A) Offshore-Windbranche trifft sich in Bremen

B ) Windpark-Errichterschiff in Bremerhaven getestet

C) Zu hohe RisikenAllianz scheut Investitionen in Offshore-Windparks

Allianz-Versicherung setzt auf staatliche Förderung

Keine Offshore-Investionen geplant

Mittwoch, 13. Juni 2012
Die Offshore-Industrie soll zur Energiewende beitragen. Foto: Brunsbüttel PortsDie Offshore-Industrie soll zur Energiewende beitragen. Foto: Brunsbüttel Ports
Mit Windkraftanlagen an Land verdient die Allianz-Versicherung gut. In der Offshore-Industrie plant das Unternehmen jedoch momentan keine Investitionen. Die Risiken dieser Projekte seien noch sehr wenig bekannt, erklärte Allianz-Klimastratege Armin Sandhövel jetzt in München. Bei der Versicherung großer Anlagen auf See erwartet der Konzern staatliche Unterstützung. Der Bund könne einen Teil der Risiken übernehmen oder Garantien geben, so Sandhövel. Mehr: Im "THB Täglicher   D) Teures Risiko Versicherer scheuen Ausfallrisiken von Offshore-Anlagen 12.6.2012 Vom 26. bis 29. Juni 2012 steht auf der WINDFORCE – Deutschlands erster Messe für die Offshore-Branche und achten WAB Offshore-Konferenz – die Zukunft der Offshore-Windenergie in Deutschland im Mittelpunkt. Bremen - Bis zum Jahr 2020 sollen sich laut Bundesregierung Offshore-Windenergieanlagen vor der deutschen Nord- und Ostseeküste drehen, die zusammen 10.000 Megawatt Strom produzieren. Ein scheinbar sehr hoch gestecktes Ziel, zumal derzeit erst 200 Megawatt genau dort produziert werden. Die Offshore-Windenergie-Branche und mittlerweile auch die Politiker fragen sich, ob das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung innerhalb der nächsten acht Jahre erreicht werden kann. Vor allem die Netzanbindung bereitet momentan Kopfzerbrechen, schreitet der Ausbau der Stromnetze nur langsam bis gar nicht voran. Aber woran liegt das? Welche Stellschrauben müssen gedreht werden und von wem? Und geht es mit der Offshore-Windenergie wirklich so langsam voran, wie es scheint? "Es ist gut, dass seit dem Energiegipfel im Kanzleramt Ende Mai die Energiewende zur ‚Chefsache‘ erklärt wurde und sich die Bundeskanzlerin der Thematik federführend annimmt. Es muss nun vorangehen. Die Industrie ist längst bereit, Anlagen können produziert und Windparks offshore errichtet werden. Nun muss die Bundesregierung dringend der Frage nach der Netzanbindung und weiterer Rahmenbedingungen nachgehen", so Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB e.V. Die WAB ist das Netzwerk der Windenergiebranche in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windindustrie – und sie organisiert die WINDFORCE 2012 – Deutschlands erste Messe für die Offshore-Industrie und achte Fachkonferenz – vom 26. bis 29. Juni 2012 in Bremen. Damit schaffen die Veranstalter ein Forum für die Branche und einen Treffpunkt auf internationaler Ebene. Im Fokus der Veranstaltung steht die Zukunft der deutschen Offshore-Windenergie und genau die Themen, denen sich auch die deutsche Bundesregierung nun annehmen muss. Die Schirmherrschaft für die WINDFORCE 2012 übernimmt Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler     Dienstag, 12. Juni 2012
11. Juni 2012, 17:25 UhrEinsatz ab Sommer

Windpark-Errichterschiff in Bremerhaven getestet

Das so genannte Errichterschiff "Victoria Mathias" ist erstmals auf der Lloyd-Werft in Bremerhaven einem Belastungstest unterzogen worden. Am Montagnachmittag wurde das gesamte Schiff auf seinen langen "Beinen" aus dem Wasser gehoben. Dabei wurde geprüft, ob es in einer Wassertiefe von 40 Metern auch sicher steht.
Das Errichterschiff "Victoria Mathias" soll auch in 40 Metern Höhe noch sicher stehen können. Außerdem wurde der Hauptkran in der Mitte des Schiffs eingesetzt. Er kann bis zu 1.000 Tonnen Last heben und hat eine maximale Arbeitshöhe von 110 Metern über Deck. Bei vorherigen Belastungstests waren Mängel am hydraulischen Hubsystem festgestellt worden. Die verwendeten Stahlzylinderkomponenten eines deutschen Zulieferbetriebes hatten sich als spröde und damit ungeeignet erwiesen.

Erster Einsatz im Sommer 2012

Die fehlerhaften Teile wurden auf der Lloyd Werft ausgetauscht. Wenn die letzten Tests abgeschlossen sind, kann die "Victoria Mathias" ihren Dienst aufnehmen. Das Schiff soll noch im Sommer dieses Jahres 49 Fundamente für den Windpark "Nordsee-Ost" legen, um dort später 48 Windkraftanlagen und eine so genannte Unterstation zu errichten. Jedes dieser Fundamente wird eine Grundfläche von 400 Quadratmeter haben. Imposant: Ein Schiff auf Stelzen. Im Hintergrund die dreibeinigen Fundamente für Windkraftanlagen auf See. Die "Victoria Mathias" ist eines von zwei Installationsschiffen dieses Typs. Sie und ihr Schwesterschiff, die "Friedrich Ernestine", wurden auf der koreanischen DSME-Werft gebaut und liegen zurzeit an der Kaje der Bremerhavener Lloyd-Werft. Weitere Meldungen zum Thema: Fundamente ab Bremerhaven verschifft RWE nimmt Schiffstaufe zum Anlass für Kritik 100-Millionen-Euro-Spezialschiff Dienstag, 12. Juni 2012
 

Zu hohe RisikenAllianz scheut Investitionen in Offshore-Windparks

Quelle: Handelsblatt Online Mit Windkraftanlagen an Land verdient die Allianz gutes Geld. Rund 1,3 Milliarden Euro hat der Versicherer in Onshore-Windparks investiert. Auf hoher See jedoch sind der Allianz die Risiken noch zu hoch.
Als Versicherer ist die Allianz bereits bei mehreren Offshore-Windparks aktiv. Quelle: dpa
Als Versicherer ist die Allianz bereits bei mehreren Offshore-Windparks aktiv. Quelle: dpa
MünchenDie Allianz-Versicherung investiert bislang kein Geld in Windparks im Meer und erwartet bei der Versicherung großer Anlagen staatliche Unterstützung. Die Risiken dieser Projekte seien noch sehr wenig bekannt, erklärte Allianz-Klimastratege Armin Sandhövel am Montag in München. In Windkraftanlagen an Land und in Solarenergie hat Europas größter Versicherer dagegen schon 1,3 Milliarden Euro angelegt und erzielt damit 7 Prozent Rendite, wie Investmentexperte David Jones sagte.
„Wir planen derzeit nicht, in Offshore zu investieren“, sagte Sandhövel. Auch andere institutionelle Investoren zeigten keinen Appetit, während sie sich sich bei Onshore- und Solaranlagen zunehmend Konkurrenz machten auf der Suche nach Geldanlagen abseits der Finanzmärkte. Als Versicherer ist die Allianz bereits bei mehreren Offshore-Windparks aktiv. Aber große Volumen könne die Versicherungswirtschaft nicht alleine tragen, sagte Sandhövel und regte an, dass der Staat einen Teil der Risiken übernimmt oder Garantien gibt. Die Bundesregierung will die Atomenergie vor allem durch große Windparks weit draußen in der Nordsee ersetzen. Das ist aber Neuland - Siemens hat soeben eine halbe Milliarde Euro als Lehrgeld abschreiben müssen. Mit der Technik und mit dem Einfluss von Meer und Stürmen gebe es noch kaum Erfahrung, erklärte eine Allianz-Sprecherin. Ein Sturm oder ein Schaden an einem Seekabel könnte gleich mehrere Windparks lahmlegen. Weil viele Schäden wetterbedingt nur im Sommer repariert werden könnten, drohten lange Betriebsunterbrechungen mit enormen Folgekosten. Jones sagte: „Wir wollen nicht in unbekannte Risiken investieren.“ Sandhövel erklärte, bei Investitionen in Offshore-Anlagen gäbe es sicher Diskussionen mit der Finanzmarktaufsicht. Erneuerbare Energien versprechen dank staatlicher Einspeisevergütungen jahrelange, stabile Einnahmen unabhängig von Finanzmärkten, Währungs- und Zinsentwicklung. Aber bei einer Fehlinvestition drohten jahrelange Verluste, erklärte Sandhövel. Die Allianz hat rund 1,3 Milliarde Euro in Onshore-Windparks in Deutschland, Frankreich und Italien sowie in Solaranlagen in Frankreich und Italien investiert. Die 42 Projekte haben eine Gesamtleistung von 733 Megawatt, das entspricht einem halben Atomkraftwerk. Gute Investitionsmöglichkeiten seien inzwischen gar nicht mehr so leicht zu finden, sagte Sandhövel. Stromtrassen wären sicher auch eine gute Geldanlage - aber der Gesetzgeber habe Energieerzeugung und Energieverteilung getrennt, und auch Investoren müssten sich hier entscheiden. Jones sagte, angesichts des Interesses am Gelingen der Energiewende erwarte er eine politische Lösung für dieses Problem.

Teures Risiko Versicherer scheuen Ausfallrisiken von Offshore-Anlagen

Autor: Redaktion w:o wallstreet online Quelle

 |  11.06.2012, 16:01

Die Betreiber von Offshore-Anlagen in Nord- und Ostsee haben große Probleme, ihre Windparks gegen Schäden und Ausfall wie zum Beispiel durch Stürme oder technische Probleme zu versichern. Wie das Wirtschaftsmagazin „WirtschaftsWoche“ berichtet, sehen Rückversicherer wie Hannover Rück und MunichRe große Risiken für Offshore-Windparks und haben nur wenige Policen im Angebot. Wie ein großer Rückversicherer gegenüber dem Magazin bestätigte, könne es bei einem raschen Ausbau der Windkraft auf See mit erhöhten Risiken „schwer werden, Versicherungsdeckungen zu finden“.

Der Rückversicherer MunichRe hält sich bereits bei Spezialrisiken wie der Verfügbarkeit von Wartungsschiffen und dem Funktionieren der Turbinen zurück. Die Risiken aus Wind und Wellengang werden derzeit von einem Expertenteam evaluiert. „Hier brauchen wir noch viel Expertise“, sagte MunichRe-Vorstand Thomas Blunck dem „WirtschaftsMagazin“. Die Hannover Rück versichert zwar den Bau der Windparks, nicht aber Betriebsunterbrechungen nach Stürmen oder Kabelschäden. Der Erstversicherer Allianz bietet über seine Tochter AGCS Versicherungen für Betriebsunterbrechungen und Sturmschäden - allerdings mit „gebotener Vorsicht“.

Besondere Sorge bereite der typische Wintersturm in der Nordsee, da hier die Offshore-Anlagen ein halbes Jahr ausfallen könnten. „Schlägt der richtig zu, fällt nicht nur eine Anlage aus, sondern gleich eine Vielzahl“, heißt es bei einem Rückversicherer. Zudem könnten die Windkraftanlagen lange stillstehen, wenn sie aufgrund des schlechten Wetters zwischen Oktober und März nicht gewartet werden können

 
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne