Über die Toppen beflaggt: das neue Polizeistreifenboot Schwansen.

Foto: Schwarck (2)
Nach der Taufe (von links): Polizeidirektor Andreas Görs, Staatssekretär Bernd Küpperbusch, Erster Polizeihauptkommissar Dirk Benzmann und Taufpatin Sabine Mohrdieck.
 
Schwansen sorgt für Sicherheit auf See
Neues Streifenboot der Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel getauft / Einsatzgebiet umfasst Nord-Ostsee-Kanal und Elbe
Brunsbüttel
Sechs Fehlversuche hatte Sabine Mohrdieck, Ehefrau des Brunsbütteler Bürgermeisters Stefan Mohrdieck, das neue Streifenboot der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel auf den Namen Schwansen zu taufen. Als dann immer noch nicht die Flasche am Bug des neuen Polizeibootes zerschellt war, sorgte ein Polizeibeamter mit einem kräftigen Schlag auf die Reling dafür, dass der Sektkuss doch noch gelang. Schwansen gab es am Montagmorgen gleich im Doppelpack im Schleusen-Binnenhafen zu sehen. Hier hatte nicht nur der auf der finnischen Werft Marine Alu-Tech gebaute Neubau, sondern auch das 28 Jahre alte Vorgängerschiff selben Namens festgemacht. Es wurde mit der Taufe des Neubaus außer Betrieb gesetzt, was mit dem festlichen Flaggenwechsel vollzogen wurde. Die alte Schwansen soll verkauft werden. Das vom Ersten Polizeihauptkommissar Dirk Benzmann geführte Wasserschutzpolizeirevier Brunsbüttel zählt 40 Beamte. Von ihnen sind jeweils vier auf den Außendienststellen in Glückstadt und Rendsburg tätig. Sie alle freuen sich über das neue Schiff mit einem Aluminiumrumpf, das künftig auf dem Nord-Ostsee-Kanal und auf der Elbe eingesetzt werden soll. Das Schiff vom Typ Watercat 1200 ist 12,7 Meter lang und 3,4 Meter breit mit einem Tiefgang von einem Meter. Zwei jeweils 330 PS starke Volvo-Dieselmotoren machen die Schwansen 28 Knoten schnell, etwa 52 Stundenkilometer. Als Vertreter des Kieler Innenministers nannte Staatssekretär Bernd Küpperbusch die Taufe einen Schlusspunkt in einem 25-Millionen-Euro-Projekt zur Erneuerung der Polizeibootflotte. Damit seien mittlerweile zwölf neue Dienstboote beschafft worden. Die finnische Werft habe neben der jetzt in Dienst gestellten Schwansen im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung den Auftrag für weitere vier Polizeiboote erhalten. Dies sei, so der Staatssekretär, ein Zeichen dafür, wie wichtig die Landesregierung die optimale Ausstattung einer modernen und schlagkräftigen Wasserschutzpolizei nehme, die rund um die Uhr einsatzbereit sei. Bei über 100 000 Schiffsbewegungen pro Jahr und einem Hafenumschlag von zehn Millionen Tonnen im Elbe-, im Öl- und im Landeshafen sowie für die Freizeitjachten und die Berufsschifffahrt habe die Wasserschutzpolizei einen erheblichen Anteil an den sicheren Verkehrswegen und Häfen. Der Leiter der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein, Polizeidirektor Andreas Görs, teilte mit, dass landesweit neben der in diesem Jahr gebauten Schwansen, Habicht und Warder im kommenden Jahr noch zwei weitere Streifenboote folgen werden. Er sah darin ein deutliches Signal, dass die Landesregierung an der Einsatzstärke der Wasserschutzpolizei keine Abstriche machen wolle. Dienststellenleiter Dirk Benzmann sprach mit Blick auf die neue Schwansen von einem kleinen Boot, merkte aber an: „Klein, aber oho!“ Er bedauerte, dass die Planungen für ein neues Dienstgebäude seines Reviers inzwischen ins Stocken geraten seien, und befürchtete, dass der Bau nicht mehr bis zum Jahre 2015 stehen werde. Den Schlüssel, den ihm Andreas Görs gemeinsam mit der Dienstflagge übergeben hatte, sei vielleicht ein symbolisches Zeichen dafür, dass dieser Schlüssel Türen öffnen könne, um den Bau doch noch termingerecht gelingen zu lassen.
J. Schwarck Norddeutsche Rundschau
   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne