahren mit dem Auto durch das flache Land – und plötzlich scheint ein riesiges Schiff durch die Wiesen zu steuern. Der Nord-Ostsee-Kanal ist allgegenwärtig. Und darum darf man sich auch nicht über außergewöhnliche Verkehrsregeln wundern: So ist zwischen Rendsburg und Breiholz Fernlicht verboten – die Kapitäne der Schiffe könnten geblendet werden.

5. Die Schwebefähre unter der Hochbrücke ist ein technisches Unikum und wohl bald Unesco-Welterbe. In den Sommerferien wird das gute Stück meist repariert. Dann kann man auf den Fußgängertunnel ausweichen, zu dem am Conventgarten eine Rolltreppe steil in die Tiefe führt.

 

6. Eine Hymne
für jedes SchiffAn der Schiffsbegrüßungsanlage unter der Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg werden dicke Pötte und kleine Boote mit der Hymne ihres Staates empfangen. Darüber hinaus dürfen sich die Seh-Leute über viele Informationen und etwas Seemannsgarn freuen.

7. Wechsel der Lotsen Bei Schülp kommen neue Lotsen an Bord der großen Schiffe. Der Lotse wird von einem Spezialboot längsseits gebracht und klettert über eine Strickleiter. Das Manöver ist gegenüber der Lotsenstation von der Kanal-Südseite aus gut zu beobachten.

8. Hier kann man auf dem Strich gehenWas soll man sich in Rendsburg ansehen? Einen Anhaltspunkt bietet die „Blaue Linie“. Sie führt an 30 Sehenswürdigkeiten vorbei durch die Innenstadt und auch über den Paradeplatz.

9. schönster Stadt-PlatzDer historische Altstädter Markt ist eines der Schmuckstücke der Stadt. Es lohnt sich ein Besuch des Alten Rathauses, dessen Ursprünge auf das Jahr 1566 zurückgehen. Es verfügt über ein Glockenspiel, das alle zwei Stunden bekannte Volksweisen erklingen lässt.

10. REndsburgs ältestes GotteshausVor 725 Jahren wurde der Grundstein für den Bau der Backsteinkirche St. Marien gelegt. Im Sommer halten sich hier von Montag bis Sonnabend (11 bis 17 Uhr) 25 Ehrenamtler für die Information der Besucher auf. In den Ferien finden sonnabends Kirchenführungen statt, an drei Freitagen ist das Gotteshaus für eine „Sommernacht“ geöffnet.

11. Erinnerungen an jüdisches LebenEs ist das einzige jüdische Museum nördlich von Berlin: In der Rendsburger Prinzenstraße ist eine ehemalige Synagoge vollständig erhalten. Hier wird sowohl das jüdische Leben dargestellt, als auch Kunst unter jüdischen Aspekten in wechselnden Schauen gezeigt.

12. Die Geschichte der Schifffahrt Die Schiffsmodell-Sammlung von Reeder Jens-Peter Schlüter legte den Grundstein für das Schifffahrtsmuseum in der Königstraße. Leiter Alfred Gudd weiß anschaulich über die Geschichte der Seefahrt am Kanal zu berichten.

13. Blechspielzeug und Druckvorführungen450 Autos und Figuren aus Blech – eine einzigartige Sammlung – sind in den Museen im Kulturzentrum ausgestellt. Hier hat auch das Druckmuseum seinen Sitz, das die Entwicklung der Drucktechnik demonstriert, ebenso wie das historische Museum der Stadt Rendsburg.

14. Ein Museum für HochprozentigesHier ist Schottland ganz nah: In der Holsteiner Straße 18-20 betreibt die Familie Krüger ein Feinkostgeschäft. Neben einer beeindruckenden Wein-Auswahl steht der Whisky im Mittelpunkt – mit Verkostungen und eigenen Museum.

> www.eidora.com

15. Mit der Stutentrine durch die StadtHistorische Führungen finden bis September sonnabends um 10.30 Uhr ab Altstädter Markt statt. Das Aussichtserlebnis Hochbrücke lockt jeden Sonntag um 14 und 15 Uhr; Treffpunkt: Nordseite der Schwebefähre. Neu sind Spaziergänge der Tourist-Information mit Stutentrine durch die Altstadt und Führungen auf den Spuren Rendsburger Juden.

 

16. Kreuzfahrten auf dem längsten FlussDie Eider ist Schleswig-Holsteins längster Fluss. Fahrten über auf Eider bis an die Nordsee (Tönning) oder auf dem Nord-Ostsee-Kanal in die Landeshauptstadt bietet die Adler-Reederei ab Rendsburg Obereiderhafen an – mit der „Adler Princess“ oder mit dem Raddampfer „Freya“.

 

> www.adler-schiffe.de

17. Vogelbeobachtung im MoorDer Blick von der Aussichtsplattform am Loher Weg in Fockbek auf das 379 Hektar große Naturschutzgebiet Fockbeker Moor lohnt sich. Hier brüten rund 60 Vogelarten. Das Moor beherbergt Wollgras, Sonnentau und Moosbeere, gibt 25 Torf- und Lebermoosen eine Heimstatt.

> www.nabu-sh.de

18. Beheiztes Wasser und BeachvolleyballKlares, ungechlortes und beheiztes Badewasser (23 Grad) – das alles bietet das Naturerlebnisbad in Büdelsdorf (Hermann-Ehlers-Platz 13). Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich mit Rutsche, Beachvolleyball, Basketball.

19. auf dem TreidelwegMitte des 19. Jahrhunderts entstand am Büdelsdorfer Ufer der Obereider durch Aufforstung ein Waldstück, das Hollersche Anlagen genannt wird. Der neu gestaltete Treidelweg lädt zum Flanieren ein, Feuerstellen zum Grillen und das „Fährhaus“ zum Verweilen. Parken kann man „An der Liebesbuche“.

20. Schöner Ausblick
mit BismarckDer knapp 100 Meter hohe Aschberg ist ein beliebtes Ausflugsziel in den Hüttener Bergen. Von dort hat man einen schönen Rundblick auf die Landschaft, bei guter Sicht bis nach Kiel und Schleswig. Am höchsten Punkt steht eine sieben Meter hohe Statue des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck, der Schwert und Kaiserkrone in den Händen hält.

21. Besuch bei Fjäll-Rind und Vorwerk-HuhnRinder, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen, Schweine, Geflügel: 1200 Tiere aus 82 Rassen versammelt die „Arche Warder“ auf einem 40 Hektar großen Gelände. Damit gilt der Zoo an der Autobahn 7 in der Nähe des Ortes Warder als Europas größter Park für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen.

> www.arche-warder.de

22. Die Tortenschlacht
am tüteberg20 bis 30 Minuten zu Fuß sind es bis zur höchsten Erhebung im Naturpark Westensee, dem 88 Meter hohen Tüteberg westlich von Kiel. Die Aussicht oben reicht von der Rader Hochbrücke im Westen bis zur Skyline von Kiel. Einkehr-Tipp: Café Zeit in der Dorfstraße in Westensee mit tollen Torten.

23. Wo der alte Eiderkanal verliefDer Eiderkanal verband von 1784 bis 1890 die Kieler Förde mit der unteren Eider bei Rendsburg. Heute existieren nur noch Teilstücke und Reste der Schleuse Kluvensiek bei Bovenau, deren sichtbare Teile jetzt instand gesetzt werden.

24. Baden, Angeln und Reiten Die Landschaft bei der Forst- und Teichwirtschaft Waldhütten in Meezen erinnert ans Mittelgebirge. In den Teichen werden Karpfen, Zander und Forellen gezüchtet und können geangelt werden. Man kann baden oder reiten.

> www.waldhuetten.de

25. ohne HöhenangstKletterspaß pur – und dann aus fast 20 Metern Höhe 160 Meter weit durch die Bäume gleiten ist eine von vielen Attraktionen des Natur-Hochseilgartens in Hanerau-Hademarschen. Der Parcours ist 900 Meter lang. An schönen Tagen kann man bis zu 35 Kilometer ins Land sehen.

26. Segelrevier im NaturparkDer Wittensee liegt im Zentrum des Naturparks Hüttener Berge und gehört mit rund zehn Quadratkilometern zu den größten Seen Norddeutschlands. Hier ist entspanntes Segeln, Surfen und Angeln möglich. Motorboote dürfen den See nicht befahren.

27. Gutes Essen plus InformationenDas Redderhus ist ein Informationszentrum für Tourismus, Umwelt und Natur im Herzen des Naturparks Hüttener Berge. Das 150 Jahre alte Gasthaus in Holzbunge beherbergt heute eine Tourist-Information mit Fahrradverleih, Kartenvorverkauf und Beratung über Urlaubs- und Ausflugsziele.

28. rund um owschlagAls eine touristische „Perle“ gilt Owschlag, die größte Gemeinde des Amtes Hütten. Mit dem idyllischen Owschlager See samt Badestelle und dem Heideteich, den reizvollen Rad- und Wanderwegen rund um die Seen bis in die Moore bietet der Ort zahlreiche Ausflugsziele.

29. Museum mit WindmühlenflügelnSie sollte schon abgerissen werden – die Mühle Anna in Nübbel. Jetzt ist sie ein Museum. Gezeigt werden Exponate aus den Bereichen Haus-, Landwirtschaft und Holzschiffbau.
> Mai bis Okt. jeden 1. Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr

30. Fischotter Anton
und Lili füttern In der Eider-Treene-Sorge-Niederung lieg das Natur- und Umweltschutzzentrum Hohner See. Im „Alten Bahnhof“ in Hohn wird in einer Ausstellung über die Landschaft informiert. Im Gehege am See können die Fischotter Anton und Lili vor allem zu den Fütterungszeiten (9 und 16 Uhr) beobachtet werden.

31. Die Kinderstube von „Hoier Boier“ Meister Adebar wird hier „Hoier Boier“ genannt. Im Storchendorf Bergenhusen ziehen bis zu 16 Storchenpaare ihren Nachwuchs auf. Das Michael-Otto-Institut zeigt eine Ausstellung rund um den Weißstorch.

32. Eine Runde Sache im MittelpunktBei Nortorf liegt der Mittelpunkt Schleswig-Holsteins. Der Zentralort beherbergt in seinem Museum eine umfangreiche Schallplattensammlung, denn von 1948 bis Ende der 80er Jahre presste die Firma „Teldec“ hier die Scheiben.

33. Entlang der Knicks radeln Eider und Kanal, Knick- und Redderlandschaft – der Rundwanderweg von Büdelsdorf über Borgstedt und zurück erschließt ein abwechslungsreiches und naturnahes Gebiet für Radfahrer und Wanderer.

34. Per Rad über die EiderAn der Eider bei Friedrichsgraben heißt es: „Fährmann hol über“. Seit 1999 verbindet die Hohner Fähre wieder die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Dithmarschen über die Eider hinweg – aber nur Radfahrer und Wanderer können im Sommer übergesetzt werden.

> Fährzeiten sind Sonnabend von 11 bis 17 Uhr; Sonn- und Feiertage 10 bis 17 Uhr

35. Gute Sicht auf
den Kanal Bei Kilometer 31 (Beldorf) bietet die kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke mehr als eine Querungshilfe über den Nord-Ostsee-Kanal. Die Fundamente der Grünentaler Hochbrücke wurden auf beiden Kanalseiten zu Aussichtsplattformen umgestaltet.

36. Seitensprung
im NaturparkVom Ochsenweg in die anmutige Hügellandschaft des Naturparks Aukrug – der Ochsenschleichweg macht Lust auf einen Seitensprung. Zwischen Hohenwestedt, Meezen und Tannenfelde führt er auf einer Strecke von 28 Kilometern Radreisende durch beschauliche Auenwälder, Moor- und Waldlandschaften.

> www.ochsenschleichweg.de

37. Bäuerliche WohnkulturBäuerliche Wohnkultur der Region aus dem 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert präsentiert „Dat Ole Hus“ in Aukrug in mehreren Gebäuden. Bekannt ist der Museumskroog für seine Waffeln mit heißen Kirschen.

> geöffnet Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr

38.Energie Tanken
an der fähreIn der Gemeinde Steenfeld gibt es am Kanal eine Servicestation der NOK-Kanalroute. Hauptattraktion sind die Museumsfähre Fischerhütte, aber auch das neuzeitliche Gegenstück. Hier werden Kaffee und Eis sowie Kartenmaterial angeboten.

 

39. Ganz entspannt in
die Luft gehenAuf dem Flugplatz Aukrug ist an jedem Wochenende zwischen März und September Betrieb. Oft werden Gästeflüge angeboten.

> www.segelflug-aukrug.de

40. Die geschichte eines geteilten dorfes Sehestedt wurde durch den Kanalbau als einziger Ort in Nord- und Südseite geteilt, die Wasserstraße führt quasi direkt über den alte Ortsmitte. Daran erinnert das Dorfmuseum Sehestedt im Pastorat. Auf einem Spaziergang erzählen Infotafeln etwas zur Dorfgeschichte.

41. pause mit HIMBEERTORTEHimbeeren satt – das bietet der Himbeerhof Steinwehr. Entweder selber pflücken oder leckere Torten verspeisen.

> Anfahrt: A210, Ausfahrt Bredenbek, Bovenau, von dort ausgeschildert;
www.himbeerhof.de

42. Güter-Tour
KutschfahrtenEine historische Reise im Planwagen, gezogen von zwei Kaltblutpferden: Die Güter-Tour führt nach Kluvensiek, Osterrade, Steinwehr und Dengelsberg. Die Herrenhäuser liegen an der Strecke zwischen Eiderkanal und Nord-Ostsee-Kanal.

> Fahrten ab Ende April, Reservierung unter 04334/181810 oder www.gueter-tour.de

43. Liebeserklärung an Ostpreussen am Kanal Kunst und Geschichte vereint der Masurenhof in Hamweddel. Die Geschichte Preußens, aber auch Naturmotive sind vom Künstler Günter Lingner in Bildern dargestellt. Galerie sonntags geöffnet.
> www.masurenhof-kollmoor.de.

44. „Dicke Pötte“
zum Dessert Nach Ausflügen Kraft tanken mit direktem Blick auf die dicke „Pötte“ – das kann man unter anderem im Kanalcafé in Osterrönfeld, im Restaurant Achterdeck und auf der Kanalterrasse des Hotels Conventgarten in Rendsburg (Hindenburgstr. 38-42) sowie in „Brauers Aalkate“ in Rade (Hering und Aal) oder bei einer Tasse Tee und Torte Cafe „Alte Scheune“ in Breiholz.

 

Norddeutsche Rundschau

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Aktuelle News, Der Kanal, Segeln von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne