Direkt an den Schleusen plant die Stadt ein Besucherzentrum / 6,9 Millionen Euro soll das Projekt kosten

 
Besucherzentrum an den Schleusen sorgt für Aufmerksamkeit
brunsbüttel
Der geplante Skywalk entlang der Großen Südschleuse – Stadtmanger Torsten Lange hat das ehrgeizige Millionenprojekt noch nicht abgeschrieben. Das Ende vorigen Jahres vorgestellte Schleusenbesucherzentrum habe inzwischen bundesweit Furore gemacht, berichtete Lange im Hauptausschuss. Es gebe sogar schon Fragen, ob das Bauwerk schon fertig sei. Dies bestätige dem Stadtmanager, dass Brunsbüttel diesen oder einen abgespeckten Skywalk tatsächlich erfolgreich vermarkten könnte. Zunächst müsse aber die Finanzierung geklärt werden, betonte er. „Wir sind dran“, sagte Lange zu Gesprächen mit potenziellen Geldgebern. „Ich bin positiv gestimmt.“Ralf Pöschus Norddeutsche Rundachau schiffe_zum_greifen_nah
Brunsbüttel will Schleusen touristisch aufwerten
Die Brunsbütteler Schleusen zum Nord-Ostsee-Kanal sollen touristisch aufgewertet werden. Für sieben Millionen Euro soll direkt am Übergang zur Elbmündung ein überdachtes Aussichts- und Infozentrum entstehen. „Das Gebäude soll sich 15 Meter hoch über der Kaikante auf einer Länge von 250 Meter Länge unmittelbar an einem der Schleusenbecken entlang schlängeln“, bestätigte Stadtmanager Torsten Lange am Montag einen Bericht des „Hamburger Abendblatts“. Mit der zuständigen Schifffahrtsverwaltung sei das Projekt bereits abgestimmt worden. Ende März wolle die Stadt Brunsbüttel mit der Kieler Landesregierung Gespräche über eine Förderung aufnehmen, sagte Lange. Direkt an den Schleusen plant die Stadt ein Besucherzentrum / 6,9 Millionen Euro soll das Projekt kosten brunsbüttel Der Traum lebt. Im Rahmen der Schleusenmeile plant Brunsbüttel den ganz großen Wurf - sowohl in finanzieller als auch in touristischer Hinsicht: ein Schleusenbesucherzentrum. Knapp 100 000 Besucher pro Jahr werden für die Attraktion prognostiziert, rund 6,9 Millionen Euro soll das Mammut-Projekt verschlingen. „Das ist dennoch ein lohnendes Projekt und für Brunsbüttel ein echtes Ausrufezeichen“, sagt Eva Müller-Meernach, die für die Glücksburg Consulting AG als Projektleiterin das Konzept zur Realisierung erarbeitet hat. Geplant ist eine interaktive Ausstellung, die sowohl die Geschichte des Nord-Ost-Kanals als auch die Funktionsweise der Schleusen erklärt. Dies soll durch multimedialen Einsatz inklusive Computeranimationen und Simulatoren zeitgemäß aufbereitet werden. „Die Hauptattraktion aber spielt sich draußen ab“, sagt Müller-Meernach. Zudem soll das Schleusenbesucherzentrum als Informationszentrum während des Baus der fünften Schleusenkammer dienen. Elementares Kriterium für einen möglichen Standort war bei der Auswahl der unmittelbare Blick auf die Schleusen. Ein Ausbau des Atriums wurde deshalb auch verworfen. „Die direkte Nähe zur Attraktion ist ein wichtiger Erfolgsfaktor“, sagt Müller-Meernach. Stattdessen ist eine bauliche Lösung in der Nähe der Aussichtsplattformen geplant, dort soll ein dann der sogenannte „Skywalk“ entstehen. Dieses Modell vereint Aussicht und Ausstellung direkt an der Schleuse und erstreckt sich über die gesamte Länge der Schleuse. „Die Ausstellung mit dem Blick auf die Schleusen ist die optimale Lösung“, sagt Jutta Neumann vom zuständigen Architekturbüro Prof. Moths Architekten. Im Rahmen des Konzepts wird bei einem durchschnittlichen Ticketpreis von vier Euro ein Erlös von 650 000 Euro im Jahr kalkuliert. „Wenn wir Brunsbüttel voran treiben wollen, brauchen wir das Schleusenbesucherzentrum“, ist sich Stadtmanager Torsten Lange sicher. Das Projekt sei mit enormen Kosten verbunden, der nächste Schritt sei dementsprechend, Fördermittel zu realisieren. „Der Skywalk ist ein ehrgeiziges Projekt, das nur funktioniert, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen – von der Stadt, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Sponsoren bis zu den Fördermittelgebern“, sagt Lange. Anfang 2012 wolle man beginnen, Gespräche zu führen. Zudem sei man auf private Sponsoren angewiesen, auch ein Namensgeber werde gesucht. „Wir werden viel Energie investieren“, verspricht Lange. Durch die Realisierung des Baus der fünften Schleusenkammer sei man dicht dran an einer machbaren Lösung, sagt Bürgermeister Stefan Mohrdieck. Man wolle einen echten Hingucker schaffen, der deutlich über die Kreisgrenzen hinausstrahlen soll. „Wir wollen hier etwas Nachhaltiges schaffen und keine Eintagsfliege“, sagt Mohrdieck. Viel Zeit bleibt den Organisatoren aber nicht mehr. Der Bau der Schleusenkammer soll elementarer Bestandteil des Besucherzentrums werden. „Es wäre schon gut, wenn wir den Bau mitnehmen könnten. Wir streben eine zeitnahe Lösung an“, sagt Mohrdieck. Die Vision steht, jetzt gilt es die Finanzierung zu sichern. Torsten Lange: „Es wird viel Überzeugungsarbeit nötig sein. Der Weg ist lang.“ Benjamin Doerfel
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne