Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals: Ingenieure und Handwerker fehlen

Neues Video Antwerpen unten

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17.12.2012 19:00 Uhr
An mangelnder Begeisterungsfähigkeit mangelt es Verkehrsminister Peter Ramsauer bestimmt nicht. Überall wo der Bayer nach dem Nord-Ostsee-Kanal befragt wird, fängt er an zu schwärmen. Der Kanal sei eine Lebensader für die deutsche Wirtschaft, sprudelt es aus ihm hervor. Im April kam er deshalb auch zum Spatenstich selbst nach Brunsbüttel. Doch von Baggern und Baugerät ist in Brunsbüttel immer noch nichts zu sehen.
Kiel. Die Planung stockt. Mal wieder. Angeblich sind es die komplexen Ausschreibungsvorgaben in der EU, die alles so kompliziert machen. An anderer Stelle werden Umweltverbände und nörgelnde Anwohner für die Verzögerungen verantwortlich gemacht. Wie beim Hauptstadtflughafen, dem Bahnhof in Stuttgart oder der Elbvertiefung droht auch der Kanalausbau als nächstes Prestigeprojekt in Ramsauers Zuständigkeitsbereich zu einem Fiasko zu werden. Selbst der für erfahrene Wasserbauer keineswegs als Mammutprojekt bezeichnete Bau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel wird zu einem Bauprojekt, das vermutlich über ein Jahrzehnt hinzieht. Ein Blick nach Belgien zeigt, wie es schneller gehen kann. Antwerpen bekommt in drei Jahren die größte Seeschleuse der Welt. Die Niederlande stampfen in fünf Jahren einen Hafen von der sechsfachen Größe des Wilhelmshavener JadeWeserPorts aus dem Nordseesand. Auch diese Projekte entstehen im Einklang mit dem Vergaberecht und Umweltauflagen der EU. Das lässt den Verdacht aufkommen, dass das Problem nicht in Brunsbüttel oder Brüssel, sondern in Berlin zu suchen ist.
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Videos,vielen Dank Herr Behling Kieler Nachrichten

Antwerpen investiert 340 Millionen Euro

Größte Seeschleuse der Welt

Donnerstag, 15. November 2012
Neuer technischer Meilenstein: die Deurganckdok-Schleuse auf dem Linken Scheldeufer. Grafik: Port of Antwerp
Neuer technischer Meilenstein: die Deurganckdok-Schleuse auf dem Linken Scheldeufer. Grafik: Port of Antwerp
Antwerpen will seine Position als zweitgrößter europäischer Hafen weiter ausbauen. Dazu gehört auch, dass der Hafen auf dem Linken Scheldeufer die später einmal größte Seeschleuse der Welt errichtet. Die Arbeiten an der neuen, nach heutigem Planungsstand rund 340 Millionen Euro teuren Schleuse liegen nach Darstellung des Städtischen Hafenbetriebs Antwerpen GHA voll im Plan. Im November 2011 begannen die Arbeiten; 2016 wird das erste Schiff erwartet. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"
Grafik: Port of Antwerp
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24 Vorsitzende / stellvertretende Vorsitzende von Personalräten unterstützen die Petition Reformprozess auflösen !!!!
2012 11 07 Aufruf PR Vorsitzenden.pdf
PM 101 - 05.11.2012
Petiton 36175 zur Aussetzung der Reform: Unterschriftenliste zum Ausdrucken und mailen bis zum 22.11.12 an den Petitionsausschuss Grüße von Torsten Pöschl
Unterschriftenliste Petition mit mailadresse.xls
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http://nord.dgb.de/presse/++co++0d4caa24-274a-11e2-87f3-00188b4dc422

Der Deutsche Gewerkschaftsbund Nord (DGB Nord) sieht in den Beschlüssen des Berliner Koalitionsgipfels keine ausreichende Förderung der Verkehrsinfrastruktur im Norden. Der Nord-Ostsee-Kanal benötige nicht nur den schnellen Bau einer weiteren Schleusenkammer in Brunsbüttel, sondern weitere Sanierungen und Verbreiterungsmaßnahmen bis nach Kiel. „Und der Personalbestand der Wasserschifffahrtsverwaltung ist so ausgedünnt worden, dass es jetzt an Ingenieuren und Handwerkern fehlt, um zügig die vollmundigen Neubaupläne umzusetzen. Dem Kanal als Schlagader des Wirtschaftsverkehrs droht weiterhin der Infarkt“,  sagte Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord. Wenn vielerorts die Infrastruktur verrotte, müsse deutlich mehr in die Instandhaltung gesteckt werden, so Polkaehn – der Bund wolle aber vorrangig Neubauprojekte im Straßenbau finanzieren. „Für die Bahn, den öffentlichen Nahverkehr und die Wasserwege könnte mehr getan werden, gerade im Norden Deutschlands“, so Polkaehn. Der Bund müsse die nötigen Sanierungs- und Ausbauarbeiten unverzüglich beauftragen, um eine dauerhafte Kanal-Krise abzuwenden: „Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Schleswig-Holstein darf nicht geschwächt werden. Und auch die Levensauer Hochbrücke muss endlich in das Dringlichkeitsprogramm aufgenommen werden, denn von ihr ist auch die Industrie stark abhängig.“ Die Bundeswasserstraße Nord-Ostsee-Kanal werde seit Jahren kaputtgespart, so der DGB Nord. Ob mit Leiharbeitern an den Fähren und Schleusen bis hin zu befristetet beschäftigten Ingenieure/innen - der Kanal leide seit Jahren unter den Personaleinsparungen in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Der Kanal brauche ein durchfinanziertes Notprogramm, damit die Wasserstraße auf ihrer gesamten Länge funktionsfähig bleibe, so Uwe Polkaehn: „Es darf nicht sein, dass immer mehr Schiffe um Skagen herum geroutet werden und damit Tausende Arbeitsplätze in ihrer Existenz bedroht sind.“ Das Bundesverkehrsministerium selbst habe zuletzt die notwendigen Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 420.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.  

http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinland/Rheinland-Pfalz-und-Nachbarn-Bitte-an-Ramsauer-Kein-Aus-fuer-Wasser-und-Schifffahrtsaemter;art158726,3295667

 

Bitte an Ramsauer: Kein Aus für Wasser- und Schifffahrtsämter

In seltener Eintracht hat sich der rheinland-pfälzische Landtag gegen Pläne der Bundesregierung zum mittelfristigen Aus für mehrere Wasser- und Schifffahrtsämter im Land gewandt. Die Standorte Koblenz und Mainz sollten erhalten bleiben, forderten SPD, Grüne und CDU am Donnerstag in einem gemeinsamen Antrag.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12397306/62249/Resolution-gegen-Sparplaene-bei-Wasserstrassen-in-Ostdeutschland-Wirtschaftsfaktor.html

Wirtschaftsfaktor Schiffsverkehr

Resolution gegen Sparpläne bei Wasserstraßen in Ostdeutschland

Berlin - Zahlreiche Wirtschaftsverbände in Brandenburg und Berlin haben sich gegen die Sparpläne des Bundes beim Ausbau der Wasserstraßen ausgesprochen. „Dies halten wir für einen schweren Fehler”, heißt es in einer gemeinsamen Resolution, die heute dem Bundesverkehrsministerium übergeben wurde. Es werde die große Gefahr gesehen, dass „unsere Region in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung behindert wird, was letztlich zu langfristig ungleichen Lebensbedingungen innerhalb Deutschlands führt.” Erst auf „wirtschaftlich durchgängig nutzbaren Wasserstraßen” könne sich Schiffsverkehr entwickeln. Zwar seien in den vergangenen Jahren fast drei Milliarden Euro in den Ausbau der Binnenwasserstraßen in Ostdeutschland investiert worden. Dabei sei es aber bisher nicht gelungen, „komplette Strecken in den erforderlichen Parametern auszubauen”, heißt es in der Resolution weiter. Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) warnte, wenn das Vorhaben umgesetzt werde, fielen 460 Stellen des Wasser- und Schifffahrtsamts Koblenz und 160 der Direktion Südwest in Mainz weg. Wenn es nur noch Ämter in Trier und Bingen gebe, aber 10 bis 15 größere Havarien pro Jahr im Mittelrhein, «dann ist auch aus Sicherheitsgründen eine falsche Aufstellung», sagte Lewentz. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) plant, dass die Wasser- und Schifffahrtsämter in Koblenz und Saarbrücken von 2013 an zu Außenstellen des Amtes in Trier herabgestuft und 2020 aufgegeben werden. Auch die Direktion Südwest in Mainz ist betroffen. Kündigungen und Zwangsversetzungen soll es nicht geben.

Schiffshebewerk Scharnebeck

IHK fordert Schleusenneubau

Montag, 24. September 2012

Nadelöhr: das fast 40 Jahre alte Schiff shebewerk Scharnebeck. Foto: IHK/TammeNadelöhr: das fast 40 Jahre alte Schiff shebewerk Scharnebeck. Foto: IHK/Tamme
Die IHK Nord fordert einen Schleusenneubau in Scharnebeck. „Wir begrüßen die jüngste Einordnung des Elbe-Seitenkanals in die höchste Kategorie der Binnenwasserstraßen“, erklärte der Vorsitzende Otto Lamotte Ende vergangener Woche. Folge müsse aber sein, dass der Ausbau jetzt auch in Angriff genommen werde. Lamotte weist darauf hin, dass das größte Handicap des Kanals die fehlende Durchgängigkeit für moderne Binnenschiffe ist. Flaschenhals sei das über 30 Jahre alte Schiffshebewerk, dessen Tröge nur auf Schiffslängen bis 100 Meter ausgelegt sind. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

http://www.allgemeine-zeitung.de/nachrichten/politik/rheinland-pfalz/12437429.htm

http://www.pnn.de/pm/683335/

SPD und Grüne wollen Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz erhalten

20.09.2012 Koblenz/Mainz (dpa/lrs) - SPD und Grüne im rheinland-pfälzischen Landtag wollen die geplante Schließung des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Koblenz verhindern. Beide Fraktionen bringen dazu einen gemeinsamen Antrag bei der Landtagssitzung nächste Woche ein, berichteten Grünen- und SPD-Fraktion am Donnerstag in Mainz. «Die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung würden erhebliche Arbeitsplatzverluste in Koblenz mit sich bringen», erklärte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Niels Wiechmann. Eine Schließung sei «mehr als paradox», weil der Bund mehrere Millionen Euro in den Standort Koblenz investiert habe.

Behm: „IHK macht sich lächerlich“ Kritik an Aktion für Schleusenausbau

Kleinmachnow - Die Industrie- und Handelskammer will ab dem heutigen Samstag mit einer dreitägigen Schiffsfahrt gegen Pläne des Bundesverkehrsministeriums protestieren, den Ausbau der Wasserstraßen in Ostdeutschland zu stoppen. Am Sonntag passiert das Frachtschiff mit märkischen Gütern den Teltowkanal und die Kleinmachnower Schleuse, auch an deren Ausbau will die IHK festhalten. „Die IHK Berlin-Brandenburg macht sich lächerlich“, wie es in einer Erklärung der bündnisgrünen Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms und Cornelia Behm dazu heißt. Hintergrund des IHK-Protestes ist eine Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums, angesichts knapper Mittel die Wasserstraßen neu zu kategorisieren. Ein Ausbau ist diesen Plänen zufolge nur noch für Wasserstraßen der wichtigsten Kategorie A vorgesehen. Dazu gehören etwa Rhein und Main. In Brandenburg fällt keine Wasserstraße in diese Kategorie. Am Mittwoch soll das Thema im Verkehrsausschuss beraten werden.  

http://www.localxxl.com/hannoversch-muenden/wasser-und-schifffahrtsamt-droht-das-aus-1347861907-ftz/

Zukunft des Personals ungewiss

Wasser- und Schifffahrtsamt droht das Aus

http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-goettingen/hann-muenden/wasser-schifffahrtsamt-droht-2505828.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+hna%2Fmuenden+%28HNA.de+-+News+aus+Hann.+M%C3%BCnden%29 HNA.de Hann. Münden/Kassel. Für das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Hann. Münden kommt es vermutlich knüppeldick. Nach Informationen der HNA sollen im Zuge der bundesweiten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung alle Außenstellen bis Ende 2020 geschlossen werden.

 Das betrifft auch Hann. Münden. Dem Amt droht aber schon viel früher die Zerschlagung. Verschiedene Aufgaben sollen schon bald verlagert werden nach Braunschweig, Minden und auch Bonn - am Rhein soll die neue Generaldirektion entstehen. Was mit dem Personal durch die bundesweite Neuordnung der Wasserschifffahrtsverwaltung geschieht, soll den Informationen nach frühestens in einem Jahr geklärt werden.

130 Beschäftigte In Hann. Münden sind derzeit knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt. Zum WSA der Dreiflüssestadt zählen auch die untere Fulda von Kassel bis Hann. Münden sowie die Außenbezirke am Edersee, in Rotenburg/Fulda, Hameln, Höxter und Gimte mit zusammen 130 Beschäftigten. (awe) zurück zur Übersicht: Hann. Münden

Pressemitteilungen

Protest gegen Schließung Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden

Seit über 150 Jahren gibt es in Dresden eine Behörde, die den Schiffsverkehr auf der Elbe regelt. Laut Plänen des Bundesverkehrsministeriums zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland soll jetzt das Dresdner Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA Dresden) bis zum Jahr 2020 geschlossen werden. Dazu Dr. Sebastian Meyer-Stork, Geschäftsführer der Sächsischen Dampfschifffahrt: „Ich habe die große Sorge, dass sich die Beschiffbarkeit der Oberelbe auf die Dauer negativ entwickelt, wenn die Behördenpräsenz in Dresden erst aufgegeben ist. Dies würde einem seit 1821 bestehenden internationalen Konsens widersprechen. Die Schiffbarkeit der Elbe hängt entscheidend davon ab, dass das Gewässerbett gut unterhalten wird, Hindernisse schnell beseitigt werden und das Abflussmanagement  die Bedürfnisse der Schifffahrt berücksichtigt. Die kurzen Wege zum Wasser- und Schifffahrtsamt und die vor-Ort-Kenntnise der Behörde sind dabei von entscheidender Bedeutung. Das gleiche gilt für die gute Kooperation, welche die „Weiße Flotte“ mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen wie der Dampferparade pflegt.“ Werner Eckelt, Vorsitzender des Personalrates beim WSA Dresden: „Die Leistungen und Kundenfreundlichkeit der kompetenten und (noch) motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von den Kunden geschätzt. Ein paar Zahlen mögen die Bedeutung der örltichen Präsenz verdeutlichen (siehe Anhang). Das Amt überwacht 1.500 Strom- und Schifffahrtspolizeiliche Genehmigungen, verwaltet 1200 Nutzungsverträge und führt jährlich rund 250 Ortstermine inklusive Stegkontrollen durch. Dabei konzentrieren sich die Aufgaben in den Ballungsräumen. Das Schifffahrtsbüro betreut jährlich rund 100 Veranstaltungen auf der Elbe, viele erfordern mehrfache Vorgespräche. Das Fachwissen und der Service vor Ort für die Bürgerinnen und Bürger müssen einfach erhalten bleiben. Hierbei ist die Form der organisatorischen Umsetzung zweitrangig.“ Axel Bergmann, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion Dresden: „Die Schließung des einzigen Wasser- und Schifffahrtsamtes in Sachsen ist nicht hinnehmbar und wäre für die Region Dresden ein großer Verlust. Die Elbeschifffahrt, Anlieger, Kommunen, Wirtschaft und Umweltverbände brauchen und wollen einen Ansprechpartner vor Ort, nicht in Magdeburg oder Brandenburg. Durch die Zentralisierung drohen weite Wege, mehr Bürokratie und langwierige Verfahren. Zudem stehen 45 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Das Land Sachsen muss darum viel stärker als bislang seine Interessen vertreten und auf eine Änderung der Reform drängen. Viel Zeit bleibt nicht mehr. Ende September soll der 5. Bericht im Verkehrs- und Haushaltsausschuss des Bundestages behandelt werden, und bereits ab 2013 soll die schrittweise Umsetzung beginnen. Die SPD-Fraktion Dresden wird sich für den Erhalt des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Dresden auch im Stadtrat einsetzen und dafür parteiübergreifend um Unterstützung werben.“ Hintergrund:   Das Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden betreut die Elbe auf rund 290 km Länge zwischen der tschechischen Grenze und der Saalemündung. Sie ist beispielsweise zuständig für alle strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigungen, die für den Bau oder die Veränderung von Anlagen entlang der Elbe einzuholen sind und deren Nutzung regeln. Dazu gehören Steg- und Uferanlagen, Fährstellen, Brücken. Vor der Erteilung von Genehmigungen finden regelmäßig Besprechungen statt. Man kann sich vorstellen, wie langwierig die Verfahren werden könnten, wenn die Behörde nicht mehr vor Ort ist. Gleiches gilt für einen zweiten wichtigen Aufgabenbereich: die Verkehrsregelung durch die Schifffahrtspolizei. Ob Elbeschwimmen, Dampfschiffparade oder die Vielzahl von Sondertransporten aus Tschechien, alle brauchen eine Genehmigung, nicht selten eine Begleitung. Soll dies künftig aus dem fernen Magdeburg geregelt werden? Nicht zuletzt ist die örtliche Präsenz wichtig, um bei Havarien schnell entscheiden und handeln zu können. Drittens würde mit der Schließung auch Bürgernähe verloren gehen. Das Schifffahrtsbüro am Standort in Pieschen wird rege genutzt. Motorboote und andere Kleinfahrzeuge erhalten hier ihre Registrierung, Bürger bei elberelevanten Anliegen Beratung und die Schiffsführer kommen mit den von Ihnen zu führenden Dienstbüchern vorbei. Das Amt hat noch viele weitere Aufgaben: die Unterhaltung des Gewässerbettes, der Bau von Uferanlagen, die Pflege der Schifffahrtszeichen und vieles mehr. Es ist sehr fraglich, ob all diese Aufgaben aus der Ferne mit der gleichen Qualität und genauso schnell erledigt werden können. Für Experimente ist die Elbe in Sachsen aber zu wichtig. Kontakt: Dr. Sebastian Meyer-Stork Geschäftsführer Sächsische Dampfschifffahrt Tel.: www.saechsische-dampfschiffahrt.de Werner Eckelt (0160 - 90581-536) Vorsitzender des Personalrates beim WSA Dresden Werner.Eckelt@wsv.bund.de Axel Bergmann 0173 – 5649 225 Bau- und verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat Tel.: 0351 – 488 2688 Fax: 0351 – 488 2056 abergmann@dresden.de www.spd-fraktion-dresden.de http://www.charivari.fm/index.php?id=lokalnachrichten_news_wuerzburg&singleID=28926#.UFBuLa48Vrw Nachrichten aus Ihrer Region

Charivari Lokalnachrichten

Würzburg: 100 Arbeitsplätze bei Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd auf dem Spiel (c) Funkhaus Würzburg Die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd in Würzburg hat keine Zukunft mehr. Wie das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage mitgeteilt hat, wird die Verwaltungsstelle bis zum Jahr 2020 dicht gemacht. Die rund 100 Mitarbeiter sollen weder gekündigt noch zwangsversetzt werden, so die Planung des Ministeriums.  
Aufgabenstatistik
http://www.mein-spandau.info/die-ungewisse-zukunft-der-wasser-und-schiffsverwaltung_id4287/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+mein-spandau+%28Mein+Spandau%29

Eine Diskussionrunde mit Sven Schulz rund um die Havel

Am Mittwoch den 12. September 2012 wird sich um 19:30 Uhr eine Expertenrunde zu der Zukunft der wirtschaftlichen und sportlichen Nutzung der Havel äußern. Die Diskussionsrunde mit dem Motto “Die Wasser- und Schiffsverwaltung vor dem Aus?” wird vom Bundestagsabgeordneten Sven Schulz (SPD) geleitet.  Interessenten sind herzlich eingeladen Fragen zu stellen und mitzudiskutieren. Eingeladen sind auch Daniel Buchholz (Mitglied des Abgeordnetenhauses), Helmut Kleebank (Spandauer Bezirksbürgermeister) und Gustav Herzog ( Bundestagsabgeordneter und Experte für Binnenschifffahrt). http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Saarland-bangt-weiter-um-Erhalt-des-Wasser-und-Schifffahrtsamtes;art2814,4426286#.UEbkuKA8Vrw Saarbrücken. Die Entscheidung, ob das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Saarbrücken mit 170 Beschäftigten erhalten bleibt, wird voraussichtlich im Haushaltsausschuss des Bundestags am 26. September fallen (Veröffentlicht am 05.09.2012) Saarbrücken. Die Entscheidung, ob das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Saarbrücken mit 170 Beschäftigten erhalten bleibt, wird voraussichtlich im Haushaltsausschuss des Bundestags am 26. September fallen. Nachdem die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), das WSA bis 2020 zu schließen, im Frühjahr bekannt geworden waren, hatte die Landesregierung bei Ramsauer interveniert. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Verkehrsminister Heiko Maas (SPD) hatten in ihren Briefen betont, wie wichtig das WSA als letzte dem Saarland verbliebene Bundesbehörde sei. Von großer Bedeutung sei ein WSA in Saarbrücken vor allem deswegen, weil nach der Grubenschließung jährlich zwei Millionen Tonnen Import-Kohle über die Saar zu den Kohlekraft- und Stahlwerken verschifft werde. Doch Ramsauer blieb unbeeindruckt. "Die Antwort war unbefriedigend und in der Sache ausweichend", so der Sprecher des Verkehrsministeriums, Thorsten Bischoff, gestern zur SZ. Tenor der Ramsauer-Antwort sei gewesen, dass es sich um eine grundsätzliche Strukturreform handele, der Abbau sozialverträglich verlaufe und die Überwachung der Saar auch von außerhalb möglich sei. in Dresden Die Reformpläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bedeuten für die Dresdner Behörde das Ende. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte, die Ämter Lauenburg und Dresden an der Elbe würden ab 2013 zunächst dem WSA Magdeburg unterstellt und bis 2020 abgewickelt. Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden Metallschild Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden Bojen auf einer Wiese Gebäude des Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden Bei der Vorstellung der Reformpläne im Juni war bereits von einer Verkleinerung der gesamten Wasser- und Schifffahrtsverwaltung von 53 auf etwa 35 Organisationseinheiten die Rede gewesen. Konkrete Schließungspläne für das Dresdner Amt waren damals jedoch noch nicht bestätigt worden. Zuletzt aktualisiert: 22. August 2012, 17:49 Uhr Weiterführende Links 28. Juni 2012 Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden wird Magdeburg unterstellt

http://www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2012/133-ramsauer-wsv-reform.html

Verdi und Personalrat kämpfen für Saarbrücker Schifffahrtsamt

Saarbrücken. Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Saarbrücken (WSA) kämpft ums Überleben. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte im Rahmen der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung an, die Anzahl der Behörden in den nächsten acht Jahren bundesweit von 53 auf 34 zu senken (die SZ berichtete). Steuerungsaufgaben werden zukünftig in einer Generaldirektion in Bonn konzentriert (Veröffentlicht am 06.07.2012) Foto 1 / 1 Die "Möwe", eines der Schiffe des Wasser- und Schifffahrtsamtes, am Güdinger Liegeplatz. Foto: jöle Saarbrücken. Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Saarbrücken (WSA) kämpft ums Überleben. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte im Rahmen der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung an, die Anzahl der Behörden in den nächsten acht Jahren bundesweit von 53 auf 34 zu senken (die SZ berichtete). Steuerungsaufgaben werden zukünftig in einer Generaldirektion in Bonn konzentriert. Sicher ist, dass das WSA Saarbrücken zu einer Außenstelle des WSA Trier herabgestuft wird. Gestern trafen in Saarbrücken Belegschaft, Personalrat des WSA Saarbrücken und Verdi Saar bei einer Personalversammlung zusammen, bei der sie erneut die Erhaltung des Standortes forderten. "Die Betroffenheit der Beschäftigten ist natürlich groß. Aber allein aus wirtschaftlichen Gründen wäre eine Schließung falsch", erklärte der Personalratschef, Peter Folz, der SZ. Das Transportaufkommen im ersten Halbjahr 2012 sei um ganze 23 Prozent gestiegen. 2,08 Millionen Tonnen verschiedenster Güter wurden bis 30. Juni registriert. Bei einem Gesamtvolumen von über fünf Millionen Tonnen pro Jahr würde das WSA Saarbrücken sogar in die höchste der drei Kategorien eingestuft, was die Transportleistung angehe. "Um weiterhin die wirtschaftlichen Entscheidungen über die saarländischen Wasserstraßen treffen zu können, muss das WSA in Saarbrücken bestehen bleiben", sagte Saar-Verdi-Chef Alfred Staudt. Knapp 180 Beschäftigte könnten auf die Unterstützung von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Verkehrsminister Heiko Maas (SPD) zählen. "Nach Praktiker, Schlecker, Peugeot und der Grube Ensdorf wäre die Schließung des WSA Saarbrücken ein erneuter Schlag für die Erhaltung der Eigenständigkeit des Saarlandes", so Verdi-Fachbereichsleiter Michael Blug. fess

Abgeordnete will jetzt Oberweser-Konferenz einberufen

Lösekrug-Möller: Die Oberweser ist von Minister Ramsauer "abgeschrieben"

Hameln (wbn). Noch vor wenigen Monaten bestand Hoffnung. Hoffnung auf Einsicht, dass die beabsichtigte Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung als „genauso unsinnig erkannt wird wie die damit einhergehende Rückstufung der Oberweser“, wie die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller es formulierte. Nun stehe aber fest: Die von allen Seiten kritisierte Reform soll stattfinden.

Lösekrug Möller gab dazu folgende Erklärung: „Ramsauer startet seinen Großangriff auf die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) und setzt damit die Schifffahrt und die verladende Wirtschaft in Deutschland massiv unter Druck. Die von der SPD-Bundestagsfraktion seit Wochen geäußerte Kritik an den Plänen des Bundesverkehrsministeriums wird durch den jetzt dem Deutschen Bundestag vorgelegten Bericht bestätigt. Die WSV soll in Struktur und Kompetenzen massiv gestutzt werden. Von derzeit 53 Dienststellen werden nach den jetzigen Plänen 35 übrig bleiben.

Fortsetzung von Seite 1 Die Ämter verlieren ihre regionale Zuständigkeit und die Gebietskörperschaften und Wirtschaftsbeteiligten ihre kompetenten Ansprechpartner vor Ort. Gleichzeitig baut Ramsauer eine neue Behörde in Bonn auf und schafft so einen bürokratischen Flaschenhals der Entscheidung. Gab es bisher ein Wasser- und Schifffahrtsamt, das zum Beispiel für den Ausbau eines Schleusentors zuständig war, teilen sich diese Aufgabe künftig ein Revieramt, ein WSA Betrieb und Unterhaltung und ein Bauamt. Zerstückelung statt Kundennähe.

Mit der massiven Ausweitung der Vergabetätigkeit riskiert Bundesminister Ramsauer die Aushöhlung der WSV und macht sich zum Erfüllungsgehilfen des liberalen Privatisierungswahns. Für alle Aufgabenbereiche, die ohne weitere Prüfung in einen verbindlichen Vergabekatalog überführt werden sollen, gilt ein Verbot der Wiederbesetzung frei werdender Stellen beziehungsweise. Planstellen; so soll der Abbau von mehr als 2.500 Stellen beziehungsweise Planstellen innerhalb von zehn Jahren erreicht werden, der auf anderem Wege nicht zu realisieren wäre. Die Folge: Die WSV verliert dauerhaft und unwiederbringlich ihre Kompetenzen zur Eigenerledigung von Aufgaben, und der Bund begibt sich in die Abhängigkeit privater Anbieter, die künftig Preise und Ausführungsqualitäten diktieren können. Unterm Strich droht eine Kostenexplosion; Leidtragende werden die Schifffahrt und die verladende Wirtschaft – und damit letztlich die Bürgerinnen und Bürger als Verbraucher und Steuerzahler – in Deutschland sein. Mit der Reform der WSV führt Ramsauer einen gesamten Verkehrsbereich in gefährliches Gewässer.

In der letzten Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vor der parlamentarischen Sommerpause sollte das endgültige Konzept heute vorgestellt werden – vermutlich in der Hoffnung, dass sich das Thema über die Sommerpause quasi von selbst „erledigt“. Die Rechnung ist nicht aufgegangen; wegen der Beratungen zum Fiskalpakt hat der Ausschuss den Bericht zunächst von der Tagesordnung genommen – Ende offen. Die SPD-Bundestagsfraktion wird die Rasenmäher-Pläne der Bundesregierung jedenfalls nicht hinnehmen.

Wir fordern: Zuerst muss ein Netzzustandsbericht vorgelegt, eine Aufgabenkritik erfolgen, dann erst kann eine Investitionskonzept sowie eine Personalbedarfsanalyse mit Personal- und Standortentscheidung erfolgen. Wir wollen weiter kompetente Ansprechpartner in der Fläche und keinen bürokratischen Flaschenhals. Wir wollen eine tatkräftige WSV und keine Vergabebehörde.

Welche Folgen eine Rückstufung der Oberweser hat, ist absehbar! Um die Auswirkungen auf die Fahrgastschifffahrt, die Konsequenzen für Hochwasserschutz und andere relevante Aspekte zu sammeln und zu bewerten, werde ich zu einer Oberweser-Konferenz einladen, so Gabriele Lösekrug-Möller MdB.“

Neue Bewertung der Weser

Wasser- und Schifffahrtsamt: Mitarbeiter tief bestürzt

Personalrat und Ver.di-Vertrauensleute reagieren auf Entscheidung des Bundesverkehrsministers Mainz/MannheimReform der Schifffahrtsverwaltung bringt Einschnitte

Wasser- und Schifffahrtsamt: Mitarbeiter tief bestürzt

Hann. Münden. Der Personalrat und die Vertrauensleute der Gewerkschaft Ver.di des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hann. Münden sind tief bestürzt über den Bericht des Bundesverkehrsministeriums zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.

Wie berichtet, verliert das Amt seine Selbstständigkeit, die jetztigen Aufgaben werden nach Bonn, Minden und Braunschweig verlagert. Die Zukunft der 190 Beschäftigten im Amtsbereich des WSA Hann. Münden sei damit ungewiss, heißt es in einer Erklärung von Personalrat und Ver.di-Vertrauensleuten. Die Entwicklungsperspektive im Blick auf die Transporte auf den Wasserstraßen gehe verloren, die Aufgabe der Weser als Wasserstraße und somit als Verkehrsweg der Zukunft werde damit aufgegeben, befürchten Personalvertretung und Gewerkschaft. Zudem sei der aufblühende Wassertourismus an Fulda und Werra gefährdet, ebenso der örtliche Bezug beim Hochwasserschutz.

Die Arbeitnehmervertreter und Gewerkschafter errinnern daran, dass vom Bund und den Ländern ein unabhängiges Gutachten „Vorschläge zur Bewertung der Bundeswasserstraßen“ in Auftrag gegeben wurde. Danach müsste die Weser höher bewertet werden, das Bundesverkehrsministerium ignoriere das Gutachten vollständig. „Warum“, fragen sich Personalrat und die Vertrauensleute Ver.di, „wurde dann überhaupt ein Gutachten in Auftrag gegeben.“

Angesichts der bedrohlichen Situation für das WSA unterstützen Personalrat und Vertrauensleute Ver. di den Vorschlag des Landtagsabgeordneten Schminke, einen Gesprächskreis mit allen Experten von Wirtschaft und Politik zu organisieren, damit die Region schlagkräftig ihre Interessen vertreten kann. (kri)

Donnerstag, 28. Juni 2012 Neue Bewertung der Weser

Raumsauers Reform wird in Bremen abgelehnt

http://www.deichkilometer.de/monatsansichten/ In Bremen sind die Pläne von Verkehrsminister Ramsauer zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung auf Ablehnung gestoßen. Führende SPD-Hafenpolitiker und der Wirtschaftsverband Weser kritisieren vor allem die Bewertung der Weser zwischen Bremerhaven und Bremen als zweitklassige Wasserstraße. Ramsauers Reformpläne sehen auch vor, das Wasser- und Schifffahrtsamt in Bremen zu einer Außenstelle zu degradieren. Die Weser zwischen Bremerhaven und Bremen wird zu einer zweitklassigen Wasserstraße. Unsere Befürchtungen sind eingetroffen, stellt der Vorsitzende des Landeshäfenausschuss, Frank Schildt (SPD), enttäuscht fest. Schildt befürchtet, dass mit der Umstrukturierung kein Geld gespart wird. Stattdessen gehe mit der Umstrukturierung Fachwissen in den staatlichen Stellen verloren. Das sieht auch der maritime Koordinator der SPD-Bundestagsfraktion Uwe Beckmeyer so. Zum Beispiel dann, wenn für die Unterhaltung der Weser künftig mehr Aufträge an private Firmen vergeben werden. Außerdem stelle sich die Frage, so Hafenexperte Schildt, was aus den Arbeitsplätzen des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Bremen werde. Dort sind 330 Mitarbeiter beschäftigt. Der Wirtschaftsverband Weser befürchtet, dass durch die zweitklassige Einstufung der Unter- und Mittelweser dort künftig kein Geld mehr in Ausbauprojekte fließt. Deshalb müssten die Pläne korrigiert werden, heißt es. Weitere Informationen : Wasser- und Schifffahrtsamt könnte schließen Bremer Außenstelle wird womöglich Bremerhaven zugeordnet Wasser- und Schifffahrtsamt soll verkleinert werden
Elbe-Lübeck-Kanal aus Europa-Netz gestrichen
Lübeck/Brüssel

EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hat den Elbe-Lübeck-Kanal auf Druck von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aus dem Kernnetz der vorrangig auszubauenden europäischen Wasserstraßen gestrichen. Zwar war der Kanal bis zum Frühling 2012 noch in Kallas’ Plänen für ein neues EU-Kernnetz enthalten. Doch anders als gestern berichtet, steht er inzwischen nicht mehr darin – der Kommissar hat ihn nach Intervention aus Berlin herausgenommen. Ramsauer will künftig angesichts knapper Mittel nur noch viel befahrene Wasserstraßen wie den Nord-Ostsee-Kanal oder die Unterelbe ausbauen.

bg Henning Baethge Norddeutsche Rundschau

120625_wsv_reform_norden_abgehaengt

http://www.luebeck.de/ http://lpa.luebeck.de/ http://www.hiller-ohm.de/presse/6023653.html  

25.06.2012: Bislang hatte die schwarz-gelbe Bundesregierung stets bestritten, dass sie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) zerschlagen will. Jetzt hat Bundesverkehrsminister Ramsauer dem Bundestag ein Reformkonzept vorgelegt. Danach werden rund 2.500 Stellen in den kommenden zehn Jahren abgebaut. "Ein herber Schlag für Lübeck und Lauenburg", urteilt die für Lübeck und den Kreis Herzogtum Lauenburg zuständige SPD-Bundestagsabgeordnete. Beide Wasser- und Schifffahrtsämter sollen zu Außenstellen herabgestuft werden. Düster sieht es auch für den Elbe-Lübeck-Kanal aus.

"Minister Ramsauer gefährdet die Schifffahrt und Arbeitsplätze im Norden", erklärt Hiller-Ohm. "Er setzt eine leistungsfähige und kompetente Verwaltung der Wasserstraßen und einen reibungslosen Ablauf des Schiffsverkehrs aufs Spiel. Künftig wird in einer neuen Großzentrale in Bonn entschieden, was hier im Norden notwendig ist. Das Personal in den Ämtern vor Ort wurde überrumpelt und vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Beschäftigten müssen befürchten, im kalten Wasser zu landen. Das ist unverantwortlich. Ein Fünftel aller bundesweit rund 12.500 Stellen soll bis 2023 wegfallen. Von den bundesweit 39 Ämtern werden neun zu Außenstellen degradiert. Schleswig-Holstein erwischt es besonders schlimm: Mit Lübeck, Lauenburg und Brunsbüttel fallen gleich drei Ämter der Reformwut Ramsauers zum Opfer. Lübeck mit bislang 285 Beschäftigten wird damit zur Außenstelle der Behörde in Stralsund, die 200 Kilometer entfernt ist. Lauenburg mit rund 400 Beschäftigen wird dem Amt in Magdeburg unterstellt. Erneut wird deutlich: Dem Bundesverkehrsminister aus Bayern ist Schleswig-Holstein egal." Der Elbe-Lübeck-Kanal wird im neuen Reformkonzept als Wasserstraße der Kategorie C eingeordnet. "Das bedeutet lediglich einen Bestandserhalt", so Hiller-Ohm. "Die Bundesregierung versperrt dem Kanal damit die Zukunft als wichtige Verbindung der Ostsee mit dem deutschen Binnenwasserstraßennetz. Das Ziel, mehr Verkehr von der Straße umweltfreundlich per Schiff abzuwickeln, wird so konterkariert. Schwarz-Gelb ignoriert die Häfen und die maritime Wirtschaft. Die SPD-Fraktion fordert dagegen in einem aktuellen Antrag zusätzliche Mittel für die Hinterlandanbindungen der Küste." Die schwarz-gelbe Bundesregierung will den Gesetzgebungsprozess der WSV-Reform noch in dieser Wahlperiode abschließen. Hiller-Ohm: "Ich appelliere an die Abgeordneten von CDU und FDP aus Schleswig-Holstein, das Vorhaben abzulehnen. Ansonsten lassen sie den Norden baden gehen."

Personal, Finanzen und Hafenverwaltung

Die MitarbeiterInnen der Abteilung Personal, Finanzen und Hafenverwaltung beschäftigen sich mit der Ressourcenplanung der Lübeck Port Authority:

  • Personalbetreuung, -planung und -entwicklung für ca. 100 MitarbeiterInnen
  • Projektarbeit und -organisation
  • Finanzen, Förderung und Investitionsplanung und -abwicklung
  • Vermögensverwaltung für den Betriebe gewerblicher Art Hafen und Wasser u. Hafen
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Betreuung der vertraglichen Grundlagen für die Hafenterminals und die weiteren städtischen Hafenanlagen einschließlich deren Infrastruktur

Zu den aktuellen Projekten gehören:

  • Stellung von Förderanträgen und deren Abwicklung
  • Betreuung von 195 Mio. EUR Investitionen gemäß Investitionsprogramm 2008 - 2011
  • Einführung der DOPPIK
  • Entwicklung von Nutzungs- und Vermarktungskonzepten für die städtischen Hafenanlagen
  • Fortentwicklung eines Konzeptes für die Wahrnehmung der Aufgaben des Eisenbahninfrastrukturunternehmens Lübecker Hafenbahn
Mit großer Entäuschung haben die regionale Wirtschaft, die Hansestadt Lübeck und der Kreis Herzogtum Lauenburg die Pläne des Bundesverkehrsministeriums zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zur Kenntnis genommen. In der Vorlage, die morgen im Haushaltsausschuss und im Verkehrsausschuss des Bundes diskutiert werden soll, wird der Elbe-Lübeck-Kanal nur in die Kategorie C des Binnenwasserstraßennetzes klassifiziert. Letzteres bedeutet lediglich Bestanderhalt mit der Gefahr, dass bei Baufälligkeit einer Schleuse nur noch eine Sportbootschleuse bezahlt wird. Das würde das Aus für die Binnenschifffahrt auf dem Elbe-Lübeck-Kanal bedeuten. Die Europäische Union hatte auf Einwirken des Bundes den Elbe-Lübeck-Kanal herabgestuft. „Wir erarbeiten zurzeit ein Gutachten, das die Wachstumspotentiale des Elbe-Lübeck-Kanals eindeutig belegen wird. Der Kanal sichert die Güterbeförderung zwischen Nordeuropa, dem Hamburger Hafen und dem Westen Deutschlands, sowie östlich die Anbindung an den Berliner Raum und das Elbstromgebiet. Der Elbe-Lübeck-Kanal ist der einzige, direkte Anschluss des deutschen Binnenwasserstraßennetzes an die Ostsee und deshalb von großer strategischer Bedeutung”, sagt Matthias Schulz-Kleinfeldt, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck. Unverständlich bleibt auch, warum das Land Schleswig-Holstein dieser Entwicklung tatenlos zugesehen hat. Ziel der Landes- und Bundespolitik ist es, umweltverträgliche Verkehrsträger zu fördern und Alternativen zur überlasteten Straße zu bieten. Die IHK zu Lübeck kritisiert die Pläne des Bundes: Eine reine Tonnenbetrachtung als Momentaufnahme taugt nicht für die Einschätzung der Potenziale von Schifffahrtswegen. So ist zum Beispiel das gesunkene Ladungsaufkommen auf dem Elbe-Lübeck-Kanal eine Folge der unterlassenen Investitionen des Bundes. Bei einer Auslegung der Schleusen auf 110 Meter wäre das Frachtaufkommen wesentlich höher. Dass regionale Besonderheiten bei der Kategorisierung keine Rolle spielten, stößt der IHK besonders negativ auf. Der Verkehrsengpass in der Hamburger Metropolregion und die besondere Rolle der Häfen Lübeck und Hamburg sowie die Verbindung zur Elbe und zum Elbe-Seiten-Kanal sind nicht in die Überlegungen der Berliner Verkehrsexperten eingeflossen. Die Hansestadt Lübeck und das Herzogtum Lauenburg schließen sich der Kritik an. Im Rahmen des Konzeptes werden die Wasser- und Schifffahrtsämter Lauenburg und Lübeck künftig zu Außenstellen. Die Reform der Organisationsstruktur der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung führt zu Arbeitsplatzabbau, Kaufkraftabbau und letztlich zum Bedeutungsverlust der Regionen in Hinblick auf die Einflussmöglichkeiten der Schifffahrt. Aktuelle Meldungen finden Sie im Newsroom der IHK zu Lübeck: www.ihk-schleswig-holstein.de/newsroom-ihkluebeck.  

Mündener Wasser- und Schifffahrtsamt: Heute Beschluss über Zukunft

http://www.hna.de/nachrichten/landkreis-goettingen/hann-muenden/wasser-schifffahrtsamt-muenden-beschluss-ueber-zukunft-2367916.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+hna%2Fmuenden+%28HNA.de+-+News+aus+Hann.+M%C3%BCnden%29

Hann. Münden. Mit Bangen gucken die 190 Beschäftigten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hann. Münden (WSA) heute nach Berlin. Dort wird am Nachmittag Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die Reform der Schifffahrtsverwaltung und damit auch die Zukunft des Mündener Amtes verkünden.

© Archivfoto Sangerhausen

Bau von "Leitplanken" auf dem Doktorwerder: Die Mitarbeiter des Wasser- und Schiffahrtsamtes Münden sorgen auch dafür, dass Schleusen wie die Werra-Schleuse funktionieren. Doch wie es mit der Behörde weiter geht, ist offen.

Offiziell hieß es dazu am Dienstag in Berlin, kein Amt werde geschlossen und niemand gekündigt. Nach HNA-Informationen ist dies aber nicht die ganze Wahrheit - man könnte auch sagen, das Mündener Amt soll zerschlagen werden.

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Denn nach unseren Erkenntnissen wird das Amt die Zuständigkeit für Teile der Weser an das Amt in Minden verlieren. Die Bereiche Wasserwirtschaft, Vermessung und Liegenschaften gehen nach Braunschweig, Haushalt und Personal an die Generaldirektion nach Bonn. Das Mündener Amt behält die Zuständigkeit für Fulda, Eder- und Diemelsee. Im Zuge der Reform soll es nach HNA-Informationen auch zu einer Herabstufung der oberen Weser und der Fulda kommen. Sie seien künftig nur noch eine Bundeswasserstraße niedrigster Stufe, heißt es. Die Flüsse würden in drei Kategorien A, B und C eingestuft. Fulda und Weser hätten einen noch schlechteren Rang, den einer „sonstigen“ Wasserstraße. Was das für die Bewirtschaftung der Flüsse und Schleusen bedeutet, ist unklar. (kri/tho)

 

Schifffahrtsamt in Saarbrücken droht die Schließung

Saarbrücken/Berlin. Die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen (WSV) in Deutschland droht das Wasser- und Schifffahrtsamt in Saarbrücken fortzuspülen. Wie ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gestern der SZ auf Anfrage bestätigte, werde dem Haushaltsausschuss des Bundestags am Mittwoch der Reformplan vorgelegt (Veröffentlicht am 26.06.2012) Saarbrücken/Berlin. Die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen (WSV) in Deutschland droht das Wasser- und Schifffahrtsamt in Saarbrücken fortzuspülen. Wie ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gestern der SZ auf Anfrage bestätigte, werde dem Haushaltsausschuss des Bundestags am Mittwoch der Reformplan vorgelegt. Nach Informationen des Personalratschefs des WSA Saarbrücken, Peter Folz, soll die Bundeseinrichtung mit 200 Beschäftigten nächstes Jahr zur Außenstelle eines ebenso abgespeckten WSA Trier herabgestuft und bis 2020 ganz geschlossen werden. "Das nächste revierbezogene Amt, an das sich die Landesregierung dann wenden kann, wird das WSA Bingen sein", erklärte Folz. Er habe bereits vor drei Wochen seine Befürchtungen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vorgetragen, die daraufhin versucht habe, mit Ramsauer zu telefonieren. Ein Sprecher der Ministerpräsidentin bestätigte gestern, dass sie sowohl mit Ramsauer, als auch mit Umweltminister Peter Altmaier und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (beide CDU) über die WSV-Reform gesprochen habe. "Es ist wichtig, dass die Haushälter der CDU wissen, was sie da abnicken", so Folz. Folz bezeichnete die Pläne als "ganz schlimme Sache". Der Leiter des WSA Saarbrücken, Albert Schöpflin, teilte der SZ mit, er könne "leider keine Auskünfte erteilen". Verdi-Saar-Chef Alfred Staudt zeigte sich entsetzt über Ramsauers Pläne. Es könne nicht sein, dass eine wichtige Verkehrsstraße wie die Saar, über die etwa Erze und Kohle für die Dillinger Hütte transportiert würden, nicht mehr vom WSA Saarbrücken betreut werde. Offenbar werde das Saarland im Unions-Streit um das Betreuungsgeld in Haftung genommen. Staudt vermutet, dass die Kritik der Saar-CDU am Betreuungsgeld die CSU erzürnt. "Das sind Machtspiele auf dem Rücken unserer Region", so der Verdi-Chef. dik

NIHK: Nachteile durch Neustrukturierung der Schifffahrtsverwaltung

25.06.2012, 14:37 Uhr | dapd Der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK) befürchtet Nachteile durch die geplante Neustrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Durch die Zentralisierung am Standort Bonn sei zu befürchten, dass die Wasser- und Schifffahrtsämter "erheblich an Entscheidungskompetenz einbüßen" würden, teilte der NIHK am Montag in Hannover mit. Zwar könne eine Bündelung von Aufgaben in Bereichen wie der Datenverarbeitung oder dem Ausschreibungsmanagement sinnvoll sein. Für den Ausbau des Wasserstraßennetzes zur Anbindung der Häfen seien die Ortskenntnisse der niedersächsischen Wasser- und Schifffahrtsämter aber unverzichtbar.

Verdi sieht 160 Mainzer Jobs in Gefahr

Mainz - Die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes konkretisiert sich. Jetzt legte Verkehrsminister Peter Ramsauer dem Haushaltsausschuss ein Bericht vor, nach dem alle sieben Direktionen aufgelöst und zentral in Bonn zusammengelegt werden sollen.   DPA Laut einer Meldung des SWR widersprach allerdings am Sonntag ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums Befürchtungen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Südwest mit Hauptsitz auf dem Lerchenberg würden dadurch 160 Jobs verloren gehen. Es gebe zwar Reformpläne, es seien aber weder Personalabbau noch die Auflösung ganzer Struktureinheiten vorgesehen. Die Direktionen blieben grundsätzlich erhalten, auch wenn künftig Aufgaben neu gebündelt würden. Der bei Verdi zuständige Fachbereichsleiter Paul-Christian Koch weiß jedoch von Gerüchten, nach denen der Standort Mainz komplett abgewickelt werden soll. Dabei hatte Ramsauer vor wenigen Wochen beteuert, dass deren Bestand nicht gefährdet sei. "Jetzt zerschlägt er die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung", ist jedoch Koch überzeugt. "Wenn die Direktionen trotz Bündelung erhalten blieben, würde das keinen Sinn machen, weil es finanziell nichts bringt." Und: Wenn ein zentraler Standort am Rhein gesucht wird - "eine tolle Direktion in neuen Räumen haben wir in Mainz". Zum Bereich der WSD-Südwest gehören der Ober- und Mittelrhein von Basel bis Bad Honnef, ebenso Teilstücke von Neckar, Mosel, Saar und Lahn. Mehr als 1183 Kilometer Bundeswasserstraßen stehen unter ihrer Verwaltung. Nachgeordnet sind ihr neun Ämter, unter anderem in Bingen und Mannheim, mit Außenbezirken, etwa Worms, Oppenheim und Wiesbaden. "Es könnten Außenbezirke wegfallen", zeichnet Koch ein düsteres Szenario. "Es wäre durchaus denkbar, dass dann Schierstein die Aufgaben der Oppenheimer übernimmt. Verdi erwartet nun, dass sich sämtliche Parteien für die WSD einsetzen. "Ich gehe davon aus, dass die Vorlage in dieser Woche auf die Reise geschickt wird", warnt er. Bis Ende des Jahres werde die konkrete Planung stehen, die Umsetzung Anfang Januar 2013 beginnen. Sabine Jakob und Brigitte Specht

Protest gegen Reformpläne zur Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

26.06.2012 16:27 Uhr Mainz (dpa/lrs) - Gegen die neuen Pläne zur bundesweiten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung regt sich massiver Widerstand. Eine Umsetzung komme «einem Kahlschlag» der Verwaltung gleich, bei dem das Personal mit «massiven negativen Einschnitten» rechnen müsse, teilte der Bezirkspersonalrat bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in einer Resolution am Dienstag in Mainz mit. Der jüngste Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Bundestag sehe unter anderem vor, die Zahl der Beschäftigten bundesweit bis 2023 auf unter 10 000 zu reduzieren. Dies entspreche einer Kürzung um rund 2600 Beschäftigte, teilte der Bezirkspersonalrat mit. Laut Plänen werde die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest nur noch Außenstelle einer Generaldirektion mit Sitz in Bonn sein, hieß es. Die Wasser- und Schifffahrtsämter Mannheim, Stuttgart, Koblenz und Saarbrücken sollten ihren Ämterstatus verlieren und nur noch Außenstellen der Betriebs- und Unterhaltungsämter werden. Die Ämter Freiburg, Heidelberg und Trier würden zu Betriebs- und Unterhaltungsämtern abgestuft. In der Resolution hieß es weiter, alle Personalräte im Bereich Südwest seien «entsetzt» über die Art und Weise, wie das Ministerium mit ihnen umgehe. Seit Anfang 2010 habe es mehrfach geheißen, dass die Personalräte aktiv am Reformprozess beteiligt werden sollten. Diese Zusage seien aber zu keinem Zeitpunkt eingehalten worden. Zur Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest gehören insgesamt knapp 1200 Fluss-Kilometer: etwa der Ober- und Mittelrhein von Basel bis Bad Honnef. Auch der Neckar wird in Teilen von der Behörde betreut, ebenso Mosel und Saar. httpv://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/rid=9951590/nid=1622/did=9935576/pxk8kd/

Mainz/MannheimReform der Schifffahrtsverwaltung bringt Einschnitte

Die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) wird offenbar deutliche Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben. Es sollen mehrere Ämter in beiden Ländern geschlossen werden. Die im Haushaltsausschuss des Bundestags vorgestellte Reform soll in acht Jahren abgeschlossen sein.

Berlin / Rheinland-Pfalz Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

SWR Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz, 27.6.2012 | 1:37 min

Bundesweit wird die Zahl der Behörden von derzeit 53 auf 34 reduziert. Die Pläne des Bundesverkehrsministeriums sehen vor, dass das Schifffahrtsamt in Koblenz seinen Status verliert und zu einer Außenstelle von Trier wird. Zudem sollen bundesweit alle sieben Wasser- und Schifffahrtsdirektionen abgeschafft und in einer Generaldirektion in Bonn gebündelt werden. Betroffen wäre auch Mainz, das nur als Außenstelle der Bonner Zentrale erhalten bliebe.

Behörden in Mannheim und Stuttgart betroffen

In Baden-Württemberg wird das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Mannheim aufgelöst und ist künftig eine Außenstelle des WSA Oberrhein Freiburg. Das bisherige WSA Stuttgart wird in Zukunft Außenstelle des WSA Neckar Heidelberg.

Langfristig solle bei den Behörden die Zahl der Stellen von 12.000 auf unter 10.000 reduziert werden, teilte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) mit. Die Reform werde sozialverträglich umgesetzt. Wie viel vom Jahresetat von 1,8 Milliarden Euro für die Schifffahrtsverwaltung eingespart werden kann, ließ der Minister offen.

Betriebsräte und Gewerkschaft kritisieren die Pläne bereits seit längerem. Von "Kahlschlag" war die Rede. In einer Resolution hieß es weiter, alle Personalräte im Bereich Südwest seien "entsetzt", wie das Ministerium mit ihnen umgehe. Zusagen, die Personalräte in den Reformprozess einzubinden, seien bisher nicht eingehalten worden. Das Ministerium war den Befürchtungen immer wieder entgegen getreten.

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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne