Hamburger Hafen bleibt weiter auf Wachstumskurs

Der Hamburger Hafen erreicht in den ersten drei Monaten 2012 einen Gesamtumschlag von 32,6 Millionen Tonnen (+ 3,8 Prozent). Der im Universalhafen Hamburg dominierende Containerumschlag kommt mit einem Umschlagergebnis von 2,2 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) auf ein Plus von 5,2 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2011. Gegenüber den Westhäfen konnte Hamburg damit in den ersten drei Monaten des Jahres im Containerverkehr weitere Marktanteile gewinnen und seine Position als nordeuropäischer Hub für den Containerverkehr ausbauen: Rotterdam erzielte ein Minus von 3,9 Prozent, Antwerpen erreichte eine vergleichsweise geringe Steigerung von 0,7 Prozent. Der gesamte Seegüterumschlag in Deutschlands größtem Universalhafen erreichte im ersten Quartal 2012 ein Volumen von 32,6 Millionen Tonnen (+ 3,8 Prozent). Vor allem im Stückgutumschlag zeigte sich der Hamburger Hafen stark und konnte trotz Rückgängen im Massengutbereich ein positives Umschlagergebnis erzielen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2011 legte der Hamburger Hafen im Stückgutumschlag um 7,9 Prozent auf 23,1 Millionen Tonnen zu. Das Wachstum wurde vor allem durch die sehr gute Exportentwicklung von containerisiertem Stückgut getragen. Hier kommt der Hamburger Hafen in den ersten drei Monaten des Jahres auf eine Ausfuhrmenge von 11,4 Millionen Tonnen, was eine Steigerung von 11,1 Prozent bedeutet. Gleichzeitig zeigte sich Europas zweitgrößter Containerhafen auch im Import von containerisiertem Stückgut stark: Mit einem Importvolumen von 11,2 Millionen Tonnen erreichte Hamburg ein Wachstum von 5,5 Prozent. Wir freuen uns, dass der Hamburger Hafen mit einem Plus von 5,2 Prozent im Containerumschlag im ersten Quartal deutlich über dem durchschnittlichen Zuwachs von 2,4 Prozent der vier großen Nordrange Häfen liegt“, kommentiert Hafen Hamburg Marketing Vorstandsvorsitzende Claudia Roller: „Das gute Ergebnis in diesem Segment ist ausschlaggebend für das Gesamtwachstum im Hamburger Hafen im ersten Quartal 2012. Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Umschlagzahlen.“ „Wir sind weiter auf einem sehr guten Weg und haben deutlich Marktanteile gewonnen. Das spricht für die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens“, so HPA-Geschäftsführer Jens Meier: „Beim Containerumschlag und den Marktanteilen in der Nordrange liegt der Hamburger Hafen sogar über den Prognosen aus der Potentialanalyse von ISL aus dem Jahr 2010.“ Im seeseitigen Containerverkehr mit Asien wurden im ersten Quartal 2012 insgesamt 1,2 Millionen TEU (- 5,0 Prozent) umgeschlagen. Die Marketingorganisation des Hamburger Hafens geht davon aus, dass die Entwicklung der Containermengen im Asienverkehr vor allem durch Kapazitätsreduzierungen und durch die Einstellung von Liniendiensten seit Anfang des Jahres beeinflusst wurde. „Die Rückgänge im Asienverkehr sind eine Momentaufnahme, die den Umstrukturierungen verschiedener Liniendienste geschuldet sind. Im Laufe des ersten Halbjahres erwarten wir aber wieder neue Fernost-Containerliniendienste im Hamburger Hafen“, so Claudia Roller. Die Entwicklung im Containerumschlag mit der Ostseeregion ist im ersten Quartal 2012 sehr positiv verlaufen. Steigerungen wurden auch im Europa- und Amerikaverkehr erzielt. Der Containerverkehr mit dem Ostseeraum erreichte demnach eine deutliche Steigerung von 19,6 Prozent und kommt auf 531.000 TEU. Der Hamburger Hafen als östlichster Seehafen in der Nordrange ist die bedeutendste Drehscheibe für den Außenhandel in die Ostseeregion: Ein Großteil der ausgetauschten Güter zwischen den nord- und osteuropäischen Ländern und Übersee wird im Transhipmentverkehr per Feederschiff über den Hamburger Hafen abgewickelt. Russland und Finnland sind in der Ostseeregion die bedeutendsten Handelspartner im seeseitigen Containerverkehr des Hamburger Hafens. Hamburg bietet in Nordeuropa mit rund 151 Abfahrten pro Woche unverändert das dichteste Netz an Feederverbindungen in den gesamten Ostseeraum. Hinzu kommen neue Feederdienste nach England und die skandinavischen Staaten, die mit 41.000 TEU (+ 37,6 Prozent) und 232.000 TEU (+ 8,1 Prozent) für ein deutliches Plus sorgten. Insgesamt sind die Europa-Containerverkehre des Hamburger Hafens im ersten Quartal mit 694.000 TEU um 18,4 Prozent gewachsen. Das gesamte Fahrtgebiet Amerika erzielte in den ersten drei Monaten mit 279.000 TEU ein deutliches Plus von 33,3 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren vor allem neue und erweiterte Liniendienste von Kanada, über die USA bis nach Südamerika, die dem Hamburger Hafen ein Wachstum im Containerumschlag einbrachten. Die Container-Fahrtgebiete Afrika und Australien/Pazifik lagen im ersten Quartal mit 55.000 TEU (- 6,2 Prozent) und 8.000 TEU (- 9,7 Prozent) im Minus. Der Massengutumschlag lag im ersten Quartal 2012 mit insgesamt 9,5 Millionen Tonnen (- 4,8 Prozent) unter dem Vorjahresergebnis. Während sich der Greifergut-Umschlag in den ersten drei Monaten 2012 gegenüber 2011 um 5,0 Prozent auf 4,8 Millionen Tonnen verbesserte, verzeichnete der Umschlag von Flüssiggut und Sauggut einen Rückgang. Beim Umschlag von Greifergut zeigte sich der Hamburger Hafen vor allem im Import von Erzen stark und erzielte ein deutliches Plus von 27 Prozent auf 2,3 Millionen Tonnen. Der Umschlag von Flüssiggütern verbucht im ersten Quartal mit 3,1 Millionen Tonnen ein Minus von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rückgänge beim Rohölimport und Rückgänge beim Export und Import von Mineralölprodukten konnten durch das Plus von 11,9 Prozent beim Umschlag von anderen Flüssigladungen auf der Importseite nicht ausgeglichen werden. Der Sauggutumschlag blieb im ersten Quartal 2012 mit 1,5 Millionen Tonnen um 9,7 Prozent unter der vergleichbaren Vorjahresmarke. Ursache hierfür war vor allem die reduzierte Einfuhr von Getreide und Ölfrüchten, die einen Rückgang der gesamten Importmenge beim Sauggut um 10,4 Prozent auf 877.000 Tonnen zufolge hatte. Die restlichen Sauggutprodukte, überwiegend Futtermittel, indes kamen mit einem Wachstum von 33 Prozent auf ein äußerst positives Ergebnis, konnten mit einer Umschlagmenge von 60.000 Tonnen den reduzierten Import von Getreide und Ölfrüchten jedoch nicht auffangen. Der Export von Getreide und restlichem Sauggut brachte in den ersten drei Monaten ein Minus von 8,7 Prozent und erreichte 637.000 Tonnen. Beim nicht-containerisiertem Stückgut wurde mit 528.000 Tonnen das Vorjahresergebnis um 6,1 Prozent unterschritten. Eine Ursache ist der Rückgang im Import konventionell verladener Südfrüchte (- 39,7 Prozent) auf 74.000 Tonnen. Diese Entwicklung ist der fortschreitenden Containerisierung im Stückgutumschlag im Hamburger Hafen geschuldet: Ein Großteil der in Hamburg abgefertigten Südfrüchte erreicht den Hafen heutzutage im Kühlcontainer. Für eine positive Entwicklung im konventionellen Stückgutbereich sorgte vor allem der Export von Fahrzeugen: Mit einer Umschlagmenge von 133.000 Tonnen ist dieser Bereich deutlich um 21 Prozent angestiegen. Auch beim Umschlag von Schwergut und Projektladung ist der Hamburger Hafen im ersten Quartal 2012 mit 142.000 Tonnen im Export (+ 21,8 Prozent) und 38.000 Tonnen im Import (+ 13,6 Prozent) weiter auf Wachstumskurs.   d  
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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne