Lübeck – Sofortige Gespräche von Hafenbetreibern, Reedern und Schiffsmaklern fordert der LHG-Aufsichtsratsvorsitzende Björn Engholm.

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Schlepper-Verlust: Sorge um Sicherheit im Hafen
  Lübeck - Sofortige Gespräche von Hafenbetreibern, Reedern und Schiffsmaklern fordert der LHG-Aufsichtsratsvorsitzende Björn Engholm. „Der größte deutsche Ostseehafen ohne Schleppmöglichkeit ist für mich unvorstellbar“, kommentierte Björn Engholm, Aufsichtsratsvorsitzender der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), gestern die Entscheidung der Lübecker Schlepperreederei J. Johannsen & Sohn, ihren Schlepper „Axel“ nach Rostock zu verlegen. Michael Schaefer, Chef des 1896 gegründeten Unternehmen, begründete die Entscheidung mit einer zu geringen Auftragszahl. Die Schlepperreederei verdiene im Lübecker Hafen zu wenig, um einen „Schlepper fest zu installieren“ (die LN berichteten). Vor dem Schlepper „Axel“ war bereits der Schlepper „Claus“ aus dem Lübecker Hafen abgezogen worden. Der LHG-Aufsichtsratsvorsitzende forderte gestern rasches Handeln. Engholm: „Wir brauchen schnell einen runden Tisch mit allen Beteiligten. Und das muss die Stadt in die Hand nehmen.“ Hafenbetreiber, Reeder und Schiffsmakler müssten sagen, „was sie bereit sind zu leisten, um die Grundbasis dafür zu schaffen, dass ein Schlepper im Lübecker Hafen bleibt“. Das fordert auch der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion Jörg Hundertmark: „Die Verantwortung darf nicht vor dem Portemonnaie haltmachen.“ Ein Schlepper sei lebensnotwendig für den Hafen. Es sei nicht auszudenken, was passiere, wenn ein Schiff mit Ruderausfall die Hafenrinne blockiere oder brenne und kein Schlepper ist da. Der Schlepper „Axel“ brauche von Rostock aus sechs Stunden bis nach Lübeck. Hundertmark wies darauf hin, dass das Feuerlöschboot im Lübecker Hafen nicht hochseetüchtig sei. Lübeck brauche deshalb ständig „einen Schlepper vor Ort, nach Möglichkeit mit Feuerlöschkanone“. Die volle Funktionsfähigkeit des Lübecker Hafens müsse gewährleistet sein. „Land, Bund, Stadt und die Reeder sind in der Pflicht“, sagte Hundertmark und forderte wie Engholm unverzügliche Gespräche aller Beteiligten. Auch der Schlepper-Reeder Michael Schaefer kann sich eine „Pool-Lösung“ vorstellen, bei der die Kunden je nach Bedarf eine Grundpauschale tragen, die die Fixkosten deckt. Es gehe insgesamt um eine sechsstellige Summe. Für die ständige Stationierung eines Schleppers hatte sich zu Wochenbeginn auch Hans-Wolfgang Wiese, Leiter der Lübeck Port Authority, ausgesprochen.  
Von Torsten Teichmann und Christian Risch
Google    Hafen, Jobs – So profitiert Schleswig-Holstein Kiel Wirtschaftlich zählt die Metropolregion Hamburg mit ihrem ausgedehnten Speckgürtel zu den stärksten Regionen Europas. Von der Kraft des Hamburger Wirtschaftsraums konnten die Umlandgemeinden in den vergangenen Jahren stärker profitieren als der Stadtstaat selbst. Bevölkerung, Wertschöpfung und wirtschaftliche Leistung wuchsen hier schneller als im Stadtgebiet. Grund waren vor allem günstigere Immobilienpreise, niedrigere Gewerbesteuern und familienfreundlichere Lebensbedingungen. In den vier Randkreisen lebt nicht nur jeder zweite Schleswig-Holsteiner; hier wird auch rund die Hälfte des schleswig-holsteinischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Zugleich kann das Umland einen Teil der Hamburger Kaufkraft abschöpfen. Der Hamburger Hafen gilt als größter Arbeitgeber für das Nachbarland im Norden. Deshalb hat auch Schleswig-Holstein ein hohes Interesse an der geplanten Elbvertiefung für Containerschiffe der nächsten Generation. Das Projekt soll sicherstellen, dass der Hafen auf Dauer wettbewerbsfähig bleibt mit anderen großen Nordseehäfen. In diesem Kontext ist auch der Ausbau des Nord-Ostee-Kanals zu sehen. Daneben gilt der Lübecker Hafen als Hamburgs Tor zur Ostsee. 25 Millionen Tonnen Fracht werden hier pro Jahr umgeschlagen, 412 000 Passagiere starten von hier aus auf See, Tendenz steigend. Auch Kiel hat seine Rolle als Hafen für Kreuzfahrer vor allem aus Hamburg ausgebaut. Daneben spielt der Luftverkehr eine bedeutsame Rolle. Fuhlsbüttel ist dabei Dreh- und Angelpunkt – in Schleswig-Holstein verbunden mit der Hoffnung, dass Lübeck-Blankensee eines Tages eine Art Außenstelle von Fuhlsbüttel werden könnte. Fast 170 000 Schleswig-Holsteiner steuern täglich ihren Arbeitsplatz in Hamburg an, zahlen in Schleswig-Holstein aber ihre Steuern. Die Hansestadt mit seinem breiten Angebot etwa bei Kultur und Sport ist umgekehrt Ziel vieler Schleswig-Holsteiner. höv Norddeutsche Rundschau
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne