Hamburg bekommt den höchsten Leuchtturm Europas

PANORAMA

Copyright Thunfish1967 Wolfgang Podding

Hamburg bekommt den höchsten Leuchtturm Europas

05. Dezember 2012 | 00:00 Uhr | Von mso
So groß werden die neuen Leuchtfeuer im Vergleich zu einem modernen Containerschiff. Foto: dpa

So groß werden die neuen Leuchtfeuer im Vergleich zu einem modernen Containerschiff. Foto: dpa

Hamburg. Im Hamburger Hafen bleibt kein Stein auf dem anderen. Hafencity, Elbvertiefung, Erweiterung des Containerterminals sind die derzeitigen Großprojekte, die auch das Hafen-Panorama einschneidend verändern werden. Nun entsteht in der Hansestadt auch noch der höchste Leuchtturm Europas. Das sehen zumindest weit fortgeschrittene Planungen vor. Direkt gegenüber vom malerischen Elbstrand in Övelgönne soll das knapp 100 Meter hohe Bauwerk in Waltershof entstehen, "als Teil der Westerweiterung des Eurogate-Containerterminals", bestätigte der Sprecher der Hamburg Port Authority, Alexander Schwertner. Im nächsten Jahr soll mit dem Bau begonnen werden. Die alten Leuchttürme in Finkenwerder müssen weichen, weil sich die Erweiterung bis zum Ufer, wo sie jetzt stehen, erstreckt. Es werden wieder zwei Türme werden, denn, anders als bei den normalen Leuchttürmen, die lediglich das Ufer anzeigen, handelt es sich hierbei um Richtfeuer. Sie sollen gerade den Riesenschiffen, die täglich in den Hamburger Hafen hineinfahren und ihn wieder verlassen, den Weg weisen. Die Schiffe orientieren sich an den Licht zeichen der beiden Leuchttürme. Wenn diese - Ober- und Unterfeuer genannt - eine Linie bilden, weiß der Schiffsführer, dass er den richtigen Kurs einschlägt. Das 76 Meter hohe, kleinere Unterfeuer soll künftig direkt an der Böschung entstehen, der neue Riesenturm weiter hinten im Landesinneren. Er soll über die Containerbrücken rüberleuchten. Die beiden Türme bilden dann das neue Richtfeuer. Schwertner spricht von einer akribischen Berechnung, die hierfür nötig ist. Durch die Höhe der Brücken von 20 Metern plus noch drei Metern Unterschied zwischen Ebbe und Flut, müsse das riesige Bauwerk diese Höhe erreichen. "Es ist geometrisch ein extrem steiler Winkel", dem das Richtfeuer Rechnung tragen müsse, so Schwertner. Ein Novum wird auch sein, dass die Türme schwarz-weiß gestreift und nicht rot-weiß, wie international üblich, sein werden. Auch das sei den Containerbrücken geschuldet, mit deren Farbe die neuen Richtfeuer nicht verwechselt werden sollen. Die Bauzeit der neuen Leuchttürme soll anderthalb Jahre betragen, der Beginn hängt aber noch mit dem zu erwartenden Planfeststellungsbeschluss zur Erweiterung des Eurogate-Containerterminals ab, der kommende Woche vorliegen soll. Man rechne hier aber eventuell mit Klagen und insofern auch einer Verzögerung. Nach ersten Schätzungen werden sich die Kosten der Türme auf rund zehn Millionen Euro belaufen. "Das ist eine Menge Geld. Bislang hat die HPA für mich noch nicht hinreichend erklärt, warum diese Türme im Hafen jetzt gebraucht werden", kritisiert Anjes Tjarks, hafenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion.  Norddeutsche Rundschau  
Das könnte Sie auch interessieren
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Täglicher Hafenbericht Hamburg, Schifffahrt News, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne