Seehofer und Ramsauer streiten über Donauausbau

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Seehofer und Ramsauer streiten über Donauausbau

  • Die Entscheidung über den Donauausbau soll Ende Januar oder Anfang Februar fallen
Die Entscheidung über den Donauausbau soll Ende Januar oder Anfang Februar fallen
Berlin. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (beide CSU) sind unterschiedlicher Ansicht über den Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen. Während Ramsauer für einen Ausbau mit Staustufe plädiert, lässt Seehofer immer deutlicher seine Präferenz für eine sanfte Variante erkennen. „Für mich ist der Donauausbau nicht erst dann gelungen, wenn an jedem Tag des Jahres ein Schiff über den Fluss fahren kann“, sagte der Regierungschef. Dagegen erklärte Ramsauer, die Bauvariante mit einer Staustufe stelle in ökologischer Hinsicht eine riesige Chance dar. „Buhnenbauten wie bei der Variante A ohne Staustufe sind alles andere als ‚Streicheleinheiten’ für einen Fluss“. Die vom Verkehrsminister befürwortete und von Umweltschutzverbänden kritisierte Variante sieht neben einer Staustufe noch den Bau einer Schleuse und eines kurzen Kanals vor. Nach Ansicht von Experten würde die Variante ohne Staustufe einen geringeren wirtschaftlichen Nutzen bringen als ein staugestützter Ausbau. Die Entscheidung über den Donauausbau soll Ende Januar oder Anfang Februar fallen.

A) Schifffahrtssperre auf der Saar beendet

Die diesjährige Schifffahrtssperre auf der Saar ist planmäßig am 19.06.2012 beendet worden. Die Schifffahrt konnte um 21.50 Uhr wieder freigegeben werden.

B) Stillstand auf der Wasserstraße

C) Schleuse Kachlet soll für 86 Millionen Euro saniert werden

D) 29.11.2010 | Das Bundesverkehrsministerium wird die Wasserstraßeninfrastruktur bis Anfang 2011 einer Bestandsaufnahme unterziehen 16.06.2012, 13:11 Uhr | dapd B) Arbeiter inspizieren die Betonwände, steigen hinab in die Kammer. Gewaltige Schleusentore werden überprüft, Steuerungselemente ausgetauscht. Während der Schiffsverkehr auf der Mosel ruht, herrscht an der Schleuse Hochbetrieb. Eine Woche bleibt den Arbeitern für die Wartung des Bauwerks.
Einmal im Jahr ist auf Deutschlands zweitwichtigster Binnenwasserstraße Stillstand programmiert. Da neun der zehn deutschen Schleusen nur über eine Kammer verfügen, muss die Schifffahrt komplett eingestellt werden. Anders ist der Kraftakt nicht zu stemmen für die Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA) Trier und Koblenz. Für sie gilt während der Wartungswoche eine Urlaubssperre.     www.wandern-mosel.de Schleusensteuerung DICTATOR kontrolliert Türanlagen in Reinraum- und Klimaschleusen etc. www.dictator.de A-ROSA Flusskreuzfahrten Sonderpreise,Restplätze,Kontingente Direkt Spontanangebote hier buchen www.flussreise.travel/ArosaSpontan In die Jahre gekommene Schifffahrtsstraße Ralph Nettekoven ist viel unterwegs in diesen Tagen. Der Bauoberamtsrat beim WSA Trier pendelt zwischen Stadtbredimus und Wintrich. Nettekoven muss darüber wachen, dass die Arbeiten an den Schleusen planmäßig laufen. Gestresst wirkt der 57-Jährige nicht, eher routiniert. "Jede Wartungswoche hat ein halbes Jahr Vorlauf", sagt er. Im Dezember wurde entschieden, welche Maßnahmen konkret angegangen werden. "Bestimmte Antriebs- und Steuerungselemente tauschen wir vorausschauend aus, auch wenn sie noch funktionstüchtig sind", beschreibt Nettekoven. So will man verhindern, dass es aufgrund von Alterserscheinungen zu akuten Ausfällen kommt. Denn die Mosel ist eine in die Jahre gekommene Schifffahrtsstraße. Vor fast fünf Jahrzehnten wurde der Verkehr freigegeben. Seither sind die Schleusen rund um die Uhr in Betrieb. Nur bei extremem Hochwasser und wenn Teile der Mosel einfrieren, was sehr selten vorkommt, bekommen die Anlagen eine Auszeit. An einer Wartung führt jedoch kein Weg vorbei, weshalb jedes Jahr eine Woche reserviert wird. "Die Termine werden in der Internationalen Moselkommission abgestimmt und stehen schon bis 2019 fest", sagt Nettekoven. Ab Dienstag sollen wieder Schiffe fahren Die grenzüberschreitende Verabredung ist wichtig. Denn während zehn Staustufen in Deutschland liegen und zwei im rund 36 Kilometer langen deutsch-luxemburgischen Hoheitsgebiet, betreibt Frankreich 16 Moselschleusen. Im Nachbarland nimmt man sich für die Wartung zwei Tage länger Zeit, dort wird der Verkehr voraussichtlich in der Nacht zum Donnerstag wieder freigegeben. Läuft alles nach Plan, haben die rund 60 deutschen Kollegen des WSA Trier ihre Großkampftage dann hinter sich. Nettekoven hegt keinen Zweifel, dass ab Dienstagnacht, 0.00 Uhr, der Güter- und Passagierverkehr zwischen Koblenz und der deutsch-französischen Grenze wieder in Fahrt kommen kann. An der Mittelmosel, zwischen Wintrich und Enkirch, konnte der Verkehr auch während der Wartungswoche ungehindert fließen. Denn an der Staustufe Zeltingen, wo pro Saison allein rund 5.000 Fahrgastschiffe geschleust werden, existiert bereits eine zweite Schleusenkammer. Moselabwärts, an der Staustufe Fankel bei Cochem, wird bald ebenfalls eine zweite Kammer in Betrieb genommen. Und auch in Trier laufen die Vorarbeiten für das Millionenprojekt. Alle deutschen Schleusen sollen ausgebaut werden, da das Gros des Güterverkehrs von Koblenz bis Trier und darüber hinaus nach Luxemburg und Frankreich oder über die Saar unterwegs ist. Ursprünglich sollten alle zehn zusätzlichen Kammern bis 2030 realisiert werden, Investitionen von 400 Millionen Euro waren geplant. Dass Zeit- und Kostenrahmen eingehalten werden, glaubt indes niemand mehr. Schon ist von 2036 die Rede, und selbst das halten manche Experten für ambitioniert.

Schifffahrtssperre auf der Saar beendet

Schifffahrtssperre auf der Saar beendet Die diesjährige Schifffahrtssperre auf der Saar ist planmäßig am 19.06.2012 beendet worden. Die Schifffahrt konnte um 21.50 Uhr wieder freigegeben werden. Die Fahrt in Richtung Mosel wurde daraufhin sofort von 6 zu Tal fahrenden Großmotorgüterschiffen, die im Hafen Dillingen auf das Ende der Schifffahrtssperre gewartet hatten, aufgenommen. Die Großschifffahrtsschleusen an den Staustufen Serrig und Mettlach wurden während der Sperre durch die Außenbezirke Dillingen und Saarburg trockengelegt, um die Laufschienen der Schwimmpoller zu erneuern. Gleichzeitig wurden die Stahltore im Unterwasser der Großschifffahrtsschleusen turnusmäßig mittels Röntgenverfahren durch die beauftragten Firmen überprüft. Trotz Schifffahrtssperre kann bisher an der Saar in 2012 eine erfreuliche Steigerung des Güteraufkommens von ca. 20% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden.

C Schleuse Kachlet soll für 86 Millionen Euro saniert werden

httpv://www.swr.de/landesschau-aktuell-rp/-/id=233240/did=9884628/pv=video/nid=233240/5jzyk3/index.html

Weit und breit kein Frachtschiff auf der Mosel

aus der Sendung vom Donnerstag, 14.6. | 17.00 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Ein ungewöhnliches Bild gibt es derzeit auf der Mosel: Kein Fracht-Schiff weit und breit. Denn der Fluss ist komplett für die Schifffahrt gesperrt. Grund sind dringende Reparatur- und Wartungs-Arbeiten an den Schleusen. Ab Mittwoch soll der Weg wieder frei sein.
B Nichts geht mehr auf der Mosel: Wegen dringender Arbeiten an den Schleusen ist die Schifffahrt seit Dienstag zwischen der französischen Grenze und der Mündung in Koblenz für rund eine Woche gesperrt, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier mitteilte. Bei Nebennetzen mit rund einer Million Tonnen Verkehrsaufkommen sollen nur noch die nötigsten Arbeiten finanziert werden.
Schleuse Kachlet soll für 86 Millionen Euro saniert werden Die Schleuse Kachlet an der Donau oberhalb von Passau ist in die Jahre gekommen: Vor 90 Jahren gebaut, soll sie in den kommenden sechs Jahren für etwa 86 Millionen Euro saniert werden. Nach dem ersten Spatenstich im Herbst 2011 und vorbereitenden Arbeiten wird die erste der beiden Kammern – jede ist 227 Meter lang, 24 Meter breit und fasst 40.000 Kubikmeter Wasser – ab Montag, 11. Juni, trocken gelegt. An einem Tag der offenen Baustelle informiert die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes am Samstag, 23. Juni, von 10 bis 18 Uhr über das Jahrhundertprojekt. Auch Herr Dr. Andreas Scheuer, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, wird daran teilnehmen. Die Staustufe Kachlet, 1922 bis 1927 gebaut, wird in zwei Schritten saniert: Noch bis Mitte 2013 werden die Mittelwände instandgesetzt, anschließend folgen bis etwa Ende 2017 die Häupter der beiden Schleusen, die Außenwände und die Verschlüsse. Darüber informieren die WSV und ihr Regensburger Wasser- und Schifffahrtsamt beim Tag der offenen Baustelle ebenso wie über ihre Aufgaben als Dienstleister der Schifffahrt. Besucher können das Wehr besichtigen, die Werkhalle und die Werkstätten des Bauhofs Passau. Im Oberwasser der Schleuse finden regelmäßig Tauchervorführungen statt. Im ehemaligen Umspannwerk des benachbarten Kraftwerks gibt es Informationen unter anderem zur Geschichte der Staustufe – und zum geplanten Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen, nur 20 Kilometer oberhalb von Kachlet. Beide Projekte sind europaweit bedeutsamen, da die Donau zusammen mit Rhein, Main und Main-Donau-Kanal als Wasserstraße die Nordsee und das Schwarze Meer verbindet. Bis zum Herbst 2012 soll eine EU-Studie klären, wie das Nadelöhr zwischen Straubing und Vilshofen ausgebaut werden kann. Denn auf keinem anderen Streckenabschnitt laufen so viele Schiffe auf Grund wie hier. Vollbeladen können sie derzeit nur an 165 Tagen im Jahr passieren – die EU fordert jedoch, dass die Donau möglichst das ganze Jahr ungehindert befahren werden kann.

Schifffahrt auf der Mosel wird für eine Woche gesperrt

12.06.2012, 19:47 Uhr | dapd
Nichts geht mehr auf der Mosel: Wegen dringender Arbeiten an den Schleusen ist die Schifffahrt seit Dienstag zwischen der französischen Grenze und der Mündung in Koblenz für rund eine Woche gesperrt, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier mitteilte. Die Sperrung sei mit den Moselanrainerstaaten Frankreich und Luxemburg abgestimmt worden.
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  Bei Nebennetzen mit rund einer Million Tonnen Verkehrsaufkommen sollen nur noch die nötigsten Arbeiten finanziert werden. Bei Randnetzen wie dem Teltow-Kanal im Berliner Umland will der Bund nur noch die Verkehrssicherungspflicht erfüllten. «Bestimmte Gewässer werden weitgehend sich selbst überlassen», sagte Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle. Er betonte, im Bereich der Wasserstraßen gebe es aber kein «Abbauprogramm Ost». Nach der Wiedervereinigung sei hier bereits viel Geld in die Modernisierung der Wasserwege geflossen. INVESTITIONEN SOLLEN NACH VOLKSWIRTSCHAFTLICHEM NUTZEN BEWERTET WERDEN Wasserstraßenplanung wird kanalisiert Von Von Jan Peter Naumann D) 29.11.2010 | Das Bundesverkehrsministerium wird die Wasserstraßeninfrastruktur bis Anfang 2011 einer Bestandsaufnahme unterziehen. Darauf soll die Investitionspolitik, die durch Haushaltsbeschränkungen gekennzeichnet ist, in den kommenden Jahren aufbauen. „Wir müssen zu einer Priorisierung der Wasserstraßen und der dort notwendigen Maßnahmen kommen", sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, am Donnerstag auf einem Parlamentarischen Abend in Berlin. Die Wasserstraßenprojekte sollen in drei Kategorien eingeteilt werden, kündigte Ferlemann auf der Veranstaltung an, die von den nationalen Verbänden für Binnenschifffahrt und Binnenhäfen (BDB und BÖB) und der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt (PGBi) ausgerichtet worden war: Kernnetzbedeutsames Netz mit Ausbaupotenzial Netz ohne oberste Ausbaupriorität. Die Einteilung sei notwendig, um die 800 Mio. EUR, die im Haushalt für Investitionen in die Engpassbeseitigung anden Wasserstraßen bereitstehen, so einzusetzen, dass sie den größten volkswirtschaftlichen Nutzen bringen, betonte Ferlemann.In diesem Zusammenhang erwähnte der Staatssekretär auch, dass es ein Wasserstraßenausbaugesetz gebenwerde, damit mehr Planungssicherheit herrsche. In der Frage, wie sich angesichts der Schuldenbremse 2016 und weiterer Einsparvorgaben zusätzliche Mittel für denInfrastrukturausbau realisieren lassen, gingen die Meinungen auseinander. Während die schwarz-gelbeBundesregierung eine Nutzerabgabe für Wasserstraßen für möglich hält, lehnt dies das Gewerbe ab.Die Binnenschifffahrt zahle bereits heute 60 Mio. EUR pro Jahr an Kanalgebühren, sagte BDB-Präsident Dr. Gunther Anmerk.des HP Betr.: Es ist interessant zu vergleichen, warum für so eine bedeutende Wasserstrasse wie den NOK die Gelder für die 5. Schleusenkammer nahezu gestrichen werden und der Ausbau Oststrecke/ vertiefung ins stocken kommt und für unbedeutende Wasserstrassen ohne wirklichen Verkéhr Milliarden an Euros ausgegeben werden. Ganzer Beitrag Spiegel Die riesige Brücke ist nichts weniger als ein Wunderwerk deutscher Ingenieurskunst. Ein ebenso gewaltiger wie eleganter Trog aus 24000 Tonnen Stahl und 68000 Kubikmetern Beton führt die Wassermassen über die Elbe. Im Osten des Flusses kann eine Doppelschleuse mit Hilfe von drei Pumpen große Frachtschiffe 18 Meter hoch auf die Höhe der Brücke heben. Auf der Westseite schließlich erfüllt ein modernes Schiffshebewerk die gleiche Funktion. Eine halbe Milliarde Euro hat sich der Staat das „Europäische Wasserstraßenkreuz "bei Magdeburg kosten lassen, das den Elbe-Havel-Kanal im Osten mit dem Mittellandkanal im Westen verbindet. So können Frachter Güter ungehindert von Berlin nach Hannover und umgekehrt schiffen. Als die größte Kanalbrücke Europas vor sieben Jahren eröffnet wurde,schwärmte der damalige Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) von einem„Brückenschlag zwischen Ost undWest". Und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) jubelte:„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. "Das eindrucksvolle Bauwerk ist schnell zur Besucherattraktion geworden. Oft stehen Busladungen voller Touristen auf der Brücke und warten auf den spektakulären Anblick , wenn ein Frachtschiff die Elbe überquert. Meist warten sie vergebens. Der Traum hat sich längst in einen Alptraum verwandelt. Eine vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene Studie sagte der Strecke ein Transportaufkommen von 18,3 Millionen Tonnen voraus. Tatsächlich waren es im vergangenen Jahr nur 2,7 Millionen. Gerade einmal ein Siebtel der Prognose - und weniger als vor dem Umbau.Das Europäische Wasserstraßen kreuz hätte ein Symbol werden können für die mweltfreundliche Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße aufs Schiff und eine sinnvolle Investition in den Aufbau Ost. Tatsächlich steht es inzwischen für eine milliardenteure staatliche Fehlsteuerung und das Scheitern der Politik. Über Jahre hinweg hat die Bundesregierung die Güterschifffahrt in Ostdeutschland massiv gefördert. 2,3 Milliarden Euro hat das Bundesverkehrs -ministerium für das „Projekt DeutscheEinheit Nr. 17" veranschlagt. Im Ostengibt es nun neue Häfen, Schleusen und Kanäle. Nur Schiffe gibt es kaum. Oft warten die Arbeiter an den Schleusen vergebens auf einen Frachtkahn.Aber die Ausgaben für den Betrieb der Wasserstraßen stiegen weiter. Auf derElbe haben sie sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt, auf zuletzt 36 Millionen Euro pro Jahr. Die Elbe 48 EUROLUFTBILD.DE Wasserstraßenkreuz Magdeburg: Meist warten die Touristen vergebens Deutschland Nasser Alptraum Seit Jahren investiert die Bundesregierung Milliarden in die Güterschifffahrt im Osten der Republik. Bislang ohne sichtbaren Erfolg: Nur selten fahren dort Schiffe. ist zwar eine der wichtigsten Wasserstraßen Ostdeutschlands, doch bundesweit ist sie nahezu bedeutungslos. Vier Fünftel des Güterschiffverkehrs werden über den Rhein abgewickelt und nur ein Hundertstel über die Elbe. Im vergangenen Jahr war das nicht einmal eine Million Tonnen. Im Gegensatz zum Rhein ist das Wasser in der Elbe oft zu niedrig. Logistikunternehmen meiden sie deshalb. Das hat die staatlichen Planer nicht davon abgehalten, weiterhin im Osten zu investieren. So baute die Gemeinde Wustermark im Havelland vor einem Jahr für 15 Millionen Euro einen neuen Hafen.Doch der einzige Kunde, Siemens-Bosch, sprang schon nach wenigen Monaten ab.Der Transport über Havel und Elbe lohnte sich nicht.Weiter im Osten, in Schwedt an der Oder, hat die Stadt 30 Millionen Euro in einen Hafen investiert. Doch der erwartete Aufschwung auf den märkischen Wasserstraßen blieb aus. Der Hafen istnur zu einem Drittel ausgelastet. Die Bundesregierung halten die schlechten Erfahrungen nicht davon ab, die nächste Fehlinvestition im Osten an zu packen. In Sachsen-Anhalt soll der Elbe-Saale-Kanal für mindestens100 Millionen Euro neu gebaut werden. Hans-Ulrich Zabel,Wirtschaftsprofessor an der Universität Halle, hat das Projektlange begleitet. Sein Urteil ist ernüchternd: „Der Bau desElbe-Saale-Kanals ist durch nichts zu rechtfertigen." Der Wirtschaftswissenschaftler weist auf eine Reihe grober Fehler und falscher Annahmen hin. So würden die Kosten mit 100 Millionen viel zu niedrig veranschlagt. Ausgaben für dieVerlegung von Straßen, Gas- und Stromleitungen und den Umweltschutz seien nicht einberechnet worden, außerdemmüsse die Trasse um ein Viertel verlängert werden. „Unter 180 Millionen ist der Kanal nicht zu haben." Gleichzeitig werde der Nutzen des Ausbaus „dramatisch überschätzt". Die Berechnungen stützen sich auf Prognosen, wonach jeder Frachter mit 1000 Tonnen Gütern beladen sei. Tatsächlich wurden auf Elbschiffen selten mehr als 300 Tonnen transportiert. Das Helmholtz-Zentrum in Leipzig mahnt, der Saale-Ausbau sei „ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich unverantwortlich". Und selbst der Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt gelangt zu einer pessimistischen Einschätzung. Mit einer Verbesserung der Saale Schifffahrt sei nur zu rechnen, wenn auch die Elbe ausgebaut werde, heißt es in einem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium. Doch einen Ausbau der Elbe schließt die Politik aus. Zu groß wären die Schäden für die Natur, den Tourismus und die Gefahren durch Hochwasser. Die Grünen-Politikerin Valerie Wilms fordert die Regierung auf, die Investitionen in die ostdeutschen Wasserstraßeneinzustellen. Doch auch die Befürworter des ostdeutschen Güterschiffverkehrsmelden sich zu Wort. Am lautesten wirbt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für neue Baumaßnahmen. Für sie geht es schließlich um die eigene Existenz. Die Behörde ist eine der ältesten der Republik, ihre Geschichte reicht zurück bis zum Wiener Kongress 1815. Sie hat fast 13000 Mitarbeiter in 7 Direktionen, 39 Ämtern und 4 Sonderbehörden. Beinahe jeder zweite Angestellte im Verkehrsministerium arbeitet für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Der Bundesrechnungshof mahnt seit Jahren, die Behörde zu sanieren. Auch der Haushaltsausschuss drängte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zu Reformen. Allein die Schifffahrtsdirektion Ost beschäftigt 2548 Mitarbeiter, wobei das Wort „beschäftigen" die Situation nur unzureichend trifft. Denn zu tun haben die Beamten wenig, da nicht viele Schiffe im Ostenverkehren. Offiziell sind sie dafür da, die Sicherheit auf den Wasserstraßen zu gewährleisten. Behördenchef Thomas Menzel residiert in einer Villa in der Magdeburger Innenstadt. Die SED-Bezirksleitung hatte hier ihren Sitz. Fragen beantwortet Menzel nur schriftlich. Ansonsten ist er auf Wochen hinaus nicht zu sprechen. Angeblich zu viele Termine.Frank Schmid, Geschäftsführer einer Verkehrsberatungsfirma aus Willich, schätzt, dass das Ministerium jedes Jahr eine halbe Milliarde Euro einsparen könnte, würde es sich auf relevante Flüsse und Kanäle konzentrieren. Doch davon ist die Regierung weit entfernt. Sie glaubt noch immer, Investitionen in die Wasserstraßen könnten die ostdeutsche Wirtschaft stärken. So wurde der Hafen Halle schon vor Jahren für 30 Millionen Euro saniert. Das Land Sachsen-Anhalt stuft ihn als besonders wichtig ein. Er sollte Halle als überregionalen Wirtschaftsstandort etablieren, in der „Mitte eines wachsenden Europas". Die Stadt hat eigens einen 40 Meter hohen Kran angeschafft, für Lasten bis zu 45 Tonnen. Das Hafenbecken ist etwa so groß wie sechs Fußballfelder. Sieben Frachter können hier gleichzeitig anlegen. Sollte der Andrang besonders groß sein, können sie auf drei weitere Liegeplätze am Südkai ausweichen.Glücklicherweise mussten die Kapazitätsgrenzen des neuen Hafens bislang nicht ausgetestet werden. In den vergangenen vier Jahren hat in Halle kein einziges Güterschiff angelegt. Bemerk. des HP.Btr.:Nasser Alptraum Milliarden werden in die Binnenwasserstrassen Ostdeutschlands investiert, ohne dass dort wirklich viel Schiffsverkehr stattfindet und bei der international für Deutschland wichtigen Wasserstrasse NOK werden die Gelder abgezogen ???? für den Ausbau. Entscheidungen von Merkel-Schäuble -Ramsauer?      
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne