Kahlschlag bei Wasser- und Schifffahrtsdirektion Bremen Aurich Schleswig – Holstein NOK

Das Ministerium plant weiter umstrittenen Bau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Kompetenzverlust der Küste wiedersprochen.
Alles halb so schlimm – lautete gestern die Botschaft von Verkehrsstaatssekretär Klaus-Dieter Scheurle bei seinem Besuch in Kiel. Im Rahmen der Schrumpf-Reform der Schifffahrtsverwaltung „habe es viele Missverständnisse gegeben“. An einigen Behörden würden „nur die Schilder ausgetauscht“, versuchte Scheurle die Gemüter zu beruhigen. Der Standort Kiel, wo heute noch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion(WSD-Nord) für die Seegebiete von der Elbmündung bis zur polnischen Grenze zuständig ist, werde sogar im Zuge der Neuorganisation gestärkt.
m Schweinsgalopp durch die Tagesordnung: In weniger als einer Stunde hat Frieslands Kreistag gestern zahlreiche Beschlüsse gefasst – unter anderem verabschiedete er in der öffentlichen Sitzung im „Parkhaus Moorwarfen“ eine Resolution zum Erhalt der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Aurich und von deren nachgeordneter Behörde in Wilhelmshaven. Damit will der Landkreis gesamtostfriesische Solidarität zeigen und sendet ein Signal nicht nur an den Bundesverkehrsminister, sondern auch an den Landkreis Aurich.Bremer Amt wird Außenstelle
Bremerhaven/Berlin. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ordnet die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland neu. Das Bremerhavener Wasser- und Schifffahrtsamt könnte gestärkt daraus hervorgehen. Nach Ramsauers Plänen wird das Amt an der Geestemündung auch zuständig sein für die Hunte und die Weser rauf nach Bremen. Das Bremer Wasser- und Schifffahrtsamt mit 330 Beschäftigten wird zur Außenstelle Bremerhavens degradiert.

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Die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zur Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sorgen im Norden für Unruhe. Schleswig-Holstein ist von den Reformplänen anscheinend besonders stark betroffen. Hintergrund sind Regierungspläne, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zu straffen. Bis 2023 sollen 2.500 der bundesweit 12.500 Stellen wegfallen, von den bislang 39 Ämtern sollen neun zu Außenstellen degradiert werden. mehr