Lebensgefahr für Spaziergänger am Kanal Böschung brach ab und glitt in den Nord-Ostsee-Kanal

Sorgt für gleichmäßige Wassertiefe: Das Spezialschiff, fotografiert am Sonnabend in der Nähe von Westerrönfeld, kurz bevor dort die Böschung abrutschte. Foto: florian berndt

NOK-Ausbau rückt näher

http://www.ndr.de/wellenord/audio116963.html httpv://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordstory271.html   Die Pläne für den weiteren Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals sind auf der Zielgeraden: Noch in diesem Jahr soll das Baurecht für die Verbreiterung der sogenannten Oststrecke zwischen Kiel und Königsförde (Kreis Rendsburg-Eckernförde)vorliegen. Die Pläne für die Begradigung der elf Kilometer langen Oststrecke des Kanals sind mittlerweile zum zeriten Mal öffentlich ausgelegt worden. 32 Eingaben gab es. Deutlich weniger als bei der ersten Veröffentlichung der Pläne vor anderthalb Jahren. Damals waren es 260 Eingaben gewesen.

Noch keine Gelder bereitgestellt

Die zuständige Planfeststellungsbehörde in Kiel geht davon aus, dass noch in diesem Jahr ein förmlicher Planfeststellungsbeschuss erlassen werden kann. Das sagte Behördensprecherin Claudia Thoma der NDR 1 Welle Nord. Mit dem Bau könnte dann im kommenden Jahr begonnen werden. Vorausgesetzt, der Bund stellt die nötigen 130 Millionen Euro bereit. Danach sieht es bislang aber nicht aus. Die maritime Wirtschaft warnt deshalb vor Verzögerungen: Der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal steigt und wird in diesem Jahr voraussichtlich eine neue Rekordmarke erreichen.  
Bemerkung Btr. HP NOK21.de Jetzt rächt sich die Vernachlässigung des NOk durch das BMVBS seit Herr Dr. Ramsauer Verkehrsminiter ist und der Abzug der Mittel aus den WSV en .Erst  im Nov. 2011 wurde mit 300 Mio.der Bau der 5.Schleuse in Brunsbüttel beschlossen, durch öffentlicher Druck und durch Bemühungen von SPD MdB Abgeordneten Kahrs Hagedorn Rix und der regionalen betroffenen Wirtschaft incl.Lotsen, aber der restliche Ausbau wurde auf den St.  immerleinstag fahrlässig verschoben. Dies ist nun das Resultat daraus.
Der Kanal muss dringends verbreitert werden, Oststrecke ab Rendsburg -Kiel , neue Grossweiche geschaffen werden und vertieft werden, lt. dem SPD Programm von Nov. 2011 für insg. 1,25 mrd. € incl. 5. Schleuse Brunsbüttel, dann wird die Kanalböschung automatisch erneuert.
Baustelle bei Kanal-Kilometer 59,5: Gestern wurde das durch den Erdrutsch entstandene Loch mit neuem Sand aufgefüllt. Für Passanten bleibt der Bereich vorerst gesperrt. Foto: höfer
Auf zehn Metern Länge klafft ein Loch in der Böschung des Nord-Ostsee-Kanals
Foto: friederichs
Experte beim Wasser- und Schifffahrtsamt: Immer größere Frachter gefährden die Uferbefestigung / Bereich Westerrönfeld besonders anfällig
Westerrönfeld. Ein Lotse auf dem Tanker "Bro Anna" sah das Unglück als Erster kommen. Am vergangenen Sonnabend beobachtete er, wie ein Stück der Böschung abbrach und in den Nord-Ostsee-Kanal glitt. Um 20.45 Uhr informierte er die Verkehrszentrale des NOK in Brunsbüttel. Zu diesem Zeitpunkt war der Wirtschaftsweg auf Höhe der Straße Hog’n Dor in Westerrönfeld noch passierbar. Allerdings nicht mehr lange: Am Abend und in der Nacht auf Sonntag rutschte immer mehr vom südseitigen Ufer weg, bis beide Betonstreifen auf einer Länge von mindestens zehn Metern vom Kanalwasser förmlich verschluckt wurden (wir berichteten). Der akut gefährdete Abschnitt wurde für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Gestern füllte ein Bagger das entstandene Loch mit neuem Sand auf. Außerdem verlegten Arbeiter an der fragilen Stelle Matten aus Textilgewebe. Sie und größere Steine als oberste Schicht sollen weitere Abbrüche verhindern. "Erstsicherung" nennt Jörg Winkelmann diese Bauarbeiten. Der Außenbezirksleiter Rendsburg beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau konnte noch nicht absehen, wie lange der Betriebsweg gesperrt bleibt. "Wir müssen zunächst den unter Wasser liegenden Bereich der Böschung untersuchen", sagte Winkelmann. Bereits am Dienstag waren Taucher der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vor Ort. Deren Sichtungen werden jetzt ausgewertet. Und wie kam es zu dem Erdrutsch? "Wir unterscheiden zwischen Ursache und Auslöser", sagt Bauingenieur Thomas Schwarz aus dem Sachbereich Wasserstraßenbau beim WSA. Der Anteil der großen Schiffe im Nord-Ostsee-Kanal habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dadurch werde auch das Deckwerk am Ufer stärker als bisher beansprucht. "Die Schiffe nehmen viel Sediment mit", so Schwarz. Zudem sei die Böschung im Bereich Westerrönfeld wegen schlechter Bodenverhältnisse und steiler Hänge von Natur aus instabil. Seit Mitte der 1970-er Jahre habe es auf einem Abschnitt von 1500 Metern drei Erdrutsche gegeben. Schwarz sagt: "Beim Anlegen der Deckwerke ist das berücksichtigt worden." Der jetzige Abbruch ereignete sich bei Kanal-Kilometer 59,5. Dass es dort trotz der Verstärkungen zur kleinen Erdlawine kam, liegt höchstwahrscheinlich an einem Spezialschiff, das kurz zuvor in der Nähe von Westerrönfeld zur Vertiefung der Fahrrinne eingesetzt wurde. Ein so genannter Wasser-Injektionsbagger könnte nach den Worten von Schwarz "der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte". Konkret: Eine durch den Sog und Wellengang immer größerer Frachter, Kreuzfahrer und Tanker vorgeschädigte Uferbefestigung hat durch die Arbeiten vermutlich den Rest an Stabilität verloren. Das Spezialschiff arbeitet nicht etwa mit einer Schaufel oder einem Saugrohr, um den Sand am Grund von A nach B zu schaffen. Stattdessen strömt ein kräftiger Wasserstrahl aus mehreren Düsen. Sie befinden sich an zwei Balken, die zum Boden des Kanals geführt werden - als würde eine Art submariner Hochdruckreiniger den Boden aufwirbeln und Untiefen beseitigen. Diese Methode gilt als nachhaltiger als die herkömmlichen mechanischen Techniken. Auf den Fortgang der Vertiefungsarbeiten hat der Zwischenfall von Westerrönfeld keine Auswirkungen. Seit gestern wird der Injektionsbagger im Bereich Landwehr eingesetzt. Aufhebung der Sperrung der Betriebswege des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Fähre Landwehr und Neuwittenbek Die trockene Witterung der vergangenen Wochen ermöglichte jetzt auch die Beseitigung der Rutschung auf dem nördlichen Betriebsweg zwischen Fähre Landwehr und Neuwittenbek. Der Rutschungsboden wurde zunächst nur im Bereich des Betriebsweges beseitigt. Ungünstige Witterungsbedingungen mit höheren Niederschlagsmengen werden vermutlich zu Nachrutschungen und zur wiederholten Sperrung des Betriebsweges führen. Daher ist eine Abflachung der Böschung in den rutschungsgefährdeten Bereichen als Folgemaßnahme in der Planung.   Lebensgefahr für Spaziergänger am Kanal Westerrönfeld Der Weg direkt am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals ist bei Spaziergängern und Radfahrern äußerst beliebt – jetzt aber besteht in Höhe Westerrönfeld Lebensgefahr: Auf einer Länge von zehn Meter klafft ein Loch. Böschung und Weg sind über mehr als zehn Meter vom Wasser des Kanals verschluckt worden. Die Schifffahrt musste deshalb am Wochenende einspurig an der Stelle vorbeigeführt werden. „In der Nähe haben Baggerarbeiten stattgefunden“, erklärte Jörg Winkelmann von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gestern. „Vermutlich gibt es da seinen Zusammenhang.“ Anwohner hatten am Sonnabend das Abrutschen der Böschung beobachtet. Mit jedem vorbeifahrenden Schiff wurde das Loch durch den Sog größer. „Wir können noch nicht genau sagen, wie viel Sand und Geröll in den Kanal geraten sind“, sagte Winkelmann, „deshalb dürfen sich hier bis auf Weiteres keine Schiffe begegnen.“ Untersuchungen sollen heute Aufschluss darüber geben, wie der Schaden gestoppt und behoben werden kann. Winkelmann: „Es sieht nach ziemlich aufwendigen und langwierigen Sanierungsarbeiten aus.“ Org Norddeutsche Rundschau      
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Maritimer Supergau, Der Kanal, Schifffahrt, Aktuelle News von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne