Hamburger Senat Terminal für Luxusliner im mittleren Freihafen geplant

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Zweifel an Bedarf für 3. Kreuzfahrtterminal

Kritik an Horchs Hafenplänen

Freitag, 05. April 2013Die jetzt bekannt gewordenen Überlegungen von Hamburgs Hafen- und Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos), Teile des geplanten Central Terminal Steinwerder (CTS) übergangsweise für einen dritten Kreuzfahrtterminal zu nutzen, stoßen bei der Opposition in der Hamburger Bürgerschaft auf massive Kritik. Übereinstimmend bemängeln die Hafen- und Verkehrsexperten dabei, dass Horch mit diesen Überlegungen den erst sechs Monate alten Hafenentwicklungsplan in Teilen bereits Makulatur werden lässt. EHA Mehr: THB Täglicher Hafenberich
  03.04.13, 07:04

Hamburger Senat

Terminal für Luxusliner im mittleren Freihafen geplant

Kreuzfahrer auf Steinwerder. Bisher war die Fläche für Warenumschlag vorgesehen. Entscheidung soll schon in kommenden Wochen gefällt werden.

Von Martin Kopp Copyright Hamburger Abendblatt bitte den Rest des Artikels in o.g. link lesen
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Das Kreuzfahrtschiff "MSC Magnifica" im Hamburger Hafen. Die Zahl der Passagiere hat sich seit 2005 mehr als verzehnfacht
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Hamburg. Eigentlich wollte Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) am Dienstag den Kostenanstieg für zahlreiche Bauprojekte im Hafen erklären. Dann ließ er aber eine völlig andere Katze aus dem Sack: "Unsere Überlegungen gehen dahin, ein drittes Kreuzfahrtterminal in Steinwerder zu bauen." Noch überraschender war, dass diese Überlegungen offenbar ziemlich konkret sind. Eine Entscheidung soll nämlich schon in den kommenden Wochen gefällt werden. Die Begründung lieferte der Senator gleich mit: "Die Hafenentwicklung ist nicht mehr so komfortabel wie einst", sagte Hoch. "Zweistellige Zuwachsraten beim Containerumschlag wie vor der Wirtschaftskrise sind im Hamburger Hafen auf Sicht nicht zu erwarten." Das Kreuzfahrtgeschäft erlebe hingegen einen Boom. Aus diesem Grund plane der Senat die Errichtung eines weiteren Kreuzfahrtterminals. Dazu gebe es Verhandlungen mit dem Unternehmen Aida.

  
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Elbvertiefung

Ramsauer appelliert an Umweltverbände

Montag, 18. März 2013 Bundesumweltminister Peter Ramsauer (CSU) appelliert an die Umweltverbände, ihre Klage gegen die umstrittene Elbvertiefung zurückzunehmen. "Wenn diese Klagen aufrechterhalten werden, versündigt man sich an allen Interessen dieses maritimen Bereichs", sagt er am Freitag bei seinem Besuch in Brunsbüttel. sm/lni http://www.maritimheute.de/eckpunkte-fur-gesamtkonzept-elbe-vorgestellt/ Copyright maritim heute , bitte den Rest des Artikels  in o.g.link lesen http://www.maritimheute.de/ramsauer-sichert-schnelle-hilfe-fur-den-nord-ostsee-kanal/ Copyright Maritim heute Rest des Artikels bitte in o.g. link lesen Im Wettbewerb der großen Häfen wird künftig die Qualität der logistischen Leistung immer größere Bedeutung erhalten Scholz: Andere Bundesländer profitieren von einer guten Seehafenhinterlandanbindung Für den Transhipmentverkehr des Hamburger Hafens bleibt der NOK als die mit Abstand wichtigste Wasserstraße ein Nadelöhr. „Es drohen Wiederholungen der augenblicklichen Situation, denn der Nord-Ostsee-Kanal ist den Anforderungen derzeit strukturell nicht gewachsen“, mahnte der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz. Neben den Infrastrukturengpässen auf der Wasserstraße richtete er in seinem Vortrag das Augenmerk auf die Sicherung der Zukunft für Hamburg als einen der weltweit größten Eisenbahnhäfen. Er drängte nicht nur auf die Entlastung des Hamburg-nahen Eisenbahnknotens Maschen durch den Gleisausbau von Umfahrungen, sondern blickte auf eine bundesweit gute Anbindung. So machte er sich für den Ausbau der Ostroute stark, die von Uelzen über Stendal nach Regensburg führt. Damit profitierten auch andere Bundesländer von den Hamburger Bedarfsanmeldungen zum Bundesverkehrswegeplan 2015, die auf die Verbesserung der Hafenhinterlandanbindungen abzielen. Als Ergebnis des bayerisch-hamburgischen Kooperationsprojektes „Hafen Hamburg 62+“ wurden im Container-Bahntransport zwischen Bayern und dem Hamburger Hafen Optimierungspotenziale ermittelt, die eine weitere Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene ermöglichen. DB wirbt für Schienenausbau südlich von Hamburg-Harburg Diese Ansicht teilte auch Ingulf Leuschel von der Deutschen Bahn AG. Er warb dafür, „bei den Schienenprojekten im Hafenhinterlandverkehr den Ausbau auch südlich des Landkreises Hamburg-Harburg voranzutreiben.“ Denn das Einzugsgebiet für die Verteilung der Güter reiche weit über Süddeutschland hinaus. So wirkten sich insbesondere die Kapazitätsengpässe der Räume Hannover, Fulda-Frankfurt und Würzburg-Nürnberg negativ auf den Schienenhinterlandverkehr aus. Eine Lösung für den Güterverkehr Richtung Süden sei der prioritäre Ausbau des Ostkorridors. „Durch diesen erhalten wir zusätzliche 40 Trassen pro Tag für Güterverkehre aus Hamburg Richtung Süddeutschland“, so Leuschel. Roller: Protestaktionen verzögern und behindern Infrastrukturausbau Weitere wichtige Infrastrukturprojekte für eine robuste Sicherung der Hafenhinterlandanbindung nannte die Vorstandsvorsitzende des Hafen Hamburg Marketing e.V. Claudia Roller mit dem Ausbau von Außen- und Unterelbe, Mittlerer und Oberelbe, Elbeseitenkanal, A 20, A 25, A39, Y-Trasse. Tiefe Sorge bereite ihr, dass viele der Maßnahmen über politische Lippenbekenntnisse nicht hinauskämen, einer politischen Beliebigkeit unterlägen oder dahindümpelten. Für wirtschaftlich untragbar hält sie, „dass sich die Planungszeiträume in absurde Größenordnungen verlängerten und die Kosten davon liefen.“ Diese Tendenzen verstärkten sich durch zunehmende Protestaktionen von Minderheiten. Peter Ramsauer bekräftigte dies am Beispiel der Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe, die durch einen Eilantrag von Umweltschutzverbänden gegen den Planfeststellungsbeschluss auf Eis liegt. „Immer häufiger gelingt es einer lautstarken Minderheit sich mit Verhinderungsaktionen gegen eine schweigende Mehrheit durchzusetzen“, prangert er an.   Ein positives Fazit zog Henning Finck, Leiter der Vertretung der Handelskammer Hamburg in Berlin und Hafen Hamburg Marketing Repräsentant in Berlin, der durch den Abend führte: „Die Beiträge haben gezeigt, dass Hamburg und Berlin an einem Strang ziehen.“ Unter dem Motto „Gemeinsam einen Fluss gestalten“ hat am 5. März 2013 die Flusskonferenz Elbe in Magdeburg stattgefunden Der Bund und die an der Elbe liegenden Bundesländer haben in Magdeburg Eckpunkte für ein zukünftiges Gesamtkonzept Elbe vorgestellt. Scharnbeck Schleuse34       Mit dem Gesamtkonzept sollen die unterschiedlichen Ansprüche an die Elbe gleichberechtigt miteinander abgewogen, die schifffahrtliche Nutzung gewährleistet und die Grundlagen des Naturhaushalts weiterentwickelt werden. schleusehindenburghannover61 Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann und die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltminister, Katherina Reiche hatten die Konferenz heute gemeinsam eröffnet. An der Konferenz nahmen ca. 200 Vertreter des Bundes, der Länder, der Wirtschaft, der Umweltorganisationen, sowie von Bürgerinitiativen und der Kirchen teil. Der Parlamentarische Staatssekretär Ferlemann betonte: „Die Elbe ist eine sensible Flusslandschaft und gleichzeitig eine Wasserstraße, die die Nordsee mit Tschechien verbindet. Die unterschiedlichen Interessen müssen in Einklang gebracht werden. Die Eckpunkte sind ein gelungener Auftakt, um das Potenzial für Wirtschaft und Umwelt zukünftig ausgewogen nutzen zu können.“ Das Bundesverkehrsministerium leitet die Entwicklung des Gesamtkonzepts gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium. Das Gesamtkonzept soll dabei in einem transparenten Verfahren unter Einbeziehung der Interessenverbände erstellt werden. Die Umsetzung des Gesamtkonzepts erfolgt gemeinsam mit den Bundesländern, die für wesentliche Teile des Konzepts wie den Hochwasserschutz und die Wasserbewirtschaftung zuständig sind.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Katherina Reiche sagte: „Die Eckpunkte für ein Gesamtkonzept Elbe sind ein wichtiger Meilenstein für die schifffahrtliche Nutzung und den Umweltschutz.

Lübeck (dpa/lno) - Das Bundesverkehrsministerium will den Elbe-Lübeck-Kanal nicht als Teil der Transeuropäischen Verkehrsnetze an die Europäische Union melden. Wenn sich nicht im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung etwas anderes ergebe, sei dies gegenwärtig nicht vorgesehen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitag. Das bedeute das Aus für den Elbe-Lübeck-Kanal und schwäche langfristig den Lübecker Hafen, heißt es in einer Mitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Hiller-Ohm.

Kritik äußerte auch der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck, Matthias Schulz-Kleinfeldt. Die Teilsperrung des Nord-Ostsee-Kanals und die Herausnahme des Elbe-Lübeck-Kanals aus den Transeuropäischen Verkehrsnetzen zeige, dass die Bundesregierung ein Problem mit den Wasserstraßen im Norden Deutschlands habe, sagte er. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) betonte, die Landesregierung stehe weiter hinter dem Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals, um mehr Fracht von der Straße auf das Schiff zu verlagern. Er appellierte an die Unternehmen, den Kanal stärker zu nutzen und so den Bedarf deutlich zu machen.

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http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt

http://www.maritimheute.de/hinterlandanbindungen-der-norddeutschen-seehafen-mussen-gestarkt-werden/

  Copyright Maritim heute  Bitte den Rest des Artikels in o.g link lesen Beim Informationsabend in Hannover machte Hafen Hamburg Marketing Vorstandsvorsitzende Claudia Roller einmal mehr auf die Bedeutung einer starken Kooperation der norddeutschen Seehäfen und der konkurrenzfähigen Positionierung gegenüber den Westhäfen aufmerksam: Voraussetzung dafür sind landesweite Entscheidungen in der Infrastruktur-Politik zur Verbesserung der Hinterlandanbindung der norddeutschen Häfen. Zur Diskussion über dieses Thema trafen sich in der vergangenen Woche auf Einladung von Hafen Hamburg Marketing e.V. über 100 Vertreter der Wirtschaft- und Hafenwirtschaft in der IHK Hannover. Die Bedeutung der Thematik zum Ausbau der Infrastruktur rund um die Häfen wurde durch das Aufzeigen von Praxisbeispielen der verladenden Wirtschaft unterstrichen. Der Informationsabend in Hannover fand mit freundlicher Unterstützung der IHK Hannover statt. Tilman Brunner, Abteilungsleiter International, Industrie- und Handelskammer Hannover, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. Die Wettbewerbsposition der norddeutschen Seehäfen gegenüber den Westhäfen in den Niederlanden und Belgien stärken – mit dieser zentralen Forderung trat Claudia Roller auf dem Informationsabend in Hannover auf. Als Maßnahmen für ihre Forderung machte die Vorstandsvorsitzende von Hafen Hamburg Marketing unter anderem auf den Ausbau der Hinterlandanbindungen aufmerksam: „Der Ausbau der Elbe hat absolute Dringlichkeit. Die Schiffbarkeit der Wasserstraße für die Binnenschifffahrt muss ganzjährig gewährleistet sein und bedarf dadurch der Verbesserung. Hier sollten die Interessen anderer Bundesländer wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und auch der Tschechischen Republik unbedingt berücksichtigt werden.“ Kritik äußerte Roller unter anderem an einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen, die sich für eine Verbesserung der Hinterlandanbindung der ZARA- Häfen (Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) einsetzt und damit indirekt die Wettbewerbsposition der deutschen Seehäfen schwächt. Darüber hinaus nahm Claudia Roller Bezug auf Entscheidungen der niedersächsischen Landesregierung und wies darauf hin, dass man durch den Ausbau des Elbeseitenkanals nicht die Verbesserung der Schiffbarkeit der Elbe bis nach Tschechien aus den Augen verlieren dürfe.

http://www.maritimheute.de/hamburg-wirtschaftliche-leistungskraft-auf-wachstumskurs/

Hamburg: Wirtschaftliche Leistungskraft auf Wachstumskurs

Copyright maritim heute Rest des links bitte in o.g. link lesen Die wirtschaftliche Leistungskraft der Metropolregion Hamburg befindet sich auf Wachstumskurs. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) gerade erstellt hat. Für die Stadt Hamburg trug die HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH hierzu im Jahr 2012 im besonderen Maße bei: 5.258 (2011: 4.375) neue und gesicherte Arbeitsplätze sind die Bilanz der HWF. 97 (2011: 96) Firmen aus dem In- und Ausland sind neu angesiedelt worden oder wurden bei ihrer Expansion unterstützt. Die von der HWF betreuten Unternehmen schufen 1.129 (2011: 935) neue Arbeitsplätze. Abgesichert wurden 4.129 (2011: 3.440) bestehende Arbeitsplätze. Hiermit waren Investitionen in Höhe von insgesamt 351,36 Millionen Euro (2011: 179,49) verbunden. Im Vergleich zu 2011 wurden die einzelnen Projekte wieder größer. Mittelständische Unternehmen machten 2012 besonders stark vom Beratungsservice der Mittelstandslotsin und ihres Teams Gebrauch. 396 (2011: 313) Unternehmen wurde bei größeren und kleineren Problemen geholfen.

http://www.thb.info/news/single-view/id/mehr-transparenz-im-kurzstrecken-seeverkehr.html

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EU fördert neues Branchen-Projekt

Mehr Transparenz im Kurzstrecken-Seeverkehr

Mittwoch, 27. Februar 2013

Die EU will mehr Transparenz im Short-Sea-Verkehr – dafür wird ein neues Branchen-Projekt gefördert. Mit dem Ziel, bessere und gebündelte Marktinformationen über Short-Sea-Verkehre in Europa zu erhalten, ist jetzt „The way forward“ gestartet worden. Mit der Umsetzung betraut sind die über 20 im European Shortsea Network (ESN) zusammengeschlossenen Short Sea Shipping Promotion Center (SPC). Das Projekt ist mit einem Budget von 700.000 Euro ausgestattet, das sich zur Hälfte aus Fördergeldern der EU und zur Hälfte aus Arbeitsleistungen der ESN-Mitglieder zusammensetzt. mm Mehr: THB Täglicher Hafenbericht

http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article113905538/Gruene-wollen-im-Hafen-sparen.html

Grüne wollen im Hafen sparen

Investitionen sollen überprüft werden

DIE WELT
Dieser Artikel erschien in der Zeitung DIE WELT. Copyright bitte den Rest des Artikels in o.g. link lesen. DIE WELTTesten Sie DIE WELT jetzt 14 Tage kostenfrei.

Die Grünen fordern, mehrere Hafenprojekte aus Kostengründen auf Eis zu legen. Sollte die Stadt weiter an seinen Ausbauplänen bis zum Jahr 2018 festhalten, drohe ein Minus von rund 760 Millionen Euro, sagt Anjes Tjarks, hafenpolitischer Sprecher der Grünen-Bürgerschaftsfraktion. "Wenn sich dieses Millionenloch nicht zu einem schwarzen Loch für den Hamburger Haushalt entwickeln soll, muss der Bürgermeister endlich alle Fakten auf den Tisch legen und eine schlüssige Hafenstrategie präsentieren", so Tjarks.

Aufgrund der Wirtschaftskrise müssten die Umschlagpotenziale des Hamburger Hafens neu analysiert und "realistisch bewertet" werden. "Wir brauchen jetzt eine klare Priorisierung der Hafeninvestitionen", sagt Tjarks. Damit spielt der Grünen-Politiker auf den stagnierenden Hafenumschlag an. 2012 wurden 8,9 Millionen Container umgeschlagen - ein Minus von 1,7 Prozent im vergleich zum Vorjahr. Er fordert den Senat deshalb auf, sich von Projekten im Hafen zu verabschieden. Als Beispiel nannte Tjarks etwa die Verkehrsanbindung Burchardkai oder die Westerweiterung des Containerterminals Eurogate.

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http://www.thb.info/news/single-view/id/finanzierungsluecke-von-759-millionen-euro.html

Grüne kritisieren Hamburger Hafenpolitik

"Finanzierungslücke von 759 Millionen Euro"

Dienstag, 26. Februar 2013
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Die Ausbaupläne und Wachstumsprognosen für den Hamburger Hafen gehören nach Ansicht der Grünen grundsätzlich auf den Prüfstand. "Angesichts der Wirtschaftskrise müssen die Umschlagpotenziale des Hafens neu analysiert und realistisch bewertet werden", forderte Anjes Tjarks, der hafenpolitische Sprecher der Grünen-Bürgerschaftsfraktion. Das Potenzial von 25 Millionen Containereinheiten (TEU) bis 2025, das im aktuellen Hafenentwicklungsplan genannt werde, hätten die Grünen von Anfang an für unrealistisch gehalten. Gegenwärtig schlägt der Hafen rund neun Millionen TEU um. In der Finanz- und Investitionsplanung der Hafenbehörde HPA klaffe zudem eine riesige Finanzierungslücke von 759 Millionen Euro. lno/mm Mehr: THB Täglicher Hafenbericht http://www.abendblatt.de/hamburg/article113766274/Terminalbetreiber-Eurogate-schwaechelt-in-Hamburg.html 20.02.13

Hafen

Terminalbetreiber Eurogate schwächelt in Hamburg

Zweitgrößter Terminalbetreiber in der Stadt hat am Standort große Mengen an Ladung verloren. Verzögerte Elbvertiefung belastet.

Von Olaf Preuß und Martin Kopp Bitte den Rest des Artikels in o.g. link lesen
Foto: dpa
Krise in der Schifffahrt
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Am Waltershofer Hafen liegen Hamburgs größte Terminals: links der Eurokai von Eurogate, rechts der Burchardkai der HHLA. Der Eurokai ist derzeit mit Containerladung schlecht ausgelastet
Ihr Traum mit Kussmund Traumhafte Kreuzfahrten auf den Clubschiffen ab Hamburg hamburgcruise.de/AIDA-ab-hamburg

Hamburg. Als Mitte Dezember die "Marco Polo" in Hamburg festmachte, war ihr die Aufmerksamkeit in der Hansestadt und darüber hinaus sicher. Der erste Anlauf des neuen weltgrößten Containerschiffs war für den Hafen ein starkes Signal. CMA CGM, die drittgrößte Linienreederei der Welt, unterstrich damit Hamburgs Bedeutung als wichtigster europäischer Zielhafen für die Fernostverkehre - gerade deshalb, weil der Vollzug der geplanten Vertiefung und Verbreiterung des Elbfahrwassers vom Bundesverwaltungsgericht im Oktober vorerst gestoppt worden war. Vor allem für Hamburgs größten Terminalbetreiber HHLA war die Abfertigung der riesigen "Marco Polo" eine willkommene Werbung.

Eurogate hingegen, der wichtigste Konkurrent der HHLA, blieb bei der Veranstaltung außen vor. An der Elbe ist es auffallend ruhig geworden um den europaweit agierenden Logistikkonzern mit Sitz in Hamburg und Bremen. Dabei wäre ein großer Teil der Ladung, den die "Marco Polo" mitbrachte, vor nicht langer Zeit auf dem Eurokai-Terminal von Eurogate gelandet, entladen von einem Linienschiff der Reederei MSC. Derzeit aber fährt CMA CGM in einer Gemeinschaftslinie mit MSC die Container an den Burchardkai. Eurogate verliert in Hamburg Ladung, die HHLA gewinnt sie hinzu.

Im vergangenen Jahr schlug das Eurogate-Terminal in Hamburg rund 1,8 Millionen Containereinheiten (TEU) um - das waren zwölf Prozent weniger als im Jahr 2011. Und es waren gut eine Million TEU weniger als 2007, im bislang stärksten Jahr des Hamburger Hafens. Innerhalb weniger Jahre sackte der Marktanteil von Eurogate in Hamburg von 30 auf 20 Prozent ab.

In der Hafenwirtschaft und in der städtischen Politik spekuliert man darüber, wie das geschehen konnte, während die Terminals des Unternehmens in Bremerhaven bestens dastehen. Für 2012 verbuchte Eurogate auf seinen Anlagen an der Weser gegenüber 2011 einen Zuwachs von 6,3 Prozent auf 6,3 Millionen TEU. In Wilhelmshaven betreibt Eurogate seit September zudem das neue Terminal des JadeWeserPorts.

Die Schwäche von Eurogate in Hamburg wirkt nun auch politisch. Das Unternehmen will sein Terminal nach der baldigen Vorlage der Planfeststellung kräftig ausbauen. Das Fundament für die sogenannte Westerweiterung muss die städtische Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) legen. Der Bau der Kaimauern und der Terminalfläche kostet rund 250 Millionen Euro. Wozu aber soll man ein derart aufwendiges Projekt starten, fragt die Opposition in der Bürgerschaft, da der Eurokai mit einer Gesamtkapazität von vier Millionen TEU nicht einmal zur Hälfte ausgelastet ist? "Es gibt derzeit weder einen Bedarf für die Westerweiterung, noch haben wir das Geld, diese zu bauen", sagt Anjes Tjarks, hafenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion in der Bürgerschaft. Er will das Thema bei der Bürgerschaftssitzung in der kommenden Woche zur Diskussion stellen: "Man muss einfach zu dem Schluss kommen: 250 Millionen Euro für weitere zwei Millionen TEU Umschlagkapazitäten sind aktuell schlicht rausgeworfenes Geld."

Stärkt Eurogate seinen wichtigsten Standort Bremerhaven auf Kosten von Hamburg? Verschreckt die Blockade der Elbvertiefung - bedingt durch Klagen gegen das Projekt - womöglich die Reedereien, die Kunden am Eurokai sind? Negative Signale kommen mittlerweile auch vom Hamburger Arbeitsmarkt. Der Gesamthafenbetrieb (GHB), eine Art Zeitarbeitsfirma, die von den Hafenunternehmen gemeinsam betrieben wird, schickt wegen des geringen Containerumschlags derzeit praktisch keine Leute mehr zum Eurokai. Früher wurden dort während Phasen hoher Auslastung mehrere Hundert GHB-Kräfte zur Verstärkung gebraucht http://www.thb.info/news/single-view/id/logistik-bleibt-job-motor.html Die Logistikbranche bleibt trotz der Stagnation im Hamburger Hafen ein Job-Motor für die gesamte Metropolregion. In den vergangenen sechs Jahren sind rund 28.500 zusätzliche Arbeitsplätze in der Branche entstanden, teilte die Logistik-Initiative Hamburg am Montag in der Hansestadt mit. Damit seien die ursprünglich angepeilten Ziele bis 2015 übertroffen worden und die Logistik mit 395.000 Beschäftigten in fast 13.000 Unternehmen der größte Arbeitgeber in der Metropolregion. lno/FBi Mehr: THB Täglicher Hafenbericht AugustinAlaPointValencia56

Deutschland braucht eine zuverlässige Wasserstraße Elbe

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Hamburg will Europas modernste Logistik-Metropole werden

Logistik-Initiative Hamburg© Leiser, sauberer, smarter: Die Logistik-Initiative Hamburg (LIHH) und der Hamburger Senat wollen die Metropolregion Hamburg zu einem Vorzeigestandort für innovative Logistik- und Technologiekonzepte machen. Dies unterstrich Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch im Rahmen der Jahrespressekonferenz der Logistik-Initiative Hamburg. „Unser Ziel ist es, ein hervorragendes Klima für Logistikinnovationen zu schaffen“, sagte Horch vor Journalisten. Die Förderung alternativer Antriebe, ein intelligentes Verkehrsmanagement und der Einsatz umweltfreundlicher Hafentechnologien sind nur drei von zahlreichen weiteren Themenfeldern, mit denen die Logistik-Initiative Hamburg das Umwelt- und Innovationsklima im Bereich Logistik in der Metropolregion positiv beeinflussen will. „Als größter Arbeitgeber der Region tragen wir für energieeffiziente, umweltfreundliche Transport- und Logistikkonzepte in besonderem Maße Verantwortung“, unterstrich der Vorsitzende der Logistik-Initiative Hamburg, Prof. Peer Witten. HamburgerHafen 34               Copyright Lutz Messerschmidt     Mit mehr als 395.000 Erwerbstätigen ist die Logistik größter Arbeitgeber in der Metropolregion Hamburg, und der Beschäftigungsmarkt entwickelt sich dynamisch. Wie die jährliche Mitgliederbefragung der LIHH im Rahmen des bundesweiten SCI/Logistikbarometers ergab, berichteten 52 % der Unternehmen aus der Hamburger Logistikbranche für das Jahr 2012 von gestiegener Beschäftigung. Dies sind deutlich mehr als im Bundesvergleich. 12.660 Unternehmen waren in 2012 in der Metropolregion der Logistikwirtschaft zuzurechnen. Mit 3.650 Auszubildenden stellt Hamburg ein Zehntel der bundesweiten Auszubildenden im Speditions- und Logistikbereich. Unter dem Motto „Logistik lebt Zukunft“ stößt die Logistik-Initiative, der über 500 Mitglieder angehören, in diesem Jahr eine Vielzahl von Projekten an, mit denen die Innovationsbereitschaft der Branchenunternehmen in der Metropolregion gefördert werden soll. Schirmherr des Jahresthemas und der damit verbundenen Aktivitäten ist der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) und ehemalige Bundesverkehrs- und Bundesforschungsminister Matthias Wissmann. LINDA schafft den Innovationstransfer Zu den zukunftsweisenden Standortprojekten zählt der Launch der ersten Innovationsdatenbank in der Logistik namens LINDA (Logistik-Innovations-Datenbank), der heute erfolgte. „Die Datenbank liefert einen umfassenden Überblick über alle geförderten Logistikprojekte in der Metropolregion“, erläutert der Geschäftsführer der Logistik-Initiative Hamburg, Werner Gliem. „Mit LIND http://www.maritimheute.de/deutschland-braucht-eine-zuverlassige-wasserstrase-elbe/ Rest bitte in o.g. Link lesen Scharnbeck Schleuse34 Auf der Veranstaltung „Binnenschifffahrt auf der Elbe“ im Hafen-Klub diskutierten am 23. Januar rund 60 Vertreter aus Teilnehmern des „Runden Tischs Gesamtkonzept Elbe“, Umweltverbänden, Bundesministerien und Behörden, Binnenschifffahrtsreedereien und -häfen sowie verladender Wirtschaft und Hafenwirtschaft. Einstimmiger Tenor: „Der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht eine zuverlässige Elbe als Wasserstraße für wachsende Mengen im Gütertransport“. Binnenbargen34-960x288 Die Elbe besitzt großes Potenzial als Wasserstraße und entlastet Straßen, Schienen und Umwelt. Um die Bedeutung des ökologischsten und effizientesten Verkehrsträgers, dem Binnenschiff, in der Transportkette zu stärken und bei Verladern und Speditionen stärker zu etablieren, bedarf es jedoch noch vieler Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Die anwesenden Wirtschaftsvertreter der Veranstaltung forderten unter anderem stabile Fahrwasserverhältnisse der Elbe mit einer Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter an mindestens 345 Tagen im Jahr, die Optimierung der Terminalabläufe und Gleichbehandlung des Binnenschiffs mit anderen Verkehrsträgern in den Seehäfen, ausreichend Liege- und Warteplätze für Binnenschiffe, die Modernisierung von Software und IT-Anbindung an die Seehäfen und die Instandsetzung und Verlängerung von Buhnen. Der Hamburger Hafen ist der drittgrößte Binnenhafen Deutschlands. 10.000 Binnenschiffe machten 2011 an den rund 100 für sie vorgesehenen Liegeplätzen fest und transportierten rund 10 Millionen Tonnen Ladung über Hamburg, davon 110.000 Standardcontainer (TEU). Rund 10 Prozent der Gesamtladung aus dem oder für das Hinterland des Hamburger Hafens werden mit dem Binnenschiff transportiert. Im Containerverkehr kommt das Binnenschiff allerdings gerade mal auf einen Anteil von zwei Prozent. Ein Ziel der Hafenentwicklungsplanung ist eine Steigerung auf fünf Prozent bis 2015, um dadurch neben der Umwelt auch die Straßen- und Schieneninfrastruktur zu entlasten. „Das Binnenschiff hat eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens zum Abtransport der Ladungsmengen im Hinterlandverkehr“, betonte Bernhard Proksch, Amtsleiter Innovations- und Strukturpolitik, Mittelstand, Hafen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, in seinem Grußwort. Copyright Maritim heute

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article113097228/Hamburg-will-Binnenschifffahrt-staerken.html

Bitte den Rest des Artikel in o.g. link lesen. 24.01.13, 07:01

Hafenumschlag

Hamburg will Binnenschifffahrt stärken

Anteil der Flussschiffe am Hafenumschlag soll mittelfristig deutlich steigen. Ein eigenes Terminal soll es aber zunächst nicht geben.

Von Olaf Preuß und Nina Paulsen Copyright Hamburger Abendblatt
BinnenschiffKai34
Der Anteil der Binnenfrachter am Hafenumschlag in Hamburg stagniert seit Jahren bei zwei Prozent

Hamburg. Der Hamburger Hafen will in den kommenden Jahren mehr tun, um den Anteil der Binnenschifffahrt am gesamten Umschlag zu erhöhen. Das sagten Vertreter der Stadt und des Hafens am Mittwoch bei einer Fachkonferenz an den Landungsbrücken. "Wir arbeiten an der Verbesserung von Liegeplätzen und auch von IT-Anbindungen für Binnenschiffe im Hafen", sagte Wolfgang Hurtienne, Geschäftsführer der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA).

Hamburg ist der größte deutsche Seehafen und hinter Duisburg und Köln zugleich der drittgrößte Binnenhafen. Die Binnenschifffahrt spielt in Hamburg aber nur eine untergeordnete Rolle. Das gesamte Güteraufkommen im Hafen wuchs seit dem Jahr 2000 um mehr als die Hälfte. Der Anteil der Binnenschifffahrt am Hafenumschlag stagnierte aber im gleichen Zeitraum bei lediglich zwei Prozent.

Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Elbe flussaufwärts von Hamburg in vielen Regionen Ostdeutschlands weitgehend naturbelassen ist und dadurch bei Weitem nicht so intensiv schiffbar wie etwa der Rhein. Probleme bereitet stellenweise auch der Übergang von der Elbe in die angeschlossenen Kanäle, etwa am baufälligen Schiffshebewerk Scharnebek, das dringend saniert werden muss.

Die Bundesregierung will Anfang März ein "Gesamtkonzept Elbe" vorstellen. Ausgearbeitet von Bundesumweltministerium und Bundesverkehrsministerium soll darin ein Ausgleich zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz skizziert und zur Diskussion gestellt werden. "Es ist wichtig, dass ökologische und ökonomische Belange im Elbkonzept gleichwertig behandelt werden", sagt der Hamburger Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Elbe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. "Wir wollen, dass die Elbe als Verkehrsträger leistungsfähiger wird und dass dabei Impulse für die Wirtschaft der Region ausgehen.

http://www.thb.info/news/single-view/id/schiffsplanerin-jongliert-mit-containern.html

Copyright thunfish1967 Wolfgang Podding

2. Artikel von heute unten Spiegel

Geh mir wech", dachte Anna Ketzscher, als sie zum ersten Mal das Container-Wirrwarr auf einem Frachtschiff sah.

 

Am HHLA-Terminal Tollerort

Schiffsplanerin jongliert mit Containern

Dienstag, 08. Januar 2013

In Deutschlands größtem Hafen Hamburg werden jährlich rund neun Millionen Standardcontainer umgeschlagen. Das Be- und Entladen muss genau durchgeplant werden, damit es keinen Boxenstau gibt. Eine kniffelige Aufgabe für eine Schiffsplanerin. Die 30-jährige Anna Ketzscher ist bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) am Container Terminal Tollerort im Einsatz. An ihrem Arbeitsplatz schaut sie auf drei Monitore mit Ladelisten, Schiffslängsschnitt und Containerschächten. Copyright thunfish1967 Wolfgang Podding Mehr: Im THB Täglicher Hafenbericht

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/hafen-hamburg-schiffsplaner-beladen-schiffe-mit-containern-a-876232.html

Copyright Spiegel Rest vom Artikel in o.g. Link mit schönen Bildern Geh mir wech", dachte Anna Ketzscher, als sie zum ersten Mal das Container-Wirrwarr auf einem Frachtschiff sah. Heute sorgt sie als Schiffsplanerin dafür, dass jede Box den richtigen Platz bekommt. Was nach lustigem Container-Tetris klingt, erfordert höchste Konzentration.
Konzentriert blickt Anna Ketzscher an ihrem Arbeitsplatz auf ihre drei Monitore: Ladelisten, Schiffslängsschnitt und Containerschächte bauen sich vor ihr auf. Geschickt jongliert die 30-Jährige auf ihren Bildschirmen mit vielen Programmen gleichzeitig. Ihre Arbeit ist das Beladen von Containerschiffen. "Man muss viele Zahlen im Blick behalten und mit ihnen gut umgehen können", sagt die Schiffsplanerin des Hamburger Hafenbetreibers HHLA am Containerterminal Tollerort. Für sie scheint das kein Problem: "Ich mochte Mathe sehr gern."  
Ihre jüngste Aufgabe war die Beladung der "Evergreen Smile", die eine maximale Kapazität von rund 7000 Standardcontainern hat. Laderaum und Deck müssen so beladen werden, dass die Container für den nächsten Hafen einfach gelöscht werden können, ohne dass Boxen für weitere Häfen im Weg stehen. Was sich so leicht anhört und am Computer wie ein Knobelspiel mit Farbplättchen wirkt, ist ein hochkomplexer, mit spezifischer Software unterstützter Logistikprozess."Nur was drin ist, weiß ich nicht"

http://www.maritimheute.de/sicherheit-auf-der-elbe/

Sicherheit auf der Elbe

Rest link oben
Sicherheit auf der Elbe Hamburgs Innensenator Michael Neumann und die Innenminister von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Uwe Schünemann und Andreas Breitner, haben am Freitag im Hamburger Rathaus das sog. Unterelbeabkommen unterzeichnet. Es soll das sog. Elbeabkommen ersetzen, das seit 1974 die wasserschutzpolizeilichen Zuständigkeiten Hamburgs auf der Elbe von Schnackenburg bis in das Mündungsgebiet hinein regelt. Die neue Vereinbarung sieht vor, dass sich das von Hamburg zu betreuende Gebiet verkleinert. Die Hamburgische Wasserschutzpolizei wird künftig für eine ca. 140 km lange Strecke auf der Elbe von der Schleuse Geesthacht bis in den Elbmündungsbereich hinein zuständig sein. Der Bereich der Mittelelbe (von der Schleuse Geesthacht bis Schnackenburg) wird dagegen künftig auf Basis einer gesonderten Vereinbarung der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein durch die Wasserschutzpolizei Niedersachsens betreut.

Ministerium lehnt Förderantrag ab

Hafentunnel rückt in weite Ferne

Samstag, 29. Dezember 2012

Der mögliche Bau eines 75 Kilometer langen Tunnelsystems zur An- und Ablieferung von Containern aus dem Hamburger Hafen ist in weite Ferne gerückt. Der frühere Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Werner Marnette, hatte im vergangenen Jahr erste Pläne für das auf 1,7 Milliarden Euro veranschlagte Projekt im Kreis Harburg vorgelegt. Ausgehend von einem Ringsystem im Hafen könnte ein Y-förmiger Tunnel zum Rangierbahnhof Maschen und zu einem Logistikzentrum in Rade im Kreis Harburg führen. Marnette macht vor allem das Bundeswirtschaftsministerium für das Stocken des Projektes verantwortlich - das Ministerium hatte einen Förderantrag abgelehnt, aber auch im Kreis Harburg war das Projekt bei Bürgerinitiativen auf erheblichen Widerstand gestoßen.

Hafen Rotterdam würdigt Port Feeder Barge

Logistikkonzept ausgezeichnet

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Im Rahmen des diesjährigen „Riverdating“, einer von der EU geförderten Messe- und Kongressveranstaltung in Rotterdam, wurde Prof. Dr.-Ing. Ulrich Malchow von der Fachrichtung Nautik und Seeverkehr an der Hochschule Bremen für das von ihm entwickelte „Port Feeder Barge“-Konzept mit der „River Transport Innovation Trophy“durch den Rotterdamer Hafen ausgezeichnet. Mit der „Port Feeder Barge“ stehe der Container-Binnenschifffahrt in den Seehäfen erstmals ein flexibles Umschlaggerät zur Verfügung, mit dessen Hilfe der Binnen- vom Seeschiffumschlag entkoppelt und gleichzeitig zentralisiert werden könne. So könne der Binnenschiffumschlag deutlich vereinfacht und beschleunigt werden, da zum Beispiel das umständliche „Terminal-Hopping“ entfällt. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht" http://www.maritimheute.de/bremer-professor-erhalt-auszeichnung-fur-port-feeder-barge-konzept/

Bremer Professor erhält Auszeichnung für Port Feeder Barge Konzept

Bremer Professor erhält Auszeichnung für Port Feeder Barge Konzept Philéas Fotos/Daniel OSSO Im Rahmen des diesjährigen “Riverdating”, einer von der EU geförderten Messe- und Kongressveranstaltung in Rotterdam, wurde Prof. Dr.-Ing. Ulrich Malchow von der Fachrichtung Nautik und Seeverkehr an der Hochschule Bremen für das von ihm entwickelte “Port Feeder Barge”-Konzept mit der “River Transport Innovation Trophy” anlässlich eines Dinner-Cruises durch den Rotterdamer Hafen ausgezeichnet. Mit der “Port Feeder Barge” steht der Container-Binnenschifffahrt in den Seehäfen erstmals ein flexibles Umschlagsgerät zur Verfügung, mit dessen Hilfe der Binnen- vom Seeschiffumschlag entkoppelt und gleichzeitig zentralisiert werden kann.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article111841138/Verkehrsleitsystem-Diva-im-Hafen-zeigt-sich-launisch.html

Verkehrsleitsystem Diva im Hafen zeigt sich launisch

Nach Pannenserie müssen jetzt Fundamente ausgetauscht werden

Von Axel Tiedemann

Hamburg. Es gilt als Vorzeigeprojekt der Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) - das Verkehrsleitsystem, das die Verkehrsströme im Hafen lenken soll: elektronisch gesteuert, neueste IT-Technik mit Glasfaserkabeln und Sensoren in der Straße. Auf 16 Infotafeln werden dabei Infos über Staus und Sperrungen in Echtzeit angezeigt. Ein Vier-Millionen-Projekt ganz nach dem Geschmack von HPA-Chef Jens Meier, der selbst aus der IT-Branche kommt.

Diva, so ließ er das System bezeichnen; Diva steht dabei für "Dynamische Information zum Verkehrsaufkommen im Hafen". Im echten Leben ist eine Diva aber auch recht oft launisch - und damit der HPA-Diva gar nicht so unähnlich. Schon gleich nach dem Start im Juni vergangenen Jahres gab es immer wieder Ärger über missverständliche Anzeigen. Zu allem Überfluss ist nun auch noch die Standqualität der 16 Tafeln im Hafen gefährdet. Die Fundamente der Anzeigen müssen sämtlich ausgetauscht werden, wie die HPA bestätigt. Die Kosten dafür stünden aber noch nicht fest. Der Fehler sei eine Sache des Auftragnehmers. "Wir bezahlen nichts", sagt HPA-Sprecher Alexander Schwertner.

Dennoch dürfte man im Hause HPA nicht sehr erfreut sein, dass dieses mit so vielen Vorschusslorbeeren gestartete Verkehrsleitsystem erneut einen Rückschlag erleidet. Denn Pannen gab es bereits einige.

Anfangs zeigten die Tafeln gelegentlich freie Fahrt, auch wenn etwa auf der Köhlbrandbrücke Stau war. Auch die drei großen Anzeigetafeln mit ihren grafischen Darstellungen des Verkehrsgeschehens sorgen oft eher für Irritation als für Information. Gedacht sind sie für Profis, hieß es zu Anfang. Die meisten der Auto- und Lastwagenfahrer auf dem 132 Kilometer langen Straßennetz im Hafen würden sich dort bestens auskennen und mit "einem Blick" auf die Tafeln erkennen, was los sei. Doch das war wohl zu viel Vertrauen in die bildliche Vorstellungskraft von ukrainischen Truckern. Die Tafeln, die eher an wirre Schnittmuster erinnern, würden nur die Leute verstehen, die damit zu tun haben, heißt es hinter vorgehaltener Hand selbst bei HPA-Mitarbeitern. Die Tafeln sorgten für Verwirrung, kritisierte auch der CDU-Verkehrsexperte Klaus-Peter Hesse.

http://www.maritimheute.de/hafenwirtschaft-schnellerer-ausbau-der-verkehrsinfrastruktur-gefordert/ The Northern Sea Route is rapidly becoming an alternative to the existing intercontinental shipping routes between the Atlantic and Pacific Oceans through Suez and Panama Canals. siehe unten

Hafenwirtschaft: Schnellerer Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gefordert

Die weltwirtschaftliche Abkühlung in Folge der europäischen Staatsschulden- und Bankenkrise hat dazu geführt, dass sich das Wachstumstempo in den deutschen Seehäfen verlangsamt. 2012 wird der Gesamtumschlag voraussichtlich um etwa 3% auf 304 Mio. t steigen, nachdem er im ersten Halbjahr 2012 noch um rund 5% zugelegt hat. Für das Jahr 2013 rechnet der ZDS mit einer Zunahme des deutschen Seegüterumschlags um etwa 1 bis 3%. Darauf wies der Präsident des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe e.V. (ZDS), Klaus-Dieter Peters, heute in einem Pressegespräch anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung des ZDS in Hamburg hin. Gleichzeitig zog im laufenden Jahr der Hinterlandverkehr der deutschen Seehäfen aber weiter deutlich an. Dabei zeigte sich erneut, dass die Schienen- und Straßeninfrastruktur im Hinterlandverkehr der deutschen Seehäfen ihre Kapazitätsgrenzen längst erreicht hat. Qualität und Kapazität der Hinterlandanbindungen sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor nicht nur für die Entwicklung der Seehäfen, sondern auch für die deutsche Wirtschaft. Der Ausbau der Hinterlandanbindungen wird deshalb immer dringender. Nach dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung, dem Nationalen Hafenkonzept und dem Aktionsplan Güterverkehr und Logistik des Bundesverkehrsministeriums soll die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen durch die zügige Optimierung der seewärtigen Zufahrten und den gezielten Ausbau der Hinterlandanbindungen sichergestellt werden. Dieser Ausbau hat danach oberste Priorität und ist eine Aufgabe von nationaler Bedeutung. Der Investitionsrahmenplan 2011 – 2015 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes sieht dagegen keinen Schwerpunkt für Seehafenanbindungen vor. Von einer besonderen Berücksichtigung der Hafenanbindungen kann daher keine Rede sein. Für die Fahrrinnenanpassungen der Außen- und Unterelbe sowie der Außen- und Unterweser liegen zwar Planfeststellungsbeschlüsse vor. Anhängige Klagen beim Bundesverwaltungsgericht führen jedoch zu weiteren Verzögerungen dieser dringend erforderlichen Maßnahmen. Wenn eine verlässliche Realisierung bei Projekten, die ein häufig mehrjähriges Planfeststellungsverfahren erfolgreich abgeschlossen haben, nicht mehr gegeben ist, hat dies äußerst negative Auswirkungen auf die Planungs- und Investitionssicherheit der Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Verkehrswege in Deutschland sind seit vielen Jahren unterfinanziert. Das Land zehrt von der Substanz. Der Investitionsbedarf liegt bei 14 Mrd. € im Jahr. Es fehlen damit rund 4 Mrd. € jährlich im Bundeshaushalt. Die vorgesehene Aufstockung des Verkehrsetats 2013 um 750 Mio. € wird vom ZDS als Schritt in die richtige Richtung begrüßt. Wir erwarten, dass dabei auch der Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals berücksichtigt wird. Die Planungen sind hierzu nahezu abgeschlossen. Angesichts der aktuellen Schiffsgrößenentwicklung sind auch die Vertiefung der Außenems, der Ausbau der Wismarer Bucht sowie des Rostocker Seekanals dringend erforderlich. Die Planfeststellungsverfahren hierfür müssen zügig eingeleitet werden. Zukunftsinvestitionen sind kein Widerspruch zur notwendigen Konsolidierung des Staatshaushaltes. Im Gegenteil: Nachhaltig konsolidieren bedeutet, in die Grundlagen für künftiges Wachstum zu investieren. Nur so kann Deutschland wirtschaftlich stark bleiben und seine Seehäfen wettbewerbsfähig halten. Die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur ist eine staatliche Aufgabe der Da-seinsvorsorge. Überlegungen, zusätzliche Nutzerentgelte auch auf Bun-deswasserstraßen zu erheben, sind nur unter der Voraussetzung einheitlicher Regelungen in der EU für die Nutzung der Wasserwege einschließlich des Rheins erwägenswert. Von der vorgesehenen Priorisierung der Investitionsmaßnahmen für den Erhalt, Betrieb und Ausbau der Wasserstraßeninfrastruktur im Rahmen der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes erwartet der ZDS eine Stärkung des Seehafenstandortes Deutschland. Der Schwerpunkt der Transporte auf den deutschen Wasserstraßen liegt eindeutig im Bereich der Küste. Der Standort der geplanten “Generaldirektion für Wasserstraßen und Schifffahrt“ sollte daher an der Küste und nicht in Bonn liegen. Im Hinblick auf die Reduzierung des Schwefelgehalts in Schiffstreibstoffen auf 0,1% ab 2015 für die Nord- und Ostsee bittet der ZDS die Bundesregierung eindringlich, den Schiffsverkehr durch geeignete und wirkungsvolle Maßnah-men bei der Emissionsreduzierung zu unterstützen, um Verkehrsverlagerungen vom See- auf den Landverkehr zu vermeiden. Gegebenenfalls muss für Bestandsschiffe die Frist für die Einhaltung der neuen Grenzwerte verlängert werden. Für die deutsche Hafenwirtschaft gewinnt die Offshore-Windenergie zuneh-mend an Bedeutung. Deutsche Seehafenbetriebe können mit ihrer maritimen Logistik einen wesentlichen Beitrag zur Nutzung der Offshore- Windenergie leisten. Die Konferenz der norddeutschen Regierungschefs hat die Bundesre-gierung aufgefordert, zusätzlich zu dem bestehenden Programm „Offshore-Windenergie“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau geeignete Finanzierungsin-strumente für die Finanzierung für Häfen für den Ausbau der Offshore-Windenergie aufzulegen, um die Energiewende nicht zu verzögern. http://worldmaritimenews.com/archives/69447

New Icebreakers to Boost Shipping Along Northern Sea Route

Posted on Nov 16th, 2012 with tags , , , , , , , .
New Icebreakers to Boost Shipping Along Northern Sea Route The Northern Sea Route is rapidly becoming an alternative to the existing intercontinental shipping routes between the Atlantic and Pacific Oceans through Suez and Panama Canals. The interest for the Northern Sea Route has grown due to significant reduction of navigation period between ports of Europe and South-East Asia and absence of pirate threats. The leading role to provide safe transit of the Arctic and other freezing seas still belongs to Russia. To successfully operate in the Arctic Russia developed atomic icebreaking fleet which represents the key element of the Northern Sea Route infrastructure. According to Ivan Kamenskikh, First Deputy Director General and Director of the Nuclear Weapons Complex Directorate, the growth of a volume of shipments via the Northern Sea Route is observed and by 2018 there might be a shortage in capacities of the existing icebreaker fleet to solve all tasks of Russia in the Arctic. Therefore, Russia is committed to build three new icebreakers in order to enable commercial traffic along the Northern Sea Route during the whole year. The icebreaker detailed design was developed by CDB Aisberg in 2009. The new icebreakers will be operated by Rosatomflot, and financed by Russian Government. The shipbuilding contract worth $1.16 billion was assigned to Baltic Shipyard, http://www.abendblatt.de/wirtschaft/karriere/article110546990/Mehr-Frauen-ins-Maennerbusiness.html weiteres unter diesem Link Werbung HA

Mehr Frauen ins Männerbusiness

Hamburg ist einer der interessantesten Logistik-Standorte weltweit. Doch die Branche spürt den Fachkräftemangel

Von Andrea Pawlik Hamburger Abendblatt

Tim Kurth ist Sprecher der Regionalgruppe Hamburg der Bundesvereinigung für Logistik (BVL).

Hamburger Abendblatt:

Herr Kurth, wenn Sie in ein paar Sätzen für die Logistik-Branche in Hamburg werben sollten - was würden Sie sagen?

Tim Kurth:

Hamburg ist mindestens europa-, wenn nicht sogar weltweit einer der interessantesten Logistik-Plätze. Grund dafür ist die Vielfältigkeit und Internationalität der Branche, die man in Hamburg und im Umland findet. Wir haben Hafen und Flughafen, gute Bahn- und Straßenanbindung und auch die gesamte Logistik rund um die Binnenschifffahrt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche produzierende Unternehmen, große Handelsunternehmen und Logistikdienstleister. Ich will nicht sagen, dass Hamburg das Paradies für Logistiker ist, aber es ist doch sehr nahe dran.

Fehlt es schon an Fachkräften?

Kurth:

Teilweise. Vor einigen Jahren bekam man zum Beispiel 120 bis 150 Bewerbungen, wenn man eine durchschnittliche Logistikleiter-Position ausschrieb. Heute sind es zehn bis 15 Bewerbungen. Das hat aber auch mit der allgemeinen wirtschaftlichen Lage zu tun. Zurzeit überlegt sich jeder genau, ob er einen Jobwechsel wagt.

Wie gehen Arbeitgeber damit um?

Kurth:

Etwa 70 bis 80 Prozent treffen Maßnahmen und versuchen, möglichst früh potenzielle Mitarbeiter durch das Angebot von Praktika oder Diplomarbeiten zu binden. Viele gehen auch schon in Schulen hinein, um Jugendliche für die Logistik zu begeistern. Die BVL selbst hat vor einigen Jahren den Tag der Logistik eingeführt.

In der BVL-Studie "Frauen in der Logistik" heißt eines der Ergebnisse: Frauen fremdeln noch mit der Branche, aber die Arbeitgeber wollen sie schon gern haben.

Kurth:

Einen gesunden Mix in der Firma zu haben ist ja auch sehr sinnvoll. Er kann eine Abgrenzung zu Arbeitgebern darstellen, die sich nicht um das Thema Vielfalt kümmern. Tatsächlich sehen wir bei der BVL einen positiven Trend: Inzwischen sind ein Drittel unserer studierenden Mitglieder weiblich. Allerdings muss man auch sehen, dass es in den Firmen zurzeit nur zwölf Prozent Mitarbeiterinnen gibt. Da müssen wir noch ein bisschen warten, bis die heutigen Studentinnen ihren Abschluss haben. Eine Grundvoraussetzung ist natürlich, dass man gerade Frauen nach der Familiengründung die Möglichkeit bietet, adäquat beschäftigt zu bleiben. Firmen werden einen erheblichen Vorsprung gegenüber anderen Arbeitgebern haben, wenn sie ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuung bieten und kooperativ auf familiäre Schwierigkeiten, zum Beispiel Schulprobleme, reagieren.

Was sind Trends in der Logistik? Und welche Mitarbeiter, welche Qualifikationen braucht die Branche dafür?

Kurth:

Die Anforderungen in der Logistik sind stark gestiegen. Über eine analytische Begabung hinaus braucht man auch ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit. Und ohne Fremdsprachen, vor allem Englisch, geht kaum noch etwas. http://www.maritimheute.de/logistikregion-leipzig-halle-vertieft-kooperation-mit-dem-hafen-hamburg/

Logistikregion Leipzig-Halle vertieft Kooperation mit dem Hafen Hamburg

Logistikregion Leipzig-Halle vertieft Kooperation mit dem Hafen Hamburg Die Gütermengen im Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens nehmen stetig zu.   Laut Hafenentwicklungsplan wird bis zum Jahr 2025 mit einem Anstieg des Umschlagspotentials von derzeit knapp sechs auf rund zehn Millionen Containereinheiten gerechnet. Davon profitiert die Logistikregion Leipzig-Halle schon heute auf Grund ihrer hervorragenden geographischen Lage. Angesichts des enormen Potentials sollen die Verbindungen zur verladenden Wirtschaft an Deutschlands größtem Seehafen noch enger verzahnt werden: Um die Kontakte zu vertiefen, reiste eine Delegation des Netzwerk Logistik Leipzig-Halle vom 25. bis 26. Oktober 2012 in die Hansestadt. Die Logistikregion um Leipzig-Halle spielt aufgrund der verkehrsträgerübergreifenden Anbindung an das Wasser-, Schienen- und Straßennetz eine immer größere Rolle im Hinterland des Hamburger Hafens. Containerschiffe auf der Elbe, tägliche Güterzugverbindungen aus Leipzig und Dresden sowie das gut ausgebaute Autobahn- und Fernstraßennetz verbinden die Regionen schnell und zuverlässig. Wichtigster Verkehrsträger ist die Bahn. Besonders bedeutsam ist der Containerzug zwischen Leipzig und Hamburg-Maschen, Europas größtem Rangierbahnhof und zentrale Drehscheibe für den Seehafenhinterlandverkehr. Allein zwischen den Inlandsterminals in Sachsen und dem Hamburger Hafen verkehren wöchentlich nahezu 60 Containerzüge. Aus der Region Leipzig-Halle werden vor allem Waren aus dem Bereich Maschinenbau und Automotive nach Hamburg transportiert. In umgekehrter Richtung spielen Verbrauchsgüter die größte Rolle. Um die Kooperationsbeziehungen zwischen den Standorten weiter zu fördern, reisten 22 Delegierte des Netzwerks Logistik Leipzig-Halle aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zum Hafen Hamburg. Das Netzwerk Logistik Leipzig-Halle und der Hamburg Marketing e.V. haben vor kurzem durch wechselseitige Mitgliedschaften eine auf Nachhaltigkeit ausgelegte enge Kooperation vereinbart. Neben Logistikern und logistiknahen Dienstleistern zählten zu den Teilnehmern der mitteldeutschen Delegation auch Vertreter der öffentlichen Verwaltung, der Kammern sowie aus dem Bereich Forschung und Bildung. Nach Gesprächen mit den Mitgliedern des Hafen Hamburg Marketing e.V. besichtigten die Netzwerkmitglieder das hochautomatisierte Container Terminal Altenwerder (CTA). Es zählt weltweit zu den modernsten Umschlagterminals. Container gelangen hier von insgesamt 15 Containerbrücken innerhalb kürzester Zeit mittels automatisierter Transportfahrzeuge in den Lager- beziehungsweise Transportbereich. Zudem befinden sich vor Ort Übergabestationen für Lkw sowie ein eigener Bahnhof, der auch die Abfertigung kompletter Züge erlaubt. „Der Hafen Hamburg ist ein wichtiger Standortfaktor für Industrie und Handel in der Logistikregion Leipzig-Halle.
 

Logistische Leistungen im Hafen immer wichtiger

Gunther Bonz: "Qualität wird Wettbewerb entscheiden"

Mittwoch, 04. April 2012
Die logistisches Leistungen werden im Hafenwettbewerb immer wichtiger. Foto: HHLA
Die logistisches Leistungen werden im Hafenwettbewerb immer wichtiger. Foto: HHLA
Im Wettbewerb der großen Häfen wird künftig die Qualität der logistischen Leistung immer größere Bedeutung erhalten. Das sagte Gunther Bonz, der Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH), am Montagabend vor dem "Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten". Neben der Entwicklung immer größerer Schiffe sei die Nachfrage nach Qualität der zweite große Trend für die Hafenwirtschaft. "Die internationale Arbeitsteilung wird dazu führen, dass die Läger der Wirtschaft auf die Schiffe verlagert werden", sagte Bonz. "Und dann ist die Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit des Transports und des Umschlags entscheidend." Die Kapazitäten seien hingegen überall ausreichend. Gegenwärtig würden die Container-Umschlagkapazitäten an den großen Häfen in Nordwesteuropa von 60 auf 100 Millionen Standardcontainer (TEU) jährlich aufgebaut - genug, um viele Jahre Wachstum aufzunehmen. Der Hamburger Hafen habe den Konkurrenzdruck durch zusätzliche Umschlagkapazitäten in Rotterdam und Wilhelmshaven nicht zu fürchten. Diese Häfen konkurrierten vor allem um die Ladung für das Ruhrgebiet. Zudem habe Rotterdam Schwierigkeiten mit dem Transport der Container aus dem Hafen ins Hinterland. Das sei auch für den Hamburger Hafen das Nadelöhr: Würden Straßen und Schienen nicht ausgebaut, drohe in wenigen Jahren der Verkehrsinfarkt.   Hamburg. Der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA gerät nach einem guten Geschäftsjahr unter Druck. Für 2012 erwartet der Vorstand ein deutlich schwächeres Wachstum. Gründe für die defensive Prognose sind unter anderen zunehmende Engpässe bei der Infrastruktur wie auch wachsende Überkapazitäten auf den großen Terminals der Nordseehäfen. Kommentar: Gefährliche Engpässe Die Zahl der Großschiffe mit einer Kapazität von 13 000 Standardeinheiten (TEU) und mehr, die Hamburg anlaufen, nimmt ständig zu. Da sich die geplante Vertiefung und Verbreiterung des Elbfahrwassers aber immer weiter verzögert, wird es für die Hamburger Containerterminals zunehmend schwieriger, die Schiffe abzufertigen. "Wir haben an den Terminals mittlerweile nennenswerte Mehrkosten bei der Abfertigung", sagte der für das Containergeschäft zuständige HHLA-Vorstand Stefan Behn. "Die Zeitfenster werden immer kleiner." Es entstehe erheblicher zusätzlicher Personalaufwand, um die Großschiffe pünktlich zu den für das Auslaufen nötigen Terminen bei steigendem Wasserstand abzufertigen. Oft müssten die Frachter aus Zeitnot Containerladung für spätere Transporte stehen lassen. Auch auf den Straßen und Schienen der Metropolregion Hamburg wird die Situation laut HHLA kritischer. "Der Bundesetat für die Erneuerung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist seit zehn Jahren nicht nachhaltig gestiegen, wohl aber die Kosten für die nötigen Arbeiten. Das macht uns große Sorgen", sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Peters. "Deshalb müssen wir die Infrastruktur besser ausnutzen, zum Beispiel durch intelligente Verkehrsleitsysteme. Wenn wir die Auslastung der Verkehrswege optimieren wollen, werden wir aber auch über eine Aufhebung des Fahrverbots für Lkw an Sonntagen diskutieren müssen." Wachsender Konkurrenzdruck dürfte für Hamburg durch den Ausbau der Containerterminals in Rotterdam und durch die Eröffnung des neuen Terminals in Wilhelmshaven entstehen. Wilhelmshaven soll im August den Betrieb aufnehmen. Durch den Zuwachs an Terminalkapazitäten rechnet die Branche an der Nordsee allgemein mit einem neuen Preiswettbewerb. Der HHLA-Vorstand gab keine konkrete Einschätzung darüber, wie Rotterdam und Wilhelmshaven den Wettbewerb in naher Zukunft beeinflussen werden. Peters und Behn betonten allerdings, dass die HHLA gezielt in den Ausbau der besonderen Hamburger Stärken investieren wolle. Dazu gehören vor allem die Bahnverbindungen für Containerzüge nach Osteuropa und nach Österreich, auch in eigenen Tochterunternehmen wie Metrans. Beim Containertransport hatte die HHLA im vergangenen Jahr mit rund 1,9 Millionen TEU einen neuen Spitzenwert erreicht. "Wir glauben", sagte Peters zum Wettbewerb der Häfen, "dass wir den besten Standort haben." 2011 konnte die HHLA ihr Geschäft noch stark ausbauen. Das Unternehmen näherte sich bei Umsatz, Gewinn und Containerumschlag seinem Rekordjahr 2008 an. Logistikkonzerne wie die HHLA hatten, bedingt durch die Weltfinanzmarktkrise, vor allem 2009 große Rückgänge beim Containerumschlag verzeichnet. Peters zeigte sich am Freitag zufrieden mit dem vergangenen Jahr: "Wir sind in einem schwierigen Marktumfeld deutlich schneller gewachsen als unsere wichtigsten Wettbewerber und haben dabei Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert", sagte er. Der Hamburger Hafen erreichte 2011 beim Containerumschlag vor Antwerpen wieder den zweiten Rang der Nordseehäfen. An erster Stelle liegt Rotterdam, auf Rang vier Bremerhaven. Peters führte die Steigerung in Hamburg vor allem auf das Wachstum des Containerumschlags bei der HHLA zurück: Der Zuwachs gegenüber 2010 betrug 22,1 Prozent auf rund 7,1 Millionen TEU. An der gesamten sogenannten Nordrange hingegen war der Containerumschlag nur um 9,5 Prozent gewachsen. Hamburg hält in diesem Fahrtgebiet derzeit 25,4 Prozent Marktanteil. Die HHLA trägt rund drei Viertel zum Containerumschlag in der Hansestadt bei, der übrige Teil entfällt vor allem auf den Konkurrenten Eurogate. Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz der HHLA um 14 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro, der operative Gewinn (Ebit) stieg um rund sieben Prozent auf 207 Millionen Euro.
Stade. In der Metropolregion soll die Wirtschaft enger zusammenrücken. Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP), sein Kieler Amtskollege Jost de Jager (CDU) und Frank Horch (parteilos), Wirtschaftssenator der Hansestadt Hamburg, wollen ihre Arbeit besser koordinieren, gemeinsame Projekte anschieben und die gesamte Unterelberegion international vermarkten. Deshalb haben sie eine "Hamburger Erklärung zur wirtschaftlichen Entwicklung der Unterelbe" vorbereitet, die am kommenden Mittwoch bei einer Fachkonferenz in Hamburg vorgelegt werden soll.Das Papier, der sogenannte "Letter of Intent", in dem unter anderem eine zügige Elbvertiefung gefordert wird, sollen neben Vertretern aus der Wirtschaft, den Hafenverbänden, den Gewerkschaften und den Wirtschaftsförderern aus der Metropolregion auch die Verwaltungsspitzen der Anrainer-Landkreise in Niedersachsen und Schleswig-Holstein unterzeichnen. Und das führt in den Kreisen Stade und Cuxhaven zu Irritationen. Denn hier ist die Vertiefung der Elbe höchst umstritten, vor allem Obstbauern aus dem Alten Land fürchten Nachteile.Die Ziele der Wirtschaftsminister stehen fest: Die beteiligten Länder wollen den Chemiestandort Unterelbe festigen und erweitern. Vorangetrieben werden soll auch die "Ansiedlung von Industrie und Gewerbe auf den bereits vorhandenen und planerisch ausgewiesenen Flächen, auch von Unternehmen aus hafengebundenen und energieintensiven Wirtschaftszweigen". Auch soll die Zusammenarbeit der Seehäfen und der Ausbau der Breitbandversorgung gefördert werden.In dem Entwurf heißt es weiter: "Jeder Partner wird die Kosten, die aus der Umsetzung des 'Letter of Intent' entstehen, im Rahmen der jeweiligen Förderrichtlinien und -möglichkeiten bedienen. Dabei sind grenzüberschreitende und projektübergreifende Finanzierungsmöglichkeiten anzustreben.
Die Bauarbeiten für die Elbvertiefung haben noch gar nicht begonnen, doch die Kosten klettern schon in die Höhe. Die Grünen sehen bereits Steigerungen wie bei der Elbphilharmonie.
Hamburg. Hamburgs Grüne rechnen bei der umstrittenen Elbvertiefung mittlerweile mit Kosten in Höhe von mindestens 630 Millionen Euro. "Wir erreichen jetzt langsam aber sicher bei den Kostensteigerungen ein Niveau wie wir es bisher eigentlich nur bei der Elbphilharmonie kennen", sagte GAL-Fraktionschef Jens Kerstan am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Grünen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. So kämen bei dem hauptsächlich vom Bund getragenen Projekt statt der 2004 prognostizierten 80 Millionen inzwischen allein auf Hamburg bis zu 250 Millionen Euro zu - und das, obwohl die Bauarbeiten noch nicht einmal begonnen hätten. Die Grünen im Norden sind geschlossen gegen eine neuerliche Vertiefung der Elbe. Der Bund geht bislang von Gesamtkosten in Höhe von 385 Millionen Euro aus - eine Summe, die sich jedoch kaum wird halten lassen. So hat der SPD-Senat der Hansestadt zuletzt den Hamburger Anteil bereits von 137 Millionen auf rund 175 Millionen Euro erhöht. Halten die Deiche das aus? Die Hansestadt möchte die Elbvertiefung, damit Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,5 Metern den Hafen ansteuern können. Vor allem Niedersachsen hingegen sieht durch das Ausbaggerung des Flusses die Sicherheit der Deiche gefährdet. Außerdem fürchten Obstbauern eine Versalzung des Wassers. Niedersachsen hat deshalb - anders als Schleswig-Holstein - den Entwurf für den Planfeststellungsbeschluss bislang nicht abgesegnet. Ministerpräsident David McAllister (CDU) hatte bereits im Januar gesagt, dass der Termin Ende März wohl nicht zu halten sei. Nach Ansicht des niedersächsischen Grünen-Fraktionsvorsitzenden Stefan Wenzel wird dies voraussichtlich auch noch Wochen dauern und letztlich auch zu einem Nein Niedersachsens führen. Denn sein Land dürfe sein Einvernehmen verweigern, wenn Fragen der Landeskultur und der Wasserwirtschaft betroffen seien. Konkret gehe es dabei um das Wasserhaushaltsgesetz und die Wasserrahmenrichtlinie. "Und dort gibt es eine ganz klare Regelung, nämlich das Verschlechterungsverbot", sagte Wenzel. Dies sei ein Punkt, der Niedersachsen "zwingen wird, sein Einvernehmen zu verweigern", zeigte er sich überzeugt. Das sei auch keine Frage von Ausgleichszahlungen. "Aus meiner Sicht ist es eine Frage von Sicherheit, von Deichschutz und vom Schutz der Süßwasservorräte." Die Umweltexpertin der Grünen im schleswig-holsteinischen Landtag, Marlies Fritzen, forderte statt einer neuerlichen Elbvertiefung ein abgestimmtes norddeutsches Hafenkonzept für den internationalen Containerverkehr. Dass dann eine Lastwagen-Kolonne über das Land rollen könnte, wies Kerstan als "vollkommen unsinnig" zurück. "Kein Transporteur könnte das per Lkw transportieren, weil er dann einen astronomischen Transportpreis bei seinen Kunden aufrufen müsste." Die Container kämen weiter alle per Schiff nach Hamburg, zeigte sich Kerstan überzeugt.

Auch andere Bundesländer profitieren vom Ausbau

Niedersachsen lässt Frist bei Elbvertiefung verstreichen

Freitag, 30. März 2012
Hamburg wartet weiter auf die Elbvertiefung
Hannover will offenbar die für eine Zustimmung zur Elbvertiefung gesetzte Frist bis zum Sonnabend verstreichen lassen. Die Deichsicherheit und die Wasserqualität für den Obstanbau bieten noch Diskussionsstoff - und in zehn Monaten ist Landtagswahl. Mit einer Blockade des Bauvorhabens aber rechnet niemand. "Es ist nicht Aufgabe einer niedersächsischen Landesregierung, die wirtschaftliche Entwicklung Hamburgs zu verhindern", brachte Landwirtschafts-minister Gert Lindemann (CDU) kürzlich die Haltung der Landesregierung auf den Punkt. Wie Schleswig-Holstein profitiert auch Niedersachsen enorm von einem prosperierenden Hamburger Hafen - selbst wenn das Land mit Bremerhaven und dem in August in Betrieb gehenden JadeWeserPort in Wilhelmshaven selber über zwei Häfen mit Gewicht verfügt. Statt immer weiterer Eingriffe in die Natur zugunsten des Hamburger Hafens plädieren die Grünen für eine Arbeitsteilung und einen Verbund der Häfen im Norden - Experten sehen das skeptisch. "Es macht preislich einen großen Unterschied aus, ob man die Güter von Hamburg, Bremerhaven oder Wilhelmshaven zu ihrem Ziel transportiert", erläutert Sönke Maatsch vom Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL). Zusätzliche Kilometer per Lastwagen schlügen für die Transporteure kräftig zu Buche, während es für die Tarife der Reedereien einerlei sei, welchen der Häfen sie anlaufen. Der kürzeste Weg für Lastwagen, Bahn oder Binnenschiff entscheide zumeist über die Wahl des Hafens. Hamburg sei das Einfallstor unter anderem für Berlin, den Osten und Bayern, Bremerhaven und künftig auch Wilhelmshaven bedienten das nördliche Ruhrgebiet - das westliche Ruhrgebiet sei auf Rotterdam und Antwerpen ausgerichtet. Dass Niedersachsen die Bedenken gegen die Elbvertiefung wie zuvor auch Schleswig-Holstein nicht auf die leichte Schulter nimmt, hat seine Berechtigung. Sensible Bereiche und schützenswerte Tiere seien betroffen, hatte bereits die EU festgestellt, die aber dem öffentlichen Interesse den Vorrang einräumte und grünes Licht für das Vorhaben gab. Häfen und Nebenflüsse entlang der Unterelbe können verschlicken, fürchten die Gegner. Der Fluss werde schneller fließen, was bei Hochwasser zu einer Gefährdung der Deiche führen könne und die Obst-Anbaugebiete könnten versalzen, lauten die Sorgen. Wenn das letzte Tauziehen um die Elbvertiefung in Niedersachsen andauert, dann geht es wie zuvor in Schleswig-Holstein auch um Ausgleichsmaßnahmen und deren Finanzierung. "Sorgfalt geht vor Eile", hatte Niedersachsens neuer Umweltminister Stefan Birkner (FDP) denn auch immer wieder betont. Hinter den Kulissen aber ist in Hannover klar: Irgendwann in den nächsten Wochen will man zu einer positiven Entscheidung kommen. Die Sorge vieler, dass eine nächste Elbvertiefung wegen immer größerer Schiffe schon in absehbarer Zeit erneut geplant werden muss, teilt Schifffahrtsexperte Maatsch nicht unbedingt. So arbeite die Reederei Maersk an einem neuen Schiffskonzept, das erstmals berücksichtige, dass die Häfen mit immer größeren Schiffe Probleme bekommen. Ein Zuwachs an Kapazität solle durch breitere Schiffe erreicht werden - dass diese nicht mehr so schnell fahren könnten, sei bei steigenden Ölpreisen das geringere Problem.

Frist verstreicht

Niedersachsen enthält sich zur Elbvertiefung

29.03.2012 09:38 Uhr

Für den Start der Elbvertiefung fehlt nur noch die Zustimmung aus Niedersachsen. Ein grünes Licht wird es nicht innerhalb der Frist bis Ende März geben, eine Blockade aber ist ausgeschlossen. Zu wichtig ist der Hamburger Hafen auch für die niedersächsische Wirtschaft.

Für den Start der Elbvertiefung fehlt nur noch die Zustimmung aus Niedersachsen.

Hannover. Der Umschlag im Hamburger Hafen brummt und die Containerflut soll in den kommenden Jahren weiter wachsen. Damit Hamburg seinen zweiten Platz nach Rotterdam und vor Antwerpen im Buhlen um die immer größeren Schiffe sichern kann, ist eine erneute Elbvertiefung nötig. Der Start der Baggerarbeiten hängt nur noch vom grünen Licht aus Niedersachsen ab – in Hannover aber will man die dafür gesetzte Frist bis zu diesem Samstag verstreichen lassen. Die Deichsicherheit und die Wasserqualität für den Obstanbau bieten noch Diskussionsstoff - und in zehn Monaten ist Landtagswahl. Mit einer Blockade des Bauvorhabens aber rechnet niemand.

„Es ist nicht Aufgabe einer niedersächsischen Landesregierung, die wirtschaftliche Entwicklung Hamburgs zu verhindern“, brachte Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) kürzlich die Haltung der Landesregierung auf den Punkt. Wie Schleswig-Holstein auch profitiert Niedersachsen enorm von einem prosperierenden Hamburger Hafen – auch wenn das Land mit Bremerhaven und dem in August in Betrieb gehenden JadeWeserPort in Wilhelmshaven selber über zwei Häfen mit Gewicht verfügt. Statt immer weiterer Eingriffe in die Natur zugunsten des Hamburger Hafens plädieren die Grünen für eine Arbeitsteilung und einen Verbund der Häfen im Norden – Experten sehen das skeptisch.

„Es macht preislich einen großen Unterschied aus, ob man die Güter von Hamburg, Bremerhaven oder Wilhelmshaven zu ihrem Ziel transportiert“, erläutert Sönke Maatsch vom Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL). Zusätzliche Kilometer per Lastwagen schlügen für die Transporteure kräftig zu Buche, während es für die Tarife der Reedereien einerlei sei, welchen der Häfen sie anlaufen. Der kürzeste Weg für Lastwagen, Bahn oder Binnenschiff entscheide zumeist über die Wahl des Hafens. Hamburg sei das Einfallstor unter anderem für Berlin, den Osten und Bayern, Bremerhaven und künftig auch Wilhelmshaven bedienten das nördliche Ruhrgebiet - das westliche Ruhrgebiet sei auf Rotterdam und Antwerpen ausgerichtet.

Dass Niedersachsen die Bedenken gegen die Elbvertiefung wie zuvor auch Schleswig-Holstein nicht auf die leichte Schulter nimmt, hat seine Berechtigung. Sensible Bereiche und schützenswerte Tiere seien betroffen, hatte bereits die EU festgestellt, die aber dem öffentlichen Interesse den Vorrang einräumte und grünes Licht für das Vorhaben gab. Häfen und Nebenflüsse entlang der Unterelbe können verschlicken, fürchten die Gegner. Der Fluss werde schneller fließen, was bei Hochwasser zu einer Gefährdung der Deiche führen könne und die Obst-Anbaugebiete könnten versalzen, lauten die Sorgen.

Wenn das letzte Tauziehen um die Elbvertiefung in Niedersachsen andauert, dann geht es wie zuvor in Schleswig-Holstein auch um Ausgleichsmaßnahmen und deren Finanzierung. „Sorgfalt geht vor Eile“, hatte der neue Umweltminister Stefan Birkner (FDP) denn auch immer wieder betont. Hinter den Kulissen aber ist in Hannover klar: Irgendwann in den nächsten Wochen will man zu einer positiven Entscheidung kommen.

Die Sorge vieler, dass eine nächste Elbvertiefung wegen immer größerer Schiffe schon in absehbarer Zeit erneut geplant werden muss, teilt Schifffahrtsexperte Maatsch nicht unbedingt. So arbeite die Reederei Maersk an einem neuen Schiffskonzept, das erstmals berücksichtige, dass die Häfen mit immer größeren Schiffe Probleme bekommen. Ein Zuwachs an Kapazität solle durch breitere Schiffe erreicht werden – dass diese nicht mehr so schnell fahrenden könnten, sei bei steigenden Ölpreisen das geringere Problem.

Nachrichten

Niedersachsen blockiert Elbvertiefung weiter

Hamburg/Hannover

Im Streit um die Elbvertiefung sieht die niedersächsische Landesregierung für eine Zustimmung noch nicht alle Hürden aus dem Weg geräumt. „Die Prüfungen dauern noch an“, sagte Umweltminister Stefan Birkner (FDP) gestern im Landtag in Hannover. Die Frist für das Einvernehmen Niedersachsens läuft Ende März aus. Ob er eine bereits erwogene Verlängerung beantrage, sagte der Minister aber nicht. „Es ist nicht Aufgabe einer niedersächsischen Landesregierung, die wirtschaftliche Entwicklung Hamburgs zu verhindern“, betonte indes Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU). Es gehe darum, Nachteile für Landwirte in konstruktiven Verhandlungen auszugleichen. „Noch sind wir nicht am allerletzten Ende unserer Gespräche.“ Niedersachsen sieht durch eine weitere Ausbaggerung der Elbe die Sicherheit der Deiche gefährdet. Außerdem befürchten Obstbauern Nachteile für ihren Anbau. Schleswig-Holstein hat der Vertiefung bereits zugestimmt.

lno

Scholz: Gespräche mit Niedersachsen über Elbvertiefung laufen

vom 17.03.2012 um: 08:27 Uhr | Quelle: dapd

Hamburg (dapd-nrd). Nach dem Ja der Anrainer Schleswig-Holstein und Hamburg sieht Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz die geplante Elbvertiefung auf einem guten Weg. “Ich sehe niemanden, der das Projekt blockieren will”, sagte der SPD-Politiker im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. Die Zustimmung der Anrainer ist die Voraussetzung für den endgültigen Planfeststellungsbeschluss.

Während die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg dem Projekt bereits grünes Licht erteilt haben, sieht Niedersachsen noch Klärungsbedarf. “Ich lasse mich da von niemandem unter Druck setzen”, hatte Ministerpräsident David McAllister (CDU) jüngst betont. Möglicherweise werde Niedersachsen eine Verlängerung der Ende März auslaufenden Frist zur Stellungnahme zum Planfeststellungsbeschluss beantragen. Es gebe noch offene Punkte.

McAllister zufolge geht es dabei um die Deichsicherheit und Befürchtungen, es könnte zu Beeinträchtigungen des Obstanbaus im Alten Land kommen. Niedersachsen verfolgt ferner mit dem Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ein eigenes Großprojekt.

“Die Gespräche mit Niedersachsen sind in Gange”, sagte Scholz. Im Übrigen gebe es keinen großen Anlass zur Hektik. “Wir sind weiter, als wir je waren. Sobald der endgültige Planfeststellungsbeschluss der Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Kiel vorliegt, kann losgebaut werden”, sagte der Bürgermeister.

Schleswig-Holstein hatte dem Projekt am vergangenen Dienstag zugestimmt. Hamburg will die Fahrrinne der Unter- und Außenelbe vom Hafen der Hansestadt bis zur Nordsee für Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,5 Meter vertiefen und verbreitern. Dazu muss auf dem 120 Kilometer langen Abschnitt an vielen Stellen gebaggert werden. Bislang können Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 13,5 Metern den Fluss befahren. Geplant war, 2012 mit dem Projekt zu beginnen. Umweltverbände wehren sich gegen das Vorhaben.

Veröffentlicht in: Politik

 

Alphaliner: Ladung reicht nicht aus

Mega-Boxer weiter nur im Ost-West-Verkehr

Donnerstag, 22. März 2012

Über die Hälfte der neu in Fahrt kommenden Containerschiffe fährt zwischen Asien und Europa. Speziell die Mega-Boxer werden nur sehr selten auf anderen Routen eingesetzt. Rund 57 Prozent der in den beiden vergangenen Jahren abgelieferten Vollcontainerschiffe fanden laut dem Analysehaus Braemar Seascope Beschäftigung auf den großen Linienrouten zwischen Asien und Nordeuropa beziehungsweise ins Mittelmeer.

Großcontainerschiffe über 12.000 TEU werden nach Ansicht des Branchendienstes Alphaliner auch in Zukunft zum überwiegenden Teil auf den großen Ost-West-Hauptrouten fahren. Die Reeder dürften ihre Mega-Boxer etwa auf den Transpazifikrouten nicht voll bekommen, heißt es im aktuellen Marktbericht.

Elbvertiefung Kampf um die Pötte

Hamburg will die Elbe vertiefen, um seinen Hafen für die riesigen Containerschiffe der Zukunft zu öffnen. Der Widerstand ist gewaltig.
© Markus Scholz/AFP/Getty Images Passt heute schon durch die Elbfahrrinne zwischen Nordsee und Hamburg: Das Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth" im Hamburger HafenPasst heute schon durch die Elbfahrrinne zwischen Nordsee und Hamburg: Das Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth" im Hamburger Hafen
Von oben, von der Ladebrücke aus, erinnert der Hamburger Hafen an ein riesiges Uhrwerk. Auf dem Gelände stapeln sich in langen Reihen Container, Kräne rattern daran entlang. heben manche hoch und setzen andere ab. Automatisch gesteuerte Wagen fahren geschäftig hin und her, bringen Ware von den Schiffen ins Lager und umgekehrt. Gerade hat ein Containerschiff am Dock angelegt, schwer beladen mit Fracht aus Asien. Rund 5.000 Standardcontainer (TEU) sind auf einen Schwung angekommen. Einer nach dem anderen werden sie abtransportiert. Es ist ein fein aufeinander abgestimmtes Uhrwerk, doch in Hamburg fürchten viele, dass es bald ins Stocken geraten könnte. Die Elbe ist zu schmal und vor allem zu flach für die jüngste Generation der riesigen Containerschiffe, die seit einiger Zeit auf den Weltmeeren unterwegs ist. Die Hansestadt will den Fluss daher vertiefen, doch der Plan ist umstritten. Seit zehn Jahren diskutieren Politiker, Unternehmer und Umweltverbände erbittert das Für und Wider. Ohne den Ausbau könne der Hafen einpacken, klagt die Wirtschaft. Purer Luxus und ökologisch eine Katastrophe, zetern Umweltschützer. Weil das Projekt Elbvertiefung nicht nur Hamburg, sondern auch die Elbanrainer Schleswig-Holstein und Niedersachsen betrifft, müssen die dortigen Landesregierungen zustimmen. Kiel ist dabei, das hat der Landtag im Januar entschieden. In Niedersachsen jedoch gibt es heftigen Widerstand. Seit Jahren liegen Hannover und Hamburg im Clinch. Es ist ein harter, zäher Kampf, der nun in die finale Runde geht. Ende März stimmen die Parlamente von Hamburg und Niedersachsen ab, ob die Elbe ausgebaut werden darf oder nicht. Und bis es so weit ist, wird über viele Details der Ausbaupläne weiter hart verhandelt. Die Anwohner der Elbe fürchten um die Deiche, die Bauern um ihr Land In Hamburg sorgt sich der regierende SPD-Senat, dass viele Reedereien den Hafen bald nicht mehr anlaufen. Derzeit können Riesenfrachter die Hansestadt nicht voll beladen ansteuern. Beim Ein- und Auslaufen müssen sie sich nach den Gezeiten richten, denn der maximale Tiefgang von 13,50 Meter wird nur bei Flut erreicht. Zudem können die Schiffe nicht aneinander vorbeifahren, weil der Fluss zu schmal ist; die Fahrten müssen aufs Genauste abgestimmt werden. Die Behörden wollen die Elbe daher um einen Meter auf 14,50 Meter vertiefen. Bagger sollen dafür Berge unter Wasser abtragen. Zusätzlich soll ein Begegnungsbecken gegraben werden, damit große Schiffe gleichzeitig den Fluss passieren können. Seit Jahren werden Containerschiffe größer und größer. Zum Einsatz kommen die Riesen vor allem zwischen Asien und Europa – eine der Hauptlinien für den Hamburger Hafen. »Die Zahl der Schiffe mit mehr als 12.000 TEU wird sich in den nächsten zwei Jahren verdoppeln«, sagt Burkhard Lemper vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik. Die Entwicklung der vergangenen Jahre scheint ihm recht zu geben: Vor zehn Jahren transportierten die Schiffe gerade einmal bis zu 9.000 TEU, mittlerweile sind es schon 15.000 TEU. Die Containerschiff-Reederei Maersk hat soeben die ersten 18.000er bestellt. Für die Reedereien lohnt sich der Einsatz der Ozeanriesen. Mit zunehmender Größe sinken die Ausgaben pro Container. Das gilt allerdings nur, wenn die Frachter voll ausgelastet sind. Und weil es genügend miteinander konkurrierende Häfen gibt, müssen die Häfen sich an der Größe der Schiffe orientieren, nicht umgekehrt. »Der Wettbewerb in der Containerschifffahrt ist extrem«, sagt Max Johns vom Verband deutscher Reeder. »Hamburg muss sich anpassen, sonst ist es bald kein Großhafen mehr.« Können die Reedereien ihre Schiffe nicht voll beladen, so die Horrorvision in Hamburg, bringen sie die Ware lieber nach Rotterdam oder Antwerpen. Schlimmer noch: Kommen weniger Containerschiffe, fällt auch der sogenannte Feederverkehr weg. Feeder sind Verteilerschiffe, die die Ware im Ostseeraum verteilen und von dort zuliefern. Für den Hafen sind sie ebenfalls von großer Bedeutung.
Übersicht zu diesem Artikel
 
Schleswig-Holstein ist für die Elbvertiefung Kiel

Schwarz-Gelb unterstützt Elbvertiefung

Containerschiff auf der Elbe bei Hamburg © dpa-Bildfunk Fotograf: Jens Ressing Detailansicht des Bildes

Planung spaltet Landtagsparteien

"Elbvertiefung sichert Arbeitsplätze"

Donnerstag, 15. März 2012
Die geplante Elbvertiefung spaltet weiterhin die Landtagsparteien in Schleswig-Holstein. Foto: Mordhorst
Die geplante Elbvertiefung spaltet weiterhin die Landtagsparteien in Schleswig-Holstein. Foto: Mordhorst
Die geplante Elbvertiefung spaltet weiterhin die Landtagsparteien in Schleswig-Holstein. Nach der Billigung durch das schwarz-gelbe Kabinett unterstützten CDU, FDP und SPD am Dienstag das Vorhaben. Es sei auch für das nördlichste Bundesland enorm wichtig, hieß es. Grüne, Linke und SSW lehnten das Projekt aus ökologischen und ökonomischen Gründen ab. "Ohne Not erklärt die Landesregierung ihr Einverständnis für eine weitere kostspielige Vertiefung der Elbe", meinte der grüne Verkehrspolitiker Andreas Tietze. Schleswig-Holstein stelle 70 Prozent aller Ausgleichsflächen zur Verfügung, ohne entsprechende Gegenleistung von Hamburg. Die Elbvertiefung bedrohe die Deichsicherheit und führe zu einer zusätzlichen Verschlickung der Nebenflüsse und Häfen, sagte Umweltexpertin Marlies Fritzen. Die Grünen fordern statt einer weiteren Elbvertiefung ein abgestimmtes norddeutsches Hafenkonzept für den internationalen Containerverkehr. "Der Hamburger Hafen liegt an einem Ort, der schlicht und einfach nicht für die heutigen Megaschiffe geeignet ist", befand Lars Harms vom SSW. "Der norddeutsche Tiefseehafen der Zukunft liegt am Jadebusen und nicht an der Elbe." Auch nach Ansicht des Linke-Abgeordneten Björn Thoroe sollten Frachter, die wegen ihres Tiefgangs nicht über die Elbe fahren können, in Wilhelmshaven abgefertigt werden. Klare Zustimmung zur Elbvertiefung kam aus den Koalitionsfraktionen. "Der Stellenwert dieser richtungsweisenden Entscheidung und die positiven Auswirkungen auf Schleswig-Holstein können für unser Land nicht hoch genug eingeschätzt werden", sagte CDU-Verkehrspolitiker Hans-Jörn Arp. Langfristig würden Wohlstand und Arbeitsplätze gesichert. Zudem werde die Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals gesichert, durch den die in Hamburg beladenen Feederschiffe in die Ostsee gelangen, betonte Oliver Kumbartzky von der FDP. Die Elbvertiefung sei notwendig für die Wirtschaft des Landes, meinte auch SPD-Wirtschaftspolitikerin Regina Poersch. "Der Hamburger Hafen gibt so vielen Menschen aus Schleswig-Holstein Arbeit wie keines der großen Einzelunternehmen in unserem Land." Ökologische Belange und Deichschutz müssten aber sehr ernst genommen werden.

Schleswig-Holstein gibt „grünes Licht" für Elbvertiefung

15.03.2012
Schleswig-Holstein hat der Elbvertiefung zugestimmt
Schleswig-Holsteins Landesregierung hat auf Vorschlag von Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf ihr Einvernehmen zur geplanten Elbvertiefung erklärt. Das sei ein gelungener Kompromiss, so Rumpf.
„Alle aus unserer Perspektive wichtigen Aspekte sind eingeflossen. So wird insbesondere die Deichsicherheit nicht eingeschränkt, auch die Belange des Naturschutzes sind angemessen berücksichtigt", so die Ministerin weiter. Mit dem Kabinettsbeschluss ist ein seit 2007 laufender Prozess nach intensiver Diskussion und Beteiligung auf allen Ebenen erfolgreich zum Abschluss gebracht worden. Mit Blick auf die Forderungen aus schleswig-holsteinischer Sicht hob Rumpf die erzielten Vereinbarungen zur Deich- und Bauwerkssicherheit mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) positiv hervor. So solle den Wellenbelastungen durch größere Schiffe im Uferbereich Rechnung getragen und das Land von dadurch ausgelösten finanziellen Mehraufwendungen freigestellt werden. Außerdem sei mit der WSV ein begleitendes Messprogramm vereinbart, in dessen Rahmen auch mögliche Veränderungen der Salzgehalte des Elbwassers erfasst würden. Hintergrund sind Befürchtungen, es könnte zu einer Beeinträchtigung des Obstanbaus in den Elbmarschen kommen. Positiv bewertete die Umweltministerin auch, dass die Hamburg Port Authority außerhalb des Planfeststellungsverfahrens einen Fonds mit einem Stiftungskapital von zehn Millionen Euro aufgelegt habe. Aus diesen Mitteln sollen private Sportboothäfen unbürokratisch unterstützt werden, die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens eine Erhöhung der Sedimenteinträge geltend gemacht hatten.Schiff und Hafen
Nach der Elbvertiefung sollen Containerschiffe mit 14,5 Metern Tiefgang den Hamburger Hafen anlaufen können. (Themenbild) Die Landesregierung von Schleswig-Holstein unterstützt die Pläne des Hamburger Senates für eine Elbvertiefung. CDU und FDP haben am Dienstag offiziell ihre Zustimmung zum Planfeststellungsbeschluss gegeben. Die Landesregierung erhofft sich von der Elbvertiefung positive Effekte für die schleswig-holsteinische Wirtschaft. Der Hamburger Senat will damit erreichen, dass auch Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,5 Metern den Hafen der Hansestadt anlaufen können und nicht auf Konkurrenzhäfen im Ausland ausweichen. Nach Schleswig-Holstein muss auch Niedersachsen einer Elbvertiefung noch zustimmen. Die Regierung in Hannover hat aber bereits ihr Einverständnis signalisiert, prüft das Vorhaben aber noch intensiv. Die gesetzlich vom Bund vorgegebene Frist für die Stellungnahmen der Landesregierungen endet am 31. März.

Rumpf: "Gelungener Kompromiss"

Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf (CDU)  Fotograf: Bodo Marks dpa/lno Detailansicht des Bildes   Umweltministerin Juliane Rumpf und die Landesregierung geben "grünes Licht" für Elbvertiefung. Landesumweltministerin Juliane Rumpf (CDU) bezeichnete die Pläne für die Elbvertiefung als gelungenen Kompromiss. "Alle aus unserer Perspektive wichtigen Aspekte sind eingeflossen. So wird insbesondere die Deichsicherheit nicht eingeschränkt, auch die Belange des Naturschutzes sind angemessen berücksichtigt." Rumpf hob dabei die Vereinbarungen zur Deich- und Bauwerkssicherheit hervor. Das Land muss demnach keine Zusatzkosten durch die notwendigen Verstärkungen befürchten.

"Es geht um viele Arbeitsplätze"

Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es nach Meinung der Umweltministerin keine Alternative zur Elbvertiefung: "Der Hamburger Hafen ist auch Schleswig-Holsteins Hafen. Es geht um sehr viele Arbeitsplätze", sagte Rumpf. "Es geht auch um die Verschiffung unserer Waren aus Schleswig-Holstein heraus. Und deshalb wollen wir den Prozess auch unterstützen." Schleswig-Holstein ermöglicht die Elbvertiefung auch dadurch, dass es 500 der gut 700 Hektar Ausgleichsflächen bereitstellt. Sie sind zu einem Großteil im Besitz der Stiftung Naturschutz. Auf 270 Hektar soll allein das Offenbütteler Moor im Kreis Dithmarschen renaturiert werden.

Kritik an der Elbvertiefung

Grüne, SSW und die Linke hatten sich im Kieler Landtag gegen das Projekt ausgesprochen. Die Grünen äußerten neben massiven ökologischen Bedenken auch wirtschaftspolitische Gründe. Für die nächste Generation moderner Containerschiffe reiche die geplante Vertiefung bei Weitem nicht aus. Für Lars Harms vom SSW liegt "der norddeutsche Tiefseehafen der Zukunft am Jadebusen und nicht an der Elbe". Die SPD unterstützt grundsätzlich die Elbvertiefung, vorausgesetzt der Nord-Ostsee-Kanal wird zeitgleich ausgebaut. Für den Bau einer fünften Schleuse in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) hat der Haushaltsausschuss des Bundestages bereits 300 Millionen Euro bewilligt.
Weitere Informationen
Containerschiff im Hamburger Hafen © Hafen Hamburg Marketing e.V./ Hettchen

Was bringt die Elbvertiefung?

Die neue Generation der Containerschiffe ist auf den Meeren unterwegs. Sie sollen künfig besser den Hamburger Hafen erreichen können. Was ist bei der Elbvertiefung vorgesehen? mehr
Die geplante Elbvertiefung hat eine weitere Hürde genommen. Die Landesregierung in Kiel erteilte gestern ihr Einvernehmen zu dem Großprojekt. Beifall kam aus der schwarz-gelben Koalition und von der SPD. Grüne, Linke und der SSW lehnten das Projekt aus ökologischen und ökonomischen Gründen ab. Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) hatte das Projekt zuvor verteidigt. Die Belange des Naturschutzes würden berücksichtigt und die Deichsicherheit nicht eingeschränkt. Die Elbvertiefung auf 14,5 Meter gilt als Schlüsselprojekt, um den Hamburger Hafen als größten Arbeitgeber auch für Schleswig-Holstein auf Dauer international wettbewerbsfähig zu halten. Schleswig-Holstein ermöglicht das Vorhaben unter anderem dadurch, dass es 500 von insgesamt gut 700 Hektar Ausgleichsflächen bereitstellt. Wellenbelastungen durch größere Schiffe werde Rechnung getragen, das Land von dadurch ausgelösten Mehrkosten befreit. Der Tidenhub könne nach der Elbvertiefung um 6 Zentimeter größer ausfallen als bisher, sagte Rumpf. Bei den letzten beiden Vertiefungen waren es 12 und 25 Zentimeter. Die rund 38 Millionen Kubikmeter Baggergut, die im Zuge der Vertiefung anfallen, sollen zum größten Teil verbaut werden, um in der Elbmündung mit Unterwasserwällen die Versandung der Fahrrinne zu verringern. Der grüne Verkehrspolitiker Andreas Tietze erklärte, Schleswig-Holstein stelle 70 Prozent aller Ausgleichsflächen zur Verfügung, ohne entsprechende Gegenleistung von Hamburg. Die Grünen fordern statt einer weiteren Elbvertiefung ein abgestimmtes norddeutsches Hafenkonzept für den internationalen Containerverkehr. In dieselbe Kerbe schlug der SSW. „Der Hamburger Hafen liegt an einem Ort, der schlicht und einfach nicht für die heutigen Megaschiffe geeignet ist“, sagte der Abgeordnete Lars Harms. Björn Thoroe (Linke) meinte, Frachter, die wegen ihres Tiefgangs nicht über die Elbe fahren können, sollten in Wilhelmshaven abgefertigt werden. Zustimmung zur Elbvertiefung kam aus der Koalition. Langfristig würden Wohlstand und Arbeitsplätze gesichert, sagte der Abgeordnete Hans-Jörn Arp. Zudem werde die Zukunft des Nord-Ostsee-Kanals gesichert, durch den die in Hamburg beladenen Feederschiffe in die Ostsee gelangen, betonte Oliver Kumbartzky (FDP). Auch die SPD-Abgeordnete Regina Poersch nannte die Elbvertiefung notwendig für die Wirtschaft des Landes.
höv Norddeutsche Rundschau
13. März 2012 | 07:31 Uhr
Kiel (dpa/lno) - Die Landesregierung in Kiel legt heute ihre Position zur geplanten Elbvertiefung fest. Es wird erwartet, dass das schwarz-gelbe Kabinett das umstrittene Großvorhaben billigt. Dazu muss die Landesregierung ihr Einvernehmen mit dem Hamburger Entwurf für den Planfeststellungsbeschluss erklären. Näheres wird Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) nach der Kabinettssitzung am Nachmittag auf einer Pressekonferenz erläutern. Auch das Votum Niedersachsens steht noch aus. Die Regierung in Hannover hat ihre Zustimmung aber in Aussicht gestellt. Hamburg dringt auf die Vertiefung der Elbe, damit auch Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,5 Metern den Hafen der Hansestadt anlaufen können und die Riesenfrachter nicht auf Konkurrenzhäfen im Ausland ausweichen. Norddeutsche Rundschau Elbvertiefung soll 50 Millionen Euro mehr kosten

Elbvertiefung ein Drittel teurer

HHM / M. LindnerDie umstrittene Elbvertiefung wird für Hamburgs Steuerzahler deutlich teurer als bisher bekannt. Die zuständige Wirtschaftsbehörde hat am Dienstag erstmals eingeräumt, dass die eingeplanten städtischen Kosten für das Projekt gegenüber 2008 um mindestens 27 Prozent gestiegen sind. Anstatt von 137,6 Millionen Euro gehen die Planer jetzt von 175,1 Millionen Euro aus, die die Hansestadt für die Fahrrinnenanpassung ausgeben muss. Damit bestätigt die Behörde entsprechende Berechnungen der Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA), die in der vergangenen Woche bekannt geworden waren. Die Zahlen sind Grundlage des neuen Wirtschaftsplans, den die HPA Ende März verabschieden will. ? Wir haben nach einer neuerlichen Kostenabschätzung eine Anpassung in den Punk- ten Marktlage, Transportkosten für Baggergut, Aufwendungen für Kampfmittelräumung sowie bei der Eigenleistung für das Projekt vornehmen müssen?, sagte HPA-Geschäftsführer Wolfgang Hurtienne. Zudem sei ein zusätzlicher Betrag für unvorhergesehene Kostensteigerungen beim Bauprojekt eingestellt worden. Das Geld werde aber ausschließlich für direkt auf das Bauvorhaben bezogene Mehrkosten ausgegeben, sagte Hurtienne. Weitere Ausgaben etwa für zusätzliche Schutzmaßnahmen der bedrohten Pflanze Schierlings-Wasserfenchel und Entschädigungszahlungen für die Obstbauern im Alten Land sind noch nicht mit eingerechnet. Auch die jetzt angepeilten 175,1 Millionen Euro sind demnach noch nicht der Endbetrag. Wie die Welt berichtete, will sich vor allem Niedersachsen seine Zustimmung zur Elbvertiefung teuer erkaufen lassen. So fordern die Obstbauern in Kehdingen und dem Alten Land insgesamt 19 Millionen Euro als Gegenleistung für eine mögliche Versalzung ihrer Anbauflächen. Die Behörde bestreitet nicht, dass es diese Forderung gibt. Unklar ist aber, ob die volle Summe gezahlt wird und wie die Aufteilung der Kosten zwischen dem Bund und Hamburg geschieht. ?Da laufen fast täglich intensive Gespräche?, sagte HPA-Geschäftsführer Jens Meier im Gespräch mit Journalisten. Dabei wurde zudem deutlich, dass auch die Hamburger Behörden nicht mehr davon ausgehen, dass die Baggerarbeiten noch vor der Sommerpause beginnen können, selbst wenn Niedersachsen und Schleswig-Holstein ihr Einvernehmen mit dem Projekt fristgerecht bis Ende März erteilen sollten. Bei den Planern der Elbvertiefung hat sich offenbar die Erkenntnis durchgesetzt, dass es riskant wäre, die Bagger loszuschicken, ohne Art und Umfang der drohenden gerichtlichen Auseinandersetzung mit den Elbvertiefungsgegnern abschätzen zu können. Mehrere Umweltverbände haben bereits angekündigt, vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu ziehen. Die Projektplaner gehen auch davon aus, dass die eine oder andere niedersächsische Gemeinde gegen die Fahrrinnenanpassung zu Felde ziehen wird. Diese hätten einen Monat Frist, ihre Klage einzureichen. Erst danach, also im Frühsommer, wollen Hamburg und der Bund dann entscheiden, ob sie sofort losbauen und einen gerichtlich verhängten Baustopp riskieren wollen oder auf ein schnelles Urteil in dem Verfahren hoffen. ?Die Stadt wird im Sommer eine strategische Entscheidung dazu treffen müssen?, sagte Meier. Eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts noch in diesem Jahr wird von Fachleuten aber bezweifelt, da sich die zuständige Kammer zunächst mit der Klage gegen die Weservertiefung auseinandersetzen wird. Diese liegt seit vergangenem September in Leipzig. Hamburgs Behörden hoffen aber auf eine beschleunigte Entscheidung, da anders als bei der Weservertiefung die EU-Kommission eingeschaltet wurde und grünes Licht gegeben hat. Die Forderungen von Umweltverbänden, angesichts der Kostenexplosion eine neue Kosten-Nutzen-Analyse zu erstellen, weist die Behörde ebenfalls zurück: ?Die bisherige Berechnung des Nutzens ist so klar ausgefallen, dass selbst eine starke finanzielle Mehrbelastung das Projekt wirtschaftlich nicht infrage stellt?, sagte HPA-Chef Meier.

Kosten in Höhe von rund 175 Millionen Euro erwartet

Senat: Elbvertiefung wird deutlich teurer für Hamburg

Donnerstag, 01. März 2012

Elbvertiefung ein Drittel teurer

Elbvertiefung ein Drittel teurer Die umstrittene Elbvertiefung wird für Hamburgs Steuerzahler deutlich teurer als bisher bekannt. Die zuständige Wirtschaftsbehörde hat am Dienstag erstmals eingeräumt, dass die eingeplanten städtischen Kosten für das Projekt gegenüber 2008 um mindestens 27 Prozent gestiegen sind. Anstatt von 137,6 Millionen Euro gehen die Planer jetzt von 175,1 Millionen Euro aus, die die Hansestadt für die Fahrrinnenanpassung ausgeben muss. Damit bestätigt die Behörde entsprechende Berechnungen der Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA), die in der vergangenen Woche bekannt geworden waren. Die Zahlen sind Grundlage des neuen Wirtschaftsplans, den die HPA Ende März verabschieden will. ? Wir haben nach einer neuerlichen Kostenabschätzung eine Anpassung in den Punk- ten Marktlage, Transportkosten für Baggergut, Aufwendungen für Kampfmittelräumung sowie bei der Eigenleistung für das Projekt vornehmen müssen?, sagte HPA-Geschäftsführer Wolfgang Hurtienne. Zudem sei ein zusätzlicher Betrag für unvorhergesehene Kostensteigerungen beim Bauprojekt eingestellt worden. Das Geld werde aber ausschließlich für direkt auf das Bauvorhaben bezogene Mehrkosten ausgegeben, sagte Hurtienne. Weitere Ausgaben etwa für zusätzliche Schutzmaßnahmen der bedrohten Pflanze Schierlings-Wasserfenchel und Entschädigungszahlungen für die Obstbauern im Alten Land sind noch nicht mit eingerechnet. Auch die jetzt angepeilten 175,1 Millionen Euro sind demnach noch nicht der Endbetrag. Wie die Welt berichtete, will sich vor allem Niedersachsen seine Zustimmung zur Elbvertiefung teuer erkaufen lassen. So fordern die Obstbauern in Kehdingen und dem Alten Land insgesamt 19 Millionen Euro als Gegenleistung für eine mögliche Versalzung ihrer Anbauflächen. Die Behörde bestreitet nicht, dass es diese Forderung gibt. Unklar ist aber, ob die volle Summe gezahlt wird und wie die Aufteilung der Kosten zwischen dem Bund und Hamburg geschieht. ?Da laufen fast täglich intensive Gespräche?, sagte HPA-Geschäftsführer Jens Meier im Gespräch mit Journalisten. Dabei wurde zudem deutlich, dass auch die Hamburger Behörden nicht mehr davon ausgehen, dass die Baggerarbeiten noch vor der Sommerpause beginnen können, selbst wenn Niedersachsen und Schleswig-Holstein ihr Einvernehmen mit dem Projekt fristgerecht bis Ende März erteilen sollten. Bei den Planern der Elbvertiefung hat sich offenbar die Erkenntnis durchgesetzt, dass es riskant wäre, die Bagger loszuschicken, ohne Art und Umfang der drohenden gerichtlichen Auseinandersetzung mit den Elbvertiefungsgegnern abschätzen zu können. Mehrere Umweltverbände haben bereits angekündigt, vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu ziehen. Die Projektplaner gehen auch davon aus, dass die eine oder andere niedersächsische Gemeinde gegen die Fahrrinnenanpassung zu Felde ziehen wird. Diese hätten einen Monat Frist, ihre Klage einzureichen. Erst danach, also im Frühsommer, wollen Hamburg und der Bund dann entscheiden, ob sie sofort losbauen und einen gerichtlich verhängten Baustopp riskieren wollen oder auf ein schnelles Urteil in dem Verfahren hoffen. ?Die Stadt wird im Sommer eine strategische Entscheidung dazu treffen müssen?, sagte Meier. Eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts noch in diesem Jahr wird von Fachleuten aber bezweifelt, da sich die zuständige Kammer zunächst mit der Klage gegen die Weservertiefung auseinandersetzen wird. Diese liegt seit vergangenem September in Leipzig. Hamburgs Behörden hoffen aber auf eine beschleunigte Entscheidung, da anders als bei der Weservertiefung die EU-Kommission eingeschaltet wurde und grünes Licht gegeben hat. Die Forderungen von Umweltverbänden, angesichts der Kostenexplosion eine neue Kosten-Nutzen-Analyse zu erstellen, weist die Behörde ebenfalls zurück: ?Die bisherige Berechnung des Nutzens ist so klar ausgefallen, dass selbst eine starke finanzielle Mehrbelastung das Projekt wirtschaftlich nicht infrage stellt?, sagte HPA-Chef Meier.
Die Elbvertiefung kommt Hamburg teurer als erwartet.
Die umstrittene Elbvertiefung kommt Hamburg deutlich teurer als bislang geplant. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der GAL werden inzwischen Kosten in Höhe von rund 175 Millionen Euro für Hamburg erwartet - etwa 37,5 Millionen Euro mehr als bislang veranschlagt. Ursache hierfür seien vor allem gestiegene Bau- und Transportkosten, höhere Stundensätze und der Inflationszuschlag, teilte der Senat mit. Wie teuer die Elbvertiefung insgesamt wird, sei jedoch unklar. Der Bund trägt zwei Drittel der Kosten, Hamburg ein Drittel. Zuletzt war der Senat von Gesamtkosten in Höhe von 385 Millionen Euro ausgegangen. Umweltschützer und auch die GAL rechnen jedoch längst mit Summen in Höhe von etwa 600 Millionen Euro. "Diese Kostenexplosion war lange absehbar", sagte der GAL-Hafenexperte Anjes Tjarks der Nachrichtenagentur dpa. Der Senat habe sich über Monate geweigert, die Hamburger ehrlich zu informieren. "Aber noch schlimmer: Das ist nicht das Ende der Fahnenstange - etliche Kosten sind weiterhin unberücksichtigt." Tjarks kritisierte, dass der Senat nach wie vor keine Aktualisierung der Gesamtkosten vorgelegt habe. Es sei damit zu rechnen, dass sich die Projektkosten fast verdreifacht haben. "Und das, obwohl die Arbeiten im Gegensatz zur Elbphilharmonie noch nicht einmal begonnen haben." Um die Elbvertiefung gibt es seit Jahren Streit. Nicht nur Umweltverbände und Obstbauer laufen dagegen Sturm, auch das Land Niedersachsen ist kritisch. Es fürchtet bei einer weiteren Vertiefung des Flusses um einen Meter um die Sicherheit der Deiche. Hamburg wiederum besteht auf das Ausbaggern des Flusses, damit der Hafen auch von Schiffen mit einem Tiefgang von 14,5 Metern erreicht werden kann. Das ist für die Hansestadt wichtig, damit die Containerriesen nicht Konkurrenzhäfen im Ausland anlaufen. Axel Tiedemann und Karsten Kammholz Wirtschaftssenator Horch traf sich in Hannover mit Vertretern der niedersächsischen Landesregierung, um sich über das Projekt zu einigen. Mit bis zu 14,50 Meter Tiefgang sollen Schiffe künftig die Unterelbe befahren können. Obstbauern im Alten Land sehen ihre Ernte in Gefahr Hannover. Die Verhandlungen zur umstrittenen Elbvertiefung sind in eine neue Runde eingetreten: Gestern traf sich Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) in Hannover mit Vertretern der niedersächsischen Landesregierung, um ein offizielles Einvernehmen zu dem Projekt zu bekommen. Eine solche formalrechtlich notwenige Zustimmung steht noch aus, während das Nachbarland Schleswig-Holstein sich bereits positiv geäußert hat. Wie eine Sprecherin der Hamburger Wirtschaftsbehörde bestätigte, ging es bei dem Gespräch am Montag vor allem um Fragen der Deichsicherheit und den Obstbau in Niedersachsen. Die Altländer Obstbauern kritisieren eine mögliche Verschiebung der Brackwasserzone, wo sich Salz- und Süßwasser mischen, sollte die Fahrrinne vertieft werden. Die Bewässerung ihrer weitläufigen Plantagen wäre dann in Gefahr. Daher gibt es Forderungen, neue Wasserbecken und auch Frühwarnsysteme zu installieren, um in Zeiten mit hohem Salzgehalt geschützt zu sein. Wie teuer der Bau solcher Maßnahmen werden könnte, ist allerdings noch offen. Von 55 Millionen Euro ist in einigen Berichten niedersächsischer Medien zu lesen. Auf jeden Fall dürfte dieser Punkt das bisher mit knapp 400 Millionen Euro kalkulierte Projekt noch teuerer machen: "Klar, wird das Einvernehmen nicht kostenlos sein", so die Behördensprecherin. Ein Ergebnis der Verhandlungen liege aber noch nicht vor. Dafür positionierte sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) im Gespräch mit dem Abendblatt gestern noch einmal deutlich für eine möglichst zügige Umsetzung des Vorhabens: "Wir wollen den Hafen Hamburg und dessen Zufahrt noch leistungsfähiger machen. Deshalb sage ich ohne Wenn und Aber: Die Bundesregierung steht zur Elbvertiefung." Das wichtige Verkehrsprojekt werde gemeinsam mit den beteiligten Ländern vorangetrieben. In diesem Jahr wolle der Bund das Planungsverfahren zügig abschließen. Ramsauer: "Hier sind etwa 7000 Einwendungen zu prüfen. Im Anschluss müssen mögliche Klagen abgearbeitet werden." Aber auch aus Hannover kommen erstmals nicht nur kritische Stimmen zur Elbvertiefung: "Auch Niedersachsen profitiert von einem florierenden Hamburger Hafen", sagte der neue niedersächsische Umweltminister Stefan Birkner (FDP) dem Abendblatt. Allerdings müsse die Sicherheit der Menschen, die hinter den Elbdeichen leben, unbedingt gewährleistet sein. Außerdem sei die Verschiebung der Brackwasserzone insbesondere für die Obstbauern ein entscheidendes Thema. Birkner sagte: "Das Land Niedersachsen wird sich nicht unter Druck setzen lassen. Wir prüfen die umfangreichen Planfeststellungsunterlagen zur Elbvertiefung in Ruhe und mit der gebotenen Sorgfalt. Gründlichkeit geht vor Eile. Erst wenn das abgeschlossen ist, werden wir unsere Position formulieren." Nach bisherigem Zeitplan müssten im März die Einnehmensverhandlungen abgeschlossen sein, anschließend wollen Hamburg und der Bund mit den ersten Baggerarbeiten beginnen.   Detailansicht Umfrage Die Hafenwirtschaft kämpft vehement für die Elbvertiefung, Umweltschützer kämpfen mit gleicher Entschiedenheit dagegen. Sind Sie für das Projekt? Ja 59% Nein 41% Gesamt: 1704 Stimmen Unterdessen mahnen die Elblotsen eine "Anpassung der Fahrrinne" dringend an. Vor allem müsse zunächst die damit geplante Verbreiterung umgesetzt werden, fordert Albrecht Kramer, Ältermann der Lotsen-Brüderschaft Elbe angesichts der immer größer werdenden Containerschiffe auf der Elbe. Allein im vergangenen Jahr seien schon 411 Passagen der neuen, besonders großen Containerfrachter registriert worden . " die länger als 360 Meter sind - obwohl sie erst im selben Jahr in Dienst gestellt wurden. Und 2013 werde das erste Schiff mit Platz für 16 000 Standardcontainer (TEU) erwartet. Bisher lag der Größenrekord bei einer Tragfähigkeit von 14 000 TEU. Mit der Vertiefung sollen Schiffe künftig mit rund einem Meter mehr Tiefgang den Fluss befahren und dann deutlich mehr Container transportieren können. Angestrebt ist eine von der Tide abhängige Fahrt mit einem Tiefgang von maximal 14,50 Metern. Umweltverbände kritisieren indes das Projekt. Der ökologische Eingriff sei noch gravierender als bei der ebenfalls geplanten Weservertiefung, wo das Bundesverwaltungsgericht kürzlich bis zur Klärung des Rechtsstreits einen Baustopp verfügt hatte. Die Naturschützer fordern stattdessen eine Kooperation der Häfen in Deutschland, besonders mit dem neuen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven. Doch das sehen Praktiker wie Elblotsen-Ältermann Kramer kritisch für Hamburg, weil die Transportketten zusammengehören. "Wenn keine großen Schiffe mehr kommen, dann kommen auch keine kleinen mehr."          
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Täglicher Hafenbericht Hamburg, Schifffahrt News, Entwicklung Containerschifffahrt von 2006 - 2017, Elbvertiefung, Vergleich NOK Panama Suezkanal, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne