Offshore-Strategie der Regierung droht zu scheitern Experte: Energieziele wegen hoher Auflagen unerreichbar

Offshore-Strategie der Regierung droht zu scheitern

Experte: Energieziele wegen hoher Auflagen unerreichbar

AFP – Sa., 28. Apr 2012

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Die Pläne der Bundesregierung zum Ausbau der Offshore-Windkraft stehen einem Pressebericht zufolge vor dem Scheitern. "Die Ziele sind unter den derzeitigen Voraussetzungen nicht erreichbar", sagte der Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Trendresearch, Dirk Briese, dem "Handelsblatt". Das unabhängige Beratungsunternehmen, zu dessen Schwerpunkten energiewirtschaftliche Themen zählen, erfasst laufend den Status sämtlicher Offshore-Windkraftprojekte in Nord- und Ostsee und erstellt daraus Prognosen für den Fortgang des Ausbaus.

Briese sagte der Zeitung, demnach erwiesen sich "alle bisherigen Prognosen der Branche als zu optimistisch". Im ungünstigsten Fall würden bis 2020 statt der geplanten 10.000 nur 4000 Megawatt installiert.

Ohne eine stark wachsende Stromproduktion in Nord- und Ostsee sind die Ziele der Energiewende nicht erreichbar. Die von der Bundesregierung bis 2020 angestrebten Offshore-Windkraftanlagen mit 10.000 Megawatt stellen nur den ersten Schritt dar. Bis 2030 sollen vor den deutschen Küsten bereits Windräder mit einer Leistung von 25.000 Megawatt installiert sein. Das entspricht der installierten Leistung von 25 großen Kohlekraftwerken.

Dem Bericht zufolge wird der Ausbau der Offshore-Anlagen vor allem durch die hohen Umweltauflagen gebremst. Aus Gründen des Umweltschutzes müssen die Windparks in Deutschland bis zu 100 Kilometer von den Küsten entfernt gebaut werden, dort ist das Meer bis zu 40 Meter tief. Die Gründungsarbeiten seien daher besonders aufwendig, die Kabelverbindungen zum Festland sehr teuer.

Umweltauflagen bremsen Offshore-WindparksDer Nordseewind stößt auf grüne Hindernisse

Samstag, 28.04.2012, 18:44   dpa Die Pläne der Bundesregierung zum Ausbau der Winkraft sind einem Experten zufolge nicht realisierbar Bis 2030 sollen Windparks vor Deutschlands Küsten 25 große Kohlekraftwerke ersetzen. Einem Beratungsunternehmen zufolge ist das derzeit nicht zu schaffen. Schuld seien ausgerechnet Umweltauflagen.   Die Pläne der Bundesregierung zum Ausbau der Offshore-Windkraft stehen einem Pressebericht zufolge vor dem Scheitern. „Die Ziele sind unter den derzeitigen Voraussetzungen nicht erreichbar“, sagte der Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Trendresearch, Dirk Briese, im „Handelsblatt“. Das unabhängige Beratungsunternehmen, zu dessen Schwerpunkten energiewirtschaftliche Themen zählen, erfasst laufend den Status sämtlicher Offshore-Windkraftprojekte in Nord- und Ostsee und erstellt daraus Prognosen für den Fortgang des Ausbaus. Briese sagte der Zeitung, es erwiesen sich „alle bisherigen Prognosen der Branche als zu optimistisch“. Im ungünstigsten Fall würden bis 2020 statt der geplanten 10.000 nur 4000 Megawatt installiert.

Wind soll 25 Kohlekraftwerke ersetzen

Ohne eine stark wachsende Stromproduktion in Nord- und Ostsee sind die Ziele der Energiewende nicht erreichbar. Die von der Bundesregierung bis 2020 angestrebten Offshore-Windkraftanlagen mit 10 000 Megawatt stellen nur den ersten Schritt dar. Bis 2030 sollen vor den deutschen Küsten bereits Windräder mit einer Leistung von 25 000 Megawatt installiert sein. Das entspricht der installierten Leistung von 25 großen Kohlekraftwerken.

Dem Bericht zufolge wird der Ausbau der Offshore-Anlagen vor allem durch die hohen Umweltauflagen gebremst. Aus Gründen des Umweltschutzes müssen die Windparks in Deutschland bis zu 100 Kilometer von den Küsten entfernt gebaut werden, dort ist das Meer bis zu 40 Meter tief. Die Gründungsarbeiten seien daher besonders aufwendig, die Kabelverbindungen zum Festland sehr teuer. In Dänemark und Großbritannien dagegen dürften die Anlagen wesentlich näher an der Küste gebaut werden.

Netzbetreiber finanziell überfordert

Der für den Netzanschluss der Windparks in der Nordsee zuständige Übertragungsnetzbetreiber Tennet räumt dem „Handelsblatt“ zufolge ein, finanziell überfordert zu sein. Bis 2016 würden noch Anlagen errichtet, danach aber nur noch wenige Projekte realisiert, da Tennets Zusagen für einen Netzanschluss nur bis 2016 reichten. Bei den Windparks selbst rechnet Trendresearch dem Bericht zufolge ebenfalls mit Problemen bei der Finanzierung, aber auch mit technischen Schwierigkeiten.

bef/AFP

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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne

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