Der „Servicepoint Nord-Ostsee-Kanal“ i

Projekt Servicepoint Nord-Ostsee-Kanal

Der „Servicepoint Nord-Ostsee-Kanal“ ist ein Projekt des MCN in Kiel, bei dem die acht bis zwölf Stunden dauernde Passage durch den Kanal effektiver genutzt werden soll, um Reparaturen oder Wartungsarbeiten an Bord durchzuführen. In einem Internetportal werden Schiffsmakler, Werften und Zulieferer zusammengebracht. Die Schiffsmakler können Aufträge ausschreiben, Werften und Zulieferer daraufhin ihre Angebote abgeben – das Ganze schnell und unbürokratisch. Zeitraubende Anfragen entfallen, lange Wege ebenfalls: Der Monteur kann in Kiel an Bord gehen und in Brunsbüttel das Schiff wieder verlassen, oder umgekehrt. Die Wasserstraße als Werkshalle.  Zu den beteiligten Firmen gehören unter anderem die Schiffsmakler Sartori & Berger und UCA (United Canal Agency), die Reparaturbetriebe Gebr. Friedrich Werft und Wulf Johannsen sowie der Zulieferer Alphastone.
Kanal feiert im Sommer Geburtstag
117 Jahre NOK – mit vielen Aktionen in der Stadt
Brunsbüttel
Es ist wieder so weit, der Nord-Ostsee-Kanal feiert seinen nächsten Geburtstag „und wir feiern mit“, freut sich Stadtmanager Torsten Lange auf das bevorstehende Stadtfest zum 117. NOK-Geburtstag vom 29. Juni bis zum 1. Juli. Wie im vergangenen Jahr, liegt der Fokus der Stadt wieder auf einem musikalischen Unterhaltungsprogramm auf dem Gustav-Meyer-Platz. Sorgten in den Vorjahren Pohlmann und The Love Bülow auf der Schleusenmeile für Sommerstimmung, darf man in diesem Jahr auf Gunter Gabriel gespannt sein. Der Hamburger feiert seinen 70. und wird das Publikum neben den „Midnitern“ musikalisch unterhalten. Gunter Gabriel gilt als lebende, lebendige Country-Legende. Sein Comeback feierte er mit „Gabriel singt Cash“. „Etwas verjüngen dürfte sich das Publikum am Sonnabend“, kündigt Stadtmanger Lange an. So liegt bereits die Zusage des Headliners „Emma 6“ sowie der „Rumors“ vor. Sonntag wird Klappmaul-Komiker Werner Mommsen auf der Bühne sicherlich die Lacher auf seiner Seite haben. Natürlich kommt auch das maritime Liedgut während des Veranstaltungswochenendes nicht zu kurz. „Neben den musikalischen Highlights auf dem Gustav-Meyer-Platz werden auch die am Wasser gelegenen Gastronomen zum Gelingen der Veranstaltung beitragen“, ist Lange überzeugt. Neu ist in diesem Jahr ein zweitägiger Fischmarkt durch die Schleusenstraße. Ferner konnte das Programm zu Wasser ausgebaut werden. So dürfen Besucher sich auf das Dampfschiff „Schaarhörn“ und die „Greundiek“ freuen, die am Veranstaltungswochenende in Brunsbüttel anlegen werden und den Gästen für ein Open Ship zur Verfügung stehen. Entlang des Nord-Ostsee-Kanals, von Brunsbüttel bis nach Kiel wird übrigens schon ab dem 23. Juni gefeiert. „Lassen Sie sich das nicht entgehen“, lädt Initiator Armin Gassen schon jetzt zu einem Besuch ein. Denn das Copacanale sei der einzige echte Beachclub entlang des gesamten Nord-Ostsee-Kanals. Zu den weiteren Höhepunkten des Kanalgeburtstags gehört auch „Das Schiff“, das in die Schleusenstadt Brunsbüttel zu zwei Vorstellungen einladen wird: am 26. und 27. Juni.
sh:z   Norddeutsche Rundschau
Infos im Internet unter: www.nok-geburtstag.de und www.brunsbuettel.de Kanalfischer freut sich über volle Netze Sonntag startet das Heringsfest Rade Erst zappelten nur wenige im Netz, gestern waren es bereits mehr als 100 Kilo. „Die Heringe sind da“, freut sich Fischer Hans Brauer (58) aus Rade (Kreis Rendsburg-Eckernförde), der bis Ostern zentnerweise Heringe aus dem Nord-Ostsee-Kanal holt. Die beliebten Speisefische ziehen jedes Jahr in großen Schwärmen von der Ostsee in den Kanal, um dort zu laichen. „Aber erst, wenn das Wasser etwa sechs Grad warm ist“, erklärt Hans Brauer. Die Laichplätze befinden sich hauptsächlich zwischen Sehestedt und Schülp. Die „Rogner“ genannten Weibchen legen an den Kanalufern bis zu 50 000 Eier ab. Daraus schlüpfen die Larven. Während die Weibchen im April wieder gen Ostsee ziehen, bleibt ihr Nachwuchs im Kanal zurück. Die jungen Heringe fressen sich hier an Plankton groß, erreichen etwa eine Länge von fünf Zentimetern. Im Herbst schwimmen sie dann auch in die Ostsee – und kommen erst zurück, wenn sie nach drei Jahren selbst geschlechtsreif sind und im Kanal laichen wollen. Die Familie Brauer, die den 16 Kilometer Kanalabschnitt zwischen Schacht-Audorf und Königsförde bewirtschaftet, erlebte viele gute Jahre mit dem Heringsfang. Anfang der 1970er Jahre landete Hans Brauer in einem Jahr an die 7000 Zentner der etwa 25 Zentimeter großen Schwarmfische an. „An einem Tag hatten wir mal 630 Zentner, mehr schafften wir einfach nicht.“ Heute fängt Bauer höchstens 500 Zentner in der gesamten Saison. Gleich nach dem Anlanden werden die Heringe verkauft. An manchen Tagen stehen die Kunden Schlange, um den frischen Fisch (Kilo zweieinhalb Euro) zu kaufen. Die Krönung der sechswöchigen Fangsaison ist das Heringsfest, das an drei Sonntagen (18. und 25. März sowie 1. April) am Rader Kanalufer gefeiert wird. db
Kapitän auf der schwimmenden Straße
Hochdonner Fähre bringt jeden Tag Hunderte Fahrzeuge über den Kanal / Besatzung klagt über mangelndes Verständnis der Passagiere
Die ViertelstundeHeute: Die Fähre Hochdonn
15 Minuten im Alltag, an einem Ort oder bei einer Veranstaltung – was tut sich, was passiert? Das zeigen wir in unserer neuen Reihe „Die Viertelstunde“.
Hochdonn
Konzentriert blickt Joachim Archbold durch die Fenster seiner Brücke auf den Anleger, der vor ihm liegt. Behutsam und mit viel Fingerspitzengefühl bewegt er die zwei Steuerknüppel, bis die Fähre mit einem leichten Ruck am Anleger andockt. Über 300 Mal wiederholt der 58-Jährige dieses Manöver am Tag und bringt Menschen von einer Seite des Kanals auf die andere. Denn: Joachim Archbold ist Kapitän der Fähre „Hochdonn“.   600 Fahrzeuge pro Tag im Durschnitt Hochdonn Beim Manövrieren der 400 PS starken Fähre ist Präzisionsarbeit gefragt – schon die kleinste Abweichung könnte zu einem unfreiwilligen Badespaß führen. „Da muss man die ganze Zeit bei der Sache sein – die Leute wollen ja keinen Schubs haben“, weiß der Kapitän. Für den Hochdonner, der 40 Jahre lang zur See gefahren ist, ist die Arbeit im Fährbetrieb eine Möglichkeit, vor der Rente noch einen Gang runter zu schalten. „Hier ist es deutlich ruhiger“, findet er. Dass die 28 Meter lange „Hochdonn“ einem Containerschiff rein optisch nicht das Wasser reichen kann, stört den Nautiker nicht. „Ob ich nun eine Fähre steuere oder einen Ozeanriesen – die Verantwortung ist die gleiche.“ Für alles, was unterhalb der Brücke passiert, ist Arne Dammann verantwortlich. Der 37-jährige Wasserbauer arbeitet bereits seit fünf Jahren auf der Fähre und kümmert sich neben der Einweisung der Fahrzeuge auch um die Kontrolle des Maschinenraums. Berufspendler, Urlauber und Lastwagenfahrer – um die 600 Fahrzeuge lotst er während einer Schicht sicher über den Kanal, im Sommer sind es sogar noch mehr. Wartezeiten in der Hochsaison sind deshalb an der Tagesordnung. Doch nicht alle Fahrgäste zeigen dafür Verständnis. „Es gibt gute und schlechte Tage und manchmal muss man auch als emotionaler Prellbock herhalten“, bedauert Dammann. Das weiß auch Owi Lammers aus Sehestedt. „Bei den Menschen muss immer alles schnell gehen und am besten sofort.“ Für den Diplom-Geologen, der selbst lange im Schiffsverkehr gearbeitet hat, ist die Überfahrt vor allem Eines: „Für mich ist das ein Moment der Ruhe in der Hektik des Alltags.“ Langeweile kommt bei Arne Dammann jedenfalls nicht auf. Nach jedem Ablegemanöver stattet er seinem Kollegen auf der Brücke einen Besuch ab. Viel Zeit zum Klönen bleibt den beiden während der eineinhalbminütigen Überfahrt allerdings nicht – schon nach wenigen Sätzen springt er die Stufen zum Deck wieder hinunter, um die nächste Ladung Autos auf die Fähre zu lotsen. Die zwei Männer sind mittlerweile ein eingespieltes Team. „Man muss sich 100-prozentig aufeinander verlassen können“, sagt Kapitän Archbold.
Anabela Brandao
   
 
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Der Kanal, Bauwesen WSA Brunsbüttel von g.goettling. Permanenter Link des Eintrags.

Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne