Zukunftskonferenz Wind & Maritim: Offshore-Windenergie im Fokus

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Zukunftskonferenz Wind & Maritim: Offshore-Windenergie im Fokus

Offshore-Windenergie im Fokus Die IG Metall Küste schlägt Alarm: Sie fürchtet wegen des stockenden Ausbaus der Offshore-Windparks um Arbeitsplätze. Mit der Energiewende sei die Hoffnung auf eine Beschäftigungswende verbunden gewesen, sagte Heino Bade, Offshore-Experte bei der IG Metall Küste, am Dienstag in Bremerhaven. Inzwischen sei die Erwartung in Frustration umgeschlagen. "Wir erleben ein Energiechaos", sagte Bade mit Blick auf den ungeklärten Stromnetzausbau. Die Gewerkschaft fordert, einen energiepolitischen Koordinator im Rang eines Staatssekretärs im Bundeskanzleramt einzusetzen.
Energiewende zwischen Faktenund  Wünschen
Im dunklen Keller knipste man für ein paar Augenblicke die 100-Watt-Glühbirne an und auf der Stelle war das Gelass taghell erleuchtet. Irgendwann hat die EU – keiner weiß richtig warum – den Verkauf dieses nützlichen Cent-Artikels verboten und an seine Stelle die gleichermaßen teure wie schwerfällige und schadstoffreiche Energiesparlampe gesetzt. Sieht so Energiewende aus? Auf dieser Ebene ist sie noch bezahlbar, bei der „energetischen Gebäudesanierung“ höchstens noch mit Einschränkungen. Kaum ein Mieter im Wohnblock könnte die damit zwangsläufig verbundene Nebenkostensteigerung verkraften.
20 Millionen Euro entrichteten die schleswig-holsteinischen Stromverbraucher im vergangenen Jahr an die Windmüller im Land für Strom, den sie gar nicht erzeugt haben. Für Anlagen, die abgeschaltet werden mussten, weil die Netze für die Aufnahme der Produktion nicht ausgereicht haben. Noch bleibt der Protest aus. Die Schmerzgrenze scheint noch nicht erreicht. Hat der Quickborner Energieversorger Eon Hanse Recht, wird sich dies bald ändern. Mit sukzessive auf 150, 200, 300 Millionen Euro, die auf diese Weise in den Wind geschrieben werden müssen, rechnet Vorstand Matthias Boxberger ab 2015. Die einzig logische Folgerung daraus, sagte er bei einer Expertentagung des Wirtschaftsrats der SPD in Glückstadt: den Ausbau von Produktions- und Übertragungskapazitäten miteinander in Einklang zu bringen. Noch wird sich aber, wie es aussieht, die Schere weiter öffnen. Volkswirtschaftlich ein Mega-Unsinn und das genaue Gegenteil von einem Anreiz, in die notwendigen Speichertechnologien zu investieren. Je mehr sich die Energiewende der Umsetzungsphase nähert, desto schärfer schälen sich ihre Probleme heraus. Techniker diskutieren auf einer Ebene von Fakten, Politiker auf einer von Wünschen. Und geraten dabei immer weiter auseinander.
Die Potentiale der Windkraftindustrie in Mecklenburg-Vorpommern können mit der Erschließung der Offshore-Windkraft erheblich ausgebaut werden. Das Land verfügt mit den hier ansässigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen über die notwendige Kompetenz für den Ausbau der Offshore-Windkraftindustrie“, so Glawe weiter. “Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette sind bei uns im Land zuhause. Das beginnt bei der Projektentwicklung und Konzeption über die Produktion und Zulieferung bis hin zu Service und Wartung.” Waren im Sommer 2008 in MV ca. 40 Unternehmen mit ca. 2.000 Beschäftigten in der Windenergiebranche tätig, so hat sich ihre Anzahl auf gegenwärtig mehr als 4.000 Beschäftigte erhöht. In Mecklenburg-Vorpommern sind bisher mehr als 1.380 Anlagen mit einer installierten Leistung von 1.627 MW auf dem Land errichtet worden. Im Offshore-Bereich ist der Windpark Baltic 1 mit 21 Anlagen (48,3 MW installierter Leistung) seit Frühjahr 2011 in Betrieb. “Mehr als 20 Unternehmen aus dem Land Mecklenburg-Vorpommern waren mit einem Auftragsvolumen von ca. 48 Millionen Euro eingebunden“, sagte Glawe. Im für die Branche etablierten Netzwerk “WindEnergy Network” sind gegenwärtig 95 Unternehmen und Dienstleister der Windenergiebranche organisiert. “Das Netzwerk hat sich zu einem bundesweiten Ansprechpartner für die Windenergiebranche entwickelt. Durch die Unterstützung von Kooperationen zwischen Unternehmen sollen Größenvorteile ausgeschöpft und Nachteile, die mit der oft kleinteiligen Strukturierung der Wirtschaft des Landes verbunden sind, überwunden werden“, sagte Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Netzwerk im Rahmen seiner Richtlinie zur Förderung von unternehmensbezogenen und regionalen Netzwerken aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Zum Netzwerk gehören u. a. die Nordex Energy GmbH, die Nordic Yards Holding GmbH, die EEW Special Pipe Constructions GmbH, die EnBW Ostsee Offshore GmbH, sowie die Rottach Rostock GmbH, Eikboom GmbH und die Windrad Engineering GmbH. Auf Einladung des WindEnergy Network und des Schifffahrtverlages HANSA haben sich über 200 Branchenvertreter von ca. 150 namhaften Unternehmen zur Teilnahme an der Konferenz angemeldet. Zu ihnen gehören unter anderem 50Hertz Offshore, Blohm + Voss, EnBW, Enercon, E.ON, Lloyd`s Register, Nordex, Nordic Yards, Siemens und Vestas. Hinzu kommen Branchenvertreter von der Universität Leipzig, der Technischen Universität Berlin, dem Fraunhofer AGP, vom Offshore Center Danmark und aus der niederländischen Provinz Groningen.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne