Brackmann (CDU): Aus für das Schifffahrtsamt abgewendet Unionspolitiker berichtet aus dem Haushaltsausschuss.

Anmerk. Btr. . HP:
Nicht nur Wahlkampf für die CDU CSU FDP machen, sondern den Ankündigungen reale Taten in angemessener Zeit folgen lass , Baubeginn 9/2013 5. Schleuse in Brunsbüttel ist angesichts der maroden Schleusen in Brunsbüttel /Kiel
( Holzkufen !!!) Makulatur. immer poitiv denken Bsp. siehe Saar unten

25 Jahre Großschiff-Fahrt

08. Oktober 2012
Wasser- und Schifffahrtsamt feiert am 28. Oktober
DILLINGEN Das Wasser- und Schifffahrtsamt Saarbrücken feiert am Sonntag, 28. Oktober, das Jubiläum 25 Jahre Großschiff-Fahrt auf der Saar. Aus diesem Anlass findet im Außenbezirk des Wasser- und Schifffahrtsamts Dillingen ein Tag der offenen Tür statt. Von 13 Uhr bis 18 Uhr werden die vielfältigen Aufgaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes dargestellt und ein interessantes Programm geboten: Dazu gehören Fahrten mit verwaltungseigenen Schiffen, Schleusenbesichtigungen, Informationen rund um die Schifffahrt auf der Saar, Ausbildungsmöglichkeiten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und das Kinderprogramm Weitere Teilnehmer sind der Hafen Dillingen mit einer Ausstellung, die Wasserschutzpolizei mit ihrem Boot, der Modellbauclub Dillingen mit ganz besonderen Schiffen, der Fischereiverband des Saarlandes mit dem Treidelschiff „Anna Leonie“ und die Saarwasserkraftwerke mit einer Führung durch das Kraftwerk. red./am
Wir reden uns die Köpfe heiß über die heutigen Ämter, Generaldirektion, neuen Revierämtern und über die Auflösung der WSDen und künftigen Außenstellen. Wir werden von unseren Lieblingspolitikern und den Köpfen der Verwaltung vertröstet, uns wird vor der Bundestagswahl Hoffnung gemacht, uns wird der Erhalt der Außenbezirke und Bauhöfe zugesichert.Was sollen wir von all dem Geschwätz halten? Sind wir getröstet und ruhiggestellt? Sind wir so naiv den Zusicherungen zu Glauben?
Wird sich nach einem möglichen Regierungswechsel wirklich etwas an den Planungen und den bereits vollzogenen Umsetzungen ändern?Wer plant seit Jahren die Reform? Wer hat das Kernaufgabenpapier von 2003 dem Jahr 2012 angepasst? Wer untersuchte die Außenbezirke und Bauhöfe? Wer erarbeitet die Vorschläge zur Umsetzung der neuen WSV? Wer setzt diese seit Jahren erarbeiteten Ideen bereits um? Wer schafft die Tatsachen mit konkretem Zeitplan und hält strikt daran fest? Wer erarbeitet den neuen Aufgabenkatalog? Wer definiert die vergabefähigen Aufgaben und legt für alle verbleibenden Ämter die Vergabe fest? Wer legt fest, welche Aufgaben die WSV künftig weiterhin in Eigenregie erledigt? Wer ignoriert die Forderungen des Bundesrechnungshofes? Wer ignorierte den HPR und ver.di?Wer hat angekündigt den für die meisten unserer KollegInnen so lebenswichtigen neuen Vergabekatalog erst nach der Bundestagswahl 2013 zu veröffentlichen?Ein Fragenkatalog, der sich noch um einiges erweitern lässt..
Die Bauhöfe und sogenannten Außenbezirke der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) sollen im Rahmen der anstehenden Verwaltungsreform erhalten bleiben. Dies wurde jetzt aus dem Bundesverkehrsministerium auf Nachfrage der Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms klargestellt. "Es ist mir unverständlich, warum dieses sehr wichtige Detail bisher nicht klar und deutlich gesagt wurde", wundert sich Valerie Wilms. Sowohl für die Beschäftigten als auchfür die Nutzer der Wasserstraßen sei es sehr entscheidend, dass auch zukünftig wichtige Arbeiten direkt vor Ort erledigt werden können. Vielfach sei Wilms mit der Sorge von Beschäftigten und Kommunen konfrontiert worden, die befürchten, dass wichtige Arbeiten an Kanälen oder Flüss
en nicht mehr direkt erledigt werden können. Die Reform der WSV geht für Wilms nur zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit Juli lägen nun bereits Reformpläne des Verkehrsministeriums auf dem Tisch. Doch die Bundesregierung komme nur scheibchenweise mit Details ans Licht. So sind die konkreten Punkte zur Reform unnötig lange nicht kommuniziert worden: Welche genauen Zuständigkeiten und Zuschnitte der Ämter wird es geben, welche Ämter werden erhalten bleiben, wie wird die Schnittstellenplanung gewährleistet, gibt es ein Change-Management? Erst auf Nachfrage werden Details nach und nach bekannt gegeben. Eine Beteiligung der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit fehlt bislang fast völlig. Die Reform der WSV soll keine Reform "im stillen Kämmerlein" werden. Sie muss schließlich von den vielen fachkundigen Mitarbeitern vor Ort umgesetzt werden. Damit die Reform gelingt, benötigen diese zwingend die Unterstützung des Ministeriums. "Ich warne daher die Bundesregierung: Sie muss nun sämtliche Fragen der Reform offenlegen, sonst bleibt die Reform nur auf dem Papier. Wir wollen eine Reform, die das System Wasserstraße voranbringt, die Vorgaben von Haushaltsausschuss und Bundesrechnungshof erfüllt - und von den Beschäftigten mitgetragen wird," so Wilms.
www.valerie-wilms.de
Die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung steht an. Ein erstes Konzept liegt vor, doch warnt Valerie Wilms die Bundesregierung vor einer Reform "im stillen Kämmerlein". Die Mitarbeiter vor Ort und die Öffentlichkeit dürfen nicht häppchenweise informiert werden. Ein wichtiger Punkt ist dabei …
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http://www.ln-online.de/lokales/lauenburg/3569470/brackmann-cdu-aus-fuer-das-schifffahrtsamt-abgewendet   Unionspolitiker berichtet aus dem Haushaltsausschuss. Das befürchtete Aus für das Lauenburger Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) ist nach Angaben des Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann (CDU) zunächst abgewendet. Wie der Unionspolitiker gestern aus Berlin berichtete, soll für das WSA eine Kosten- und Leistungsrechnung eingeführt werden, bevor es zu Veränderungen komme. „Das eröffnet neue Chancen für das Amt in Lauenburg, das nun die Möglichkeit erhält, seine eigene Effizienz zu demonstrieren und so den Erhalt zu sichern“, heißt es in einer Mitteilung des Abgeordneten aus Lauenburg. Der Haushaltsausschuss des Bundestages habe auf Antrag der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP beschlossen, die Strukturen der Wasser- und Schifffahrtsämter „insbesondere unter dem Aspekt der Notwendigkeit der Trennung von Verkehr und Infrastruktur zu überprüfen“. Damit sei dieser Teil der Reform zunächst gestoppt, kommentierte Brackmann die Entscheidung: „Damit haben die WSA es dann ein Stück weit selbst in der Hand, ihre wirtschaftliche Tätigkeit darzustellen und einer eventuellen Degradierung oder Schließung entgegenzuwirken“, heißt es in der Mitteilung des Bundestagsabgeordneten https://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=2&DEST=https%3A%2F%2Fwww.gmxattachments.net%2Fde%2Fcgi%2Fg.fcgi%2Fmail%2Fprint%2Fattachment%3Fmid%3Dbabgebc.1349195768.31470.zyzxp4r5cx.75%26uid%3DMjkzOIwmR2FzZ9FdKmBgyBgzMHjaad0H
Ausgabe 63, 24.-28. September 2012 Bericht aus dem BundestagWeltschifffahrtstag ehrt Seeleute Als Exportnation ist Deutschland existenziell auf den Seeverkehr angewiesen. 90 Prozent der Im- und Exporte werden in deutschen Häfen umgeschlagen. Torsten Staffeldt sagt anlässlich des Weltschifffahrtstages am 27. September: "Seeleute sind die Zahnräder im Getriebe der Weltwirtschaft. Ohne das Know-how in der Seeschifffahrt würden wir alle sprichwörtlich baden gehen. Deshalb ehrt der Weltschifffahrtstag auch jene Menschen, die in der maritimen Wirtschaft, insbesondere auf Schiffen ihren Dienst tun. Ohne Schifffahrt gäbe es keine globalisierte Wirtschaft." Initiiert hat den jährlich wiederkehrenden "World Maritime Day" die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO). Gefeiert wurde er erstmals 1978.
Quo vadis Finanzierung der Wasserstraßen Erhebliche Veränderungen am Standort durch Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Die Finanzierung der Verkehrswege ist für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur entscheidend. Die Auswirkungen der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist noch nicht klar absehbar. Der Deutsche Nautische Verein von 1868 e.V. lud am 25. September zum Nautischen Parlamentarischen Abend, um Licht in die Diskussion zur Verkehrsfinanzierung zu bringen. Thema der Veranstaltung im Erich-Klausner-Saal des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Berlin war die Finanzierung der Verkehrswege und des Schifffahrtsstandorts Deutschland. Repräsentanten von CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP, darunter der Bremer Abgeordnete Torsten Staffeldt, saßen auf dem Podium. Sie nahmen zum Themenkomplex Wasserstraßen Stellung und beantworteten die Fragen der Gäste aus dem Plenum. Staffeldt betonte, dass See- und Binnenschiffe Haupttransportmittel für die Exportnation Deutschland sind und dass die Finanzierung von Wasserstraßen eine dringend notwendige Aufgabe bleibt. Nur so könne die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft insgesamt auf einem sicheren Fundament stehen. Grußworte hielten der Vorsitzende des Deutschen Nautischen Vereins von 1868 e.V., Frank Wessels, sowie Staatssekretär Enak Ferlemann. Fazit der Diskussion: Das weiter steigende Ladungsaufkommen in den See- und Binnenhäfen erfordert eine leistungsfähige Infrastruktur. "Die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Zukunft werden wir bewältigten müssen. Ohne zusätzliches Geld ist dies nicht möglich", so Staffeldt.. Diskussion um Flaggenrechtgesetzänderung Am 28. September wurde der Entwurf zur Änderung des Flaggenrechtsgesetzes in den Bundestag eingebracht. Das Maritime Bündnis als Basis der Partnerschaft zwischen Reedern, Gewerkschaft und Politik wird damit auf ein tragfähiges Fundament gestellt. Torsten Staffeldt stimmt dem Gesetzesentwurf jedoch in erster Lesung nur unter ausdrücklichen Bedingungen zu. "Leider sind im Entwurf Formulierungen enthalten, die über den vereinbarten Konsens hinausgehen. Dies betrifft insbesondere § 7 Abs. (5), in dem die Höhe eines Ablösebetrages definiert wird und § 24 Abs. (1) der das Verbot einer Ausflaggungsgenehmigung ab dem 1. Januar 2018 vorsieht. Die in den jeweiligen Paragraphen beabsichtigten Regelungen werden von mir unterstützt. Im Falle des § 7 ist die Höhe des Ablösebetrages allerdings nicht nachvollziehbar. Und statt des Verbots der Ausflaggung in § 24 könnte eine Befristungsregelung zur Evaluierung gesamtwirtschaftlicher Interessen eingefügt werden." Daneben gibt es von weiteren Parlamentariern und Staffeldt Änderungswünsche. Diese müssen im parlamentarischen Verfahren in den Gesetzesentwurf eingebracht werden, so der Konsens unter den Fachpolitikern der christlich-liberalen Regierungskoalition.
auf dem weg zum wasser- und schifffahrtsamt in lauenburg. setze mich mit spd landtagsabgeordneten olaf schulze für den erhalt ein.

endlich mal ein Bundestagabgeordneter hier Johannes Kahrs SPD Hamburg Mitte, der sich wirklich für uns seit Jahren einsetzt.

Wasserbauschule wird nicht geschlossen

Kleinmachnow - Die Wasserbauschule (BBiZ) in Kleinmachnow wird auch nach der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) nicht geschlossen. Das teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Cornelia Behm (Bündnis 90/Die Grünen) mit. Die Befürworter des Wasserstraßenausbaus hatten im Rahmen ihrer jüngsten Protestfahrt erklärt, die Zukunft der Wasserbauschule sei infrage gestellt (PNN berichteten). Dieses Gerücht sei nun widerlegt, erklärte Behm. Die Bundesregierung prüfe im Rahmen der Reform lediglich die organisatorische Anbindung des BBiZ. Gut ausgebildete Wasserbauer würden in Deutschland dauerhaft gebraucht, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete.ldg

Stadt Koblenz stellt sich hinter Wasser- und Schifffahrtsamt

Koblenz - Die Koblenzer Politik stellt sich geschlossen hinter das Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz. Bei der Stadtratssitzung am Donnerstag haben alle Fraktionen einstimmig beschlossen, dass sich die Stadt mit allen Mitteln für den Erhalt des Standorts Koblenz einsetzen soll.
Sascha Ditscher
Das Bundesverkehrsministerium plant, das Amt im Jahr 2014 in eine bloße Außenstelle des deutlich kleineren Trierer Amts umzuwandeln und 2020 komplett aufzulösen. "Es ist ein seltsames Phänomen, dass ein großer Standort einem deutlich kleineren angegliedert werden soll", sagt Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig. Für ihn ist der Plan von ähnlichem Gewicht wie das Vorhaben, das Oberlandesgericht Koblenz zu schließen: "Der Bund hat viele Millionen in die Hand genommen, um den Standort nun infrage zu stellen", verweist er auf die Investitionen in den vergangenen Jahren in das WSA Koblenz, das eines der größten in Deutschland ist. Der Stadtrat appelliert an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und die zuständigen politischen Gremien des Bundes, "den bisherigen Entwurf zur Strukturreform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Bezug auf seine Konsequenzen für das Koblenzer Wasser- und Schifffahrtsamt auf seine Zweckmäßigkeit, Sachdienlichkeit und tatsächlichen Einsparpotenziale hin zu überprüfen" - und genau diese Punkte bezweifelt die Stadt. "Nachvollziehbar ist die Schließung nur dann, wenn nachweislich beträchtliche Einspareffekte erzielt werden", sagt Angela Keul-Göbel (BIZ). Dem Rat müssten dringend die entsprechenden Zahlen vorgelegt werden. David Langner (SPD) erinnerte daran, dass nicht nur 450 Mitarbeiter des WSA Koblenz betroffen sind, sondern durch ihre Familien noch viel mehr Personen. Anne Schumann-Dreyer (CDU) wies auch noch einmal auf die Strukturreform der Steuerverwaltung, bei der ebenfalls rund 140 Stellen in Koblenz betroffen sind: "Wir müssen darum kämpfen, dass wir Oberzentrum bleiben." Der OB betonte hingegen, dass die WSA-Pläne nicht mit anderen Strukturreformen wie der Steuerverwaltung verquickt werden dürften: Die Stadt dürfe sich nicht vorwerfen lassen, dass sie automatisch jede Reform von Land und Bund abschmettert, die Koblenz betrifft: "Das wäre Kirchturmpolitik." Im Fall des WSA ist die Stadt aber klar in ihrer Ablehnung. Die Stadtspitze will den Ratsbeschluss nun an den Verkehrsminister zuleiten. Ein Vorschlag ist, dass eine unabhängige Kommission beauftragt werden sollte, die Reformpläne zu überprüfen. Die heimischen Bundestagsabgeordneten will die Stadt einbeziehen, damit sich auch diese in Berlin für den Standort starkmachen können. Und an die Landesregierung soll die Bitte gehen, das WSA Koblenz zu unterstützen und im Bundesrat zu intervenieren.
Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung war am selben Tag auch im Landtag Thema: CDU, SPD und Grüne hatten einen gemeinsamen Antrag gestellt und die Landesregierung aufgefordert, sich für die rheinland-pfälzischen Ämter einzusetzen. Der Bund soll angehalten werden, auf einen sozialverträglichen Behördenumbau zu achten und diesen im Dialog mit den Mitarbeitern umzusetzen. Für den Koblenzer Abgeordneten Andreas Biebricher (CDU) ist dieser Antrag "ein wichtiges Signal, dass sich der gesamte Landtag einmütig für den Erhalt der rheinland-pfälzischen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung starkmacht". Er befürwortet zwar grundsätzlich eine Reform, befürchtet aber eine Verkomplizierung der Abläufe. "Kompetenzen, die bisher in einer Hand lagen, sollen künftig auf mehrere Stellen verteilt und von Bonn aus koordiniert werden", sagt er im Landtag. Verheerend könne dies vor allem dann sein, wenn in der Not Eile geboten ist, etwa bei Havarien. Außerdem warnte Biebricher vor den Konsequenzen für die zahlreichen Mitarbeiter. Den Standort Koblenz hob er als besonders groß, zentral und gut ausgestattet hervor: "Nicht nur für die Betroffenen ist es schwer einzusehen, warum man dies alles nun aufgeben sollte." Stephanie Mersmann
http://www.mt-online.de/start/top_news_rotation/7087472_Mittellandkanal_nicht_mehr_dabei.html
Mittellandkanal nicht mehr dabei
Erhebliche Veränderungen am Standort durch Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
VON STEFAN KOCH
Die Gewerkschaft Verdi befürchtet einen Zuwachs an Verwaltungsaufwand.
Mit der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland kommen auch auf das WSA in Minden Veränderungen zu. | MT-Foto: Manfred Otto
Die geplante Auflösung der Wasser- und Schifffahrtsdirektionen in Kiel, Hannover, Aurich, Magdeburg, Münster, Mainz und Würzburg geht voran. Wie das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag mitteilte, sicherten der Verkehrs- und der Haushaltsausschuss des Bundestags dem Projekt am Vortag mehrheitlich ihre Unterstützung zu. Das notwendige Gesetz solle noch in dieser Legislaturperiode vom Parlament verabschiedet werden.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will die sieben Direktionen bis zum Jahr 2020 schrittweise auflösen und deren Aufgaben in Bonn bei einer neuen Generaldirektion bündeln. Schon Anfang kommenden Jahres nimmt diese Behörde ihre Arbeit auf. Nachdem das Verkehrsministerium den Nutzen seiner Wasserstraßen neu bewertet hatte - die Weser stromauf erhielt bereits ab Minden eine niedrigere Priorität - passt es die Struktur der Behörden daran an. So soll ihre Zahl von derzeit 53 auf 34 sinken. Sie werden in sogenannten Revier- sowie Wasser- und Schifffahrtsämtern (WSA) weitergeführt. Wie ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums auf MT-Anfrage erklärte, werde nach der Reform das WSA Minden lediglich für Betrieb und Unterhaltung der Weser zuständig sein. Aufgaben der Außenstellen Verden und Hann. Münden würden dazu schrittweise an die Behörde am Wasserstraßenkreuz übertragen. Die bisherigen Aufgaben für den Mittellandkanal fielen allerdings den Standorten Uelzen und Rheine zu. Lediglich als Revieramt werde Minden weiterhin Zuständigkeiten für den Mittellandkanal wahrnehmen, teilte das Ministerium mit. Hier lägen die Aufgabe in der Verkehrsordnung, den Geodiensten, dem Liegenschaftswesen oder Schifffahrtsangelegenheiten. Inwieweit die Ausbildungswerkstatt der Mindener Wasser- und Schifffahrtsverwaltung von der Reform betroffen ist, wurde nicht mitgeteilt. Allerdings berichteten Medien darüber, dass in Minden ein neues Ausbildungszentrum entstehen werde - die bisherigen Plätze aus Hoya und Nienburg würden dazu verlagert. Zu einer Stellungnahme zu den Planungen waren weder die Leitungen des WSA Minden noch die vorgesetzte Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Hannover bereit.
Verdi befürchtet Verschlimmbesserung
Die Verdi-Vertrauensleute des WSA Minden sehen eine Modernisierung ihres Verwaltungsbereichs als erforderlich an, das aktuelle Reformvorhaben betrachten sie jedoch als eine Verschlimmbesserung. Aufgeteilte Zuständigkeiten würden Verfahrensabläufe bei Bau und Unterhaltung komplizierter machen. Lange Reisewege für das Personal, Verlust des behördeneigenen Fachwissens durch Fremdvergaben und langsame Reaktionszeiten bei Störungsbeseitigungen der Nachrichtentechnik könnten die Folge sein. Im Fall von Schiffshavarien seien zukünftig Behörden in Rheine, Minden und Braunschweig gleichzeitig beteiligt. Firmen, Kommunen und andere Behörden müssten bei der Suche nach Ansprechpartnern mit mehren Stellen die Zuständigkeiten klären. Und: Verdi befürchtet Stellenabbau. Für die Verwaltung der Bundeswasserstraßen stehen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung derzeit 12000 Stellen zur Verfügung. Die regionale Präsenz soll sich zukünftig an der neuen Netzstruktur orientieren. Zu den Personalplanungen in Minden gibt es derzeit keine Aussagen. Bereits im Juni, als das Konzept vorgestellt wurde, hieß es, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Ämter an weniger bedeutsamen Wasserstraßen würden aber zu Wasserwegen mit hoher Transportfunktion verschoben.
Dokumenten Information Copyright © Mindener Tageblatt 2012 Dokument erstellt am 28.09.2012 um 23:25:10 Uhr Letzte Änderung am 28.09.2012 um 23:28:28 UhrTexte und Fotos aus MT-Online sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
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20.09.2012 Regensburg
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Regensburg bald nur noch Außenstelle

Schifffahrtsamt gerät in schwieriges Fahrwasser

Eisbrecher
Foto: pm
Dem Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg steht das Wasser gegenwärtig bis zum Hals. Und wenn die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer umgesetzt werden, droht sogar der Untergang.
 
Regensburg hat dann nur noch eine Außenstelle in der deutschen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, die  im schlimmsten Fall 2020 ganz geschlossen werden könnte.
Zwar regt sich Widerstand gegen die Reform und sogar Ministerpräsident Horst Seehofer schreibt in einem Brief an den „lieben Peter“, dass die Bayerische Staatsregierung die „vorgeschlagenen Maßnahmen nicht ohne Weiteres hinnehmen könne“. Doch Ramsauer sitzt der Bundesrechnungshof im Nacken,  nach dessen Auffassung die deutsche Wasser- und Schifffahrtsverwaltung viel zu teuer, ineffizient und undurchsichtig agiert.
In Regensburg hat man sich daher bereits schon einmal darauf eingestellt, in zwei Jahren nur noch eine Außenstelle zu sein. „Die Bereiche werden dann in hoheitliche und privatrechtliche Aufgaben aufgeteilt, die von Ämtern in Schweinfurt und Nürnberg gesteuert werden“, berichtet Jürgen Schillinger, Pressesprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg, auf Anfrage des Wochenblattes.
Eine spätere Schließung der Außenstelle Regensburg kann sich Schillinger nur schwer vorstellen, schließlich betreue man eine über 214 Kilometer lange Strecke der Donau von  Kelheim bis zur Staustufe Jochenstein an der österreichischen Grenze.
Die gegenwärtig neu aufgeflammte Diskussion über den Umbau des Amtes belaste aber die Mitarbeiter. Es wurden zwar sozial verträgliche Lösungen  zugesichert, doch „wie lange können die nicht geringeren werdenden Aufgaben mit immer weniger Personal bewältigt werden?“, fragt Schillinger. Und zu diesen gehören auch sicherheitsrelevante Aufgaben an der Donau.
 
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Der Kanal, Bauwesen WSA Brunsbüttel, Privatisierung WSV, Schifffahrt von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne