Transfergesellschaft-koennte-P-S-Arbeiter-retten.html

Insolvenz der P+S Werften

Untersuchungsausschuss eingesetzt

Samstag, 29. September 2012
Ende August beantragte die Werftengruppe Insolvenz. Foto: P+S WerftenEnde August beantragte die Werftengruppe Insolvenz. Foto: P+S Werften
Vier Wochen nach der Pleite der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast hat der Schweriner Landtag am Freitag einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss eingesetzt. Das zehnköpfige Gremium soll in den kommenden Monaten klären, ob die Landesregierung bei ihrem gescheiterten Rettungsversuch für die Werften Fehler gemacht und Pflichten verletzt hat. Im Juni hatten Land und Bund innerhalb kürzester Zeit ein 152,4 Millionen Euro umfassendes Rettungspaket für die P+S Werften geschnürt. Mitte August, nach einem Geschäftsführerwechsel auf der Werft, wurde klar, dass dieses Geld bei weitem nicht reichen würde. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"
A)  http://www.abendblatt.de/region/article109431235/Transfergesellschaft-koennte-P-S-Arbeiter-retten.html
Wolgast/Stralsund. Die Landesregierung bereitet sich auf die Einrichtung einer Transfergesellschaft für die zahlungsunfähigen P+S-Werften vor. Innerhalb der Landesregierung liefen dazu entsprechende Gespräche, sagte der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Gerd Lange, am Montag. Allerdings liege bisher kein offizieller Antrag des Insolvenzverwalters Berthold Brinkmann vor. Über die Höhe der Landesbeteiligung machte das Ministerium keine Angaben. Nach der Wadan-Pleite im Jahr 2009 hatte das Land 20 Millionen Euro für die Auffanggesellschaft bereitgestellt. Die Summe wurde damals aber nicht vollständig abgeschöpft.
Für die P+S-Werften, die vergangene Woche Insolvenz angemeldet haben, gibt es bereits mehrere Interessenten. Darunter ist auch der arabische Schiffbauer Abu Dhabi Mar (ADM). „Wir haben an beiden Standorten, Stralsund und Wolgast, grundsätzliches Interesse“, sagte Susanne Wiegand, Geschäftsführerin der bereits zu ADM gehörenden Werften Nobiskrug und Abu Dhabi Mar Kiel. Es bestehe Kontakt zum Insolvenzverwalter und zur Politik, so Wiegand gegenüber unserer Zeitung. Näheres könne sie zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sagen, da es zunächst einmal um die Sichtung von Informationen gehe. Weitere Gespräche stehen in den kommenden Tagen an. Auf die Frage, ob ADM unabhängig vom Fall P+S, noch Interesse an weiteren Werften habe, sagte Wiegand: „Grundsätzlich prüfen wir interessante Fälle.“ Nach Berichten anderer Medien soll neben ADM auch die Bremer Lürssen Werft einen Erwerb von P+S in Erwägung ziehen. Zudem hat die in Rostock beheimatete Werft Tamsen Maritim Interesse an der Übernahme der Peene-Werft in Wolgast angemeldet. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus gut unterrichteten Kreisen im Schiffbauumfeld erfuhr, wolle Tamsen Maritim die Bereiche Marine-Schiffbau und Marine-Reparatur übernehmen, die in Wolgast beheimatet sind. Das Unternehmen wollte dazu auf Anfrage aber keine Stellung nehmen.Auf staatliche Hilfen können die P+S Werften nicht zählen. Sowohl die Bundesregierung als auch die in Mecklenburg-Vorpommern regierende SPD lehnten eine Stützung mit Steuermitteln ab. Durch die Insolvenz der P+S-Werften sind rund 1800 Jobs in Gefahr.
sh:z/dpa Norddeutsche Rundschau
B) Finanz- und Wirtschaftslage der P+S WERFTEN Nordic Yards  P+S-Werften sind pleite
1800 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe / Schiffbautradition in Vorpommern vor dem Aus Stralsund
Um 09.05 Uhr verlässt P+S-Werftenmanager Rüdiger Fuchs das Amtsgericht durch den Hintereingang. Zum Reden ist dem sonst so eloquenten Manager nach dem Insolvenzantrag nicht zumute, er wolle zunächst erst die Belegschaft informieren, sagt er und steigt in einen blauen VW-Bus der Werft. Für Stralsund ist ein schwerer Tag. Schiffsbau gehört seit Generationen hierher. Doch jetzt könnte die Schiffbautradition an der vorpommerschen Ostseeküste ein jähes Ende nehmen. Die Stimmung der Stralsunder Werftarbeiter ist mehr als gedrückt. Viele schweigen, kämpfen mit den Tränen. „Ich hoffe, dass es weiter geht“, „Ich hab die Schnauze voll“ und „Das ist schrecklich“ bricht es aus einigen der Arbeiter kurz vor der Betriebsversammlung heraus. Ein anderer meint: „Jetzt ist es zu spät“. Allein 1200 Arbeitsplätze stehen in Stralsund auf dem Spiel, weitere 600 in Wolgast. Für das strukturschwache Vorpommern ist die Werfteninsolvenz ein schwerer Schlag. Die Region mit den Ostseeinseln Rügen und Usedom lebt vom Tourismus, es gibt kaum Industriearbeitsplätze, die Jugend wandert in den Westen. „Das ist ein Tag, den ich nie erleben wollte“, sagt der IG Metall-Bevollmächtige Guido Fröschke. Eine Werftenpleite wäre für die Region „beschäftigungspolitisch eine Katastrophe“. Auch deshalb stehen Betriebsräte und Gewerkschaft hinter Geschäftsführer Rüdiger Fuchs, der auch nach dem Insolvenzantrag an seinem Fortführungskonzept für die Werften festhält und an den Schiffbau in Vorpommern glaubt. Aufträge seien nicht storniert worden, sagt Fuchs. Auf die Frage, ob er die bautechnischen Probleme an den wichtigen Scandlines-Fähren für lösbar hält, antwortet der Manager aber ausweichend. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Werftpleiten in Deutschland Schlagzeilen gemacht. Jürgen Popp von der Wolgaster Werft sieht jetzt vor allem Brüssel am Zug. „Wenn sich Europa nicht gegen den Schiffbau in Südkorea stemmt, dann sind hier die Werften und Zulieferindustrie bald Geschichte“, sagt er.
sh:z

Fuchs sucht weiter nach Lösungen

Politisches Nachspiel zur Krise bei P+S Werften

Donnerstag, 23. August 2012P+S-Geschäftsführer Rüdiger Fuchs setzt seine Bemühungen um die Abwendung der drohenden Insolvenz für die Werften des Verbunds in Stralsund und Wolgast fort. Der Werftenmanager wird von Stralsund aus Gespräche mit Scandlines und der dänischen Reederei DFDS, beides Großauftraggeber laufender Schiffsneubauten, sowie mit verschiedenen Lieferanten führen, wie ein Sprecher gestern sagte. Trotz erheblicher Zweifel am Nutzen eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur P+S-Werftenkrise steht die SPD-Landtagsfraktion dem Vorstoß der Opposition nach eigenen Angaben aufgeschlossen gegenüber. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".

Fuchs will Insolvenzantrag noch abwenden

"Staatlicher Rahmen ausgeschöpft"

Mittwoch, 22. August 2012
Für die Peenewerft und ihr Schwesterunternehmen in Stralsund gibt es keine weitere finanzielle Hilfe vom Staat.Für die Peenewerft und ihr Schwesterunternehmen in Stralsund gibt es keine weitere finanzielle Hilfe vom Staat.
Die knapp 2000 Beschäftigten der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast können auf keine weitere finanzielle Hilfe vom Bund oder Land hoffen. Das machten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) am Dienstag nach einer Betriebsversammlung in Stralsund deutlich. "Der staatliche Rahmen ist ausgeschöpft", sagte die Bundeskanzlerin. Der drohende Insolvenzantrag kann nach Einschätzung von Geschäftsführer Rüdiger Fuchs möglicherweise noch abgewendet werden. Voraussetzung dafür sei, dass Kunden und Lieferanten einen Beitrag leisten, sagte er. Dazu liefen derzeit die Gespräche. "Solange es von den Kunden und Lieferanten noch keine abschließenden Antworten gibt, gibt es auch keinen Insolvenzantrag", betonte Fuchs. Der Dialogprozess mit den Kunden und Lieferanten werde noch einige Tage in Anspruch nehmen. Wie zu erfahren war, soll es anders als zunächst erwartet weder heute noch morgen einen Insolvenzantrag geben. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".
P+S Werften melden Insolvenz an
Schwerin
Die P+S Werften in Stralsund und Wolgast sind pleite. Das Land wird seine zugesicherten und zur Hälfte bereits ausgezahlten Beihilfen in Höhe von 152 Millionen Euro nicht aufstocken können, sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) nach einer Krisensitzung der Landesregierung. Damit sei das von der Geschäftsführung vorgelegte Sanierungsprogramm gescheitert. Betroffen sind bis zu 2000 Mitarbeiter. Werft-Chef Rüdiger Fuchs kündigte an, morgen Insolvenzantrag zu stellen. Ob und wie es mit den beiden Werften weitergehe, sei offen, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe. Die Werften waren unter anderem wegen Bauverzögerungen bei mehreren Schiffen in finanzielle Schwierigkeiten geraten.
sh:z
 

Offshore-Hubschiff aus Mecklenburg-Vorpommern

Neubau-Auftrag für Nordic Yards

Dienstag, 14. August 2012
Das 80 Meter lange und 32 Meter breite Schiff stellt sich auf See auf vier Hubbeinen auf. Bild: Nordic YardsDas 80 Meter lange und 32 Meter breite Schiff stellt sich auf See auf vier Hubbeinen auf. Bild: Nordic Yards
Nordic Yards hat den Auftrag zur Lieferung eines „Wind Turbine Service Jack Up Vessel“ gebucht. Auftraggeber ist die DBB Jack-Up Services A/S mit Sitz im dänischen Aarhus. Das Unternehmen bietet mit modernster Ausrüstung Service für die Windindustrie, wobei der Schwerpunkt auf der Wartung der Turbinen liegt. Das bei Nordic Yards georderte Spezialschiff dient der Wartung von Offshore-Windkraftanlagen. Die Fertigung soll an den Standorten Rostock-Warnemünde und Wismar erfolgen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2013, die Übergabe ein Jahr später geplant. Der Vertrag beinhaltet eine Option zum Bau von zwei weiteren Schiffen für DBB Jack-Up Services. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".  

Ostsee-Zeitung: Ostsee-Zeitung (Rostock): Schiffbau-Auftrag für Nordic-Werften in Wismar und Warnemünde

Rostock (ots) - Die Nordic Yards-Werften in Wismar und Rostock-Warnemünde haben den Zuschlag für den Bau eines Spezialschiffes für die Offshore-Industrie erhalten. Das dänische Unternehmen DBB Jack-Up Services lässt bei den Schiffsbauern aus Mecklenburg-Vorpommern ein Schiff für die Wartung von Nordsee-Windparks bauen. "Nordic Yards hat sich bereits als starker, kompetenter Partner im Offshore-Bereich bewiesen", sagte DBB-Chef Thorsten Henrik Jalk. Man sei sich sicher, mit der Werft "einen zuverlässigen und erfahrenen Partner mit im Boot zu haben". Experten schätzen den Auftragswert auf etwa 80 Millionen Euro. DBB will in den nächsten zwölf Monaten zwei weitere Schiffe des Typs bestellen, für die eine Option mit Nordic Yards vereinbart wurde. Der Auftrag für das Service-Schiff ist die erste Bestellung eines Schiffsneubaus bei Nordic Yards seit 2010.
 

Rettungsbeihilfe freigegeben

Investoren an P+S interessiert

Donnerstag, 05. Juli 2012

Bisher sind 44 Millionen Euro an die P+S Werftengruppe gezahlt worden. Foto: P+S Werften

Rettungsbeihilfe für P+S Werften vorläufig genehmigt

13.07.2012
Werftstandort Wolgast
Die EU-Kommission hat die staatliche Garantie für die P+S Werften unter Vorbehalt genehmigt.
Damit sind die 1800 Arbeitsplätze an beiden Werftstandorten in Stralsund und Wolgast vorerst gesichert. Das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Bund übernehmen eine Garantie für das Rettungsdarlehen in Höhe von 152,4 Mio. Euro. Endgültig über die Beihilfen entscheiden will Brüssel aber erst, wenn der Sanierungsplan für das Unternehmen vorliegt. Das teilte die EU-Kommission kürzlich in Brüssel mit. Deutschland hat nun sechs Monate Zeit, um einen Umstrukturierungsplan vorzulegen. Die Kommission genehmigte die Garantie vorerst, damit die Werft wieder Geld zur Verfügung hat, ihre Gläubiger bezahlen und weiter produzieren kann, hieß es. Vorige Woche hatte bereits die Landesregierung ihre Rettungsbeihilfe freigegeben. Bund und Land übernehmen jeweils 50 Prozent der Summe.
Bisher sind 44 Millionen Euro an die P+S Werftengruppe gezahlt worden. Foto: P+S Werften
Mehrere Investoren sind nach einem Bericht des "Handelsblatts" (Mittwoch) an einer Übernahme der angeschlagenen P+S Werften in Stralsund und Wolgast interessiert. Es gebe eine Reihe von Interessenten, berichtet das Blatt unter Berufung auf Branchenkreise. Darunter seien Finanzinvestoren und strategische Investoren, einer davon aus Russland. Die P+S Werften mit 1750 Beschäftigten sind seit zwei Jahren im Besitz einer Treuhandgesellschaft, die faktisch in Staatshand ist. Der Alteigentümer, die Bremer Hegemann-Gruppe, hält demnach noch sieben Prozent der Anteile. Hegemann scheint einem Verkauf nicht im Wege zu stehen. Die Landesregierung gab am Dienstag 152,4 Millionen Euro Rettungsbeihilfe frei.

Berlin/Wolgast(OZ) - Die Hiobsbotschaften für die angeschlagenen P+S-Werften reißen nicht ab. Der Peenestrom, Zufahrt des Wolgaster Hafens, verliert seinen Status als wichtige Wasserstraße und wird künftig nicht mehr vom Bund als wichtiger Verkehrsknoten bewirtschaftet.

Das geht aus einer Neu-Gruppierung der Wasserstraßen durch Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hervor. Auf dem Peenestrom gebe es zu wenige Schiffsbewegungen und Gütertransporte. Doch die Wolgaster Peene-Werft benötigt den Fluss als Anbindung zur Ostsee und hat jahrelang für eine Vertiefung der Fahrrinne gekämpft. CDU-Bundestagsabgeordnete kritisieren Ramsauers Entscheidung heftig. Lesen Sie mehr zum Thema in der Montagsausgabe der OSTSEE-ZEITUNG.

Rettung der P+S-Werften

Weitere Gelder freigegeben

Donnerstag, 28. Juni 2012

Zu den P+S Werfen gehören die Standorte Wolgast (Foto) und Stralsund. Foto: P+S WerftenZu den P+S Werfen gehören die Standorte Wolgast (Foto) und Stralsund. Foto: P+S Werften
Für die Rettung der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast hat die Landesregierung in Schwerin am Mittwoch in einer Sondersitzung weitere 12,2 Millionen Euro freigegeben. Mit Hilfe des nun überwiesenen Geldes könnten Rechnungen beglichen und die Löhne und Gehälter gezahlt werden, teilte die Staatskanzlei mit. "Das ist unser Beitrag dazu, dass die Aufträge der Werften im vorgesehenen Fahrplan abgeschlossen werden. Denn nur so wird die Rettung von P+S gelingen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Für die angeschlagenen Werften soll ein Umstrukturierungsplan entworfen werden. Bei den Schiffbaubetrieben arbeiten 1750 Beschäftigte.

Das Firmenschild der P+S Werften vor dem Standort der Werft in Wolgast. Zwei Jahre nach der vermeintlichen Rettung waren die P+S-Werften in Stralsund und Wolgast erneut in Not. Ein Finanzloch von gut 200 Millionen Euro gefährdet den Fortbestand der beiden Schiffbaubetriebe, deren Überleben schon im Sommer 2010 nur mit massiver Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht worden war http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/media/nordmagazin11503.htmlx

20 Millionen Euro zugesichert

Zulieferer unterstützen P+S-Werften

Mittwoch, 27. Juni 2012
Zu den P+S-Werften gehören die Standorte Wolgast und Stralsund. Foto: P+S WerftenZu den P+S-Werften gehören die Standorte Wolgast und Stralsund. Foto: P+S Werften
Für die Rettung der schwer angeschlagenen P+S-Werften in Stralsund und Wolgast ist ein weiterer wichtiger Schritt getan: Zulieferer der beiden Schiffbaubetriebe haben sich schriftlich bereit erklärt, in den nächsten vier Jahren mindestens 20 Millionen Euro Eigenkapital in die Werften einzubringen. Das teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag in Schwerin mit. Am Montagabend hatte er bei der Maritimen Zulieferer-Allianz MV in Rostock um Unterstützung bei der Rettung der P+S Werften geworben. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"
P+S-Werften bekommen 152,4 Millionen Euro Rettungsbeihilfe
P+S-Werften Firmenschild
Ist der Fortbestand der Schiffbaubetriebe gesichert? Foto: Stefan Sauer/Archiv
  • Offshore-Plattformen fast fertiggestellt Wismar(OZ) - Die beiden Großprojekte von Nordic Yards, die Umspannwerke auf dem Meer (Offshore Plattformen), sind in den vergangenen Wochen erheblich gewachsen. Mehr noch: Das gigantische Unterwasserfundament für die Plattform BorWin beta, die sogenannte Base Frame, ist fast fertiggestellt. Insider oder Gäste, die per Schiff an der Dockhalle vorbeifahren, können die riesige, 28 Meter hohe Rohrkonstruktion erkennen. Sie steht auf der schwimmenden Baubasis, einem Hochsee-Schwergutponton.Mehr dazu lesen Sie in der Wochenendausgabe Ihrer OSTSEE-ZEITUNG (Wismarer Zeitung).

EU verlangt Ausgleichsmaßmahmen für Beihilfen

P+S Werften droht Jobabbau

Donnerstag, 21. Juni 2012
Bund und Land sind bereit, 182 Millionen Euro für die Sanierung der P+S-Werften zur Verfügung zu stellen. Foto: P+S WerftenBund und Land sind bereit, 182 Millionen Euro für die Sanierung der P+S-Werften zur Verfügung zu stellen. Foto: P+S Werften
Den angeschlagenen P+S Werften in Stralsund und Wolgast droht auch im Falle ihrer Rettung ein Arbeitsplatzabbau. Regierungssprecher Andreas Timm bestätigte am Mittwoch in Schwerin, dass die EU-Richtlinien Ausgleichsmaßnahmen verlangen, wenn einem Unternehmen Umstrukturierungsbeihilfen von der öffentlichen Hand gewährt werden. Damit soll eine Verzerrung des Wettbewerbs vermieden werden. Dabei gehe es unter anderem um die Veräußerung von Vermögenswerten und Kapazitätsabbau, sagte Timm. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat sich zum Erhalt beider Standorte der P+S Werften bekannt und möchte ein Umstrukturierungskonzept, das Lösungen für beide Standorte vorsieht. Mehr: Im THB "Täglicher Hafenbericht" Schwerin/Stralsund/Wolgast(dpa/mv) - Mit einem Überbrückungsdarlehen verschaffen Bund und Land den schwer angeschlagenen P+S-Werften in Stralsund und Wolgast eine Atempause. Das Schiffbau-Unternehmen kann bis zu 152,4 Millionen Euro Kredit in Anspruch nehmen. Für das Darlehen bürgen das Land und der Bund je zur Hälfte. Die Landesregierung stimmte dem am Dienstag in einer Kabinettssitzung zu, wie Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) im Anschluss sagte. Voraussetzung sei, dass die Zulieferer sich fest verpflichten, eine Beteiligung an den Werften mit 1750 Mitarbeitern einzugehen. Dazu seien in den kommenden Tagen noch intensive Gespräche nötig, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Mit dem Geld soll die Zeit überbrückt werden, bis ein Sanierungsplan für die beiden Schiffbaubetriebe steht und die EU die dafür notwendige Umstrukturierungsbeihilfe genehmigt. Insgesamt geht es um knapp 300 Millionen Euro. Davon müssen 40 Prozent aus privaten Quellen aufgebracht werden. Das verlange die EU und darin liege auch eine der Unsicherheiten, erläuterte Sellering. Die Entscheidung des Kabinetts berge Risiken für den Landeshaushalt, räumte er ein. „Wir haben zwar in unseren Gesprächen in Brüssel positive Signale erhalten, dass der von uns eingeschlagene Werg gangbar ist“, sagte Sellering. Die EU werde aber erst am Ende über einen Sanierungsplan entscheiden, der in den nächsten Monaten erarbeitet werden soll. „Vor uns liegen noch schwere Gespräche.“ Unklar sei auch, ob es dem Unternehmen letztendlich gelingt, sich erfolgreich zu restrukturieren und am Markt zu behaupten. Die Landesregierung gehe das Risiko, Geld zu verlieren, dennoch ein, da die Industriearbeitsplätze in der strukturschwachen Region Vorpommern erhalten werden sollen. Neben den 1750 Beschäftigten auf den beiden Werften wären von einer P+S-Pleite auch 5000 Jobs bei Zulieferern betroffen, hieß es. Die Werftmitarbeiter haben zugestimmt, über den Verzicht auf Urlaubsgeld und mit unbezahlten Überstunden 68 Millionen Euro für die Werftrettung aufzubringen. Dafür sollen sie Anteile am Unternehmen erhalten. Die Banken bringen Sellering zufolge 32,6 Millionen Euro auf. Die Zulieferer sollen einen Beitrag von 20 bis 40 Millionen Euro leisten. Dies sollte eigentlich über einen teilweisen Verzicht auf Forderungen geschehen. Das akzeptiere Brüssel aber nicht, sagte Sellering. Die Zulieferer müssten einen echten Kapitalbeitrag leisten. Kommen die 40 Prozent Privatkapital zusammen und akzeptiert die EU die Art und Weise, wie es aufgebracht wurde, können Bund und Land 60 Prozent zur Umstrukturierungshilfe beitragen. Mehr lesen Sie in der Mittwochsausgabe Ihrer OSTSEE-ZEITUNG. Zur aktuellen Finanz- und Wirtschaftslage der P+S WERFTEN erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Dieter Brammertz:Unser Land Mecklenburg-Vorpommern, der Schiffbau und die P+S WERFTEN GmbH haben die Chance, weiterhin eine Einheit zu bleiben! Wir sind der Bundes-und Landesregierung außerordentlich dankbar, dass sie für uns und diese Chance eingetreten sind, sie möglich gemacht haben und uns weiterhin sowohl positiv als auch kritisch begleiten werden! Mein persönlicher Dank geht an dieser Stelle an alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Auftraggeber, Kunden und Lieferanten, die trotz der turbulenten Zeiten zusammengehalten haben, mehr als ihrer Arbeit nachgegangen sind und zu unserem Unternehmen standen und stehen, vielen Dank! Die P+S Werften haben einen Auftragsbestand von mehr als einer Milliarde Euro und stehen in Verhandlungen zu Projekten über weitere 2,4 Milliarden Euro. Diese Zahlen belegen, dass sich die getroffenen strategischen Entscheidungen, insbesondere die Schwerpunktverlagerung auf den Spezialschiffbau, positiv ausgewirkt haben. Die Auftragslage und die derzeitigen Perspektiven sprechen dafür, dass die Beschäftigung im bisherigen Umfang und noch darüber hinaus in den nächsten Jahren gesichert ist. Dies ist unser Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern: Insgesamt haben die P+S WERFTEN in den vergangenen beiden Jahren rund 60 Mio. EUR an Zinsen an öffentliche Finanzierer gezahlt und 40 Mio. EUR an Sozialversicherungsbeiträgen geleistet. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in der gleichen Zeit rd. 40 Mio. EUR an Einkommensteuern gezahlt. Die 2.000 Beschäftigten unseres Unternehmens stehen für eine regionale Kaufkraft von ca. 60 Mio. EUR jährlich. Die Werften bilden permanent ca. 150 junge Menschen in hoch qualifizierten industriellen und kaufmännischen Beschäftigungsbildern aus. Rund 6.000 Familien in der Regionsind direkt und indirekt finanziell abhängig vom Weiterbestehen der P+S WERFTEN. Mit der Unterstützung unserer Finanzpartner und Sicherungsgebern, liegt unser Bestreben nun allein darin,eine angemessene Finanzsituation zu fundamentieren: Zwischen der Geschäftsführung, den Finanzpartnern und Sicherungsgebern besteht Einigkeit, dass unser Unternehmen, das offensichtlich in der Lage ist, Aufträge in diesem Umfang und in kürzester Zeitspanne zu akquirieren, auch so ausgestattet sein muss, diesen anspruchsvollen Markt langfristig bedienen zu können.“ Im Auftragsbuch der P+S WERFTEN GmbH stehen Spezialschiffe mit einem Gesamtauftragsvolumen von über einer Milliarde Euro und einer Auslastung bis Mitte 2013, u. a. die Großaufträge über zwei Fähren für die Reederei Scandlines, zwei Offshore-Installationsschiffe, eines der größten Schwerlastschiffe vom Typ Offshore Construction Vessel, zwei Spezialtransportschiffe für DFDS, fünf eisgängige Spezialfrachter für die Reederei Royal Arctic Line sowie vier Küstenwachschiffe für die Swedish Coast Guard.    
Schiffbauer müssen unbezahlt arbeiten
OZ-Bild
Mit 450 Überstunden sollen Arbeiter die Werften in Stralsund und Wolgast (im Bild) retten.
Foto: OZ
  • Weiterer Schritt zur Rettung

    Zulieferer unterstützen P+S Werften

    Donnerstag, 07. Juni 2012
    Zu den P+S Werften gehören die Standorte Wolgast und Stralsund. Foto: P+S WerftenZu den P+S Werften gehören die Standorte Wolgast und Stralsund. Foto: P+S Werften
    Die Verantwortlichen der P+S Werften haben einen weiteren kleinen Erfolg zur Rettung der Schiffbaubetriebe erzielt. Nach den Mitarbeitern haben jetzt auch Zulieferer ihre Bereitschaft signalisiert, sich an der Sanierung zu beteiligen. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe zeigte sich nach einem Gespräch mit Firmenvertretern und dem landesweiten Zulieferer-Netzwerk MAZA erleichtert. Die Zulieferer sollen sich mit 12 bis 20 Millionen Euro an der Werftrettung beteiligen.

Stralsund/Schwerin(OZ) - Außer Spesen nichts gewesen: Die Rettung der angeschlagenen P+S-Werften in Stralsund und Wolgast wird vor allem für die Beschäftigten zunehmend zu einer finanziellen Belastungsprobe. 68,4 Millionen Euro sollen die rund 1700 Mitarbeiter laut Landesregierung als Eigenanteil in den nächsten drei Jahren aufbringen, um die Schiffbaubetriebe vor dem Konkurs zu bewahren – mehr als 40 000 Euro je Mitarbeiter.

Das Geld, mit dem die Beschäftigten auf Grundlage von EU-Vorschriften Anteile am Unternehmen kaufen müssen, soll nach OZ-Informationen vor allem durch das Ableisten unbezahlter Überstunden zusammenkommen. Wie Geschäftsführer Dieter Brammertz der Belegschaft mitteilte, soll jeder Beschäftigte dem Betrieb in den nächsten drei Jahren 450 Arbeitsstunden „schenken“.

Dritte Einheit derzeit auf Probefahrt

P+S liefert zweites Küstenwachboot an Schweden

Mittwoch, 06. Juni 2012

Die „KBV 032“ nahm am Montag Kurs auf den Heimathafen Lysekil. Foto: KustbevakningenDie „KBV 032“ nahm am Montag Kurs auf den Heimathafen Lysekil. Foto: Kustbevakningen
Am Wolgaster Ausrüstungskai der P+S Werften wurde am Montag das Küstenwachboot „KBV 032“ nach erfolgreicher See-Erprobung an die Swedish Coast Guard übergeben. Das Schiff nahm noch am gleichen Tag Kurs auf seinen Heimathafen Lysekil. Die P+S Werften haben damit das zweite von vier bereits Ende 2008 kontrahierten Multifunktionsschiffen dieses Typs nach Schweden geliefert. Die dritte Einheit „KBV 031“ befindet sich derzeit auf der Probefahrt und soll in Kürze zur Ablieferung gebracht werden.

Schiffbauer sollen 68 Millionen Euro beitragen

P+S: Werftarbeiter stimmen Rettungspaket zu

Dienstag, 05. Juni 2012

Insgesamt werden mittlerweile rund 300 Millionen Euro benötigt. Foto: P+S Werften
Insgesamt werden mittlerweile rund 300 Millionen Euro benötigt. Foto: P+S Werften
Die Belegschaft der P+S Werft in Wolgast hat grünes Licht für Verhandlungen über das angestrebte Rettungspaket gegeben. Die IG Metall und der Betriebsrat erhielten gestern das Mandat, mit der Geschäftsführung über den von der Landesregierung in dem Paket geforderten Mitarbeiterbeitrag in Höhe von 68 Millionen Euro zu verhandeln. Das Rettungspaket beinhaltet für die 1700 Werftarbeiter einen Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld in den kommenden drei Jahren und Nichtbezahlung von Überstunden. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten über Gesellschafteranteile an dem Betrieb beteiligt werden. Die Gewerkschaft unterstützt das Konzept, weil auf diese Weise beide Werftstandorte und alle Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Rettung der P+S Werften

Land hofft auf EU-Zustimmung

P+S-Belegschaft will sich beteiligen

Finanz- und Wirtschaftslage der P+S WERFTEN

Zur aktuellen Finanz- und Wirtschaftslage der P+S WERFTEN erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Dieter Brammertz:

Unser Land Mecklenburg-Vorpommern, der Schiffbau und die P+S WERFTEN GmbH haben die Chance, weiterhin eine Einheit zu bleiben! Wir sind der Bundes-und Landesregierung außerordentlich dankbar, dass sie für uns und diese Chance eingetreten sind, sie möglich gemacht haben und uns weiterhin sowohl positiv als auch kritisch begleiten werden!

Mein persönlicher Dank geht an dieser Stelle an alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Auftraggeber, Kunden und Lieferanten, die trotz der turbulenten Zeiten zusammengehalten haben, mehr als ihrer Arbeit nachgegangen sind und zu unserem Unternehmen standen und stehen, vielen Dank!

Die P+S Werften haben einen Auftragsbestand von mehr als einer Milliarde Euro und stehen in Verhandlungen zu Projekten über weitere 2,4 Milliarden Euro. Diese Zahlen belegen, dass sich die getroffenen strategischen Entscheidungen, insbesondere die Schwerpunktverlagerung auf den Spezialschiffbau, positiv ausgewirkt haben. Die Auftragslage und die derzeitigen Perspektiven sprechen dafür, dass die Beschäftigung im bisherigen Umfang und noch darüber hinaus in den nächsten Jahren gesichert ist. Dies ist unser Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern:

Insgesamt haben die P+S WERFTEN in den vergangenen beiden Jahren rund 60 Mio. EUR an Zinsen an öffentliche Finanzierer gezahlt und 40 Mio. EUR an Sozialversicherungsbeiträgen geleistet. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in der gleichen Zeit rd. 40 Mio. EUR an Einkommensteuern gezahlt. Die 2.000 Beschäftigten unseres Unternehmens stehen für eine regionale Kaufkraft von ca. 60 Mio. EUR jährlich. Die Werften bilden permanent ca. 150 junge Menschen in hoch qualifizierten industriellen und kaufmännischen Beschäftigungsbildern aus. Rund 6.000 Familien in der Regionsind direkt und indirekt finanziell abhängig vom Weiterbestehen der P+S WERFTEN.

Mit der Unterstützung unserer Finanzpartner und Sicherungsgebern, liegt unser Bestreben nun allein darin,eine angemessene Finanzsituation zu fundamentieren: Zwischen der Geschäftsführung, den Finanzpartnern und Sicherungsgebern besteht Einigkeit, dass unser Unternehmen, das offensichtlich in der Lage ist, Aufträge in diesem Umfang und in kürzester Zeitspanne zu akquirieren, auch so ausgestattet sein muss, diesen anspruchsvollen Markt langfristig bedienen zu können.“

Im Auftragsbuch der P+S WERFTEN GmbH stehen Spezialschiffe mit einem Gesamtauftragsvolumen von über einer Milliarde Euro und einer Auslastung bis Mitte 2013, u. a. die Großaufträge über zwei Fähren für die Reederei Scandlines, zwei Offshore-Installationsschiffe, eines der größten Schwerlastschiffe vom Typ Offshore Construction Vessel, zwei Spezialtransportschiffe für DFDS, fünf eisgängige Spezialfrachter für die Reederei Royal Arctic Line sowie vier Küstenwachschiffe für die Swedish Coast Guard.

IG Metall hofft auf Rettung

Samstag, 02. Juni 2012
Der P+S Standort Wolgast. Foto: P+S WerftenDer P+S Standort Wolgast. Foto: P+S Werften
Die IG Metall hat Hoffnung, dass die angeschlagenen P+S-Werften mit Landes- und Bundeshilfe gerettet werden können. "Wir haben positive Signale, dass die Gespräche in Brüssel gut verlaufen sind", sagte der IG-Metall-Bevollmächtigte Guido Fröschke am Freitag. Die Geschäftsführung habe der Belegschaft mitgeteilt, dass die Mai-Löhne verspätet ausgezahlt werden. Die Löhne sollen voraussichtlich Anfang kommender Woche an die Mitarbeiter gehen. Grundsätzlich sei die Belegschaft zu einer Beteiligung an der Rettung der P+S-Werften bereit, sagte Fröschke. Bedingung sei, dass Arbeitsplätze und die Standorte Stralsund und Wolgast erhalten blieben. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Freitag, 01. Juni 2012

Die P+S Werften brauchen dringend 200 Millionen Euro. Foto: P+S WerftenDie P+S Werften brauchen dringend 200 Millionen Euro. Foto: P+S Werften
Im Ringen um die Rettung der finanziell angeschlagenen P+S-Werften richten sich die Hoffnungen derzeit vor allem auf Brüssel. Zuvor hatten Regierungsvertreter den Finanzausschuss des Parlaments über die Lage der Werften in Stralsund und Wolgast informiert. Dort fehlen mehr als 200 Millionen Euro. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sind daher zu Gesprächen über die Rettung der P+S Werften nach Brüssel gereist. Sellering und Glawe wollen dabei um die Zustimmung der EU für erneute staatliche Unterstützung der Werften in Stralsund und Wolgast werben. Nach Angaben des Regierungschefs ist es das Ziel, dass die Hälfte der benötigten 200 Millionen Euro von Unternehmensseite aufgebracht wird. Für die andere Hälfte würden Land und Bund aufkommen. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

P+S Werften in Finanznot

Die Zeit wird knapp

Donnerstag, 31. Mai 2012

Die P+S Werften haben derzeit Probleme mit der Ablieferung der Scandlines-Neubauten. Foto: P+S WerftenDie P+S Werften haben derzeit Probleme mit der Ablieferung der Scandlines-Neubauten. Foto: P+S Werften
Für die Rettung der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast wird die Zeit immer knapper. Zwar setzten Vertreter von Bund und Land am Mittwoch ihre Gespräche über weitere staatliche Hilfen fort. Doch blieb weiter unklar, ob die Wettbewerbshüter der EU einem neuen Rettungspaket überhaupt zustimmen. Die Brüssel-Reise werde frühestens heute (Donnerstag) stattfinden. Nach Angaben der Landesregierung benötigt P+S mehr als 200 Millionen Euro. Um aktuelle Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können, sei ein zweistelliger Millionenbetrag noch diese Woche nötig. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"
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Schulte: P+S Werften auf dem richtigen Weg

Finanzloch von 200 Millionen Euro

P+S Werften brauchen Geld

Mittwoch, 30. Mai 2012

Ein großes Finanzloch gefärdert den Weiterbestand der P+S Werften. Foto: P+S WerftenEin großes Finanzloch gefärdert den Weiterbestand der P+S Werften. Foto: P+S Werften
Ein Finanzloch von 200 Millionen Euro gefährdet den Fortbestand der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast. Das Land sei zwar grundsätzlich zur Hilfe bereit, sehe aber auch den Bund, die Banken, das Unternehmen und die Belegschaft mit in der Verantwortung. "Wir können das allein nicht stemmen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) am Dienstag nach einer Krisensitzung in Schwerin. Weitere staatliche Gelder könnten zudem nur fließen, wenn die EU die Werften mit ihren knapp 2000 Beschäftigten als marktfähig einstufe und den Hilfen zustimme. Mehr: Im THB "Täglicher Hafenbericht"

P+S WERFTEN: Erklärung zur aktuellen Lage

Die P+S Werften haben einen Auftragsbestand von mehr als einer Milliarde Euro und stehen in Verhandlungen zu Projekten von weiteren 2,4 Milliarden Euro. Diese Zahlen belegen, dass sich die getroffenen strategischen Entscheidungen, insbesondere die Schwerpunktverlagerung auf den Spezialschiffbau, positiv ausgewirkt haben. Dieses Volumen sichert die Beschäftigung auf Jahre. Ein wesentliches Problem ist die notwendige Finanzierung, die in gleichem Volumen mitwachsen muss. Die Zwischenfinanzierung der Neubauten bis zur endgültigen Ablieferung und Bezahlung ist Voraussetzung für die Auftragserteilung. Bisher steht den P+S WERFTEN ein finanzieller Rahmen zur Verfügung, der zur weiteren Ausdehnung des Geschäftes und zur Absicherung der bisherigen Neubauten nicht ausreichend ist und die weitere Entwicklung zum Spezialschiffbauer bremst. Logischerweise stehen die P+S WERFTEN ständig mit den Finanzierungspartnern und Sicherungsgebern in konstruktiven Gesprächen, so auch mit unserer Landesregierung. Etwas vollkommen anderes ist die Erfolgsrechnung einzelner Neubauten. Dass sich bei verspäteten Ablieferungen, wie im Falle der Scandlines-Fähren, auch Fragen von Vertragsstrafen stellen, ist nicht außergewöhnlich. Diese sind im Vertrag geregelt und limitiert. Sie führen jedoch nicht zu Verlusten in Höhe von vielen Millionen! Eine Vermengung dieser Themen führt zwangsläufig zu einem irreführenden Bild, das der tatsächlichen Lage nicht gerecht wird. Nochmals: Die Auftragslage und die derzeitigen Perspektiven sprechen dafür, dass die Beschäftigung im bisherigen Umfang und noch darüber hinaus in den nächsten Jahren gesichert ist. Dies ist unser Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern, und wir sind Bundes- und Landesregierung außerordentlich dankbar, dass sie diese Entwicklung möglich gemacht haben und weiterhin positiv begleitend fördern. Im Auftragsbuch der P+S WERFTEN GmbH stehen Spezialschiffe mit einem Gesamtauftragsvolumen von über einer Milliarde Euro und einer Auslastung bis Mitte 2013, u. a. die Großaufträge über zwei Fähren für die Reederei Scandlines, zwei Offshore-Installationsschiffe, eines der größten Schwerlastschiffe vom Typ Offshore Construction Vessel, zwei Spezialtransportschiffe für DFDS, fünf eisgängige Spezialfrachter für die Reederei Royal Arctic Line sowie vier Küstenwachschiffe für die Swedish Coast Guard. d

Angeblich bis zu 100 Millionen Euro

Weitere Hilfen für P+S Werften

Mittwoch, 23. Mai 2012

Die P+S Werften in Stralsund und Wolgast sollen erneut finanziellen Unterstützung bekommen. Foto: P+S WerftenDie P+S Werften in Stralsund und Wolgast sollen erneut finanziellen Unterstützung bekommen. Foto: P+S Werften
Das Land wird den P+S-Werften in Stralsund und Wolgast möglicherweise mit weiteren Finanzhilfen unter die Arme greifen. Wirtschaftsminister Harry Glawe, der am Dienstag seine Ministerkollegen über die aktuelle Lage der Schiffbaubetriebe informierte, ließ nach der Kabinettssitzung offen, in welcher Form und in welchem Umfang Hilfen gewährt werden sollen. Beschlüsse seien nicht gefasst worden. In der kommenden Woche werde sich das Kabinett erneut mit dem Thema befassen. Dann sollen Zahlen vorliegen. Einem Bericht des Rundfunksenders NDR 1 Radio MV zufolge, soll es um Finanzhilfen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro gehen.

P+S Werften in Stralsund und Wolgast sind mit Spezialschiffbau auf dem richtigen Weg

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte,  hat sich am Mittwoch mit Vertretern der P+S Werften in Stralsund getroffen. Von Seiten der Geschäftsführung nahmen neben dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Dieter Brammertz, auch der für den Bereich Finanzen zuständige CFO, Thomas Maetzel, teil. Gleichzeitig haben Vertreter des Betriebsrates an dem Gespräch teilgenommen.

Schulte zog nach dem Gespräch ein positives Fazit. So habe die Geschäftsführung in dem Gespräch überzeugend aufgezeigt, dass die Strukturveränderungen der Werften an den Standorten Wolgast und Stralsund hin zu einem Anbieter von hochwertigen Spezialschiffbauten der richtige Schritt gewesen sei. Die Geschäftsführung sehe das Unternehmen inzwischen sogar auf dem besten Wege, sich unter den weltweit führenden Unternehmen im Spezialschiffbau zu etablieren.

Schulte: “Geschäftsführung und Betriebsrat sehen das Unternehmen jedoch auch vor grossen Herausforderungen, z.B. in der Frage, auch in Zukunft das für die weitere Entwicklung erforderliche Personal zu finden.” So habe der Betriebsrat darauf hingewiesen, dass das Unternehmen erhebliche Anstrengungen unternehme, im eigenen Unternehmen junge Leute auszubilden. Es sei jedoch zusätzlich erforderlich, dass gerade an den Fachhochschulen des Landes zielgerichteter für die Unternehmen dieses Landes qualifiziert werde.

Trotz aller Unkenrufe in der Vergangenheit zeigt sich am Beispiel der P + S Werft, das moderne Werften in M-V ihre Zukunft haben“, so Schulte abschließend.

 

Alpha Offshore Platform Construction Starts at Nordic Yards, Germany

Posted on May 3rd, 2012 with tags alpha, construction, europe, Germany, News by topic, Nordic Yards, offshore, platform, starts, SylWin. Construction starts on the SylWin alpha offshore transformer platform at Nordic Yards, manufacturer of innovative special ships and major maritime projects for the offshore wind and other industries. Today, on the date announced at the contract signing in February this year, the first steel blank cut was made in the presence of representatives of the client, Siemens Energy, and the end customer, TenneT, at the Rostock-Warnemünde yard. SylWin alpha is the third offshore transformer platform to be built by Nordic Yards for Siemens Energy. Three of the six offshore HVDC transformer platforms currently being built worldwide can be found at Nordic Yards – which makes the shipyard group world market leader in the manufacture of transformer platforms. The topside, the actual platform, and the jacket, the foundation, will be manufactured and optimised at the two yards in Warnemünde and Wismar. With an overall height of approximately 80 metres, a width of 56 metres and a length of over 82 metres, SylWin alpha is not only larger than the two platforms under construction, BorWin beta and HelWin alpha, it is the largest platform of its type to be built so far. The transformer platform will be installed in the North Sea, about 70 kilometres west of Sylt, and will transform and transmit to the German mainland up to 864 megawatts of energy generated by the DanTysk and Butendiek wind farms. “This day marks an important milestone in the further development of Nordic Yards’ competence in the offshore field. Because of the size and extended scope of this project, SylWin alpha is even more complex and challenging than its predecessors. We are looking forward to a continuing excellent working relationship with Siemens and TenneT,” says Vitaly Yusufov, owner and Managing Director of Nordic Yards.

UK: Gardline to Transport Dong Energy’s Personnel

Posted on May 3rd, 2012 with tags Dong, energy, European, Gardline, News by topic, personnel, Transport, UK. With more than 20 years experience in the wind power industry, Dong Energy is one of the leading offshore wind farm developers in the country and Gardline, with its fleet of specialist turbine transfer vessels will be transporting personnel to and from offshore wind turbines, offshore sub-stations and other vessels at sea. Michael Martins, Coastal Services Business Manager for Gardline Environmental said “This contract shows the commitment from Dong Energy to provide quality crew transfer vessels. Gardline is proud of its reputation as a leader in providing these and has built on its reputation and experience in the oil and gas industry to develop best practice for the renewable sector.”

Werft macht Schiffen Beine

Überseehäfen. Schwimmen können „Victoria Mathias“ und „Friedrich Ernestine“ schon ganz gut. Damit die Offshore-Montageschiffe auch sicher stehen können, macht die Lloyd Werft ihnen jetzt Beine: Am Wochenende sollen die 80 Meter langen Stelzen an Bord eines Schwergutschiffes in Bremerhaven eintreffen und in den kommenden Wochen montiert werden.

 

Von einer eigens gebauten Schwerlastplatte (Bildmitte) aus sollen die Beine der beiden Offshore-Montageschiffe montiert werden. Foto eer

Als die Hubschiffe im Februar in Bremerhaven eintrafen, hatten sie ihre Beine auf der Bauwerft in Korea zurückgelassen. So ließen sie sich leichter transportieren. Außerdem musste die Hydraulik wegen Materialmängeln nachgerüstet werden. Jetzt soll die Lloyd Werft die Beine wieder einsetzen – ein echter Kraftakt: Jede der vier Stelzen, mit denen sich die Plattform bei Montagearbeiten auf See aus dem Wasser stemmen kann, wiegt 650 Tonnen.

Um die Last zu wuppen, musste die Werft sogar ihre Kaje verstärken. Vor dem Dock II entstand eine Schwerlastplatte aus 1,40 Meter dickem Beton, tiefgegründet und so groß wie drei Tennisplätze (30 mal 35 Meter). Kosten: mehr als eine halbe Million Euro. Auf dieser Platte werden jetzt zwei Mobilkräne aufgebaut, mit 100 Meter hohen Auslegern – „ein bisschen mehr als das, was wir hier sonst so stehen haben“, sagt Lloyd-Werft-Betriebsingenieur Thorsten Beiler. Assistieren wird den beiden Riesen ein Schwimmkran.

Mitte Mai soll das Kran-Terzett in Aktion treten. Als erstes kommt „Victoria Mathias“ auf die Beine; Ende Mai/Anfang Juni soll sie stehen. „Wir streben an, danach so schnell wie möglich mit dem ersten Einsatz zu beginnen“, sagt Konrad Böcker, Sprecher von RWE Innogy, der Öko-Strom-Tochter des RWE-Konzerns. Im Windpark „Nordsee Ost“ vor Helgoland soll „Victoria Mathias“ im Sommer die ersten Fundamente setzen.

Die Lloyd Werft hofft, dass ihre Schwerlastplatte nach Abschluss der Montage nicht lange leer bleibt. „Wir sehen das als langfristige Investition“, sagt Betriebsingenieur Beiler. „Wir hoffen auf die Offshore-Windenergie.“ (cb)

Artikel vom 27.04.12 - 06:00 Uhr

 

Bau einer dritten Offshore-Umspannplattform

100 neue Jobs bei Nordic Yards

Mittwoch, 25. April 2012 THB Derzeit sind die Mitarbeiter mit dem Bau der Plattform BorWin beta beschäftigt. Foto: Nordic Yards Für den Bau der dritten Offshore-Umspannplattform für einen Windpark suchen die Nordic-Werften in Wismar und Warnemünde 100 neue Mitarbeiter. Bedarf bestehe besonders für Fachkräfte zur Projektierung, Planung, Konstruktion und Qualitätssicherung sowie für zertifizierte Schweissfachingenieure, teilte das Unternehmen mit. Die bisher größte bei Nordic in Auftrag gegebene Plattform ist für den Windpark "Sylwin" in der Nordsee, etwa 70 Kilometer westlich von Sylt, bestimmt. Derzeit beschäftige das Unternehmen an seinen beiden Standorten 945 Mitarbeiter. Sie sind mit dem Bau der beiden Plattformen "HelWin alpha" und "BorWin beta" beschäftigt. Beide Plattformen sollen in der Nordsee Teile von Siemens-Windparks werden. Der Baustart von "SylWin Alpha" ist für Mai geplant. Mit der dritten Plattform ist Nordic Yards eigenen Angaben zufolge Marktführer im Segment der sogenannten HVDC-Plattformen. Drei der derzeit sechs vergebenen Aufträge trügen die Kennung "Hergestellt bei Nordic in Wismar und Warnemünde". Nordic Yards versteht sich als Hersteller innovativer Spezialschiffe und maritimer Großprojekte. Das Unternehmen war 2009 aus der insolventen Wadan-Werft hervorgegangen und hat Ende September 2011 als bislang letzten Schiffsauftrag den arktischen Spezialtanker "Enisey" an das russische Bergbauunternehmen Norilsk Nickel ausgeliefert. Bemerk.Verf.HP: Freut mich, dass die Werft die Kurve bekommen hat , nach all den Querelen der Vergangenheit mit den  Eigentümern.  

Maritim heute 25.04.2012

Nordic Yards baut Position im Bereich Offshore aus

Nordic Yards, Hersteller innovativer Spezialschiffe und maritimer Großprojekte, sucht, u.a. für die im Februar diesen Jahres von Siemens Energy in Auftrag gegebene dritte Offshore-HVDC-Konverterplattform, gut ausgebildete Fachkräfte u.a. für ingenieurtechnische Aufgaben. Besonders für die Bereiche Projektierung, Planung, Konstruktion und Qualitätssicherung werden Mitarbeiter gesucht. Darüber hinaus besteht Bedarf an zertifizierten Schweißfachingenieuren. „Die Erweiterung ist logisch und bringt das SylWin Projekt mit sich. Jetzt gilt es, gute Fachkräfte zu finden.“, so Björn Cleven, Personalleiter bei Nordic Yards. Der Baustart für die bislang größte Plattform dieser Art ist für Mai geplant und gleichzeitig ein Meilenstein in der Entwicklung von Nordic Yards, denn SylWin Alpha speist mit 864 MW Übertragungsleistung erneuerbare Energie in das deutsche Stromnetz ein und ist damit größer als die beiden schon im Bau befindlichen BorWin Beta und HelWin Alpha. Der von Nordic Yards gestellte Lieferumfang ist nunmehr mit den Sekundär- Elektroanlagen, dem Klima-Lüftungs-Paket sowie dem Feuerlösch-Paket gegenüber den ersten beiden Konverter-Plattformen deutlich erweitert. Damit steigen auch die Herausforderungen an das Projekt, an die Erfüllung der Qualitätsforderungen, sowie der Bedarf an Fachkräften, um die Marktposition weiter auszubauen. In den nächsten Wochen werden Mitarbeiter für über neue 100 Stellen bei Nordic Yards gesucht. Mit der dritten Konverterplattform ist Nordic Yards nunmehr quasi Weltmarktführer im Segment der HVDC-Plattformen – drei von derzeit sechs vergebenen werden die Kennung “Hergestellt bei Nordic in Wismar und Warnemünde” tragen. Vitaly Yusufov, Eigentümer und Geschäftsführer von Nordic Yards:Mit den drei Konverterplattformen leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Gleichzeitig ist der Transformationsprozess hin zu einem zukunftsträchtigen Markt-segment de facto geglückt – wir sind nunmehr eine `echte` Spezial-Werft. Aktiv wie bisher, werden wir uns an den kommenden, weltweiten Ausschreibungen für Offshore-Windplattformen beteiligen und traditionell natürlich auch an Schiffsprojekten im Nischenmarkt.“    

RAVE: Forschen am deutschen Offshore-Testfeld alpha ventus

Wissenschaftlich begleitet wird der Windpark von der Forschungsinitiative RAVE – reserach at alpha ventus. Unter diesem Dach widmen sich mehr als 40 Forschungsinstitute, Firmen und Behörden der wissenschaftlichen Grundlagenforschung und arbeiten an der Optimierung der Anlagentechnik. Das neue BINE-Themeninfo „RAVE – Forschen am Offshore-Testfeld“ (I/2012) gibt einen Überblick über die Initiative und stellt erste Ergebnisse aus den Bereichen Anlagentechnik, Grundlagen- und ökologische Begleitforschung sowie Netzintegration vor.

Das Einsatzgebiet Offshore stellt hohe Anforderungen an die Anlagentechnik. Die Anlagen müssen speziell angepasst sein, um starken Stürmen, dem Zusammenspiel von Wind- und Wellenenergie und der salzhaltigen Atmosphäre standhalten zu können. Aber seegestützte Windparks bieten andererseits auch interessante Perspektiven, weil die Windgeschwindigkeiten hier höher ausfallen als an Land. Um auf diesem neuen Gebiet die nötige Sicherheit zu haben, werden verlässliche technologische und naturwissenschaftliche Langzeitdaten benötigt. Es kommt hinzu, dass die Windparks verträglich für das Meeresökosystem sein müssen. Ein weiteres Ziel ist, den erzeugten Windstrom gut ins Stromnetz zu integrieren und verlustarm zu den Verbraucherschwerpunkten nach Süden zu leiten. Auch die gesellschaftliche Akzeptanz wird untersucht. Dies alles sind Themen der Forschungsinitiative RAVE.

Forschungsprojekt „Rettungskette Offshore Wind“ gestartet

25.04.2012
Initiatoren und Mitarbeiter des Projektteams bei der Kick-Off Veranstaltung im BUKH
In der vergangenen Woche wurde im Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH) der offizielle Kick-Off des Forschungsprojekts „Rettungskette Offshore Wind“ gegeben. Das auf drei Jahre angelegte Projekt zur Erarbeitung eines Rettungskettenkonzepts für Unfallverletzte in Offshore-Windenergieanlagen wird durch die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) gefördert.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Rettungslogistik, -technik und -medizin ein bestmögliches Rettungskettenkonzept für Unfallverletzte in Offshore-Windparks zu erarbeiten, um hieraus Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung der Rettungskette abzuleiten. Aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung muss diese Gestaltung eine Erstversorgung Verletzter unter den besonderen Verhältnissen der im Windpark vorhandenen Gegebenheiten berücksichtigen. So ist die Zugänglichkeit der Anlagen maßgeblich von den Wetter- und Seegangsbedingungen abhängig. Im Rahmen des Forschungsprojekts müssen auch die erschwerten Bedingungen des Rettungstransports von einer Windenergieanlage über See zum Unfallkrankenhaus betrachtet werden. Das Kick-Off-Meeting markiert den offiziellen Beginn der Forschungsarbeiten des Projektteams, dem neben Notfall-, Rettungs- und Unfallmedizinern auch Biomechaniker, Meereswissenschaftler, Physiker, Ingenieure, Juristen und Vertreter der Berufsgenossenschaften angehören. Beabsichtigt ist die Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen, Verbänden und Fachleuten im Sinne einer förderlichen maritimen Sicherheitspartnerschaft für Offshore-Windparks. Auch weitere Berufsgenossenschaften beteiligen sich langfristig an diesem Projekt.
       
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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