Länder kritisieren Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

Neue Verkehrszentrale für Schifffahrt

Moderne Technik statt Seefahrer-Romantik

15. April 2013 | 16:12 Uhr | Von dpa

Horst-Dieter Eder arbeitet als Nautiker vom Dienst in der neuen Verkehszentrale in Travemünde. Foto: dpa

Horst-Dieter Eder arbeitet als Nautiker vom Dienst in der neuen Verkehszentrale in Travemünde. Foto: dpa

Blinkende Bildschirme statt Fernglas und Funkgerät: Der Wachraum in der neuen Verkehrszentrale für die Schifffahrt in Travemünde erinnert an den Tower eines Flughafens.
Travemünde. Nach drei Jahren Bauzeit ist am Montag in Lübeck-Travemünde Deutschlands modernste Verkehrszentrale für die Schifffahrt eingeweiht worden. Rund 4,3 Millionen Euro hat das Bundesverkehrsministerium in den Neubau investiert, von dem aus der Schiffsverkehr in der südlichen Ostsee zwischen Flensburg und Warnemünde überwacht wird. Der Schiffsverkehr weiter östlich bis zur Insel Usedom wird von der Verkehrszentrale Warnemünde überwacht. Insgesamt unterhält die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes neun Verkehrszentralen. Der Neubau in Travemünde zeige, wie überragend wichtig dem Bundesverkehrsministerium die Sicherheit der Schifffahrt an Nord- und Ostsee sei, sagte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann. "Dabei geht es um den Schutz der Menschen auf See und an Land, den Umweltschutz und auch die Unterstützung des Wirtschaftsstandorts Deutschland", sagte Ferlemann. Bis 2017 werde der Bund alle Verkehrszentralen mit modernster Technik ausstatten und dafür rund 120 Millionen Euro bereitstellen.

Sorge um die regionalen Kompetenzen

Neben der Überwachung der Ostsee und der Hafenzufahrten von Kiel, Lübeck und Wismar wird die Travemünder Zentrale auch den zusätzlichen Schiffsverkehr beim Bau der festen Fehmarnbeltquerung beobachten. "Dazu werden deutsche und dänische Nautiker ein gemeinsames Team bilden, das in Travemünde Dienst tun wird", sagte der Technische Direktor der Planungsgesellschaft Femern A/S, Steen Lykke. Die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung werde die neue Verkehrszentrale, die zum Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck gehört, nicht tangieren, sagte Ferlemann. "Gerade die Ämter werden in ihren Zuständigkeiten gestärkt werden. Wir nehmen nur die Ebene der Wasser- und Schifffahrtsdirektionen raus", versprach er. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) dagegen sagte, er sorge sich auf lange Sicht um die regionalen Kompetenzen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen zu einer Generaldirektion zusammenfassen und kleinere Wasser- und Schifffahrtsämter auflösen. Copyright Norddeutsche Rundschau danke

Neue Verkehrszentrale für 4,3 Millionen Euro wird eingeweiht

Travemünde - Drei Jahre nach dem ersten Spatenstich wird heute in Lübeck-Travemünde eine neue Verkehrszentrale der Wasser und Schifffahrtsverwaltung in Betrieb genommen. Der mit modernster Technik ausgestattete Bau hat nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord rund 4,3 Millionen Euro gekostet. Die Zentrale überwacht den Schiffsverkehr in der südlichen Ostsee - von der Flensburger Förde bis zum Leuchtturm Buk bei Kühlungsborn. Während der Bauarbeiten für die geplante feste Fehmarnbeltquerung sollen deutsche und dänische Nautiker von hier aus auch den Schiffsverkehr in der Meerenge zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland überwachen.

Schifffahrt

Länder kritisieren Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
Die Verkehrsminister der Länder haben die geplante Neuorganisation der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes kritisiert. Eine Straffung und Effizienzsteigerung sei grundsätzlich richtig, heißt es in einem Beschluss, den die Minister auf der Verkehrsministerkonferenz (VMK) am Mittwoch und Donnerstag in Flensburg gefasst haben.
Flensburg. Der Abbau Wasser- und Schifffahrtsdirektionen führe zum Verlust regionaler Kompetenz. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die sieben Wasser- und Schifffahrtsdirektionen in Kiel, Hannover, Aurich, Magdeburg, Münster, Mainz und Würzburg bis zum Jahr 2020 schrittweise auflösen. Deren Aufgaben sollen bei einer neuen Generaldirektion in Bonn gebündelt werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, mehrere kleine Wasser- und Schifffahrtsämter zu schließen. Zudem sei die im Zusammenhang mit der Neuordnung vorgelegte Kategorisierung der Wasserstraßen des Bundes nicht in Gänze nachvollziehbar, hieß es weiter. Sie bedürfe einer Überarbeitung. Der Bund will seine Wasserstraßen nach Verkehrsfunktion und -bedeutung bündeln. Das noch in der Erarbeitung befindliche System wird nach Angaben des brandenburgischen Verkehrsministeriums in ein Hauptnetz mit drei Kategorien und ein Nebennetz unterteilt. Der Bund müsse als Eigentümer auch für die "sonstigen Wasserstraßen", die vor allem für Wassersport- und Tourismus genutzt werden, seine Verpflichtungen erfüllen, heißt es in dem VMK-Beschluss. dpa Copyright Kieler Nachrichten Frank Behling vielen Dank
http://www.neues-deutschland.de/artikel/818482.bildung-und-beton.html
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Der Streit um die Neuorganisation der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ist auch nach der Zusammenkunft in Flensburg nicht beigelegt. Eine Reform soll hauptsächlich Personal und damit Kosten einsparen. Der von Ramsauer geplante Wegfall regionaler Zen-tren und die Schaffung eines zen-tralen Sitzes in Bonn stößt insbesondere bei den Küstenländern auf Widerstand. Ramsauer will seine Idee zudem in Form eines Erlasses ohne Zustimmung der Bundesländer umsetzen. Diese fordern ein Zuständigkeitsgesetz mit ihrer Beteiligung und kündigten eine entsprechende Bundesratsinitiative an. Die Gewerkschaft ver.di denkt unterdessen über die Ausweitung von Streikmaßnahmen nach.
http://www.sz-online.de/nachrichten/zukunft-des-schifffahrtsamtes-unklar-2549310.html

Zukunft des Schifffahrtsamtes unklar

Die Behörde in Dresden soll bis 2020 abgewickelt werden. Das kann Auswirkungen auf die Schifffahrt haben.

Von Christiane Raatz

Die Dampferparade muss jedes Jahr vom Dresdner Schifffahrtsamt genehmigt werden. Die Zukunft der Behörde ist allerdings ungewiss. Foto: Wittchen
Die Dampferparade muss jedes Jahr vom Dresdner Schifffahrtsamt genehmigt werden. Die Zukunft der Behörde ist allerdings ungewiss. Foto: Wittchen Copyright 

Geht es um die Vorbereitung der alljährlichen Dampferparade am 1. Mai, arbeitet Sebastian Meyer-Stork derzeit eng mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Dresden zusammen. Künftig muss sich der Geschäftsführer der Sächsischen Dampfschiffahrt vielleicht an ein Amt in Magdeburg wenden. Denn eine Reform von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sieht vor, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung neu zu strukturieren. Das Dresdner Schifffahrtsamt soll dafür zunächst dem WSA Magdeburg unterstellt und bis 2020 abgewickelt werden. „Das kann zu längeren Bearbeitungszeiten und langwierigen Abstimmungsprozessen führen“, fürchtet Meyer-Stork. Ein Fluss wie die Elbe sei lebendig und dynamisch – und erfordere oft schnelle Reaktionen. WSV Suedwest Eigentlich sollte die Reform mit Beginn des Jahres 2013 umgesetzt werden, das Bundesverkehrsministerium muss auf Wunsch des Bundestages jetzt einen Teil der Pläne aber noch einmal überdenken. Zwischenablage06 Die insgesamt 245 Mitarbeiter des WSA Dresden, die auch in Außenstellen entlang der Elbe in Torgau oder Mühlberg arbeiten, sind verunsichert. „Niemand weiß, wie es weitergeht, die Motivation ist unten“, sagt Werner Eckelt, Vorsitzender des Personalrates. Stellen würden nicht mehr neu besetzt, das Personal reduziert. „Das geht zulasten der Kunden und der Schifffahrt.“ Das Amt betreut derzeit die Elbe auf einer Länge von rund 300 Kilometern und ist unter anderem zuständig für sämtliche Genehmigungen – etwa für Sondertransporte aus Tschechien, den Bau von Steganlagen oder Brücken sowie für rund 100 Veranstaltungen pro Jahr. Eckelt fürchtet künftig mehr Bürokratie und dass die Kompetenz für die Oberelbe vor Ort verloren geht.   Copyright SZ online
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne