WSP-SH: Fähre kollidierte auf der Trave mit Sportbooten

09. September 2012 | 11:57 Uhr
Travemünde (ots) - Heute, am 09.09.2012 um 06.40 h, fuhr die einlaufende norwegische Ro/Ro Fähre "Antares" bei dichtem Nebel im Fahrwasser der Trave zu weit nach steuerbord und kollidierte im Bereich der Autofähre zum Priwall mit 8 Sportbooten, einem Leuchtpfahl und der Priwall-Personenfähre. Personen wurden dabei nicht verletzt. Die aus Helsingborg kommende 157 m lange Fähre lief bei sehr dichtem Nebel in die Trave ein. Die Brücke war vorschriftsmäßig besetzt. An Bord der "Antares" befanden sich 33 Personen. In Höhe des Ostpreußenkais kam die Fähre dann zu weit aus dem Fahrwasser nach Steuerbord und kollidierte mit ihrer Steuerbordseite mit einem Leuchtpfahl, der Personenfähre "Priwall IV" und acht dort am Anleger festmachten Sportbooten. An Bord der beschädigten Motorboote hielten sich insgesamt 12 Personen auf und schliefen noch. Bei der Kollision entstand erheblicher Sachschaden. An der "Antares" entstanden lediglich Farbabschürfungen. Die "Antares" kam allein wieder frei und machte kurz darauf am Skandinavienkai fest. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ermittelt nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Ein technischer Defekt sowie menschliches Fehlverhalten sind nicht auszuschließen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden.Norddeutsche Rundschau "Nils Holgersson" Nach Havarie: Mitarbeiter belasten Kapitän   Travemünde Über wie viel Erfahrung verfügte der Kapitän (42) der „Nils Holgersson“? Vor fünf Wochen rammte die schwedische Fähre der Reederei TT-Line im Hafen von Travemünde das dänischen RoPax-Schiff „Urd“. In einem offenen Brief an die „Lübecker Nachrichten“ sollen sich Mitarbeiter der Reederei jetzt über die Qualifikation des Kapitäns beklagt haben: „Er hat die ,Nils Holgersson‘ nur einmal pro Jahr jeweils für zwei Wochen gefahren, damit er seine Lotsenberechtigung nicht verliert.“ Die Antriebsgondeln der „Nils Holgersson“ waren nach Ermittlungen der Wasserschutzpolizei nicht auf „Hafenbetrieb“ gestellt und ließen sich nicht in den Rückwärtsgang drehen – die 190 Meter lange Fähre geriet außer Kontrolle. Gegen den Kapitän wird nun wegen dieses Fehlers ermittelt. Jens Scharner, Geschäftsführer der TT-Line, sagte unserer Zeitung: „Der offene Brief liegt uns nicht vor, bestürzt uns jedoch sehr. Niemals würden wir einen Kapitän ans Runder lassen, wenn wir die geringsten Zweifel daran hätten, dass er Passagiere, Crew und Fracht nicht sicher befördern könnte.“ Die „Nils Holgersson“ fährt mittlerweile wieder, der Beschuldigte auch – allerdings vorerst nicht mehr in der Funktion eines Kapitäns. ge Norddeutsche Rundschau    

Kollision vor Travemünde

Ermittlungen gegen Kapitän

Mittwoch, 09. Mai 2012 Nach der Schiffskollision am Travemünder Skandinavienkai ermitteln jetzt Polizei und Staatsanwaltschaft gegen den Kapitän der "Nils Holgersson". Die bisherigen Untersuchungen hätten einen technischen Defekt als Ursache ausgeschlossen, teilte die Wasserschutzpolizei mit. Die 191 Meter lange RoPax-Fähre hatte am Donnerstag im Fährhafen von Lübeck-Travemünde die am Kai liegende Autofähre "Urd" gerammt und dabei schwer beschädigt. Anstatt vor dem Anlegen zu wenden, war die "Nils Holgersson" geradeaus weitergefahren und fast rechtwinklig in den Rumpf der "Urd" gerauscht. Bei der Auswertung des Datenschreibers haben die Ermittler nach Polizeiangaben festgestellt, dass die Antriebsanlage zum Zeitpunkt des Wendemanövers nicht auf "Revierbetrieb" umgeschaltet war. Dadurch war das Schiff nur sehr eingeschränkt manövrierfähig. Alkohol war nach Angaben der Polizei nicht im Spiel. Die Ermittlungen der Behörden dauerten an, sagte der Polizeisprecher.  

Urd hat Travemünde verlassen

Travemünde 09.05.2012 | Die Fähre »Urd« hat am Mittwoch gegen 12:00 Uhr Travemünde verlassen. Das Schiff war am frühen Abend des 3. Mai am Kai liegend von dem Passagierschiff »Nils Holgersson« gerammt und schwer beschädigt worden.  
Die »Urd« auf der Trave. Foto: WM
Begleitet von Schleppern ging es auf die Ostsee. Fotos: TA
      Der ungewöhnliche Schiffsunfall hatte für sehr viel Aufsehen gesorgt. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Sachschaden ist sehr hoch. TA   Das Bugvisier der „Nils Holgersson“ hat eine Kerbe in die Fähre „Urd“ geschlagen, dabei auch einen Sattelschlepper getroffen. Das Loch an der Wasserlinie stammt vom Bugwulst.
Kapitän verursachte Kollision im Hafen
Antriebsgondeln der „Nils Holgersson“ wurden offenbar falsch bedient
Travemünde
Für das Schiffsunglück im Hafen von Travemünde ist nach ersten Ermittlungen wohl der Kapitän des Passagierschiffs „Nils Holgersson“ verantwortlich. „Es lag kein technischer Defekt vor“, sagt Karsten Dose, Sprecher der Wasserschutzpolizei Travemünde. Gegen den Kapitän sei ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet worden. Das Schiff der Reederei TT-Line hatte am vergangenen Donnerstag beim Anlegen die dänische Fähre „Urd“ gerammt und aufgerissen. Ursache: Die 191 Meter lange „Nils Holgersson“ verfügt über einen neuartigen Pod-Antrieb. Die Schiffsschrauben sind dabei unter dem Heck an Gondeln montiert, die sich in jede Richtung drehen lassen. Sie sind damit Ruder und Antrieb zugleich. Polizeisprecher Karsten Dose: „Es gibt zwei Einstellungen. Im Hafen wird auf Revierfahrt geschaltet, die Propellergondeln lassen sich dann um 360 Grad drehen, weshalb das Schiff sehr gut manövrieren kann. Im Seebetrieb lassen sich die Gondeln jedoch nur noch bis zu 35 Grad nach Backbord oder Steuerbord drehen.“ Somit sei es auch nicht mehr möglich, die Gondeln um 180 Grad zu schwenken („Maschine zurück“), denn ein solches Manöver bei voller Fahrt würde den Antrieb beschädigen. Als die „Nils Holgersson“ um 18.15 Uhr in den Hafen einlief, begann der Kapitän mit dem Wendemanöver, um rückwärts am Anleger 6a festzumachen – ohne zu bemerken, dass die Gondeln weiter auf Seebetrieb geschaltet waren. Sie ließen sich damit nicht so weit drehen, wie es nötig gewesen wäre. Polizeisprecher Dose: „Mit der Stellung auf Seebetrieb konnte der Kapitän außerdem kein Rückwärtsmanöver einleiten. Der Zusammenstoß ließ sich nicht mehr vermeiden, ein langes Warnsignal wurde abgegeben.“ Warum hat der erfahrene Kapitän die falsche Einstellung nicht spätestens dann bemerkt, als sein Schiff aus dem Ruder lief? „Das ist Teil der Ermittlungsakten“, sagt Dose. „Alkoholgenuss bei den Verantwortlichen haben wir aber durch einen Test ausgeschlossen.“
Eckard Gehm Norddeutsche Rundschau

szmtag

Fehlverhalten wohl die Ursache für Schiffsunfall in Travemünde

Borkum, Mo. 07.05.12 15:44
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Travemünde (dapd-nrd). Die Schiffskollision in Lübeck-Travemünde am vergangenen Donnerstag ist vermutlich auf ein Fehlverhalten des Kapitäns zurückzuführen. Ein technischer Defekt werde vorerst ausgeschlossen, teilte die Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein am Montag mit. Die Verantwortlichen hätten aber nicht unter Alkoholeinfluss gestanden, hieß es weiter. Die Polizei ermittle nun wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs, ein Strafverfahren sei eingeleitet worden.Die Fähre «Urd» der Reederei Scanlines war an ihrem Liegeplatz von dem Passagierschiff «Nils Holgersson» gerammt worden und mit dem Bug gesunken. Während das Passagierschiff am Freitag wieder auslaufen konnte, liegt die stark beschädigte «Urd» immer noch vor dem Skandinavienkai. Wann sie repariert wird, ist noch offen.dapd / T2012050303657 / hns / car /1
Foto: Holger Kröger
Taucher flicken die „Urd“
Gerammte Fähre schwimmt wieder – Ursache der Havarie im Travemünder Hafen bleibt weiter unklar
Travemünde
Es ist ein Fingerabdruck der Zerstörung, den die Schwedenfähre „Nils Holgersson“ hinterlassen hat. Über Wasser schnitt ihr Bugvisier eine keilförmige Kerbe in das Oberdeck der dänischen Ro-Ro-Fähre „Urd“, unter Wasser drückte ihr Bugwulst ein klaffendes Loch in die Bordwand. Stahlplatten versch. Größen wurden durch Taucherfirma aufgeschweißt. Das ist Leck geschlossen. Das Schiff schwimmt langsam auf. Es wird schiffsseitig und mit Unterstützung weiterer Pumpen gelenzt.  Das Wasser ist nicht kontaminiert und wird in die Trave gelenzt. Die Wasserbehörde hat Kenntnis. Auf der "URD" sind noch 14 LKW im Laderaum unter Deck, der Laderaum soll gegen Mittag betreten werden. Zur großen Gefahr wurde dabei, dass auch eine zweite Wand im Inneren des Schiffes von dem Bugwulst aufgerissen wurde, erklärt Karsten Dose von der Wasserschutzpolizei Travemünde. Die von der Crew der „Urd“ eilig geschlossenen Schotts konnten deshalb einen Wassereinbruch nicht verhindern. Das gesamte Unterdeck, bereits voll beladen mit Lastwagen, wurde geflutet. Nur das kleinere zweite Loch konnten Taucher in der Nacht nach dem Unglück mit Stahlplatten zuschweißen. Taucher-Chef Jürgen Hock aus Lübeck: „Die vier mal vier Meter im Rumpf waren einfach zu groß.“ Der Einsatz war für seine Männer extrem anspruchsvoll. „Das Wasser lief durch Leitungen und Kanäle in den Bug, der sich senkte. Es knirschte und knackte und gab überall Kurzschlüsse.“ Die „Urd“ (Tiefgang: sechs Meter) sank auf den Hafengrund und blieb mit Schlagseite liegen – auf dem offenen Meer wäre sie möglicherweise gesunken. Gestern in den frühen Morgenstunden war das Schiff dann wieder dicht, das Wasser wurde langsam abgepumpt. Oliver Bäth von der Lübecker Berufsfeuerwehr: „Der Kapitän der ,Urd‘ hat dabei Wasser so in den Ballasttanks verteilt, dass sein Schiff immer stabil lag.“ Die Unfallursache ist noch unklar. Jens Scharner, Geschäftsführer der „Nils Holgersson“-Reederei TT-Line: „Unser Kapitän hat den Behörden Bericht erstattet, mehr kann ich vorerst nicht sagen.“ Zeugen hatten beobachtet, dass die 190 Meter lange „Nils Holgersson“ kurz vor dem Aufprall vollen Gegenschub gegeben hatte. Aus dem Ruder gelaufen war die Fähre mit 63 Passagieren an Bord beim Anlegen. Sie wollte wenden und rückwärts zum Anleger 6a des Skandinavienkais fahren müssen. Stattdessen rauschte sie der „Urd“, die 60 Passagiere an Bord hatte und nach Lettland wollte, in die Backbordseite. 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten eilten zum Unglücksort, da sie von vielen Verletzten ausgingen. „Es hat hohen Sachschaden an den beiden Schiffen gegeben, aber glücklicherweise sind keine Menschen verletzt worden“, sagte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) gestern. Das liegt vor allem daran, dass das Unterdeck fertig beladen war und die Lkw-Fahrer es bereits verlassen hatten. Laut Wasserschutzpolizei stehen dort noch 14 Laster, die jetzt geborgen werden. Ermittler haben die Daten-Aufzeichnungsgeräte auf der Brücke beschlagnahmt, Zeugen und Besatzung vernommen. Die Ermittlungen werden vermutlich noch Wochen dauern.
Eckard Gehm Norddeutsche Rundschau
   

Kollision im Hafen Travemünde verlief glimpflich

Bug der "Urd" sank auf Grund

Samstag, 05. Mai 2012 Die "Urd" wurde bei der Kollision schwer beschädigt. Foto: DGzRS Die Kollision des RoPax-Schiffes „Nils Holgersson“ mit der Fähre „Urd“ im Hafen Travemünde ist relativ glimpflich ausgegangen. „Es hat hohen Sachschaden an den beiden Schiffen gegeben, aber glücklicherweise sind keine Menschen verletzt worden“, sagte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) am Freitag, nachdem er sich am Skandinavienkai über die Lage informiert hatte. Auch trat kein Öl aus, teilte das Havariekommando in Cuxhaven mit, das die Gesamteinsatzleitung von der Feuerwehr Lübeck übernahm. Am Skandinavienkai war am Vorabend die „Nils Holgersson“ der TT-Line bei einem Wendemanöver aus dem Ruder gelaufen und hatte ein sechs Quadratmeter großes Loch in die Bordwand der für Scandlines fahrenden „Urd“ gerissen. Durch das Loch unterhalb der Wasserlinie strömte Wasser in das Autodeck des Schiffes, das bereits voll beladen war. Durch das eindringende Wasser bekam die „Urd“ Schlagseite. Zunächst konnte Schlimmeres verhindert werden, indem die beschädigte Sektion abgeschottet wurde. Später sank der Bug des Schiffes jedoch ab. Der Wassereinbruch war zu stark, auch die zusätzlich an Bord gebrachten Pumpen konnten die Fähre nicht schwimmend halten. In der Nacht zu Freitag konnten Taucher das Loch im Rumpf der 170 Meter langen „Urd“ abdichten. Danach wurde das Wasser abgepumpt. Dadurch hob sich der vordere Teil des Schiffes von alleine, wie eine Sprecherin des Havariekommandos bestätigte. Unklar war dagegen noch die Unfallursache. Die „Nils Holgersson“ hätte eigentlich auf der Trave wenden müssen, um rückwärts an den Anleger zu manövrieren. Stattdessen steuerte sie nach Augenzeugenberichten geradeaus und fuhr der „Urd“ in die Seite. Auch die Höhe des Sachschadens an beiden Schiffen ist noch unbekannt. Die „Urd“ werde voraussichtlich bis Mitte Mai ausfallen, sagte ein Scandlines-Sprecher. Auch an der „Nils Holgersson“ stellte ein Gutachter Schäden im Bugbereich fest, die einen Werftaufenthalt nötig machen.   Nils Holgersson" rammt Fähre am Skandinavienkai Foto 1 von 9 Schiffskollision im Hafen von Travemünde Lübeck Schwere Schiffskollision gestern Abend am Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde. Das Fährschiff „Nils Holgersson“ kollidierte beim Einlaufen rechtwinklig mit der am Kai liegenden Scandlines-Fähre „Urd“. Der Wulststeven der „Nils Holgersson“ riss dabei den Rumpf unterhalb der Wasserlinie der „ Urd“ auf einer Größe von ca. 6 Quadratmetern auf. Der Bug beschädigte das Schanzkleid der „Urd“ im oberen Bereich erheblich (Foto). Da das Loch unterhalb der Wasserlinie liegt, strömte sofort Wasser in das Schiff, das bereits am Abend mit Hilfe der Feuerwehr abgepumpt wurde. Verletzt wurde nach Angaben der Wasserschutzpolizei niemand. sh:z Norddeutsche Rundschau   Foto: Dierk Boldt  

Schiffskollision in Travemünde: Fähre liegt auf Grund

  04.05.2012, 09:32 Uhr  
Die deutsche Fähre  "Nils Holgersson" hat ein ein großes Loch in den Rumpf des dänischen Passagierschiffs "Urd" gerissen (Quelle: dpa) Die deutsche Fähre "Nils Holgersson" hat ein ein großes Loch in den Rumpf des dänischen Passagierschiffs "Urd" gerissen (Quelle: dpa)
  Zwei Schiffe sind am Donnerstagabend am Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde zusammengestoßen. Eine 171 Meter lange Fähre ist nach der Kollision mit einem Passagierschiff mit dem Bug auf Grund gesunken.   Das 190 Meter lange Passagierschiff "Nils Holgersson" fuhr aus bislang ungeklärter Ursache vor den Anlegern geradeaus und rammte die Personen-und-Pkw-Fähre "Urd", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Lübeck-Travemünde. Menschen wurden nicht verletzt.    

Großes Leck in der Bordwand

  Die deutsche "Nils Holgersson" der TT-Line-Reederei kehrte aus Schweden zurück. Sie riss ein etwa sechs Quadratmeter großes Leck in die Bordwand der RoRo-Fähre "Urd". Diese lag am Kai und wurde zum Unglückszeitpunkt be- und entladen.   Nach einem ersten Versuch, den Rumpf zu schließen, trat erneut Wasser in die dänische Fähre ein, sagte ein Feuerwehrsprecher. Das Schiff der Reederei Scandlines sank daraufhin mit dem Bug auf den Grund und blieb mit Schlagseite am Anleger liegen.   Die beschädigte Stelle solle mit einem sogenannten Lecksegel abgedichtet werden, erklärte eine Sprecherin des Havariekommandos. Dieses wird um die Schiffshaut gespannt. Wie lang dies dauere, sei nicht absehbar, sagte die Sprecherin. Anschließend werde das Schiff leergepumpt. Die elf Jahre alte "Nils Holgersson" blieb offenbar unbeschädigt.  

Sprecher schließt menschliches Versagen nicht aus

  Eigentlich hätte die mit 63 Passagieren besetzte "Nils Holgersson" in einem Wendebecken vor den Anlegern drehen sollen, um dann rückwärts an den Kai zu fahren. Warum sie geradeaus fuhr, wird nun untersucht. Die Wasserschutzpolizei geht von einem technischen Defekt aus. Der Sprecher schloss allerdings auch menschliches Versagen nicht aus. Die Sichtverhältnisse seien gut gewesen.   Die Feuerwehr, die anfangs mit mehr als 150 Mann im Einsatz war, legte vorsorglich Ölschlangen bereit. Vorerst trat jedoch kein Öl aus. Zur Höhe des Schadens konnte die Polizei noch keine Angaben machen.                   Lübeck - Am Skandinavienkai hat es am frühen Abend eine Schiffskollision gegeben. Die "Nils Holgersson" ist seitlich in eine Scandlines-Fähre gefahren, die am Kai festgemacht hatte. Die RoRo-Fähre "Urd" lag am Anleger, als die "Nils Holgersson" sie beim Einlaufen rammte. Die Frachtfähre wurde gerade beladen und sollte eigentlich heute Abend in Richtung Osteuropa auslaufen. Die 190 Meter lange „Nils Holgersson“ kam mit 63 Passagieren aus Schweden und wollte zum Skandinavienkai, Anleger 6. Aus bisher hier nicht bekannten Gründen fuhr das Passagierschiff aber geradewegs in die am Anleger 3 liegende 171 lange dänische Ro/Ro-Fähre „Urd“. Die "Nils Holgersson" hat bei der Kollision ein zwei mal drei Meter großes Loch in die Seitenwand der Frachtfähre gerissen, sodass Wasser ins Schiff eingedrungen ist. Dadurch ist das Schiff bereits in Schieflage geraten. Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und dem Havarieteam der LHG versuchen derzeit, das Wasser aus dem Inneren des Schiffes abzupumpen. Das Loch in der Seitenwand konnte nach Angaben der Wasserschutzpolizei inzwischen bereits so weit gestopft werden, dass kein Wasser mehr eindringt. Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Die Wasserschutzpolizei Lübeck-Travemünde hat die Ermittlungen aufgenommen. Zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden. Zurzeit werden beide Schiffe am Anleger entladen. Mehr lesen Sie am Freitag in den Lübecker Nachrichten und bei LN-Online. Augenzeugen gesucht: Waren Sie während der Havarie mit an Bord der "Nils Holgersson" oder der "Urd"? Oder kennen Sie jemanden, der an Bord war? Mailen Sie uns unter redaktion@ln-luebeck.de Besondere Lage Die Lage vor Ort ist weiterhin stabil. Leck auf „Urd“ hat Ausmaße von 3 x 3 m. Nach Einschätzung ELO in Abstimmung mit Reederei wird Absicherung mit Lecksegel nicht weiter verfolgt. Es sollen Stahlplatten versch. Größen durch Taucherfirma Hock aufgeschweißt werden.  Keine Personenschäden, kein Ölaustritt. Auf der "URD" sind noch 14 LKW im Laderaum unter Deck, Gefahrgut ist nicht geladen. Schäden auf „Nils Holgersson“ an der Bugklappe und Riss im Ballastwassertank. Kräfterahmen und Aufträge MZS „Scharhörn“ standby vor Travemünde Insgesamt 80 Einsatzkräfte vor Ort.Maßnahmen Havariekommando hat die Gesamteinsatzeinleitung Alle Maßnahmen werden vor Ort mit der Reederei abgesprochen. BG Verkehr hat für beide Schiffe ein Auslaufverbot ausgesprochen. Voraussichtliche Lageentwicklung              
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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