Wasserschutzpolizei kämpft mit Nachwuchssorgen / Europa rückt zusammen WSP: Engere Kooperation

WSP-SH: Hochwertige Motoryacht aus Yachthafen in Wedel entwendet

03. Juli 2012 | 08:13 Uhr
Image not available
Wedel, Glückstadt (ots) - Eine Motoryacht im Wert von 150.000,- EUR ist in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 2012 von ihrem Liegeplatz im Hamburger Yachthafen in Wedel entwendet worden. Die Motoryacht , Typ Crownline 275 CCR, trägt den Namen "Man in Black" und hat einen weißen Rumpf mit einem schwarzen Streifen auf beiden Seiten. Die näheren Tatumstände sind noch nicht bekannt. Die Wasserschutzpolizei Glückstadt hat die Ermittlungen aufgenommen. Mögliche Zeugenhinweise bitte an die Wasserschutzpolizeistation Glückstadt, Tel.: 04124/7014-0.Samstag, 30. Juni 2012
Die Wasserschutzpolizeien von Niedersachsen und Bremen führten ein Seminar in Bulgarien durch. Foto: WSP Bremen
Die Wasserschutzpolizeien von Niedersachsen und Bremen führten ein Seminar in Bulgarien durch. Foto: WSP Bremen
Die Zusammenarbeit in Europa auf dem Gebiet der Überwachung des Schiffsverkehrs wird enger. Jetzt haben niedersächsische und bremische Wasserschutzpolizisten (WSP) zusammen mit einem Polizisten der Waterpolitie Niederlande erstmals ein Seminar als Aus- und Fortbilder in Bulgarien durchgeführt. Ziel des internationalen Seminars im Rahmen war es, den Teilnehmern die praktische Vorgehensweise sowohl der Wasserschutzpolizei aus Deutschland als auch der Waterpolitie der Niederlande in Bezug auf die Überwachung internationaler Vorschriften zur Verhütung der Meeresumweltverschmutzung darzustellen.
Polizeikommissar Norbert Vallentin zeigte Terje Wiese, wie abwechslungsreich die Arbeit der Wasserschutzpolizei ist.
Foto: brandao
Einsatz an Land und auf dem Wasser
Wasserschutzpolizei kämpft mit Nachwuchssorgen / Abwechslungsreicher Beruf mit guten Aufstiegschancen
brunsbüttel
Maler oder Maurer? Arzt oder Anwalt? Oder vielleicht doch lieber mit Tieren arbeiten? Solche Fragen dürften wohl viele junge Menschen beschäftigen, wenn es um die künftige Berufswahl geht. Auch Terje Wiese aus St. Michaelisdonn ging es bisher ähnlich: „Ich will vielleicht irgendwas mit Schifffahrt machen, aber die Polizei interessiert mich auch.“ Aber warum eigentlich für eine Sache entscheiden, wenn man auch beide haben kann? Das dachte sich der 14-Jährige und entschied sich deshalb für ein Berufspraktikum bei der Wasserschutzpolizei (WSP) in Brunsbüttel. Zwei Wochen lang lernte er an der Seite von Polizeikommissar und Pressesprecher Norbert Vallentin alle Facetten des Berufes kennen, fuhr mit den Kollegen auf Streife am Deich, begleitete sie bei der Kontrolle eines Frachters auf der Elbe und erlebte die Arbeit der Polizeitaucher in Rendsburg mit. Von Langeweile war während des Praktikums keine Spur. „Ich habe viel gemacht hier. Das Beste war aber die Schiffskontrolle – da mussten wir uns nur auf Englisch unterhalten, aber das hat Spaß gemacht“, beschrieb der Praktikant. Dass er mit seiner Wahl goldrichtig lag, konnte Norbert Vallentin nur bestätigen. Der 53-Jährige hatte seinerzeit eine Lehre als Bankkaufmann sausen lassen, um Wasserschützer zu werden. Seine Entscheidung hat er bis heute nicht bereut. „Der Beruf ist sehr abwechslungsreich – man hat hier von klassischer Schreibtischarbeit über Schiffskontrollen bis hin zur Bootsstreife alles dabei.“ Auch der direkte Kontakt zu den Schiffsbesatzungen ist für ihn ein weiterer Vorteil: „Schifffahrt ist einfach international und man lernt dabei alle möglichen Nationalitäten kennen.“ Trotzdem fehlt es der Wasserschutzpolizei seit einiger Zeit an Nachwuchs. „Gute Noten in Deutsch, Englisch und WiPo sind Pflicht und der Einstellungstest ist auch nicht ohne“, nannte Vallentin mögliche Gründe. Die Landespolizeistelle hat darauf jetzt reagiert und die Einstellungsvoraussetzungen gelockert. „Früher musste man als Regionalschüler noch eine abgeschlossene Ausbildung in einem maritimen oder metallverarbeitenden Beruf nachweisen – heute können sich Abgänger mit Mittlerer Reife direkt bei uns bewerben“, so Vallentin. Darüber hinaus sollten potentielle Bewerber eine gewisse körperliche Fitness mitbringen und gut in der Gruppe agieren können. „Man sollte offen, teamfähig und sportlich sein“, fasste Vallentin zusammen. Auch die Aufstiegsmöglichkeiten bei den Wasserschützern seien für Regionalschüler im Mittleren Dienst vielversprechend. „Im Prinzip kann hier jeder durchsteigen bis zum leitenden Polizeidirektor“, so der Pressesprecher. Der Standort Brunsbüttel hat in seinen Augen gleich mehrere Vorteile: „Man hat hier Ölhafen, Schleusen und Kanal und durch die Großschifffahrt ist hier eigentlich immer was los.“ Für Terje Wiese waren die zwei Wochen Praktikum in puncto Karriereplanung ein Schritt in die richtige Richtung. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich könnte mir schon vorstellen, das hier weiterzumachen“, zog der Achtlässler eine positive Bilanz.
Anabela Brandao Norddeutsche Rundschau
   
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Der Kanal, Segeln, Maritimes Lagezentrum Seenotrettung, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne