Siemens Beim Umsatz verzeichnete das Geschäft mit erneuerbaren Energien den stärksten Zuwachs

Siemens: Umsatzwachstum auf breiter Basis

Siemens hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2012 erneut ein Umsatzwachstum auf breiter Basis verzeichnet.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs der Umsatz im zweiten Quartal dank des guten Auftragsbestandes um neun Prozent, der Auftragseingang sank um 13 Prozent. Das Ergebnis lag deutlich unter dem Vorjahreswert. Gründe dafür waren Belastungen in der Division Power Transmission sowie ein Beteiligungsverlust bei NSN. Außerdem hatte im zweiten Quartal 2011 der Verkauf der Anteile an Areva NP für einen Sonderertrag von 1,5 Milliarden Euro gesorgt. “Das zweite Quartal war wie erwartet nicht einfach. Während der Umsatz deutlich zulegte, blieb der Auftragseingang aufgrund eines schwächeren Großprojektgeschäfts unter dem Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2012 sind wir bei Auftragseingang und Umsatz auf Kurs, unsere Ziele zu erreichen. Das Quartalsergebnis lag wegen erneuter Belastungen bei Energieübertragungsprojekten in Deutschland unter unseren Erwartungen“, sagte Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012, das am 31. März 2012 endete, sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro. Dies lag vor allem daran, dass weniger Großaufträge eingingen als im Vorjahr. Der Umsatz stieg deutlich um neun Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill) lag im zweiten Quartal bei 0,93, der Auftragsbestand bei 100 Milliarden Euro.

Im Sektor Energy sank der Auftragseingang um knapp ein Drittel auf 5,8 Milliarden Euro, wogegen der Umsatz um 13 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro stieg. Der Rückgang beim Auftragseingang ergab sich vor allem durch weniger Großaufträge als im Vorjahreszeitraum, wie etwa ein Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk in Saudi-Arabien oder drei Offshore-Windparks in Deutschland. Beim Umsatz verzeichnete das Geschäft mit erneuerbaren Energien den stärksten Zuwachs. Fürs Gesamtjahr rechnet der Sektor Energy mit einem Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz von über eins.

Der Healthcare-Sektor wies einen Auftragseingang von 3,2 Milliarden Euro aus und lag damit um vier Prozent über dem Vorjahreswert, während der Umsatz um acht Prozent auf 3,4 Milliarden Euro stieg. Im Sektor Industry lag der Auftragseingang bei 5,1 Milliarden Euro und damit leicht über dem Vorjahreswert. Der Umsatz des Sektors kletterte um neun Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Im neuen Sektor Infrastructure & Cities legte der Umsatz um sechs Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang ging wegen einer geringeren Zahl neuer Großaufträge im Bahngeschäft um sechs Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zurück.

Sondereffekte belasten Ergebnis

Auf der Ergebnisseite wirkten sich vor allem ein Beteiligungsverlust von 640 Millionen Euro bei NSN und Projektbelastungen von 278 Millionen Euro in der Division Power Transmission negativ aus. Im Vorjahresquartal hatte der Sektor Energy außerdem einen Ertrag vor Steuern von 1,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf des 34-Prozent-Anteils an Areva NP an die Areva S.A. gebucht. Im zweiten Quartal wies der Sektor Energy ein Ergebnis von 573 Millionen Euro aus nach 2,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Sektor Healthcare kam auf ein Ergebnis von 424 Millionen Euro nach 450 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ergab sich im Wesentlichen aus einer Belastung von 38 Millionen Euro in Zusammenhang mit der “Agenda 2013″. Im Sektor Industry liefen die kurzzyklischen Geschäfte weiterhin sehr gut. So wurden unter anderem höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung mehr als wettgemacht. Das Ergebnis des Sektors Industry stieg um fünf Prozent auf 662 Millionen Euro. Der neue Sektor Infrastructure & Cities steigerte im zweiten Quartal seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 270 Millionen Euro.

Insgesamt ging das Ergebnis der Sektoren aufgrund der genannten Faktoren im Vergleich zum Vorjahreswert von 3,7 auf 1,9 Milliarden Euro zurück. Im Vergleich zum Vorquartal verbesserte sich die Ertragslage. Denn in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2012 hatte Siemens ein Ergebnis der Sektoren von 1,6 Milliarden Euro erzielt. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten von Siemens lag im zweiten Quartal 2012 bei 1,1 Milliarden Euro.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2012 bestätigt Siemens seine Erwartungen eines moderaten organischen Umsatzwachstums gegenüber dem Geschäftsjahr 2011. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass der Auftragseingang den Umsatz erneut übertreffen wird und ein Book-to-Bill-Verhältnis von über eins erzielt wird. In den meisten Geschäften, einschließlich seiner kurzzyklischen Industriegeschäfte, erwartet Siemens nach wie vor starke Ergebnisse. Siemens geht davon aus, dass Herausforderungen, hauptsächlich im Energieübertragungs-Geschäft, das Niveau des ursprünglichen Ziels von 6,0 Milliarden Euro für den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten des Geschäftsjahrs 2012 um 0,6 bis 0,8 Milliarden Euro belasten werden. Von dieser Prognose sind wesentliche Auswirkungen aus Portfoliomaßnahmen sowie aus rechtlichen und regulatorischen Themen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres ausgenommen.

Siemens Unrentable Windparks

Siemens hat die Tücken beim Offshore-Windstrom unterschätzt – und zahlt nun dafür das Lehrgeld.
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<p>Eher leichte Übung: LED-Show der Siemens-Tochter Osram.<br /><br /><br />
Eher leichte Übung: LED-Show der Siemens-Tochter Osram. Foto: Siemens
München –
Siemens leidet schwer unter einem neuen Sanierungsfall. Ausgerechnet das für die Energiewende in Deutschland so wichtige Geschäft mit der Stromübertragung ist angeschlagen. „Wir haben Fehler gemacht und die Komplexität komplett unterschätzt“, räumte Konzernchef Peter Löscher in ungewohnter Offenheit ein. Es geht um vier Windparks in der Nordsee, die der Münchener Technologiekonzern für den Netzbetreiber Tennet ans deutsche Stromnetz anschließen soll. Doch Siemens ist in Verzug.
Wegen fehlender Kompetenz im eigenen Haus verzögern sich mindestens zwei der Vorhaben um bis zu zwölf Monate. Sie werden erst 2013 realisiert, räumte Siemens-Finanzchef Joe Kaeser ein. Das kostet die Münchner im soeben beendeten zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 weitere 278 Millionen Euro.
In rauer See
Die Anbindung von vier Windparks in der Nordsee bezeichnet Siemens als technologische Pioniertat. Mit gut 100 Kilometern Entfernung vom Land sind die in 70 Metern Meerestiefe veran
Insgesamt summieren sich die Kosten für die Stromprojekte auf hoher See nun auf fast eine halbe Milliarde Euro. Diese Summe könnte bis Ende des Geschäftsjahrs Anfang Oktober um weitere 100 Millionen Euro wachsen, weil die Sparte umgebaut werden müsse, bereitete Kaeser auf weitere Hiobsbotschaften vor. Karlheinz Springer wird den Umbau der Siemens-Division „Power Transmission“ verantworten. Ab 1. Mai ist er offiziell deren Chef.
Unter Druck sind aber nicht nur die Geschäfte in der Nordsee, sondern auch die Fertigung von Transformatoren und Schaltanlagen, wofür vor allem chinesische Billiganbieter sorgen. Nicht bestätigen wollte Finanzchef Kaeser, dass nun ein Abbau von rund 500 Stellen droht. Springer, der seinen für die Misere verantwortlichen Vorgänger Udo Niehage ablöst, habe 100 Tage, um sich ein Bild von der Lage zu machen und Lösungen zu präsentieren.
Die Probleme mit den Windparks in der Nordsee haben nicht nur für Siemens einiges Gewicht. Anfang Mai kommen alle Betroffenen zusammen: Siemens, Lieferanten, Auftraggeber und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es müsse zu einer konzertierten Aktion in Sachen Stromanbindung kommen, weil die jetzige Lage für die Energiewende nicht förderlich ist, stellte Kaeser klar. Für Verzögerungen sorge auch staatliche Bürokratie, die mit den Windparks und deren Verknüpfung mit dem deutschen Stromnetz regulatorisches Neuland betritt, ergänzte Peter Löscher, der Vorstandsvorsitzende.
Dauerbaustelle Netzwerk
Unter dem Strich mindert vor allem das Debakel in der Nordsee den Siemens-Gewinn dieses Jahr um 600 bis 800 Millionen Euro, räumte dieser ein. Um diese Summe reduziert sich damit das bisherige Ergebnisziel von sechs Milliarden Euro aus fortgeführten Geschäften. Nicht dazu zählt die ungeliebte und als Gemeinschaftsunternehmen von der finnischen Nokia geführte Netzwerktochter NSN. Auch sie ist aber eine große Last für Siemens. Der bei NSN beschlossene Abbau von global 17000 Stellen und hierzulande knapp 3000 Stellen sorgt bei Siemens im zweiten Quartal zu einer anteiligen Ergebnisbelastung von 640 Millionen Euro. Noch einmal die gleiche Summe fällt bei Nokia an. Wann sich die Lage bei dem gemeinsamen Netzwerkausstatter endlich bessert, hält Siemens derzeit für unsicher.
Abgesehen von den beiden Großbaustellen sei sein Konzern auf Kurs, sagte Löscher. Allerdings waren im zweiten Quartal die Auftragseingänge um konzernweit 13 Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro rückläufig, wofür fast allein der Sektor Energie verantwortlich zeichnete. Die Umsätze legten parallel um knapp ein Zehntel auf gut 19 Milliarden Euro zu. Bis Geschäftsjahresende plant Siemens moderaten Umsatzzuwachs. Möglich seien auch Zukäufe in Milliardendimension, sagte Löscher, ohne aber konkret zu werden.

Verluste im Offshore-Bereich belasten Elektrokonzern

Siemens kappt Gewinnprognose

Donnerstag, 26. April 2012 thb

Vor allem durch das Offshore-Windkraftgeschäft erwartet Siemens einen Rückgang. Foto: SiemensVor allem durch das Offshore-Windkraftgeschäft erwartet Siemens einen Rückgang. Foto: Siemens
Der Siemens-Konzern erwartet vor allem wegen der Verluste beim Offshore-Windkraftgeschäft einen Rückgang des Jahresgewinns. Statt sechs Milliarden Euro geht das Unternehmen nur noch von maximal 5,4 Milliarden Euro Gewinn aus. Unter anderem die Probleme bei der Anbindung von Windparks ans Stromnetz ließen das Plus im zweiten Geschäftsquartal 2011/2012 trotz höherer Umsätze um zwei Drittel auf 1,1 Milliarden Euro einbrechen, teilte Siemens gestern mit. Auch der Auftragseingang sank. Unter dem Strich brach der Gewinn nach Steuern von 2,8 auf  eine Milliarde Euro ein. Vorstandschef Peter Löscher sagte in München: "Das zweite Quartal war wie erwartet nicht einfach." Der Umsatz legte zwar kräftig zu, um neun Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Aber das Quartalsergebnis lag "wegen erneuter Belastungen bei Energieübertragungsprojekten unter unseren Erwartungen". Die Anbindung der Windparks vor Helgoland und Borkum ans Stromnetz auf dem Festland liegt bis zu einem Jahr hinter dem Zeitplan zurück. Deshalb muss Siemens Vertragsstrafen an den Netzbetreiber zahlen. Im zweiten Quartal summierten sich die Belastungen auf 278 Millionen Euro, im ersten waren es bereits 200 Millionen. Die noch folgenden Lasten seien geringer, so Löscher. "Wir arbeiten die Pro­bleme konsequent ab." Trotzdem wird der zuständige Manager der Stromübertragungssparte, Udo Niehage, von seinem Posten versetzt. Sein Nachfolger wird ab dem 1. Mai Karlheinz Springer, der zuvor in der Kraftwerkssparte tätig war.
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Über g.goettling

1953 das Licht der Welt in Stuttgart erblickt bis 1962 Stuttgart ab 1963 bis 1970 Bayerrn ( genauer Mittelfranken Lauf/Peg.) Schule ab 1970 Norden Lehrjahre sind keine Herrenjahre Matrose HAPAG 1976 AK 19 86 AM FHSR ( heute STW 95 unbeschränkt) 1992 -1997 Staukoordinator Abteilungleiter Reedereien Rheintainer Transglobe 1997 - Schleusenmeister, den es immer noch seefahrtsmässig in den Finger juckt, wenn er seine Kollegen fahren sieht, inzwischen auch wieder selbst fährt übergangsweise Fähre und ehrenamtlich Dampfschlepper Hamburger Hafen Museumshafen Övelgönne