Erster Großauftrag vergeben: Mole 2 wird ab September um 50 Meter verlängert/Baggerarbeiten für 5. Kammer beginnen 2013

Wird ab September deutlich verlängert: die Mole 2. Das Leuchtfeuer wird durch ein Provisorium ersetzt.
Vorarbeiten für Schleusenneubau
Der Bau der dritten großen Schleuse – jetzt soll es losgehen. Fast ein Jahr, nachdem in Brunsbüttel der Kampf um die Finanzierung des 300-Millionen-Vorhabens durch das Bundesverkehrsministerium auf Touren kam und 50 Jahre, nachdem der damalige Bundesverkehrsminister Dr. Hans-Christoph Seebohm (CDU) einen Neubau gefordert hatte. Am 6. September solle mit der geplanten Verlängerung der Mole 2 begonnen werden, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) gestern mit. „Nachdem zahlreiche vorbereitende Maßnahmen für den Bau der fünfte Schleusenkammer weitestgehend abgeschlossen sind, beginnt mit den Arbeiten zur Verlängerung der Mole 2 die erste Großmaßnahme für den Bau der Schleusenkammer“, erklärte WSA-Sprecher Thomas Fischer. Das sei doch eine gute Nachricht, freute er sich über den Startschuss für das Projekt. Rund 7,3 Millionen Euro wird in die neue Mole investiert, die um 50 Meter verlängert werden soll. Bis zum Herbst 2013 werden die Arbeiten dauern. „Dann“, so Fischer, „kann anschließend mit den Baggerarbeiten für die fünfte Schleusenkammer und die Zufahrt begonnen werden.“ Zunächst wird der jetzige Molenkopf abgebaut, der übrige Teil der Mole wird mit einer Querwand gesichert. Das Leuchtfeuer wird ebenfalls demontiert und eingelagert. Später soll es für die heutige Mole 4 verwendet werden, die seit einer Havarie schwer beschädigt ist. Um die Sicherheit der Schifffahrt nicht zu gefährden, wird an der Mole 2 ein Ersatzleuchtfeuer installiert. Dafür entsteht ein neuer Molenkopf als Plattform. Anschließend ist vorgesehen, mit einer Spezialspundwand die Verbindung zur vorhandenen Mole herzustellen. Darauf wird dann ein Steg montiert. Der neue Molenkopf wird durch Dalben gegen Kollisionen mit Schiffen geschützt. Die gesamte Verlängerung ist notwendige Voraussetzung für den anschließenden Durchstich der Mittelinsel für die neue Schleusenkammer. Die wird 360 Meter lang, 46 Meter breit und 14 Meter tief sein. Die Molenverlängerung liefert den Raum für den so genannten Vorhafen. Die Arbeiten daran werden vom Wasser aus erfolgen. Entsprechende Großgeräte, so Fischer, „werden von einer eigens hierfür in der Elbe errichteten Plattform operieren“. Für die Gründung und die Verankerungen müssen bis zu 40 Meter lange Pfähle in den Boden gerammt werden.
Den Zuschlag für diese Aufgabe bekamen die Firmen F+Z aus Hamburg sowie Heinrich Hirdes aus Rostock. Sie haben sich zur Bietergemeinschaft „Teilmaßnahme Verlängerung Mole 2“ zusammengeschlossen.
Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau
 
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne