Masterplan für die Westküste IHK fordert bessere Verkehrsanbindung fürs Industrierevier der Schleusenstadt Brunsbüttel

Gestern war Herr Sts Scheurle in der WSD Ost. Auf Nachfrage teilte er deutlich mit, dass die Außenstellen der GDWS (ehemaligen WSDén) und die aufgelösten WSÄ (in unserem Fall das WSA Dresden und Lauenburg) 2020 geschlossen werden. Das war zwar schon aus dem 5. Bericht zwischen den Zeilen herauszulesen, aber für mich so erstmals deutlich von Seiten des BMVBS erklärt worden. Zieht euch warm an!!!
 
Mit Nachdruck verfolgt die Industrie- und Handelskammer Flensburg die Entwicklung eines Masterplanes für die schleswig-holsteinische Westküste. Im Fokus steht für die IHK dabei das landesweit größte Industrierevier in Brunsbüttel.Bekanntermaßen hapert es hier vor allem an der Verkehrsinfrastruktur, der Anbindung der Schleusenstadt ans Hinterland. A20-Weiterbau, Ausbau der B5 zwischen Brunsbüttel und Itzehoe mindestens dreispurig sowie eine deutliche Verbesserung der Bahnanbindung des Industriereviers seien die Themen, über die die IHK mit der neuen Landesregierung spreche, betonte Handelskammer-Chef Uwe Möser bei einem Besucher im Brunsbütteler Bayer-Werk.„Wir brauchen ein gemeinsames Agieren, wir müssen Brunsbüttel und die Westküste stärken“, so Möser. Inzwischen sei die Landesregierung mit im Boot, Kiel signalisiere Gesprächsbereitschaft. Immerhin, die für die gesamte Westküste zuständige IHK Flensburg spricht mit starker Stimme. Der größte Kammerbezirk im Land verzeichnet 45 000 Mitglieder. Allein vom ChemCoastPark in Brunsbüttel seien 12 500 Arbeitsplätze abhängig, betonte Möser. Und die Industrie verwalte nicht ihre Liegenschaften, sondern nehme kräftig Geld für den Ausbau in die Hand, Sasol und Bayer allein jeweils über 100 Millionen Euro.Für Dr. Klaus Gebauer, Werkleiter bei Bayer MaterialScience, das Stichwort. Er verglich Investitionen der Konzerne in ihre Standorte mit Investitionen des Bundes und der Länder in die Infrastruktur: „Wir brauchen Zuverlässigkeit. Wenn wir nichts machen, bekommen wir einen Investitionsstau.“ Geld, ergänzte Möser, sei etwa für den Straßenausbau durchaus da: Lkw-Maut und Kfz-Steuer spülten genügend Mittel in die öffentlichen Kassen. Im Straßenbau käme aber nur ein Bruchteil an. Für die IHK reicht der Blick von der dänischen Grenze bis an die Elbe. Deshalb auch, so Möser, werde die Kammer nicht müde, den Ausbau der A 20 samt westlicher Elbquerung von Hamburg zu fordern. Denn das nördliche Nachbarland brauche diese Route und ebenso „eine gute B5 und eine gute A7“. Im Gespräch mit der Landesregierung bietet sich die Kammer als Moderator an. Auch bei der Vermarktung der Flächen im Industriegebiet ist langer Atem gefragt. Möser bestätigt, dass gerade der bürokratische Aufwand enorm sei – und damit zum Hemmnis für etwaige Investoren werde. Und auch für die Stadt sei es zunehmend schwieriger, sich im Dickicht von EU-Vorschriften und Planungsrecht zu bewegen, kritisierte Bürgermeister Stefan Mohrdieck. Ein wichtiger Standortfaktor sind zudem Energiekosten. Schon innerhalb Europas gibt es ein beträchtliches Gefälle. Klaus Gebauer nannte ein Beispiel: Deutsche Industrieunternehmen zahlen 10 Cent pro Kilowattstunde Strom, französische Werke dagegen nur die Hälfte. Bei solchen Unterschieden konkurrenzfähig zu produzieren sei eine Herausforderung. „Es ist mit Spannung zu sehen, wie sich das entwickelt.“
rp
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne