Zeitplan beim Bahnhofsbau gerät ins Wanken Stuttgart 21 NOK Ausbau nicht wirklich existent

Stuttgart 21: Ramsauer warnt vor teureren Bahn-Tickets

08. März 2013 | 00:00 Uhr | Von dpa Cpyright Norddeutsche Rundschau
Berlin / Stuttgart. Vermutlich müssen künftig die Bahnfahrer für die Mehrkosten bei Stuttgart 21 zahlen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU, Foto) hat vor teureren Tickets bei der Bahn gewarnt, sollte Baden-Württemberg die Mehrkosten des Projekts nicht mittragen. "Bahnfahren darf nicht teurer werden, weil sich ein einzelnes Land seiner Verantwortung entzieht", sagte Ramsauer. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wies die Äußerung als dreist zurück. Der Bund dringt darauf, dass sich neben der Bahn auch das Land und die Stadt Stuttgart an der Finanzierung zusätzlicher Projektkosten von zwei Milliarden Euro beteiligen. Kretschmann sagte gestern mit Blick auf Ramsauer: "Das ist eine abenteuerliche Behauptung, dann würden die Ticketpreise steigen und wir seien dafür verantwortlich. Wenn sie steigen, ist es ein Ramsauer-Zuschlag und nichts anderes." Der Bund sei schließlich Eigentümer der Bahn. Und Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) betonte: "Er (Ramsauer) ist nie müde geworden zu sagen, Stuttgart 21 ist ein eigenwirtschaftliches Projekt der Bahn. Wie kann er dann auf die Idee kommen, dass das Land Baden-Württemberg zahlen muss, damit die Ticketpreise nicht steigen?" Der Konzern hat seine Preise in den vergangenen Jahren regelmäßig erhöht. Zuletzt wurden Fahrscheine am 9. Dezember um durchschnittlich 2,8 Prozent teurer. Begründet wurde dies vor allem mit gestiegenen Stromkosten.

Bmrk.Btr.HP/Blog. Stuttgart 21 durch zu drücken ist verrückt, es ist wie bei BER , wo sich ein ehem. Frankfurter Chef aus dem Geschehen zurückgezogen hat , nach Insichtnahme. Ich kämpfe seit 2 Jahren mit starker Unterstützung SPD und auch von den Grünen, für den Ausbau des NOK , wo das BMVBS nicht reininvestieren  aber  die 30 Mio.€ Kanalgebühren kassieren wollte, aber 4,8 Mrd.€ inzwischen 6,8 Mrd. € in einen Tunnel / Bahnhof stecken, der so gar nicht machbar ist, was vor 2 Jahren schon selbst für Laien absehbar war, siehe NOK21.de Stuttgart21 die ganze Geschichte. Der Vorschlag Geisslers ist Gold wert. Inzwischen hat sich der bundeseigene Bahnkonzern zur schlechtesten Bahn  mit alten Zügen , ständigen Verspätungen entwickelt ( Bedienstete schämen sich schon für Ihren Arbeitgeber) und muss von Gerichten zur Bahnhofsanierung gezwungen werden.

Fazit: wir haben die schlechteste Bahnverwaltung / Regierung seit Genérationen und definitiv nicht die beste , auch wenn Frau Merkel dies immer herausposaunt , Sie sollte sich eher schämen für Ihrer schlechte Behandlung der Wähler.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-03/stuttgart-21-kommentar

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Bauprojekt Stuttgart 21 wird jetzt durchgedrückt

Der Weiterbau in Stuttgart ist ein Skandal. Nicht der Sache wegen, sondern weil die Verantwortlichen seit Monaten eine Debatte verweigern, kommentiert Alexandra Endres.Copyright Zeit
Ein Modell des Bahnhofsprojektes Stuttgart 21
Schon heute ist Stuttgart 21 die teuerste und umstrittenste Baustelle Deutschlands. Dennoch hält die Bahn ungerührt an dem Bauvorhaben fest. Nun bestätigt auch der Aufsichtsrat, was absehbar war: Der Konzern darf weiterbauen, trotz der zusätzlichen Kosten in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, trotz aller Bürgerproteste. Dabei behalten alle Argumente gegen den Prestigebahnhof ihre Gültigkeit. Er rechnet sich nicht, und niemand kann verlässlich sagen, dass die Kosten nicht weiter steigen. Selbst dass der Bahnverkehr durch Stuttgart 21 effizienter wird, ist ungewiss. Auch das stärkste Argument der Befürworter zieht nicht mehr. Es stimmt, dass während der Volksabstimmung im November 2011 rund 40 Prozent der Bürger für den Bahnhof stimmten. Damals aber wusste niemand von den enormen Mehrkosten. Umfragen zeigen, dass inzwischen mehr als die Hälfte der Bürger den Bau ablehnt.
Das ist kaum verwunderlich. Nach heutiger Rechnung soll Stuttgart 21 am Ende 6,8 Milliarden Euro kosten. Selbst der neue Berliner Flughafen ist noch nicht so teuer. Das Geld fehlt der Bahn schon heute überall da, wo sie Bahnhöfe und Gleise nicht renovieren kann, ihre Preise erhöht oder am Service spart.
Alexandra Endres
Alexandra Endres
© ZEIT ONLINE Klasse Artikel echt Sahne bin begeistert
Alexandra Endres ist Redakteurin im Ressort Wirtschaft bei ZEIT ONLINE. Ihre Profilseite finden Sie hier. @alexandraendres folgen@zeitonline_wir folgen
Es stimmt: Auch ein Baustopp würde teuer werden, vielleicht sogar teurer als der Weiterbau, sagt die Bahn. Viele würden verlieren: die Stadt Stuttgart, der durch ein Ende des Bahnhofsbaus Möglichkeiten der Stadtentwicklung genommen würden – so umstritten sie auch sein mögen. Die Anleger, die hohe Summen in die geplanten Immobilienprojekte gesteckt haben. Nicht zuletzt die beteiligten Unternehmen, die ihre Investitionen abschreiben müssten. Dennoch ist es ein Skandal, dass nun einfach weitergebaut wird, als sei nichts geschehen. Seit Monaten verweigern sich Bahn und Politik einer öffentlichen Debatte über den Sinn des Tiefbahnhofs. Dabei sind die Alternativen seit Langem bekannt, etwa die vom früheren Schlichter Heiner Geißler vorgeschlagene Kombination aus einem Kopfbahnhof für den Nahverkehr und einem kleineren Tiefbahnhof für den Fernverkehr. Diese Ideen wären es wert, geprüft zu werden. Die Verantwortlichen aber ignorieren sie einfach. Alle haben hierfür Gründe. Der Bahnchef Rüdiger Grube fürchtet den Gesichtsverlust, der mit einem Ausstieg aus Stuttgart 21 verbunden wäre. Die Bundeskanzlerin wünscht sich kurz vor den Bundestagswahlen Ruhe im Schwabenland. Der Aufsichtsrat hat nun in ihrem Sinne entschieden. Das mag den Verantwortlichen eine Zeit lang Frieden bescheren, vielleicht sogar bis nach der Bundestagswahl, ganz nach Merkels Kalkül. Für ein erfolgreiches Bauvorhaben sind das aber keine guten Voraussetzungen. Noch wäre ein Ausstieg aus Stuttgart 21 möglich. Doch je länger Bahn und Politik bei ihrer Scheuklappen-Strategie bleiben, desto größer könnte das Desaster am Ende sein.
http://www.welt.de/newsticker/news3/article114102599/Stuttgart-21-Gegner-verlangen-von-Ramsauer-Projektverzicht.html https://www.radio-utopie.de/2013/03/04/augen-auf-herr-ramsauer-stuttgart-21-ist-eh-schon-tot-2/ http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.sichtbarer-protest-stuttgart-21-gegner-befestigen-banner-am-wagenburgtunnel.16e818b9-2d3d-4588-aa10-c63fb5129871.html Copyright Welt rest ds links bitte in o.g link lesen

Stuttgart 21"-Gegner verlangen von Ramsauer Projektverzicht

"Stuttgart 21"-Gegner verlangen von Ramsauer Projektverzicht
Foto: DAPD "Stuttgart 21"-Gegner verlangen von Ramsauer Projektverzicht Bild teilen
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Stuttgart (dapd-bwb). Vor der Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn am Dienstag haben Gegner von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) einen Stopp des Bahnprojekts "Stuttgart 21" gefordert. Bei einer Protestaktion hängten Mitglieder der Parkschützer und der Umweltschutzorganisation Robin Wood am Montag oberhalb der "S 21"-Brache am Stuttgarter Wagenburgtunnel ein 200 Quadratmeter großes Transparent auf mit der Aufschrift: "Augen auf, Herr Ramsauer: S21 ist eh schon tot!"

Der Sprecher der Parkschützer, Matthias von Herrmann, sagte, Ramsauer halte an "Stuttgart 21" fest, als hätte er aus dem milliardenschweren BER-Flughafendebakel in Berlin nichts gelernt. Bereits vor dem eigentlichen Baubeginn seien die Kosten für den unterirdischen Durchgangsbahnhof erneut um 2,3 Milliarden Euro gestiegen. Darüber hinaus sei der Gesamtfinanzierungsplan gescheitert, weil Land und Stadt keine Mehrkosten übernehmen wollten.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article113380475/Bundesregierung-stellt-Stuttgart-21-infrage.html http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ramsauer-papier-bund-distanziert-sich-von-stuttgart-21-a-881476.html Bemrk.Btr. HP. blog : Plan 6 Mrd € Provinzbahnhof Sueden Deutschland  / 1,25  Mrd. €  NOK Wasserstrasse mit dem  höchsten Schiffsaufkommen der  Welt 100 Mio t/ Jahr, Ausbau 1,25 Mrd.  € Sanierung, Geld nicht  da , bisher max. 35 Mio. € , trotz 1000 Wahlversprechen der Regierung aus dem Sueden Deutschlands  : 300 Mio. € für 5.Schleuse Brb.usw.  Was bekommt diese Regierung überhaupt hin ?? insbesondere Herr Dr. Ramsauer  BER  NOK   jetzt  Stuttgart21 ( Copyright Welt Verlag  Rest bitte in o.g. Link lesen

Bundesregierung stellt Stuttgart 21 infrage

Hoher Preis
Das Bundesverkehrsministerium zweifelt an der Zukunft des Bahnprojekts Stuttgart 21
Wolfgang Bok
Am Stuttgarter Kopfbahnhof werden bereits Baugruben ausgehoben. Doch mehr denn je steht in den Sternen, ob sie je mit einem unterirdischen Durchgangsbahnhof gefüllt werden. Denn für die Bahn als Bauherrn rechnet sich das Großprojekt nur noch schwer. Sie kann Stuttgart inzwischen über Nürnberg umfahren, um schnell von Frankfurt nach München zu kommen. Damit läge das industrielle Herz der Republik im infrastrukturellen Windschatten. Um dies zu verhindern, haben sich die früheren CDU-Ministerpräsidenten Erwin Teufel und Günther Oettinger bereit erklärt, einen Teil der Kosten zu tragen. Nur so ließ sich das Projekt über die hohe „Wirtschaftlichkeitshürde“ bringen. Mit ihrer Weigerung, durch endlose Verzögerungen selbst verschuldete Mehrkosten mitzutragen, nimmt die neue grün-rote Landesregierung in Kauf, dass Baden-Württemberg den Anschluss verliert. Nach Griechenland oder Zypern werden Milliarden gepumpt, doch bei diesem Jahrhundertbau wird kleinlich gerechnet. Die Grünen beklagen den Wohnungsmangel in Stuttgart – und blockieren zugleich den Bau von 24 000 Wohnungen, die auf dem öden Gleisfeld in bester Citylage entstehen sollen. In Stuttgart steht damit auch die Frage auf dem Spiel, ob Deutschland überhaupt noch in der Lage ist, eine zeitgemäße Infrastruktur zu stemmen. China baut jährlich 50 Bahnhöfe dieser Größenordnung. Es geht also nicht nur um viel Geld. Der Preis des Scheiterns muss auch mit Imageverlust bezahlt werden. Den tragen dann auch Bundesländer, die irrtümlich glauben, von einem Scheitern bei Stuttgart 21 zu profitieren.

Anstatt weitere Milliardenbeträge auszugeben, will das Verkehrsministerium Alternativen prüfen. Das Projekt Stuttgart 21 wird einem internen Papier zufolge frühestens 2024 fertiggestellt sein.

Foto: dpa/DPA Dieses Modell zeigt den Bonatz-Bau und den neuen Durchgangsbahnhof in Stuttgart

Die Bundesregierung lehnt einem Zeitungsbericht zufolge weitere Milliardenausgaben für das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 ab. Der Bund wolle im Aufsichtsrat eine Prüfung von Alternativen erreichen, berichtete die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf ein Dossier des Verkehrsministeriums.

Das Projekt würde zudem frühestens im Jahr 2024 fertig, falls sich die Genehmigungsverfahren so in die Länge zögen wie bisher. Eigentlich sollten schon im Jahr 2020 Züge durch den unterirdischen Bahnhof fahren.

Der Zeitung zufolge geht aus dem 15-seitigen Papier hervor, dass der Bund als Eigentümer der Deutschen Bahn derzeit keine ausreichende Grundlage für eine Fortsetzung des Projektes sieht. "Die Argumente, eine weitere Finanzierung nicht abzulehnen, sind zu schwach", heißt es in dem Dossier dem Vorabbericht zufolge. Im Bundesverkehrsministerium war am Montagabend niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Informelles Treffen zwischen Bund und Bahn

2)Stuttgart 21 Bahn beantragt Planänderung  

Josef Schunder, vom 27.06.2012 07:40 Uhr

Für die von der Bahn beantragte Änderung des Grundwassermanagements muss es ein großes Genehmigungsverfahren mit Anhörung der Öffentlichkeit geben, entschied das Eisenbahn-Bundesamt (Eba). Foto: Peter-Michael Petsch

Stuttgart - Das Abpumpen von Grundwasser für den Bau des Tiefbahnhofs zieht weitere Kreise. Für die von der Bahn beantragte Änderung des Grundwassermanagements muss es ein großes Genehmigungsverfahren mit Anhörung der Öffentlichkeit geben, entschied das Eisenbahn-Bundesamt (Eba). Am Montag ging dem Regierungspräsidium (RP) Stuttgart der Eba-Antrag zu, das große Anhörungsverfahren einzuleiten. Das bedeutet: Zu dem Wunsch, statt drei Millionen Kubikmeter Grundwasser nun bis zu 6,8 Millionen Kubikmeter abpumpen zu dürfen, wovon die Bahn rund 90 Prozent in gereinigtem Zustand wieder in die Erde einführen will, sollen sich nicht nur Fachbehörden äußern dürfen. Die gesamte Öffentlichkeit bekommt die Chance. Daher könnten Tausende von Einwendungen eingehen. Die Bahn muss Stellung nehmen. Sie rechnet auch mit einem Erörterungstermin. Das RP wird dann einen Bericht und einen Vorschlag anfertigen. Abschließend entscheidet das Eba über eine neue Genehmigung. Folgen für den Zeitplan bei Stuttgart 21 gebe es nicht, erklärte Martin Schönbeck von der DB Projektbau im Gemeinderatsausschuss für Umwelt und Technik. Aber der Zeitplan dürfte wanken. Das RP will sich bei der Dauer des Anhörungsverfahrens nicht festlegen Bisher wollte die Bahn im Januar mit dem Tiefbau für den Bahnhof beginnen, laut Stadtverwaltung im Zeitraum Januar bis März den Probelauf fürs Grundwassermanagement starten. Das RP will sich bei der Dauer des Anhörungsverfahrens nicht festlegen. Die Rede ist von etwa einem halben Jahr. Zunächst hänge aber alles daran, dass die Bahn zügig die vollständigen Unterlagen liefere. Nicht nur im Internet, auch im Rathaus sollen die Pläne nach den Sommerferien vier Wochen öffentlich zugänglich sein, sagt RP-Sprecher Clemens Homoth-Kuhs. Danach können binnen zwei Wochen Einwände vorgebracht werden. Dann wird es etwa Ende Oktober sein, bis die Auswertung beginnt. Zum Vergleich: Beim Änderungsverfahren für den Fildertunnel endete die Frist am 20. Dezember. Rund 4000 Einwendungen gingen ein, davon 95 Prozent auf schnell zu bearbeitenden Formblättern. Anfang Juli will das RP den Bericht ans Eba schicken – nach rund neun Monaten. Die Genehmigung steht dann immer noch aus. Das RP: „Dieses Verfahren war aber komplexer.“ Beim neuen Verfahren ist die Grundwassermenge, die zur Trockenhaltung der Baustelle Zug um Zug abgepumpt wird, nur ein Gegenstand. Der andere ist die Aufbereitung. Theo Westhoff, Gutachter der Bahn, bestätigte jetzt, dass eine zweite Anlage anstelle des abgerissenen Südflügels des Hauptbahnhofs geplant ist. Trotzdem rechne man vorerst nicht mit höheren Kosten, schon gar nicht mit einer Verdoppelung, sagte Schönbeck. Wie die Kosten sich entwickeln und ob dafür im Risikopuffer für S 21 ausreichend vorgesorgt ist, wisse man erst nach dem Verfahren, erklärte das Kommunikationsbüro für S 21. Die übrigen Botschaften der Bahn: Weitere Bauschäden durch Absenkungen von Gebäuden in der Innenstadt seien nicht zu erwarten. Durch den Bau der Stadt- und S-Bahn-Tunnel ohne Rückführung des abgepumpten Grundwassers seien Setzungen „vorweggenommen“, sagte Westhoff, nun könne „so gut wie nichts passieren“. Auch die Risiken für die Heil- und Mineralwasservorkommen würden nicht größer. Sie blieben beherrschbar. Die Grünen und die SÖS kritisierten dies als Zweckoptimismus und Verharmlosung, noch dazu in „Fachchinesisch“. Die rund 100 S-21-Gegner auf der Tribüne protestierten lautstark. Die CDU beklagte „unflätige“ Zwischenrufe. Auch Baubürgermeister Matthias Hahn hörte „Beleidigungen“. Mehrfach forderten Zuhörer die Herausgabe von Gutachten. Genau dies, heißt es im Rathaus, geschehe beim Anhörungsverfahren.

Stuttgart 21 Bahn beantragt Planänderung

Thomas Braun, vom 28.04.2012 19:44 Uhr

Die Gebäude für das Grundwassermanagements an der Südseite des Hauptbahnhofs. Foto: Achim Zweygarth Stuttgart - Ziemlich genau ein Jahr nachdem die Deutsche Bahn (DB) eingeräumt hat, für den Bau von Stuttgart 21 deutlich mehr Grundwasser abpumpen und wieder infiltrieren zu müssen als ursprünglich geplant, hat die zuständige DB Projektbau Ende der vergangenen Woche beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) einen diesbezüglichen Planänderungsantrag gestellt. Die entsprechenden Informationen der Stuttgarter Zeitung bestätigte am Freitag das S-21-Kommunikationsbüro.Zu Einzelheiten des Antrags wollte sich eine Projektsprecherin nicht äußern. Klar sei aber, dass „insgesamt rund 6,8 Milliarden Liter Wasser während der Bauzeit entnommen und wieder eingespeist werden“ müssten. Eine Kosteneinschätzung zu den Planänderungsverfahren sei erst nach Ablauf des Genehmigungsverfahrens möglich. Im Mai 2011 hatte die Bahn nach erneuten Probebohrungen eine Verdoppelung der Grundwasserentnahmemenge von 3,2 Milliarden auf maximal 6,8 Milliarden Liter verkündet und zugleich beim EBA einen Antrag auf Änderung der wasserrechtlichen Genehmigung gestellt. Diese war Gegenstand des Planfeststellungsbeschlusses für den Tiefbahnhof. Im Januar bestätigte die Bahn dann, dass die Antragsunterlagen umfassend überarbeitet werden müssten. Wenig später wurde bekannt, dass die Planer prüfen, ob eine weitere stationäre Grundwassersteuerungsanlage oder mehrere temporäre Anlagen am Bahnhof gebaut werden müssen. Fritz Kuhn hat scharfe Kritik an der Bahn geübt Die Projektpartner Land und Stadt, in deren Zuständigkeit die wasserrechtliche Aufsicht fällt, wurden nach StZ-Recherchen von der Bahn nicht vorab über den Inhalt des Änderungsantrags informiert. Sie erhalten allerdings nach der Prüfung durch das Eisenbahn-Bundesamt die Gelegenheit zur Stellungnahme. Auch bei einem Treffen von Vertretern des Amts für Umweltschutz, der DB Projektbau sowie des Umweltministeriums und des Regierungspräsidiums im Rathaus sei nicht über Details des Änderungsantrags gesprochen worden, hieß es. Die Experten haben dem Vernehmen nach die Grundwasserentnahme aber generell als technisch machbar bewertet. Unterdessen hat der Bundestagsabgeordnete und Stuttgarter OB-Kandidat Fritz Kuhn im Zusammenhang mit der unklaren Finanzierung der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm scharfe Kritik an der Bahn geübt. „Die Vertrauenswürdigkeit der Bahn steht in Frage“, sagte Kuhn gegenüber der StZ. Er reagierte damit auf einen Bericht dieser Zeitung, wonach dem Bund vom Jahr 2018 an womöglich das Geld für die Finanzierung des Bundesanteils an der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgeht und die Trasse sowie auch der S-21-Tiefbahnhof daher nicht wie angegeben 2020 fertig gestellt werden könnten. Die Bundestagsfraktion der Grünen werde im Parlament Aufklärung über die unklare Finanzierung fordern, kündigte Kuhn an: „Die Wahrheit darf nicht scheibchenweise auf den Tisch, die Leute haben die Salamitaktik der Bahn satt.“ Es sei überdies die Pflicht eines Stuttgarter OB, im Lenkungskreis der Projektpartner die offenen Finanzierungsfragen „zweifelsfrei“ zu klären. Auch die Grünen im Gemeinderat erklärten, man erwarte, dass der OB eine Sitzung des Lenkungskreises beantrage. Bei der Planung des Filderdialogs habe Wolfgang Schuster schließlich auch die Zeit gefunden, „sich einzumischen“. Weitere Artikel Mehr Stuttgart 21 Stuttgart - Es ist soweit: Die Abrissarbeiten am Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs sind am Bahnhofsturm angekommen. Voraussichtlich dauert der Abbruch des Südflügels für das Projekt Stuttgart 21 jetzt noch höchstens drei Wochen. Danach folgt der Bau eines unterirdischen Technikgebäudes auf der Nordseite. Mit dem Ausheben der Baugrube für den Tiefbahnhof soll erst Anfang 2013 begonnen werden. Nach diversen Änderungen soll dann die Anlage für das Grundwassermanagement in Betrieb gehen. In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen den Fortschritt der Arbeiten.
Kommentare (421)
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APR
18
14:31 Uhr, geschrieben von Manfred
Bagger erreicht Bahnhofsturm
Ist der Turm , wie von den unsäglichen PS uns Alleswissern vorausgesagt, schon umgefallen, und wenn wohin?? Bitte schreibt das doch in den Bericht rein...sonst muss ich extra nach Stuttgart fahren...man bedenke den Feinstaub den ich dabei verursache...! Ischt es so recht ihr S21-Gegner oder stimmts???? Ich glaube aber, daß eher das Lügengebäude der Parkschützer und S21-Gegner zusammengebrochen ist. UND Polizei bitte genau aufpassen...nicht dass diese PS vor lauter Verzweiflung bei Einbruch der Dunkelheit den Turm noch umwerfen.
Stuttgart 21 Stuttgart 21: Polizei räumt Schlossgarten > Stuttgart - Nun ist es soweit: Tausende Beamte räumten am frühen Morgen für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 den Schlossgarten. Dort müssen mehr als 170 Bäume weichen. Hunderte Gegner leisteten Widerstand. © dpa Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 demonstrieren vor dem Schlosspark von Stuttgart. Die Polizei hat damit begonnen, den Schlossgarten für die Bauarbeiten am umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 zu räumen. Ab etwa 4.50 Uhr am Mittwochmorgen trugen Polizisten die ersten Demonstranten von dem abgeriegelten Gelände. Rund 2500 Beamte waren im Einsatz. Laut einem Polizeisprecher befanden sich noch hunderte S21-Gegner im Park. Einige Protestler waren auf Bäume geklettert. Andere hatten Barrikaden errichtet oder Sitzblockaden gebildet. Entlang der Absperrgitter gab es nach wie vor mehrere Möglichkeiten, das Gelände freiwillig zu verlassen. Gegen 3.00 Uhr hatte der Einsatz begonnen. Die Polizisten stellten rund 800 Meter Gitter entlang des Mittleren Schlossgartens auf. Dort hielten sich zunächst etwa 1000 S21-Gegner auf. „Mittlerweile haben sich einige Hundert entfernt“, sagte Stuttgarts Polizeipräsident Thomas Züfle. Kurz vor 6.00 Uhr sprach er von noch rund 400 Demonstranten im Park. Der erwartete massive Widerstand der Projektgegner blieb zunächst aus. Viele verließen freiwillig das Gelände. Ihm sei keine brenzlige Situation bekannt, sagte Züfle. Die Stimmung sei angespannt, aber nicht aggressiv. Wegen Besitzes von Pyrotechnik habe es eine Festnahme gegeben. Zudem setzten einige Beamte laut Polizeisprecher Olef Petersen Schlagstöcke ein, als S21-Gegner partout nicht zur Seite gehen wollten. „Aber das war wirklich sehr vereinzelt.“ Der Sprecher der Initiative „Parkschützer“, Matthias von Herrmann, berichtete von bis zu 2000 Demonstranten, die ein „Signal für den friedlichen Protest“ setzen wollten. Über den Einsatz sagte er: „Die Polizei ist rasch und hektisch aufgelaufen.“ Es sehe nicht nach einem besonnen Einsatz aus wie ihn Züfle angekündigt hatte. Mit Trillerpfeifen, Trommeln und Plakaten demonstrierten die Projektkritiker gegen das Bahnvorhaben. „Wir werden den Protest erst dann aufgeben, wenn Stuttgart 21 beendet ist“, sagte von Herrmann. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schnee sollten Lagerfeuer Wärme spenden. Einige Menschen riefen „Unser Park!“ und „Oben bleiben!“ oder sangen „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und den Protestsong „We shall overcome“. Stuttgart 21: Argumente Pro und Contra• Am Morgen wollte die Polizei das Protestcamp mit zahlreichen Zelten sowie die Baumhäuser räumen. Die abgesperrte Fläche ist insgesamt rund 40 000 Quadratmeter groß - das entspricht etwa fünfeinhalb Fußballfeldern. Dort sollen in den kommenden Tagen 174 Bäume gefällt oder verpflanzt werden, damit der Trog für den heftig kritisierten Tiefbahnhof ausgehoben werden kann. Es ist der zweite große Polizeieinsatz innerhalb von gut einem Monat. Am 13. Januar war der Südflügel des alten Bahnhofs abgesperrt worden, um ihn abreißen zu können. Regierung und Polizei wollen eine Eskalation wie bei den Baumfällarbeiten am 30. September 2010 vermeiden. Damals hatte die Polizei Wasserwerfer und Pfefferspray eingesetzt; mehr als 100 Menschen wurden verletzt. Das Projekt Stuttgart 21 umfasst eine unterirdische Durchgangsstation und die Anbindung an die geplante Schnellbahnstrecke nach Ulm. Die Bahn schätzt die Kosten auf rund 4,1 Milliarden Euro. Die Grünen und andere Projektgegner halten den Bahnhofsumbau für unnötig und rechnen mit einer Kostenexplosion. Seit der Volksabstimmung Ende November 2011, bei der sich die Befürworter durchsetzten, hat sich die Debatte etwas beruhigt. Um mehr Transparenz zu bieten, hatte die Polizei ausgewählte Journalisten eingeladen, den Einsatz eng zu begleiten und hinter die Kulissen zu blicken. Aber auch viele andere Journalisten konnten auf das Gelände. Zu einer Einflussnahme oder einer Behinderung der Berichterstattung kam es zunächst nicht.  
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Bauwesen WSA Brunsbüttel, Aktuelle News, Stuttgart 21 von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne