Lotsen fürchten Verzögerung beim Schleusenbau Reger Schiffsverkehr herrschte am Sonntag auf dem NOK: In Kiel bildeten sich Staus.

16. Aug 2012 —In Anbetracht der jüngsten Ereignisse zeigt sich der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler e.V. (ZVDS) besorgt über den Zustand des Nord-Ostsee-Kanals. Hierzu der ZVDS-Vorsitzende Christian Koopmann: „Nach dem Ausfall der Schleusen in Brunsbüttel im letzten Jahr verdeutlicht der jüngste Ausfall der Schleusen in Holtenau den schlechten Zustand der Infrastruktur im NOK. Jahrelanges Sparen und Mittelkürzungen haben uns dahin geführt, wo wir nun sind: am Rande eines Verkehrsinfarkts.“ Dass sich die Lage nach der Wiederinbetriebnahme der Südkammer der Großen Schleuse in Kiel-Holtenau entspannt hat, darf nicht über den wirklichen Zustand des Kanals und seiner Infrastruktur hinweg täuschen. Wie im letzten Jahr im Fall der Brunsbütteler Schleusen ist nun ein entschlossenes Handeln des Bundes gefragt. Koopmann weiter: „Ohne die Bereitstellung der für Instandsetzung und Investition notwendigen Finanzmittel seitens des Bundes ist der nächste Schleusenausfall nur eine Frage der Zeit. Das kann im Hinblick auf die herausragende Bedeutung des NOK für die gesamte deutsche Volkswirtschaft nicht hingenommen werden.“   Der ZVDS fordert daher neben der Ausstattung der Schifffahrtsverwaltung mit angemessenen Mittel für die notwendigen Sanierungen und Investitionen auch die zügige Schaffung eines Notfallkonzepts. Mit dessen Hilfe sollen anlaufende Schiffe rechtzeitig und umfassend informiert werden, um teure Wartezeiten zu vermeiden.     Der im Jahr 1918 gegründete Zentralverband Deutscher Schiffsmakler e.V. (ZVDS) vertritt als nationale Branchenorganisation die Interessen der Schiffsmakler und Linienagenten in Deutschland und – gemeinsam mit anderen nationalen Verbänden – auch auf europäischer und weltweiter Ebene. Er ist zu diesem Zweck der European Community Association of Ship Brokers and Agents (ECASBA) sowie der Federation of National Associations of Ship Brokers and Agents (FONASBA) angeschlossen.   Für Rückfragen steht Ihnen der Geschäftsführer des ZVDS, Dr. Alexander Geisler, unter der Rufnummer 040/326082 gern zur Verfügung.
Nichts geht mehr am Kanal – Kreuzfahrer nehmen Kurs auf Skagen
Kiel/Brunsbüttel
Stau auf der Förde. Weil erneut eines der über 100 Jahre alten Schleusentore in Kiel-Holtenau defekt ist, müssen sich Kapitäne und Reeder in Geduld üben. Allein gestern Nachmittag lagen elf Schiffe vor der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal vor Anker. Die Reparaturarbeiten sollen voraussichtlich heute abgeschlossen werden. Das defekte Tor wurde ausgebaut, um den hölzernen Torunterwagen instand setzen zu können. „Der aktuelle Funktionsschaden an dem Tor ist ein normales Ereignis und der starken Beanspruchung der Schleusenanlage im 24-Stunden-Betrieb geschuldet“, teilte Claudia Thoma von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord gestern mit. Trotz Inspektion und Ersatz altersschwacher Bauteile könnten solche Vorfälle nicht zu hundert Prozent vermieden werden. Ziel sei es, den Betrieb der Schleuse so schnell wie möglich wieder herzustellen. Während der rund zweitägigen Sperrung stand der Schifffahrt nur die große Nordschleuse zur Verfügung. Die beiden kleinen Schleusentore sind schon länger defekt. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Brunsbüttel wählten zwar einige Kreuzfahrer und andere Schiffe den Umweg um Skagen, wie WSA-Sprecher Thomas Fischer sagte. Dennoch kam es auf der Kieler Förde zum Gedränge und zu langen Wartezeiten. An den Schleusen in Kiel und Brunsbüttel ist mittelfristig eine größere Instandsetzung erforderlich. Hierzu erarbeitet die WSV des Bundes aktuell ein Konzept.
kim Norddeutsche Rundschau
Stau im Kanal
Kiel
Geduldsprobe auf der Kieler Förde: An der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal waren in der Nacht zu gestern gleich drei von vier Schleusenkammern ausgefallen. Frachter, aber auch kleine Segelboote mussten bis zu sechs Stunden auf die Kanalpassage warten.
Bayerischer Totengräber
Sanierungsstau am Nord-Ostsee-Kanal
Margret Kiosz
Nun ist der Ernstfall da: Der Nord-Ostseekanal – Jobmotor für Hamburg und Schleswig-Holstein – steht vor dem Infarkt, weil in Kiel-Holtenau ein Schleusentor aus Kaisers Zeiten den Geist aufgegeben hat. Auf Hochtouren werden die Holzkufen geflickt – das letzte Aufgebot der High-Tech-Gesellschaft. Dass dieser Super-Gau irgendwann eintritt, hat an der Küste jeder gewusst. Nur im fernen Berlin hat Verkehrsminister Ramsauer den Ernst der Lage nicht begreifen wollen. Stattdessen beschäftigten sich noch vor Kurzem Heerscharen von Planungsbeamten mit Ramsauers Steckenpferd: dem millionenschweren Ausbau der Moselschleusen. Auf dem Nebenfluss des Rheins drohe im kommenden Jahrzehnt der Verkehr zu „explodieren“ – von derzeit 15 auf 17 Millionen Tonnen pro Jahr. Das sind Peanuts! Auf dem NOK, der meistbefahrenen Wasserstraße der Welt, wurden allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 52 Millionen Tonnen Fracht transportiert (plus fünf Millionen). Doch das tangiert die eindeutig an süddeutschen Interessen ausgerichtete Politik des Bayern nicht. Der Norden verpasst die Zukunft, wenn jetzt nicht zügig nachgeholt wird, was seit Jahrzehnten verschlafen wurde: die Grundinstandsetzung von Kanal und Schleusen. Schon laufen die ersten Containerriesen von Asien aus direkt Danzig an – an Hamburg vorbei und rund um Skagen. Das lohnt sich inzwischen, weil Reeder und Charterer die langen Wartezeiten in Brunsbüttel und Kiel längst auf der Rechnung haben und einpreisen. Eile ist deshalb geboten. Symbolische Spatenstiche – wie jüngst in Brunsbüttel – beheben das Problem nicht. Nötig sind Taten. Ramsauer muss mit dem Bau neuer Schleusen zügig beginnen und die Wasserstraße für große Feederschiffe gängig machen, sonst wird er Totengräber für den Kanal und für Tausende von Hamburgern und Schleswig-Holsteinern zum Jobkiller. Norddeutsche Rundschau
Kieler Schleuse wegen Reparaturarbeiten zum Teil gesperrt
Reparaturarbeiten an einer Schleuse in Kiel haben am Dienstag den Schiffsverkehr auf Nord-Ostsee-Kanal behindert. Die Sperrung sollte voraussichtlich bis Mittwoch andauern. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) Brunsbüttel wählten einige Kreuzfahrer und andere Schiffe den Umweg um Skagen, um den Behinderungen zu entgehen, wie WSA-Sprecher Thomas Fischer am Dienstag sagte. Ein Schaden an einem Schleusentor machte die vorübergehende Sperrung der Großen Südkammer in Kiel-Holtenau erforderlich. Davon betroffen waren auch die Freizeitskipper, da Sportschiffe zusammen mit der Berufsschifffahrt geschleust werden mussten.

NACHRICHTENTICKER NORD

Kieler Schleuse wegen Reparaturarbeiten zum Teil gesperrt

14. August 2012 | 13:27 Uhr
Kiel/Brunsbüttel (dpa/lno) - Wegen Reparaturarbeiten bleibt eine Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel voraussichtlich bis Mittwoch gesperrt. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts Brunsbüttel kann es dadurch zu Beeinträchtigungen kommen. Davon betroffen sind auch die Freizeitskipper, da Sportschiffe zusammen mit der Berufsschifffahrt geschleust werden müssen. Ein Schaden an einem Schleusentor machte die vorübergehende Sperrung der Großen Südkammer in Kiel-Holtenau erforderlich.Nrddeutsche Rundschau
Sanierungsstau auf dem Nord-Ostsee-Kanal ? Die Folge von anhaltenden Personalabbau, zu wenig Investitionen und falsche Prioritätensetzungen. Die Beschäftigten des Kanals müssen es ausbaden. Die geplante "Reform" der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundesverkerhsministers wird die Verwaltung noch bürokratischer und unflexibler machen. Mit einem Mega-Amt in Kiel ist den Handwerkern vom Taucher über den Schlosser bis hin zum Ingenieur nicht gedient. Entscheidungen werden verzögert, es wird an Karrieren und Strukturen und nicht am Kanal gebaut. Erste Anzeichen sind schon da. Wichtige Nachbesetzungen für "den Kanal" müssen - auch befristet - vom Ministerium direkt genehmigt werden. Frank Behling hatte 2007 schon recht , " Die Menschen fehlen" !
Schleusenkammer in Holtenau defekt

Stau auf dem Kanal

Von Frank Behling |
12.08.2012 17:13 Uhr
Der marode Zustand der Schleusen in Kiel-Holtenau hat den Nord-Ostsee-Kanal am Sonntag wieder an den Rand eines Verkehrs-Infarktes geführt. Am Morgen war ohne Vorwarnung auch die dritte der vier Holtenauer Schleusenkammern ausgefallen.
Vor Holtenau gab es lange Wartezeiten für die Schiffe.
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Kiel. Die Folge waren am Sonntag lange Wartezeiten für die Schiffe, was zur Staubildung führte. Im Kanal und auf der Förde lagen zeitweise mehr als zehn Schiffe vor den Schleusen in Warteposition. Auf der Kieler Förde und der Kieler Bucht waren nach Auskunft der Makler außerdem auch mehrere Schiffe vor Anker gegangen. Andere haben kurzfristig den längeren Weg um Skagen genommen. Nach einer ersten Taucheruntersuchung wurde von Mitarbeitern des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau wurde noch am Sonntagvormittag ein entgleister Torunterwagen als Ursache ausgemacht. Dieser Schaden kann jedoch nicht kurzfristig behoben werden. Für die Reparatur muss das Tor 4 der fast 100 Jahre alten Anlage ausgebaut werden, wie ein Mitarbeiter des Amtes auf Anfrage bestätigt. Für die Schifffahrt steht auch in den kommenden Tagen deshalb nur noch eine große Nordschleuse zur Verfügung. Die in den Vorjahren zur Entlastung eingesetzten kleinen Schleusen sind bedingt durch ältere Schäden seit Monaten außer Betrieb. Deshalb müssen auch die Sportbootfahrer mit mehreren Stunden Wartezeit rechnen. Die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau wollen nun bis Mittwoch versuchen, den Unterwagen zu heben und zur Untersuchung an Land zu holen. Behindert werden die schnellen Instandsetzungsarbeiten auch dadurch, dass es in Kiel keinen Schwimmkran für derartige Arbeiten mehr gibt. Für die Arbeiten an den kleinen Schleusen musste im Juli ein Schwimmkran aus Hamburg nach Kiel geschleppt werden. Durch einen jahrzehntelangen Sparkurs der Schifffahrtsverwaltung hat der Zustand der Schleusen in Kiel und Brunsbüttel stark gelitten. In Brunsbüttel wird deshalb Anfang September mit dem Bau einer fünften Schleusenkammer begonnen, die zwischen 2016 und 2018 eingeweiht werden soll.
13.08.2012

Schön das in Brunsbüttel eine fünfte Schle...

Schön das in Brunsbüttel eine fünfte Schleuse gebaut wird - dann stauen sich gleich noch mehr Schiffe in Holtenau wenn da nicht mal was getan wird. Danke Ramsauer, so blöd kann doch eigentlich niemand sein.
  13.08.2012

… denn bisher ist nicht bekannt, ob die NEUEN Schleusenkammern – alle! – das MAXIMUM der den Kanal künftig passierenden Feeder-Containerfrachter aufnehmen können, was ZWINGEND NOTWENDIG wäre, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und ob deren Technik so robust ist wie die der über 100-jährigen Schleusentore. Das treffende Wort "blöde" lässt sich noch potenzieren, denken wir an die versäumte Chance (zu verantworten von Ramsauer und seinem Adlatus Scheurle – beide als "Binnenländer" offensichtlich ohne jegliche Ahnung von Schifffahrt, Küstenschutz und Reedereiwesen) den Kiel-Kanal zu modernisieren statt sinnlos die Elbe zu vertiefen für Schiffsgenerationen, die garantiert nicht kommen werden. Oder die Kanalverwaltung nach Bonn (!) oder Cuxhaven zu verlegen. Rätselhaft, warum die neue Landesregierung nicht dagegen Sturm läuft.
Rüdiger Bock 13.08.2012

Schleusenproblem

Die verärgerten und nachvollziehbaren Reaktionen bzgl. des oftmals dilettantischen Politikertreibens kann ich nur dick unterstreichen, halte es aber für müßig, auch darauf einzugehen...so viel Zeit zum schreiben habe ich nun auch wieder nicht.- Jedoch zum Bau einer weiteren großen Kammer in Brunsbüttel gebe ich folgendes zu bedenken: mit dem Einsatz einer derartigen Kammer, eröffnete sich die Chance, endlich die leider recht marode Technik in Brunsbüttel zu sanieren. Zusätzlich würde sich später automatisch die Durchlauffrequenz, also der Takt, erhöhen lassen für die Kapazität des Kanals. Da der Niveauausgleich in Brunsbüttel, bedingt durch die Gezeiten, teilweise wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als an den Holtenauer Schleusen, die normalerweise in nur wenigen Minuten auszugleichen sind. Somit würde diese Frequenz um etliche Minuten herabsinken, was von unseren Ostseekammern sicher problemlos abgearbeitet werden könnte. Auch diese Möglichkeiten sind der Überlegung wert, da mit jeder zusätzlichen Schiffseinheit die den NOK passiert, in jedes “Säckchen” mehr Geld fließen würde. Aber wie ja schon befürchtet, sieht so mancher vor lauter Bergen das Wasser nicht...-
… und ein weiterer Beweis, dass die NOK-Verwaltung nicht in "Binnenländer-Hände" (weder in Bonn noch Berlin) gehört; sie gehört verwaltungstechnisch kurzgeschlossen an den Kanal. Und da müssen Fachleute (Praktiker, Nautiker, Wasserbauer) und Kaufleute ran. Umgehend! Der NOK wäre eine Goldgrube, wenn er technisch und kaufmännisch zukunftsfähig gemacht würde. Weiteres Verschlampen und Verzögern ist eine Katastrophe.
Schiffspositionen in der Kieler Förde
Schiffe und ihre Position in der Kieler Förde - jederzeit aktuell. mehr

Wieder Schäden am Nord-Ostsee-Kanal

Drei Schleusen außer Betrieb

Dienstag, 14. August 2012
 
Der marode Zustand der Schleusen in Kiel-Holtenau hat den Nord-Ostsee-Kanal am Sonntag wieder einmal an den Rand eines Verkehrsinfarktes geführt. Am Morgen war ohne Vorwarnung auch die dritte der vier Holtenauer Schleusenkammern ausgefallen. Im Kanal und auf der Förde lagen zeitweise mehr als zehn Einheiten vor den Schleusen in Warteposition. Für die Reparatur muss das Tor 4 der fast 100 Jahre alten Anlage ausgebaut werden. Für die Schifffahrt steht in den nächsten Tagen deshalb nur noch eine große Nordschleuse zur Verfügung. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht PSts Jan Mücke, BMVBS Drucksache1 719351F.r aqeN r.32 Abg. Gustav Herzog Antwort Die Durchfinanzierung der Gesamtmaßnahme,,Neubau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel " konnte erst im November 2011 über das Infrastrukturbeschleunigungs-programm gesichert werden.  Am  Anfang solcher großen Baumaßnahmen stehen die Ausschreibung  und Durchführung größerer bauvorbereitender Maßnahmen, sowie die Feinplanung und anschließende Bauvergabe der Hauptmaßnahmen .Der erste Spatenstich am 17.04.2012 bündelt symbolisch als Startschuss für die neue Schleusenkammer alle begonnenen A ktivitäten und unterstreicht die herausragende Bedeutung dieses Bauprojekts für die Bundesregierung und die gesamte Küstenregion. -   Sperrung Neue(Grosse)Nord Schleuse 23.-27.4. und 07.05-11.05.2012 Brunsbüttel Während der Sperrungen werden Drucklufttaucharbeiten an den Schiebetoren 1 und 3, sowie Spül- und Baggerarbeiten im Kammerbereich durchgeführt. Arbeiten in beiden Kammern der Großen Schleuse in Kiel–Holtenau Am Montag, 23.04.2012 ab ca. 07:30 Uhr werden in beiden Kammern der Großen Schleuse in Kiel Holtenau Arbeiten im Bereich der Torkammer 5 und 2 ausgeführt und hierfür außer Betrieb genommen. Diese Sperrungen erfolgen nach Möglichkeit in Schifffahrtspausen, um die Behinderungen zu minimieren. Trotzdem ist mit Einschränkungen zu rechnen. Während der Sperrzeiten werden die Übergangsbrücken ausgetauscht und weitere notwendige Arbeiten ausgeführt. Die zum Abschluss der Arbeiten im Bereich des Torbunkers 2 befindliche Brücke ist eine reine Personenbrücke und kann nicht von Fahrzeugen befahren werden! Der Fahrzeugübergang wird zu einem späteren Zeitpunkt wiederhergestellt. Während dieser Sperrungen stehen der Schifffahrt jeweils eine Kammer der Großen Schleuse, sowie die Nordkammer der Kleinen Schleusen zur Verfügung. Sperrung der Südkammer der Großen Schleuse in Kiel–Holtenau Ab Dienstag, 24.04.2012 ab ca. 07:30 Uhr bis voraussichtlich Donnerstag, 26.04.2012 ca. 15:00 Uhr, wird die Große Südschleuse in Kiel Holtenau wegen dringend notwendiger Arbeiten an der Torbahn 6 außer Betrieb genommen. Die Arbeiten sehen vor, das Schleusentor auszubauen, die Torunterwagen und die Torabdruckrollen auszutauschen. Während der Sperrung stehen der Schifffahrt die Große Nordschleuse, sowie die Nordkammer der Kleinen Schleusen zur Verfügung. Text und Info: Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag15229.html http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Dokumentation/2941938/21492704/166653/Highway-fuer-Ozeanriesen.html http://www.portalnok.de/Projekte/Schleuse_Brunsbuettel/index.html   Gerhard Alt war 25 Jahre lang Kapitän. Seit drei Jahren lotst er nun die Riesenschiffe durch den Nord-Ostsee-Kanal. Für ihn immer noch ein neues Gefühl. Schulterschluss (v. li.): Stefan Mohrdieck, Michael Hartmann, Ulrike Rodust, Hans-Hermann Lückert (Präsident der Bundeslotsenkammer) und Knut Fleckenstein . Foto: Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau Lotsen fürchten Verzögerung beim Schleusenbau Brunsbüttel Aus seinem Büro der Lotsenbrüderschaft NOK I blickt Ältermann Michael Hartmann auf das Festzelt, in dem am Dienstag der erste Spatenstich für die dritte große Schleusenkammer gefeiert werden soll. Aber Hartmann sorgt sich, dass das 300 Millionen teure Vorhaben nicht wie geplant geplant bis 2017 durchgezogen wird. Grund sind für ihn zu erwartende Kürzungen bei den Haushaltsmitteln. Ulrike Rodust, schleswig-holsteinische Europaabgeordnete (SPD) und ihr Hamburger Kollege Knut Fleckenstein konnten Hartmanns Befürchtungen gestern nicht zerstreuen. Sie hätten keine Kenntnis, dass Gelder der Europäischen Union für den Schleusenbau abgefordert würden. Rodust: „Wir brauchen Anträge aus Berlin.“ Fleckenstein empfahl, am Dienstag das Gespräch mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer zu suchen und ihn zu fragen, „welche Priorität er diesem Projekt einräumt“. Grund für Michael Hartmanns Sorgenfalten in dieser Angelegenheit liefern die beiden seit Jahren in der Sanierung überfälligen großen Kammern. Zumindest eine davon soll grundsaniert werden, sobald die neue Kammer fertig ist. Jede zeitliche Verzögerung berge das Risiko, dass die großen Schleusen komplett ausfallen. „Die Lebensdauer dieser Anlage ist schon seit mindestens 20 Jahren überschritten“, sagte der Lotsen-Vorsitzende. Jede Verzögerung habe Auswirkungen auf eine Region, die von Wilhelmshaven bis Hamburg reiche. Denn die Belastung der Schleusen werde zunehmen, der Güterverkehr auf dem Wasser ziehe seit dem Flautenjahr 2009 deutlich an. Hartmann: „Das Transportvolumen geht durch die Decke.“ Das müsse man „in Europa“ wissen. Auch Bürgermeister Stefan Mohrdieck erklärte bei dem gestrigen Treffen: „Die Befürchtungen machen betroffen, wenn man hört, dass nicht passiert, für das hier im vorigen Jahr gekämpft wurde.“ In den Schleusenbau seien viele Hoffnungen gesteckt worden. Mohrdieck griff Fleckensteins Tipp auf, die Region müsse lauter werden: „Das werden wir tun.“ Dies scheint auch deshalb nötig, weil beim Wasser- und Schifffahrtsamt ein massiver Fachkräftemangel herrscht. Schon jetzt verzögert sich eine Ausschreibung um zwei Monate, weil das Planungsteam zu klein ist. Rodust und Fleckenstein versprachen, ein Schreiben an Raumsauers Ministerium aufzusetzen – und Hilfe anzubieten bei der Bewältigung der Aufgaben am Kanal. Sie nahmen auch von Michael Hartmann die Botschaft mit nach Brüssel, dass die Lotsen sich gegen eine Liberalisierung ihrer Aufgaben wenden. Wettbewerb und Sicherheit vertrügen sich nicht, so Hartmann.   Rolf Pöschus Norddeutsche Rundschau Ralf Pöschus Stiller Kämpfer Er hat ihn ja bald hinter sich, den Job als Ministerpräsident. Doch bis dahin muss sich Peter Harry Carstensen noch Kritik gefallen lassen. Etwa die des Ältermanns der Lotsenbrüderschaft NOK I, Michael Hartmann. Der brachte gestern seine Verwunderung zum Ausdruck, dass der Landesvater sich Ende vorigen Jahres in der heißen Phase des Kampfes für den Schleusenneubau in Brunsbüttel nicht habe sehen lassen. „Er fährt zum Bockbierantstich in Marne und zum Kohlanschnitt auf dem Vollmert-Hof – die wenigen Kilometer bis zur Schleuse schafft er nicht.“ Nun, das ist inzwischen egal, Dienstag steht endlich der erste Spatenstich für die dritte große Kammer an. Das Festzelt steht schon. Und Hartmann ist derweil überzeugt, dass Carstensen sich dennoch hinter den Kulissen für das 300-Millionen-Projekt eingesetzt haben wird. Als stiller Kämpfer. Alle Informationen zu unserem Fiasko finden Sie in NOk21.de Kanal Supergau Sperrung Neue(Grosse)Nord Schleuse 23.-27.4. und 07.05-11.05.2012 Während der Sperrungen werden Drucklufttaucharbeiten an den Schiebetoren 1 und 3, sowie Spül- und Baggerarbeiten im Kammerbereich durchgeführt. http://www.dithmarschen-wiki.de/Bau_der_Neuen_Schleuse_Brunsb%C3%BCttel   Regina Poersch
Voller Einsatz für den Nord-Ostsee-Kanal: Mathias Stein und Michael Wolpmann an der Schleuse Brunsbüttel. — mit Mathias Stein und Michael Wolpmann.
In Brunsbüttel heute Gespräch mit den EU Abgeordneten Ulrike Rodust (SH) und Knut Fleckenstein (HH) zur Zukunft unseres Nord-Ostsee-Kanals.

Erfolg des Bündnisses für den Nord- Ostsee- Kanal im Haushaltsausschuss!

Im Rahmen der gestern zu Ende gegangenen Haushaltsberatungen hat sich die schwarz- gelbe Koalition fünf Minuten vor zwölf doch noch der Vernunft, dem massiven politischen Druck und dem drohenden Wahldesaster gebeugt und stellt im Haushalt 2012 Gelder für den Bau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel zur Verfügung. Ein Erfolg für alle Menschen am Kanal, die sich in den letzten Wochen im Bündnis vernehmbar zu Wort gemeldet haben: Logistikunternehmen, Reedern, der Hafenwirtschaft und den Industrie- und Handelskammern gemeinsam mit Lotsenbrüdern und Nautischen Vereinen, den Mitarbeitern der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, im Chor mit Ver.di, DGB und Betriebsräte unterstützt von Bürgermeistern, Landräten und der Politik in Hamburg und Schleswig- Holstein. Der zuständige Bundesminister Ramsauer erkannte in einem rasanten Lernprozess die Notwendigkeit der Investitionen am Nord- Ostsee- Kanal. .

 

Weitere interessante Informationen zum Neubau der 5. Schleusenkammer finden Sie auf den Seiten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes:

[Link]

Auf diesen Seiten befindet sich eine Simulationsstudie "Neubau 5. Schleuse Brunsbüttel

[Link]
 

Nadelöhr Nord-Ostsee-Kanal

Frachterstau am NOK: Der Ausbau zieht sich, die Uralt-Schleusen von Brunsbüttel sind am Ende. Experten fordern eine neue Schleuse doch es reicht wohl nur für eine Sanierung.

Text Wolfgang Schmidt

Als die „neuen" Schleusen von Brunsbüttel tatsächlich neu waren, herrschte in Deutschland Kaiser Wilhelm II. 1914 fertiggestellt, verschaffen sie bis heute Schiffen aus aller Welt die Zufahrt zum Nord-Ostsee-Kanal – wenn sie nicht mal wieder aus Altersschwäche passen müssen. Stundenlang warten dann Frachter und verlieren wertvolle Zeit, die sie mit der Kanalpassage eigentlich einsparen wollten. „Die Schleuse ist kurz vor dem Zusammenbruch; wir stehen vor einem GAU", sagt der Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK II, Stefan Borowski. „Der technische Zustand ist ein Desaster", bestätigt der Vorsitzende des Nautischen Vereins Kiel, Jürgen Rohweder. „Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern Viertel nach." Die beiden „alten", viel zu kleinen Schleusen, die auch noch in Betrieb sind, wurden übrigens 1887 bis 1895 gebaut. Doch ein Neubau scheint jetzt in weite Ferne zu rücken. Zwar hatte das Bundesverkehrsministerium schon Anfang 2007 entschieden, eine neue Schleuse zu bauen. Stattdessen sollen jetzt erst einmal die beiden bestehenden, maroden Schleusen von Grund auf saniert werden. Es sei wichtig, den Zugang zur meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt zu erhalten, sagte Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle. Pro Schleuse kalkuliert er Kosten von rund 85 Millionen Euro, für den Neubau seien rund 300 Millionen veranschlagt. Nach Einschätzung von Experten droht dem Kanal aber ohne eine fünfte Schleusenkammer ein „Infarkt". Deshalb sollte der Neubau ursprünglich als Erstes entstehen, damit während der Sanierungsarbeiten an den beiden alten Schleusen genügend Kapazitäten für die Schiffe vorhanden sind. Ausbau verzögert sich Ohnehin steht der schon lange geplante Ausbau des Kanals, der ihn für die immer größer werdenden Schiffe besser passierbar machen soll, angesichts knapper Bundesmittel vor Finanzierungsproblemen. Nach den ursprünglichen Plänen hätten 2010 die ersten Bagger rollen sollen, 2014 sollte der Ausbau abgeschlossen sein. Alles in allem soll das Vorhaben 1,25 Milliarden Euro kosten, rechnet Scheurle vor. Darunter sind unter anderem der Neubau in Brunsbüttel, die Instandsetzung der Schleusen, die Verbreiterung einer Teilstrecke, die Vertiefung des 98,6 Kilometer langen Kanals und – nicht ganz so dringend – eine neue Schleuse auch in Kiel. Allerdings steht der Kanalausbau in Konkurrenz zu einer Reihe anderer Projekte wie der Elbvertiefung, die nach Schätzung des Staatssekretärs 300 Millionen Euro kosten dürfte. Erst nach den Haushaltsberatungen Ende November wisse man, wie viel Geld für Investitionen in Wasserstraßen bundesweit tatsächlich zur Verfügung stünden. In der Vorlage des Ministeriums waren es knapp 880 Millionen. Wann aber was gebaut wird, ist offen. Immerhin, so Scheurle, „steht der NordOstsee-Kanal in der obersten Kategorie." Tatsächlich ist die Bedeutung der Wasserstraße für den boomenden Schiffsverkehr groß (s. Kasten rechts). Die Reedereien müssen für die Nutzung Gebühren zahlen, verkürzen aber den Weg zwischen Hamburg und St. Petersburg gegenüber der Route durch Skagerrak und Kattegat um 250 Seemeilen. Das spart Zeit und umweltschädigenden Treibstoff - vorausgesetzt, die Schleusen machen mit. „Die Wartezeiten haben sich 2010 verdoppelt", sagt Lotse Borowski. Peter Messer von der Kanalagentur UCA berichtet von einer Reederei, deren Liegezeiten in Brunsbüttel allein von Mai bis Juli mit 100.000 Euro zu Buche schlugen. Im Mai kamen 256 Stunden zusammen. Die Tide und aus der Elbe eingespülter Sand hätten der Anlage so zugesetzt, dass sich die Schienen, auf denen die Schleusentore laufen sollen, faktisch aufgelöst haben, so Borowski. Eine Notkonstruktion mit einem Schlitten wurde gebaut. „Aber das schmirgelt und schleift", berichtet Borowski. „Der Kanal braucht einen Bypass, damit er keinen Infarkt erleidet." Gefährliche Alternativen Doch den wird es vorerst nicht geben. Dabei steht die Planung: Bäume wurden gefällt, Häuser abgerissen, das Gelände ist baureif. Der Düker - ein Versorgungstunnel unter den alten Schleusen - ist auch fertig. „Man könnte sofort loslegen", sagt Rohweder. Der Bau würde drei, vier Jahre dauern. Am Kiel Canal, wie er international heißt, hängen mehrere Tausend Jobs - darunter die von 320 Lotsen und 150 Kanalsteuerern, die während einer Passage das Ruder bedienen. Doch die Bedeutung reicht weiter: Ein Drittel des Hamburger Hafenumschlags für den baltischen Raum geht über die „nasse Autobahn". Reedereien verteilen die Ladung großer Containerfrachter in Hamburg auf kleinere Feederschiffe, die sie via Kanal gen Osten bringen. Auf der Straße müssten 700 Laster fahren, um ein einziges Feederschiff zu ersetzen -mit entsprechenden Folgen für die Umwelt. Wegen der Probleme in Brunsbüttel könnten Reedereien aber auf die Idee kommen, ihre großen Schiffe gleich um Skagen herum in die Ostsee nach Danzig oder St. Petersburg zu beordern. „Das würde den Hamburger Hafen erheblich schwächen", sagt Rohweder. Dabei stehen die Zeichen im Seeverkehr weiter auf Expansion: Das Bundesverkehrsministerium erwartet, dass der Umschlag in den deutschen Seehäfen von 276 Millionen Tonnen im Jahr 2010 bis auf 759 Millionen 2025 steigt. Ob eine Minimallösung da das richtige Signal ist?

NOK: Volumen steigt im ersten Halbjahr deutlich Der positive Trend auf dem NOK hat sich im ersten Halbjahr 2011 fortgesetzt.

Der Gesamtverkehr stieg von Januar bis Juni um 5,8 Prozent auf 16.501 Schiffe. Weil deutlich größere Schiffe den Kanal durchfuhren, wuchs die Ladungsmenge sogar um rund 18,5 Prozent auf 48 Millionen Tonnen. Jörg Heinrich, Leiter des Dezernats Schifffahrt bei der Wasser- undSchifffahrtsdirektion Nord, sagt: .Setzt sich die Entwicklung so fort, könnten wir die 100-Millionen-Tonnen-Schwelle erreichen." Damit läge man nur knapp unter dem Rekord von 2008 - und wieder auf Vorkrisenniveau. Der Teitstreckenverkehr zu den Häfen am Kanal spielt eine Nebenrolle, die Hauptverkehrsmenge entfällt auf den Transit.

Deutsche Seeschifffahrt 09/2011

Die Lotsenbrüderschaft

NORD-OSTSEE-KANAL
     
 
   
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne