Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Konzentration auf Hauptrouten

Thümler protestiert gegen Ramsauers Schließungspläne

Wasser- und Schifffahrtsverwaltung CDU-Fraktionschef schreibt an Minister – Gegen Stellenabbau

  Se Hannover - Die vom Bund geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) sorgt weiter für Wirbel. Der CDU-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag, Björn Thümler (Berne), hat in einem Brief an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gegen die mögliche Schließung der Standorte Aurich und Hannover protestiert. „Mit Verwunderung habe ich in den vergangenen Tagen Medienberichte zur Kenntnis genommen, nach denen Niedersachsen Standortschließungen und Personalabbau im Zuge der WSV-Reform drohen“, schreibt Thümler. Für den Abtransport von den norddeutschen Seehäfen sei Niedersachsens Wasserstraßennetz von enormer Bedeutung. Um die Verkehre zu verwalten und zu kanalisieren, leisten Wasser- und Schifffahrtsdirektionen Nordwest in Aurich und Mitte in Hannover im Verbund mit den ihnen nachgeordneten Wasserschifffahrtsämtern umfassende Aufgaben der Daseinsvorsorge und einen wichtigen Beitrag zur Koordinierung der See- und Binnenschifffahrt, heißt es weiter. „Ich bitte Sie daher mit Nachdruck, sich dafür einzusetzen, dass es im Zusammenhang mit der WSV-Reform bis auf weiteres keine Standortschließungen oder betriebsbedingten Kündigungen im für die Hinterlandanbindung der norddeutschen Seehäfen wichtigen Bundesland Niedersachsen“, schreibt Thümler.

Ramsauer: Integration der Binnenschifffahrt in die Logistikketten bietet ökonomische und ökologische Vorteile

Erscheinungsdatum

19.06.2012

Laufende Nr.

124/2012

"Wir wollen die Binnenschifffahrt noch stärker in die Transport- und Logistikkonzepte integrieren. Deshalb bietet mein Haus den Binnenschifffahrts-Unternehmen zahlreiche Förderinstrumente",

sagt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer anlässlich der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt.

"Zwei Beispiele von vielen sind das Motorenförderprogramm und die Ausbildungsförderung. Durch die finanzielle Förderung des Einbaus von besonders emissionsarmen Dieselmotoren, Partikelminderungsanlagen und Katalysatoren wird die Binnenschifffahrt aus ökonomischer und ökologischer Sicht noch interessanter."

Ramsauer forderte, die Ausbildungsanstrengungen zu erhöhen und den Austausch zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen zu fördern:

"Die Berufsbilder aus dem Transport- und Logistikbereich müssen bekannt gemacht und das Image verbessert werden. Dies soll nicht nur im Rahmen der deutschlandweiten Nachwuchsinitiative für die Transport- und Logistikbranche "Hallo, Zukunft" erfolgen, für die ich gerne die Schirmherrschaft übernommen habe, sondern auch durch die Unterstützung meines Hauses für die Ausbildungsförderung und das Schulschiff "Rhein"."

Das Bundesverkehrsministerium setzt auf weitere Stärkung des Gütertransports auf dem Wasser. Mit dem Ziel der Stärkung des Systems Binnenschifffahrt wurde auch das Forum Binnenschifffahrt und Logistik wieder belebt. Die Möglichkeiten der Binnenschifffahrt müssen ausgeschöpft werden, um - angesichts des prognostizierten Wachstums des Güterverkehrs - Engpässe zu vermeiden.

"Auch auf europäischer Ebene möchten wir die Binnenschifffahrt weiter stärken",

sagte der Minister. Das von der EU-KOM im Januar 2006 initiierte Aktionsprogramm "NAIADES“ (Navigation and Inland Waterway Action and Development in Europe) soll unter Mitwirkung Deutschlands weiter fortgeführt werden. Auch hier wird die Entwicklung der Beschäftigten, eine Modernisierung der Flotte und die Imageverbesserung eine wesentliche Rolle spielen.

Mittwoch, 20. Juni 2012 07:55

CloseIn der denkmalgeschützten Gösselthalmühle bei Beilngries findet der Festakt zur Einweihung von Bayern erster Revierzentrale statt.
 
Erste Revierzentrale Bayerns wird eingeweiht

Erste Revierzentrale Bayerns wird eingeweiht

LANDKREIS NEUMARKT: Am 8.7.2012 um 11:00 Uhr weiht das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg die Revierzentrale in der denkmalgeschützten Gösselthal mit einem Festakt ein. Im Anschluss an die Segnung finden Führungen durch die Revierzentrale statt.

Die Revierzentrale gibt den Schiffsführern über Funk einen Überblick über besondere Vorkommnisse auf ihrem Revier. Auf Eis, Hochwasser, Behinderungen und Gefahrenstellen kann die Schifffahrt durch frühzeitige Informationen besser reagieren. Damit leistet die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd einen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit auf den Flüssen und dem Kanal.  Im 2-monatigen Probebetrieb hat die Revierzentrale bereits am Main-Donau-Kanal mit 171 km und 16 Schleusen Meldungen an die Schiff-Revierzentrale gesendet. Beim Tag der offenen Tür sind außerdem ein Arbeitsschiff, das zum Peilen der Wassertiefe im Main-Donau-Kanal eingesetzt wird, sowie ein Boot der Wasserschutzpolizei, die Ausrüstung der Taucher, eine von 25 Groß-Pumpen, die von der Revierzentrale ferngesteuert werden, ein 4,5 t schwerer Verschluss, der das Befüllen einer Schleuse mit Wasser regelt, ein Schwimmpoller, der dem steigenden/fallenden Wasserstand in der Schleuse folgt und Schiffe sicher führt, Verkehrszeichen für die Schifffahrt und vieles mehr zu besichtigen.  In der Schifffahrtsschule können Kinder in einfachen Versuchen selbst erfahren, warum ein Schiff schwimmt oder sie erlernen Schifferknoten. Der Archäologiepark Altmühl bietet Kinderschminken an. Bis zum Jahr 2013 soll die Revierzentrale einen Bereich von 708 km mit 51 Schleusen abdecken. Sie reicht dann von der Schleuse Krotzenburg am Main bis zur Schleuse Jochenstein an der Donau, österreichische Grenze. Wie bisher wird die Revierzentrale auch weiterhin die Wasserstände auf dem Main-Donau-Kanal steuern und Wasser aus dem regenreichen Donauraum in das wasserarme Regnitz-Main-Gebiet leiten

Umweltminister und BUND einig

Gegen Mittelelbe-Ausbau

Dienstag, 19. Juni 2012
Die Elbtallinie bietet Fahrten von Dömitz nach Gorleben. Foto: Reederei Andreas Heckert
Die Elbtallinie bietet Fahrten von Dömitz nach Gorleben. Foto: Reederei Andreas Heckert
Der Umweltverband BUND und Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) haben neue Prioritäten im Umgang mit der Elbe gefordert. Es müsse ein Konzept für den Fluss entwickelt werden, das Naturschutz und Tourismus in den Vordergrund stellt. "Statt weiter Steuergelder zu versenken, sollte besser in den Elbe-Seitenkanal investiert werden". Der Kanal lasse einen fahrplanmäßigen Güterverkehr zu, die Elbe sei oberhalb von Lauenburg wegen permanenten Niedrigwassers dafür untauglich. Mit dem Bau einer neuen Schleuse in Scharnebeck könne man das Potenzial des Kanals steigern, ohne nachteilige Eingriffe in die Elbe vorzunehmen. Mehr: Im "THB Täglicher Hafenbericht"

Heftige Kritik an Ramsauers Plänen

Verkehrspolitik Politiker und Wirtschaft gegen Kompetenzabzug und Streichung von Investitionen

  Das Vorhaben bedeute erhebliche Nachteile für die Häfen im Nordwesten. Es handele sich um einen Schlag ins Gesicht der Region. von Jürgen Westerhoff Im Nordwesten - Die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zur Neuorganisation der Schifffahrtsverwaltung sind an der Küste weitgehend auf Kritik gestoßen. Sowohl Politiker unterschiedlicher Parteien als auch Vertreter der Wirtschaft warnten davor, mit der Degradierung der Wasser- und Schifffahrtsdirektionen zu Außenstellen einer in Bonn geplanten Zentrale wichtige Kompetenz von der Küste abzuziehen. Der Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung, John Niemann: „Wir haben nichts gegen Reformen. Sie dürfen aber nicht einen gut funktionierenden Wirtschaftszweig behindern.“ Schließlich würden die Regeln für die Weißwurst-Herstellung ja auch nicht auf Helgoland festgelegt. Für Augenmaß der Reform plädierte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer (Zetel). Die Schifffahrtsverwaltung müsse weiterhin ihre Kernkompetenz behalten. Notwendige Anpassungen dürften nicht mit der Brechstange vorgenommen werden. „Ramsauer kommt vom Kurs ab“, kritisierte die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin-Evers-Meyer (Zetel). Ramsauer kenne sich vielleicht mit den Bedürfnissen der bayerischen Voralpen aus, aber von der Küstenregion scheine er nicht viel zu verstehen. Meta Janssen-Kucz, Grünen-Landtagsabgeordnete aus Leer, sprach von einem „Schlag ins Gesicht der Region“. Die Fachkompetenz müsse an der Küste bleiben, auch wenn eine Reform der Verwaltung lange überfällig sei. Das Gegeneinander der einzelnen Direktionen müsse beendet werden. Begrüßt wurden die Ramsauer-Pläne von den FDP-Politikern Michael Goldmann (Bundestag) und Roland Riese (Landtag): Seit Jahren werde eine Neustrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vom Bundesrechnungshof gefordert – jetzt werde sie endlich erarbeitet. Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) erklärte: „Die konkreten Pläne sind uns noch nicht vorgestellt worden. Wir werden aber darauf achten, dass die Reform nicht zu Lasten regionaler Strukturen in Niedersachsen geht.“ Besorgt hat sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Oldenburg geäußert. Sie wies auf die große Gefahr durch die geplante neue Kategorisierung der Wasserstraßen hin. Die vorgesehene Neuregelung stelle den Erhalt und Ausbau der regionalen Wasserstraßen in Frage und bedeute erhebliche Nachteile für die Häfen im Nordwesten. Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Konzentration auf Hauptrouten Mittwoch, 04. Mai 2011 Angesichts knapper Kassen will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Investitionen in Wasserstraßen auf wichtige Schifffahrtsrouten konzentrieren.Flüsse und Kanäle, auf denen im wesentlichen Touristenboote unterwegs sind, bleiben künftig weitgehend sich selbst überlassen. Eine ähnliche Kategorisierung wie beim Binnenverkehr soll es auch bei den Bundeswasserstraßen im Küstenbereich geben, wo Schifffahrtswege mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 50 Millionen Tonnen besonders rasch ausgebaut werden sollen. Dies trifft etwa auf die Außenelbe und den Nord-Ostsee-Kanal zu. Auf weniger stark befahrenen Strecken geht es nur noch um Instandhaltung. Diese Eckpunkte eines Modernisierungskonzeptes stellte Verkehrsstaatssekretär Klaus-Dieter Scheurle am Montag in Berlin vor. Bei einem Treffen der Wirtschafts- und Verkehrsminister Norddeutschlands war am Montag erneut Kritik an den Plänen des Bundes laut geworden, die Förderung von Wasserstraßen und Häfen von Frachtmengen abhängig zu machen. Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) forderte eine Mitsprache der Länder. Die Kategorisierung der Wasserstraßen und Häfen nach Gütertonnen sei von den Nord-Ministern abgelehnt worden. Vielmehr müsse die Wertschöpfung vor Ort auch eine Rolle bei der Bewertung spielen. Schlotmann zufolge würde andernfalls Mecklenburg-Vorpommern benachteiligt, da die vorgeschlagene Grenze von 50 Millionen Tonnen nicht einmal von allen Häfen des Landes gemeinsam erreicht würde. Wie im schwarz-gelben Koalitionsvertrag vereinbart, will der Bund die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) weiter verschlanken. Für wenig genutzte Wasserstrecken sind nur noch absolut notwendige Sicherungsausgaben vorgesehen. Betroffen davon wären etwa der Teltow-Kanal bei Berlin, aber auch die Lahn in Hessen und der Oberlauf der Weser. Durch die Konzentration der Mittel auf viel befahrene Wasserstraßen sollen dort mehr Güter transportiert werden können: Zwischen 2004 und 2008 war ihr Anteil am Gesamt-Güterverkehrsaufkommen von 11,2 auf 10,2 Prozent gesunken. Für das Konzept wurden erstmals alle See- und Binnenwasserstraßen des Bundes nach Verkehrsaufkommen kategorisiert. „Jede Wasserstraße wird bedarfsgerecht erhalten und betrieben“, betonte Scheurle. Ein „Abbauprogramm“ sei damit nicht verbunden. Allerdings werde sich das Konzentrationsprogramm bei der WSV mit Zusammenlegung von Dienststellen und Stellenabbau auswirken. Künftig soll es ein Vorrangnetz im Binnenbereich mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als zehn Millionen Tonnen pro Jahr geben. Dazu zählen der Rhein, die Mosel, Teile des Mains und der Donau, aber auch der Mittellandkanal. Hier sollen ein 24-Stunden-Betrieb und ein zügiger Ausbau garantiert we  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne