750 Kilometer auf dem Floß zur Kieler Woche Abenteuer

750 Kilometer auf dem Floß zur Kieler Woche
Abenteuer
Dirk Schüler (50) hat es geschafft. Kurz vor dem Kieler-Woche-Start ist er in den Düsternbrooker Hafen eingelaufen. Sechs Wochen Floßfahrt, 750 Kilometer vom Rhein aus und jede Menge Strapazen liegen hinter ihm. Begrüßt wurde er von Familie, Freunden und Kollegen. „Wir sind stolz auf dich“, riefen sie. Schüler schaut mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück: „Ich muss das erstmal sacken lassen.“
emd
  Exot am Anleger des Brunsbütteler Yachthafens: das Floß „Hörn“ von Dirk Schüler. Am Heck weht die niederländische Flagge neben der deutschen: Das ungewöhnliche Fahrzeug ist ausgeflaggt. Foto: pöschus   Unten ein ganz Mutiger, der gestern von der Elbe kam, nach Kiel zur Kiel Woche ( siehe Plakat ) wollte und ohne Lotsen durch den NOK,aber G.s.D. mit Schwimmweste.   Mit kleinem Floß auf großer Fahrt Von Oberhausen zur Kieler Woche: Dirk Schüler legt Zwischenstopp in der Schleusenstadt ein Brunsbüttel Es ist ein ungewöhnlicher Törn, von dessen Ziel Dirk Schüler nur noch 100 Kilometer trennen. Der 50-jährige Kieler ist seit Muttertag auf verschiedenen Wasserstraßen der Republik unterwegs, um rechtzeitig zur Kieler Woche mit seinem Motorfloß „Hörn“ in der Landeshauptstadt einzutreffen. 700 Kilometer hat der unternehmungslustige Mann seit seinem Start in Oberhausen am Rhein bereits hinter sich. Zurzeit hat er im Brunsbütteler Yachthafen festgemacht. Auch dort ist das Floß ein Hingucker. Probleme, mit den Skippern der benachbarten Motor- und Segelyachten ins Gespräch zu kommen, hat Schüler nicht. Alle interessieren sich dafür, was ihn zur großen Floßfahrt bewogen hat, die zumindest am Mittwoch ein gutes Stück gewagt war. Denn da schipperte Dirk Schüler von Hamburg nach Brunsbüttel – auf der Unterelbe. Grund genug für den Wasserschutz, ihn kurz zu stoppen. Doch dann durfte er seine Fahrt fortsetzen. Den notwendigen Bootsführerschein hat er. Immerhin wird das 13 Quadratmeter große Floß von einem 15-PS-Außenborder angetrieben. Kraft genug, um gemütlich übers Wasser zu tuckern. Kommen ihm große Pötte zu nahe, weicht er aus, drosselt die Fahrt. „Ich habe ja Zeit“, sagt Schüler und vergleicht seine Situation mit dem Straßenverkehr: „Da muss man auch aufpassen.“ Der Kieler weiß, wovon er spricht. Seine Brötchen verdient er als Verkaufsfahrer. Nur in einem Punkt gab es Schwierigkeiten: Sein Wasserfahrzeug erhielt von deutschen Behörden keine Genehmigung. Schüler erwies sich als findig: Nun ist ein Freund aus den Niederlanden offiziell Eigner der „Hörn“, er selbst fungiert nur als Skipper. „Ja, ich habe ausgeflaggt“, bestätigt er mit schelmischem Grinsen. Seinen Törn hat er sich zum 50. Geburtstag genehmigt. Der Arbeitgeber trage den sechswöchigen Urlaub mit. Und auch seine Freundin stehe hinter der Floßfahrt. Allerdings reicht die Begeisterung nicht so weit, dass sie mit an Bord gehen mochte. „Sie hat mich aber einmal besucht.“ Bis Brunsbüttel sei es recht einsam gewesen. In der Schleusenstadt gibt es bereits Besuche aus dem Freundeskreis. Und auch auf seinen nächsten Stationen in Lexfähre, dem Rendsburger Eiderhafen und Kiel werde er schon erwartet. Warum überhaupt diese Tour, die er nicht als Bewältigung einer Midlife-Crisis betrachtet? „Ich wollte immer schon Floß fahren. Das ist so entschleunigt.“ Er hatte schon einmal ein Floß, das er 2009 verkaufte. „Kaum war das weg dachte ich, das ist ein Fehler.“ Und mit einem echten Motorboot unterwegs sein ist ihm nicht außergewöhnlich genug. Vor allem: Dirk Schüler als Fan des Münchner Oktoberfests wollte eigentlich aus der bayerischen in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt fahren. Aber: „Die Isar ist nicht schiffbar, der Rhein in dieser Jahreszeit zu schnell.“ Daher wählte er den Start in Oberhausen. Von dort tuckerte er über verschiedene Kanäle nach Hamburg. An Bord ist alles, was nötig ist. Ein Expeditionszelt dient als Kajüte. Während der Fahrt ist es in einer wasserdichten Kiste verstaut. Schatten und Regenschutz spendet ein Grill-Pavillon, der wie maßgeschneidert an Deck steht. Bei der Navigation genügen ihm Tourenhandbuch und GPS-fähiges Smartphone. Das Gefährt, in das er rund 3000 Euro investiert hat, schwimmt auf zehn Kunststofffässern, die ihm Auftrieb für zwei Tonnen Gewicht bescheren. Diesmal wird er sich in Kiel nicht wieder von seinem Floß trennen. Dirk Schüler überlegt schon, andere Wassersportreviere zu erkunden. Etwa die Müritz. Oder die Elbe von Tschechien bis Hamburg. Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau  
Einsatz auf der Elbe: links das Schiff der Wasserschutzpolizei, das das Schlauchboot der Feuerwehr Brokdorf auf den Haken nahm.
Foto: Schwarck (2)
Die drei Geretteten: (v.li.) der gebürtige Wilsteraner sowie Dieter Witt und Stefan Röhder.
Paddler vor Brokdorf gekentert
Drei Kanuten können sich schwimmend an Land retten/Rettungsschlauchboot der Feuerwehr drohte wegen Motorschadens abzutreiben
Brokdorf
Eine geplante Kanutour von St. Margarethen an Glückstadt vorbei zur Elbinsel Pagensand ist gestern Mittag vor Brokdorf im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Die Rettungsaktion für drei Kanuten rief die Feuerwehren aus Brokdorf und Itzehoe, die Wasserschutz- und die Schifffahrtspolizei auf den Plan. Sowohl die Taucher als auch das große Rettungsboot der Itzehoer Wehr brauchten allerdings nicht mehr groß einzugreifen: die verunglückten Männer hatten sich ans Ufer retten können. Notarzt und Rettungsassistenten kümmerten sich um die Geretteten, die aber auf einen Transport ins Krankenhaus verzichteten. Die Männer waren mit zwei Kanus unterwegs gewesen. In Höhe Arentsee kenterte ein 43 Jahre alter Mann aus Elmshorn, der ursprünglich aus Wilster stammt und seinen Namen nicht verraten wollte, in Ufernähe mit seinem Kanu. Um ihm zu Hilfe zu eilen, waren seine Freunde, der 55 Jahre alte Dieter Witt aus Hamburg und der 44-jährige Stefan Röhder aus Elmshorn, ebenfalls in die Elbe gesprungen. Alle drei konnten sich ans Ufer retten. Die inzwischen alarmierte Freiwillige Feuerwehr Brokdorf hatte unterdessen ihr Rettungs-Schlauchboot zu Wasser gelassen. Ihr gelang es, die bei starker Strömung abtreibenden Kanus zu bergen. Am Ende aber mussten die Brokdorfer Retter selbst gerettet werden. Als plötzlich aus unbekannten Gründen ihr Außenbordmotor ausfiel und das Boot abgetrieben zu werden drohte, griff die Wasserschutzpolizei ein. Sie nahm das Schlauchboot auf den Haken und schleppte es mitsamt Insassen nach Glückstadt. Dort musste die Feuerwehr Brokdorf Boot und Besatzung wieder abholen. Jochen Schwarck Norddeutsche Rundschau Anmerk. Verf. HP NOK21.de :Bin von beiden Artikel selber betroffen, a ) habe ich ein Kajak bei den Elmshorner Wanderpaddlern und paddle selber auf der Elbe, natürlich , wie oben sichtbar nur mit Schwimmweste, ich bin nicht lebensmuede, man muss bei bis zu 4 kn ( 6,6 km/h) sehr genau die Tide berechnen und ich habe ein kleines Segelboot mit Aussenborder , mit dem ich von Kollmar aus segeln möchte, bin im Moment noch am überholen / malen. Freue mich , dass die Rettung doch noch so gut geklappt hat , eben gute Kollegen von der WAPO. WSA Hamburg.    
Nedderelv-Regatta mit viel Wind Kollmar
Da kamen die Segler auf Touren. Windstärke sechs, in Böen sieben aus West, sorgte bei ablaufendem Wasser auf der Elbe für erschwerte Bedingungen bei der Nedderelv-Regatta, die von Glückstadt bis nach Pagensand und zurück führte. Mit Abstand schnellster auf dem Kurs war Jens Reimers vom WSV Kollmar auf einem Katamaran. „Der ist ganz schön tief geflogen“, sagte Regattaleiter Volker Steenbock vom WSVK. Zudem gab es ein Rahmenprogramm mit Seglerabend und Disko. „Es hat Spaß gemacht und einen Schub gegeben, um dies auszubauen.“
mbu Norddeutsche Rundschau
     
     
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne