Evakuierungsrichtlinien anpassen Ramsauer will neue Regeln für Schiffssicherheit

BERLIN (dpa-AFX) - Als Konsequenz aus der Havarie der 'Costa Concordia' peilt die Bundesregierung höhere Entschädigungen bei Schiffsunglücken an. Das Kabinett beschloss am Mittwoch, die maximale Haftungssumme bei Tod oder Verletzung eines Fahrgastes von derzeit 164.000 Euro auf 468.000 Euro anzuheben. Neu eingeführt werden soll auch eine 'verschuldensunabhängige Haftung' für den Betreiber eines Passagierschiffes. Sie greift bei sogenannten Schifffahrtsereignissen wie dem Zusammenstoß zweier Schiffe, bei denen betroffene Passagiere bislang leer auszugehen drohten. Das Kreuzfahrtschiff 'Costa Concordia' war Anfang des Jahres vor der italienischen Insel Gilio auf Grund gelaufen und untergegangen. 30 Menschen starben. Die Neuregelung, die noch der Zustimmung des Bundestags bedarf, ist Teil einer umfassende Reform des deutschen Seehandelsrechts. Ein Großteil der Regelungen stamme noch aus dem Jahr 1861, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. 'Damals kreuzten noch Segelschiffe die Weltmeere.' Um den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen seit damals Rechnung zu tragen, werde das Gesetz nun modernisiert./ax/DP/wiz   Evakuierungsrichtlinien anpassen Evakuierungsrichtlinien anpassen Ramsauer will neue Regeln für Schiffssicherheit Dienstag, 24. Januar 2012 Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Foto: peter-ramsauer.de Neue Regeln für die Sicherheit großer Kreuzfahrtschiffe will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nach dem Unglück der "Costa Concordia" vor Italiens Küste durchsetzen. Deutschland wolle die Evakuierungsrichtlinie der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) an die Größenentwicklung der Schiffe anpassen, teilte Ramsauers Ministerium der Nachrichtenagentur dpa mit. Beim Weltverkehrsforum Anfang Mai in Leipzig werde Ramsauer dafür erneut werben. "Ein weiteres wichtiges Thema ist auch die Einführung alternativer Rettungsmittel", erklärte Ministeriumssprecher Richard Schild. "Darüber will ich auch mit dem Generalsekretär der IMO, Koji Sekimizu, sprechen." Das Ministerium erhoffe sich, beim Weltverkehrsforum eine internationale Diskussion über die Fahrgastschifffahrt anstoßen zu können, zu der auch andere Staaten etwas beitragen. Im Rahmen der weiteren Entwicklungen des Kreuzfahrtmarktes solle dies die Schiffssicherheit verbessern. "Dies gilt insbesondere im Hinblick darauf, dass die globale Dimension des Seeverkehrs die Entwicklung möglichst einheitlicher und weltweit anerkannter Sicherheitsstandards erfordert", betonte Schild. Bislang habe die Schiffssicherheit beim Weltverkehrsforum kaum eine Rolle gespielt. Das Unglück der "Costa Concordia" gibt aus Sicht des Ministeriums jedoch Anlass, auch diese Fragen "verstärkt in den Fokus zu rücken", zumal Kreuzfahrten ein wachsender Markt seien. Die Untersuchung des Unfalls werde bis Mai 2012 aber "mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen sein". Das Weltverkehrsforum könne deshalb noch keine Schlussfolgerungen aus dem Unfall ziehen.  
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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne