Ramsauers Streichliste für die Schifffahrtsverwaltung

Reform soll ohne Kündigungen oder Gehaltseinbußen auskommen. © Jens Wolf/Archiv
Schifffahrt

Schifffahrtsverwaltung im Nordwesten vor radikaler Reform

Die jahrelange Diskussion um eine Neuordnung der Schifffahrtsverwaltung im Nordwesten wird zu keinem Stellenabbau führen. Trotz einer dezentralen Struktur und schlankeren Hierarchien in der Behörde sollen die 159 Stellen in der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Aurich erhalten bleiben.
Aurich. Das sicherte Staatssekretär Prof. Klaus-Dieter Scheurle den Beschäftigten am Freitag bei einer Personalversammlung zu. Der Standort werde zwar von 2013 zu einer Außenstelle der Generaldirektion in Bonn umgebaut. Dies solle jedoch ohne Kündigungen und ohne Gehaltseinbußen geschehen. dpa

Reform ohne Abbau von Stellen

wz Aurich - Die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes soll im Nordwesten zu keinem Abbau von Stellen führen. Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle vom Bundesverkehrsministerium sicherte den Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Aurich am Freitag auf einer Personalversammlung zu, dass alle 159 Stellen erhalten blieben. Der Standort werde zwar von 2013 an zu einer Außenstelle der Generaldirektion in Bonn umgebaut. Dies solle jedoch ohne Kündigungen und Gehaltseinbußen geschehen. Derzeit müssten sich Schiffe auf dem Weg durch die Nordsee noch bei verschiedenen Ämtern an- und abmelden. Künftig solle dies zentral von Borkum bis Schleswig-Holstein beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Wilhelmshaven geschehen. Dorthin werden Zuständigkeiten aus anderen Ämtern verlagert.
aus unserem Archiv vom 24. Juni 2012
Autor: Mario HübnerOrt: Trier/MainzKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Ramsauers Streichliste für die Schifffahrtsverwaltung

Nach Ansicht der Gewerkschaft Verdi trifft die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Rheinland-Pfalz stark. 300 von 1200 Jobs stehen auf der Kippe. Das Amt in Trier hingegen komme mit einem blauen Auge davon: Laut Verdi sind 30 bis 50 der 250 Jobs in Gefahr, die Fusion der Ämter Trier und Saarbrücken sei aber nicht zu erwarten.

Trier/Mainz. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet einen drastischen Personalabbau bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der geplanten Reform würden die Wasser- und Schifffahrtsdirektion in Mainz und das Wasser- und Schifffahrtsamt in Koblenz ihren Status verlieren. Die ehemalige Direktion in Mainz solle Außenstelle der General-Direktion in Bonn werden, teilte Verdi unter Berufung auf einen Bericht von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an den Haushaltsausschuss des Bundestages mit. "Ramsauer holt die Keule raus und zerschlägt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung", sagte Verdi-Fachbereichsleiter Paul-Christian Koch. Die Beschäftigten der Außenbezirke und Bauhöfe müssten mit dem Verlust ihrer Standorte rechnen. Geplant seien die weitgehende Privatisierung der Aufgaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und damit verbundener Personalabbau. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier kommt laut Verdi glimpflicher davon als erwartet. Die Gerüchte einer Zusammenlegung mit dem Amt in Saarbrücken haben sich laut Verdi in dem aktuellen Papier nicht bestätigt. Verdi-Fachbereichsleiter Koch sagte auf TV-Anfrage: "Wir gehen davon aus, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier nicht im Bestand gefährdet ist und die Überlegungen einer Zusammenlegung mit Saarbrücken vom Tisch sind. Trier könnte aber Aufgaben verlieren - vor allem in den Außenstellen." Koch befürchtet: "30 bis 50 Arbeitsplätze könnten auf der Kippe stehen." Das Wasser- und Schifffahrtsamt Trier beschäftigt 250 Mitarbeiter. In Trier selbst sitzt das Amt am Pacelliufer, dazu kommen der überregionale Bauhof an der Staustufe Trier und drei Außenstellen in Bernkastel-Kues (41 Mitarbeiter), Detzem (48) und Wincheringen (21). Im Bauhof Trier, der auch für den Bereich des Wasser- und Schifffahrtsamts Saarbrücken mit zuständig ist, arbeiten 62 Beschäftigte. Die 250 Mitarbeiter am WSA-Standort Trier steuern unter anderem die Planung und den Bau der zweiten Schleusenkammern sowie von Liegestellen für die Schifffahrt an der Mosel. Die Leitung des Trierer Amts war am Sonntag nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne