Zwölfköpfiges Planungsteam beim Wasser- und Schifffahrtsamt arbeitet eifrig hinter den Kulissen am BauvorhabenSP

Brunsbüttel. Lange wurde für den Neubau einer dritten Schleusenkammer gekämpft, am 17. April kam Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer für den symbolischen ersten Spatenstich nach Brunsbüttel - und die Bagger haben noch immer nicht begonnen, sich durch die Schleuseninsel zu graben. Das, sagt Thomas Fischer, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts in Brunsbüttel, werde auch noch einige Zeit so bleiben. Beim WSA allerdings ist man alles andere als untätig. Die Arbeiten in dieser Phase laufen eher im Hintergrund ab.

Muss dem Schleusenneubau weichen: das alte Kraftwerk.
Foto: pöschus(2)
  "Das ist ein Riesenprojekt mit einer anspruchsvollen Baustellen-Logistik", beschreibt Fischer das, was der zurzeit zwölfköpfige Planungsstab abarbeitet. Immerhin, das erste Ausschreibungsverfahren des rund 300 Millionen Euro teuren Vorhabens, das sich über mehrere Jahre erstreckt, ist abgeschlossen. Inzwischen wird bereits geprüft, welcher Auftrag an wen vergeben werden soll. Und auch die nächsten Ausschreibungen werden bereits vorbereitet. Eine erste Planungsgruppe hatte sich bereits im April 2005 formiert, die Forderung nach einer dritten Groß-Schleuse konzipiert. "2007 gab es den ersten Planungsauftrag vom Ministerium", beschreibt Fischer den zeitlichen Vorlauf. Konkrete Planungen konnten aber erst nach Zusage der Finanzierung anlaufen. Hinzu kommt, dass das Planungsteam noch nicht vollständig ist. Die Gruppe soll personell noch aufgestockt werden. Zu tun gibt es für sie reichlich: Neben dem Tiefbau muss der Transport des Bodenaushubs nach Aebtissinwisch ebenso geplant werden wie die Verlängerung der Mole 2 um 70 Meter und der Abbau von Mole 3. Die Baustelle an sich muss genau organisiert werden, damit Containerdorf und Betonwerk andere Abläufe nicht stören. Die Infrastruktur der bestehenden Schleusen muss aufwändig angepasst werden. Hierfür werden demnächst die nötigen Versorgungsleitungen im neuen Mitteldüker, dem Tunnel unterm Kanal, installiert. Die Technik aus dem alten Kraftwerk wird in das im Bau befindliche Betriebsgebäude Süd verlagert, das große Backsteingebäude auf der Schleuseninsel wird abgerissen. Es steht gewissermaßen genau in der geplanten Schleuse. Und auch der Spülbagger erhält einen neuen Standort auf der Südseite. Noch mündet das Rohr, über das die Wilhelm Kröger Schlamm abpumpt, vor Mole 2. Und auch die nach Fertigstellung der Kammer geplante Grundinstandsetzung der Großen Schleusen aus Kaisers Zeiten will geplant sein. Vor allem: Die Bauarbeiten sollen den normalen Schiffsverkehr im Kanal nicht beeinträchtigen. Eine logistisch anspruchsvolle Vorgabe. Nicht wenig Belastung also für das Planungsteam. Doch Thomas Fischer ist überzeugt: "Motiviert sind alle."

Dass, abgesehen vom Baubeginn für die verlängerte Mole 2, der eigentliche Start zum Neubau nicht in diesem Jahr stattfinden wird, sei angesichts des Umfangs des Projekts nicht überraschend, erklärt der WSA-Sprecher. "Ein Jahr früher oder später - das ist bei einer solchen Maßnahme nicht ungewöhnlich." Wichtiger sei, dass es tatsächlich vorangeht. Norddeutsche Rundschau

ZURÜCK ZU WILSTERSCHE ZEITUNG INFRASTRUKTuR DIE MIlliardenpläne für den Norden Ramsauers drei Optionen für den A-20-Elbtunnel (Kosten des Bundes) Konventioneller Bau inklusive Betrieb über 30 Jahre 2,5 Milliarden Euro Davon: Baukosten 1,2 Milliarden Euro Privates Betreibermodell mit 30 Jahren Laufzeit ohne Maut 3,5 - 4,0 Milliarden Euro Davon: Anschubfinanzierung für Bau und Planung 0,6 - 0,7 Milliarden Euro Rechtlich tabu: Gemischtes Betreibermodell mit Pkw-Maut 1,2 Milliarden Euro Davon: Anschubfinanzierung für Bau und Planung 0,6 - 0,7 Milliarden Euro Ramsauers drei Großprojekte in Schleswig-Holstein (Baukosten) A-20-Elbtunnel 1,2 Milliarden Euro Nord-Ostsee-Kanal-Ausbau 1,2 Milliarden Euro Gleisausbau zum Fehmarnbelt 0,9 - 1,7* Milliarden Euro *Schätzung des Bundesrechnungshofs Norddeutsche Rundschau Dann droht sich der Bau wegen der knappen Etatmittel auf den Sankt-Nimmerleinstag zu verschieben – zumal nach Schleswig-Holstein ohnehin schon Geld für zwei andere Milliardenprojekte fließen soll: für die Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals und den Gleisausbau zum Fehmarnbelt. Rolf Pöschus Norddeutsche Rundschau Bemerk.Verf.HP Nok21.de: Das mit den 1,25 Mrd. € SPD Antrag Nov. 2011  sehe ich hier das 1. mal in der Zeitung , bin begeistert, Der Kanal muss, um in der Zukunft der internationalen Schifffahrt gerecht zu werden unbedingt so schnell wie möglich komplett ausgebaut werde, genauso, wie es das SPD Konzept vorsieht , hinter dem Herr Johannes Kahrs ( Hamburg-Mitte)und Frau Hagedorn (Ostholstein)  Haushaltsauschuss BT und Herr Rix  ( Eckernförde) alles MdB  stehen. SPD Antrag Nov. 2011 : http://www.nok21.de/wp-admin/post.php?post=2951&action=edit
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne