Neues Technikhaus für die Schleusen Bund investiert 1,4 Millionen Euro in die energetische Zentrale der Brunsbütteler Anla

„Dichtkrone“ über dem zukünftigen Betriebsgebäude des WSA auf der Südseite, Behörden-Leiterin Gesa Völkl mit (v. li.) Andreas Steinbrecher (Bauleiter, Firma Wieben), Niels Böge (WSA), Michael Stier (WSA), Ronald Voigt (Architekten-Contor Itzehoe), Hans-Peter Scheel (Oberbauleiter, Firma Wieben) und Ralf Otto aus dem Kieler Wirtschaftsministerium.
Foto: pöschus (2)
Das alte Technikgebäude auf der Schleuseninsel muss dem Bau der dritten großen Kammer weichen.
Neues Technikhaus für die Schleusen
Bund investiert 1,4 Millionen Euro in die energetische Zentrale der Brunsbütteler Anlage / Fertigstellung noch vor Weihnachten
Brunsbüttel
Das neue Technikgebäude des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) in Brunsbüttel sieht der Fertigstellung entgegen. Amtsleiterin Gesa Völkl wertet dies als wichtiges Signal, dass etwas geschieht beim Neubau der dritten großen Schleusenkammer. Denn der Bau, in den rund 1,4 Millionen Euro investiert werden, soll das alte Technikgebäude auf der Schleuseninsel ersetzen. Das muss weichen, weil es dem Durchstich für die neue Schleuse im Weg ist. Dabei, so Völkl gestern Nachmittag beim „Dichtfest“ – das Dach ist bereits fertig, so dass ein klassisches Richtfest nicht gefeiert werden konnte –, sei der Neubau mit 400 Quadratmetern Nutzfläche, die sich auf zwei Stockwerke und einen Keller verteilen, sogar kleiner als das alte Kraftwerk. Dennoch, so Architekt Michael Stier, biete der Neubau mehr Raum, als zunächst benötigt werde. Und, so der WSA-Mitarbeiter, sollte es irgendwann in der Zukunft doch zu eng werden, so bestehe die Option auf einen Anbau. Das mit rotem Backstein verkleidete Bauwerk mit seinem Pultdach fügt sich optisch in weitere Neubauten des Wasser- und Schifffahrtsamts ein. Das neue Werkstattgebäude auf der Nordseite auf dem WSA Betriebsgelände weist eine entsprechende Architektur auf. Und auch die beiden Torhäuser der neuen Großschleuse werden dieser Optik entsprechen. Im Betriebsgebäude läuft die Energieversorgung der Schleusenanlagen zusammen. Der Bau wird an das 20 000-Volt-Netz angeschlossen. Transformatoren sorgen für die Umwandlung des Stroms in Mittel- und Niederspannung. Ein Diesel-Notstromaggregat für 1600 Volt Spannung sichert den Schleusenbetrieb gegen Stromausfälle. Im Obergeschoss wird nach Fertigstellung die gesamte Schalt-Technik installiert. Deshalb auch, so Gesa Völkl, biete das Dichtfest die letzte Gelegenheit zum Blick in den Neubau. Denn die technischen Anlagen werden später nur noch WSA-Beschäftigten zugänglich sein. Der Technikbau steht außerhalb des Sicherheitszauns, der sich entlang der Schleusen zieht, und wird in einer besonderen Sicherheitsstufe errichtet. Unmittelbar daneben entsteht zeitgleich ein kleines Abbild des Hauses, die Schachtabdeckung über dem Zugang zum Mitteldüker, dem neuen Versorgungstunnel der Schleusenanlagen. Beide Bauten sind unterirdisch miteinander verbunden. Und, so Michael Stier, sie stehen auf historischem Grund. Denn an dieser Stelle war ursprünglich eine Festhalle für den Kaiser unmittelbar am Kanalufer gebaut worden. Genutzt, so Stier, wurde die Halle von Wilhelm II. aber nicht und daher später wieder abgerissen. Baubeginn für den neuen Technikbau, der auf 22 jeweils 26 Meter tief in den Boden reichenden Betonpfählen steht, war am 23. April, noch vor Weihnachten soll das Gebäude fertig gestellt sein. Im nächsten Jahr wird die gesamte Technik installiert. Dazu gehört auch ein Durchstich durch den Deich, um die beiden kleinen Schleusen in das Versorgungsnetz einzubinden.
Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne