Will „eisern kämpfen“, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)

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Nord-Ostsee-Kanal

„Das ist kein Pappenstiel“
Verkehrsminister Peter Ramsauer über den Nord-Ostsee-Kanal, die Elbvertiefung und das Fehmarnbeltprojekt
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Herr Ramsauer, in Kiel beginnt die achte Maritime Konferenz – und die Branche wartet auf weitere Signale für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals. Ihr Kieler Kollege Reinhard Meyer fordert, dass der Bund dafür in den nächsten zwölf Jahren neben den 120 Millionen Euro für den jährlichen Unterhalt zusätzliche 100 Millionen Euro jährlich für Investitionen zur Verfügung stellt. Sind Sie dazu bereit? Das ist keine Frage der Bereitschaft oder des Wollens. Tatsache ist, dass der Nord-Ostsee-Kanal mit all seinen Anlagen in den letzten Jahrzehnten auf Verschleiß gefahren worden ist. Als ich vor dreieinhalb Jahren ins Amt kam, habe ich diesen Zustand geerbt. Umso wichtiger ist es, dass der Bund jetzt kräftig investiert. Im Vergleich zu allen anderen Wasserstraßen Deutschlands nimmt der Kanal eine Spitzenstellung ein, was die Ausgaben des Bundes betrifft. Ich bin froh, dass ich schon Ende 2011 zusätzlich 300 Millionen Euro allein für die fünfte Schleuse in Brunsbüttel erkämpfen konnte, die wir jetzt noch einmal um weitere 75 Millionen Euro aufgestockt haben. Das ist kein Pappenstiel. Jetzt, wo erstmals die Finanzierung der neuen Schleuse steht und die Planungen solide vorliegen, konnten wir vergangenen Freitag auch die Ausschreibung veröffentlichen. Die ebenfalls vorgesehene Elbvertiefung verzögert sich wegen Klagen – wäre es da nicht sinnvoll, das hierfür eingeplante Geld nächstes Jahr in den Nord-Ostsee-Kanal zu stecken? Was glauben Sie, was ich dann aus Hamburg zu hören bekäme? Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Bundesverwaltungsgericht den Planfeststellungsbeschluss zur Elbvertiefung bestätigt. Auch wenn derzeit nicht vorhersehbar ist, wann vollziehbares Baurecht bestehen wird: Ich habe vor, zumindest eine Anfangsfinanzierung in Höhe von 25 Millionen Euro in den Bundeshaushaltsplan 2014 einzustellen. Und meine Forderung an die Kläger BUND, Nabu und WWF lautet: Ziehen Sie Ihre Klagen zurück! Dann hätten wir sofort vollziehbares Baurecht. Nicht nur Ihr Kollege Meyer, auch die maritime Wirtschaft kritisiert aber, dass im Nord-Ostsee-Kanal erst nach Fertigstellung der neuen Brunsbütteler Schleuse in acht Jahren alle weiteren Ausbauschritte folgen sollen. Dabei wird für die Verbreiterung der Oststrecke im Herbst Baurecht vorliegen. Warum packen Sie nicht zumindest diese Maßnahme schon nächstes Jahr an und stellen 2014 Geld bereit? Für die vorbereitenden Maßnahmen, wie die Planungen, ist das Geld im Haushalt schon veranschlagt. Natürlich würde ich auch am liebsten alle Projekte gleichzeitig anpacken. Doch selbst wenn ich im nächsten Jahr Geld für die Erweiterung der Oststrecke hätte – wir könnten es nicht ausgeben! Dafür müssen erst alle Planungsschritte einschließlich der Ausschreibung abgeschlossen sein. Die Anbindung der deutschen Seehäfen wird ja nicht nur durch Kanalausbau und Elbvertiefung verbessert, sondern auch durch den geplanten Fehmarnbelttunnel und den Ausbau der Schiene dorthin. Allerdings will man in Ostholstein keine Güterzüge durch die Ferienorte rattern lassen und fordert daher zwei Bahntrassen zum Belt: die bestehende für den Personennahverkehr und eine neue an der A 1 für den Güter- und Fernverkehr. Wenn das laufende Raumordnungsverfahren diese Lösung ermöglicht – unterstützen Sie die als Minister? Ein ganz klares Ja! Ich habe mir einen ganzen Tag lang zwischen Lübeck und Burg auf Fehmarn ein eigenes Bild von der Lage verschafft. Deshalb habe ich für diese Wünsche vollstes Verständnis. Allerdings: Wenn es das Raumordnungsverfahren ermöglicht. Dieses Verfahren kann ich als Bundesminister nicht beeinflussen. Interview: Henning Baethge Norddeutsche Rundschau Copyright Herr Baethge danke für die Unterstützung seit 2011
Brunsbüttel

NOK: Schleusenkammer ausgeschrieben

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Kurz vor Beginn der Nationalen Maritimen Konferenz in Kiel setzt Bundesverkehrsminister Ramsauer ein Zeichen. Seit Freitag läuft die Ausschreibung des längst beschlossenen Baus einer neuen Schleusenkammer für den sanierungsbedürftigen Nord-Ostsee-Kanal.
Foto: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ließ sich zuletzt von den Experten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel über den Stand der Schleusen informieren.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ließ sich zuletzt von den Experten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel über den Stand der Schleusen informieren.
© dpa
Kiel/Berlin. Der 375 Millionen Euro teure Bau einer fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist seit Freitag europaweit ausgeschrieben. „Wir erwarten die Angebote bis Mitte August dieses Jahres und werden sie dann gründlich prüfen und auswerten“, erklärte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) in Berlin. Die Vergabe soll im Februar 2014 erfolgen. Die Mittel des Bundes sind laut Ramsauer gut investiert: „Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meist befahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt, eine wichtige Verkehrsader mit internationaler Dimension.“ Ramsauer bezeichnete die maritime Wirtschaft mit ihren zahlreichen Zulieferern als „Wirtschaftsmotor für die gesamte Bundesrepublik“. Die Schleusenkammer soll bis zum Jahr 2021 fertig sein. Zugleich skizzierte er die Gesamtstrategie für den seit Jahrzehnten sanierungsbedürftigen Nord-Ostsee-Kanal, der kürzlich wegen maroder Schleusen aus der Kaiserzeit eine Woche für große Schiffe gesperrt werden musste. Demnach werden sich die Arbeiten weit über 2021 hinziehen: Nach Fertigstellung der fünften Schleusenkammer ist die Sanierung der beiden bestehenden großen Schleusenkammern vorgesehen. Auch an der Schleusengruppe in Kiel-Holtenau ist mittelfristig eine größere Instandsetzung erforderlich. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Nord erarbeite hierfür aktuell ein Instandsetzungskonzept. Ein Zeitrahmen wurde nicht genannt. Für den notwendigen Ausbau der Oststrecke des Kanals läuft das Planfeststellungsverfahren. Der Beschluss könnte voraussichtlich im September 2013 vorliegen. Für den Neubau der über 100 Jahre alten Levensauer Hochbrücke bei Kiel soll 2014 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Als weitere Maßnahme soll der Kanal um einen Meter vertieft und die Kurvenführung verbessert werden. Die Kanalvertiefung komme aus heutiger Sicht aber frühestens im Anschluss an den Ausbau der Oststrecke in Betracht, hieß es. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) dringen massiv auf eine schnellere Sanierung des Kanals. Es wäre viel zu spät, wenn erst nach Vollendung der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel und damit erst nach 2021 die weitere Sanierung erfolge, sagten beide Politiker vergangene Woche. Der Kanal habe für die deutsche Wirtschaft insgesamt eine wichtige Funktion. Meyer und Horch wollen den Ausbau der Wasserstraße zu einem Schwerpunkt der 8. Nationalen Maritimen Konferenz machen, die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Kiel eröffnet wird. Auch Ramsauer sowie die Bundesminister Peter Altmaier (Umwelt, CDU) und Philipp Rösler (Wirtschaft, FDP) werden erwartet. Ramsauer betonte, dass für alle Bundeswasserstraßen im Küsten- und Binnenbereich für Ersatz- und für Ausbauinvestitionen etwa 500 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. Die Jahresraten allein für die Schleuse Brunsbüttel beliefen sich auf über zehn Prozent des Gesamtansatzes für alle Investitionen. Dagegen fordern Meyer und Horch pro Jahr 100 Millionen Euro zusätzlich allein für Investitionen am Nord-Ostsee-Kanal. Ramsauer sagte, er setze sich schon seit Beginn seiner Ministerzeit dafür ein, langfristig zusätzliche Haushaltmittel für die Infrastruktur zu bekommen. „Was die Ausgaben des Bundes betrifft, nimmt der Nord-Ostsee-Kanal schon jetzt eine Spitzenposition unter allen Wasserstraßen Deutschlands ein.“ Er sei froh, 1,75 Milliarden Euro extra für unsere Infrastruktur erkämpft zu haben. „Allein 375 Millionen Euro gehen nach Brunsbüttel“, betonte Ramsauer. Coypright Kieler Nachrichten Frank Behling danke
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag21113.html Der Whistelblower vom NOK während des Interviews mit dem Lotsenältermann Brunsbüttel NOK1,  im Hintergrund weisse Jacke Sonnenbrille. ( Verteilen von Visitenkarten zur Info NOK21.de)

Ramsauer rechnet mit weiteren NOK-Sperrungen

06. April 2013 | 09:35 Uhr | Von dpa

Für den 375 Millionen Euro teuren Bau einer zusätzlichen Schleuse in Brunsbüttel war am Freitag die Ausschreibung veröffentlicht worden. Foto: dpa

Für den 375 Millionen Euro teuren Bau einer zusätzlichen Schleuse in Brunsbüttel war am Freitag die Ausschreibung veröffentlicht worden. Foto: dpa

Der Ausfall mehrerer Schleusen legte im März die wichtigste Wasserstraße für große Schiffe lahm. Ein Szenario, das sich laut Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer durchaus wiederholen könnte.
<Copyright Willi Thiel
WilfriedThielSchleuseBRB21   Schwerin / Brunsbüttel. Bis zur geplanten Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals könnte es nach Einschätzung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erneut zu Behinderungen im Schiffsverkehr kommen. "Weitere Notreparaturen und vorübergehende tageweise Sperrungen sind nicht auszuschließen", sagte der Minister der "Schweriner Volkszeitung". "Wir bauen gerade eine schnelle Eingreiftruppe mit Spezialisten für plötzlich auftretende technische Probleme an den Schleusen auf", sagte der Minister. Nach dem Ausfall mehrerer Schleusen im März war die wichtige Wasserstraße für große Schiffe vorrübergehend gesperrt worden.

Ramsauer wies Kritik zurück

Ramsauer wies Kritik an seinem Krisenmanagement zurück. Der Kanal leide unter einem Sanierungsstau. "Er ist über die letzten beiden Jahrzehnte sträflich vernachlässigt worden", sagte der CSU-Politiker. Für den 375 Millionen Euro teuren Bau einer zusätzlichen Schleuse in Brunsbüttel war am Freitag die Ausschreibung veröffentlicht worden. Klar sei, dass der "Bau länger als fünf Jahre in Anspruch nehmen" werde, sagte Ramsauer. Norddeutsche Rundschau Copyright danke http://www.t-online.de/regionales/id_62861352/nord-ostsee-kanal-ramsauer-setzt-bei-pannen-auf-eingreiftruppe-.html http://www.derwesten.de/politik/ramsauer-setzt-bei-pannen-am-nord-ostsee-kanal-auf-eingreiftruppe-id7806656.html Copyright der Westen biite den Rest des Artikel in o.g. link lesen
Politik

Ramsauer setzt bei Pannen am Nord-Ostsee-Kanal auf "Eingreiftruppe"

06.04.2013 | 11:10 Uhr

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat Kritik an seinem Krisenmanagement nach dem Ausfall mehrerer Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals zurückgewiesen. Die Wasserstraße leide unter einem Sanierungsstau, sagte Ramsauer der "Schweriner Volkszeitung" (Samstagausgabe).

Berlin (dapd). Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat Kritik an seinem Krisenmanagement nach dem Ausfall mehrerer Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals zurückgewiesen. Die Wasserstraße leide unter einem Sanierungsstau, sagte Ramsauer der "Schweriner Volkszeitung" (Samstagausgabe). "Wir bauen gerade eine schnelle Eingreiftruppe mit Spezialisten für plötzlich auftretende technische Probleme an den Schleusen auf", fügte der Minister hinzu. Der Wasserweg sei während der vergangenen zwei Jahrzehnte sträflich vernachlässigt worden, erklärte Ramsauer. Daher sei mit weiteren Notreparaturen und vorübergehenden Sperrungen auch künftig zu rechnen. Für den Bau einer neuen Schleuse sei am Freitag die Ausschreibung veröffentlicht worden. Klar sei aber, dass der Bau länger als fünf Jahre in Anspruch nehmen werde, fügte Ramsauer an. dapd Copyright t-online biite den Rest des Artikel in o.g. link lesen

Ramsauer setzt bei Pannen am Nord-Ostsee-Kanal auf "Eingreiftruppe"

German Transport Minister Ramsauer speaks during interview with Reuters in Berlin

06.04.2013, 15:14 Uhr | dapd

Sehr geehrte Damen und Herren, heute findet ab ca. 15:30 Uhr im Deutschen Bundestag eine Aktuelle Stunde zum Nord-Ostsee-Kanal statt. Beachten Sie dazu und zu der Kleinen Anfrage der SPD zum NOK bitte folgende Pressemitteilung von Bettina Hagedorn. Im Anhang finden Sie außerdem den Fraktionsentwurf zur Kleinen Anfrage. Arne LütkenhorstFrederik12---   Büro Bettina Hagedorn, MdB Paul-Löbe-Haus 5.640 Platz der Republik 1 D-11011 Berlin Tel.: (030) 227-73343 Fax: (030) 227-76920 E-Mail: bettina.hagedorn.ma02@bundestag.de Internet: www.bettina-hagedorn.de   -

Probleme am NOK: SPD bleibt dran - Heute aktuelle Stunde im Bundestag!

Im Anhang finden Sie den Katalog der 35 Fragen als „Kleine Anfrage“ der SPD-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung

 Viel betriebim Kanal Nach seinem „Blitzbesuch“ per Hubschrauber in Brunsbüttel am 22. März, bei dem  Bundesverkehrsminister Ramsauer zwar „warme Worte“ aber leider nicht die Zusage für die Umsetzung eines Gesamtkonzeptes für den Nord-Ostsee-Kanal abgeliefert hatte, und nach seinem peinlichen „Nicht-Auftritt“ zum NOK im  Haushaltsausschuss zwei Tage zuvor, legt die SPD nach: Auf Initiative der stellv. Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss, Bettina Hagedorn (Ostholstein) und Johannes Kahrs (Hamburg) hat die SPD-Bundestagsfraktion am 19. März einen Katalog von 35 Fragen als „Kleine Anfrage“ an die Bundesregierung zum NOK (in der Anlage) beschlossen, den die Bundesregierung nun innerhalb von 14 Tagen detailliert beantworten muss. Hagedorn: „Im Kern geht es bei den 35 Fragen um die Hintergründe der erneuten fast vierjährigen Verzögerungen bei Planung und Bauzeit der 5. Schleusenkammer, um die wirtschaftlichen Konsequenzen bei weiteren Schleusenausfällen und um zusätzliche Anstrengungen des Ministeriums, solche Ausfälle in Brunsbüttel wie in Kiel künftig zuverlässig zu vermeiden. Dabei spielt zusätzliches Personal eine Schlüsselrolle. Vor allem aber geht es um das engagiertere Schnüren eines Gesamtpaketes für den NOK inklusive der Begradigung der Oststrecke, der Vertiefung um einen Meter, der zeitnahen Sanierung der Querungsbauwerke wie der Levensauer Hochbrücke und deren zuverlässige Planung und Finanzierung innerhalb eines vertretbaren Zeitraumes von maximal zehn Jahren. Wir wollen im Bundeshaushalt 2014 und im Finanzplan die definitive Absicherung dieses nationalen Großprojektes für die Wirtschaft des Nordens abgesichert wissen.“  Auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion wird darüber hinaus am heutigen Mittwoch, den 20. März, zwischen 15:30 Uhr und 16:45 die Aktuelle Stunde im Bundestag zum Thema Nord-Ostsee-Kanal stattfinden. Für die SPD werden Verkehrsminister Reinhard Meyer für die Kieler Landesregierung sprechen, die stellv. haushaltspolitischen Sprecher Johannes Kahrs (Hamburg) und Bettina Hagedorn (Ostholstein),  der „Lotse“ der SPD-Küstengang Uwe Beckmeyer (Bremen) und der Hamburger Abgeordnete Ingo Egloff. Die Debatte kann auf www.bundestag.de im Livestream verfolgt werden. Schleuse-Brunsbuettel-45 Bettina Hagedorn: „Ramsauer und sein Ministerium weichen aus und stehlen sich aus der Verantwortung, wann immer sie können. Deshalb haben wir uns entschlossen einen weitreichenden Fragenkatalog zu entwickeln und den CSU-Minister mit den immensen Problemen am NOK und seinen eigenen Widersprüchen zu konfrontieren. Zentrale Fragen nach den volkswirtschaftlichen Folgen der Sperrung, nach der personellen Ausstattung der Reparatur- und Planungsteams oder nach der Verwendung der 270 Mio. Euro, die über die Konjunkturpakete für den Schleusenneubau in Brunsbüttel trotz aller CDU-Dementis ab 2009 nachweislich zur Verfügung standen – müssen von der Bundesregierung nun zügig beantwortet werden. Wir als SPD Bundestagsfraktion wollen schwarz auf weiß, wie das Ramsauer-Ministerium zu der dramatischen Situation am NOK steht. Ich hoffe, dass die Bundesregierung begreift, wie wichtig das Thema ist und dass eine noch breitere Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam wird.“    
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/infrastruktur-ramsauer-laesst-handbuch-fuer-grossprojekte-erarbeiten-12119216.html

Nord-Ostsee-Kanal

Schafft sich der marode Kanal selbst ab?

17. März 2013 | 11:00 Uhr | Von Wolfgang Henze
Beindruckend: Das Containerschiff "Lantau Arrow" läuft in die Südkammer der großen Schleuse ein. Die Kammer wurde erst am Donnerstag nach einer Notreparatur wieder in Betrieb genommen. Foto: Foto: Henze

Beindruckend: Das Containerschiff "Lantau Arrow" läuft in die Südkammer der großen Schleuse ein. Die Kammer wurde erst am Donnerstag nach einer Notreparatur wieder in Betrieb genommen. Foto: Foto: Henze

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Die marode Technik der Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals zwingt Reeder zu neuen Strategien. Die aber könnten das Aus für den Kanal bedeuten.
Brunsbüttel. Mit langsamer Fahrt steuert Kapitän Igor Mudrov (41) die "Lantau Arrow" durch das Leitwerk in die Südkammer der großen Schleuse von Brunsbüttel. Mit knapp 160 Metern Länge gehört der moderne Containercarrier bereits zu den größeren Schiffen, die regelmäßig den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) befahren. Bis zu 1216 Standard-Stahlkisten kann die "Lantau Arrow" laden. Mindestens ein Mal pro Woche nutzt Mudrov die verkehrsintensivste künstliche Wasserstraße der Erde, um möglichst schnell und pünktlich zwischen den Ladehäfen Hamburg oder Bremerhaven und den Destinationen Riga, Danzig oder Sankt Petersburg zu pendeln. "Time is money", so Kapitän Mudrov, der sich besonders auf den nächsten Zielhafen Sankt Petersburg freut. Denn er lebt in der schönen Ostseemetropole, und so gewährt ihm die kurze Hafenliegezeit wenigstens ein paar Stunden, um seine Familie zu sehen. Vor geraumer Zeit wurde die "Lantau Arrow" auf dieser Route von dem etwas kleineren Schwesterschiff "Vohburg" abgelöst. Beide Schiffe eint, dass sie zur Flotte des Schülper Schifffahrtsunternehmers Jörg Köpping gehören, der insgesamt 15 Containerschiffe von seinem direkt am NOK gelegenen Hauptquartier bereedert. Der schlechte Zustand des Kanals und der achttägige Ausfall der beiden großen Kammern der sogenannten neuen Schleuse, die 2014 auch bereits 100 Jahre auf dem Buckel hat, entlocken ihm nur noch Kopfschütteln.
Die Probleme der Schleuse in Brunsbüttel (2:11)

Wirtschaftliches Risiko für Reeder

"Ich bin froh, dass ich zurzeit nur ein Schiff im Dienst in Nord- und Ostsee habe, denn die regelmäßigen Störungen im Schleusenbetrieb, aber auch die nicht ausgebaute Oststrecke vor Kiel, machen den Kanal zu einem wirtschaftlichen Risiko für uns Reeder", sagt Köpping. "Und das alles während einer weltweiten Schifffahrtskrise, die bereits fünf Jahre andauert." Für den Schülper Reeder sind es nicht mal die höheren Kosten für den Umweg um Skagen die für viel Unmut sorgen, als vielmehr die bereits gezogene Option einiger großer Schifffahrtsunternehmen wie Maersk Shipping und Unifeeder, die zunehmend auf Container-Zubringerschiffe setzen. Diese Schiffe wählen dann planmäßig die Route rund um Skagen, da sie ohnehin nicht mehr durch den NOK passen.

Gefahr für Hamburger Wirtschaft

"Damit tut sich letztlich ein gewaltiges strategisches Problem für den NOK auf, unter dem die gesamte deutsche maritime Wirtschaft, ganz besonders aber die Hamburger leiden wird", sagt Köpping. Tatsächlich ist der Nord-Ostsee-Kanal eine unverzichtbare Arterie für die weitere Entwicklung des Hamburger Hafens. Dieser hat bislang eine noch immer unangefochtene Stellung als sogenannter Transhipment-Hub in Nordeuropa. Allein rund 50 Feeder-Dienste bedienen von dort aus die Häfen in Nord- und Ostsee. Sollte der Kanal jedoch zunehmend marode und unzuverlässig werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Linien alle auf größere Schiffe und vor allem auf andere Häfen setzen werden. Denn dadurch ließen sich diese Umwegkosten minimieren.

Mehrkosten fallen kaum noch ins Gewicht

"Von Rotterdam aus, selbst von Emden, fallen die Mehrkosten für den Umweg rund um Skagen für Destinationen in die baltischen Regionen kaum noch ins Gewicht", so Joerg Köpping. Und tatsächlich unterscheidet sich der NOK auch dadurch wesentlich von künstlichen Wasserstraßen wie dem Panama- oder den Suez-Kanal. Während deren Ausfall Kosten in Millionenhöhe für die weltweite Schifffahrt bedeuten würde, weil es dort um zigtausende von Umweg-Seemeilen geht, ist der NOK für die internationale Schifffahrt durch die Route um Skagen leicht zu ersetzen. "Dies macht es umso erstaunlicher, dass Panama- und Suezkanal regelmäßig ausgebaut werden und in bestem Zustand sind, während Deutschland den Nord-Ostsee-Kanal verrotten lässt", sagt der Schülper Reeder.

Seit Jahren drei große Baustellen

Tatsächlich hat der NOK seit Jahren drei große unerledigte Baustellen. Neben dem längst überfälligen Ausbau der sogenannten Oststrecke vor Kiel - dies sind im Wesentlichen die letzten vier Kurven zwischen Königsförde und Holtenau - sind es der Neubau einer fünften Schleusenkammer und die Sanierung der bisherigen Anlage. So wird die Fertigstellung einer neuen fünften Schleusenkammer offensichtlich bis zum Jahr 2021 auf sich warten lassen, obwohl Haushaltsmittel für deren Bau bereits vor Jahren bereit gestellt worden sind. Die zusätzliche Schleusenkammer ist in Brunsbüttel, anders als in Kiel, unverzichtbar, da der steigende Schiffsverkehr im NOK und die längeren Schleusenzeiten an der Elbe immer wieder für Staus sorgen, selbst wenn alle vorhandenen Schleusenanlagen komplett in Betrieb sind. Die längeren Schleusenzeiten werden in Brunsbüttel durch die tideabhängige Elbe verursacht, da der NOK den Wasserstand des mittleren Kieler Förde-Hochwassers führt.

Aufbau Ost kippte Schleusensanierung

Die Grund-Restaurierung der Brunsbütteler Schleusenanlage war einst für die 1990er Jahre geplant worden. "Damals hat uns der Aufbau Ost einen Strich durch die Rechnung gemacht", begründet ein leitender Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord, der allerdings seinen Namen nicht nennen will, deren Absage. Kiel hätte da mehr Glück gehabt, erzählt er weiter, dort wären die Schleusen bereits in den 1980er Jahren restauriert worden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat Freitag bei seinem Besuch in Brunsbüttel jedenfalls jede Unterstützung zugesagt und will vor allem die Ausschreibung für den Bau der fünften Kammer beschleunigen. Elf zusätzliche Techniker sollen künftig den einigermaßen störungsfreien Betrieb der großen Schleuse unterstützen. "Mit weiteren Ausfällen wird aber wohl zu rechnen sein", so der Verkehrsminister. Tatsächlich steht die Uhr für den weiteren Erfolg des Nord-Ostsee-Kanals auf fünf vor Zwölf. "Wenn die Reeder auf größere Schiffe umsteigen und dadurch der Kanal für den Liniendienst entbehrlich wird, dann ist nicht nur der Hamburger Hafen in seiner Bedeutung gefährdet, sondern die gesamte maritime Wirtschaft Deutschlands", ist Jörg Köpping jedenfalls sicher Norddeutsche Rundschau

Infrastruktur Ramsauer lässt Handbuch für Großprojekte erarbeiten

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http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/artikel/schafft-sich-der-marode-kanal-selbst-ab.html

18.03.2013 ·  Ob Elbphilharmonie, Hauptstadtflughafen oder Stuttgart 21 - große Bauprojekte in Deutschland verschlingen mehr Geld und Zeit als geplant. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will das ändern und setzt eine „Reformkommission“ ein.

hamburg22Elbphilharmonie in Hamburg: Ursprünglich sollte das Konzerthaus 77 Millionen Euro kosten, inzwischen sind es 575 Millionen Euro
  Copyright Lutz Messerschmidt Eine Expertenkommission soll im Auftrag von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Kostenexplosionen und Terminverzögerungen bei öffentlichen Großbauprojekten überprüfen. „Es muss wieder im Kosten- und Zeitrahmen möglich sein, solche Großbauprojekte zu meistern“, sagte Ramsauer am Montag im ARD-“Morgenmagazin“. Eine Gruppe von „hochrangigen Experten“ solle deshalb Fälle wie den Berliner Flughafen oder das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 analysieren. In spätestens zwei Jahren würden die Experten ein Handbuch für Großprojekte vorlegen, das Lehren aus den Fehlern aktueller Großbauprojekte ziehe, teilte das Verkehrsministerium mit. Die „Reformkommission“ tagt demnach erstmals im April. Bmrk.Btr. HP/Blog.: Man fragt sich was " Herr Ramsauer mit dem eisern kämpfen " meint , wenn Ihm es sogar wichtiger ist die im Vergleich zum NOK Elb-Philharmonie von einer Expertenkomission prüfen lassen will und die meistbefahrene Wasserstrasse der Welt mit Ihrem über 1,25 Mrd € erforderlichen  Restaurationsbedarf ( 360 Mio. € neue Schleuse +++++++++ ) nicht einmal erwähnt.

Deutschland habe „Ruf in der Welt zu verlieren“

In den vergangenen Jahren hatte eine Reihe öffentlicher Großbauprojekte die Steuerzahler mit Kostenexplosionen und Terminverzögerungen verärgert. So könnte der neue Tiefbahnhof in Stuttgart nach Berechnungen der Deutschen Bahn bis zu 6,5 Milliarden Euro anstatt der geplanten 4,5 Milliarden Euro kosten. Der Berliner Hauptstadtflughafen verteuert sich um mindestens 1,2 Milliarden Euro. Die Kosten für die Elbphilharmonie in Hamburg liegen inzwischen bei 575 Millionen Euro - bei der Grundsteinlegung 2007 war noch mit 114 Millionen Euro kalkuliert worden. Deutschland habe „einen Ruf in der Welt zu verlieren“, sagte Ramsauer. Einer der Gründe für die Verteuerung von Großbauten sei, dass „man vor der Investitionsentscheidung vielleicht mal gerne die Augen schließt“ vor den realen Kosten, sagte der CSU-Politiker.
Nord-Ostsee-Kanal: Klotzen statt zanken
Lebensader Kanal
Zu einer Diskussionrunde zum Thema „Allianz für den Nord-Ostsee-Kanal – Lebensader für Norddeutschland“ lädt die CDU heute um 19 Uhr ins Restaurant Torhaus ein. Teilnehmer sind unter anderem Michael Hartmann (Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK 1), Dr. Hans-Jürgen Hett (Egeb Wirtschaftsförderung) und Hans-Jörn Arp (verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion). Nun war er also doch noch gekommen: Letzten Freitag, nicht wie – irrtümlich oder nicht – erwartet am Tag zuvor, stattete Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer den ramponierten Brunsbütteler Schleusen seinen Informationsbesuch ab. Seinen Staatssekretär Enak Ferlemann hatte er gleich mitgebracht und seine Amtskollegen aus Kiel, Reinhard Meyer, und Hamburg, Frank Horch, dazu gebeten. Dass seine Neuigkeiten bereits einen Tag alt waren, taten der Stippvisite keinen Abbruch. Sie war nicht zuletzt eine Hommage an die Planer und Werker der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, die etliche Tage schneller als berechnet eine der maroden Kammern wieder flott und damit den Nord-Ostsee-Kanal wieder für alle Schiffe befahrbar gemacht hatten. Copyright Wolfgang Poddong Thunfisch1967
httpv://www.maritimheute.de/nord-ostsee-kanal-wieder-frei/
Feststellung Nummer eins: An der Basis wird, wenn es darauf ankommt, geklotzt. Feststellung Nummer zwei: Auf der Entscheiderebene der Politik dauert alles eine Ewigkeit. So wird die fünfte Schleusenkammer, für die der Bund soeben 375 Millionen Euro locker gemacht hat, in acht Jahren, 2021, betriebsklar sein. Das ist ziemlich die exakte Zeitspanne, in der zu Kaiser Wilhelms Zeiten Politiker, Finanzierer und Juristen, Ingenieure, Techniker und Arbeiter den gesamten Wasserweg betriebsklar gemacht hatten. Das Treffen am Freitag bei Kaiserwetter erlaubt noch eine dritten Feststellung: Dringender denn je muss die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt aus dem täglichen Parteiengezänk herausgesteuert werden. Schließlich hat sich der Investitionsstau quer durch alle Bundesregierungen über Jahrzehnte aufgebaut. Ramsauer (CSU), Meyer (SPD) und Horch (parteilos) erwecken im Trio durchaus den Eindruck, dass man parteiübergreifend schneller zum Ziel kommt. Auch wenn sie sich nicht gleich an Ort und Stelle zu einem gemeinsamen „Aktionsbündnis“ bekennen wollten. Dieser Schulterschluss ist schließlich auch die von den unmittelbar betroffenen Unternehmen und ihren Organisationen immer wieder geäußerte Erwartung. Sie brauchen keine Parteien, die sich wechselweise Schuld in die Schuhe schieben. Sie brauchen, wie alle Bürger auf allen Feldern, Politiker, die Probleme lösen. Norddeutsche Rundschau
  http://www.verkehrsrundschau.de/nord-ostsee-kanal-eindeutige-botschaft-an-schifffahrt-gefordert-1231628.html Bitte den Rest des Artikels in o.g. link lesen

18.03.2013 | Transport + Logistik

Nord-Ostsee-Kanal: Eindeutige Botschaft an Schifffahrt gefordert

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Ertüchtigung des NOK: Das Kieler Witrtschaftsministerium rechnet mit 1,3 Milliarden Euro verteilt auf 15 Jahre
Kiel. Besorgt um die Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) schaltete sich jetzt auch der neue schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister, Reinhard Meyer (SPD), in die aufgeschreckte Diskussion um die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt ein. Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe von Montag berichtet, fordert Meyer ein „Signal an die internationale Schifffahrt“, ob sie weiter mit dem Kanal als Route rechnen könne. Meyers Adressat ist Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU); für die Bundeswasserstraße Nord-Ostsee-Kanal hat er die alleinige Zuständigkeit. Laut Spiegel rechnet man im Kieler Wirtschaftsministerium für die komplette Erneuerung des 98,7 Kilometer langen Wasserwegs zwischen Nord- und Ostsee mit 1,3 Milliarden Euro; verteilt auf zehn bis 15 Jahre. Schwerpunkt seien die Ertüchtigung der Schleusen an den beiden Kanalenden und die Verbreiterung der östlichen Strecke vor Kiel. Auch sei eine personelle Aufstockung nötig, um die Investitionsmittel auch zügig umsetzen zu können. Wie aus Kanalkreisen zu erfahren ist, werden dafür noch in den nächsten Wochen elf neue Mitarbeiter eingestellt; die vom ‚Spiegel‘ zitierte Zahl von 70 neuen Stellen sei allerdings „reines Wunschdenken“. Luftbild_Schleuse_Brunsbuettel_300 Der NOK musste am 6. März für größere Schiffe über 125 Meter Länge gesperrt werden weil die fast hundert Jahre alte Hauptschleuse am westlichen Kanalzugang Brunsbüttel defekt war.   http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/brennpunkt/index_artikel_komplett.phtml?SID=9c47e8514133164abf1aef5d2a23e384¶m=news&id=3719606
/OZ/MANTEL/MV vom 17.03.2013 18:30
Ramsauer verspricht Hilfe für Nord-Ostsee-Kanal
Will „eisern kämpfen“, um alle notwendigen Mittel für den störungsfreien Betrieb des Nord-Ostsee-Kanals bereitzustellen - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) beim Besuch in Brunsbüttel.
Brunsbüttel/Rostock (OZ/dpa) - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat bei einem Besuch der maroden Schleusenanlagen in Brunsbüttel die herausgehobene Bedeutung des Nord-Ostsee-Kanals für die deutsche Verkehrspolitik betont. Er werde „eisern kämpfen“, um alle notwendigen Mittel für den störungsfreien Betrieb des Kanals bereitzustellen, sagte Ramsauer in Brunsbüttel. Die Ausschreibung für den Bau einer fünften Schleusenkammer, die sich seit Jahren verzögert, soll in den kommenden zwei bis drei Wochen auf den Weg gebracht werden. Mit dem Großprojekt könne dann 2014 begonnen werden, so Ramsauer. Experten veranschlagen dafür sechs bis sieben Jahre. Laut Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) sind in den kommenden zehn bis 15 Jahren Investitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro nötig. Vom Bund forderte der frühere Schweriner Wirtschafts-Staatssekretär einen verbindlichen Zeit- und Maßnahmeplan für die Instandsetzung.        

Rettet die Schleusen im Nord-Ostsee-Kanal

 
-Der Nord-Ostsee-Kanal (kurz NOK) ist eine künstliche Wasserstraße und verbindet die Nordsee mit der Ostsee. Schiffe, die diesen Kanal passieren, müssen zweimal geschleust werden. Im Westen (Nordsee/ Elbe) befinden sich die Schleusen in Brunsbüttel, im Osten (Ostsee) in Kiel. Der NOK wurde vor über 100 Jahren gebaut und dient seit dieser Zeit der Schifffahrt und wird von dieser auch rege in Anspruch genommen. Die Schiffe verkürzen ihren Reiseweg und die damit verbundenen Kosten. Der normale Seeweg würde ansonsten über das Skagerrak nördlich von Dänemark laufen. Leider sind aber die Schleusen, insbesondere in Brunsbüttel, seit Jahren in einem desolaten Zustand. Experten warnen schon seit Jahren und forderten immer wieder grundlegende und dringende Sanierungsarbeiten. Und nun ist der Worst Case eingetreten. Drei von vier Schleusen in Brunsbüttel sind ausgefallen. Davon die beiden großen Schleusenkammern. Funktionstüchtig ist somit nur eine kleine Schleuse für kleinere Schiffe. Die kaputten Schleusen müssen dringend saniert werden. Das notwendige Geld muss dringend bereitgestellt werden. Ein jeglicher Aufschub bereitet der Seewirtschaft viele hundert Millionen Euro Verlust. Tausende Arbeitsplätze sind gefährdet. Angefangen im Hafen Hamburg bis hin zu den im NOK beschäftigten Seeleuten.
Begründung:
1.Grundlegende Sanierungen der kompletten Schleusenanlagen im NOK, 2.Rettung vieler tausender Arbeitsplätze und der damit verbundenen Existenzen, 3. Minimierung der Kosten der Seeschifffahrt durch Passage des NOK Im Namen aller Unterzeichner. Kiel, 14.03.2013 (aktiv bis 13.05.2013)
 
 
Debatte zur Petition
  PRO: Dieser Kanal ist ein "Jahrhundertbauwerk" , denke ich ! Eine bauliche und technische "Meisterleistung" des deutschen Volkes in der Kaiserzeit . Und er war bis vor Kurzem die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt ! Wenn unser Volk das nicht mehr ...   CONTRA: Fortsetzung -2- Folglich ist die Petition gut gemeint, aber eine Strafanzeige gegen die "Veruntreuenden" wöre der richtigere Weg für diesen Straftatbestand zu sein. Nutzungsausfälle und Schäden zum Nachteil Beschäftigter sind ebenfalls durch diese "Veruntreuenden" ...   CONTRA: Jedes technische Teil muss regelmäßig gewartet und auch erneuert werden. Dafür sind von Beginn an Rücklagen zu bilden. Die nutzende Schifffahrt bezahlt ihre Schleusung. In diesen Gebühren sich auch diese Unterhaltungskosten enthalten. Diese scheinen, ...  

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Warum unterschreiben Menschen
  Es wurde viel zulange "gespart" und die Erhaltung sowie Ausbau dieses Bauwerks vernachlässigt. Im Hinblick auf die immense wirtschaftliche Bedeutung des Kanals sollte jetzt endlich etwas geschehen.   An diesem Kanal hängen viele Arbeitsplätze!   Da ich viele kanalsteuerer kenne und die angewiesen sind das Schiffe durch den NOK kommen, nicht nur sie kanalsteuerer sind betroffen auch die Lotsen an diese Leute denkt keiner nur an den profiet den die Reeder und andere Unternehmer machen   Mein Vater und Großvater waren Lotse am NOK II.   Der NOK ist die meistbefahrene künstliche Wasserstrasse der Welt und das sollte einem Verkehrsminister durchaus wichtig sein, auch wenn der Kanal nicht durch BAyern läuft.  

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne