Der Eon Hanse Cup – das härteste Ruderrennen der Welt

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Schwerstarbeit für Goldachter beim härtesten Rennen der Welt

VON REINHARD NEUMANN, 27.09.12, 17:28h
Deutschland-Achter
Auf den Deutschland-Achter wartet Schwerstarbeit. (FOTO: DPA)
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RENDSBURG/DPA. Die Ruderer aus dem Deutschland-Achter müssen richtig malochen. Das Goldboot der Olympischen Spiele geht am Sonntag beim 12. E.ON-Hanse-Cup an den Start und muss auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Breiholz nach Rendsburg in Schleswig-Holstein 12,7 Kilometer zurücklegen.
Das ist Schwerstarbeit. Die olympische Distanz liegt bei 2000 Metern. Selbst das legendäre Ruderrennen auf der Londoner Themse zwischen den Universitäten Oxford und Cambridge bringt es nur auf 6779 Meter. Damit wurde dem Kanalcup in Norddeutschland das prestigeträchtige Prädikat verliehen, das wohl härteste Ruderrennen der Welt zu sein.
Neben Titelverteidiger Deutschland kämpfen der Olympia-Dritte Großbritannien, der Olympia-Sechste Australien und Europameister Polen um den Sieg und die Prämie von 10 000 Euro. Das Fernsehen adelt das Rennen. Bislang immer im dritten Programm des NDR-Fernsehens platziert, wird es am Sonntag (15.20 Uhr) von der ARD übertragen.
Bereits am vergangenen Wochenende trafen die Achter aus Deutschland, Großbritannien und Australien beim Sprint-Cup auf der Binnenalster in Hamburg aufeinander. Bei der Premierenveranstaltung ging es um läppische 270 Meter. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) behauptete jedoch auch auf der ungewöhnlichen Distanz seine Ausnahmestellung und hielt die Konkurrenz souverän in Schach. Seit 36 Rennen - wohlgemerkt auf der olympischen 2000-Meter-Strecke - ist das deutsche Vorzeigeboot ungeschlagen.

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Die Rendsburger Schwebefähre ist das Ziel - eonhanse
Die Rendsburger Schwebefähre ist das Ziel - eonhanse
Auf dem Nord-Ostsee-Kanal findet zwischen der Fähre Breiholz und der Schwebefähre Rendsburg am 30. September 2012 das härteste Ruderrennen der Welt statt
Das längste und härteste Marathonrudern der Weltelite über 12,7 Kilometer wird 2012 bereits zum zwölften Mal ausgetragen. Der Startschuss fällt in Breiholz, das Ziel ist traditionell die Schwebefähre unter der Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg. Auch 2012 ist es dem Veranstalter trotz der intensiven Anspannung der Athleten bei den Olympischen Spielen 2012 in London und trotz der gerade ausgerichteten Ruder-Europameisterschaft im italienischen Varese gelungen, ein Klassefeld zu gewinnen.

Die teilnehmenden Nationen am E.on Hanse Cup 2012

Der Deutschland-Achter will als Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 in London seinen im letzten Jahr errungenen Siegerpokal erfolgreich verteidigen. Unter seinem Trainer, dem Bundestrainer Ralf Holtmeyer, ist der Deutschland-Achter seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking ungeschlagen und errang die Weltmeisterschaft in den Jahren 2009, 2010 und 2011. Das Starterfeld ist aber sehr stark, denn alle vier startenden Achter standen bei den Olympischen Spielen 2012 in London im Endlauf. Australien nimmt zum zweiten Mal an diesem Rennen teil. Der australische Achter erreichte bei der WM 2010 den dritten Platz. Der Achter aus Großbritannien erreichte bei seinem Heimrennen bei den Olympischen Spielen 2012 einen hervorragenden dritten Platz und erhofft sich natürlich auf dem Nord-Ostsee-Kanal mit einer überzeugenden Leistung eine gute Platzierung. Vierter im Bunde der starken Mannschaften ist der neue Europameister Polen. Der polnische Achter errang am 16. September in Abwesenheit des deutschen Achters den Titel.
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E.ON Hanse Cup: Der 12,7 Kilometer lange Härtetest

Keine großen Pötte durchfahren vom 28.-30. September den Nord-Ostsee-Kanal, sondern die internationale Ruderelite. Der Deutschland Achter will beim E.ON Hanse Cup seinen Titel verteidigen.
Verschiedene Ruder-Achter bei voller Fahrt in der Nahaufnahme www.eonhansecup.de Zum zwölften Mal versammelt sich die Ruderwelt in Rendsburg. Der Anlass hierfür ist der E.ON Hanse Cup, bei dem alljährlich vier Teams um die Wette rudern.  

Statt A20-Tunnel

Fährlinie von Brunsbüttel nach Cuxhaven?

18. September 2012 | 07:50 Uhr | Von Henning Baethge Norddeutsche Rundschau
Autofähre statt Tunnel? Ab Brunsbüttel soll nach einem Vorschlag der Grünen wieder regelmäßig eine Verbindung nach Cuxhafen gehen. Foto: Ruff

Autofähre statt Tunnel? Ab Brunsbüttel soll nach einem Vorschlag der Grünen wieder regelmäßig eine Verbindung nach Cuxhafen gehen. Foto: Ruff

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Brunsbüttel. Den geplanten A-20-Elbtunnel bei Glückstadt lehnen Schleswig-Holsteins Grüne ab - statt dessen wollen sie nun gemeinsam mit ihren Parteifreunden in Niedersachsen die vor elf Jahren eingestellte Autofähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven wiederbeleben. "Die schleswig-holsteinische Landesregierung sollte sich an einer Machbarkeitsstudie für eine Fähre von Brunsbüttel auf die andere Seite der Elbe beteiligen", verlangt der Verkehrs experte der Grünen im Kieler Landtag, Andreas Tietze. Auch in Cuxhaven haben die Grünen die Stadt aufgefordert, mit den zwei Ländern und den Kreisen Dithmarschen und Cuxhaven eine Bedarfsanalyse zu ermöglichen. "Durch die Fährlinie würden zwei Wirtschaftsräume zusammenwachsen", begründet Cuxhavens Grünen-Fraktionschef Bernd Jothe den Vorstoß. Dann könnten beide Häfen künftig bei Offshore-Projekten kooperieren. Zudem würde eine neue Verbindung die Elbfähre von Glückstadt nach Wischhafen entlasten, an der Autofahrer mitunter bis zu zwei Stunden warten müssten. Gezeiten erschweren die Fahrt Zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven fährt derzeit nur dienstags und donnerstags die Personenfähre "Nordstern". Die letzte Verbindung mit einer Autofähre scheiterte 2001 schon nach zwei Jahren, weil die Schiffe zu alt waren. "Das durch starke Gezeitenströmungen und Winde geprägte Fahrgebiet überforderte die Schiffe erheblich", konstatiert der Schifffahrtsberater Christof Schramm in einem Kurzgutachten. Die Folge waren unberechenbare, lange Fahrzeiten für die 29-Kilometer-Strecke. Doch moderne Fähren seien unempfindlicher und schneller - die Dauer der Passage würde deshalb von 80 auf 45 Minuten sinken. Damit könne sich ein Betrieb eher lohnen. Zudem könnte Flüssiggastreibstoff die Fahrten sauberer und effizienter machen. Näheres müsse aber noch eine ausführlichere Analyse untersuchen: "Vor einer Entscheidung sollte hinsichtlich des Bedarfs genau recherchiert werden." Zeit gewinnen würden die Fähren auch, wenn sie nicht den Hafen in Cuxhaven ansteuerten, sondern einen neu zu bauenden, weiter östlich gelegenen Anleger am Ende der Autobahn A27. Dafür plädieren die Grünen. Eine noch kürzere Route hält Jan Philip Eckmann von der Flensburger Förde-Reederei Seetouristik (FRS) für sinnvoll: "Am besten wäre es, von Brunsbüttel direkt über die Elbe nach Neuhaus an der Oste zu fahren", sagt er. Nur dann könnten die Fähren so oft fahren, dass sich der Betrieb rechne. Allerdings müsste die Oste-Mündung dazu ausgebaggert und die Zufahrt zur B73 ausgebaut werden. Eckmann sagt, die FRS sei prinzipiell durchaus an einer solchen Fährlinie interessiert, werde sie aber nicht selbst vorantreiben. Allerdings will auch Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) anders als die Grünen nicht die Initiative übernehmen - jedenfalls nicht finanziell. "Würde ein tragfähiges Konzept entwickelt, wäre das zu begrüßen", sagt er zwar dem sh:z. Aber: "Die Impulse für eine Machbarkeitsstudie müssen von der Wirtschaft der Region ausgehen".
http://sport.t-online.de/briten-achter-will-revanche-gegen-deutschland/id_59365984/index

Norddeutsche Rundschau 2011 Bild

Briten-Achter will Revanche gegen Deutschland

07.09.2012, 14:59 Uhr
Der Deutschland-Achter beim Hanse Cup 2011 auf dem Nord-Ostsee-Kanal. (Quelle: dpa)
Rendsburg (dpa) - Rund zwei Monate nach dem Olympiasieg des Deutschland-Achters will sich Bronzemedaillengewinner Großbritannien für die Niederlage auf dem heimischen Lake Dorney revanchieren.
Beliebtes Fotomotiv: Leuchttürme.
Foto: Holstein-Tourismus
Leuchttürme und maritime Kleinode
https://www.facebook.com/pages/Kanalkiosk/143541879045958 guten Appetit
Täglich einen Ferientipp für einen Ausflug in der Region gibt es an dieser Stelle – zusammengestellt von unserer Zeitung und dem Verein Holstein-Tourismus. Heute: Leuchttürme und Häfen entlang der Elbe. Ob aktiv auf dem Wasser oder nur als Betrachter des Geschehens – das maritime Holstein bietet unzählige Möglichkeiten einen schönen Sommertag zu erleben. Das Landschaftsbild entlang der Elbe, der Stör und vieler kleinerer Nebenflüsse wie Pinnau, Krückau und Wilster Au ist geprägt von auffälligen Landmarken wie den Leuchttürmen oder Schleusenanlagen und Sperrwerken. Die Leuchttürme entlang der Elbe sind eindrucksvolle Belege der über 100-jährigen Navigations- und Ingenieurskunst. Die Richt- und Leuchtfeuer weisen auch heute noch den Schiffen den sicheren Weg in den nächsten, meist den Hamburger Hafen. Viele Leuchttürme sind vom Elberadweg aus zu entdecken. Unter www.holstein-tourismus.de finden Sie eine Beschreibung der verschiedenen Anlagen. Unser Tipp: Gehen Sie auf dem Elberadweg von Wedel aus Richtung Glückstadt auf maritime Entdeckungstour (Streckenlänge etwa 40 Kilometer). Mit der Bahn ist eine An- und Abreise bequem möglich. Auf dieser Tour gibt es neben den Leuchttürmen zahlreiche weitere größere und kleinere maritime Highlights. Vielleicht nicht ganz so spektakulär, wie das Willkomm-Höft in Wedel mit seiner Schiffsbegrüßungsanlage, aber ebenso interessant sind die vielen kleinen Häfen entlang der schleswig-holsteinischen Elbseite. Beginnend in Wedel mit dem Schulauer Hafen über maritimen Kleinode in den Marschen wie den versteckt liegenden Haseldorfer Hafen oder den Hafen Kollmar mit seinem malerischen Ensemble aus Dampferbrücke und reetgedeckten Häusern bis hin zum historischen Hafen in Glückstadt, der ein wunderschönes Gesamtbild abgibt. Ein besonderes Erlebnis ist die Querung der Krückau mit der kleinsten Fähre Deutschlands, einem hölzernen Fährkahn, der von einem Verein liebevoll restauriert und betrieben wird.
sh:z Norddeutsche Rundschau
Touristische Arbeitsgemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal e.V.Raddampfer Freya   Infos: Holstein Tourismus www.holstein-tourismus.de www.faehre-kronsnest.de
Mit der Kamera in Position: Zu jeder Folge der Serie entstand auch ein Online-Video.
Foto: Sopha
Unterwegs mit Seebären und Piraten
Zwölf Mal auf großer oder kleiner Fahrt auf den Wasserwegen des Landes: Ab morgen heißt es „Leinen los“
WASSERSTRASSEN SCHLESWIG-HOLSTEINSDie Themen in der Reihenfolge der Veröffentlichung Fr., 27. Juli  „Hilligenlei“ und Halligen: Kellerküche mit einem Gastronomen aus Österreich
Sa., 28. Juli   Familienschiff: Mit der „Wappen von Schleswig“ bis zur Schleimündung
Sanfte Hügel und launige Sprüche
Schöne Landschaft und lauschige Plätzchen lassen sich von Bord besonders gut genießen.
Foto: Sopha
Mit der „Wappen von Schleswig“ einmal durch die Schlei und zurück / Familienfreundliches Programm mit Landgang in Schleimünde
SCHLESWIG
Der Kapitän steht an der Pier und begrüßt die Fahrgäste. Stefan Nelius kontrolliert die Fahrkarten, hilft, ein Fahrrad über die Gangway zu tragen und hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Als die Passagiere an Bord sind, holt Hertha Nelius – die Mutter des Kapitäns – die Gangway ein. Und in der Pantry kocht Tante Gisela Boyer währenddessen Kaffee. Die Reederei A. Bischoff ist ein Familienbetrieb, bei dem sich alles um die „Wappen von Schleswig“ dreht. Schleswig – Schleimünde und zurück steht wie an jedem Dienstag auf dem Fahrplan. Der Kapitän mag den Törn zu dem kleinen Hafen, der auf dem Landweg nur zu Fuß zu erreichen ist. „Wir genießen die Ruhe“, beschreibt er den zweieinhalbstündigen Aufenthalt. „Es ist eine echt schöne Ecke dort.“ Doch erst einmal ist ein wenig Stress angesagt. Grund sind die Brücken von Lindaunis und Kappeln mit ihren festen Öffnungszeiten – die muss das Schiff rechtzeitig erreichen. Einige Passagiere sonnen sich in den Liegestühlen an Oberdeck, andere lassen sich im Salon bewirten, während die Möweninsel und Fahrdorf gemächlich vorüberziehen. Dazu liefert Stefan Nelius launige Erklärungen, bevor in Missunde der erste Anleger angesteuert wird. Hertha Nelius steht schon bereit mit der Vorleine in der Hand. Die Decksarbeit macht ihr Spaß. Sie ist mit Schiffen groß geworden. Ihr Vater Anton Bischoff hatte nach der Flucht aus Königsberg in Schleswig mit Bootsvermietung und Schleifahrten ein Geschäft gemacht. „Mein Großvater war ein Charakterkopf, der hatte ganz eigene Vorstellungen“, erinnert sich Stefan Nelius. So verkaufte Bischoff 1968 seinen Betrieb, um ihn vier Jahre darauf zurückzukaufen. Da gehörte inzwischen auch die „Brandenburger Tor“ dazu. Bischoff besah sich die Papiere des Schiffes genauer, erzählt der Enkel, und staunte nicht schlecht: „Das ist ja mein altes Schiff.“ Als der Passagierdampfer und Eisbrecher „Altstadt“ hieß und auf der Pregel fuhr, hatte Anton Bischoff als Matrose und Maschinist darauf gearbeitet, ebenso wie auf dem Schwesterschiff „Ostwacht“. Während die „Altstadt“ von Pillau nach Lübeck kam, war Bischoff mit seiner hochschwangeren Frau und Töchterchen Gisela auf der „Ostwacht“ über die Ostsee nach Schleswig geflüchtet. „Ich hätte gerne mein Patent gemacht“, sagt Hertha Nelius, Jahrgang 1945. Aber das hätte „Große Fahrt“ und lange Abwesenheiten von zu Hause bedeutet. Statt dessen fuhren sie und ihre Schwester abwechselnd mit dem Vater und betreuten die Restauration. 1991 übernahmen sie den Betrieb. „Das wir im Sommer keinen Urlaub machen können, kennen wir nicht anders“, sagen die Schwestern. Statt dessen kommen die Urlauber zu ihnen – aus Bielefeld, Hannover und Hamburg, ja auch aus der Schweiz. „70 bis 80 Prozent der Mitfahrer sind Stammkunden,“ darunter zahlreiche Schleswig-Holsteiner. Denn: „Die Schlei hat jedes Jahr ein anderes Gesicht“, freut sich Hertha Nelius, während Ulsnis und Lindaunis vorbeiziehen. Die Ufer sind sanft gewellt, von unterschiedlichsten Grün-Tönen geprägt. Immer wieder sieht man Reetdachhäuser. Und am Himmel jagen Wolken vom Wind getrieben dahin. Zwei-einhalb Stunden dauert die Fahrt bis zur Schleimündung. Die ist schon von weitem auszumachen: Der schwarz-weiße Leuchtturm und eine markante Baumgruppe sind für Seeleute die Erkennungspunkte. Das Naturschutzgebiet Oehe-Schleimünde zählt zu den ältesten in Deutschland, am Ende der Landzunge liegt die sogenannte Lotseninsel mit einem kleinen Hafen. Hier macht die „Wappen von Schleswig“ um halb eins fest: Mittagspause. Während die Passagiere in der „Giftbude“ Hering bestellen oder spazieren gehen, isst die Reeder-Familie an Bord im großen Salon. Die „Wappen von Schleswig“ ist ein altes Schiff, aber gut in Schuss. Jeden Winter werden in einer Arnisser Werft Überholungsarbeiten vom Kapitän erledigt. Mutter und Tante sorgen für das persönliche Flair: Stoffgardinen, frische Blumen, Schwarzwälder Kirsch und Streuselkuchen, die täglich vom Bäcker geliefert werden. Und die Tische sind blitzblank. „Sauberkeit ist uns wichtig“, betont Gisela Boyer. Es ist, als würde man im Wohnzimmer der Familie bewirtet werden. Aber das ist die „Wappen von Schleswig“ ja auch während der Sommersaison.
Sabine Sopha
Nächste Folge: Mit dem „Halunder Jet“ nach Helgoland
 
Mo., 30. Juli  Schnelle Fahrt auf der Elbe: Der Katamaran „Halunder Jet“ macht’s möglich
Viel zu sehen gibt es für die Passagiere des schnellen Katamarans.
Foto: sabine sopha
Im Tiefflug nach Helgoland
Der Katamaran „Halunder Jet“: Mit 9463 PS von Hamburg bis zur Hochseeinsel
HAMBURG/WEDEL
Kapitän Boris Dahlke sitzt entspannt in seinem gefederten Sitz. Nur ab und zu greift er zum Joystick, wenn er ein riesiges Containerschiff oder ein Sportboot überholen will. Ansonsten läuft der „Halunder Jet“ mit Autopilot. Der schnelle Katamaran verkehrt täglich zwischen Hamburg und Helgoland. Das sind einhundert Kilometer – 40 davon auf der Elbe. Nach Hamburg ist in vierzig Minuten Wedel erreicht. „Die Elbe ist die meistbefahrene Bundeswasserstraße“, erklärt Dahlke. „Da muss man höllisch aufpassen – wie beim Autofahren.“ Aber der 31-Jährige kennt sein Revier genau. 14 Tage Dienst, 14 Tage frei. Das ist der Rhythmus, in dem der Kapitän arbeitet. „Ich habe mich bewusst hierfür entschieden“, sagt Dahlke, der aus einer Seefahrer-Familie stammt. So ist er näher an seiner Heimat, dem Städtchen Barßel zwischen Oldenburg und Leer. Das Aluminiumschiff mit den zwei Rümpfen ist leicht und schnell. „Das Manövrieren ist grundsätzlich anders als bei einem konventionellen Schiff“, erklärt Dahlke, während er den Katamaran zwischen Neßsand und nördlichem Elbe-Ufer Richtung Wedel steuert. Ein halbes Jahr dauert das Training, bis ein Kapitän die besondere Fahrweise beherrscht. Dahlke greift zum Joystick, verlangsamt die Fahrt. Das Schulauer Fährhaus kommt in Sicht, und ruhig gleitet das Schiff an den Steg. Etliche Passagiere gehen mit Koffern an Bord – sie wollen einige Tage auf Helgoland verbringen. Wieder andere fahren nur bis Cuxhaven – für sie ist die Elbfahrt interessant. Gut sehen kann jeder: Große Panoramascheiben und Sitze wie im Flugzeug machen es möglich. Und während der Katamaran wieder Fahrt aufnimmt, läuft auf den Flachbildschirmen die Sea-Show mit nautischer Seekarte, Erklärungen zur Umgebung und Anzeige der Geschwindigkeit. 20, 25, 27, 30 Knoten. In Sekunden gewinnt der Jet an Fahrt. Vier Motoren mit je 1740 Kilowatt hat der „Halunder Jet“ – das sind insgesamt 9463 PS. Für die Maschine ist Peter Manthey zuständig. Zwar trägt er einen Blaumann, aber meist sitzt er vor zwei Monitoren auf der Brücke. Zwei hohe Strommasten kommen in Sicht: Die Hetlinger Schanze, wie die Durchsage erklärt. Mit 195 und 235 Metern gehören sie zu den höchsten Europas. 380-Kilovolt-Kabel spannen sich über den Fluss. „Die Elbe ist zwischen 300 Meter im Bereich Hamburg und bis zu fast zwei Kilometer breit“, erläutert der Kapitän. Dann wird Julsand passiert. „Hier brüten Seeadler“, weiß Dahlke. Bald ist Höhe Glückstadt erreicht. Breit ist die Elbe nun und die Fähre von Glückstadt nach Wischhafen ist 25 Minuten unterwegs. Ein winziges Schiffchen scheint sie auf dem Strom zu sein. Strom ist hier übrigens allgegenwärtig. Riesige Masten zieren das Ufer, dazu Windmühlen. Am nördlichen Elbufer liegt die Wilstermarsch. Die Kirchtürme der St.-Nikolaus-Kirche von Brokdorf wirken winzig. Ein schlafender weißer Riese ist dagegen das Kernkraftwerk Brokdorf. Und dann ist schon die nächste technische Anlage erreicht: Brunsbüttel mit der Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal. Wieder klicken die Fotoapparate. Nach Cuxhaven geht’s auf die offene Nordsee – und in knapp eineinhalb Stunden ist dann Helgoland erreicht.
Sabine Sopha Norddeutsche Rundschau
 
Di., 31. Juli   Auf Kaperfahrt mit dem Sylter Piraten: Kinderabenteur auf der „Gret Palucca“ Mi., 1. August Ein Klassiker im Vogelschutzgebiet: Die große Plöner Seenfahrt
Mit der „Holsteinischen Schweiz“ geht es über den Plöner See.
Foto: SAB
NICHTS LÖSCHEN!
Rundfahrt auf dem Großen Plöner See – dem wichtigsten Brutgewässer des Landes
Plön
Das Schiff in der Ferne ist nur ein winziger Punkt. Denn er ist ganz schön groß, dieser See: 28 Quadratkilometer – und damit der größte See im Land zwischen den Meeren. Die „Holsteinische Schweiz“ nähert sich rasch. Mehrmals am Tag geht sie auf die große Plöner Seenfahrt. 24 Kilometer legt sie bei einer Tour zurück – mit Blick auf das imposante weiße Plöner Schloss, Halt an der Prinzeninsel und einer Route durch das Revier des Seeadlers. Am Anleger Ascheberg warten nur wenige Menschen. Kühl ist es und windig. Auch die Graugänse sind eng zusammen gerückt. Von Ferne sieht die auf und ab wogende Ansammlung aus wie ein Stück braunes Treibgut. „Die sind jetzt in der Mauser, dann können sie nicht fliegen“, erklärt Kapitän Olaf Koll. „Um Schutz vor dem Seeadler zu haben, schließen sie sich vor den Insel zusammen“. Der Plöner See ist das wichtigste Brutgewässer des Landes. Und wer aufpasst, kann mit etwas Glück Reiherente, Schnatterente und Kolbenente entdecken. Oder einen Seeadler, denn auch für ihn sind die Wälder Brutgebiet, und der See liefert die Nahrung. Die „Holsteinische Schweiz“ gleitet leise dahin. Zwar ist es windig, aber das Schiff liegt ruhig im Wasser. Olaf Koll drückt auf einen Knopf und schon erhalten die Passagiere die nächste Information. „Hechte, Regenbogenforellen, Barsche, Brassen und Karpfen gibt es im Plöner See“, klärt die Band-Stimme auf. Aber von den Passagieren hören nur wenige zu. Sie trinken Kaffee, unterhalten sich – oder schauen aus dem Fenster. Die Bänke an Oberdeck sind verwaist. Doch in den beiden Salons hat man einen guten Blick nach draußen: Große Panoramascheiben machen es möglich. „Und wer putzt die?“, will eine Hausfrau angesichts des blitz-sauberen Durchblicks wissen. Horst Rosenkranz räumt ein Kaffeegedeck ab, wischt über den Tisch und grinst: „Na – wir!“ Wir, das ist die Besatzung. Neben Kassierer und Matrose Rosenkranz ist ein weiterer Decksmann an Bord und die Reederin: Elke Glau-Koll. Die 51-Jährige hat den Betrieb zusammen mit ihrem Mann Olaf Koll 2002 von ihren Eltern übernommen. Die wiederum waren 1969 in die Fußstapfen der Großeltern getreten, die den Betrieb 1957 gekauft hatten. Aus dieser Zeit stammt auch die Kassierertasche mit dem Geldwechsler, die Horst Rosenkranz an jeder Anlegestelle aus dem Steuerstand holt. Ältere Semester werden beides noch aus der Zeit kennen, als ein Kassier in Bussen mit dabei war. Fegetasche kommt in Sicht, eine ehemalige Zollstation. „Es hieß, hier würden den Handlungsreisenden durch den Zoll die Taschen leer gefegt“, klärt die Stimme vom Band auf. Die Passagiere, die jetzt mitfahren wollen, werden von Horst Rosenkranz auch erst mal zur Kasse gebeten. Denn bezahlt wird immer an Bord. Dann kommt das Plöner Schloss in Sicht. Leuchtend weiß hebt es sich vor dem regendunklen Himmel ab. Ein schönes Fotomotiv, das dank des Unternehmers Fielmann wieder strahlt. Routiniert steuert Koll den Anleger an. Zwei Steuerräder hat er vor sich – denn die „Holsteinische Schweiz“ hat einen sogenann-ten Schottelantrieb. „Das sind quasi zwei Propeller“, erklärt der Kapitän, ähnlich wie Außenborder. Und jeder hat sein eigenes Ruder. „Das ist sehr gewöhnungsbedürftig.“ Auf jeden Fall ist das Schiff schön leise. Motorengeräusch ist kaum zu hören, wenn es wie jetzt der Prinzeninsel entgegen gleitet. „Die Insel ist heute noch im Besitz des preußischen Königshauses“ erfahren die Passagiere. Am Ufer ist das niedersächsische Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert erkennbar, das heute eine Gastwirtschaft ist. Die preußischen Prinzen lernten hier einst Landwirtschaft. Und an der Südspitze saß gerne Auguste Victoria, die letzte deutsche Kaiserin und genoss den Blick über den See. Das Wasser glitzert. Ein paar Möwen schreien. Man kann die Majestät verstehen. Überall scheinen Bäume aus dem Wasser zu wachsen. Einst wurde der Wasserspiegel abgesenkt und so kamen viele Inseln zum Vorschein – 30 Stück sollen es sein. „Außerdem gibt es viele Untiefen, aber keine Seekarte, da das Gebiet keine Schifffahrtsstraße ist“, erläutert Olaf Koll, während er gelassen und mit Gefühl das Ruder in der Hand hat. „Man muss sich kundig machen“, sagt er. Das Schiff steuert auf einen schmalen Durchlass zu. „Wassersportler dürfen nur hier auf dem Nord-Süd-Weg durchfahren“, weiß Kapitän Koll. Denn die große Flachwasserzone mitten im See ist Rückzugsgebiet für die Vögel. Ein Seeadler hat sich zwar nicht blicken lassen, aber immerhin ein paar Kormorane.
Sabine Sopha Norddeutsche Rundschau
Nächste Folge: Eine Kreuzfahrt auf der Eider
Do., 2. August Eiderkreuzfahrt: Mit der „Adler Princess“ auf Schleswig-Holsteins längstem Fluss
Drei Schleusen sorgen für Abwechslung während der Flussfahrt.
Foto: Sopha Norddeutsche Rundschau
Kurvige Kreuzfahrt
Geschichte und Geschichten auf Schleswig-Holsteins längstem Fluss: Mit der „Adler Princess“ auf der Eider von Rendsburg nach Tönning
Rendsburg/Tönning
An einer Eiderfurt haben Friedensverhandlungen zwischen Wikingern und Franken statt gefunden. Jules Verne und sein Bruder segelten auf der Eider. Und von Delve aus brachten Frachter Waren bis nach England. Es muss einst lebhaft zugegangen sein auf Schleswig-Holsteins längstem Fluss. Wenn heute die „Adler Princess“ hier entlang schippert, kreuzen höchstens die Hohner Fähre oder Sportboote ihren Kurs. „Die Eider soll so viele Kurven haben wie das Jahr Tage“, sagt Peter Daniel. Seit vier Jahren steuert er das Schiff auf kleiner Kreuzfahrt von Rendsburg nach Tönning und zurück. Diese Strecke ist allerdings nur ein Teil des Flusses, der seinen Ursprung bei Kiel hat. Aber mit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals hat man ihm das Wasser abgegraben. Bei der Schleuse Strohbrück westlich der Landeshauptstadt vereint sich die Eider mit dem Kanal, um bei Rendsburg in ein eigenes Bett zurück zu kehren. Doch schiffbar ist der Fluss erst wieder hinter dem Gieselau-Kanal. Wenn das Adler-Schiff hier angekommen ist, haben sich die Passagiere bereits an einem königlichen Buffet gestärkt. Gesättigt können sie verfolgen, wie Peter Daniel das Schiff in die Gieselau-Schleuse steuert. Die Schleusenkammer misst neun Meter Breite, das Schiff 8,60 Meter. „Für die Gäste ist das Schleusen das Highlight“, erklärt er. In Lexfähre und bei Nordfeld wiederholt sich das Schauspiel. Ansonsten ist diese Kreuzfahrt von Ruhe geprägt. Der Fluss schlängelt sich durch grüne Wiesen und Weiden mit Kühen. Angler sitzen am Ufer und ziehen mit etwas Glück Brassen, Zander oder Barsche an Land. Wenn ihnen nicht eine fiese Krabbe in die Quere kommt. „Die Wollhandkrabbe wurde aus China eingeschleppt“, erfahren die Passagiere vom Kapitän. „Sie kann bis zu zehn Kilometer am Tag zurück legen und ist so richtig scharf auf Köderfische“. Alt eingesessene Einheimische sind dagegen Schwan und Haubentaucher, die im Schilf ihre Nester bauen. An Land haben die Menschen kleine Datschen errichtet und ihre Zelt auf einem der Campingplätze aufgeschlagen. Immer, wenn das Schiff einen Ort passiert, greift Peter Daniel zum Mikrofon. „Pahlhude war einst ein bedeutender Lösch- und Ladeplatz“, erfahren sie, als sich die Klappbrücke von Pahlen nähert. Heute sind es Sportboote, die zu beiden Seiten des Ufers liegen. Ein Schild weist darauf hin, dass hier auch Wasserski gelaufen werden darf. Und die Angler vom ASV Wrohm sitzen vor ihrem Schuppen und entbieten der „Princess“ einen fröhlichen Gruß. Genauso wie der Brückenwärter. „Der kommt von zu Hause. Den müssen wir frühzeitig anrufen“, erzählt der Kapitän. Und der Mann aus dem Wärterhäuschen ruft ihm dann noch ein „Bis morgen“ zu, bevor das Schiff in Richtung Süderstapel wieder Fahrt aufnimmt. „Der schöne Blick ins weite Land“ ist es, der Peter Daniel immer wieder aufs Neue begeistert. Und die Tatsache, dass manchmal nur wenige Meter das Schiff vom Ufer trennen. „Man ist mit der Natur direkt verbunden“, schwärmt der Kapitän.
Sabine Sopha Norddeutsche Rundschau
Nächste Folge: Seetierfang in der Eidermündung
Fr., 3. August Seetierfang im Nationalpark vor Tönning: Fische anfassen erlaubt
Auf Tuchfühlung mit dem Leben im Meer: Eine Fahrt an Bord der „Adler II“ bietet Naturkunde aus erster Hand.
Foto: sopha Norddeusche Rundschau
Nordsee-Vielfalt auf drei Kilometern
Auf Seetierfang mit dem Nabu: In der Eidermündung gibt es für Schiffsausflügler Fische, Krabben und Krebse zum Anfassen
Tönning
„Ooooh!“ „Aaaah!“ Die Passagiere an Bord der „Adler II“ sind fasziniert. Das Schiff hat sein Schleppnetz über den Grund der Eidermündung gezogen und die Mannschaft den Inhalt in ein Becken am Heck geschüttet. In dem seichten Wasser herrscht jetzt ein großes Gewimmel, und viele kleine Hände strecken sich neugierig nach dem Seetierfang aus. „Vorsichtig“, mahnt Kilian Raab. Er hält ein durchscheinendes schmales Tierchen nach oben. „Wer weiß, was das ist?“ Oberhalb von Friedrichstadt führt Schleswig-Holsteins längster Fluss Süßwasser, zwischen Friedrichstadt und Tönning Brackwasser und die drei Kilometer von Tönning bis zum Sperrwerk dann Salzwasser. Hier herrscht die Tide, aber selten hoher Wellengang. In Tönning legt die „Adler II“ ab, und Kapitän Joachim Ziegert erklärt: „Wir haben hier direkt vor der Haustür, was es auch weiter draußen gibt.“ Darum legt das Schiff auch nach dem Schleusen durch das Eidersperrwerk an und fährt dann wieder zurück. Bis zum Sperrwerk haben die Passagiere alles gesehen, was sich auch draußen im Watt tummelt – einschließlich Seehunde und an diesem Tag auch einen Krabbenkutter. Über den ist Ziegert gar nicht so erfreut. „Der fischt uns vieles weg“, erklärt er. „Das dauert zwei Tage, bis wir wieder mehr fangen.“ Die Ausbeute kann sich dennoch sehen lassen. Und damit die Landratten alle hören, was da schwimmt, trägt Kilian Raab ein Mikrofon. Der 20-Jährige aus Rotenburg ob der Tauber macht seinen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) im Nabu-Naturschutzzentrum Katinger Watt, das an vier Tagen in der Woche die Seetierfang-Fahrten begleitet. Die Plätze nahe am Seetierbecken sind jetzt heiß begehrt. Jeder will einen Blick auf das durchscheinende Tierchen erhaschen. „Das ist eine Seenadel“, erklärt Raab den staunenden Mitfahrern. Gut getarnt sind sie, und das Publikum erfährt, dass sie zur Familie der Stichlingsartigen gehören – aus der auch die Seepferdchen stammen. Und dann ist da noch die Sandgrundel. Die Unkundigen sehen wieder nur ein durchscheinendes Fischchen. Doch der junge Bufdi klärt sie auf: Die Tiere leben nahe der Küste, bevorzugen Schlickstrände, und was wie ein Saugnapf aussieht und auch so wirkt, sind ihre zusammengewachsenen Bauchflossen. Dann zieht Raab ein Tier aus dem Becken, mit dem die meisten etwas anfangen können. Fotoapparate klicken und Kinderhände strecken sich zaghaft in Richtung der Krebsscheren. Eine Strandkrabbe ist der „Adler II“ ins Netz gegangen. Zehn Beine hat sie, davon sind zwei zu Scheren ausgebildet. Der junge Mann aus Rotenburg ist in den vergangenen Monaten zu einem Seetier-Experten geworden. Er dreht die Strandkrabbe um. „Am Unterleib kann man das Geschlecht erkennen“, erklärt er und zeigt es den Anwesenden: Der Hinterleib ist beim Weibchen oval und beim Männchen scharf dreieckig. Noch viele wissenswerte Details erfahren die Erwachsenen und Kinder, während das Schiff Kurs auf das Eidersperrwerk nimmt. Hier nimmt das Schauspiel der Schleusung die meisten gefangen. Wieder klicken Fotoapparate. Auf der Rückfahrt genießen die meisten den salzigen Wind und die Aussicht. Jetzt haben sie Zeit für die Seehunde, die auf einer Sandbank dösen. Das kleine Schiff kann ziemlich nahe an ihnen vorbei fahren. Der Kapitän erklärt, warum: „Sie kennen uns.“ Wenn Tiere geschwind ins Wasser robben, dann sind es Neulinge. Die Passagiere schnuppern. Plötzlich riecht es nach Krabben, die auch Nordseegarnelen heißen und die auf der Hinfahrt auch im Fangbecken schwammen. Die Tierchen, die der Krabbenkutter gefischt hat, werden schon gekocht – daher der Duft. Der Fang von der „Adler II“ schwimmt nach dem Anschauungsunterricht dagegen schon wieder im Fluss.
Sabine Sopha
Nächste Folge: Unter Dampf – die „Alexandra“ auf der Flensburger Förde
Sa., 4. August Unter Dampf: Kohle schaufeln für die „Alexandra“ auf der Flensburger Förde
Mo., 6. August Ausgebootet: Mit der „Lady von Büsum“ auf Hochseefahrt nach Helgoland
Di., 7. August Die Fähre Röm-Sylt: Der kleine Grenzverkehr für Urlauber und Unternehmen
Der kleine Grenzverkehr
Für Unternehmen und Urlauber: Die Fähre zwischen den Inseln Sylt und Röm vebrindet Deutschland und Dänemark
RÖM/SYLT
„Erst einmal frühstücken.“ Zielstrebig steuert Hendrik Carstensen den Tisch direkt gegenüber vom Gastronomie-Tresen an. Genau wie die anderen Fahrer, die an diesem frühen Morgen mit ihren Brummis an Bord der Sylt-Fähre gerollt sind. Sie alle haben einen Essens-Coupon. Und während sie Spiegelei mit Schinken bestellen, verlässt das Schiff den Hafen von Havneby Richtung List. Die Fahrt dauert eine dreiviertel Stunde. Zwischen zwei Bissen macht der Junior-Chef des Abbruchunternehmens Carstensen deutlich, worin für den Betrieb aus Leck der Vorteil gegenüber der Bahn liegt. „Die Fähre ist planbar. Und sie nimmt größere Fahrzeuge wie Bagger mit“, sagt Hendrik Carstensen (31). An die 60 Häuser reißt das Unternehmen im Jahr auf Sylt ab und transportiert den Bauschutt wieder aufs Festland. Die großen Laster stehen mit Lebensmittel-Transportern, dem Lkw eines Betonwerkes aus Melsdorf, einem Wagen mit Baustoffen und einem Autotransporter auf dem Autodeck. So früh am Morgen sind Urlauber selten. Speziell wegen der Unternehmen hat die Fährgesellschaft von montags bis freitags den frühen Abfahrtstermin 5.15 Uhr im Angebot. Die Doppelendfähre ist ein hochmodernes Schiff. Eine See-Show zeigt den Passagieren, wo es gerade fährt und wie schnell. Bei der zweiten Abfahrt von Havneby sind dann auch einige Urlauber an Bord und genießen den Blick auf den Leuchtturm am Ellenbogen. So fängt das Urlaubsgefühl schon auf dem Schiff an. Strandkörbe auf dem Ober-deck tragen dazu bei. Und die Radio-Nachrichten unterstreichen den entspannenden Aspekt: „Stockender Verkehr am Maschener Kreuz und im Bereich Lübeck, Elbtunnel drei bis vier Kilometer stockender Verkehr, Fähre Glückstadt-Wischhafen eine Stunde Wartezeit“, meldet RSH. Wartezeit gibt’s für die Fahrzeuge weder auf Röm noch auf Sylt, denn die Passagen lassen sich reservieren. Und so fahren gegen Mittag ein Reisebus aus dem Sauerland, ein Audi aus Dortmund, ein Wohnmobil aus Rotenburg mit Surfausrüstung und mehrere Wagen mit SL- und NF-Kennzeichen über die Rampe an Bord. Dänen sieht man weniger, aber dennoch ist alles dreisprachig ausgezeichnet: Dänisch, Deutsch und Eng-lisch. Auch die Speisekarte. Die Preise sind moderat. Die „Schlemmer-Fischplatte“ mit süßsaurem Hering, Räucher-lachs, Krabben, warmen Schollenfilet, Brot und Butter kostet 9,90 Euro – und wird am Tisch serviert. Für die Urlauber aus Unna (Westfalen) Grund genug für eine kleine Speise-Fahrt. „So haben wir ein Mal Kochen gespart“, lacht Iris Erdkamp. Sie und ihr Mann Heinz entspannen seit vielen Jahren auf Röm. „Das ist mittlerweile Kult geworden, wir genießen die Ruhe“, erklärt sie. Zum Abschluss gibt’s die Essensfahrt, sagt ihr Mann. Zum Fisch gehören dann ein dänisches Bier, ein Aquavit und für zu Hause wird Lakritz aus dem bordeigenen Shop mitgenommen. Auch für die Urlaubsgäste gibt es auf sie abgestimmte Abfahrtszeiten. In diesem Sommer bietet die Reederei erstmals freitags bis sonntags Rückfahrten um 22.10 Uhr und um 0.10 Uhr ab Sylt an – damit Gäste zum Beispiel die Vorstellungen im Meerkabarett in Ruhe zu Ende genießen können. Gefeiert werden kann aber auch an Bord: Das Lecker Abbruchunternehmen hatte einmal eine Betriebsfeier mit allen Mitarbeitern und Fahrzeugen an Bord organisiert. „Das war toll“, sagt Hendrik Carstensen, „und das Essen gut“. Ein kleiner Grenzverkehr mit vielen Möglichkeiten also.
Sabine Sopha
Nächste Folge: Die Trave – Industrie und Natur
Mi., 8. August Auf der Trave unterwegs: Industrie und Natur dicht beeinander
Kreuzfahrt von Lübeck bis zur Ostsee
Auf dem Törn mit der „Nordland“ von der historischen Altstadt zum Hafen mit den riesigen Fähren ist Abwechslung garantiert
Lübeck/Travemünde
„Wenn Sie nach links blicken, dann sehen Sie die Einmündung des Marmeladen-Baches.“ Paul-Dirk Könemann hält sich nicht mit nautischen Begriffen wie Backbord und Steuerbord auf. Ohnedies hat der Kapitän der „Nordland“ genug zu erzählen. Das hier zum Beispiel die erste Lübecker Siedlung lag. Oder das die Segler früher vier Wochen für die Strecke Lübeck-Travemünde benötigten – wenn der Wind ungünstig stand. So lange benötigt sein Fahrgastschiff nicht. Eineinhalb Stunden nach dem Ablegen im Hansahafen macht es in Travemünde fest. Was Paul-Dirk Könemann erzählt, ist für Klaus Dieter Hellwig nichts Neues. Er kennt jeden Zentimeter des Flusslaufes zwischen Lübeck und Travemünde. „Auf jeden Fall die erste und die letzte Fahrt der Saison, die mache ich mit“, sagt er. Auch Hochzeitstag und Geburtstag feiert er mit seiner Frau während des Trave-Törns. Der ehemalige Seemann aus Lübeck gehört seit 1989 quasi zur Familie Könemann. In diesem Jahr kaufte das Ehepaar die „Nordland“. Die beiden stammen aus Binnenschifferfamilien und brauchen nach eigener Aussage das Wasser. „Auf See wäre es uns beiden zu langweilig, hier sind viele aktive Schiffe“, begründet Andrea Dörbaum-Könemann die Entscheidung für die Trave. „Erst sind wir Kohle, Getreide und Container gefahren, jetzt Fahrgäste“, lacht die dreifache Mutter und serviert einen Kaffee. Langweilig wird es auf der Flussfahrt wahrhaftig nicht. Im Lübecker Stadtgebiet dominiert die Industrie, später gibt es lange grüne Strecken. Klaus Dieter Hellwig deutet nach rechts, wo sich bunte Ballen am Ufer stapeln. „Papier“, sagt er und als liefere er das Stichwort, ertönt die Ansage des Kapitäns: „Lübeck ist der zweitgrößte Verteilerhafen für Papier in Europa. Über 400 Lkw und über 400 Eisenbahnwaggons werden hier täglich beladen.“ Klaus Dieter Hellwig hat viele Jahre im Hafen gearbeitet. Davor – von 1957 bis 1968 – ist er als Matrose und Bootsmann zur See gefahren: „Hamburg, Cap Finisterre, New Orleans, Kingston, Japan“ zählt er einige Stationen einer Weltreise auf und beobachtet mit einem Schmunzeln das Hausboot „Tammy“, dass der „Nordland“ entgegen kommt. Ein Koggennachbau, Segler, Containerschiffe und Sportboote sind auf dem Fluss unterwegs. Richtig spannend wird es kurz vor Travemünde. „Wenn man in Travemünde ankommt, ist das erste, was man sieht, das Maritim“, sagt Hellwig. Auf der Rückfahrt steuert Kapitän Könemann sein Schiff dicht an den dicken Pötten am Skandinavienkai vorbei, erläutert Fracht und Routen für seine Seh-Leute. „Nachts ist am meisten los“, erzählt Stammgast Hellwig. Dann sind die einzelnen Boxen besetzt, wird be- und entladen. Für den Stammgast auf seinem Stammplatz am Heck gibt es erst mal einen frischen Kaffee. Zwischendurch frühstückt er im Salon. Dafür muss der Mann mit dem amputierten Unterschenkel seinen Rollstuhl verlassen. Behindertengerecht ist das Schiff nicht. „Aber behinderten-freundlich“, sagt Hellwig, denn „für Leute mit Handicap machen die Könemanns alles machbar“. Und darum fährt er bis zu 35 Mal im Jahr mit. Weit ist der Fluss am Pötenitzer Wiek und am Dassower See, letzterer ist Naturschutzgebiet. Klaus Dieter Hellwig deutet in die Ferne: „Dort, wo die weißen Häuser sind, da verlief die Grenze.“ Und Schlutup war Grenzübergang. Das alte Fischerdorf ist mit rund 6000 Einwohnern der kleinste Stadtteil von Lübeck. Während die „Nordland“ den Schlutuper Hafen passiert, erfahren die Passagiere über Lautsprecher, dass die Fischverarbeitung hier eine über 100-jährige Tradition hat. Harvesta-Heringsfilets werden hier konserviert. Und dann ist auch schon wieder der Marmeladenbach erreicht. „Ein merkwürdiger Name“, wundert sich eine Frau laut. Die anderen grinsen, Hellwig deutet auf das Firmenemblem, das sich hoch über den Bäumen dreht. Denn der Bach hat offiziell natürlich einen anderen Namen: Es ist die Schwartau, die hier in die Trave mündet.
Sabine Sopha Norddeutsche Rundschau
Letzte Folge: Linienschifffahrt auf der Kieler Förde
Do., 9. August Seereise für Jedermann: Schlepper und Fähren auf der Kieler Förde Wasserwege
Reihenfolge der Veröffentlichung
Kiel
Das Land zwischen den Meeren hat rund 600 Kilometer Küstenlinie, etwa 117 Flüsse und Bäche, ungefähr 80 Seen (ab 50 Hektar Größe) und mit dem Nord-Ostsee-Kanal einer der meist befahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt. Was liegt da näher, als sich die Wasserwege einmal genauer anzusehen. Wolfgang Henze und Sabine Sopha (kleines Foto) sind für die Leser des sh:z auf große und auf kleine Fahrt gegangen, haben sich mit Kapitänen und Maschinisten, Piraten, Smutjes und Stammgästen unterhalten. „Nordwestliche Winde Stärke fünf verursachen Wellen“, klärte der Kapitän der „Lady von Büsum“ die Passagiere auf, als er Richtung Helgoland ablegte. Für den ehemaligen Marinekommandanten und seefahrtserprobten Filmer Wolfgang Henze war das kein Problem. Der Magen seiner Rendsburger Kollegin, die für Text und Bild zuständig war, hatte allerdings Probleme. Starke Winde auch im Sommer – in diesem Jahr mussten die Bäderschiffe in der Hochsaison einige Fahrten zur Hochseeinsel ausfallen lassen. Ein ganz neues Phänomen. So gehörte der Blick auf den Wetterbericht während der Arbeiten zur Serie jeden Morgen und Abend zu den wichtigsten Vorbereitungen. Viele Schiffe starten für Touristen zu Inseln oder auf Kreuzfahrt. Etliche sind jedoch eine lebenswichtige Verbindung – so wie die Fähren zu den Halligen und den nordfriesischen Inseln. „Ohne den Fährbetrieb würde Hallig Hooge nicht existieren“, stellt deren Bürgermeister Matthias Piepgras fest. Und die Fähre Röm-Sylt legt jeden Morgen um 5.15 Uhr in Havneby ab, um Fracht zu Deutschlands Promi-Insel zu transportieren. Ein Angebot, dass Unternehmen und Lkw-Fahrer gerne annehmen. Andere Törns sind nur durch Freiwillige möglich: Die Crew der „Alexandra“ muss nicht nur kräftig Kohlen schippen, damit der Salondampfer über die Flensburger Förde schippern kann, sondern auch Kohle zur Finanzierung heranschaffen. Aber beides tut sie mit großem Engagement – und klärt Landratten gerne über die Funktion der Dampfmaschine auf. Und wer mit Kindern unterwegs ist, sollte auf keinen Fall die Kaperfahrt und Schatzsuche mit Käpt’n Robby, dem Sylter Piraten, verpassen. Wer nun Lust bekommt, gleichfalls zur See zu fahren: Auf keinen Fall ein Fernglas vergessen. Denn an der Nordseeküste gibt’s Seehunde zu sehen. Und immer den Wetterbericht im Blick haben. Ab morgen heißt es: Leinen los! Sabine Sopha/Wolfgang Henze Norddeutsche Rundschau
Bildbeschreibung: Raddampfer Freya / Copyright: Touristische Arbeitsgemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal e.V. httpv://www.ndr.de/ratgeber/reise/urlaubsregionen/binnenland_elbe/nordostseekanal143.html Auf dem Ausflugsschiff die malerische Seenlandschaft der Holsteinischen Schweiz entdecken, mit einem Traditionssegler auf der Ostsee in See stechen oder per Dampfschiff die Elbe hinauf schippern – das Land zwischen den Meeren lässt sich am besten vom Wasser aus erkunden. Urlauber können Schleswig-Holsteins maritime Seite zudem bei zahlreichen Veranstaltungen wie dem Rahseglertreffen auf der Schlei oder dem Hafenfest auf der Insel Sylt entdecken. Weitere Informationen, Unterkünfte und Angebote gibt es auch im Internet unter www.sh-tourismus.de. Schiffstouren auf der Ostsee und in der Holsteinischen Schweiz Im alten Flensburger Zollpackhaus, wo einst die Waren aus Übersee lagerten, befinden sich heute die Sammlungen des Schifffahrtsmuseums. Zu entdecken gibt es hier die Geschichte der Butterfahrten, Petuhtanten und der Westindienfahrten. In der Museumswerft beobachten Besucher die Wiederherstellung und Instandhaltung traditioneller Segelschiffe und anderer historischer Wasserfahrzeuge. Wer selbst in See stechen möchte, kann ab Flensburg einen Segeltörn auf der „Pirola“ machen. Auf dem gaffelgetakelten Heringslogger erleben die Passagiere die deutsch-dänische Küstenlandschaft vom Wasser aus und erhalten Einblick in die traditionelle Segeltechnik. Einmal selbst am Ruder eines alten Seglers stehen können Interessierte beim Sommergästesegeln. In der Hochsaison geht es sonntags ab Flensburger Museumshafen für drei bis vier Stunden hinaus auf die Flensburger Förde. Bis zu 23 Passagiere können je Törn teilnehmen. Tel. , www.flensburg-tourismus.de Beim Rahseglertreffen „Kurs Haithabu!“ nehmen vom 12. bis 15. Juli mehr als 30 historische Rahsegler aus dem ganzen Norden Kurs auf Haithabu bei Schleswig, der ehemaligen Handelsmetropole der Wikinger. Rund um die wikingerzeitlichen Kriegsschiffe, Handelsschiffe, Frachtschiffe und Fischerboote wird in der Schleiregion, in Schleswig und Haithabu ein großes maritimes Fest gefeiert. Tel. , www.kurs-haithabu.de. Passend zur Veranstaltung bietet die Ostseefjord Schlei GmbH ein Urlaubsarrangement an. Das Angebot „Kurs Haithabu“ umfasst zwei Übernachtungen in Schleswig, Eintritt ins Wikinger Museum Haithabu und die Wikinger Siedlung Haithabu, ein Wikingermahl und einen Honigmet und ist zur Preis ab 179 Euro im Doppelzimmer buchbar. Tel. , www.ostseefjordschlei.de Ein Stück maritime Geschichte erleben Besucher des Museumshafens Kappeln. Viele kleine und große ehemalige Fracht- und Fischerei-Fahrzeuge sind hier beheimatet. Das Spektrum reicht vom alten Heringsboot bis zum Lachskutter, vom hundert Jahre alten See-Ewer bis zur historischen Ostsee-Yacht. Tel. , www.museumshafen-kappeln.de Gemeinsam mit den Krimiautoren Jan van der Bank oder Petra Tessendorf sticht der Traditionssegler „Norden“ ab Neustadt in Holstein in die „Mörderische Ostsee“. Teilnehmer erhalten ein signiertes Buch, und genießen ein kulinarisches Angebot. Termine und Preise unter Tel. , www.räuberevents.de Sieben unterschiedliche Strecken laden zur Ausflugsfahrt auf den Seen der Holsteinischen Schweiz ein. Besonders beliebt sind die Fünf-Seen-Fahrt zwischen Malente und Plön sowie die Fahrt über den Großen Plöner See. Zwischen Plön und Bosau auf dem Großen Plöner See lässt sich die Schiffstour zudem mit einer Radtour kombinieren – hier ist die Fahrradmitnahme möglich. Tel. , www.holsteinischeschweiz.de Traditionsschiffe in Lübeck und Travemünde Die Viermastbark „Passat“ ist das Wahrzeichen von Travemünde. Das einstige Schiff der Flying-P-Liner-Flotte wurde 1911 erstmalig für den Getreide- und Salpetertransport in den Dienst gestellt. Heute steht das letzte deutsche Großsegelschiff unter Denkmalschutz und kann besichtigt werden. Informationen und Öffnungszeiten unter www.passat.luebeck.de Die „Lisa von Lübeck“ ist das größte Projekt der Gesellschaft Weltkulturgut Hansestadt Lübeck. Gäste haben die Möglichkeit, auf dem Nachbau eines Hanseschiffes aus dem 15. Jahrhundert mit zu segeln. Termine, Preise und Reservierungen unter Tel. , www.hanseschiff-luebeck.de Ausflugsfahrten im Herzogtum Lauenburg Ob Fahrten auf der Elbe bis in den Hamburger Hafen, auf dem idyllischen Elbe-Lübeck-Kanal, zum beeindruckenden Schiffshebewerk in Scharnebeck oder auf den Seen des Herzogtums – im Herzogtum Lauenburg laden zahlreiche Reedereien zur Ausflugsfahrt ein. Erstmals bis nach Lauenburg und in die Elbtalaue verkehrt ab Pfingsten zum Beispiel der Dampfeisbrecher „Elbe“, der letzte noch fahrende dampfbetriebene Eisbrecher Deutschlands. Gäste können hier einzigartige Kultur- und Technikgeschichte erleben und dabei die Elbe von der Wasserseite aus kennen lernen. Tel. , www.dampfeisbrecher-elbe.de Die Wakenitz-Niederung im Südosten Lübecks gehört zu den schönsten Flusslandschaften Schleswig-Holsteins. Vier Ausflugsschiffe der Reederei Wakenitz Schifffahrt Quandt laden ein, das Naturschutzgebiet Wakenitz zu entdecken. Tel. , www.wakenitzfahrt.de Im Dreiländereck zwischen Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen verkehren die Schiffe der Reederei Helle. Zum besonderen Erlebnis wird hier eine Fahrt durch das einzigartige Schiffshebewerk Lüneburg in Scharnebeck, das in den 1960er und 1970er Jahren im Zuge des Elbe-Seitenkanals erbaut wurde. Tel. , www.reederei-helle.de Zu kulinarischen Pausen laden im Herzogtum Lauenburg zahlreiche Ausflugslokale und idyllische Picknickplätze ein, die mit Schiffen erreichbar sind. Besonders abwechslungsreich wird die Fahrt auch in Kombination mit einer Radtour oder Wanderung. In der Broschüre „erlebnisreich“ erhalten Interessierte weitere Informationen. Tel. , www.hlms.de Schiffstouren auf dem Nord-Ostsee-Kanal und im Binnenland Besonderen nostalgischen Charme versprüht der Raddampfer „Freya“ von 1905. Die alte Dame der Reederei Adler-Schiffe fährt ganzjährig auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Kiel bis Rendsburg und zurück. Die Tour kann auch als einfache Fahrt in Kombination mit der Nord-Ostsee-Bahn geplant werden. Zum Erlebnis wird auch die Fahrt auf dem Kanal mit dem überdachten Börteboot „Nathurn“. Das Boot mit dem Helgoländer Ambiente lädt zur großen Kanal-Fahrt oder zur Reise rund um die Rader Insel ein. Tel. , www.tinok.de Zur Radtour am Nord-Ostsee-Kanal in Kombination mit dem Ausflugsschiff „Germania“ der Reederei Brandt geht es zwischen Brunsbüttel und Burg in Dithmarschen. Von April bis Oktober können Radfahrer hier jeweils eine Strecke mit dem Rad und eine mit dem Schiff zurücklegen. In Burg erwartet Besucher zum Beispiel das Burger Museum und ein Aussichtsturm mit Waldmuseum. In Brunsbüttel können Gäste die Kanalschleusen und das Schleusenmuseum besichtigen. Tel. 04825/930518 (Burg) oder 04852/836799 (Brunsbüttel), www.dithmarschen-tourismus.de Die Auenlandschaft in und um Bad Bramstedt lädt zu ausgedehnten Kanutouren ein. Fünf Auen durchziehen das Stadtgebiet, führen hinaus in das Umland mit den Wald-, Heide- und Moorgebieten und laden zu Kanutouren ein. Übernachten können Kanuten auf dem Biwakplatz an der Osterau. Tel. , www.bad-bramstedt.de Ausflüge auf der Nordsee Zur Hafenrundfahrt ab dem Husumer Hafen bittet das Ausflugsschiff „Lütte Adler“. Täglich geht es hier zu Fahrten ab dem Binnen- bzw. Außenhafen in Husum auf eine 60minütige Fahrt. Zu sehen gibt es unter anderem die Anlegeplätze der Krabbenfischer und der Getreideumschlagsanlagen, zahlreiche Arbeitsfahrzeuge der Küstenschutzbehörde und das historische und denkmalgeschützte Trockendock aus dem Jahre 1877. Tel. , www.adler-schiffe.de Maritim gefeiert wird vom 3. bis 5. August in Hörnum auf Sylt. Beim Hörnumer Hafenfest können Besucher zum Nordseetörn mit der Brigg „Mercedes“ starten, zahlreiche Schiffe beim „Open Ship“ besichtigen und einen Krabbenpulwettbewerb miterleben. Dazu gibt es ein Hafenprogramm mit Kinderspielstraße, großer Hafenparty und Höhenfeuerwerk. Tel. , www.hoernum.de Sportlich wird es am 18. und 19. August in Vollerwiek auf Eiderstedt. Beim 3. Surffestival tragen Freizeitsurfer Wettkämpfe im Windsurf Freestyle und Race aus. Segel und Boards werden vor Ort verliehen. Zuschauer können das Spektakel auf dem Eiderstedter Außendeich mitverfolgen. Anmeldungen für Teilnehmer sind unter www.vollerwiek-surffestival.de sowie bis kurz vor Veranstaltungsbeginn in Vollerwiek möglich.   Dumke am 5. Mai 2012, 08:00 Uhr  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne