Grüne wollen Stromspeicher im Land ausbauen, VDI Wissensforum GmbH: Energie effizient speichern

Grüne wollen Stromspeicher im Land ausbauen
Energie effizient speichern  
Schleswig-Holstein kann seine Möglichkeiten zur Stromspeicherung in den nächsten zehn Jahren verzehnfachen. Das geht aus einer Studie im Auftrag der Grünen-Landtagsfraktion hervor. Demnach würden eine verstärkte Verbreitung von Solarbatterien, neue unterirdische Druckluftspeicher und der Bau von zwei zusätzlichen Pumpspeicherwerken dazu führen, dass die Speicherleistung im Land von heute rund 100 Megawatt auf 1000 Megawatt im Jahr 2022 steigt. Dann wird das letzte Kernkraftwerk stillgelegt. „Die Speicherleistung entspräche so ungefähr sechs Prozent der gesamten Stromerzeugung im Land“, schreibt Studienautor Jörn-Peter Boll. Damit würde das Land die Quote erreichen, die in Deutschland schon heute besteht – vor allem wegen der vielen Pumpspeicher im Süden der Republik. Stromspeicher sind neben dem Netzausbau eine wichtige Voraussetzung für die Energiewende. Sie helfen, die stark schwankende Produktion aus erneuerbaren Quellen wie Wind oder Sonne zu verstetigen und an die Nachfrage anzupassen. Wenn etwa nachts Windstrom produziert wird, den dann keiner braucht, können Speicher ihn für den nächsten Tag aufbewahren. Dadurch muss zu Spitzenzeiten des Bedarfs nicht mehr gleichzeitig genauso viel Strom neu produziert werden, wie verbraucht wird. Bisher gibt es im Land nur einen großen Energiespeicher, das Pumpkraftwerk in Geesthacht an der Elbe. Dort kann der Betreiber mit überschüssigem Strom Wasser einen Berg hochpumpen und in einem riesigen Becken lagern. Bei Bedarf lässt er das Wasser wieder herabstürzen. Es treibt dann eine Turbine an, die neuen Strom erzeugt. Eine zweite Anlage in Geesthacht ist geplant, eine weitere in Lägerdorf bei Itzehoe. Für noch mehr Pumpspeicher sei das Potenzial im Land allerdings „aufgrund der naturräumlichen Gegebenheiten sehr begrenzt“, schreibt Boll. Daher sei es künftig nötig, zusätzliche Speichertechnik zu nutzen, wie solare Batterien oder Druckluftspeicher. Bei den Druckluftspeichern können zum Beispiel mit Windstrom angetriebene Kompressoren Luft in unterirdische Kavernen pressen, wie es sie an der Nordsee gibt. Die Luft lässt der Betreiber bei Bedarf wieder entweichen – in eine Gasturbine, die so Energie produziert. Solare Lithium-Ionen-Batterien werden dagegen über Fotovoltaik-Anlagen in Privathaushalten oder Firmen geladen. Auch Elektroautos könnten künftig als Speicher dienen, wenn sie über Nacht mit Windstrom aufgeladen werden. Ein Hauptproblem der Speichertechnik ist allerdings ihr hoher Preis. „Unter heutigen Bedingungen ist Stromspeicherung unwirtschaftlich“, schreibt Boll. Die Grünen plädieren daher für ein neues Vergütungsmodell, das dafür sorgt, dass Speichern sich lohnt. Wie ihr Fraktionschef Robert Habeck unserer Zeitung gestern sagte, soll dabei etwa ein Windparkbetreiber mehr Geld für seinen Strom erhalten, wenn sein Angebot genau einer stets tags zuvor vorhergesagten Nachfragekurve entspricht. „So entsteht für ihn ein Anreiz, in Speichertechnik zu investieren“, erklärte Habeck. Da desto weniger neue Leitungen gebaut werden müssen, je mehr Speicher es an den richtigen Orten gibt, stiegen die Gesamtkosten der Energiewende nicht zwangsläufig. Habeck kritisierte gestern zudem den Kieler Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU), weil der sich zu wenig um Stromspeicher kümmere. „Die Studie, die wir jetzt vorlegen, hätte die Landesregierung schon längst liefern müssen“, sagte er unserer Zeitung. Land und Bund würden die Energiewende verschlafen. Henning Baethge Norddeutsche Rundschau
 

VDI Wissensforum GmbH: Energie effizient speichern

Energie effizient speichern Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ist die Frage der Speicherung – neben der Netzanbindung und dem Netzausbau – das vorherrschende Thema der Energiebranche. Die 2. VDI-Fachkonferenz „Stationäre Energiespeicher für Erneuerbare Energien“, zu der das VDI Wissensforum am 20. und 21. Juni 2012 nach Karlsruhe einlädt, gibt einen Überblick über die derzeitigen Möglichkeiten der stationären Speichertechnologien und den Stand der Technik. Entwickler und Anwender der Pilotanlagen unter anderem von Enertrag, Eon Gas Storage, Audi, Evonik und SolarFuel berichten über Erfahrungen und Ergebnisse bei der Umsetzung der Speichertechnologien. Experten zeigen, wie sie Windströmung in das Netz integrieren und speichern sowie Kohle- und Kreidegruben für die Installation von Pumpspeicherwerken nutzen. Darüber hinaus diskutieren Referenten die Potenziale und technischen Konzepte von Power-to-Gas sowie flüssigen Kraftstoffen aus CO2 und H2O. Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Regensburg und Leiter Energiewirtschaft und Systemanalyse des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel, leitet die Konferenz. Regenerative Energie in das Netz Seit dem beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie liegt der Fokus der Energiebranche auf den Erneuerbaren Energien. Vor allem die Netzanbindung und -integration ist ein wichtiges Thema. Bislang war der Leistungsfluss von Großkraftwerken zum Endkunden gerichtet – nun nimmt die Stromeinspeisung auch den umgekehrten Weg. Am Vortag der VDI-Fachkonferenz greift die 2. VDI-Spezialkonferenz „Netzanbindung und Netzintegration von Erneuerbaren Energien“ die Problematik auf und zeigt Herausforderungen an die Netzbetreiber sowie technische Lösungen. Leiter der Konferenz ist Dr.-Ing. Philipp Strauß, Leiter Anlagentechnik und Netzintegration des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel. Christian Neus von Amprion berichtet über Anforderungen an das Übertragungsnetz bei der Integration von Regenerativen Energien sowie die Netzausbauplanung in Deutschland und Europa. Experten von Enercon präsentieren innovative Lösungen, wie Windkraft in Netze eingespeist werden kann, um die erforderlichen Systemdienstleistungen bereitzustellen. Über erfolgreich umgesetzte Projekte der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung für Sonne, Wasser und Wind sowohl Onshore als auch Offshore, berichtet Raphael Görner von ABB. Eine weitere Problematik bei der Einspeisung Erneuerbarer Energien, sind die fluktuierenden Strommengen in ein dafür nicht ausreichend dimensioniertes Niederspannungsnetz. Experten von RWE Deutschland und SMA Solar Technology diskutieren über mögliche Regelungskonzepte und Netzsystemdienstleistungen für die Integration dezentraler Erzeugungsanlagen.  
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne