Die Ministerpräsidenten der fünf norddeutschen Länder wollen beim Ausbau der Windenergie das Tempo verschärfen. Am Donnerstag verlangten sie ein Gesamtkonzept mit dem Bund für Offshore-Windparks und deren Anbindung an die Stromnetze, um die Ausbauziele zu erreichen

Offshore-Logistik trifft Politik

Offshore-Logistik trifft Politik Die Offshore Basis Cuxhaven ist einer der wichtigsten Standorte der Windenergiebranche: Bei den beiden Hafenwirtschaftsgemeinschafts­mitgliedern Cuxport und Ambau informierten sich heute CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, Bundesumweltminister Peter Altmaier und Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, über die logistischen Aufgaben für die Errichtung und den Betrieb von Offshore-Windparks. Die Besichtigung und die Gespräche mit den Cuxport-Verantwortlichen erfolgten im Rahmen der Sommertour der CDU. „Ohne das Potenzial der Offshore-Windenergie ist die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Energiemix nicht zu erreichen“, betont Hermann Gröhe, Generalsekretär der CDU. „Ohne die Logistik und die dafür eminent wichtige Rolle der Seehäfen, wie sie Cuxhaven in Zukunft verstärkt einnehmen wird, wären die Windparks auf dem offenen Meer nicht zu realisieren“, ergänzt Bundesumweltminister Peter Altmaier. Cuxhaven als wichtiger Produktions- und Logistikstandort für die Offshore-Windenergie bereitete sich schon frühzeitig auf die von der Industrie definierten Anforderungen vor. Exemplarisch sind aus Sicht der Infrastruktur die Errichtung der Offshore Basis, der Schwerlaststraße und -plattform sowie der anstehende Bau des Liegeplatzes 4 zu nennen – alles speziell ausgerichtet auf den Umschlag von Windenergieanlagen. Den Gästen wurden während ihres Besuches bereits erfolgreich durchgeführte Projekte vorgestellt und mit ihnen über künftige Herausforderungen im Kontext der Energiewende diskutiert. „Die Etablierung Cuxhavens als einer der zentralen Standorte für die Offshore-Windenergie ist in den vergangenen Jahren konsequent vorangetrieben worden. Die vorhandenen beziehungsweise geplanten Kapazitäten dienen einer vertieften Dienstleistungspalette. Diese umfasst alle Aspekte des Offshore-Geschäfts von der Produktionsversorgung über die Montageunterstützung und den Umschlag bis zum Service und der Wartung der in der Nordsee gelegenen Windparks. Der heutige Besuch aus Berlin beweist einmal mehr, dass die am Standort und bei den beiden besichtigten Firmen unternommenen Anstrengungen für den Erfolg der Energiewende entsprechend wahrgenommen und gewürdigt werden“, erklärt Dr. Andreas Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Hafenwirtschaftsgemeinschaft.

HUSUM WindEnergy 2012: Wichtige Impulse für die Branche

Wichtige Impulse für die Branche Vom Treffen in Husum erwartet sich die weltweite Windbranche auch 2012 frische Impulse und neuen Schwung. Auf dem Kongress, der die internationale Leitmesse HUSUM WindEnergy begleitet, werden wichtige Branchenthemen diskutiert. Das Kongressprogramm umfasst Podiumsdiskussionen, Vorträge, Produktvorstellungen, aber auch Workshops und Beratungsrunden für Profis. Der Kongressbesuch ist im Messeeintritt inbegriffen. Die HUSUM WindEnergy bietet der Branche mit dem parallel stattfindenden Kongress eine willkommene Plattform zum professionellen Austausch und zur Diskussion wichtiger Zukunftsthemen. Ob Smart Grid, Messtechnik, meteorologische Modelle, Hafenkooperation oder Schallemission – In mehr als 75 Kongressveranstaltungen sprechen rund 200 Referenten aus aller Welt zu aktuellen Themen. Das Angebot ist dabei sehr vielfältig: Zahlreiche führende Unternehmen stellen ihre neuesten Produktinnovationen vor, Verbände informieren über energiepolitische Entwicklungen, Dienstleister beraten nicht nur in technischen Fragen und vieles mehr. Der Besuch des Kongresses ist im Messeeintritt enthalten und steht allen Besuchern offen. Ein Blick in den Kalender auf der Homepage der HUSUM WindEnergy offenbart zum Beispiel folgende Kongress-Highlights: 18. September 13.15-17.45 Uhr: Die World Wind Energy Association WWEA informiert über Betrieb und Wartung In Fachvorträgen ausgesuchter internationaler Experten aus Wissenschaft, NGOs und Unternehmen informiert die World Wind Energy Association WWEA rund um das Thema Betrieb und Wartung von Windkraftanlagen. Kongressbesucher erhalten relevante Einschätzungen zum Status quo, den Herausforderungen und neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet. 19. September 13-16.45 Uhr: Projektfinanzierung trotz Eurokrise Die Unternehmensberater von Ernst & Young zeigen, worauf es bei der Finanzierung von Windkraftprojekten in Zeiten der Eurokrise ankommt. In Präsentationen und Diskussionen wird unter anderem erörtert, welche Rolle die Förderbanken in der Zukunft spielen werden oder ob und wie die EU-Ziele im Windsektor finanzierbar sind. 20. September 16-18 Uhr: 11. windcommunity-Treffen – Schleswig-Holstein lädt die Welt zum Netzwerken ein Wer in Schleswig-Holstein als Entscheider der Branche gilt, kommt bei den regelmäßigen „windcommunity-Treffen“ zusammen. Das elfte Treffen richtet sich explizit an internationale Teilnehmer und lädt ein, Schleswig-Holstein und seine Windkraft-Unternehmer kennenzulernen. Im Rahmenprogramm beleuchten Andreas Nauen, Vorstandsvorsitzender der Firma REpower, und andere Redner die Schlagwörter Klimawandel, Energiewende und Finanzkrise. Ein humoristischer Exkurs leitet über zum Messeempfang 21. September 10-17.45 Uhr: Good Vibrations auf den Thementag Messtechnik Innovative Messtechnik und Sensorik sind Schlüsseltechnologien bei der Entwicklung, sowie beim Ausbau und Betrieb von Windenergieanlagen. Führende Anbieter aus dem Bereich gehen deshalb im September auf deutschlandweite „Good Vibrations Tour“ und machen mit ihrem Thementag natürlich auch in Husum halt. Die RoadShow für Dynamische Messtechnik und Sensorik, Schall- und Schwingungsanalyse findet in deutscher Sprache statt.
Windpark ohne Anschluss: Tennet droht Millionenklage
Betreiber reicht Beschwerde ein / Netzagentur: Kein Zertifikat für niederländisches Unternehmen
Cuxhaven/Berlin
An einer Autobahnraststätte auf dem Weg zur Nordseeküste stehen Tieflader mit den riesigen Turmteilen für die Windgiganten in der Nordsee. Ebenso warten in Häfen wie Cuxhaven Windradkomponenten darauf, per Schiff hinaus zu ihrem Bestimmungsort in der Nordsee verfrachtet und aufgestellt zu werden. Doch was bringt ein Offshore-Windpark, wenn der Netzanschluss nicht absehbar ist? Die Probleme des staatlichen niederländischen Netzbetreibers Tennet, der 2010 das Netz des deutschen Versorgers Eon übernommen hat, sind seit Langem bekannt. Tennet wurde wohl etwas überrascht von der Energiewende und der damit einhergehenden Ausbauwelle in der Nordsee. Windenergieanlagen mit einer Leistung von bis zu 10 000 Megawatt sollen bis 2020 installiert sein. Doch Tennet mangelt es an Geld, 5,5 Milliarden Euro an Investitionen sind zwar finanziert. Wenn aber alle bisher geplanten Projekte realisiert werden, müssten weitere 15 Milliarden Euro her. Jetzt hat der erste Betreiber eines Nordsee-Windparks Beschwerde eingereicht. Das Unternehmen Windreich, das hinter dem Windpark „Deutsche Bucht“ steht, hat über seine Tochtergesellschaft British Wind Energy GmbH Antrag auf ein Missbrauchsverfahren gegen Tennet gestellt. Es ist das erste Verfahren dieser Art. Bei der Bundesnetzagentur bestätigte eine Sprecherin gestern den Vorgang. Für Tennet ist der Fall heikel – sollte die Netzagentur Windreich recht geben, könnte das Unternehmen vor einem Zivilgericht auf Schadenersatz in Millionenhöhe klagen. Andere Windpark-Betreiber könnte dies auf den Plan rufen. Tennet ist seit Monaten wegen Problemen beim Anschluss der Nordsee-Windparks in der Kritik. Eine Sprecherin des Unternehmens betonte gestern: „Was wir in der Nordsee machen, ist ein Pionier-Projekt.“ Innerhalb von zwei Jahren seien zehn Anschlussprojekte gestartet worden. „Das ist ziemlich viel und ziemlich schnell.“ Derzeit laste die Finanzierung allein auf den Schultern von Tennet, beklagte sie. „Es ist aber nun mal so, dass der Offshore-Ausbau allen zugute kommt.“ Vor diesem Hintergrund verwies sie auf die angestrebten neuen Haftungsregeln, die in den kommenden Monaten auf den Weg gebracht werden sollen. Sie zeigte sich überzeugt, dass es so auch leichter sei, Eigenkapitalgeber für einzelne Projekte zu werben. Doch Tennet droht noch weiterer Ungemach seitens der Netzagentur. Denn dort steht die Zertifizierung des Unternehmens infrage. „Ein Unternehmen, das nicht zertifiziert wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, so eine Sprecherin. Ein Kriterium: die Frage nach der finanziellen Leistungsfähigkeit. „Eine Zertifizierung von Tennet wäre zur Zeit nicht möglich“, so die Sprecherin. Schließlich habe der Konzern selbst auf seine Finanzierungsprobleme hingewiesen. Die Zertifizierung dürfte dabei aber für Tennet vor allem eine Frage des Prestiges sein. Zwar kann die Netzagentur ein Bußgeld von einer Million Euro verhängen. Weitere Folgen hätte Tennet jedoch nicht zu befürchten.
Georg Ismar
Till H. Lorenz Norddeutsche Rundschau

Scholz und McAllister bei Offshore-Basis Cuxhaven

"Alleinstellungsmerkmal in Europa"

Samstag, 11. August 2012Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) haben sich in Cuxhaven über den Ausbau von Offshore-Projekten informiert. "Die von uns besuchte Offshore Basis in Cuxhaven, direkt an der Nordsee, hat schon heute ein Alleinstellungsmerkmal in Europa", sagte McAllister am Freitag. Auf einer Länge von 266 Metern entsteht ein neuer Anleger zum Be- und Entladen von Transportschiffen, Pontons und Hubplattformen. Von September an sollen dort Stahlelemente für Windkraftanlagen auf hoher See auf ein Spezialschiff verladen werden. Insgesamt sollen 65 Millionen Euro investiert werden. "Von der weiteren Entwicklung kann der gesamte Norden besonders stark profitieren", sagte Ministerpräsident McAllister.

Lies fordert Offshore-Akutprogramm

Bard: Keine Aufträge in Sicht

Donnerstag, 09. August 2012
Im Cuxhavener CSC-Werk droht der Verlust von insgesamt 217 Arbeitsplätzen.
Beim Windkraft-Pionier Bard am Standort Cuxhaven droht bis März 2013 der Verlust von 217 Arbeitsplätzen. Nach dem Bau von 80 Fundamenten für den ersten kommerziellen Nordsee-Windpark „Bard Offshore 1“ seien keine Anschlussaufträge in Sicht, sagte ein Bard-Sprecher in Bremen. Der stellvertretende niedersächsische SPD-Landesvorsitzende Olaf Lies kritisierte die Industriepolitik der CDU/FDP-Regierung. Er fordert ein Offshore-Akutprogramm. Mit einem Transferpool für die norddeutsche Küste könnten hoch qualifizierte Fachkräfte gesichert werden. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".

Rösler schließt staatliches Engagement nicht aus

Bund will Klarheit für Offshore-Industrie schaffen

Donnerstag, 09. August 2012Die Bundesregierung will möglichst schnell Rechtssicherheit für Investoren schaffen, um den Ausbau von Offshore-Windparks trotz Rückschlägen zu beschleunigen. Dazu sollen noch in diesem Sommer eine Haftungsregelung und ein fester Ausbauplan vorgelegt werden. „Wir werden nicht nur die Risikoverteilung klären, sondern auch den notwendigen Systemwechsel hin zu einem Offshore-Netzentwicklungsplan auf den Weg bringen“, sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) gestern nach einem Spitzentreffen in Berlin. Als letztes Mittel schloss er auch staatliches Engagement nicht aus. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht".

HUSUM WindEnergy im Zeichen der Karriere

HUSUM WindEnergy im Zeichen der Karriere Der letzte Messetag der HUSUM WindEnergy steht traditionell im Zeichen der Karriere: Auf der Jobmesse windcareer (22. September) stellen sich Firmen, Hochschulen und Weiterbildungsinstitute aus dem Bereich der Windenergie vor. Fachkräfte sind begehrt und die Wind-Branche attraktiv – auch wegen ihres besonderen Spirits, der in Husum greifbar wird. Das familiäre Gemeinschaftsgefühl aus den Anfangsjahren der Windbranche ist erhalten geblieben und beflügelt Bewerbungschancen. Wer seine „Aufzugspräsentation“ drauf hat, profitiert von zufälligen Begegnungen mit Entscheidern der Branche. In der Boom-Branche Windenergie sind laut einer Erhebung der European Wind Energy Association europaweit rund 140.000 Menschen beschäftigt. Sie arbeiten direkt bei Herstellern von Windturbinen, bei Projektentwicklern, Komponentenherstellern und Dienstleistungsunternehmen. Die Nachfrage nach Windenergie-Spezialisten steigt weiter an, denn der Markt expandiert. Hinzu kommt der Aufbau des höchst arbeitsintensiven Offshore-Sektors, der im Vergleich zu Onshore das rund 2,5-Fache an Manpower benötigt. Vom „war for talents“ ist schon seit Längerem die Rede. Denn obwohl die Windenergie gute Arbeitsplätze bietet, haben es vor allem mittelständische Firmen schwer, qualifiziertes Personal zu finden. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Projekt-, Elektro- und Entwicklungsingenieure. Entsprechend schnell waren 2012 die Ausstellungsflächen für die windcareer vergeben. Rund 40 Unternehmen stellen sich in Husums Nordsee Congress Center interessierten Bewerbern vor, führen Gespräche und beraten in Karrierefragen. Universitäten und Fachhochschulen haben den Bedarf an Studienangeboten im Fachbereich der regenaritven Energie erkannt. Der Wissenschaftsladen Bonn zählte im Herbst 2010 allein in Deutschland etwa 300 Studiengänge mit spezieller Ausrichtung auf erneuerbare Energien. Nur drei Jahre zuvor, in 2007, waren es erst 144 Studiengänge, also knapp halb so viele. Studium und Weiterbildung sind ein großes Thema auf der windcareer. Sie informiert darüber in einem speziellen Workshop-Angebot. „Es geht uns bei den Workshops darum, zu verdeutlichen, was der Anspruch der Wind-Unternehmen an ihre Bewerber ist. Wir laden Top-Manager ein, die erzählen, was ihnen bei der Zusammenstellung ihrer Teams wichtig ist. Der Workshop gibt Auskunft über Einstiegschancen, Jobperspektiven, Tätigkeits- sowie Anforderungsprofile. Zudem vermittelt er einen aktuellen Überblick zu branchenspezifischen Aus- und Weiterbildungsangeboten“, sagt Christoph Schwarzer von Forwind, dem Zentrum für Windenergieforschung, das die kostenlosen Workshops im Rahmen der windcareer organisiert. Wer auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung ist, sollte sich zur Selbst-Präsentation vor dem Messebesuch einen überzeugenden „elevator pitch“ zurechtlegen – in Husum weiß man ja nie, wann einem zufällig der Personalchef des Traumarbeitgebers begegnet! „Bis heute zeichnet sich die HUSUM WindEnergy durch hohe Emotionalität und Authentizität aus sowie durch eine familiäre Atmosphäre, die schon so manchen Geschäftsabschluss begünstigt hat“, betont Peter Becker, Geschäftsführer Messe Husum & Congress. „In Husum ist der Enthusiasmus der Anfangszeit noch spürbar. Das erleichtert es, in persönlichen Kontakt zu kommen. Auch abends laufen sich Aussteller und Besucher fast zwangsläufig über den Weg, wenn man sich zum Beispiel im alten Husumer Brauhaus ein Feierabendbier zapfen lässt. Das alles beflügelt Vertragsabschlüsse und Bewerbungschancen, wie es in einer Großstadt kaum vorstellbar ist.“   Tennet SIAG Nordseewerke in Emden nicht betroffen

OFORNY befürwortet Entscheidungen der Regierungschefs

OFORNY befürwortet Entscheidungen der Regierungschefs Die OFORNY GmbH befürwortet die Entscheidungen der fünf Regierungschefs der Norddeutschen Küstenländer. Auch wir glauben, dass Deutschland eine weltweite Vorreiter Rolle in der Offshore-Windindustrie einnehmen wird und sich auf einem guten und konstruktiven Weg dorthin befindet. Unser Portfolio untermauert diese These. Die OFORNY GmbH besitzt Lösungen für die Windenergie Branche. Über die gesamte Wertschöpfungskette von Forschung & Entwicklung über die Fertigungsplanung und den Produktionsprozess bis hin zu Wartung & Service begleiten wir sie. Wir setzen die neuesten Technologien für eine „smarte“ Welt ein. In diesem Kontext wäre z.B. die Speicherung von Offshore-Windenergie auf der Grundlage von BIO-Gas zu nennen, um Energieerzeugung und –bedarf durch Zwischenspeicherung mit hoher Effizienz und einer intelligenten Technik steuern zu können.  

Norddeutsche Länder fordern Gesamtkonzept

Druck bei Windenergie-Ausbau

Samstag, 17. März 2012

Die Norddeutschen Länder verlangen ein Gesamtkonzept mit dem Bund für Offshore-Windparks. Archivfoto: EnBW

Die Ministerpräsidenten der fünf norddeutschen Länder wollen beim Ausbau der Windenergie das Tempo verschärfen. Am Donnerstag verlangten sie ein Gesamtkonzept mit dem Bund für Offshore-Windparks und deren Anbindung an die Stromnetze, um die Ausbauziele zu erreichen. "Wir haben nicht mehr lange Zeit. Die Energiewende droht gegen die Wand zu fahren", sagte Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) in Kiel. Außerdem wollen die Regierungschefs Druck auf die Netzgesellschaft Tennet ausüben, die Probleme beim Netzausbau hat. Unterdessen öffnete in Husum die "new energy 2012" ihre Tore. Aussteller protestierten dort gegen die Kürzung der Förderung von Solarstrom.

In einer gemeinsamen Erklärung verlangen die Ministerpräsidenten unter anderem einen Netzplan für die Offshore-Parks, klare Regelungen zu Haftungsfragen und eine Prüfung, ob höhere Vergütungen wegen eines größeren Risikos bei den Windparks auf See nötig sind. Wer die Federführung bei dem Masterplan hat und wann er fertig sein soll, ließen die fünf Länderchefs offen. Bundesregierung, Länder, Netzagentur und Unternehmen müssten an einen Tisch, sagte der Gastgeber, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU). Bis 2020 sollen Windparks in Nord- und Ostsee rund 10.000 Megawatt Offshore-Windenergieleistung liefern. Die fünf Ministerpräsidenten wollen innerhalb der nächsten drei Wochen das Gespräch mit dem Netzbetreiber Tennet suchen. Er ist verpflichtet, die Netze auszubauen und die Windparks auf See anzuschließen. Es kommt aber zu Verzögerungen, die Tennet unter anderem auf Probleme bei der Beschaffung von Kapital zurückführt. "Wir erwarten, dass die Energiewende Erfolg hat und es nicht aus irgendwelchen Gründen haken bleibt", betonte Carstensen. Es könne nicht sein, dass Windkraftanlagen gebaut werden und der Strom nicht dorthin gebracht werden kann, wo man ihn braucht. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) flankierte: "Wer ein Unternehmen betreibt, das Übertragungsnetze anbietet, muss wirtschaftlich, finanziell, vom Management und von seinen Ingenieurskapazitäten dazu in der Lage sein."

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GESAMT-ROUNDUP: Nord-Regierungschefs machen Druck bei Windenergie-Ausbau

15.03.2012 - 18:29 | Quelle: dpa-AFX KIEL (dpa-AFX) - Die Ministerpräsidenten der fünf norddeutschen Länder wollen beim Ausbau der Windenergie das Tempo verschärfen. Am Donnerstag verlangten sie ein Gesamtkonzept mit dem Bund für Offshore-Windparks und deren Anbindung an die Stromnetze, um die Ausbauziele zu erreichen. "Wir haben nicht mehr lange Zeit. Die Energiewende droht gegen die Wand zu fahren", sagte Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) in Kiel. Außerdem wollen die Regierungschefs Druck auf die Netzgesellschaft Tennet ausüben, die Probleme beim Netzausbau hat. Unterdessen öffnete in Husum die "new energy 2012" ihre Tore. Aussteller protestierten dort gegen die Kürzung der Förderung von Solarstrom. In einer gemeinsamen Erklärung verlangen die Ministerpräsidenten unter anderem einen Netzplan für die Offshore-Parks, klare Regelungen zu Haftungsfragen und eine Prüfung, ob höhere Vergütungen wegen eines größeren Risikos bei den Windparks auf See nötig sind. Wer die Federführung bei dem Masterplan hat und wann er fertig sein soll, ließen die fünf Länderchefs offen.
Bundesregierung, Länder, Netzagentur und Unternehmen müssten an einen Tisch, sagte der Gastgeber, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU). Bis 2020 sollen Windparks in Nord- und Ostsee rund 10 000 Megawatt Offshore-Windenergieleistung liefern. Die fünf Ministerpräsidenten wollen innerhalb der nächsten drei Wochen das Gespräch mit dem Netzbetreiber Tennet suchen. Er ist verpflichtet, die Netze auszubauen und die Windparks auf See anzuschließen. Es kommt aber zu Verzögerungen, die Tennet unter anderem auf Probleme bei der Beschaffung von Kapital zurückführt. "Wir erwarten, dass die Energiewende Erfolg hat und es nicht aus irgendwelchen Gründen haken bleibt", betonte Carstensen. Es gehe überhaupt nicht, dass Windkraftanlagen gebaut werden und der Strom nicht dorthin gebracht werden kann, wo man ihn braucht. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) flankierte: "Wer ein Unternehmen betreibt, das Übertragungsnetze anbietet, muss wirtschaftlich, finanziell, vom Management und von seinen Ingenieurskapazitäten dazu in der Lage sein." Während in Husum Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Kürzung bei der Solarförderung begrüßte, sehen viele Aussteller fast 200 000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet. Mit Banderolen, einem einminütigen Dauertrillern und anschließender Schweigeminute machten sie ihrem Unmut Luft. Angesichts der steigenden Kraftstoffpreise entwickelten sich Elektro-Fahrzeuge in Husum zu Publikumsmagneten. Dabei reichte die Bandbreite vom Kleinwagen (Höchstgeschwindigkeit 105 km/h und 100 Kilometer Reichweite; zum Aufladen genügen acht Stunden an einer normalen Steckdose) bis zum Transporter mit 1,3 Tonnen Zuladung. Er braucht aber Drehstrom, um die Batterien zu laden. Rund 300 Aussteller aus 15 Ländern werden in Husum vier Tage lang ihre Produkte und Konzepte aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz zeigen. Die Schwerpunkte liegen bei Kleinwindanlagen und Elektromobilität. Auch die Solarenergie spielt eine prominente Rolle auf der Messe. Die Organisatoren erwarten insgesamt mehr als 18 000 Besucher aus knapp 45 Ländern. Parallel zur Ausstellung in vier Hallen findet zum dritten Mal das Weltgipfeltreffen der Kleinwindenergiebranche statt: Auf diesem "World Summit for Small Wind" wollen internationale Experten für Kleinwindanlagen verbindliche technische Standards festlegen und ein neues Qualitätssiegel einführen. Kleinwindenergieanlagen eignen sich vor allem als Ergänzung zur vorhandenen Stromversorgung./nik/run/DP/he Quelle: dpa-AFX Der Kooperationsvertrag wurde in Köln unterzeichnet. Gegenstand der Kooperation ist eine intensive Zusammenarbeit auf dem Gebiet von internationalen Windenergieprojekten. TÜV Rheinland hat sich mit verschiedenen Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen strategisch im Bereich Windenergie aufgestellt und verfolgt eine Expansionsstrategie. Neben der Überprüfung und Zertifizierung technischer Anforderungen sind für den Windenergiemarkt die Betrachtung der Ertragssituation und Ertragsprognosen von Windenergieanlagen und -Parks von hoher Bedeutung. Diese Komponenten werden nun durch die Kooperation gestärkt. „Mit TÜV Rheinland haben wir einen zuverlässigen und kompetenten Partner gewonnen“, sagt Dr. Thomas Sperling, Geschäftsführer bei EuroWind. „Interessant ist natürlich auch die weltweite Präsenz des Unternehmens“, so der Experte. Eckhard Lippold, Geschäftsführer TÜV Rheinland Industrie Service, ergänzt: „Unsere Kooperation mit EuroWind versetzt uns in die Lage, zusätzliches Expertenwissen anzubieten und stellt somit für beide Unternehmen eine Win-Win-Situation dar.“ Dabei sind Windpotenzialanalysen ebenso interessant und gefragt wie bankenfähige Ertrags- und Turbulenzgutachten. „EuroWind bietet hier eine ausgewiesene Expertise mit herausragenden Referenzprojekten sowohl im Onshore- als auch im Offshore-Segment“, so Lippold. Die Unternehmen verfolgen nun das Ziel, durch die Bündelung der Stärken und Kernkompetenzen und den Ausbau des Leistungsportfolios gemeinsam eine deutlich stärkere Marktposition zu gewinnen. Im Jahre 2001 gegründet, startete EuroWind als innovatives Unternehmen für Wind- und Ertragsgutachten. Seitdem hat sich für zahlreiche Banken und Unternehmen EuroWind als der Spezialist für hochwertige Gutachten herausgestellt. Mit seinem hauseigenen, höchst anpassungsfähigen, dreidimensionalen Berechnungsverfahren behauptete sich EuroWind schnell als der Experte für langfristige Ertragsprognosen, auch insbesondere im Offshore-Bereich. Als einer der Marktführer für Kurzfrist-Windleistungsprognosen für ganz Europa und China trägt EuroWind zu einer optimierten Netzintegration von Erneuerbaren Energien in die Stromnetze bei. Neben zahlreichen europäischen Übertragungsnetzbetreibern, namhaften Energiekonzernen vertrauen auch Stromhändler und Direktvermarkter auf die Qualität der Windleistungsprognosen von EuroWind. TÜV Rheinland bietet zur Windenergie ein umfangreiches Servicespektrum. Das Unternehmen unterstützt Hersteller und Betreiber weltweit mit Gutachten, Messungen und Konzepten und führt Risiko- und Schadensanalysen sowie Zertifizierungen durch. Auch im Bereich Bautechnik bietet TÜV Rheinland anspruchsvolle Leistungen wie Standortanalysen und Baugrunduntersuchungen, aber auch die Herstellerüberwachung, die Koordinierung der Statik und Prüfstatik sowie die Qualitätskontrolle und Bauüberwachung zum Beispiel für Turm und Fundament. Daneben führt TÜV Rheinland bei Windkraftanlagen Abnahme- und wiederkehrende Prüfungen sowie bauaufsichtliche Prüfungen durch.

Offshore-Konverter Gefahr für die Energiewende

Konverter-Plattformen sollen Offshore-Windräder mit den Küsten verbinden. Doch die Fertigstellung stockt - weil die Unternehmen die Auflagen unterschätzt haben.
© Bild: 2012 FTD/Veit Hengst
Konverter-Plattformen sollen Offshore-Windräder mit den Küsten verbinden. Doch die Fertigstellung stockt - weil die Unternehmen die Auflagen unterschätzt haben. von Lukas SchürmannWismar
Vor lauter Gerüsten ist die Zukunft selbst kaum auszumachen. Sie liegt in einem Trockendock in Wismar, aus der Entfernung wirkt sie wie die Passagiersektion eines Riesentankers: ein gigantischer, stahlgrauer Kasten mit kleinen Fensteröffnungen. Arbeiter mit blauen und weißen Helmen sitzen darin, schweißen und schleifen funkensprühend die Schweißnähte glatt.
Erst am Rande des Docks der Nordic-Yards-Werften fällt auf, dass Helwin alpha, so der Name der Struktur, der Schiffsrumpf fehlt. Helwin alpha ist kein Schiff. Die Zukunft der Windkraft ist eine Konverterstation, sie wandelt den Wechselstrom, den Windräder erzeugen, in Gleichstrom um, weil sich dieser mit deutlich weniger Verlusten zum Festland leiten lässt. Nordic Yards baut die Station im Auftrag von Siemens, Siemens wiederum für den Netzbetreiber Tennet.
Stromproduktionskapazität bewilligter Offshore-Windkraftanlagen in ...   Stromproduktionskapazität bewilligter Offshore-Windkraftanlagen in Europa
Offshore-Plattformen wie Helwin alpha spielen beim Aufbau des Windenergienetzes vor den deutschen Küsten eine Schlüsselrolle. Und damit auch eine Schlüsselrolle für die Energiewende. Scheitert der Ausbau der Windkraft auf hoher See, sind die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung nicht zu schaffen. Bis 2030 soll sie einen Anteil von 15 Prozent an der Stromgewinnung haben, genug, um die Atomkraftwerke zu ersetzen. Bislang sind in Deutschland aber erst drei Offshore-Windparks am Netz - zwei kleine und ein halb fertiger.
Das liegt auch an den Konverterstationen beziehungsweise an ihrem Fehlen. Bislang gibt es erst eine Plattform, Borwin alpha, gebaut von einer niederländischen Werft und dem Elektrokonzern ABB. Der Bau weiterer Anlagen verzögert sich. Das hat vor allem einen Grund: Die Beteiligten haben die nötigen Behördengänge unterschätzt.
"Es sind allgemein sehr anspruchsvolle Bedingungen, unter denen wir Umspannplattformen ins Meer stellen", sagte Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser dem "Handelsblatt". "Allerdings sind die deutschen Genehmigungsverfahren für diese Anlagen noch komplexer. Das wurde unterschätzt." Die Selbstkritik geht noch weiter: Weil man diese Komplexität nicht erkannt habe, sei "im Vorfeld einfach nicht genug gearbeitet" worden. Es fehlten zudem Präzedenzfälle und Standards, auch hinsichtlich der Genehmigungen. Die Anforderungen an die nötigen Unterlagen seien hoch.
Teil 2: Borwin will die Anlage bis 2013 in Betrieb nehmen

Übertragungsnetzbetreiber streiten über Netzanbindung der Offshore-Windparks

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber streiten über die Netzanbindung der Offshore-Windparks. Besonders in die Kritik gerät dabei der Übertragungsnetzbetreiber Tennet. Die anderen drei Betreiber – Amprion, 50Hertz und EnBW - befürchten, dass sie für die aktuellen Probleme bei Tennet in Mithaftung genommen werden und rufen die Bundesnetzagentur zu Hilfe."Wir werden uns nicht an der Sozialisierung der Tennet-Probleme beteiligen. Das ist schlicht nicht zumutbar", heißt es bei einem der drei Betreiber. Sie haben wenig Verständnis für die Lage bei Tennet. Der Umfang der Offshore-Projekte sei bekannt gewesen, als die niederländische Mutter das frühere Eon-Übertragungsnetz Anfang 2010 gekauft habe. "Die Projekte sind nicht vom Himmel gefallen", sagte ein Manager eines Übertragungsnetzbetreibers dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Bei einem anderen Betreiber heißt es, man habe Zweifel, ob Tennet die Projekte auch wirklich voran treiben wolle. Schließlich sei das niederländische Mutterunternehmen komplett im Eigentum des top-gerateten niederländischen Staates. "Da sollte es kein Problem sein, Finanzierungen auf die Beine zu stellen", heißt es. Tennet sei mit dem Kauf des früheren Eon-Übertragungsnetzes eine Verpflichtung eingegangen, die das Unternehmen nun zu erfüllen habe. Das Tennet-Management räumt ein, dass sich die Finanzierung der Netzanbindung von Offshore-Windparks schwierig gestaltet.

Noch vor wenigen Jahren waren die erneuerbaren Energien Feindbild Nummer eins für die Stromkonzerne. Inzwischen verdienen sie selbst prächtig an Sonne und Wind, wie auch die Jahresbilanz von Eon zeigt. Sehr bald könnte der Ökostrom sogar mehr Gewinn bringen als Atom und Kohle.

Hamburg - Dass sich Eon einmal um den zügigen Ausbau der Windenergie in Deutschland sorgen würde, hätten die Vorstände des Energiekonzerns vor wenigen Jahren vermutlich selbst nicht geglaubt. Doch nun dies: "Die Situation ist katastrophal", schlug Konzernmanager Mike Winkel unlängst Alarm. Aufgrund fehlender Netzanschlüsse drohten Verzögerungen von mehr als einem Jahr bei zahlreichen Offshoreprojekten in der Nordsee.
Der Hilfeschrei aus Düsseldorf kommt nicht von ungefähr. Die Kabelprobleme bedrohen Eons wachstumsstärkstes Segment - die erneuerbaren Energien. Im vergangenen Jahr hat die Sparte Climate and Renewables ihren Ertrag erneut gesteigert. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen beträgt er inzwischen XXX Milliarden Euro, wie der Konzern heute mitteilte. Damit tragen die erneuerbaren Energien jeden XXten Euro zum Ebitda bei. Alle anderen Segmente rutschten ab.Nicht nur für Eon Chart zeigen ist Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse inzwischen eine Säule des Geschäftsmodells geworden. Auch RWE Chart zeigen, Vattenfall und EnBW sowie ausländische Versorger wie EdF Chart zeigen (Frankreich), Enel Chart zeigen (Italien) oder Iberdrola Chart zeigen (Spanien) mischen seit einigen Jahren den Ökomarkt auf. Den hatten zuvor unzählige Kleininvestoren dominiert, während die Versorger den Vormarsch der Erneuerbaren mit teils polemischen Anzeigenkampagnen stoppen wollten. "Dass die Erneuerbaren einmal zum Ergebnistreiber werden, hätten unsere Kraftwerker vor ein paar Jahren nicht geglaubt", heißt es bei einem Energieversorger. Ganz freiwillig haben die Topmanager der Energiemanager indes nicht umgedacht. "Der Markt wird umverteilt - zulasten der großen Versorger", sagt WestLB-Analyst Peter Wirtz mit Blick auf die Dezentralisierung der Stromerzeugung. Auch Atomausstieg, Emissionshandel und attraktive gesetzliche Förderprogramme ließen den Versorgern praktisch keine andere Wahl, als sich selbst mit dem vorher verpönten "Zufallsstrom" zu beschäftigen. Jetzt haben die Konzerne aus der Not eine Tugend gemacht. "Die Versorger haben lange geschlafen, nun sind sie aufgewacht", sagt NordLB-Analyst Heino Hammann. Als Eon, RWE und die anderen vor einigen Jahren in das Segment eingestiegen sind, hätten sie ihr Engagement nicht ernst gemeint. "Inzwischen hat sich die Lage gedreht." Dass es die Versorger inzwischen ernst meinen, untermauern sie mit ambitionierten Investionsprogrammen. Eon will in den kommenden fünf Jahren sieben Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren. RWE plant neue Anlagen im Wert von einer Milliarde Euro pro Jahr und will bis 2020 jede fünfte Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen. Sein Unternehmen wolle bei der Energiewende "Teil der Lösung" sein, betonte RWE-Chef Peter Terium. Ein Schwerpunkt liegt für alle Konzerne dabei auf der Offshore-Windkraft in Deutschland. So baut Eon den Park Amrumbank West 36 Kilometer vor der Nordseeküste mit einer Leistung von bis zu 400 Megawatt. RWE Innogy ist zunächst mit der 295-Megawatt-Anlage Nordsee Ost dabei. EnBW errichtet Turbinen in Nord- und Ostsee, wo auch Iberdrola aktiv ist. Eon betreibt zudem beispielsweise Windparks in den USA, RWE solarthermische Kraftwerke in Spanien. Zum Portfolio gehören weiterhin klassische Wasserkraftwerke. Sogar die noch zuletzt verspottete Fotovoltaik wird für alle Versorger inzwischen interessant, weil die Preise rapide fallen und die Technik Fortschritte macht. Inzwischen bringen die Engagements den Konzernen weit mehr als ein poliertes Image, wie schon die Gewinne von Eon zeigen. • Für Strom aus erneuerbaren Quellen benötigen sie keine Emissionszertifikate, die die Unternehmen ab 2013 ersteigern müssen. • Die Erträge hängen zwar vom Wetter ab, doch dafür sind die Preise sind meist garantiert - durch Einspeisetarife wie in Deutschland, Zertifikate oder feste Abnahmevereinbarungen. Das ist ein besonderer Vorteil in Zeiten schwacher Stromnachfrage wie zurzeit, wenn der Börsenpreis im Keller ist. • Strom aus erneuerbaren Quellen hat in der Regel Vorrang im Netz. Konventionelle Kraftwerke stehen bei geringer Nachfrage oder hohem Stromangebot dagegen oft still. Die Konzerne sind davon bei Starkwind oder starkem Sonnenschein besonders davon betroffen und schaffen sich mit eigenen Ökokraftwerken mindestens ein Gegengewicht. Kein Wunder, dass RWE, Eon und andere mit allen Mitteln auf den raschen Netzanschluss ihrer Windparks in der deutschen Bucht dringen. RWE erwägt sogar eine Klage gegen Netzbetreiber Tennet. Und Eon öffnet sich externen Investoren, die als Minderheitspartner die rasche Expansion auf See vorantreiben sollen. Mithilfe der großen Parks könnten die Versorger den Spieß bei den Erneuerbaren endlich ein Stück weit umdrehen und selbst einen Großteil der Subventionen gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz einstreichen. Bisher machten Genossenschaften, Bürgerinitiativen und Finanzinvestoren das Geschäft, die Versorger schauten den anderen beim Geldverdienen zu, die massive Einspeisung von Solarstrom bereitete den Manager zunehmend Sorgen.
Bei den Großprojekte vor der Küste können die Versorger jedoch ihre Stärken ausspielen. "Für große Offshore-Parks bedarf es starker Konzerne, die diese Projekte stemmen können", sagt der Chef der Finanzierungssparte für erneuerbare Energien bei der NordLB, Heiko Ludwig. "Mittelständler und kleine Investoren sind dazu oft nicht in der Lage. Eine starke Bilanz ist eine wichtige Voraussetzung, damit eine Bank solche Projekte mitfinanzieren kann." Von Vorteil sei auch das generelle Know-how im Strommarkt, beispielsweise bei der zunehmend bedeutsamen Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien.Wie wichtig der Beitrag von Wind, Wasser, Sonne und Co. für die Versorger schon sehr bald werden dürfte, zeigt die jüngste Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Analysten. Bei Eon könnten die Erneuerbaren demnach bereits im Jahr 2013 ein höheres Ebitda erwirtschaften als die konventionellen Kraftwerke, geben einige Befragte an. Die Zahlen relativieren sich zwar, wenn die hohen Abschreibungen für Windparks und Solarkraftwerke in Rechnung gestellt werden. Auf längere Sicht versprechen die Anlagen aber nahezu anstrengungslosen Wohlstand für ihre Betreiber. "Abgeschriebene Windkraftanlagen in guten Lagen können später einmal wahre Gelddruckmaschinen werden", heißt es in der Erneuerbaren-Abteilung einer deutschen Bank. Wind und Sonne schreiben keine Rechnung - der ehemalige Sponti-Spruch gilt inzwischen auch in den Konzernzentralen.

WindenergieAlstom spielt Repower-Übernahme durch

Mittwoch, 14.03.2012, 09:37
Ein mächtiger Konkurrent könnte für Siemens bei Windanlagen im Meer entstehen: Angeblich prüft der französische Mischkonzern Alstom den Kauf des deutschen Windenergie-Spezialisten Repower.
Milliarden dürften wegen der Energiewende in den nächsten Jahren in den Bau von Windparks vor der Küste (Offshore) fließen. Alstom möchte offenbar dabei nicht nur zusehen. Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, prüft der Konzern die Übernahme von Repower. Das Hamburger Unternehmen verfügt über großes Know-how beim Bau von Windanlangen im offenen Meer. Klappt das Geschäft, würde ein mächtiger Konkurrent für Siemens und General Electric entstehen, die bisher den Markt beherrschen.Bisher gehört Repower noch zum indischen Suzlon-Konzern. Suzlon braucht jedoch dringend Geld, um Schulden begleichen zu können. Mit dem Verkauf von Repower könnte sich der Konzern die nötigen Millionen beschaffen, spekuliert die „FTD“. Für 1,5 Milliarden Euro soll Suzlon-Chef Tulsi Tanti bereit sein, die Tochter abzugeben. Nach Informationen der Zeitung soll Alstom bereits die Bücher von Repower prüfen. Allerdings stelle auch ein Börsengang eine Option für Suzlon da, schreibt die „FTD“.
Alstom und Repower lehnten gegenüber der „FTD“ einen Kommentar ab. Ein Suzlon-Sprecher bezeichnete das Interesse von Alstom als „Gerücht“.
Börse
Siemens
76,28 EUR +0,31 (+0,41%)
Siemens - Finanzen100
Alstom
32,00 EUR -0,68 (-2,08%)
Alstom - Finanzen100
Suzlon Energy Ltd....
1,77 EUR -0,02 (-1,39%)
Suzlon Energy Ltd. Reg.Shares (GDR RegS)/4 - Finanzen100
csf
... Windenergie: Alstom spielt Repower-Übernahme durch - weiter lesen auf FOCUS Online:
NSW vereinbart Charter NSW vereinbart Charter-Vertrag für DP2-Schiff MV Aura Die Norddeutsche Seekabelwerke GmbH (NSW) hat einen Langzeitchartervertrag für das DP2-Schiff MV Aura für Energieseekabelprojekte in der Nord- und Ostsee mit der finnischen Meriaura Ltd. geschlossen. NSW wird das Schiff ab Sommer 2012 chartern. Das 2008 gebaute Schiff wird von dem Eigentümer nach Vorgaben von NSW umgebaut und wird damit Bestandteil von NSWs zweitem Installationsspread werden. Mit einer Länge von etwa 100 m und einer Breite von 25 m bietet es den erforderlichen Platz und die Hilfsstromversorgung für die Kabelinstallationsausrüstung. Hierzu gehört ein Heavy-Duty-Trencher (1600 kW), ein hiev-kompensierter Kran und ein Turntable, der für alle Arten von Energieseekabeln geeignet ist. NSW hat bereits erfolgreich Energieseekabel für Windparkprojekte und Inselverbindungen produziert und installiert und hierbei das Installationsspread NOSTAG 10 in Kombination mit dem vertikalen Spülschwert eingesetzt. Thorsten Schwarz, Managing Director NSW: “Mit diesem zweiten Installationsspread sind wir hervorragend ausgerüstet, um unseren Kunden die jeweils beste Installationslösung anzubieten und wir können flexibel auf die hohen Anforderungen eines anspruchsvollen Marktes reagieren. Dieser Vertrag mit einem bewährten Partner wie Meriaura betont unser Bekenntnis zu Qualität sowie unsere Position als Turnkey-Anbieter für Kabelprojekte im Offshore Wind Markt.“ „Dieser Vertrag zeigt unser durchgängiges Bekenntnis zur Erreichung nachhaltigen Wachstums im Bereich Logistik für erneuerbare Energien, indem wir kosteneffiziente und zuverlässige Lösungen auf einem hohen Standard ent Vertrag in der 25-jährigen Geschichte des Unternehmens“, sagt Mikki Koskinen, Managing Director of Meriaura Ltd. „Das Vertrauen, welches NSW in unser Unternehmen gesetzt hat, schätzen wir sehr.“ Zusätzliche Informationen zu den Unternehmen Die Norddeutsche Seekabelwerke GmbH (NSW) ist seit 2007 ein 100%iges Tochterunternehmen der General Cable Corporation und seit über 111 Jahren ein weltweit führender Anbieter von Telekommunikations-Seekabeln. In den letzten fünf Jahren hat sich NSW im Markt für Energieseekabel speziell im Bereich erneuerbare Energie etabliert. Mit über 500 Beschäftigten berät und unterstützt NSW Kunden weltweit. Die General Cable Corporation (NYSE:BGC) gehört zu den Fortune 500-Unternehmen und ist weltweit führend in der Entwicklung, Konstruktion und Herstellung sowie in Vermarktung und Vertrieb von Kupfer-, Aluminium- und Glasfaserkabeln und -produkten in den Bereichen Energie, Industrie und Telekommunikation. Weitere Unternehmensinformationen sind unter www.generalcable.com abrufbar. Meriaura Ltd. ist ein finnisches Schiffbauunternehmen, welches eine Flotte von 16 Schiffen betreibt und in Marinetransporten, Projekttransporten und Marinelogistikmanagement spezialisiert ist. Die Aktivitäten im Bereich industrielle Schüttgüter bestehen aus Agrarprodukten, Biosprit, Recycling, Mineralien, forstwirtschaftlichen Produkten sowie der forstwirtschaftliche Holzversorgung. Das Unternehmen hat zusätzlich eine lange Tradition im Transport von anspruchsvollem Projektcargo, hierzu zählen Kraftwerke genauso wie Dieselgeneratoren, Windturbinen und dazugehörige Komponenten. In den letzten Jahren ist Meriaura zu einem bedeutenden Anbieter für den Transport im Rahmen von Offshore-Projekten in der Nord- und Ostsee geworden.     Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister kritisiert dreijährige Verzögerung bei geplanter Ostküstenleitung. kiel Zwischen dem Stromnetzbetreiber Tennet und der schleswig-holsteinischen Landesregierung zeichnet sich ein Streit um den Ausbau der Leitungen im Norden ab. Während Tennet den Neubau einer 380-Kilovolt-Trasse von Lübeck über das ostholsteinische Göhl nach Kiel drei Jahre aufschieben und erst 2015 mit der Planung beginnen will, drängt der Kieler Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) auf ein schnelleres Tempo. Man werde die neuen Pläne von Tennet „inhaltlich und zeitlich auf den Prüfstand stellen“, kündigte de Jagers Sprecher Harald Haase am Wochenende gegenüber unserer Zeitung an. Insgesamt sollen drei große neue Höchstspannungsleitungen von 380 Kilovolt (KV) im Land entstehen: eine an der Westküste von Brunsbüttel bis Niebüll, eine sogenannte „Mittelachse“ auf der bestehenden 220-KV-Trasse von Rendsburg nach Hamburg mit Fortsetzung nach Niedersachsen sowie die Leitung an der Ostseeküste. Doch Tennet kann und will nicht alle drei gleichzeitig errichten. „Das ist technisch gar nicht möglich“, sagte Tennet-Sprecher Alexander Greß unserer Zeitung. Daher plane man nun „einen gestaffelten Ausbau“. So werde zuerst die „Mittelachse“ gebaut, die 2014 in Betrieb gehen solle. In der zweiten Stufe des Ausbaus kommt die Westküstenleitung – „weil hier wesentlich mehr Windstrom als an der Ostküste produziert wird“, erklärte Greß. Ein erster Abschnitt in Dithmarschen von Brunsbüttel bis Barlt soll 2014 fertig sein. Ab 2015 werde dann die dritte Trasse in Ostholstein und Plön geplant. „Es ist nicht sinnvoll“, sagte Greß, „diese Leitung zu bauen, bevor nicht die Transitleitungen von Hamburg nach Rendsburg und nach Niedersachsen fertig sind.“ Über die könne dann auch schon ein Großteil des Windstroms von der Ostsee abtransportiert werden. „Sie wird den Strom praktisch ansaugen“, sagte Greß. Daher sei es auch kein Problem, wenn die dritte Leitung erst später als die anderen beiden komme. Wirtschaftsminister de Jager sieht das allerdings anders und will nicht so lange warten. „Eine Beschleunigung des Netzausbaus hat oberste Priorität“, sagte sein Sprecher Haase. Deshalb werde der Minister jetzt ein Gutachten in Auftrag geben, das vorhersagen soll, wie viel erneuerbare Energie im Lauf der nächsten zehn Jahre ins Netz eingespeist werden wird. „Damit wird es eine belastbare Grundlage geben, um Tennet gegebenenfalls zu einer Änderung seiner Zeitplanung zu veranlassen.“ Auch aus der Opposition kam Kritik an der Verzögerung. Die ostholsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn warf Tennet „Überforderung“ vor und verlangte einen „zügigen Leitungsausbau“ an der Ostsee. bg Hennign Baethge Norddeutsche Rundschau Experimentierfeld genehmigt

Neuartige Offshore-Windrädern aus Cuxhaven

Vor der ostfriesischen Küste soll ein Experimentierfeld für neuartige Windräder entstehen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat den Bau der Anlagen genehmigt. Es seien die ersten dieser Art in Deutschland, sagte eine BSH-Sprecherin am Montag in Cuxhaven. In einem ersten Schritt sollen zehn Offshore-Windräder bis 2014 mit einem Schwerkraftfundament in der Nordsee installiert und erforscht werden. Die Anlagen sollen in Cuxhaven komplett montiert und dann verschifft werden. Dafür wird der europäische Baukonzern Strabag eine neue Produktionsstätte für Schwerkraftfundamente in Cuxhaven errichten. Der Vorteil dieser Fundamente ist, dass sie nicht in den Meeresboden gerammt werden müssen. Dadurch entstehe weniger Schall als beim Bau von üblichen Windrädern, so dass die Meerestiere nicht so stark gestört würden, sagte eine Strabag-Sprecherin.    
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne