Frisch und zart, mildsalzig und so aromatisch, dass die Glückstädter ihm traditionell ein mehrtägiges Sommerfest widmen:

Matjesmeile lockte tausende Besucher

Sonnabend war für Händler und Akteure besonders am Hafen ein guter Tag/ Sonntag wurde vieles frühzeitig wegen Regens abgebrochen

Die „Hafenquerung“ war nicht einfach. Hier Annett Kautz bei einer nicht geplanten .

Darbietung.

 

Glückstadt

„Hast Du nach einem Matjes getaucht?“, scherzte Moderator Bernd Stölting. Annett Kautz behielt Humor. Die 35-Jährige war gleich zweimal Baden gegangen bei der „Glückstädter Hafenquerung“ – vor hunderten von Zuschauern, die auf den Treppen am Hafenkopf zusahen. Problemlos rollten, hüpften und sprangen hingegen Viktoria (12) und Celina (13) über die vielen Schlauchboote, die im Hafenbecken lagen. Sie gewannen dann auch den lustigen Wettbewerb. Den dritten Platz teilten sich Johanna und Aschot.

„Baden“ ging auch die Matjesmeile am zweiten Tag. Während am Sonnabend bestes Wetter herrschte und tausende von Besucher die Stadt bevölkerten, regnete es am Sonntag stundenlang. Dies führte dazu, dass es weit weniger Flohmarktstände als sonst gab. Viele brachen vorzeitig ab, so auch die Akteure am Hafen. Die Besucher kamen trotzdem. Unter anderem zum Shanty-Festival, ausgerichtet von den „Molenkiekern“.

Die Modellbauer luden wieder Gäste ein, sich die Schiffe im großen Bassin am Binnenhafen anzusehen.

 

Die Anziehungspunkte waren vielfältig. Im Hafen lagen zahlreiche Schiffe, die besichtigt werden konnten. Die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) hatten ehrenamtlich wieder ein buntes Programm mit vielen Mitstreitern zusammengestellt. Gekommen war auch Amtsleiter Detlef Wittmüß, um zu sehen, wie sich die Auszubildenden des WSA präsentieren. „Nachwuchswerbung“ war ein Stichwort. Die Azubis zeigten den Besuchern unter anderem, wie sie an Bausätzen für Leuchtturmmodelle arbeiten können. WSA-Mitarbeiter Michael Fietze wiederum ging für die Familienbildungsstätte mit Kindern auf Schatzsuche.

Zu Gast waren auch Mitglieder der „Teckerscheune Bahrenfleth“. Ein Stand, der ständig gut umlagert war. Das lag am vor Ort gepressten Apfelsaft aus einer historischen Presse. Hingucker waren auch die alte Strickdrehmaschine und ein „tuckerndes“ Gefährt. „Ein DDR-Selbstbau, ein Zwischending zwischen Trecker und Auto“, erklärte Erwin Krüger. Und der Motor lief, weil die Besucher der Matjesmeile „das Tuckern“ so toll fanden.

Eine Attraktion war auch ein Schlepper. Schiffsführer Björn-Martin Peetzeke (31) lud die Besucher ein, seine „Wohnräume“ zu besichtigen. In den leeren Laderäumen präsentierten sich die Elblotsen mit einer Ausstellung und einem Film über die Loggerfischerei.

Die Innenstadt war geprägt von Flohmarktständen. So manche hatten viel Spaß. Vier Ehepaare hatten sich hinter ihrem Stand einen „Frühstückstisch“ aufgebaut, an dem den ganzen Tag über geschlemmt wurde, während die Ehefrauen verkauften. Am späten Nachmittag gab es auch das eine oder andere Schnäpschen. Andere saßen einfach auf dem Geländer des Flethes und vertrieben sich die Zeit bis Kunden kamen mit einem Prosecco.

Die Bewertungen zum Verkauf waren ganz unterschiedlich. Von „super“ bis „schleppend“. Familie Meisberger wurde vieles gleich am Morgen los – wie Kinderfahrräder und Roller. Auch Schallplatten verkauften sich für fünf Euro richtig gut.

Christine Reimers

 

Glückstadt feiert seinen Matjes

http://www.glueckstadt-tourismus.de/veranstaltungen/glueckstaedter-matjeswochen/aktuelles-programm

Glückstadt feiert seinen Matjes
Die Glückstädter Matjeswochen sind eröffnet. Foto: Ulrich Perrey/Archiv
Minister lobt Matjes: „Einzigartig“
Gestern wurden die 45. Glückstädter Matjeswochen eröffnet/ Alexander Knappe singt vor großem Publikum seinen Glückstadt-Song
Glückstadt

Als „Innenminister mit Biss“ hatte sich Andreas Breitner den Gästen der 45. Glückstädter Matjeswochen angekündigt. Er hielt sein Wort, kräftig biss er in den neuen Matjes. „Einzigartig wie Glückstadt“, lobte er mit hochgestrecktem Daumen. Und genoss den „Glückstädter Aquavit“: „Lecker.“

Auch Bürgervorsteher Ulf Ostermann schwärmte vom neuen Matjes: „Ganz wunderbar.“ Veranstalter Ralf Krüger, Vorsitzender vom Verkehrs- und Gewerbeverein, rühmte den Fisch als „hervorragend“. Traditionell wurde die Delikatesse von Albert Gosau in zünftiger Fischerkluft gereicht.

Es war eine gute Stimmung auf dem Markt – das Wetter war perfekt. Der Innenminister erklärte, dass er gerne gekommen sei. „Leider kann Ministerpräsident Torsten Albig der Einladung, heute die 45. Glückstädter Matjeswochen zu eröffnen, nicht folgen. Er hat mich gebeten, Sie sehr herzlich zu grüßen.“ Albig habe ihm gesagt: „Du kannst dich auf diesen Termin freuen!“

Es sei sehr beeindruckend, zu welch großartiger Veranstaltung sich die Glückstädter Matjeswochen entwickelt hätten. „Heute ist die Veranstaltung ein weit über die Grenzen der Stadt, ja des Landes hinausgehender Anziehungspunkt geworden.“ Manche würden glauben, es gebe nur die Kieler Woche. „Das ist ein Trugschluss. Das wahre Herz des Landes zwischen den Meeren pulsiert in Glückstadt.“ Zudem lobte er das ehrenamtliche Engagement der vielen Helfer. Breitner schloss mit einem sportlichen Zitat von Fußballer Lothar Matthäus: „I hope, you have a little bit lucky.“

Denn Ulf Ostermann hatte vorher erklärt: „Im Osten Europas rollt der Fußball, in Glückstadt rollt der Matjes in seinen Kantjes.“ Wer die Vergangenheit der Logger kennen lernen wolle, könne sich auf einem Binnenschiff im Hafen Filmausschnitte vom frühen Heringsfang ansehen. „Kehrten die Männer der Traute, Fin, Balder, Odin und Frija nach langen Fangfahrten mit den seegekehlten und seegesalzenen Heringen in den Glückstädter Hafen zurück, dachte noch keiner an unser großartiges Fest.“ Wie in jeden Jahr würdigte er die Verdienste von Altbürgermeister Dr. Manfred Bruhn, der das Fest 1968 ins Leben rief. „Es war eine weit vorausschauende Tat, unsere Stadt mit dem charmanten maritimen Flair noch liebenswerter und berühmter zu machen.“

Ralf Krüger bedankte sich bei allen, die das Fest möglich machen. Und er versprach, dass in fünf Jahren das Fest noch größer sein werde. Möglich sei die diesjährige Feier nur durch die großzügigen Spenden von dem Besitzer der Verbrauchermärkten Frauen, den Stadtwerken, der Volksbank und der Dithmarscher Brauerei.

Er dankte auch Sänger Alexander Knappe, der die Besucher des Festes mit seinem Song über Glückstadt begeisterte. Der Berliner hatte sich spontan bereit erklärt, zum Fest zu kommen. Krüger: „Wir werden versuchen, eine Single-Auskopplung des Liedes von der CD zu bekommen.“

Alexander Knappe hatte bereits seine Fans. Zahlreiche, meist jüngere Glückstädterinnen ließen sich von dem Sänger ein Autogramm geben.

Eine Medaille bekam Fregattenkapitän Edgar Behrends von Victoria Westphal. Die Zwölfjährige bedankte sich bei ihm, weil er vorher ihrer Schwester Vanessa Westphal für die Jugendfeuerwehr einen Scheck in Höhe von 1761 Euro übergeben hatte. Es war der Erlös des Konzertes vom Marinemusikkorps im Kulturmärz. Behrens: „Ich freue mich besonders, dass die Jugendfeuerwehr das Geld bekommen hat.“

Für musikalische Unterhaltung rund um den Anbiss sorgten die Mitglieder des Spielmannszuges und die des Shantychores „De Molenkieker“. Ein Höhepunkt waren wieder anschließend die leckeren Matjeshäppchen, die kostenlos an die Besucher verteilt wurden.

Christine Reimers Norddeutsche Rundschau

Mit dem offiziellen Matjesanbiss hat Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) am Donnerstag die Glückstädter Matjeswochen eröffnet. Tausende Menschen warteten gespannt auf dem historischen Glückstädter Marktplatz auf das Öffnen des ersten Holzfasses mit dem „norddeutschen Sushi“. Der Geschmack des Jahrgangs 2012 ist nach übereinstimmendem Urteil der Vorkoster wie in den Vorjahren „ausgezeichnet“.

Glückstädter Matjes wird aus „jungfräulichen“ Heringen produziert, die im Frühjahr gefangen werden, bevor sie Milch und Rogen haben. Zuerst wird der Fisch „gekehlt“ - das heißt ausgenommen, wobei jedoch die Bauchspeicheldrüse im Fisch bleibt. Ihre Enzyme setzen die natürliche Reifung des Herings in Gang. Dazu lagern die „gekehlten“ Fische eine Woche lang in einer Salzlake in Holzfässern, bevor sie filetiert werden.

Hubschrauberflüge zur Matjeswoche: Glückstadt aus der Vogelperspektive

14. Juni 2012 | Von lh

Glückstadt / Sommerland. Glückstadt von oben sehen - das können die Besucher bei den Matjeswochen. Gemeinsam bieten die Firma "KMN Koopmann Helikopter" und die "GDM Hubschrauber" Rundflüge über Glückstadt an. Am Sonnabend, 23. Juni, von 13 bis 17 Uhr, und am Sonntag, 24. Juni, von 12 bis 17 Uhr, können die Gäste den Blick auf die Stadt von oben wagen, Elbe und Elbmarschen aus der Vogelperspektive sehen.

Mit bis zu sechs Fluggästen startet der Hubschrauber von der Docke, dem ehemaligen Gehlsen-Gelände, am Außenhafen zu etwa achtminütigen Rundflügen.

Die Firma "KMN Koopmann Helikopter" in Sommerland wurde von Walter Koopmann (63) gegründet. Es gibt in Sommerland einen eigenen Landeplatz mit Hangar. Dort sind die modernen Maschinen vom Typ AS 350 und AS 355 "Eichhörnchen" vom Hersteller Eurocopter stationiert, um den gesamten europäischen Raum bedienen zu können

Sohn Torben Koopmann (33) ist mit dem Hubschrauber aufgewachsen, fliegt diese ebenso. "Bei den Rundflügen kann Glückstadt im Umkreis von mehreren Kilometern gesehen werden", sagt er. "Wir fliegen in einer Höhe von 300 bis 600 Metern." Auf Wunsch der Fluggäste könnten im Zeitrahmen auch bestimmte Ziele angesteuert werden. "Wir haben fünf Piloten, die unsere Hubschrauber fliegen." Für die Gäste gelten keine besonderen Voraussetzungen, um mitzufliegen. Nur Höhen- oder Flugangst sollten sie nicht haben. Die Hubschrauber-Rundflüge bei den Matjeswochen kosten 35 Euro. Gebucht werden können sie bei der Tourist-Information oder vor Ort.

http://www.ndr.de/ratgeber/reise/urlaubsregionen/binnenland_elbe/glueckstadt10.html

Bei der traditionellen Matjesprobe können Besucher den jungen Matjesoin verschiedenen Varationen probieren.

 

Bei der traditionellen Matjesprobe können Besucher den jungen Matjesoin verschiedenen Varationen probieren.

Von den Hafentreppen aus können Besucher Spaßwettbewerbe wie die Plattschaufelregatta bestens verfolgen. © Glückstadt Destination Management GmbH

Die schöne Häuserzeile am Binnenhafen zeugt bis heute vom einstigen Wohlstand der Stadt und lädt zum Spaziergang am Wasser ein.

Frisch und zart, mildsalzig und so aromatisch, dass die Glückstädter ihm traditionell ein mehrtägiges Sommerfest widmen: So schmeckt der Glückstädter Matjes. Von heute an bis zum 24. Juni feiert die Stadt an der Elbe ihre maritime Spezialität mit den 45. Matjeswochen. Los geht es am Nachmittag mit der traditionellen Matjesprobe, bei der auf dem historischen Marktplatz das erste Holzfass mit dem jungen Hering feierlich geöffnet wird. Geladene Gäste und Besucher können dann im Anschluss beim feierlichen Matjesanbiss erstmals den jungen Matjes der Saison 2012 verkosten, der zum Probieren auf großen Platten herumgereicht wird.

Konzerte, Schiffsbesichtigungen und Piratenschatzsuche

Von den Hafentreppen aus können Besucher Spaßwettbewerbe wie die Plattschaufelregatta bestens verfolgen. Danach geht es bis Sonntag weiter mit Livemusik von Shanty bis Rock & Pop, einer Open-Ship-Meile mit Traditionsschiffen zum Schauen und Mitfahren sowie einem Flohmarkt. Die jüngsten Besucher können mit dem berüchtigten Piraten Messerjocke auf Schatzsuche gehen und zusätzlich am Sonnabend auf der Kindermeile Spiele ausprobieren und auf Ponys reiten.

Action auf dem Wasser gibt es an den Nachmittagen: Auf aneinander gereihten Schlauchbooten versuchen die Teilnehmer am Sonnabend ab 15 Uhr bei der sogenannten Hafenquerung trockenen Fußes vom einem Ufer zum anderen zu gelangen. Bei der Plattschaufelregatta-Weltmeisterschaft am Sonntag ab 13 Uhr geht es draum. möglichst schnell auf Flößen aus Fässern mit handelsüblichen Schaufeln über die Elbe zu paddeln. Für beide Wettbewerbe können sich mutige Teilnehmer noch bei der Touristinformation Glückstadt anmelden (Tel. ). Wer die Elebstadt nicht nur vom Wasser, sondern auch aus der Luft kennen lernen möchte, hat dazu außerdem bei einem Helikopter-Rundflug Gelegenheit.

Matjes in allen Variationen

Unangefochtener Star des Festes bleibt aber der silbrig glänzende Fisch: An den Ständen der Matjesmeile können Besucher die zarte Fischspezialität in allerlei Variationen probieren und sich von Profis zeigen lassen, wie man den Matjes filetiert.

Glückstädter Matjes - Delikatesse mit Tradition

Die Glückstädter Matjeswochen beginnen immer erst Mitte Juni - anders als viele Matjesfeste, die früher im Jahr stattfinden. Das hat einen wichtigen Grund: Der Hering hat bis zum Frühsommer etwa mehr Fett angesetzt und schmeckt besser.

Delikatesse mit Tradition: In Glückstadt wird der junge Hering noch nach alten Rezepten zum Matjes verarbeitet. Der Glückstädter Matjes stammt auch heute noch aus traditioneller Handarbeit und wird von zwei örtlichen Produzenten nach überlieferten Originalrezepten hergestellt. Echter Matjes entsteht aus nicht geschlechtsreifen Heringen, deren Köpfe und Innereien bis auf die Bauchspeicheldrüse entfernt werden. Danach kommt der Fisch mit Salz, Haut und Gräten eine Woche lang zur Reifung in ein Fass. Ein Enzym aus der Bauchspeicheldrüse verwandelt den Hering zusammen mit dem Salz in einen Matjes und gibt ihm seinen typischen Geschmack. Anschließend wird der Glückstädter Matjes von Hand gesäubert und filetiert. Dänische und holländische Großproduzenten hingegen stellen meist keinen echten Matjes her, sondern - unter Zusatz von Enzymen, die die Reifung beschleunigen - einen Hering nach Matjesart.

Stadtporträt

Glückstadt, Stadt der Fortuna

Glückstadt ist für seine kulinarische Spezialität - den Matjes - und die hübsche Altstadt bekannt. Den Namen bekam die Elbestadt von ihrem Gründer, Dänenkönig Christian IV. mehr

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne