Inbetriebnahme der neuen IT-Plattform PRISE die Planbarkeit der Revierfahrt auf der Elbe

Die Hamburger Hafenwirtschaft verbessert mit der Inbetriebnahme der neuen IT-Plattform PRISE die Planbarkeit der Revierfahrt auf der Elbe und der Schiffsbewegungen im Hamburger Hafen. Maritim heute PRISE steht für Port River Information System Elbe und ist speziell auf die Bedürfnisse des Hamburger Hafens zugeschnitten. Die IT-Plattform wurde von Dakosy in Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten erstellt und mit finanzieller Unterstützung der Terminalbetreiber HHLA und EUROGATE realisiert. Sie gilt als weltweit einmalig. Mit der Einführung von PRISE reagiert der Hamburger Hafen auf das anhaltende Wachstum beim Containerumschlag und die steigenden Anforderungen an die Planung der Schiffsbewegungen durch die zunehmende Abfertigung von Großcontainerschiffen. Der Umschlag in Hamburg legte 2011 um 14,2 Prozent auf 9 Mio. Standardcontainer (TEU) zu. Für das laufende Jahr wird weiteres Wachstum erwartet. In Summe müssen im Hamburger Hafen und auf der Elbe immer mehr und immer größere Schiffe in kürzerer Zeit bewegt werden. Damit nimmt die Komplexität der Prozesse bei der Planung und Durchführung der Schiffsbewegungen zu. Erforderlich ist daher ein schnellerer Informationsaustausch zwischen den jeweils Beteiligten (Oberhafenamt, Hafenlotsen, Reedern, Schleppern, Terminals und Festmachern). . Wichtige Unterstützung bietet die neue IT-Plattform PRISE, die jetzt in Betrieb genommen wurde. Das IT-System, das die Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs weiter stärkt, wurde unter Federführung des Hafeninformationssystem-Betreibers DAKOSY zusammen mit den Projektpartnern Elblotsen, Hafenlotsen, HPA, HHLA und Eurogate, entwickelt. Finanziert wird die IT-Plattform von der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und EUROGATE. “Mit der Einführung von PRISE können die Schiffsbewegungen im Hamburger Hafengebiet weiter optimiert werden. Das verbessert den Verkehrsfluss im Hamburger Hafen und auf der Elbe“, sagte Heinrich Goller, Geschäftsführer der HHLA Container Terminals und Mitinitator des Projekts. “Davon profitieren unsere Kunden und der gesamte Hafen.” “Mit Hilfe der zentralen Informationsplattform lassen sich die Schiffsbewegungen im Hamburger Hafen reibungsloser koordinieren“, so Peter Zielinsiki, Geschäftsführer des EUROGATE Container Terminals Hamburg. “Die Beteiligten können vorausschauender planen, auf Ereignisse schneller reagieren und Ressourcen effizienter einsetzen.Am 24. April 2012 fand in Brüssel eine Konferenz zum Thema „Zukünftige EU-Hafen- und Schifffahrtspolitik“ im Rahmen des EU-Projekts „Port Integration“ statt. Die durch Hanse Office, Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation und Hamburg Port Authority organsierte Konferenz vereinte 50 Vertreter von Häfen, Hafenwirtschaft, Verbänden und Behörden zu einem Austausch über aktuelle Themen der EU Hafenpolitik. Vertreter der Kommission informierten über Fördermöglichkeiten zur Steigerung umweltfreundlicher Transporte durch kombinierte Verkehrslösungen und über die Schwerpunkte der EU-Hafenpolitik der kommenden Jahre. Ferner diskutierten der Hamburger Europaabgeordnete Knut Fleckenstein MdEP und die Teilnehmer über künftige Herausforderungen wachsender Verkehre für Häfen und Transportwirtschaft. Die Konferenz war ein Teil der Hamburger Strategie des Austausches und der Zusammenarbeit zwischen den europäischen Häfen und der Hafenwirtschaft. Das zu diesem Zweck von Hamburg initiierte EU-Projekt „Port Integration“ ist Teil dieser Strategie. Es wird bis 2013 mit 1,4 Mio. Euro aus dem europäischen Förderprogramm Interreg IVC bezuschusst. Die am Projekt beteiligten Häfen aus dem Mittelmeer, der Nord- und Ostsee wollen im Rahmen des Projekts die Entwicklung nachhaltiger Hafenstrategien fördern, ihre Rolle als Wachstumsmotoren der Wirtschaft festigen und Einfluss auf die Politik der EU nehmen. Hof stellte in seinem Sonderbericht (Nr. 4/2012) fest, dass nur 11 der 27 geprüften Seehafeninfrastruktur-Projekte, die im Programmzeitraum 2000-2006 aus den Strukturfonds und dem Kohäsionsfonds kofinanziert wurden, wirksam waren. Ferner wies ein Drittel der geprüften Projekte Ziele auf, die nicht den Verkehrssektor betrafen. Der Hof gelangte zu dem Ergebnis, dass abgesehen von den Projekten, die keine Wirkung entfalteten, einige Projekte keiner Nutzung zugeführt wurden und 4 wichtige Projekte, die einen Anteil von 70,8 % an der geprüften Gesamtsumme hatten, zum Zeitpunkt der Prüfung noch nicht fertiggestellt waren. Von den 23 abgeschlossenen Projekten wurden 11 Projekte termingemäß abgeschlossen, die anderen 12 fertiggestellten Projekte verzeichneten jedoch einen durchschnittlichen Bauverzug von 26 Monaten. Zudem sind bei 5 abgeschlossenen Projekten, die nahezu 50 % der geprüften Summen ausmachen, weitere Investitionen in erheblicher Höhe erforderlich, bevor sie wirksam genutzt werden können. Der EuRH spricht eine Reihe von Empfehlungen aus, wie die Kommission die Wirksamkeit der Investitionen in Seehäfen verbessern kann. Dazu gehören folgende Punkte: • Die Kommission sollte die Mitgliedstaaten auf ihre Pflicht zur Verwendung der EU-Finanzmittel im Einklang mit den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung hinweisen, wofür sie geeignete Leitlinien an die Hand geben und in den Mitgliedstaaten angewandte vorbildliche Verfahren bekannt machen sollte, insbesondere indem sie die Verwaltungsbehörden auffordert, systematisch Ergebnis- und Wirkungsindikatoren zu verwenden. • Die Kommission sollte nach dem Grundsatz verfahren, dass die Gewährung von EU-Fördermitteln vom Erreichen der geplanten Ziele abhängt, und sicherstellen, dass Fragen der Wirksamkeit auch bei Vor-Ort-Kontrollen größere Beachtung finden; ferner sollte sie das Bewertungsverfahren für Großprojekte und Kohäsionsfondsprojekte vertiefen, um schwerwiegende Schwachstellen leichter erkennen und so geeignete Schritte zu ihrer Beseitigung ergreifen zu können. • Die Kommission sollte die Bereitstellung von Kohäsionsfondsmitteln für den kommenden Zeitraum vom Vorhandensein einer umfassenden langfristigen Hafenentwicklungsstrategie (basierend auf einer Bedarfsanalyse) für alle Häfen der jeweiligen Region abhängig machen. Hintergrund: Der EuRH prüfte die Struktur- und Kohäsionsfondsinvestitionen in die Verkehrsinfrastruktur von Seehäfen, um sich von der Wirksamkeit der im Zeitraum 2000-2006 kofinanzierten Projekte – Ziele und Outputs von 27 aus dem EFRE und dem Kohäsionsfonds geförderten Verkehrsinfrastrukturprojekten – zu überzeugen. Untersuchungsgegenstand waren die Verwaltung der Ausgaben durch die Mitgliedstaaten und die Überwachung des Prozesses durch die Kommission. Der Seeverkehr ist der zweitwichtigste Verkehrsträger in der EU, wobei der Großteil des Güterverkehrs noch immer auf der Straße abgewickelt wird. Im Zeitraum 2000-2006 flossen 2,8 Milliarden Euro aus den Strukturfonds und dem Kohäsionsfonds in die Seehafeninfrastruktur. Dabei erhielten vier Länder 85,5 % des Gesamtbetrags der Zuweisungen. Für den Finanzierungszeitraum 2007-2013 sind weitere 3,4 Milliarden für Investitionen in Seehäfen vorgesehen.        
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne