Die EnBW / EON bekennt sich mit diesem Investitionsprogramm ausdrücklich zur Energiewende

WE: Windbranche kann Einspeisenetze schnell umsetzen

Wir sind in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser bei der Umsetzung unserer Strategie und beim Umbau des Unternehmens sehr gut vorangekommen. Wir haben unseren Konsolidierungskurs fortgesetzt, die stärksten Belastungen liegen hinter uns. Unser Effizienzsteigerungsprogramm E.ON 2.0 macht gute Fortschritte, und das Ergebnisplus bei Erneuerbaren Energien und im russischen Kraftwerksgeschäft zeigen, dass wir auf die richtigen Wachstumsfelder setzen.

Auch außerhalb Europas kommen wir mit unserem Joint Venture in Brasilien sehr schnell voran. Die Einigung mit Sta-toil entlastet zudem die Situation im nach wie vor schwierigen Gashandel. Es gibt also eine Reihe positiver Signale, die mich zuversichtlich stimmen, dass wir schon 2012 einen Ergebnisanstieg sehen werden, der sich in den Folgejahren fortsetzen wird.“ Mit diesen Worten analysierte Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, die aktuelle Lage des Unternehmens auf der diesjährigen Hauptversammlung in Essen. Teyssen bekräftigte damit die aktuelle Strategie sowie den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr 2012.

Rückläufiges Ergebnis 2011 und attraktive Dividendenrendite

Das Jahr 2011 hatte E.ON erstmals mit einem deutlich rückläufigen Konzernergebnis abgeschlossen. Der Umsatz wuchs im Jahr 2011 zwar um etwa 22 Prozent auf rund 113 Milliarden Euro an, das EBITDA lag mit rund 9,3 Milliarden Euro aber rund 30 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gründe für den Rückgang waren insbesondere die sofortige Stilllegung deutscher Kernkraftwerke und die Kernbrennstoffsteuer, die das Ergebnis mit 2,5 Milliarden Euro belasteten. Außerdem wirkten sich geringere Erlöse aus der Vermarktung unserer europäischen Kraftwerke mit rund 1 Milliarde Euro und der weiterhin anhaltende Margendruck im Gashandelsgeschäft mit rund 0,7 Milliarden Euro negativ auf das Ergebnis aus.

In den Wachstumsgeschäften hat sich die positive Ergebnisentwicklung hingegen weiter fortgesetzt. Das EBITDA im Bereich Erneuerbare Energien stieg um 21 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro, im Wesentlichen auf Grund neuer Kapazitäten im Bereich Windkraft und Solar. In Russland verbesserte sich das Ergebnis um rund 35 Prozent auf rund 0,6 Milliarden Euro. Hierbei wirken vor allem gestiegene Erzeugungskapazitäten und höhere Margen im Stromgeschäft. Im Bereich Gas Upstream stieg das Ergebnis auf Grund eines positiven Preis- und Volumeneffekts auf rund 0,8 Milliarden Euro. Zudem konnte E.ON durch die laufenden Effizienzsteigerungsprogramme im Jahr 2011 bereits nachhaltige Ergebniseffekte von 0,4 Milliarden Euro verbuchen.

Vor dem Hintergrund dieses Ergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der heute in Essen tagenden Hauptversammlung eine Dividende je Namensaktie in Höhe von 1,00 Euro vor. Die E.ON-Aktie erzielt damit nach wie vor eine der höchsten Dividendenrenditen im DAX.

Konzernumbau kommt voran

E.ON hat 2011 konsequent den bereits eingeschlagenen Pfad der Transformation von einem primär europäischen Energieversorger zu einem globalen, spezialisierten Anbieter von Energielösungen vorangetrieben.

Im Rahmen der Fokussierung in Europa beschleunigt das Unternehmen vor allem den Ausbau Erneuerbarer Energien. So sind allein für den Bau von drei großen Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee mehr als zwei Milliarden Euro vorgesehen. Eines dieser Projekte ist der deutsche Hochsee-Windpark Amrumbank West, der ab 2015 Strom für rund 300.000 Haushalte liefern wird. Zukünftig will E.ON in Europa alle 18 Monate einen neuen Offshore-Windpark in Betrieb nehmen.

Wie geplant verstärkt E.ON auch sein Engagement in außereuropäischen Wachstumsmärkten. Neben den erfolgreichen Geschäften mit Windparks in Nordamerika und Großkraftwerken in Russland erschließt der Konzern nun Brasilien als nächsten Wachstumsmarkt. Im Rahmen eines Joint Ventures mit dem brasilianischen Unternehmen MPX plant E.ON den Aufbau von konventionellen Kraftwerken und Erzeugung aus Erneuerbaren Energien mit einer Gesamtkapazität von rund 11.000 Megawatt. Auch in der Türkei und in Indien ist E.ON in konkreten, vielversprechenden Gesprächen über mögliche Partnerschaften.

Auch die Weichen für nachhaltige Effizienzsteigerungen im Konzern sind gestellt. Mitte Januar konnte mit den Gewerkschaften ver.di und IGBCE ein Tarifvertrag zur Umsetzung von E.ON 2.0 abgeschlossen werden, in dem Instrumente und Rahmenbedingungen für den notwendigen Personalabbau bei E.ON verbindlich festgelegt werden. Die Einigung schafft die Voraussetzung dafür, E.ON 2.0 wie geplant umzusetzen und die beeinflussbaren Kosten, wie vorgesehen, bis zum Jahr 2015 auf jährlich 9,5 Milliarden Euro zu senken. E.ON gewinnt dadurch den Spielraum für Zukunftsinvestitionen und somit auch für nachhaltige Beschäftigung.

Der mangelnde Netzausbau erweist sich zunehmend als Flaschenhals für die Energiewende.

Während die Technologie der Erneuerbaren Energien immer besser und effizienter wird, hinkt der Netzausbau seit Jahren hinterher. Wie drängend das Problem ist, zeigt die steigende Abschaltung von Windenergieanlagen. Hier besteht zügiger Handlungsbedarf. Dabei müssen neben einer Beschleunigung des vorgesehenen Netzausbaus auch alternative Modelle und Technologien auf ihr Potenzial hin untersucht werden.

Aus diesem Grund hat der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) das Beratungsunternehmen Ecofys mit einer Kurzstudie zu den technischen Rahmenbedingungen von Einspeisenetzen beauftragt. Die Ergebnisse der Studie stellte der BWE heute am Rande der Hannover Messe 2012 vor.

Bei Einspeisenetzen handelt es sich um eine direkte Verbindung zwischen einem oder mehreren Windparks zum Übertragungsnetz. Damit wird das Verteilernetz (110 kV), an dem gegenwärtig die meisten Windenergieanlagen angeschlossen sind und bei dem massiver Ausbaubedarf besteht, ergänzt. Da keine Verbraucher an dieses Netz angeschlossen sind, kann auf das sogenannte (n-1)-Kriterium verzichtet werden. Letzteres gewährleistet für Verbraucher, dass bei Ausfall eines Teiles des Netzes ein anderer Teil die gleiche Kapazität aufnehmen kann. Durch den Verzicht auf das (n-1)-Kriterium bei Einspeisenetzen werden die Kosten des Netzausbaus für die Verbraucher erheblich reduziert.

Die Studie zeigt, dass die Windbranche selbst Einspeisenetze realisieren und betreiben kann. Durch den Wegfall des (n-1)-Kriteriums können wir das Einspeisenetz schnell und kostengünstig umsetzen. Zur Finanzierung der Einspeisenetze sollte jetzt ein Modell vergleichbar mit dem Netzentgelt entwickelt werden“, erörterte BWE-Präsident Hermann Albers in Hannover.

Laut Ecofys-Studie kann mit einem Einspeisenetz eine Kapazität von bis zu 1500 Megawatt an das Höchstspannungsnetz angeschlossen werden. Das entspricht bis zu 500 Windenergieanlagen der Drei-Megawatt-Klasse. „Dabei kommen vor allen Dingen Erdkabel zum Einsatz, die für Akzeptanz bei der Bevölkerung sorgen. Das beschleunigt den Netzausbau und damit die Energiewende. Klar ist aber auch, dass der Bau von Einspeisenetzen nur ein Mosaikstein im Gesamtbild Energiewende ist“, so Albers.

Die Betreibergesellschaft Enertrag verfügt bereits über Praxiserfahrungen mit einem Einspeisenetz. Sie betreibt in Brandenburg ein 250 Kilometer langes Einspeisenetz mit einer derzeit angeschlossenen Leistung von 260 Megawatt. Die Enertrag AG hat das Einspeisenetz selbst realisiert. „Wir wollten das Heft selbst in die Hand nehmen und uns unabhängig von regionalen Verteilernetzen machen. Da wir außerdem die Temperatur der Leitung permanent überwachen, können wir Windenergieanlagen und Einspeisenetz optimal aufeinander abstimmen. Als Betreiber von Erneuerbaren benötigen wir endlich für den weiteren Ausbau ähnliche Finanzierungsmöglichkeiten wie sie Netzbetreiber auch haben – allzumal wir schneller und preiswerter sein können“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Enertrag AG, Jörg Müller.

 

 

Merkel will Klarheit über Stromnetze und den Bedarf an Kraftwerken

StromnetzStromnetz

Bis Jahresende will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Energiewende wissen, "welche zusätzlichen Netze wir brauchen und welcher Handlungsbedarf im Kraftwerksbereich besteht". Dazu zählt Merkel auch das Kraftwerk Datteln. Das sei beinahe fertiggestellt, bereit ans Netz zu gehen und werde gebraucht. "Nordrhein-Westfalen muss sich klar dazu bekennen", forderte Merkel im Gespräch mit den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. Für Mai habe sie zum dritten Gespräch mit den Ministerpräsidenten eingeladen, um die Fortschritte und Defizite mit ihnen zu besprechen.

 

Sie habe eine klare Vorstellung davon, wie es weitergehen müsse. Die Energiewende sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ihr persönlich "von Anfang an ein besonderes Anliegen" gewesen, beteuerte Merkel. Alle politischen Ebenen seien dabei gefordert, "und ich habe eine besondere Verantwortung für das Ganze", fügte sie hinzu.

EnBW vor großen Herausforderungen

„Das zurückliegende Geschäftsjahr war für die Energiewirtschaft und damit auch für die EnBW kein einfaches Jahr. Umso erfreulicher ist es, dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen wesentliche Voraussetzungen für weitere zukunftsorientierte Investitionen schaffen konnten. Die von uns ergriffenen Maßnahmen zur Sicherung der finanziellen Stabilität und Zukunftsfähigkeit der EnBW tragen bereits erste Früchte“, so Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.

Mit einem bereits realisierten Desinvestitionsvolumen in Höhe von rund 500 Millionen Euro und einer Hybridanleihe in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro konnte die EnBW in den letzten Monaten bereits wesentliche Elemente des von ihr geplanten Maßnahmenpakets zur Sicherung ihrer finanziellen Bonität erfolgreich umsetzen. So veräußerte die EnBW ihre Minderheitspositionen an Kraftwerken in Polen und reduzierte ihre Beteiligungshöhe an der schweizerischen Energiedienst Holding. Insgesamt plant die EnBW den Verkauf von nicht strategischen Beteiligungen sowie die Optimierung von Beteiligungshöhen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Nachdem die EnBW im Oktober 2011 eine Hybridanleihe mit dem Volumen von 750 Millionen Euro erfolgreich am Kapitalmarkt platzieren konnte, folgten Anfang April diesen Jahres weitere 250 Millionen Euro. Die Hybridanleihe ist so ausgestaltet, dass die Ratingagenturen sie bis zum ersten möglichen Auszahlungszeitpunkt 2017 zur Hälfte als Eigenkapital anerkennen.

Die erfolgreiche Platzierung der Hybridanleihe in einem schwierigen Kapitalmarktumfeld zeigt das Vertrauen des Kapitalmarkts in die EnBW und ihre strategische Ausrichtung“, so Villis.

Einen weiteren Hebel zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der EnBW stellen Effizienzmaßnahmen dar. Unter dem Dach des Projekts Fokus sollen bis Ende 2014 nachhaltig Effizienzsteigerungen in der Höhe von 750 Millionen Euro jährlich ergebniswirksam realisiert werden. Bis zum Ende des Jahres 2011 konnte die EnBW bereits Maßnahmen in Höhe von 190 Millionen Euro erfolgreich umsetzen.

Diese Erfolge sind notwendige Voraussetzungen, um das von der EnBW bis 2014 geplante Investitionsprogramm in Höhe von 4,1 Milliarden Euro umzusetzen. In diesem Zusammenhang ist auch die Entscheidung bei der diesjährigen Hauptversammlung zur anstehenden Kapitalerhöhung von rund 800 Millionen Euro zu sehen“, so Villis.

Investitionen in Höhe von 4,1 Milliarden Euro geplant

Von den geplanten Investitionen in Höhe von 4,1 Milliarden Euro sollen rund die Hälfte – circa 2 Milliarden Euro – in Wachstumsprojekte, rund ein Drittel werterhaltend in den Bestand und der übrige Betrag in Erweiterungsprojekte fließen. Die EnBW bekennt sich mit diesem Investitionsprogramm ausdrücklich zur Energiewende und baut mit ihrem Geschäftsmodell und ihren zwei strategischen Stoßrichtungen „C02-arme Erzeugung sichern“ und „dezentrale Lösungsangebote etablieren“ konsequent darauf auf. Durch das verstärkte Angebot dezentraler Lösungen will sich die EnBW noch mehr als bisher als Partner in Energiefragen für Kommunen, Stadtwerke sowie Industrie- und Haushaltskunden positionieren.

Bis 2020 Zubau von weiteren 3000 Megawatt Erzeugung aus erneuerbaren Energien

Mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien will die EnBW ihre herausragende Stellung als CO2-armer und damit klimaschonender Energieerzeuger auch nach dem Wegfall der Kernkraft sichern. Zudem plant sie, ihren Anteil der Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen bis zum Jahr 2020 allein in Deutschland um weitere 3000 Megawatt zu erhöhen und damit mehr als zu verdoppeln.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und klimaschonender Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern gehen bei der EnBW dabei Hand in Hand. „Wir denken nicht in den Kategorien: „gegen großklein “ oder „dezentral gegen zentral“. Vielmehr muss es heißen: Sinnvoll, regenerativ, CO2-arm und wirtschaftlich“, so Villis. Die EnBW ist davon überzeugt, dass in Deutschland auch künftig noch grundlastfähige und flexible konventionelle Großkraftwerke benötigt werden.

Investitionen in hocheffiziente und flexible Gaskraftwerke schaffen Voraussetzung für Energiewende

Schnelle, flexible Gaskraftwerke werden in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Rolle spielen. Aus diesem Grund hat die EnBW im Rahmen ihrer Mehrheitsbeteiligung an der Stadtwerke Düsseldorf AG auch dem Bau eines hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) zugestimmt. Es soll ab 2016 umweltschonend Strom und Fernwärme erzeugen. Die EnBW investiert damit nicht nur in die Energiewende, sondern schafft auch die hierfür notwendigen Voraussetzungen.

Belastungen prägen Geschäftsergebnisse 2011

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat die EnBW ihren Stromabsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 155,7 Milliarden Kilowattstunden gesteigert und auch ihren Außenumsatz um 7,3 Prozent auf 18.789,7 Millionen Euro deutlich erhöht. Das operative Ergebnis vor Ertragsteuern, Finanz- und Beteiligungsergebnis (Adjusted EBIT) verringerte sich in 2011 auch aufgrund der erheblichen Belastungen aus der Energiewende um 17 Prozent auf 1.598,1 Millionen Euro.

Der somit erwirtschaftete Adjusted Konzernüberschuss, bezogen auf das auf die Aktionäre der EnBW Energie Baden-Württemberg AG entfallende Ergebnis, verringerte sich von 964,3 Millionen Euro im Vorjahr um 32,8 Prozent auf 647,7 Millionen Euro im Berichtsjahr.

Der Konzernfehlbetrag für das Berichtsjahr 2011, bezogen auf das auf die Aktionäre der EnBW Energie Baden-Württemberg AG entfallende Ergebnis, beläuft sich auf -867,3 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte die EnBW noch einen Konzernüberschuss von 1.157,2 Millionen Euro erwirtschaftet.

 

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne