ROUNDUP: Deutscher Schiffbau unter Druck – Branche sortiert sich neu

Seinen Optimismus für die Zeit danach begründete von Oesterreich mit der Hoffung auf sinkende Risikovorsorge für notleidende Kredite und niedrigeren Belastungen durch Prämien an die Länder für die Staatsgarantien. Allerdings ist derzeit nicht absehbar, wie lange sich die Krise der Containerschiffahrt noch hinziehen wird. Die HSH selbst erwartet vor Ende 2014 keine nachhaltige Erholung der Branche, bei deren Finanzierung sie nach wie vor führend ist. “Wir sehen natürlich hier und da, dass sich einiges verbessert”, sagte Oesterreich, aber die Größenordnungen seien “nicht materiell”.
Die Schifffahrts- und Finanzkrise hat den deutschen Schiffbau deutlich Substanz gekostet. Allein in den vergangenen fünf Jahren mussten acht Werften sowie eine Reihe von Zulieferbetrieben aus dem Markt ausscheiden, heißt es in einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC PricewaterhouseCoopers, deren erste Ergebnisse am Mittwoch in Hamburg vorgestellt wurden. Der Containerschiffbau, einst eine Domäne deutscher Werften, ging völlig verloren. mehr

SPD Küstengang MdB SH wollen in BRB Taten sehen

Küstengang will Taten sehen
SPD-Bundestagsabgeordnete der norddeutschen Bundesländer bezogen in Brunsbüttel Stellung zu Schleusen, Offshore, Flüssiggas für Schiffe
Brunsbüttel

Wie gut ist Brunsbüttel für den Offshore-Markt aufgestellt? Wie entwickelt sich die vom Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports geplante Versorgung von Schiffen mit dem Flüssiggas LNG? Und natürlich: Wie kommt die Ertüchtigung der Kanalschleusen voran? Fragen, denen sich gestern die so genannte SPD-Küstengang widmete. Dieser Zusammenschluss von sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten aus den norddeutschen Küstenländern startet einmal im Jahr eine „Sommerreise“, um sich vor Ort mit drängenden Themen zu befassen. Nach Brunsbüttel gestern steht für die Gruppe um den Bremer Uwe Beckmeyer heute Flensburg auf dem Plan. Lösungen hatte die Küstengang nicht im Gepäck, dafür einen prall gefüllten Forderungskatalog. Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports , sagte gegenüber unserer Zeitung, dass er den Besuch der Bundespolitikerals willkommene Gelegenheit zum Gedankenaustausch sehe. Eine Wunschliste: mehr

Windenergiemesse Hamburg und Husum: Kluger Kompromiss

Der Streit um die Windmesse ist beendet und beide Seiten dürfen sich als Gewinner fühlen. Die Vernunft hat sich durchgesetzt, Husum und Hamburg teilen sich Risiken und Chancen. Ein Kommentar von Helge Matthiesen.

Lange sah es so aus, als würde der Streit um die Windmesse nur Verlierer hinterlassen. Husum pokerte hoch und stellte Maximalforderungen auf, die kaum zu erfüllen waren. Die Landespolitik sekundierte und baute damit Hürden, die unüberwindbar schienen. Beiden Seiten drohte der Gesichtsverlust, eine Einigung rückte in weiter Ferne. Am Horizont zeichneten sich bereits Begehrlichkeiten anderer Messestandorte ab, die nur darauf warteten, dass die Norddeutschen Kontrahenten die Sache nicht geregelt bekäme
Kiel – Im Kieler Rathaus ist die Wanderausstellung “Faszination Offshore – Wind vom Meer für neue Energie in Stadt und Land” offiziell eröffnet worden. Ziel der von der Stiftung Offshore-Windenergie initiierten, und vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderten Ausstellung ist es, eine aktive Informationsarbeit rund um das Thema Offshore-Windenergie zu leisten und die Akzeptanz der sauberen Energiegewinnung zu fördern.
Weiterentwicklung der bewähren M5000 Offshore Technologie, in Bremerhaven.

Nahe der Autobahn A 27 wird der Offshore Windenergieanlagenhersteller die noch leistungsstärkere Windenergieanlage M5000-135 installieren.

Der weiterentwickelte Anlagentyp der schon sehr erfolgreich betriebenen M5000-116 fünf Megawatt (MW) Anlagen von AREVA Wind zeichnet sich wesentlich durch die vergrößerte Spannweite des Rotor aus.
Im kommenden Sommer sollen die Bauarbeiten direkt am Wasser beendet sein: Der Elbehafen Brunsbüttel wird zurzeit für rund 15 Millionen Euro erweitert und modernisiert. Das Land Schleswig-Holstein fördert dieses Projekt der zur Schramm Gruppe gehörenden Brunsbüttel Ports GmbH mit insgesamt 1,35 Millionen Euro.
Brunsbüttel Ports und Raffinerie Heide vereinbaren Fortsetzung ihrer Zusammenarbeit

Brunsbüttel. Mehr als 136 Millionen Tonnen Rohöl wurden in den vergangenen 45 Jahren durch die Raffinerie im Brunsbütteler Elbehafen gelöscht. Damit dies auch künftig möglich ist, investiert der Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports GmbH 2013 rund 1,1 Millionen Euro in die Erneuerung der Ölumschlagsanlage im Elbehafen.
Mitglieder der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH besuchten den Hafen Helgoland. Anlässlich eines Arbeitsgesprächs verschaffte sich die Kooperation einen Überblick der Ausbauarbeiten auf der Nordseeinsel.
Brunsbüttel. Lösungen für die Logistikkette sowie Erfahrung und Kompetenz im Großkomponenten-Umschlag bietet Brunsbüttel Ports – klar, dass das Brunsbütteler Unternehmen mit diesem Fachwissen auf der Husum WindEnergy, der führenden Windenergie-Messe, vertreten ist. Auf ihrem Stand präsentiert die Hafengruppe gemeinsam mit der Schramm group von Dienstag bis Sonnabend, 18. bis 22. September, ihr Leistungsspektrum speziell für die Windenergie-Branche.
Ein solches Transportprojekt führte das Unternehmen jetzt im Auftrag der REpower Systems SE für den Windpark Thornton Bank Phase II durch. Der Windpark befindet sich in der Nordsee etwa 30 Kilometer vor der belgischen Küste zwischen Oostende und Zeebrügge.

Bei diesem Projekt wurden insgesamt 30 Windenergieanlagen des Typs REpower 6M transportiert. In Bremerhaven wurden bei jeder der zehn Fahrten drei Naben und drei Gondeln (schwerste Komponente mit rund 330 Tonnen) geladen. In Cuxhaven kamen zusätzlich sechs Turmsektionen zur Ladung hinzu. Abschließend folgte die Überfahrt nach Oostende. Bereits Ende Februar starteten die ersten Verladungen, jetzt wurde die zehnte und letzte Fahrt abgeschlossen.
Mit einem Aufwand von 15 Millionen Euro baut die Brunsbüttel Ports GmbH die Liegekapazitäten in ihrem Universalhafen „Elbehafen“ aus. Gestern wurde der Vertrag über die so genannte Vorrammung der Spundwand, mit zehn Millionen Euro die größte Einzelmaßnahme, unterzeichnet. Im Ausschreibungsverfahren hatte sich die Tiefbau GmbH Unterweser (Tagu), eine Tochter der Ludwig Freytag Gruppe, durchgesetzt. Der 1968 in Betrieb genommene Elbehafen, damals noch im Besitz des Landes Schleswig-Holstein, soll in dieser Ausbaustufe als Tiefwasserhafen für die nächsten 40 Jahre fit und vor allem für den Umschlag von großen Stückgütern, wie Windkraftanlagen, nutzbar gemacht werden. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird im Herbst 2013 gerechnet.
wob

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Millionen-Investitionen in den Hamburger Hafen HHLA erfüllt Prognose 2012

Die sogenannte HHLA-Milliarde reicht nur noch bis 2014 für Investitionen in den Hamburger Hafen. Neue Kattwyk-Eisenbahnbrücke, Westerweiterung, Ausbau der Nautischen Zentrale – zudem das Naturschutzgebiet Kreetsand im Osten Wilhelmsburgs. Die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) plant in diesem Jahr erneut zahlreiche Großprojekte. Insgesamt sollen in die Infrastruktur des Hafens 250 Millionen Euro investiert werden.
Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) warb als Erster für die weitere Entwicklung des Hafens: “Sind wir die Besten bei der Qualität? Das muss unser Anspruch sein”, sagte er, auch mit Blick auf die Konkurrenzhäfen an der Nordseeküste. “Und das verlangt ein starkes gemeinsames Handeln!” Wer wollte ihm da bei der folgenden Diskussion widersprechen? Dass die Bundesrichter von der Elbvertiefung und gegen die Argumente der klagenden Umweltverbände überzeugt werden müssen, dass der Hafen in seiner Entwicklung offen für den Güterumschlag wie auch für die Industrieproduktion bleiben soll, dass die Stadt möglichst nicht auf Kosten von Hafenflächen wächst, darüber waren sich alle einig: Eurogate-Manager Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH), Jens Meier, Chef der Hamburg Port Authority (HPA), HHLA-Vorstand Stefan Behn und Siemens-Standortleiter Michael Westhagemann, der auch Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands Hamburg (IVH) ist.
EU-Kommission will Seehäfen vorschreiben, wie viel sie mindestens umschlagen müssen. Betreiber sind nicht begeistert Von Birger Nicolai
Hamburg. Bunte Rechtecke füllen den gesamten Bildschirm aus. Sie symbolisieren die Frachter, die an diesem Nachmittag am Containerterminal Burchardkai liegen. Lasse Möbius muss sie im Blick behalten. Denn von seinem Büro im neuen Leitstand des Terminals aus ordnet er den Verkehr, hält Kontakt zu Schifffahrtsfirmen, Maklern und zur Zentrale der beiden großen Zubringerreedereien in Hamburg. Möbius weiß, an welchem Liegeplatz welches Schiff wie lange bleiben kann und wo die zu verladenen Container stehen. Ein Klick auf einen Container am Schirm reicht zudem, um abzurufen, ob die Stahlkisten per Bahn oder Lkw weitertransportiert werden sollen oder in der Export gehen.
As a consequence of the looming economic slowdown and new schedules of shipping companies, the Executive Board of HHLA last night adjusted its forecast for the current financial year.
Die größten Containerhäfen der Welt liegen fast alle in Asien. Der Hamburger Hafen, lange Zeit unter den Top Ten weltweit, ist mittlerweile auf Platz 14 abgerutscht. Das geht aus einer Statistik des Bremer Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) hervor. Die bremischen Häfen gehören nicht mehr zu den 20 größten Häfen der Welt; sie liegen knapp darunter. Größter Hafen der Welt ist Shanghai mit einer Umschlagleistung von 31,4 Millionen TEU im Jahr, vor Singapur (29,9 Millionen TEU) und Hongkong (24,4 Millionen TEU).
Hamburg. Der Umschlag im Hamburger Hafen ist in den ersten drei Monaten des Jahres weiter gewachsen. Die Zahl der verladenen Standardcontainer (TEU) erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 2,2 Millionen, der Gesamtumschlag legte um 3,8 Prozent auf 32,6 Millionen Tonnen zu.
Die Verzögerungen bei der Elbvertiefung und ein härterer Preiskampf zwischen den Nordseehäfen haben Umsatz und Betriebsgewinn des Hamburger Hafen- und Logistikkonzerns HHLA zu Jahresbeginn gedrückt. Der Vorstand kippte deshalb am Dienstag die Jahresziele. Statt eines Zuwachses um je fünf Prozent erwartet das Management für 2012 nun einen Rückgang des Konzernumsatzes auf 1,1 Mrd. und des Betriebsgewinns auf 200 Mio. Euro. Im Vorjahr setzte HHLA noch einen 1,2 Mrd. Euro um und erwirtschaftete 207 Mio. Euro.
Kursinformationen und Charts

So nahm der Containerumschlag um 21,3 Prozent auf 7,1 Mio. Standardcontainer (TEU) zu, der Containertransport um 11,3 Prozent auf 1,9 Mio. TEU. Der Umsatz wuchs um 14,0 Prozent auf 1.217,3 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) um 7,3 Prozent auf 207,0 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter verbesserte sich um 17,1 Prozent auf 89,3 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet die HHLA einen Anstieg von Containeraufkommen, Umsatz und Ergebnis im Bereich von 5 Prozent. HHLA mehr

Übersicht aller Schiffe zum 824./823. Hafengeburtstag Hamburg

824. Hafengeburtstag Hamburg
Das größte Hafenfest der Welt lockt an Himmelfahrt in die Hansestadt Hamburg

Hamburg. Imposante Kreuzfahrer, internationale Marineschiffe, majestätische Großsegler und ein buntes Programm anlässlich des 824. Hafengeburtstag Hamburg laden vom 9. bis zum 12. Mai 2013 zu einem Besuch in die Hansestadt ein. Die Veranstalter erwarten über 1,5 Millionen Gäste.
Ein großartiges Feuerwerk vor der einzigartigen Kulisse des Hamburger Hafens ist der Teil Programms zum 824. Hafenge­burtstag Hamburg
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Das müssen Sie wissen Elb-Sause, ahoi! Mehr als 300 Schiffe kommen zum 823. Hafen-Geburtstag

Zwei Millionen Besucher zur Elb-Sause erwartet mehr