Hamburgs Wirtschaftssenator hielt die Festrede beim „Nautischen Essen“

 

Hamburgs Wirtschaftssenator hielt die Festrede beim „Nautischen Essen“: Bernd Appel, Vorsitzender des Nautischen Vereins (li.), begrüßt Frank Horch in Brunsbüttel.

Hansestadt braucht Brunsbüttel

Wirtschaftssenator Frank Horch beschreibt beim „Nautischen Essen“ den Schulterschluss zwischen Hamburg und der Schleusenstadt

Brunsbüttel

Zwei leistungsmäßig ungleiche Partner auf Augenhöhe: So sieht Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch das Zusammenspiel der Hansestadt Hamburg und der Dithmarscher Kleinstadt Brunsbüttel. Beide könnten ihre jeweiligen Stärken einbringen, um gemeinsam den Unterelberaum zu stärken. Das machte Horch in seiner Festrede zum „Nautischen Essen“ des Nautischen Vereins Brunsbüttel vor mehr als 200 geladenen Gästen aus Politik und der – vorrangig maritimen – Wirtschaft deutlich.

„Hamburg und Brunsbüttel verbindet viel“, befand der Senator. Nur vordergründig sei die Elbe das verbindende Element. So zollte Horch den Brunsbüttelern großes Lob: „Brunsbüttel engagiert sich ungemein stark in der Metropolregion. Das ist gut so.“ Und die Kooperation im Hafenbereich sei vorbildlich.

„Die Unterelberegion hat für ganz Norddeutschland wirtschaftlich eine herausragende Bedeutung“, betonte Horch. Begünstigt werde dies durch den Zugang zu für Seeschiffe geeignetes Fahrwasser und eine Leistungsfähige Hafeninfrastruktur. Eine enge Zusammenarbeit, so Horch, biete Perspektiven für die Wirtschaft in der Region: „Auf diese Weise können wir unseren Wettbewerbern in Antwerpen und Rotterdam gemeinsam Paroli bieten.“ Denn fest stehe für ihn: „Die Weltwirtschaft macht keinen Halt vor Ländergrenzen.“ Im internationalen Wettbewerb müsse vielmehr in Wirtschaftsräumen gedacht werden. Horch nannte ein Beispiel: Da Hamburg die Flächen für Bau und Verschiffung von Offshore-Windkraftanlagen fehlten, seien Brunsbüttel und Cuxhaven „optimale Basishäfen“ für diesen Markt.

Der „Industriestandort Unterelbe“ benötige aber auch, um zukunftsfähig zu sein, eine sichere Energieversorgung. Dazu gehörten wirtschaftliche Preise ebenso wie der Ausbau der Netze und der Aufbau von Speicherkapzitäten, etwa in der Nutzung der Wind-Wasserstoff-Technologie. Ohne Infrastruktur im Hinterland gehe es aber nicht, betonte der Senator. Ausbau der B 5, Weiterbau der A 20 und feste Elbquerung bei Glückstand gehören für ihn ebenso dazu wie die Elbvertiefung und der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals.

Gerade Elbe und Kanal seien die wirtschaftlichen Hauptschlagadern der Metropolregion. Sie verbinden diese mit den Märkten im Ostseeraum ebenso wie mit dem gesamten Atlantikraum. Horch: „Die Standorte Brunsbüttel, Cuxhaven, Glückstadt und natürlich auch Hamburg sind elementar von der uneingeschränkten Nutzung dieser Wasserstraßen abhängig.“

Mit der Zustimmung der Länder Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zur Elbvertiefung „haben wir einen wichtigen Schritt getan“. Die Schleusenstadt habe sich in der Vergangenheit als wichtiger Fürsprecher der so genannten Fahrrinnenanpassung erwiesen. „Ganz herzlichen Dank dafür.“

Mit Blick auf Brunsbüttels Historie ging Frank Horch noch einmal auf den vor 726 Jahren erfolgten Vertrag zwischen dem damaligen Kirchspiel Brunsbüttel und Hamburg ein, nach dem die Brunsbütteler sich verpflichten, ihre Überfälle auf Hamburger Schiffe einzustellen. Der Wirtschaftssenator beschrieb den Schulterschluss: „Inzwischen sind Hamburg und Brunsbüttel echte Partner geworden. Dies soll in der Zukunft noch vertieft und ausgebaut werden“, erklärte Horch, „darauf freue ich mich.“

Ralf Pöschus Norddeutsche Rundschau

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1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne