NOK-Romantika im Maritimen Viertel Schleusenpark und Wiker Balkon werden offiziell eröffnet

Romantik mit Kerzen und Raketen            http://nok-romantika.de/

31. August 2012 | 06:34 Uhr | Von Sabine Sopha
Leuchtender Schriftzug: Mit 700 Candle-Light-Bags und 2000 Teelichtern wird am Sehestedter Nordufer  eine romantische Stimmung erzeugt werden. Foto: Henze

Leuchtender Schriftzug: Mit 700 Candle-Light-Bags und 2000 Teelichtern wird am Sehestedter Nordufer eine romantische Stimmung erzeugt werden. Foto: Henze

Bild 2 von 2
Morgen abend Lichterfeste entlang des Nord-Ostsee-Kanals / NOK-Romantika geht in diesem Jahr erstmals in die Luft
Sehestedt. Die Generalprobe verlief planmäßig: Die Kerzen flackerten hell, der Dudelsack dröhnte und der Mond leuchtete am Abendhimmel. Klar und deutlich war der Schriftzug "NOK Romantika" am Natoanleger von Sehestedt zu lesen - und so soll es auch morgen wieder sein, wenn von der Nord- bis zur Ostsee entlang des Kanals das sechste Lichterfest gefeiert wird. "Diese Veranstaltung ist eine Mitmach-Aktion", betont Monika Heise. Einheimische wie Urlauber seien dazu aufgerufen, morgen Abend ans Wasser zu kommen und "ihren Kanal zu genießen". Ganz bewusst verzichte man auf künstliches Licht und Laser, betonte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Nord-Ostsee-Kanal (TAG NOK). Denn es soll - wie der Name der Aktion sagt - ein romantischer Abend werden. Ganz bewusst wird auch auf eine zentrale Veranstaltung verzichtet. Doch erstmal soll der Versuch eines verbindenden Elementes unternommen werden: An 21 Stationen entlang des Kanalas werden (Feuerwerk)-Raketen in die Luft gehen. "Um 20.20 Uhr wird in Brunsbüttel die erste Leuchtrakte entzündet", so Monika Heise. Im Abstand von zwei Minuten (Dominoeffekt) werden dann an den folgenden Stationen die Raketen bis zu 90 Meter hoch in den Himmel geschossen. Spielt das Wetter mit - und der Wetterbericht verspricht Trockenheit, wenn auch kühle Temperaturen - haben die Romantika-Besucher die Möglichkeit, eine himmliche Lichterkette zu erleben. Die letzte Rakete soll dann um 21 Uhr in Kiel in die Luft geschossen werden - von Ministerpräsident Torsten Albig. Mit dieser Geste eröffnet er in der Landeshauptstadt im neu gestalteten Schleusenpark das Maritime Viertel, in dem die NOK-Romantika ebenfalls gefeiert wird (ab 14 Uhr mit einem bunten Programm). Die Rendsburger haben sich ebenfalls etwas Besonderes einfallen lassen. Auf dem Gelände an der Hochbrücke wird die American Line Dance Gruppe des VfL Damp Vogelsang von 1930 auftreten. Gemeinsam mit Tänzern der Gruppe Country & co. aus ganz Schleswig-Holstein tanzen sie unter der Hochbrücke. Ab 19.45 Uhr wird die passende Musik für diesen Auftritt erklingen. Dann werden in Sehestedt die Kerzen den Nato-Anleger erleuchten. Fackeln und Leuchtstäbe werden den Abend zusätzlich erhellen - sie werden in dem Dorf am Kanal ebenso verkauft wie an zahlreichen anderen Stellen.  Norddeutsche Rundschau NOK-Romantika im Maritimen Viertel

Schleusenpark und Wiker Balkon werden offiziell eröffnet

Foto: Archiv
Foto: Archiv
Rund um die Kanal­schleu­sen wird an die­sem Sonn­abend, 1. Sep­tem­ber, gefei­ert: Das Lich­ter­fest NOK‐ Romantika ent­lang des Nord‐Ostsee‐Kanals wird beglei­tet vom zwei­ten Kul­tur­fest im Mari­ti­men Vier­tel in der Wik und in Hol­tenau. Mit­ten­drin im Pro­gramm: die offi­zi­elle Eröff­nung des neuen Schleu­sen­parks und des Wiker Bal­kons. Im Schleu­sen­park an der Wiker Kanal­bö­schung gibt es ein bun­tes Pro­gramm mit Musik, Thea­ter und Sport von 14 Uhr an bis zur Kanal‐Illumination gegen 21 Uhr mit anschlie­ßen­dem Jazz‐Konzert.
Eine grüne Oase in der Wik mit Blick auf den Nord‐Ostsee‐Kanal ist fer­tig gestellt: Der Schleu­sen­park zwi­schen der Her­tha­straße und der Böschung über der Ufer­straße bringt neues Leben in das vor allem von Indus­trie und Bun­des­wehr genutzte Areal am süd­li­chen Kanalufer. Direkt an der Böschung liegt der neue Aus­sichts­punkt Wiker Bal­kon, der ebenso neue Bli­cke auf Kanal und Kie­ler Förde mög­lich macht wie der davor ver­lau­fende Weg in Rich­tung Maschi­nen­mu­seum Wik. Der 1,5 Hektar große Schleu­sen­park bil­det zugleich das nörd­li­che Ende eines Frei­raum­ver­bun­des, der bis zum Anschar­park an der Petrus­kir­che rei­chen und die umge­ben­den Stadt­quar­tiere mit den dor­ti­gen Kul­tur­denk­mä­lern und Sehens­wür­dig­kei­ten mit­ein­an­der ver­bin­den soll. Ange­legt wurde der Park nach den Plä­nen des Kie­ler Büros IPP (Inge­nieur­ge­mein­schaft Pos­sel und Part­ner). Die Pla­nungs– und Bau­kos­ten für den Schleu­sen­park betru­gen rund 900.000 Euro und wur­den durch das Grün­flä­chen­amt finan­ziert. Der erste Spa­ten­stich fand am 2. Okto­ber 2011 anläss­lich der Eröff­nung des Kul­tur­mei­len­fes­tes der Initia­tive Mari­ti­mes Vier­tel statt. Bedingt durch die lang anhal­tende win­ter­li­che Wit­te­rung in die­sem Früh­jahr konn­ten die Bau– und Pflanz­ar­bei­ten erst jetzt abge­schlos­sen werden.
Der Wiker Balkon.
Blick­fang im neuen Park ist der Wiker Bal­kon, eine 2,30 Meter hohe Aus­sichts­platt­form auf einer zusätz­li­chen Erd­auf­schüt­tung von 1,60 Metern ober­halb der Böschung zum Süd­ufer des Nord‐Ostsee‐Kanals. Bar­rie­re­freie Ram­pen ermög­li­chen auch Roll­stuhl­fah­re­rin­nen und Roll­stuhl­fah­rern ein Empor­kom­men zur ins­ge­samt fast 17 Meter über NN lie­gen­den Plattform. Zum Wiker Bal­kon hin führt vom Park­zu­gang an der Her­tha­straße aus ein drei Meter brei­ter, durch Klin­ker­bän­der ein­ge­fass­ter Weg. Er gabelt sich kurz vor der Mitte des Parks und lei­tet die Besu­che­rin­nen und Besu­cher in leich­tem Schwung auch rechts und links vom Bal­kon aus dem eigent­li­chen Park­be­reich hin­aus: Die linke, bereits 2011 anlegte Abzwei­gung führt direkt am benach­bar­ten Maschi­nen­mu­seum vor­bei zur Straße Am Kiel‐Kanal. Von der rech­ten Abzwei­gung aus soll zukünf­tig ein Abstieg die Böschung hin­un­ter mög­lich sein. Für den kom­men­den Win­ter geplant ist der Bau einer Trep­pen­an­lage zur Ufer­straße. Von dort könnte der Spa­zier­gang zum Kanalufer an der Nord­mole füh­ren. Dort hatte das Grün­flä­chen­amt bereits im Früh­jahr 2012 einen attrak­ti­ven Aus­sichts­punkt mit direk­tem Blick auf die Kanal­mün­dung und die Förde ange­legt. Eine Aus­schil­de­rung wird ent­spre­chend des Infor­ma­ti­ons– und Wege­leit­sys­tems für den Erleb­nis­raum Kie­ler Förde noch erfolgen. Im Bereich des Schleu­sen­parks hat das Grün­flä­chen­amt rund 5000 Qua­drat­me­ter Rasen ange­sät sowie zahl­rei­che Bäume und Sträu­cher gepflanzt. Ein neuer Teich nimmt das im Bereich der Aus­sichts­platt­form anfal­lende Ober­flä­chen­was­ser auf. Begrenzt wird der neue Park im Wes­ten durch eine Fort­set­zung einer Baum­reihe, die in der Her­tha­straße schon vor­han­den war, und im Osten durch eine wei­tere, neu ange­legte lineare Pflan­zung von Laub­bäu­men. Vor­han­dene Bäume konn­ten dabei voll­stän­dig erhal­ten und in die Pla­nung mit ein­be­zo­gen werden. Mög­lich gewor­den war die Neu­an­lage des Parks durch das Grün­flä­chen­amt der Lan­des­haupt­stadt Kiel nach einem umfang­rei­chen Flä­chen­re­cy­cling, das die EU und das Land Schleswig‐Holstein bei Gesamt­kos­ten von rund 1,5 Mil­lio­nen Euro mit über 900.000 Euro geför­dert hat­ten. Das Gelände diente bis dahin den Stadt­wer­ken als Gas­kraft­werk­stand­ort und musste auf­wen­dig von aus­ge­dien­ten Gebäu­den, Fun­da­men­ten, Lei­tun­gen, tech­ni­schen Anla­gen und Alt­las­ten befreit werden. Das Ziel, an die­ser Stelle einen Park anzu­le­gen, geht zurück auf einen städ­te­bau­li­chen Ide­en­wett­be­werb aus dem Jahr 1999 und den dar­auf auf­bau­en­den städ­te­bau­li­chen Rah­men­plan „Mari­ne­quar­tier Kiel‐Wik“, den die Rats­ver­samm­lung 2001 beschloss. Auch städ­te­bau­li­cher Ide­en­wett­be­werb und Rah­men­plan waren durch das Land (Städ­te­bau­för­de­rungs­pro­gramm) geför­dert worden.

Das Pro­gramm zur Eröff­nung des Schleu­sen­parks und des Wiker Balkons

Der Schleu­sen­park ist zu errei­chen über die Her­tha­straße (neben Haus­num­mer 24) oder über den Weg an der Kanal­bö­schung neben dem Maschi­nen­mu­seum Wik (Am Kiel‐Kanal 44). Park­mög­lich­kei­ten in der Her­tha­straße, Ros­to­cker Straße oder im Schlei­weg bezie­hungs­weise in der Straße Am Kiel‐Kanal beim Maschi­nen­mu­seum Wik.
  • 18.15 Uhr: Ein­lei­tende Mode­ra­tion zur Samm­lung des Publi­kums und Ein­stim­mung auf die nach­fol­gen­den Pro­gramm­punkte durch Antje Schlaich von der Schule für Schau­spiel in der Lan­des­haupt­stadt Kiel
  • 18.30 Uhr: Gruß­worte zur offi­zi­el­len Eröff­nung des neu ange­leg­ten Schleu­sen­parks von Bür­ger­meis­ter Peter Todes­kino, Ingrid Liet­zow (Vor­sit­zende der Initia­tive Mari­ti­mes Vier­tel), und Antje Möller‐Neustock (Vor­sit­zende des Ort­bei­ra­tes Wik).
  • gegen 19 Uhr: Start eines Heiß­luft­bal­lons am benach­bar­ten Maschinenmuseum
  • 19.15−19.50 Uhr: Live‐Musik mit der „Sitz­gruppe Ost“ (akus­ti­sche Balkan‐Beats)
  • 20 – 21 Uhr: Mari­time Lieder‐Szenen‐Texte von der Schule für Schau­spiel in der Lan­des­haupt­stadt Kiel
  • 21 Uhr: NOK‐Romantika‐Höhepunkt: Illu­mi­na­tion der vier Hoch­brü­cken des Nord‐Ostsee‐Kanals von Kiel bis Bruns­büt­tel mit Minis­ter­prä­si­dent Tors­ten Albig
  • 21.15−22.30 Uhr: Live‐Musik mit dem „Blue Water Jazz Quar­tett“ (Sum­mer Jazz)

Wei­tere Informationen

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Schifffahrt News, Der Kanal, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne