Aufnahme von Tarifverhandlungen zur Absicherung der Beschäftigten weiter offen

Verdi-Logo_image_660

Eine Aufklärung über die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) -Teil 4

13-03-19-Aufklärung -4-

Abstimmung zur Schifffahrtsreform

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Mitarbeiter der Wasserverwaltung zum Streik auf. Auch Arbeitsplätze in Regensburg stehen auf dem Spiel.

Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg signalisierten bereits Ende Februar bei einem Warnstreik Kampfbereitschaft zur Erhaltung ihres Standortes. Foto: Archiv
Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg signalisierten bereits Ende Februar bei einem Warnstreik Kampfbereitschaft zur Erhaltung ihres Standortes. Foto: Archiv
München. Verdi hat die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zur Urabstimmung über einen Streik aufgerufen. Seit Montag können die 13.000 Mitarbeiter entscheiden, ob sie Anfang Mai die Arbeit niederlegen wollen. Das teilte die Gewerkschaft am Dienstag mit. Demnach geht es bei den Streiks darum, die Auswirkungen der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung abzufedern. Die Reform sieht vor, Teile der Tätigkeiten zu privatisieren. Laut Verdi drohen in Bayern deshalb die Auflösung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Würzburg sowie die „Zerschlagung“ der Wasser- und Schifffahrtsämter in Regensburg, Nürnberg, Schweinfurt und Aschaffenburg. Die Ämter werden „umstrukturiert, zum Teil privatisiert und vielleicht sogar ganz verschwinden“, sagt Verdi Landesbezirksleiter Norbert Flach. „Von den etwa 1600 Arbeitsplätzen in Bayern sind mehrere hundert unmittelbar betroffen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Bei dem Sicherungstarifvertrag ginge es darum, die Menschen abzusichern, die durch die Reform ihren Arbeitsplatz verlieren, beziehungsweise deren Stelle verlagert wird, erklärte Flach mittelbayerische.de.

Ministerien zeigen Gesprächsbereitschaft

Nach Beginn der Urabstimmung am Montag zeigten sich die Zuständigen Bundesministerien für Inneres und Verkehr zu Verhandlungen bereit. Der Druck habe offenbar Wirkung gezeigt, kommentierte Flach das Gesprächsangebot.

Die Urabstimmung wird trotzdem wie geplant durchgeführt. Das Ergebnis will Verdi zu Beginn nächster Woche bekanntgeben. Dann sollen auch die Verhandlungen zwischen Ministerien und Gewerkschaft beginnen. Sollte es dabei nicht zu einer Einigung kommen, könnte es Anfang Mai zu Streiks kommen. (ma)

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1126858/

  • DIE LINKE: Fracking auch bei uns, wieder einmal Konzerninteressen vor gesunder Umwelt

DIE LINKE Kreistagsfraktion / Solidarität mit der Belegschaft / Herbert Behrens (MdB, DIE LINKE) zu Gast beim WSA Lauenburg

  • geschrieben von 
  • Sonntag, 31. März 2013 21:27
(0 Stimmen)
(BPP) Bundesverkehrsminister Ramsauer will die „Reform“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) im Sommer per Organisationserlass umsetzen. Die Zerschlagung bedroht auch die gewachsenen Strukturen des Lauenburger Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA). Die rund 380 Beschaftigten sorgen sich um ihre berufliche Zukunft. Herbert Behrens, Abgeordneter der LINKEN im Bundestag und Mitglied des Verkehrsausschusses, informierte sich nun bei Amtsleitung und Personalrat uber die aktuelle Situation. Begleitet wurde er vom ortlichen Mitglied der LINKEN Kreistagsfraktion Manfred Liedke. Lauenburg gehört zu den zehn größten Ämtern der WSV. Der Aufgabenbereich umfasst 29 Schleusen, 32 Wehre, 137 Dammstrecken und 75 Brucken. In Lauenburg werden zurzeit 23 Lehrlinge ausgebildet. Doch die ungewisse Zukunft mache es schwer, gute Leute zu halten oder zu bekommen, so Amtsleiterin Bettina Kalytta. Die unklaren Perspektiven fur ihre Belegschaft beunruhigen Kalytta. Sollte die Reform umgesetzt werden, konnten Dienste, die bislang im WSA Lauenburg zusammengefasst sind, auf Außenstellen umverteilt werden. Das konnte große Probleme bereiten, etwa wenn kurzfristige Einsatze bei Eisgang gefahren werden mussten. Die Personalvertreter Helmut Kiehn und Tino Deege berichten den Linkspolitikern von einer großen Unzufriedenheit in der Belegschaft. „Die Motivation ist dahin.“ Obendrein erzürnt die Personalrate, dass der Bundesinnenminister nicht bereit ist, in Tarifverhandlungen einzutreten. Die Gewerkschaften fordern einen Tarifvertrag, der auch die personellen Veränderungen des geplanten WSV-Umbaus berücksichtigt. „Der Besuch in Lauenburg hat meine ablehnende Haltung gegenuber den unausgegorenen Reformplanen der Regierung noch bestärkt“, meint Herbert Behrens. „Die von Verkehrsminister Ramsauer angestrebte Verteilung der Belegschaft auf mehrere Außenstellen, die aufwändige Koordinierung zwischen Ämtern, Außenstellen und Leitungsebenen sowie der fortschreitende Personalabbau wurden nicht zu mehr Qualität führen“, ist der norddeutsche Verkehrspolitiker überzeugt. „Wir versuchen, die Umstrukturierung der WSV noch über eine Bundesratsinitiative zu stoppen. Wir diskutieren diese Möglichkeit gerade mit unseren Landtagsfraktionen.“ Michael Schröder Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Kreistagsfraktion Barlachstr. 2 23909 Ratzeburg Tel. 04541 6886 www.dielinke-khl.de
Gelesen 88 mal
Freigegeben in Schleswig-Holstein
 http://bundespresseportal.de/schleswig-holstein/item/10300-die-linke-kreistagsfraktion-solidarit%C3%A4t-mit-der-belegschaft-herbert-behrens-mdb,-die-linke-zu-gast-beim-wsa-lauenburg.html

Redaktion

Das BundesPressePortal (BPP) ist ein parteiübergreifendes und bürgernahes Presseportal für Bundes-, Landes-, Bezirks-, Kreis- & Orts- Parteien in Deutschland. Grundsätzlich denken, handeln und arbeiten wir nach dem Presse-Kodex. Presse-Meldungen die auf dem BundesPressePortal erscheinen, werden mit ganzer Leidenschaft und voller Hingabe von der Redaktion unterstützt und zusätzlich in Ihrem persönlichen Facebook- & Twitter- Kanal an Tausende von Freunde und Follower geteilt. Beseelt von der Idee: Politische Botschaften ALLEN Bürgern auf VIELEN Wegen zugänglich zu machen, veröffentlichen wir alle Meldungen zusätzlich in unseren Social-Media-Kanälen und in weiteren Verbreitungs-Kanälen wie z. B. Xing und einem täglichen Newsletter.

Webseite: www.bundespresseportal.de

Freitag, 29. März 2013
DIE MOZ BEI >
 

Zeichen stehen auf Urabstimmung

Eberswalde (MOZ) 430 Mitarbeiter zählt das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde (WSA). Unter dem Motto "Wir machen Schifffahrt möglich" kümmert sich das Team zwischen dem Südufer der Müritz in Mecklenburg und Ratzdorf an der Neißemündung um rund 600 Kilometer Wasserstraße. Geht es nach dem Willen von Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU), werden es 2020 vielleicht nur noch 350 sein. Denn: Im Zuge der bundesweiten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) will sein Haus insgesamt mindestens 2500 Stellen einsparen. Der Bestand soll von derzeit 12 500 auf etwa 10 000 Kollegen sinken.

  Zukunft ungewiss: Noch läuft zwar abschnittsweise der Ausbau des Oder-Havel-Kanals, auch der Neubau zweier Brücken wurde noch genehmigt. Doch nach den Plänen von Minister Ramsauer soll die Wasserstraße in die nachrangige Kategorie C eingestuft werden. © MOZ/Thomas Burckhardt

Michael Reckzeh, Vorsitzender des Personalrates im WSA Eberswalde, sieht indes für seinen Bereich kaum mehr Potenzial. "Wir sind mal Anfang der 90er-Jahre mit 580 Mitarbeitern gestartet", macht er deutlich. Im Laufe der Jahre sei die Mannschaft schon Schritt für Schritt reduziert worden. "Bei gleichzeitig wachsenden Aufgaben", wie Reckzeh auch während der jüngsten Personalversammlung betont. Ein nochmaliges Abschmelzen gefährde nicht nur die eigentliche Pflichterfüllung, es drohen auch "eine Überalterung der Belegschaft sowie eine weitere massive Arbeitsverdichtung", so der Vorsitzende. Jüngstes Beispiel: "Eine Schiffsführer-Stelle in Schwedt dürfen wir nicht nachbesetzen." Dabei sei die Reform offiziell noch gar nicht gestartet. Und schon jetzt müssten Aufträge vergeben werden.

Das Ministerium versichere zwar, dass niemand entlassen werde. "Doch das sind alles nur Lippenbekenntnisse", sagt Reckzeh. Der Eberswalder Personalrat fordert deshalb - ebenso wie die Gewerkschaft Ver.di - den Abschluss eines Tarifvertrages. "Zur Einbindung der Personalvertretungen und zur Absicherung der Mitarbeiter vor Beginn der Reformmaßnahmen." Die Kollegen haben nämlich keinen Arbeitsvertrag mit dem WSA Eberswalde, sondern mit dem Bund, so Reckzeh. Zu befürchten stehe, dass Mitarbeiter, die im Zuge der Kategorisierung der Wasserstraßen vielleicht nicht mehr in Brandenburg benötigt werden, nach Bayern versetzt werden sollen. Eine Gefahr, die auch Antje Schumacher-Bergelin von Ver.di sieht. Zumal bereits mehr oder weniger offen aufgrund fehlender finanzieller Mittel von einer Schließung oder Sperrung einzelner Wasserstraßen die Rede sei. Die Havel-Oder-Wasserstraße soll bekanntlich in die nachrangige Kategorie C eingestuft werden.

Per Erlass will das Bundesverkehrsministerium zum 1. Mai die jetzigen Wasser- und Schifffahrtsdirektionen auflösen und stattdessen in Bonn eine Generaldirektion installieren, weiß Reckzeh. "Und danach will man sich dann den WSA zuwenden." Was weitere strukturelle Veränderungen bedeutet. Mindestens zehn Ämter sollen geschlossen werden, ergänzt Schumacher-Bergelin.

Vor allem die Standorte in Ostdeutschland stünden zur Disposition. Bislang habe Ramsauer den Abschluss eines Tarifvertrages abgelehnt. Bleibe die Regierung bei dieser Position, werde man sich auf einen unbefristeten Streik vorbereiten, kündigt Schumacher-Bergelin an. "Erster Schritt wäre eine Urabstimmung

PDF

Reform mit der Brechstange – Neues aus dem Ministerium Minister Ramsauer hat am vergangenen Montag (18.03.2013) vor Personalräten aus den Behörden des BMVBS sowie der WSV verkündet,

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Maritimer Supergau, Der Kanal, Bauwesen WSA Brunsbüttel, Privatisierung WSV, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne