HUSUMER NACHRICHTEN Keine Angst vor Technik

Stirbt mit der WSV auch der schöne Beruf des Wasserbauers ? --- Petition unterschreiben und für Mitzeichnung werben !
http://www.nok21.de/2012/11/04/rettet-die-wsv-pedition-bundestag-bitte-mit-unterzeichnen/
Handwerklich muss er später ein "Allrounder" sein:  der junge Arne Voß. Foto: vb

Handwerklich muss er später ein "Allrounder" sein: der junge Arne Voß. Foto: vb

Ein Job als Wasserbauer erfordert nicht nur Fitness und Lust an der Arbeit mit den Händen
Schleusenanker Nordfriesland. "Was macht denn ein Wasserbauer?" Diese Frage hört Arne Voß öfter, wenn es um seinen künftigen Beruf geht. Seine Antwort: Sich um alles kümmern, was mit Wasserstraßen zu tun hat. Der Anfang 20-Jährige lernt seit zwei Jahren beim Wasser- und Schifffahrtsamt am Stützpunkt in Friedrichstadt. "Die Tätigkeit ist sehr vielfältig. Ich lerne viele verschiedene Bereiche kennen", erzählt er begeistert. Wasserbauer sind handwerkliche "Allrounder" und decken gleich mehrere Berufsgruppen - wie Klempner, Tischler und Techniker - ab. Vom ersten Tag an arbeiten die "Azubis" tatkräftig mit. Es müssen "Buschkisten" für die Ufersicherung gebaut, Pegelstände gemessen oder Fahrrinnen gekennzeichnet werden. Im Winter, wenn die Wasserstände in der Regel höher ausfallen, gilt das wachsame Auge der Fachleute Ästen, die ins Fahrwasser fallen und den Schiffsverkehr behindern könnten - diese werden entfernt. Am besten findet der Meldorfer, dass er im Freien arbeitet und nicht den ganzen Tag im Büro sitzt. "Die frische Luft hält fit. Ich bin kaum krank." Spannend findet Arne Voß Fahrten an die dänische Grenze oder zur Schleusenanlage nach Brunsbüttel. Dabei lernt der Nachwuchs Bereiche kennen, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. "Einmal haben wir eine überflüssige Grenzbake entfernt." Neben der praktischen Arbeit drückt Arne Voß die Schulbank. Dann geht es für vier bis sechs Wochen zum Blockunterricht nach Kleinmachnow. Praxisnahe Projekte ergänzen die Lerneinheiten. Das Internatsleben gefällt dem Nachwuchs bestens. "Wie bei Mutti" werden die jungen Leute mit Vollpension verpflegt. Die Anforderungen an die jungen Männer und Frauen sind deutlich gestiegen. Nicht nur in Mathematik, Physik und Wirtschaftskunde müssen die angehenden Wasserbauer fit sein. Ausbildungsleiter und Wasserbaumeister Andreas Jacobs: "Auch das Schwimmabzeichen in Bronze sowie körperliche Belastbarkeit sind 'Pflicht'." Im nächsten Sommer steht für Arne Voß die Facharbeiterprüfung an. Und dann? Voß möchte gerne beim Wasser- und Schifffahrtsamt bleiben. Im Notfall würde er aber auch umziehen. "Wir müssen eben flexibel sein." Die Ausbildung ermöglicht ihm, überall zu arbeiten. Kanäle, Flüsse und Seen gibt es schließlich nicht nur in Schleswig-Holstein.
in Abstimmung mit Norddeutscher Rundschau Rolf Pöschuse Hennig Baethge
Zumindest stirbt er so langsam in der WSV aus! Stellenabbau und der geplante Wechsel von der Ausführungs - zur Gewährleistungs-verwaltung beschleunigen das Sterben. Seit Jahren bilden wir über Bedarf aus, für ein Jahr werden ausgelernte Wasserbauer gerade noch weiterbeschäftigt und dann....dann sind sie raus. Gerade diese Wasserbauer sind die Allrounder, die eierlegenden Wollmilchsäue der WSV, die viele Berufe in einem vereinen und deswegen viel viel Geld dem Steuerzahler sparen. Jetzt schon sind Kolonnen unterbesetzt weil nicht nachbesetzt wird, stattdessen kaufen wir uns teure Firmen von draußen ein, für jede Arbeit, die zu erledigen ist extra, weil der Malerbetrieb keine Holzarbeiten macht, oder der Lohnuntenehmer, der unsere Rasenflächen mäht keine Pflasterarbeiten kann. Alles muss gesondert ausgeschrieben, vergeben, kontrolliert, abgenommen und bezahlt werden, ein Wahnsinn an Verwaltung und Kosten. Der Wasserbauer kann all dieses und noch vieles mehr, doch es ist anscheinend nicht gewollt, dass die Bundeshaushaltsordnung ernst genommen wird. Wasserbauer der WSV vereinigt Euch! - und kämpft mit Eurer Mitzeichnung oder Unterschrift gegen diese verkehrte Reform. Torsten Pöschl - Wasserbauer und Wasserbaumeister
vor 12 Stunden ·
http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1051793/
Sonntag, 4. November 2012
Heike Hahn 03.11.2012 07:55 Uhr Red. Bad Freienwalde, freienwalde-red@moz.de

Baustellen auf der Oder

Zollbrücke (MOZ) Trotz nahendem Winter sprießen derzeit allerorten Baustellen aus dem Boden. Aber nicht nur mit festem Grund unter den Rädern und Füßen wird gearbeitet, sondern auch im kühlen Nass der Dauerbaustelle Oder.

  Mitarbeiter der WSA-Außenstelle Frankfurt arbeiten bei Groß Neuendorf an den Fundamenten der Buhnen.

Derzeit ist es nicht einfach, jemanden beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Eberswalde (WSA) oder in seinen Außenstellen zu erreichen. Die letzte Pressemitteilung auf der Internetseite des WSA stammt vom Juli diesen Jahres.

Die Baustellen scheinen zu zahlreich, als dass jemand am Telefon auf Anfragen warten könnte. Möglicherweise spielt auch eine ganz andere Problemlage als die an der Oder eine Rolle. Im WSA in Eberswalde herrscht Kampfstimmung. Personalrat Michael Reckzeh äußerte in der Eberswalder Lokalausgabe der Märkischen Oderzeitung die Befürchtung, dass 2000 Stellen wegfallen könnten. Eine angedachte Reform des Amtes sieht nämlich vor, die Instandhaltung der Wasserstraßen an privatwirtschaftliche Anbieter zu vergeben.

Bis es so weit ist, bleibt noch viel praktische Arbeit zu tun - so etwa an den Buhnen. Sie ragen quer zum Strom in den Fluss hinein und bilden eine Art Damm. Mancher Angler nutzt sie, um näher an die tiefen Stellen der Oder zu gelangen. Doch ursprünglich dienen die seit dem Jahr 1717 errichteten Wälle dem Hochwasserschutz und der Schifffahrt.

In Zollbrücke ist derzeit die Außenstelle der WSA Hohensaaten damit beschäftigt, die Buhnen zu erneuern. "Die Maßnahme ist erforderlich, weil die Buhnen durch Hochwasserereignisse und den Eisgang der Oder in den vergangenen Jahren erheblich beschädigt wurden", teilt der Leiter des WSA Eberswalde, Hans-Jürgen Heymann, mit. Die Wirksamkeit der Buhnen werde nun wieder hergestellt, indem Schüttsteine in den Buhnenkörper gefüllt werden.

Auch bei Groß Neuendorf sind die Buhnenbauer unterwegs. Dort sind die Arbeiter vom Außenbezirk Frankfurt (Oder) mit der sogenannten Vorlagensanierung beschäftigt. Diese Vorlagen seien "praktisch das Fundament" der Buhne und unterliegen wegen der Strömung ständigen Belastungen. "Diese führt zu Auskolkungen, also Ausspülungen und Bildung tiefer Löcher in der Flusssohle", erklärt Heymann.

Sind die Vorlagen zerstört, würde der Buhnenkörper nachsacken und ebenfalls kaputt gehen. Dass die innere Ordnung des WSA demnächst aufgebrochen und so Arbeitsstellen verloren gehen, bezweifelt dagegen WSA-Leiter Heymann. Seiner Auffassung nach bräuchten sich die Mitarbeiter nicht zu sorgen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt sei hinsichtlich Ausbildung und Ausrüstung ein Vorreiter in der Region. Wettbewerber könnten da nicht mithalten.

   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne