Die Schifffahrt kann die geplanten strengen Schwefel-Grenzwerte in Nord- und Ostsee ab 2015 vermutlich nicht erreichen und fordert einen Aufschub von fünf Jahren

Die Ostseehäfen befürchten hohe Einbußen beim Umschlag. Foto: Arndt
Die Europäische Kommission hat eine neue Gesetzgebung vorgeschlagen, mit der die Richtlinie über den Schwefelgehalt von Schiffstreibsstoffen in EU-Gewässern geändert werden soll. Die neuen Regeln dienen der einheitlichen Umsetzung der IMO-Normen zur Senkung des Schwefelgehaltes von Schiffstreibstoffen in europäisches Recht. Begleitend hat die Kommission eine Folgenabschätzung veröffentlicht. Sie beurteilt die Umsetzung der strengen Grenzwerte aus Gründen des Umweltschutzes als notwendig, teilt aber die Bedenken der Häfen.
Um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden, kündigt die Kommission an, die Befolgungskosten der neuen Grenzwerte senken zu wollen, und empfiehlt, hierzu auch den Einsatz von Fördermitteln der Mitgliedstaaten in Betracht zu ziehen. mehr