Hamburg hält Hafenschlick für unbedenklich

Weiterhin Streit um Hafenschlick mit Kiel

Hamburg baggert wieder

Freitag, 09. November 2012

Copyright Udo Magzig Vesseltracker Der Hopperbagger „Amazone“ beseitigt Hamburger Schlick.
Im Hamburger Hafen wird nach Informationen des Radiosenders NDR 90,3 nach monatelanger Pause von heute an wieder Schlick gebaggert. Damit verschaffe sich Hamburg im Streit mit Schleswig-Holstein um die Verklappung etwas Zeit, berichtete der Sender am Donnerstag. Mit einem Saugbagger soll dem Bericht zufolge Schlick vom Grund des Hafens geholt werden. Die Sedimente müssen jetzt allerdings auf Hamburger Gebiet - nämlich unweit der Insel Neßsand - verklappt werden. Schleswig-Holstein verweigert Hamburg die Zustimmung dazu, den Schlick in die Nordsee zu schaffen. Angeblich wegen des Streits um die Windmesse.

Absolut nicht akzeptabel"

Kieler Veto gegen Hamburgs Schlick-Pläne

Freitag, 17. August 2012Eine Verklappung von Schlick aus dem Hamburger Hafen in der Elbe will man in Schleswig-Holstein nicht einfach hinnehmen. „Wenn überhaupt eine solche Umlagerung in die schleswig-holsteinische Elbe infrage kommt, dann kann das 2012 nur eine Ausnahme sein“, betonte Landesumweltminister Robert Habeck jetzt in Kiel. Die Bedeutung des Hamburger Hafens sei unbestritten. Er pochte aber auf eine Kooperation auf Augenhöhe. Scharfe Töne kamen von dem schleswig-holsteinischen CDU-Bundestagsabgeordneten Rolf Koschorrek. Das Vorhaben sei „absolut nicht akzeptabel“. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".
Hamburg/Kiel
Hamburg dringt auf die Verklappung von Hafenschlick vor St. Margarethen bei Brunsbüttel. „Es gibt für uns keine echte Alternative“, hieß es gestern aus der Hafenverwaltung HPA. Wie berichtet, möchte die HPA noch im August 600 000 Kubikmeter Schlick vor allem aus dem Köhlbrand ausbaggern und in der Elbe bei St. Margarethen nahe Brunsbüttel deponieren. Der Kieler Umweltminister Robert Habeck (Grüne) zögert: „Wenn überhaupt kann es dieses Jahr nur eine Ausnahme sein.“ Er verweist auf giftige Schwermetalle in den Sedimenten. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) bekräftigte gestern unserer Zeitung das Interesse der Metropole an einer baldigen Deponierung vor Brunsbüttel. Er sei zuversichtlich, die Bedenken Schleswig-Holsteins ausräumen zu können. Den Vorwurf, belastete Sedimente ausbringen zu wollen, weist die HPA derweil entschieden zurück. „Es handelt sich nicht um alten Hafenschlick, sondern um Material, das sich gerade erst abgelagert hat“, sagte HPA-Sprecher Alexander Schwertner. Ein Umschichten innerhalb der Elbe sei unbedenklich und werde von Hamburg in seinen Stadtgrenzen auch praktiziert. Im Sommer dürfe die Stadt ihre Lagerstätten allerdings nicht nutzen. Bisher hatte Hamburg Hafenschlick im Sommer in der Deutschen Bucht vor Helgoland verklappt. Der entsprechende Vertrag war im vorigen Jahr nicht verlängert worden. Die HPA hat sich daher an die Wasser- und Schifffahrtsdirektion des Bundes (WSD) in Kiel gewandt und um die Nutzung des bundeseigenen Deponiegebiets vor St. Margarethen gebeten. Schwertner: „Die WSD hat nichts dagegen.“ Tatsächlich versenkt die WSD an der Stelle Jahr für Jahr mehrere Millionen Kubikmeter Elbschlick, den sie zwischen Hamburger Landesgrenze und der Flussmündung ausbaggert. Das Thema setzt Hamburg erheblich unter Druck. Wegen eines besonders geringen Wasserdurchlaufs von der Oberelbe in diesem Sommer haben sich im Köhlbrand deutlich größere Mengen Sediment abgelagert als üblich. Wird die Zufahrt zum Terminal Altenwerder nicht in den nächsten Wochen freigebaggert, muss diese für Containerriesen mit großem Tiefgang gesperrt werden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für Ditmarschen und Steinburg, Rolf Koschorrek, verlangte dagegen von der Kieler Landesregierung, den Wunsch Hamburgs zurückzuweisen: „Es ist keine Lösung, den Schlamm einfach ein Stück weiter flussabwärts bei uns zu entsorgen“, sagte er unserer Zeitung. Bereits 2008 habe der damalige CDU-Umweltminister Christian von Boetticher dem Hamburger Senat deutlich gemacht, dass eine Verklappung von Schlick in Schleswig-Holstein letztmalig 2011 vor Helgoland erfolgen dürfe. „Ich fordere die Landesregierung auf, sich an die Beschlüsse zu halten und einen entsprechenden Antrag Hamburgs abzulehnen.“
mlo/bg Norddeutsche Rundschau
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne