Der Gütertransport stagnierte im ersten Halbjahr 2012 bei knapp 110 Millionen Tonnen.

0,1 Prozent weniger Güter auf deutschen Gewässern

Binnenschifffahrt stagniert

Dienstag, 02. Oktober 2012

   
Die Binnenschifffahrt in Deutschland kommt nicht in Fahrt: Der Gütertransport auf deutschen Flüssen und Kanälen stagnierte im ersten Halbjahr 2012 bei knapp 110 Millionen Tonnen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Insgesamt seien auf deutschen Binnenwasserstraßen sogar 60.000 Tonnen oder 0,1 Prozent weniger Güter transportiert worden als im gleichen Zeitraum 2011. Im Vorkrisenjahr 2008 war in den ersten sechs Monaten noch der Spitzenwert von 125 Millionen Tonnen befördert worden. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Stellungnahme der Landesregierung zur WSV-Reform – Bode: „Tonnagebetrachtung ist der falsche Weg - keine Reform zu Lasten regionaler Strukturen“

HANNOVER. Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Jörg Bode hat nach der gestrigen Kabinettssitzung die Stellungnahme der Landesregierung zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer übersandt. In dem Schreiben zeigte sich Bode besorgt über die letzte Woche vorgestellten Pläne: „Die Vorschläge zur Netzkategorisierung berücksichtigen weiter allein das Güteraufkommen in Tonnage. Da aber die Kriterien der transportierten Gütermengen, ihre Werthaltigkeit und die Wertschöpfung bestimmter Wirtschaftsregionen als Kriterien für die Neukategorisierung zu Grunde gelegt werden sollten, sind die neuen Pläne nach unserer Auffassung nicht schlüssig." So müsse man in den kommenden Jahren mit erheblichen Steigerungen im Seegüterumschlag und damit im Hinterlandverkehr der Seehäfen rechnen. Bode: „Insbesondere bleibt unberücksichtigt, dass die erheblichen Zuwächse im Bereich der Binnenschifffahrt fast ausschließlich im Bereich des Containertransportes und der Projektladung erfolgen. Diese erhöhen aber aufgrund der geringen spezifischen Gewichte die transportierte Tonnage nur unwesentlich. Gleichzeitig werden aber aufgrund der großen Volumina mehr Schiffe fahren müssen. Durch die reine Festlegung auf die transportierte Tonnage wird am Trend hin zu mehr Containertransport auf dem Wasser vorbeigeplant. Die Chance für eine spürbare Entlastung der Landverkehrswege wird so vergeben. Profitieren würden am Ende vor allem die großen Wasserstraßen in Süddeutschland." Bode mahnte Handlungsbedarf in wesentlichen Punkten der Kategorisierung von Außen- und Unterems, Unter-, Mittel und Oberweser, Dortmund-Ems-Kanal, und den Stichkanälen zum Mittellandkanal an: „Wenn der Bund hier nicht nachbessert, droht der Verlust von bereits getätigten Investitionen etwa in Schleusenbauwerke. Auch die durchgängige Befahrbarkeit mancher wichtiger Wasserstraßen ist gefährdet." In dem Schreiben warnt Bode außerdem vor einem möglichen Bedeutungsverlust der Wasser- und Schifffahrtsdirektionen in Aurich und Hannover: „Wenn die Pläne so umgesetzt werden, droht der Verlust der wichtigen regionalen Ansprechpartner. Diese Reform darf nicht zu Lasten regionaler Strukturen in Niedersachsen gehen." Bode schlägt darüber hinaus die Schaffung einer Investitionsbündelungsbehörde in Hannover vor: „Eine solche Behörde könnte alle Maßnahmen im Bereich der Binnenwasserstraßen für die wichtigen Seehafen-Hinterlandverbindungen zum Mittellandkanal koordinieren. Denkbar wäre die Schaffung ähnlicher Stellen für die Bereiche des süd-, ost- und westdeutschen Wasserstraßennetzes."
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11.07.2012 Ansprechpartner/in: Christian Budde Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Pressesprecher Friedrichswall 1 30159 Hannover Tel: (0511) 120-5426 Fax: (0511) 120-995426 E-Mail an Ansprechpartner/in
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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne